Schönheit

Meipolo-Rose. Die Rose gilt als Inbegriff der Schönheit.

Schönheit wird allgemein als ein Merkmal von Objekten beschrieben, das die Wahrnehmung dieser Objekte angenehm macht. Zu solchen Objekten gehören Landschaften, Sonnenuntergänge, Menschen, Gebrauchsgegenstände oder Kunstwerke. In einem weiteren Sinn werden oft auch abstrakte Objekte wie Ideen, Erkenntnisse, Handlungen, Beziehungen, Situationen oder Erinnerungen als schön bezeichnet, was auch der umgangssprachlichen Verwendung des Begriffs „schön“ entspricht. Schönheit ist Gegenstand sowohl der Philosophie als auch der Psychologie und der Künste und Kunstwissenschaften.

Ein weiteres Merkmal von Schönheit ist, dass es sich um ein bewusst getroffenes Werturteil handelt. Das grenzt das Schönheitserleben von anderen positiven Empfindungen wie dem einfachen Wohlfühlen oder Lustempfinden ab.[1] Als ästhetischer Wert steht der Schönheit die Hässlichkeit gegenüber.

Schönheit hat sowohl objektbezogene als auch subjektive Aspekte: Sie hängt einerseits von Eigenschaften der jeweiligen Objekte ab, andererseits von der ästhetischen Disposition (dem individuellen Geschmack) der urteilenden Person. Der subjektiven Seite entspricht die Redewendung, Schönheit liege „im Auge des Betrachters“.[2]

Über diese grundlegenden Eigenschaften hinaus existiert in Philosophie, Psychologie und den Kunstwissenschaften keine einheitliche Definition für Schönheit. Klassische Konzeptionen definieren Schönheit in Bezug auf das Verhältnis zwischen dem schönen Objekt als Ganzes und seinen Teilen: Die Teile sollen im richtigen Verhältnis zueinander stehen und so ein integriertes harmonisches Ganzes bilden. Hedonistische Konzeptionen sehen eine notwendige Verbindung zwischen Lust und Schönheit, z. B. in der Form, dass ein Objekt nur dann schön ist, wenn es interesseloses Wohlgefallen verursacht. Andere Konzeptionen beinhalten die Definition schöner Objekte hinsichtlich ihres Wertes, einer liebenden Haltung ihnen gegenüber oder ihrer Funktion. Innerhalb der verschiedenen Fachgebiete gibt es außerdem sehr unterschiedliche Herangehensweisen an das Phänomen des Schönheitserlebens.

Übersicht

Schönheit ist neben Kunst und Geschmack Hauptgegenstand der Ästhetik.[3][4] Sie wird üblicherweise, neben anderen Eigenschaften, wie Anmut, Eleganz oder Erhabenheit, als ästhetische Eigenschaft kategorisiert.[5][6][7] Schönheit wird oft als einer der drei Grundbegriffe des menschlichen Verstehens neben Wahrheit und Gutheit aufgeführt.[5][8][6]

Objektivisten oder Realisten sehen Schönheit als ein objektives oder geistesunabhängiges Merkmal schöner Dinge, was von Subjektivisten bestritten wird.[3][9] Die Quelle dieser Debatte ist, dass Schönheitsurteile auf subjektiven Gründen, nämlich unseren Gefühlen, zu beruhen scheinen, während sie gleichzeitig universelle Korrektheit beanspruchen.[10] Diese Spannung wird manchmal als „Antinomie des Geschmacks“ bezeichnet.[4] Anhänger beider Seiten haben vorgeschlagen, dass eine bestimmte Fähigkeit, die gemeinhin als Geschmackssinn bezeichnet wird, notwendig ist, um zuverlässige Urteile über Schönheit zu fällen.[3][10] David Hume zum Beispiel schlägt vor, dass dieses Vermögen trainiert werden kann und dass die Urteile von Experten auf lange Sicht übereinstimmen.[3][9]

Schönheit wird hauptsächlich in Bezug auf konkrete, der Sinneswahrnehmung zugänglichen Objekte diskutiert. Es wird oft behauptet, dass die Schönheit eines Dings über den sensorischen Eigenschaften dieses Dings superveniert.[10] Es wurde aber auch vorgeschlagen, dass abstrakte Objekte wie Geschichten oder mathematische Beweise schön sein können.[11] Schönheit spielt eine zentrale Rolle in Kunstwerken, aber es gibt auch Schönheit außerhalb des Bereichs der Kunst, insbesondere was die Schönheit der Natur betrifft.[12][10] Eine einflussreiche Unterscheidung zwischen schönen Dingen, die auf Immanuel Kant zurückgeht, ist die zwischen anhängender und freier Schönheit. Eine Sache hat anhängende Schönheit, wenn ihre Schönheit von der Konzeption oder Funktion dieses Dings abhängt, im Gegensatz zu freier oder absoluter Schönheit.[10] Beispiele für anhängende Schönheit sind ein Ochse, der schön als Ochse ist, aber nicht als Pferd,[3] oder ein Foto, das schön ist, weil es ein schönes Gebäude darstellt, dem aber aufgrund seiner geringen Qualität an Schönheit im Allgemeinen fehlt.[9]

Objektivismus und Subjektivismus

Schönheitsurteile scheinen eine Zwischenstellung einzunehmen zwischen objektiven Urteilen, z. B. über Masse und Form einer Grapefruit, und subjektiven Vorlieben, z. B. ob die Grapefruit gut schmeckt.[13][10][9] Schönheitsurteile unterscheiden sich von ersteren, weil sie auf subjektiven Gefühlen und nicht auf objektiver Wahrnehmung beruhen. Sie unterscheiden sich aber auch von letzteren, weil sie Anspruch auf universelle Korrektheit erheben.[10] Diese Spannung spiegelt sich auch in der Umgangssprache wider. Einerseits sprechen wir von Schönheit als einem objektiven Merkmal der Welt, das beispielsweise Landschaften, Gemälden oder Menschen zugeschrieben wird.[14] Die subjektive Seite hingegen drückt sich in Sprüchen wie „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ aus.[3]

Diese beiden Positionen werden oft als Objektivismus oder Realismus und Subjektivismus bezeichnet.[3] Der Objektivismus ist die traditionelle Sichtweise, während sich der Subjektivismus in der westlichen Philosophie in jüngerer Zeit entwickelt hat. Objektivisten vertreten die Ansicht, dass Schönheit ein geistesunabhängiges Merkmal der Dinge ist. Nach dieser Auffassung ist die Schönheit einer Landschaft unabhängig davon, wer sie wahrnimmt oder ob sie überhaupt wahrgenommen wird.[3][9] Meinungsverschiedenheiten können durch die Unfähigkeit erklärt werden, dieses Merkmal wahrzunehmen, was manchmal als „Mangel an Geschmack“ bezeichnet wird.[15] Der Subjektivismus hingegen leugnet die geistesunabhängige Existenz von Schönheit.[5][3][9] Maßgeblich für die Entwicklung dieser Position war John Lockes Unterscheidung zwischen primären Qualitäten, die das Objekt unabhängig vom Beobachter besitzt, und sekundären Qualitäten, die Kräfte im Objekt darstellen, bestimmte Ideen im Beobachter hervorzubringen.[3][16][5] Auf die Schönheit angewandt, gibt es immer noch einen Sinn, in dem sie vom Objekt und seinen Kräften abhängt.[9] Aber diese Darstellung macht die Möglichkeit echter Meinungsverschiedenheiten über Behauptungen von Schönheit unplausibel, da dasselbe Objekt bei verschiedenen Beobachtern sehr unterschiedliche Vorstellungen hervorrufen kann. Der Begriff des „Geschmacks“ kann immer noch verwendet werden, um zu erklären, warum verschiedene Menschen uneins darüber sind, was schön ist. Aber es gibt keinen objektiv richtigen oder falschen Geschmack, es gibt nur unterschiedliche Geschmäcker.[3]

Das Problem sowohl mit der objektivistischen als auch mit der subjektivistischen Position in ihrer extremen Form ist, dass beide einige Intuitionen über Schönheit leugnen müssen. Dieses Problem wird manchmal unter dem Label „Antinomie des Geschmacks“ diskutiert.[3][4] Es hat verschiedene Philosophen dazu veranlasst, eine einheitliche Theorie zu suchen, die all diese Intuitionen berücksichtigen kann. Ein vielversprechender Weg zur Lösung dieses Problems besteht darin, von subjektiven zu intersubjektiven Theorien überzugehen, die besagen, dass die Gültigkeitsstandards von Geschmacksurteilen nicht objektiv, sondern intersubjektiv sind, also von einer Gruppe von Richtern abhängen. Dieser Ansatz versucht zu erklären, wie echte Meinungsverschiedenheiten über Schönheit möglich sind, obwohl Schönheit eine geistesabhängige Eigenschaft ist, die nicht von einem Individuum, sondern von einer Gruppe abhängt.[3][4] Eine eng verwandte Theorie sieht Schönheit als eine sekundäre oder reaktionsabhängige (response dependent) Eigenschaft.[9] Nach einer solchen Auffassung ist ein Objekt schön, „wenn es aufgrund seiner ästhetischen Eigenschaften Lust verursacht“.[5] Das Problem, dass verschiedene Menschen unterschiedlich reagieren, kann durch die Kombination von Theorien der Reaktionsabhängigkeit mit sogenannten Theorien der idealen Beobachter (ideal-observer theories) angegangen werden: Es kommt nur darauf an, wie ein idealer Beobachter reagieren würde.[10] Es besteht keine allgemeine Einigkeit darüber, wie „ideale Beobachter“ zu definieren sind, aber es wird üblicherweise angenommen, dass sie erfahrene Schönheitsrichter mit einem voll entwickelten Geschmackssinn sind. Dies legt einen indirekten Weg zur Lösung der Antinomie des Geschmacks nahe: Anstatt nach notwendigen und hinreichenden Bedingungen der Schönheit selbst zu suchen, können wir lernen, die Qualitäten guter Kritiker zu identifizieren und uns auf ihre Urteile zu verlassen.[3] Dieser Ansatz funktioniert nur, wenn Einstimmigkeit unter den Experten gewährleistet wäre. Aber selbst erfahrene Richter können sich in ihren Urteilen uneinig sein, was die Theorien der idealen Beobachter zu untergraben droht.[3][9]

Es wurde argumentiert, dass der Geschmackssinn, der nötig ist, um Schönheit wahrzunehmen und zu beurteilen, trainiert werden kann und dass die Urteile von Experten auf lange Sicht übereinstimmen. Dies würde darauf hindeuten, dass die Gültigkeitsstandards von Schönheitsurteilen intersubjektiv sind, d. h. von einer Gruppe von Richtern abhängen, anstatt vollständig subjektiv oder vollständig objektiv zu sein.

Konzeptionen

Es wurden verschiedene Konzeptionen der wesentlichen Eigenschaften schöner Dinge vorgeschlagen, aber es besteht kein Konsens darüber, welche die richtige ist.

Klassisch

Die klassische Konzeption definiert Schönheit über das Verhältnis zwischen dem schönen Objekt als Ganzes und seinen Teilen: Die Teile sollten im richtigen Verhältnis zueinander stehen und so ein integriertes harmonisches Ganzes bilden.[3][5][9] Nach dieser Auffassung, die ihre expliziteste Artikulation in der italienischen Renaissance fand, hängt beispielsweise die Schönheit eines menschlichen Körpers unter u. a. von der richtigen Proportion der verschiedenen Körperteile und der Gesamtsymmetrie ab.[3] Ein Problem bei dieser Konzeption ist, dass es schwierig ist, eine allgemeine und detaillierte Beschreibung dessen zu geben, was unter „Harmonie zwischen Teilen“ zu verstehen ist.[3] Dies weckt den Verdacht, dass die Definition von Schönheit durch Harmonie nur dazu führt, dass ein unklarer Begriff gegen einen anderen ausgetauscht wird. Es wurden einige Versuche unternommen, diesen Verdacht aufzulösen, indem nach Gesetzen der Schönheit, wie dem Goldenen Schnitt, gesucht wurde. Alexander Baumgarten zum Beispiel sah Gesetze der Schönheit in Analogie zu Naturgesetzen und glaubte, dass sie durch empirische Forschung entdeckt werden könnten.[5] Doch diese Versuche, eine allgemeine Definition von Schönheit zu finden, sind bisher gescheitert. Einige Autoren nehmen sogar die gegenteilige Behauptung, dass solche Gesetze nicht formuliert werden können, als Teil ihrer Definition von Schönheit.[10]

Hedonismus

Ein sehr häufiges Element in vielen Auffassungen von Schönheit ist ihre Beziehung zur Lust.[11][5] Der Hedonismus macht diese Beziehung zu einem Teil der Definition von Schönheit, indem er behauptet, dass es eine notwendige Verbindung zwischen Lust und Schönheit gibt, z. B. dass ein Objekt nur dann schön ist, wenn es Lust verursacht oder dass das Erleben von Schönheit immer von Lust begleitet wird.[12] Diese Auffassung wird manchmal als „ästhetischer Hedonismus“ bezeichnet, um sie von anderen Formen des Hedonismus zu unterscheiden.[17][18] Eine einflussreiche Artikulation dieser Position stammt von Thomas von Aquin, der Schönheit definiert als „das, was in der bloßen Anschauung davon gefällt“.[19] Immanuel Kant erklärt diese Lust durch ein harmonisches Zusammenspiel von Verstand und Einbildungskraft.[11] Eine weitere Frage für ästhetische Hedonisten ist, wie das Verhältnis von Schönheit und Lust zu erklären ist. Dieses Problem ähnelt dem Euthyphron-Dilemma: Ist etwas schön, weil wir es genießen, oder genießen wir es, weil es schön ist?[5] Identitätstheoretiker lösen dieses Problem, indem sie leugnen, dass es einen Unterschied zwischen Schönheit und Lust gibt: Sie identifizieren Schönheit oder deren Erscheinung mit der Erfahrung von ästhetischer Lust.[11]

Hedonisten beschränken und präzisieren den Begriff der Lust in der Regel auf verschiedene Weisen, um offensichtliche Gegenbeispiele zu vermeiden. Eine wichtige Unterscheidung in diesem Zusammenhang ist der Unterschied zwischen reiner und gemischter Lust.[11] Reine Lust schließt jede Form von Schmerz oder unangenehmen Gefühlen aus, während das Erleben von gemischter Lust auch unangenehme Elemente enthalten kann.[20] Aber Schönheit kann gemischte Lust beinhalten, zum Beispiel im Fall einer schönen tragischen Geschichte, weshalb gemischte Lust in hedonistischen Konzeptionen von Schönheit normalerweise zugelassen wird.[11]

Ein weiteres Problem hedonistischer Theorien ist, dass wir uns an vielen Dingen erfreuen, die nicht schön sind. Eine Möglichkeit, dieses Problem anzugehen, besteht darin, Schönheit mit einer besonderen Art von Lust in Verbindung zu bringen: mit der ästhetischen Lust oder dem interesselosen Wohlgefallen.[3][4][7] Ein Wohlgefallen ist interesselos, wenn es gegenüber der Existenz des schönen Objekts gleichgültig ist oder wenn sie nicht aufgrund eines vorangegangenen Wunsches durch eine Mittel-Zweck-Folgerung entstanden ist.[21][11] Zum Beispiel wäre die Freude am Anblick einer schönen Landschaft auch dann noch wertvoll, wenn sich herausstellen würde, dass dieses Erlebnis eine Illusion war, was nicht der Fall wäre, wenn diese Freude darauf zurückzuführen wäre, dass man die Landschaft als eine wertvolle Immobilien-Gelegenheit ansieht.[3] Gegner des Hedonismus räumen in der Regel ein, dass viele Erfahrungen von Schönheit lustvoll sind, bestreiten aber, dass dies für alle Fälle gilt.[12] Zum Beispiel kann eine kalte, abgestumpfte Kritikerin aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung immer noch ein gutes Urteil über Schönheit abgeben, auch wenn ihr die Freude fehlt, die ihre Arbeit ursprünglich begleitete.[11] Dieser Einwand kann dadurch vermieden werden, dass man einräumt, dass Reaktionen auf schöne Dinge lustlos sein können, während man aber darauf besteht, dass alle schönen Dinge Lust verdienen, dass ästhetische Lust die einzige angemessene Reaktion auf sie ist.[12]

Andere

Verschiedene andere Konzeptionen von Schönheit wurden vorgeschlagen. G. E. Moore erklärt Schönheit in Bezug auf den intrinsischen Wert als „das, von dem die bewundernde Betrachtung an sich gut ist“.[21][5] Diese Definition verbindet Schönheit mit Erfahrung und schafft es zugleich, einige der Probleme zu vermeiden, die normalerweise mit subjektivistischen Positionen verbunden sind, da sie es ermöglicht, dass Dinge schön sein können, auch wenn sie nie erlebt werden.[21] Eine andere subjektivistische Theorie der Schönheit stammt von George Santayana, der vorschlägt, dass wir Lust auf die Dinge projizieren, die wir „schön“ nennen. In einem Prozess, der einem Kategoriefehler ähnelt, behandeln wir unsere subjektive Lust als eine objektive Eigenschaft der schönen Sache.[11][3][5] Andere Auffassungen beinhalten die Definition von Schönheit in Bezug auf eine liebevolle oder sehnsüchtige Haltung gegenüber dem schönen Objekt oder in Bezug auf seine Nützlichkeit oder Funktion.[3][22] Funktionalisten können beispielsweise Charles Darwin folgen, indem sie Schönheit anhand ihrer Rolle bei der sexuellen Selektion erklären.[5]

Rolle der Schönheit in verschiedenen Gebieten

„Es gibt zwei Arten des Schönen: In der einen liegt Anmut, in der anderen liegt Würde.“

Psychologie und Soziologie

Psychologie und Soziologie betrachten die Bewertung „schön“ in Abhängigkeit von psychogenetisch bzw. gesellschaftlich geprägten Wertvorstellungen. Diese fundamentale Bewertung wird sowohl auf Empfindungen des Einzelnen angewendet wie auch auf die gesamte menschliche und nicht-menschliche Umwelt eines Menschen. Die Bewertung hat daher Rückkopplungen auf die Psyche, auf alle Bereiche der menschlichen Gesellschaft und auf die außermenschliche Umwelt – mithin auf die Bildung und Änderung von Konventionen (siehe auch Wertewandel). Im Rahmen der Emotionspsychologie wird Schönheit auch als eine spezifische ästhetische Empfindung definiert, die eintritt, wenn eine Person sich einem neuartigen Objekt annähert und dabei dem Ziel, Wissen zu erweitern (siehe auch Lernziel), näher kommt.[23]

Zur Soziologie der Schönheit haben Kunst- und Literatursoziologie viel beigetragen, während z. B. die „Schönheit eines Weibes“ in den Gender Studies eher unter Ideologie-Verdacht gestellt wird und die Biosoziologie hierzu oft schweigt.

Philosophie

Das Staunen über Schönheit gehört seit der Antike zu den wichtigsten Themen der Philosophie. Schon Platon beschäftigt sich in seinem Symposion damit, wie Schönheit auf die Menschen wirkt. In der Philosophie des Mittelalters gilt Schönheit als „Glanz der Wahrheit“, eine Eigenschaft von Gedanken, die von deren Übereinstimmung mit der Wirklichkeit abhängt. In der neuzeitlichen Philosophie beschäftigt sich dann die Ästhetik mit der Frage, was Schönheit sei. Als Erfinder des Namens dieser philosophischen Disziplin gilt Alexander Gottlieb Baumgarten (1714–1762), dessen Aesthetica (1750/58) ein ganz neues Feld philosophischer Arbeit eröffnete. Dabei wird Schönheit nicht mehr als Eigenschaft von Gegenständen definiert, sondern als Urteil des Verstandes.

Platon

In Platons Dialog Symposion erklärt die Priesterin Diotima ihrem Gesprächspartner Sokrates, dass jeder Mensch grundsätzlich schöne Körper mehr willkommen heißt als hässliche. Die Seele eines Menschen ist dem Schönen zugeneigt. Die Schönheit wird als Geburtshilfe gedeutet: Wenn ein Mensch an schweren Gedanken trägt, so hilft ihm die Schönheit, diese Gedanken zur Geburt zu bringen. Schönheit hat ein passendes Verhältnis zum Göttlichen und sorgt beim Menschen für Freude und Offenheit. Anhand der Schönheit erklärt Platon auch seine Ideenlehre. Zuerst liebe ein Mensch einen einzelnen schönen Körper, später erkenne er dann, dass Schönheit auch bei anderen Körpern ist. Durch die Liebe zu den schönen Körpern übersteigt er die Ebene des Körperlichen und bevorzugt dann die „Schönheit in den Seelen“. Schöne Gespräche werden ihm wichtiger als körperliche Schönheit. Dann wird er das Schöne in „Tätigkeiten, Sitten und Gesetzen“ entdecken und erkennen, „dass alles Schöne miteinander verwandt“ ist. Die höchste Stufe ist dann die Bewunderung der allgemeinen Idee des Schönen, die allem Schönen zugrunde liegt.[24]

Baumgarten

Für Baumgarten ist Schönheit die Vollkommenheit der sinnlichen Erkenntnis. Ähnlich wie seine philosophischen Ahnen Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff teilte er die Erkenntnisvermögen des menschlichen Verstandes in obere und untere Vermögen ein, in logische und sinnliche Erkenntnis. Während die logischen Vermögen als einziges Mittel galten, zu sicherem Wissen zu gelangen, betrachtete man die sinnliche Erkenntnis mit Misstrauen: Einerseits war sie fehlerbehaftet, andererseits bot sie nicht genug Klarheit und Deutlichkeit. Baumgarten argumentierte nun, dass man zur klaren und deutlichen Erkenntnis nur über den Zwischenschritt der „dunklen“ Sinneswahrnehmung gelangen könne. Diese sollte nun Gegenstand der neuen philosophischen Theorie namens Ästhetik sein.

In der (theoretischen) Ästhetik geht es Baumgarten um die Vervollkommnung der sinnlichen Erkenntnis (perfectio cognitionis sensitivae). Die Vollkommenheit dieser Erkenntnis ist die Schönheit, ihre Unvollkommenheit die Hässlichkeit (§ 14). Dabei geht es Baumgarten hauptsächlich um das „schöne Denken“. Dessen Schönheit ist definiert als innere Kohärenz der Gedanken sowie als die Kohärenz des Ausdrucks mit dem Gegenstand und mit sich selbst.

Kant

Die einflussreichste philosophische Definition von Schönheit in der Neuzeit stammt wohl von Immanuel Kant. Das maßgebliche Werk ist seine Kritik der Urteilskraft (1790). Hier definierte Kant Schönheit als Gegenstand einer bestimmten Tätigkeit der Urteilskraft: das ästhetische Urteil oder Geschmacksurteil.

Ästhetische Urteile basieren nach Kant auf privaten, subjektiven Empfindungen des Gefallens oder der Abneigung, der Lust oder Unlust. Insofern könnte man meinen, schön sei einfach, was uns persönlich angenehm sei. Kant stellt jedoch einen Unterschied fest: Über das Angenehme lässt sich nicht streiten, denn jeder empfindet etwas anderes als angenehm und wird dies auch zugeben. Ästhetische Urteile dagegen sind zwar subjektiven Ursprungs, sie haben jedoch Anspruch auf Allgemeingültigkeit – wer über die Schönheit eines Gegenstandes urteilt, behauptet zugleich, ein Urteil zu fällen, dem auch andere zustimmen müssten. Schönheit hat daher den Anspruch subjektiver Allgemeinheit. Anders als über das Angenehme lässt sich über Schönheit und Geschmack durchaus sinnvoll streiten, da jedes Geschmacksurteil sich anmaßt, über die Empfindungen anderer mit zu urteilen.

Die Grundlage dieser Argumentation ist die Abgrenzung zwischen dem Guten, dem Angenehmen und dem Schönen. Das Gute ist etwas, an dem wir ein motiviertes Interesse haben – wir unterscheiden, ob etwas Gutes vorhanden ist oder nicht. Auch am Angenehmen haben wir Interesse, da die Empfindung des Angenehmen für uns begehrenswert ist (und wir das Unangenehme meiden). Das Gute, das Schöne und das Angenehme beruhen auf unserer subjektiven Empfindung des Wohlgefallens, der Lust im Gegensatz zum Missfallen und zur Unlust. Das Urteil über das Schöne allerdings ist das einzige, welches das persönliche Interesse an dem Gegenstand nicht berücksichtigt (und nicht berücksichtigen darf, da es sonst verfälscht wird). Daher definiert Kant Schönheit in einer berühmten Formulierung als „interesseloses Wohlgefallen“.

Hegel

Hegel behandelt die Themen Schönheit und Kunst in seinem dreibändigen Werk zur Ästhetik. Er bestimmt das Schöne als „das sinnliche Scheinen der Idee“.[25] So lässt sich Schönheit in erster Linie in der Kunst realisieren, die Hegel als „das Mittelglied zwischen dem reinen Gedanken, der übersinnlichen Welt, und dem Unmittelbaren, der gegenwärtigen Empfindung“[26] ansieht. Die Kunst stellt also geistige Inhalte (Ideen) mit Gegenständen unserer Wahrnehmung (sinnlicher Schein) dar. Die Idee des Engels erscheint zum Beispiel oftmals als Knabe mit Flügeln.

Santayana

George Santayana (1863–1952) machte Schönheit an drei Merkmalen fest: „Beauty […] is value positive, intrinsic and objectified“, also mit einer positiven Bewertung verbunden, intrinsisch (was Kants Begriff des „Interesselosen“ entspricht) und objektbezogen.[27] Dies bedeutet, dass Schönheit immer einem Objekt zugeschrieben wird und unterscheidet das Schönheitsempfinden von anderen positiv besetzten Urteilen wie dem einfachen Wohlfühlen oder Glücksempfinden.[28]

Kunst

Sandro Botticelli: Die Geburt der Venus (circa 1485/86). Venus ist die römische Göttin der Liebe und der Schönheit.

Schönheit in der Kunst ist unter anderem ein Forschungsgegenstand der Kunstgeschichte.

Johann Joachim Winckelmann entwickelte ab 1755 und speziell in seinem 1764 erschienenen Hauptwerk Die Geschichte der Kunst des Altertums Kriterien einer Ästhetik des Schönen und identifiziert einen klassischen Kunststil, den er zum Maßstab seiner Beurteilung erhebt. Die Suche nach dem Schönen steht im Mittelpunkt. Sein Versuch einer Stilgeschichte gibt dem Idealen, der edlen Einfalt und stillen Größe einen Kontext.

Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) engte den Begriff Ideal auf die Kunst ein: Die Aufgabe der Kunst sei die sinnliche Darstellung der absoluten Idee als Ideal.

Seit der Moderne ist die Kategorie der „Schönheit“ auch für die Kunst kritisch angefochten. Das „Schöne“ ist nicht mehr der „Glanz der Wahrheit“, sondern im Gegenteil das „Schöngemachte“, „Geschmeichelte“ (siehe auch Idealisierung (Psychologie)) und daher „Unwahre“. Der ganze Begriff der „Mode“ und „Moden“ bekommt deshalb gerade in Bezug auf Kunst den Charakter des „Unernsten“ und „Unwahren“ und deshalb „Unkünstlerischen“. Im Extremfall wird ein zu schönes, dekoratives Werk als „Kitsch“ oder Ziergegenstand bezeichnet. Alternative Ästhetiken wie die des „Erhabenen“, „Hässlichen“, „Interessanten“ oder „Authentischen“ ersetzen in der Kunst der Moderne zunehmend das „Schöne“, von dem man sich keinen Begriff mehr machen kann und/oder will.

Musik

Schönheit in der Musik richtet sich oft nach dem Gelingen von Abbildungen kosmischer Harmonie. Ein Sorgfalts- und Vollkommenheitsanspruch wird formuliert. Angemessenheit der musikalischen Mittel spielt eine besondere Rolle. Vielfach wird Schönheit in der Musik an Entwicklungen aus dem Spektrum der eigenen musikalischen Sozialisation festgemacht. Dem „Musikalisch-Schönen“ (Eduard Hanslick, 1854), das die Tonkunst verspricht, steht ein Bezug zum Geräusch entgegen, der spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts forciert wurde und vielfach für Verunsicherungen sorgte. Die Zwölftontechnik wurde von Theodor W. Adorno als Verweigerung von Idealen der Schönheit und Harmonie verstanden. Musik solle auch Weltgeschichte widerspiegeln. Mit den Zusammenhängen zwischen Schönheit und Musik beschäftigt sich die Musikästhetik.

Wissenschaft

Auch in den exakten Wissenschaften spielt Schönheit eine Rolle. Dort kommt sie etwa in der Eleganz mathematischer und physikalischer Formeln oder Beweisführungen zum Tragen. Auch in der Mathematik spielt Schönheit eine Rolle, denn viele mathematische Objekte gelten als „schön“. Dazu gehören Fraktale, die Eulersche Identität sowie die mathematischen Eigenschaften des goldenen Schnitts. Auch Bildern von mikroskopischen oder makroskopischen Strukturen wird häufig ein ästhetischer Wert beigemessen.

Schönheitsforschung

Schönheit spielt als Ästhetik als Gegenstand empirischer Forschung eine Rolle. Die empirische oder experimentelle Ästhetik analysiert das individuellen Erlebens und Verhalten anhand von Versuchen sowie die kognitionswissenschaftlichen Grundlagen ästhetischen Erlebens. Hierbei wird insbesondere die Wahrnehmung von Kunstwerken[29], Musik, Gesichtern, Landschaften oder moderner Gegenstände wie Websites[30] oder anderer IT-Produkte[31] untersucht.

Kognitionspsychologische Untersuchungen fanden dabei auch einen Zusammenhang zwischen der Verarbeitungsflüssigkeit (processing fluency) bei der Wahrnehmung eines Musters und der ästhetischen Bewertung.[32] Andere Studien der empirischen Ästhetik dagegen bestätigten im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Kunstwerken, dass Schönheitserleben oft einher geht mit einem Gefühl des Bewegt-seins.[33]

Die Evolutionäre Ästhetik beschäftigt sich mit der evolutionären Entstehung und Entwicklungsgeschichte des ästhetischen Empfindens. Die evolutionäre Ästhetik greift dabei auf Erkenntnisse der Anthropologie, der Archäologie, der Evolutionsbiologie sowie der Kognitionswissenschaften zurück. So deuten Untersuchungen der Attraktivitätsforschung darauf hin, dass Schönheitsempfinden eine deutliche genetische Komponente besitzt. Die evolutionsbiologische Erklärung für körperliche Schönheitsideale ist, dass empfundene Schönheit mit evolutionär vorteilhaften Eigenschaften möglicher Sexualpartner korreliert (v. a. Fruchtbarkeit und Gesundheit).[34] Manche Wissenschaftler halten deswegen die Auffassung von Schönheit und Attraktivität als kulturellem Konstrukt für einen Mythos.[35][36]

Allerdings zeigt sich in Studien der Neurowissenschaften auch, dass Attraktivität und Schönheitserleben zwar einander bedingen können, aber nicht gleichzusetzen sind.[37][38] Somit gibt es offenbar verschiedene Faktoren, die das Schönheitserleben beeinflussen können.[39]

Wertungen und Schönheitsideale

Wie jede Wertung, ist der positiv besetzte Begriff der Schönheit von Wertvorstellungen (Bewertungsmaßstäben) und Bewertungszielen abhängig, die auch durch gesellschaftliche Konventionen geprägt werden. Was in einem alltäglichen Sinne als „schön“ bezeichnet wird, ist daher zu einem gewissen Grade von sich wandelnden Schönheitsidealen abhängig, die sich zwischen verschiedenen Kulturen und Epochen teils stark von einander unterscheiden. Darüber hinaus haben Moden (z. B. bei Kleidung, Körpergestaltung) und stilistische Veränderungen (z. B. in Kunst, Literatur und Musik) Einfluss auf das ästhetische Empfinden.

Welche Wertmaßstäbe dem Ausdruck „Schönheit“ zu Grunde liegen und wie sie zustande kommen, ist auch Untersuchungsgegenstand von Natur- und Geisteswissenschaften. Im Alltag wird als „schön“ meist etwas bezeichnet, was einen besonders angenehmen Eindruck hinterlässt: ein schöner (attraktiver) Körper, ein schönes Musikstück oder eine schöne Bewegungsabfolge im Tanz. Schönheitswertungen stehen in engem Bezug zu Harmonie und Symmetrie. Sie lassen sich aber nicht immer klar von verwandten Begriffen wie sinnlicher Überwältigung oder dem „nur“ Hübschen, dem das Besondere fehlt, abgrenzen.

Schönheit und Wahrheit

In den Naturwissenschaften, insbesondere der Mathematik und Physik, gibt es eine ausgeprägte Diskussion darüber, ob die Schönheit von Theorien oder Hypothesen ein Hinweis auf ihren Wahrheitsgehalt ist.[40] Diese Ansicht vertraten in der Vergangenheit unter anderem die Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Pauli, Roger Penrose oder Subrahmanyan Chandrasekhar[41][42] Dieser Auffassung widerspricht jedoch die Physikerin Sabine Hossenfelder. In Ihrem Buch Das hässliche Universum kommt sie zum Ergebnis, dass die Teilchenphysik gerade wegen der Orientierung an ästhetischen Kritik stagniert[43]. Eine vermittelnde Position nimmt der Wissenschaftshistoriker James McAllister ein. Demnach wandeln sich in der Geschichte die „Schönheitskriterien“ für Theorien. Die formalen Eigenschaften von Theorien, die sich bewähren, würden zunehmend als „schön“ wahrgenommen. Theorien dagegen, die die Wissenschaft revolutionieren („Paradigmenwechsel“), würden von der Mehrheit zunächst als hässlich empfunden.[44]

Siehe auch

Literatur

  • Nathalie Chahine: Schönheit. Eine Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. München 2000, ISBN 3-88814-946-0. (Frz.: La beauté du siècle, 2000)
  • Friedrich Cramer, Wolfgang Kaempfer: Die Natur der Schönheit. Zur Dynamik der schönen Formen. Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-458-16261-5.
  • Nina Degele: Sich schön machen. Zur Soziologie von Geschlecht und Schönheitshandeln. Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14246-1.
  • Ebba D. Drolshagen: Des Körpers neue Kleider: Die Herstellung weiblicher Schönheit. Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-596-13624-5.
  • Umberto Eco: Die Geschichte der Schönheit. München 2004, ISBN 3-446-20478-4. (Ita.: Storia della bellezza, 2004)
  • Nancy Etcoff: Nur die Schönsten überleben. Die Ästhetik des Menschen. München 2001, ISBN 3-7205-2222-9. (Eng.: The Survival of the Prettiest, 1999)
  • Thomas Ettl: Geschönte Körper – geschmähte Leiber: Psychoanalyse des Schönheitskultes. edition diskord, Tübingen 2006.
  • Anne Eusterschulte: Schönheit, das Schöne. In: Gert Ueding (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 10, WBG, Darmstadt 2011, Sp. 1142–1193.
  • Hans Ulrich Gumbrecht: Allgegenwärtig und gehoben: Ob unsere Gegenwart das Schöne absorbiert. In: Romanische Studien. Nr. 2, 2015, S. 301–314. (online)
  • Theodor Haecker: Schönheit. Ein Versuch. Leipzig 1935.
  • Andreas Hejj: Traumpartner – Evolutionspsychologie der Partnerwahl. Springer, Berlin u. a. 1996, ISBN 3-540-60548-7.
  • Dirk Hensen: Von der Schönheit des Weltgebäudes – Zur Logik der Ästhetik Spieglein. Buan, Berlin 2011, ISBN 978-3-00-035032-0.
  • Ronald Henss: Spieglein, Spieglein an der Wand ... Geschlecht, Alter und physische Attraktivität. München 1992, ISBN 3-621-27148-1.
  • Roland K. Kobald: Zur Philosophie der Schönheit im 21. Jahrhundert, oder die Ökonomie des Impressionsmanagement. In: http://journ.sicetnon.org/index.php/sic/article/view/84 (sic et non 8 (2007))
  • Eckhard Leuschner: Measuring Beauty: Ideal Proportions and the Human Figure ca. 1930. In: Kirsten Wagner, Jasper Cepl (Hrsg.): Images of the Body in Architecture: Anthropology and Built Space. Tübingen 2014, ISBN 978-3-8030-0731-5, S. 76–98.
  • Konrad Paul Liessmann: Schönheit. UTB, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8252-3048-7.
  • Winfried Menninghaus: Das Versprechen der Schönheit. Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-58380-8.
  • Glenn W. Most u. a.: Schöne, das. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 8, 1992, Sp. 1343–1385.
  • Gábor Paál: Was ist schön? Die Ästhetik in allem. Würzburg 2020. ISBN 978-3826071041.
  • Waltraud Posch: Projekt Körper – Wie der Kult um die Schönheit unser Leben prägt. Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-593-38912-7.
  • Ulrich Renz: Schönheit – eine Wissenschaft für sich. Berlin 2006, ISBN 3-8270-0624-4.
  • Klaus Richter: Die Herkunft des Schönen. Grundzüge der evolutionären Ästhetik. Mainz 1999, ISBN 3-8053-2539-8.
  • Martin Seidel, Jürgen Raap (Hrsg.): Schönheit. Kunstforum international. Band 191/2008 und Band 192/2008.
  • J. Stolnitz: Beauty. Some Stages in the History of an Idea. In: Journal of the History of Ideas. 22, 1961, S. 185–204.
  • Władysław Tatarkiewicz: Geschichte der Ästhetik. 3 Bände. Basel 1979, ISBN 3-7965-0914-2.
  • Jörg Zimmermann: Das Schöne. In: Ekkehard Martens, Herbert Schnädelbach (Hrsg.): Philosophie. Ein Grundkurs. Band 1, 7. Auflage. Rowohlt, Reinbek 2003, ISBN 3-499-55457-7, S. 348–394.

Weblinks

Commons: Schönheit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Schönheit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Gábor Paál: Was ist schön? Die Ästhetik in allem. Würzburg, 2020, S. 32ff.
  2. Gary Martin: Beauty is in the eye of the beholder. The Phrase Finder. 2007. Archiviert vom Original am November 30, 2007. Abgerufen im December 4, 2007.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Crispin Sartwell: Beauty. In: The Stanford Encyclopedia of Philosophy. Metaphysics Research Lab, Stanford University. 2017.
  4. a b c d e Aesthetics (en) In: Encyclopedia Britannica. Abgerufen im 9 February 2021.
  5. a b c d e f g h i j k l Beauty and Ugliness. In: www.encyclopedia.com. Abgerufen im 9 February 2021.
  6. a b Beauty in Aesthetics. In: www.encyclopedia.com. Abgerufen im 9 February 2021.
  7. a b Jerrold Levinson: The Oxford Handbook of Aesthetics. Oxford University Press, 2003, Philosophical Aesthetics: An Overview, S. 3–24 (philpapers.org).
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Depicts the goddess Venus, having emerged from the sea as a fully grown woman, arriving at the sea-shore. The seashell she stands on was a symbol in classical antiquity for a woman's vulva. Thought to be based in part on the Venus de' Medici, an ancient Greek marble sculpture of Aphrodite.