Sam Neill

Sam Neill (2010)

Nigel James Dermot Samuel „Sam“ Neill, KNZM, OBE, (* 14. September 1947 in Omagh, Nordirland, Vereinigtes Königreich) ist ein neuseeländischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Winzer.

Leben und Werk

Geboren als Sohn einer Soldatenfamilie in Nordirland, die 1954 nach Neuseeland zurückzog, besuchte Neill die regulären Schulen und die Universität, wo er einen Abschluss in englischer Literatur machte. Er begann früh, als Schauspieler zu arbeiten, und war für die Zealand National Film Unit sechs Jahre lang als Regisseur und Drehbuchautor tätig.[1] In den 1970er-Jahren übernahm er erste Film- und Fernsehrollen, einem breiteren Publikum in Australien und Ozeanien wurde er erstmals durch Meine brillante Karriere (1979) bekannt.

In den 1980er-Jahren folgten erste Engagements in Europa und den USA. So spielte er 1981 die Hauptrolle in dem deutsch-französischen Horrorfilm Possession (1981). Seinen höchsten Bekanntheitsgrad erzielte er in den 1990er-Jahren, als er in Steven Spielbergs Welterfolg Jurassic Park (1993) die Hauptrolle des Paläontologen Dr. Alan Grant verkörperte. Diese Rolle spielte er nochmals 2001 in der Fortsetzung Jurassic Park III und in Jurassic World: Ein neues Zeitalter, im Juni 2022 in die Kinos kam. Populär wurde er außerdem durch Filme wie die Tom-Clancy-Buchverfilmung Jagd auf Roter Oktober (1990) oder das vielfach ausgezeichnete Liebesdrama Das Piano (1993), in dem er entgegen seinen sonst eher sanftmütigen Rollen eine ambivalente Figur spielte.[2] Er spielte auch Hauptrollen in vielen Fernsehproduktionen, beispielsweise in der Fantasyserie Merlin (1998) oder in der Krimireihe Peaky Blinders – Gangs of Birmingham (2013–2014).

Neill hat einen Sohn mit der Schauspielkollegin Lisa Harrow, eine Tochter mit seiner Frau Noriko Watanabe und eine Stieftochter. Seit 2017 ist er mit der Journalistin und Autorin Laura Tingle liiert.[3] Seit 1993 ist er Inhaber der Two Paddocks Ltd., eines kleinen, in Otago (Neuseeland) ansässigen Familienunternehmens, das Weine herstellt.[4]

Seine deutsche Synchronstimme stammt überwiegend von Wolfgang Condrus.[5]

Filmografie

Darsteller

Regie

  • 1995: Neuseeland – Kino der Unruhe (Cinema of Unease: A Personal Journey by Sam Neill) (52 Minuten) zusammen mit Judy Rymer für das BFI

Weblinks

Commons: Sam Neill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sam Neill | Biography, Movie Highlights and Photos. Abgerufen am 17. Juni 2021 (englisch).
  2. Sam Neill | Biography, Movie Highlights and Photos. Abgerufen am 17. Juni 2021 (englisch).
  3. https://www.abc.net.au/news/2020-04-27/sam-neill-and-laura-tingle-1/12179150?nw=0
  4. Sam Neill: Message from the Proprietor auf Two Paddocks – Website, abgerufen am 29. August 2010
  5. Sam Neill. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 12. Februar 2021.

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Autor/Urheber: sean.koo, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Sam Neill and I at the 2010 Vancouver International Wine Festival