Rossbremse

Roßbremsen und Seil im Wappen von Essen-Horst
Rossbremse im Wappen von Granzin
geflügelte Rossbremse

Das in der Heraldik Rossbremse, auch Pferdebremse, auch Pferdeprame oder Pferdepramme[1] genannte Gerät Nasenbremse dient zur Beruhigung von Pferden, besonders bei tierärztlicher Behandlung. Durch das Zusammenziehen von Riemen oder Ketten wird dem Pferd die Oberlippe leicht gequetscht. Die Quetschung der Oberlippe führt im Gehirn des Pferdes zur Ausschüttung von Endorphinen[2] und somit zur Unterdrückung von Schmerzreizen.

In vielen Wappen hat die Rossbremse Einzug gehalten. Sie wird als gemeine Figur in der Heraldik und den möglichen Tingierungen dargestellt, wobei Schwarz, Gold und Silber überwiegen. Bei westfälischen Wappen ist dieses Heroldsbild beliebt. Heraldiker leiten es von der Tätigkeit als Gestütsverwalter eines Fürsten oder von den Dynastien des Wappenträgers ab[1]. Gehäuft tritt das Bild auch in ostpreußischen, pommerschen und norddeutschen Wappen auf.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1984.
  2. Esther Hierholzer: Endokrinologische Veränderungen unter Belastung beim Pferd – Eine Literaturstudie. Tierärztliche Hochschule, Hannover 2004, S. 119 (tiho-hannover.de [PDF; 1,2 MB]).

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Autor/Urheber:

Kurt Schweder

, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Wappen der ehemaligen Gemeinde Horst, seit 1929 Stadtteil von Essen:
„In Silber (Weiß) drei aufrechte rote Pferdeprammen mit Kordeln im Verhältnis 2:1.“

Das Wappen wurde von Kurt Schweder entworfen und hatte nie offiziellen Charakter. Ende der 1980er Jahre schuf der Heraldiker für alle Essener Stadtteile Wappen. Sie sind inzwischen von der Essener Bevölkerung gut angenommen worden.

Das Wappen ist identisch mit dem der Burgherren von der Horst.