Rose (2026)
| Film | |
| Titel | Rose |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich, Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 93 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Markus Schleinzer |
| Drehbuch | Markus Schleinzer, Alexander Brom |
| Produktion | Johannes Schubert, Philipp Worm, Tobias Walker, Karsten Stöter |
| Musik | Tara Nome Doyle |
| Kamera | Gerald Kerkletz |
| Schnitt | Hansjörg Weißbrich |
| Besetzung | |
| |
Rose ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm von Markus Schleinzer aus dem Jahr 2026. Das Historiendrama ist im 17. Jahrhundert angesiedelt und erzählt von einer Frau, die sich als männlicher Soldat verkleidet Integration in eine abgeschiedene Dorfgemeinschaft erhofft. Die Hauptrolle übernahm Sandra Hüller. Ihre Figur ist inspiriert von zahlreichen dokumentierten Berichten über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte. Die österreichisch-deutsche Koproduktion wurde im Februar 2026 im Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) uraufgeführt, wo die schauspielerische Leistung von Hüller preisgekrönt wurde. Ein regulärer Kinostart ist ab Ende April desselben Jahres vorgesehen.
Handlung
Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) taucht ein mysteriöser Soldat in einem abgelegenen protestantischen Dorf auf. Er behauptet, der rechtmäßige Erbe eines seit langer Zeit verlassenen Gutshofs zu sein. Seinen Anspruch macht er mit einem Dokument geltend. Den Fremden umgibt ein Geheimnis – tatsächlich ist „er“ eine Frau namens Rose, die eine falsche Identität und Geschlecht angenommen hat, um ihr Glück zu finden. Dabei schreckt sie auch nicht vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna, der Tochter eines Großbauern zurück. Als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose sich am Ziel ihrer Wünsche.[1][2][3]
Einige Monate später kommt es zu einem Unfall beim Imkern. Rose bricht von mehreren Bienen gestochen zusammen und wird von Suzanna und einer Magd versorgt. Dabei kommen die beiden hinter Roses Geheimnis und schon bald spricht sich das Gerücht im Dorf herum. Suzanna versucht „ihren Mann“ zu decken, doch beide werden festgenommen. Suzanna wird wegen Beihilfe zum Betrug und Ehebruch zum Tod durch Ertränken verurteilt, Rose soll wegen Betrug und Erbschleicherei durch Enthauptung hingerichtet werden. Die Hinrichtung muss allerdings verschoben werden – Rose ist durch eine Vergewaltigung nach der Festnahme selbst schwanger geworden. In der Zeit, die ihr durch den Aufschub gewährt wird, schreibt Rose ihre Lebensgeschichte auf.
Entstehungsgeschichte
Drehbuch und Besetzung

Für den Österreicher Markus Schleinzer ist Rose der dritte realisierte Spielfilm als Regisseur. Das Skript zum Film verfasste er gemeinsam mit Alexander Brom. Als Inspiration für die Titelfigur dienten beiden zahlreiche dokumentierte Berichte über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte. Schleinzer und Brom bemühten sich bei ihrer Recherche um größtmögliche Authentizität.[2][4]

Für die Hauptrolle des Rose wurde die vielfach preisgekrönte deutsche Schauspielerin Sandra Hüller verpflichtet. Den Part der Großbauerstochter Suzanna erhielt die deutsche Theaterschauspielerin Caro Braun, die unter Schleinzers Regie ihr Spielfilmdebüt gab.[3] In weiteren Rollen sind unter anderem Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, Sven-Eric Bechtolf und Rainer Egger zu sehen, während Marisa Growaldt als Erzählerin der Geschichte fungierte.[5]
Dreharbeiten und Produktion
Die Dreharbeiten fanden zwischen Anfang Mai und Mitte Dezember 2024 mit Unterbrechungen in Sachsen-Anhalt sowie an Drehorten in Österreich statt.[4] Insgesamt waren 37 Drehtage angesetzt.[5] Das Filmteam errichtete mehrere aufwendige Bauten im Glasebachtal im Landkreis Harz,[2] das mit 21 Drehtagen (Mai–Juni, November bis Dezember 2024)[3] Hauptdrehort war.[6] Für die Kamera war Schleinzers langjähriger Weggefährte Gerald Kerkletz verantwortlich, der die gleiche Position bei dessen vorangegangenen Spielfilmen Michael (2011) und Angelo (2018) bekleidet hatte.[4] Ebenfalls an der Produktion beteiligt waren Olivier Meidinger (Szenenbild), Doris Bartelt (Kostüme) und Anette Keiser (Maskenbild). Bartelt und Keiser hatten ebenfalls an Angelo mitgewirkt. Als Editor wurde Hansjörg Weißbrich ausgewählt.[3]
Produziert wurde Rose vom Österreicher Johannes Schubert und dessen neugegründeter Firma Schubert,[7] von der Leipziger ROW Pictures (Produzent: Karsten Stöter) sowie von der Münchner Walker+Worm Film (Tobias Walker und Philipp Worm). Als Koproduzenten waren der ORF, das ZDF und Arte beteiligt. Weitere Unterstützung erhielt das Projekt vom Österreichischen Filminstitut, das für die Projektentwicklung 35.000 Euro und für die Herstellungsförderung 830.000 Euro veranschlagte. Zur Finanzierung trugen unter anderem auch der Deutschen Filmförderfonds (1,435 Millionen Euro), die Mitteldeutsche Medienförderung (700.000 Euro), die deutsche Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (500.000 Euro), die Film- und Medienstiftung NRW und der Filmfonds Wien (je 450.000 Euro), die deutsche Filmförderungsanstalt (336.000 Euro), der FilmFernsehFonds Bayern, das Medienboard Berlin-Brandenburg sowie die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (je 100.000 Euro) bei.[5]
Mit den internationalen Verwertungsrechten wurde das Unternehmen The Match Factory betraut.[7]
Veröffentlichung und Rezeption
Die Weltpremiere von Rose erfolgte am 15. Februar 2026[8] im Rahmen der 76. Berlinale. Dort wurde das Werk in den Hauptwettbewerb eingeladen.[9]
In Deutschland soll der Film am 30. April 2026[10] im Verleih von Piffl Medien regulär in den Kinos anlaufen. In Österreich ist eine Kinoauswertung durch Filmladen vorgesehen.[5]
Andreas Kilb von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sprach sich in seiner Kritik für eine Auszeichnung an Hauptdarstellerin Sandra Hüller aus. Der Schauspielerin gelinge es, „zugleich das Unwahrscheinliche und das Beredsame ihrer Maskerade sichtbar zu machen“. Regisseur Markus Schleinzer erfinde „vielleicht nicht das Kostümkino neu, aber er“ zeige, „wie man einen historischen Stoff mit wenigen Handgriffen zeitgenössisch“ mache.[11]
Im internationalen Kritikerspiegel des britischen Branchenmagazins Screen International erhielt der Film 3,3 von 4 möglichen Sternen und belegte nach 17 gezeigten Wettbewerbsfilmen den ersten Platz.[12]
Auszeichnungen

Rose war Markus Schleinzers erste Regiearbeit, die in den Wettbewerb um den Goldenen Bären, den Hauptpreis der Berlinale, eingeladen wurde.[9] Sandra Hüller gewann den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin.
| Festival | Kategorie | Resultat | Preisträger |
|---|---|---|---|
| Berlin (2026) | Goldener Bär – Bester Film | Nominiert | Johannes Schubert, Philipp Worm, Tobias Walker, Karsten Stöter |
| Silberner Bär – Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle | Gewonnen | Sandra Hüller |
Siehe auch
Liste als Mann verkleideter weiblicher Militärpersonen
Weblinks
- Offizielle Webseite vom Verleih Piffl Medien
- Profil bei berlinale.de
- Rose bei filmportal.de
- Rose bei crew united
- Rose bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Rose. In: filmstarts.de (abgerufen am 7. April 2025).
- ↑ a b c Barbara Schuster: „Rose“: Erste Etappe geschafft. In: the-spot-mediafilm.com, 25. Juni 2024 (abgerufen am 7. April 2025).
- ↑ a b c d Rose. In: mdm-online.de (abgerufen am 7. April 2025).
- ↑ a b c Vassilis Economou: Markus Schleinzer in post-production with historical drama Rose. In: cineuropa.org, 25. Februar 2025 (abgerufen am 7. April 2025).
- ↑ a b c d Rose bei crew united (abgerufen am 7. April 2025).
- ↑ Freddy Heueis: Erster Drehblock für "Rose" mit Sandra Hüller beendet. In: blickpunktfilm.de, 26. Juni 2024 (abgerufen am 7. April 2025).
- ↑ a b Tim Dams: Sandra Hüller to star in Markus Schleinzer's period drama ‘Rose’; The Match Factory boards sales (exclusive). In: screendaily.com, 1. Juni 2023 (abgerufen am 7. April 2025).
- ↑ Rose. In: berlinale.de (abgerufen am 3. Februar 2026).
- ↑ a b Rose. In: berlinale.de (abgerufen am 20. Januar 2026).
- ↑ Rose. In: pifflmedien.de (abgerufen am 20. Januar 2026).
- ↑ Andreas Kilb: Eine Frau ist ein Mann ist eine Frau. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Februar 2026, S. 14.
- ↑ Berlin film festival 2026 jury grid. In: screendaily.com (abgerufen am 21. Februar 2026).
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Autor/Urheber: Elena Ternovaja, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Sandra Hüller poses with the Silver Bear for Best Leading Performance for “Rose” on the red carpet after the Award Ceremony Berlinale 2026 in Berlin, Germany
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Markus Schleinzer pose at the "Rose" photocall at Berlinale 2026 in Berlin, Germany
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Sandra Hüller at press conference of Berlinale 2026 in Berlin, Germany