Romsthal

Romsthal
Koordinaten: 50° 18′ 58″ N, 9° 22′ 23″ O
Höhe: 179 m ü. NHN
Fläche:5,8 km²[1]
Einwohner:669 (1970)[1]
Bevölkerungsdichte:115 Einwohner/km²
Eingemeindung:1. Dezember 1970
Eingemeindet nach:Salmünster
Postleitzahl:63628
Vorwahl:06056
Romsthal (mittig unten), Eckardroth (oben rechts) und Wahlert (oben links)
Romsthal (mittig unten), Eckardroth (oben rechts) und Wahlert (oben links)

Romsthal ist ein Stadtteil von Bad Soden-Salmünster im osthessischen Main-Kinzig-Kreis.

Geographische Lage

Romsthal liegt zwischen den südlichen Ausläufern des Vogelsbergs im Huttengrund, einem rechten nördlichen Seitental des Kinzigtals, am linken Ufer der Salz. Diese trennt den Ort von Eckardroth und Wahlert am anderen Ufer, weitere Nachbarorte sind Kerbersdorf im Norden, Marborn im Osten sowie Bad Soden im Süden.

Geschichte

Die älteste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung als Ramsthal weist in das Jahr 1365.[1]

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Romsthal im Jahr 1970 in die damalige Stadt Salmünster im Landkreis Schlüchtern eingegliedert. Am 1. Juli 1974 wurde Bad Soden mit der Stadt Salmünster kraft Landesgesetz zur neuen Stadt Bad Soden-Salmünster zusammengeschlossen und wechselte zeitgleich in den neu gebildeten Main-Kinzig-Kreis.[2][3] Für Romsthal wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1725:40 Haushaltungen
• 1812:77 Feuerstellen mit 542 Seelen
Romsthal: Einwohnerzahlen von 1812 bis 1970
Jahr  Einwohner
1812
  
542
1834
  
720
1840
  
714
1846
  
660
1852
  
662
1858
  
600
1864
  
659
1871
  
558
1875
  
568
1885
  
523
1895
  
471
1905
  
457
1910
  
458
1925
  
449
1939
  
445
1946
  
740
1950
  
696
1956
  
648
1961
  
638
1967
  
643
1970
  
669
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885:23 evangelische (= 4,40 %), 434 katholische (= 82,98 %), 66 jüdische (= 12,62 %) Einwohner
• 1961:36 evangelische (= 5,64 %), 599 katholische (= 93,89 %) Einwohner

Sehenswürdigkeiten

  • Im Dorfkern steht die im Jahr 1809 erbaute katholische Kirche St. Franziskus.
  • Das im Jahr 1749 erbaute Huttenschlößchen, bekannt als das Herrenhaus.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Romsthal kreuzen sich die Landesstraßen 3178 (Richtung Bad Soden bzw. Kerbersdorf) und 3196 (Richtung Eckardroth bzw. Marborn). Die nahegelegene A66, hat dem Ort eine zentrale Lage zwischen den Auf- und Abfahrten in Steinau a. d. Str. (Richtung Fulda/Frankfurt a. M.) und Bad Soden-Salmünster (Richtung Frankfurt a. M./Fulda) verschafft.

Bildung

  • Romsthal besitzt eine Grundschule, die von den Schülern des Huttengrunds besucht wird und die Jahrgangsstufe eins bis vier mit jeweils einer Klasse unterrichtet.

Öffentliche Einrichtungen

  • Die Huttengrundhalle, fertiggestellt am 24. März 1995, besitzt die vom Typ Mehrzweckhalle neben der vielseitig genutzten Sport- und Veranstaltungshalle, eine Kegelbahn und eine Gaststätte. 2011 wurde die neue Kindertagesstätte, welche hinter der Halle erbaut wurde, an ihr integriert.
  • Die 2011 neu gebaute Kindertagesstätte Spatzennest, welche an die Huttenngrundhalle angeschlossen wurde, bietet 20 U3 und 100 Ü3 Plätze. Der ursprünglich Kindergarten lag in der Kindergartenstraße (Einbahnstraße), welche in den Steines endet. Der gesamte Kindergarten wurde 2011 umgezogen. Das alte Gebäude existiert weiterhin, wurde aber funktional zu einer Wohnunterkunft während der Flüchtlingskrise 2016 umgebaut, saniert und modernisiert. Bis heute steht der Bau weiterhin leer. Die neue Kindertagesstätte ist durch einen Zugang direkt mit der Mehrzweckhalle verbunden.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Romsthal, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 12 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 376–377.

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Autor/Urheber: Pumalauer, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die drei Ortsteile Romsthal (mittig unten), Eckardroth (oben rechts) und Wahlert (oben links), die fast nahtlos ineinander übergehen.