Richard Anthony Salisbury

Richard Anthony Salisbury, eigentlich Richard Markham, (* 2. Mai 1761 in Leeds; † 23. März 1829 in London) war ein britischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Salisb.

Leben und Wirken

Richard Markham bekam sein Botanikstudium durch eine Verwandte, eine Miss Anna Salisbury, unter der Bedingung der Übernahme ihres Namens finanziert. In ähnlicher Weise versuchte er dann sein Erbe mit der Übernahme seines Namens zu verbinden, das wurde aber sowohl von Alphonse Louis Pierre Pyrame de Candolle als auch von John Edward Gray abgelehnt, und so bekam es schließlich William John Burchell ohne Bedingungen.[1]

Salisbury war ein radikaler Gegner der Taxonomie nach Linné, wodurch vieles seiner Arbeit als unbedeutend eingestuft wurde. Trotzdem sind Teile seines Werkes bis heute relevant, vor allem Beschreibungen.

Salisbury galt als ein schwieriger Charakter. Um die Jahrhundertwende war er extrem verschuldet, was zum Zerbrechen seiner Ehe mit Caroline Staniforth führte. Nachdem er das Werk eines anderen Botanikers plagiiert hatte, war seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit verloren.

Er war einer der sieben Gründungsmitglieder der London Horticultural Society.

Ehrungen

Nach ihm benannt ist die Pflanzengattung SalisburiaSm. aus der Familie der Ginkgoaceae und SalisburyodendronA.V.Bobrov & Melikyan aus der Familie der Araucariaceae.[1]

Werke

  • Icones stirpium rariorum descriptionibus illustrata, 1791
  • Prodromus stirpium in horto ad Chapel Allerton vigentium, 1796
  • Dissertatio botanica de Erica, 1800
  • The Paradisus londinensis, 1805 bis 1808
  • Genera of Plants, 1866

Quellen

  • Robert Zander: Zander Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold. 15. Auflage, korrigierter Nachdruck der 14. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-5072-7.

Einzelnachweise

  1. a b Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5 doi:10.3372/epolist2018.

Weblinks