Reinhard Hanauer

Reinhard Hanauer (* in Babenhausen[1]; † 1529[2]) war ein außerehelicher Sohn des Grafen Philipp I., des Älteren, von Hanau-Lichtenberg. Die Identität der Mutter ist nicht überliefert.

1512 wirkte er bei der Errichtung der Vormundschaft für Philipp II. von Hanau-Münzenberg mit.[3] Er entstammte wohl einer nachehelichen Verbindung seines Vaters, dessen Ehefrau, Anna von Lichtenberg, 1472 verstorben war.

1468–1511 ist Reinhard Hanauer als Pfarrer von Ober-Roden nachgewiesen. Er war Propst zu Neuweiler und bei seinem Tod 1529 (auch) Domherr in Worms.

Literatur

  • Ernst Julius Zimmermann: Hanau Stadt und Land. 3. Auflage, Hanau 1919, ND 1978, S. 672.
  • Johann Friedrich Schannat: Historia Episcopatus Wormatiensis, Bd. 1. Franz Varrentrap, Frankfurt am Main 1734.
  • Helmut Hinkel: Pfarrer und Seelsorge im Aschaffenburger Raum. Die Landkapitel Montat und Rodgau 1550 - 1650 = Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg 17. Aschaffenburg 1980, S. 273.
  • Reinhard Dietrich: Hanauer Bastarde. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte (Mitteilungen des Hanauer Geschichtsvereins 1844 e.V.) 2015, S. 25–34 (26).

Einzelnachweise

  1. Schannat, S. 101.
  2. Schannat, S. 101.
  3. Staatsarchiv Marburg, Bestand 81. Regierung Hanau, A 50,1, Bl. 14 v. 23. Februar 1512.