Rankenfrau

Rankenfrau am Hadrianstempel in Ephesos vermutlich Medusa

Als Rankenfrau (oder Rankengottheit) werden in der Klassischen Archäologie Figuren bezeichnet, deren Oberkörper aus einem Blätter- oder Blütenkelch auftaucht. Ihre Darstellung findet sich an Tempeln und anderen Gebäuden, aber auch an Schmuck- und Gebrauchsgegenständen besonders im kleinasiatischen Raum.

Beschreibung

Der Unterkörper ist nicht sichtbar; der Oberkörper ist menschlich und erwächst einem Blätter- oder Blütenkelch. In der Regel ist die Gottheit unbekleidet; gelegentlich hat sie Flügel oder trägt auf dem Kopf einen Polos. Nicht selten greift sie mit den Händen in die sie umgebenden Ranken. Üblicherweise handelt es sich um weibliche Figuren, doch ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. treten auch männliche Abbildungen auf. Die Rankenfrau ist zuweilen alleine dargestellt, es kommen aber auch Kombinationen mit Greifen oder anderen Fabeltieren vor; letztere vor allem in Pontos und Skythien.[1]

Deutung

Für die Darstellung der Rankenfrau gibt es keine Vorbilder, so dass man sie als griechische Schöpfung ansehen kann. „Dass sie in Westkleinasien eine wichtige religiöse Funktion gehabt hat, ist aus ihrem häufigen Vorkommen in der Architekturornamentik von Heiligtümern mit Sicherheit zu erschließen. Der ihr zugrundeliegende Gedanke ist wohl die Epiphanie der Gottheit in einer Pflanze.“[2]

Rankenfrau von Pantikapaion

Bei dieser Gottheit handelt es sich nach vorherrschender Meinung um eine lebenspendende Muttergottheit. In Ephesos wird sie vermutlich mit Artemis selbst identifiziert.[3] So findet man sie auch am Artemistempel im nahe gelegenen Magnesia. Die erwähnten Darstellungen in Kombination mit Greifen betonen dabei besonders den Charakter als „Herrin der Tiere“. Die männlichen Formen hingegen werden als Abbildungen des Gottes Sabazios gedeutet.[1]

Einzelnachweise

  1. a b Michael Pfrommer: Die Gräber von Tillya-Pepe, in: Bernd Funck (Hg): Hellenismus: Beiträge zur Erforschung von Akkulturation und politischer Ordnung in den Staaten des hellenistischen Zeitalters, Tübingen 1996, S. 97ff. ISBN 3-16-146526-1
  2. Robert Fleischer: Artemis von Ephesos und verwandte Kultstatuen aus Anatolien und Syrien, Leiden 1973, S. 100ff. ISBN 90 04 03677 6
  3. Hans Jucker: Das Bildnis im Blätterkelch, Olten 1961, S. 195ff.

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Efeso, tempio di adriano 11 medusa.JPG
(c) I, Sailko, CC BY-SA 3.0
Efeso, tempio di adriano 11 medusa
The Mixoparthenos (half-maiden), a hybrid creature from the Black Sea, limestone sculpture, 1st-2nd century AD, from Panticapaeum, Taurica (Crimea) (12852697335).jpg
Autor/Urheber: Carole Raddato from FRANKFURT, Germany, Lizenz: CC BY-SA 2.0

The Mixoparthenos (Greek: Μιξοπάρθενος) was a Greek mythological figure, a variety of Siren somewhat akin to a Mermaid, traditionally hailing from the Black Sea region. The name means "half-maiden" and is the surname of the Furies. The form of the Mixoparthenos is distinctive - above the waist, a beautiful woman, but covered with scales from waist down, ending in a double snake-tail. Some versions have the Mixoparthenos ending in a double fish-tail.

In Herodotus's Histories (4.9.2), Heracles marvels at a Mixoparthenos when he meets one, and mates with her, producing three sons, the youngest of which eventually became the founder of the Scythian nation.

The Starbucks logo depicts a Mixoparthenos, of the double fish-tailed variety.


The mixoparthenos is a mythical creature whose image, to this day, is seen in the coastal areas around the Greek colonies of the Black Sea, where wheat has been a major crop since ancient times.

Herodotus writes that the horses of Heracles was stolen by the mixoparthenos, who promised to return them if he mated with her. How could Hercules resist! From their union came three sons, the youngest, Scythes, the only son who could bend the bow of Hercules. He became king of the people who would be called Scythian. There were many Scythian wheat growers around the Black Sea.

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