Rammingen (Bayern)

WappenDeutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rammingen
Koordinaten: 48° 4′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Schwaben
Landkreis:Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft:Türkheim
Höhe:650 m ü. NHN
Fläche:19,28 km2
Einwohner:1542 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte:80 Einwohner je km2
Postleitzahl:86871
Vorwahl:08245
Kfz-Kennzeichen:MN
Gemeindeschlüssel:09 7 78 209
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
86871 Rammingen
Website:www.rammingen.de
Bürgermeister:Anton Schwele (Fr. Wählergem./ Unabh. Wählergem.)
Lage der Gemeinde Rammingen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Rammingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim.

Geografie

Rammingen liegt circa 40 Kilometer östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Unterrammingen und Oberrammingen.

Zu Rammingen gehören die Orte Unterrammingen und Oberrammingen, sowie ein Aussiedlerhof (Moosgerum) und eine aus fünf weiteren Gehöften bestehende Ansiedlung um den etwa 1,5 km entfernten ehem. Bahnhof Unterrammingen.

Geschichte

Bis zur Gemeindefusion

Ober- und Unterrammingen gehörten u. a. den Fuggern und den Grafen Toerring-Seefeld als ein Teil der mit dem Blutbann begabten Herrschaft Mattsies. Die erstmalige Erwähnung des Adelsgeschlechts der Herren von Rammingen (Ramunger) erfolgte 1147. Knapp ein halbes Jahrhundert zuvor tauchte die Gegend um Rammingen erstmals in einer Besitzschrift des Reichsstifts Weingarten auf, das bereits 1094 und später nochmals um 1143 Grundbesitz in Rammingen erworben hatte. Diese Verbindung zum Kloster währte bis zur Säkularisation in Bayern im Jahre 1802. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Reichsherrschaft Mattsies, die von 1598 bis 1680 im Besitz der Fugger war. Späterer Landesherr war dann das Kurfürstentum Bayern. Die Bildung der politischen Gemeinden Ober- und Unterrammingen erfolgte 1818. Am 1. Januar 1974 wurden diese im Zuge der Gebietsreform zur Gemeinde Rammingen zusammengeschlossen.[2]

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 1024 Einwohner[2]
  • 1970: 1014 Einwohner[2]
  • 1987: 1164 Einwohner
  • 1991: 1239 Einwohner
  • 1995: 1282 Einwohner
  • 2000: 1309 Einwohner
  • 2005: 1380 Einwohner
  • 2010: 1410 Einwohner
  • 2015: 1527 Einwohner

Politik

Bundestagswahl 2017[3]
 %
60
50
40
30
20
10
0
42,9 %
9,6 %
15,5 %
9,8 %
7,9 %
4,2 %
5 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
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  -4
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  -8
-10
-12
-14
-12,6 %p
-1,9 %p
+8,2 %p
+5,6 %p
+0,2 %p
+1,8 %p
+1,4 %p
-2,7 %p

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1996 ist Anton Schwele (* 1952) (Freie Wählergemeinschaft/Unabhängige Wählergemeinschaft).

Gemeinderat

Die Sitzverteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[4]

  • Freie Wählergemeinschaft: 5 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft: 4 Sitze
  • Bürgerliste: 3 Sitze

Wappen

Das Wappen wurde am 20. Oktober 1978 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten; vorne wieder gespalten von Blau und Gold mit zwei Steinbockhörnern in verwechselten Farben, hinten in Blau schräg gekreuzt zwei goldene Reuthauen.“

Für die Geschichte der Gemeinde sind die Ramunger als Ortsadelsgeschlecht der frühen Zeit und das Reichsstift Weingarten wegen seines 1094 und 1143 verbindlich verbürgten Grundbesitzes in Rammingen von besonderer Bedeutung. Es wurden deshalb die Bockshörner der Ramunger mit den Reuthauen des Stiftwappens in Verbindung gesetzt. Die Schildfarben Gold und Blau im gespaltenen Wappen erinnern an die lange Zugehörigkeit zur Reichsherrschaft Mattsies, die 1598 bis 1680 im Besitz der Familie Fugger war.

Das Wappen wurde vom Heimatpfleger Josef Striebel entworfen und vom Heraldiker Karl Haas aus Kronach gestaltet.

Flagge

Die Flagge ist Blau - Gelb gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

St. Magnus in Unterrammingen

In der Gemeinde gehört die Kirche St. Magnus zu den Sehenswürdigkeiten mit überregionaler Bekanntheit.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 173 und im Bereich Handel und Verkehr 21 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 428. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 51 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1288 ha, davon waren 831 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 52 Kindern
  • Volksschule: Grundschule

Persönlichkeiten

Magnus Niedermair 1905

Literatur

  • Manfred Leinsle, Elisabeth Lukas-Götz, Hans Schindele, Anton Schwele: Ortschronik Rammingen, Band 1: Rammingen - Ein Dorf am Wörthbach. Von Höfen und Häusern. Herausgeber: Gemeinde Rammingen, 2006
  • Manfred Leinsle: Ortschronik Rammingen, Band 2: Rammingen - Ein Dorf am Wörthbach. Im und ums Dorf. Herausgeber: Gemeinde Rammingen, 2014

Weblinks

 Commons: Rammingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 781.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  4. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.

Auf dieser Seite verwendete Medien

St. Magnus (Rammingen) 13.JPG
Autor/Urheber: Thomas Mirtsch, Lizenz: CC BY-SA 3.0
St. Magnus in Unterrammingen in Oberschwaben
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(c) Karte: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de
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Deutsch (de): Lagekarte von Rammingen, Landkreis Unterallgäu, Bayern, Deutschland.
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   andere Kommune im Gemeindeverband
   andere Kommunen im Landkreis
   andere Landkreise im (Bundes-)land
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   andere (Bundes-)Länder
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   Flüsse und Küstenlinien

See also: Projekt Landkreiskarten

English (en): Locator map of Rammingen in District Unterallgäu, Bavaria, Germany.
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   other municipalities in same district
   other districts in same state
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   foreign countries
   other german states
   lakes and seas
   rivers and coastlines

See also: Projekt Landkreiskarten (German)

français (fr): Plan de localisation de la municipalité Rammingen dans L'Arrondissement d'Unterallgäu dans Bavière, Allemagne.
   la municipalité marqués
   autres municipalités dans le même canton (Amt)
   autres municipalités dans le même arrondissement
   autres arrondissements dans le même Land
siège de l'administration d'un syndicat intercommunal  siège de l'administration d'un syndicat intercommunal
   autres pays
   autres Länder allemands
   lacs et mers
   rivières

Voir aussi: Projet Landkreiskarten (allemand)

hornjoserbsce (hsb): Poziciska karta gmejny Rammingen, Landkreis Unterallgäu, Bayern, Němska.
   wuzběhnjena gmejna
   druhe gmejny w administratiwnym zwjazku (zarjadniski zwjazk etc.)
   druhe gmejny w samsnym wokrjesu
   druhe wokrjesny w samsnym kraju
administratiwne srjedźišćo gmejnskeho zwjazka  administratiwne srjedźišćo gmejnskeho zwjazka
   wukraj
   druhe němske kraje
   jězory a morja
   rěki a pobrjóhi

Hlej tež: projekt Landkreiskarten (němsce)

Nederlands (nl): Detailkaart van Rammingen in de Landkreis Unterallgäu, Bayern, Duitsland.
   gemarkeerde gemeente
   andere gemeenten in het gemeenteverband
   andere gemeenten in de landkreis
   andere landkreise in de deelstaat
Bestuurszetel van een gemeenteverband  Bestuurszetel van een gemeenteverband
   andere landen
   andere deelstaten
   meren en zeeën
   rivieren en kustlijnen

Zie ook: Projekt Landkreiskarten (Duits)

Esperanto (eo): Situomapo de Rammingen en Landkreis Unterallgäu, Bayern, Germanio.
   akcentita komunumo
   aliaj komunumoj en administra kunumunaro
   aliaj komunumoj en sama distrikto
   aliaj distriktoj en sama federacia lando
administra centro de kunumunaro  administra centro de kunumunaro
   ŝtatoj krom Germanio
   aliaj federaciaj landoj de Germanio
   lagoj kaj maroj
   riveroj kaj marbordoj

Vidu ankaŭ: Projekt Landkreiskarten (germane)

മലയാളം (ml): ജർമ്മനിയിലെ Bavaria, District Unterallgäu, Rammingen ഭൂപടസ്ഥാനം.
   എടുത്തുകാണിക്കുന്ന നഗരസഭ
   ഭരണതലത്തിലുള്ള മറ്റ് നഗരസഭകൾ (ഗെമിൻഡർവാർഡ്, തുടങ്ങിയവ.)
   അതേ ജില്ലയിലുള്ള മറ്റ് നഗരസഭകൾ
   അതേ സംസ്ഥാനത്തുള്ള മറ്റ് ജില്ലകൾ
നഗരസഭാ സമിതിയുടെ ഭരണനിർവഹണ കേന്ദ്രം  നഗരസഭാ സമിതിയുടെ ഭരണനിർവഹണ കേന്ദ്രം
   വിദേശരാജ്യങ്ങൾ
   മറ്റ് ജർമ്മൻ സംസ്ഥാനങ്ങൾ
   തടാകങ്ങളും കടലുകളും
   നദികളും തീരപ്രദേശങ്ങളും

ഇതും കാണുക: Projekt Landkreiskarten (German)

Magnus Niedermair 2.jpg
Magnus Niedermair (1849-1922) Domkapitular und Generalvikar in Augsburg.
DEU Rammingen COA.svg
Die Steinbockhörner stammen aus dem Wappen des Ortsadelsgeschlecht, der Herren von Rammingen (Ramunger), die erstmals 1147 erwähnt werden. Die Reuthauen sind dem Stiftswappen des Reichsstifts Weingarten entnommen, das bereits 1094 und 1143 Grundbesitz in Rammingen erworben hatte. Die Verbindung zum Kloster währte bis zur Säkularisation 1802. Rammingen gehörte zur Reichsherrschaft Mattsies, die von 1598 bis 1680 im Besitz der Fugger war. Daran erinnern die Feldfarben Blau und Gold aus dem Stammwappen der Fugger.