Rüschlikon

Rüschlikon
Wappen von Rüschlikon
Staat:SchweizSchweiz Schweiz
Kanton:Kanton ZürichKanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk:Horgen
BFS-Nr.:0139i1f3f4
Postleitzahl:8803
Koordinaten:684513 / 240429
Höhe:444 m ü. M.
Höhenbereich:406–585 m ü. M.
Fläche:2,93 km²
Einwohner:6035 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte:2060 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
33,2 % (31. Dezember 2018)[2]
Gemeindepräsident:Bernhard Elsener (CVP)
Website:www.rueschlikon.ch
Bahnhof und Dorf vom Kirchturm aus

Bahnhof und Dorf vom Kirchturm aus

Lage der Gemeinde
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Rüschlikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz. Rüschlikon liegt etwa acht Kilometer südlich der Stadt Zürich am linken Ufer des Zürichsees.

Geographie

Rüschlikon erstreckt sich vom Zürichsee über den ganzen Zimmerberg bis hin zum Fluss Sihl. Nördlich der Zimmerberghöhe liegt das vorwiegend überbaute Siedlungsgebiet Rüschlikons.

In Rüschlikon liegen auf dem südlichen Hang grosse Grünflächen, die als Naherholungsgebiet genutzt werden: Im Westen der Wald Chopfholz, längs der Sihl das Waldgebiet Sihlhalde. Die Wälder auf der Höhe des Zimmerbergs heissen mit Flurnamen Weissberg, Eggrain, Spitelegg und Langtannen. Zwischen den Waldgebieten Spitelegg und Langtannen liegen die Leilöcher (Lehmlöcher), eine morastige Ebene. Die Fluren Hinter- und Vorder Längimoos und die Rinderweid auf dem südlichen Teil Rüschlikons werden extensiv bewirtschaftet.

Geschichte

Älteste Zeugen der Besiedlung sind eine Reihe von Grabhügeln aus der eisenzeitlichen Hallstattkultur (800–450 v. Chr.) auf der Moräne des Zimmerbergs.[3] Der Name Rüschlikon ist alemannischen Ursprungs und wird urkundlich um Mitte des 12. Jahrhunderts als Ruochslinchon und Ruoslinchoven erwähnt. Dank des intakten Dorfkerns und des Ortsmuseums bleibt die Geschichte von Rüschlikon nachvollziehbar erhalten.

Wappen

Blasonierung

Wappen der Gemeinde Rüschlikon
Blasonierung: «Zweiblättriger Stengel eine gefüllte Rose mit roten Butzen und grünen Kelchblättern.»

Politik

Seit 2006 ist Bernhard Elsener (CVP) Gemeindepräsident (Stand Dezember 2017).

Sehenswürdigkeiten

Gebäude

  • Die schwefelhaltige Heilquelle Nidelbad war ab 1500 bekannt. Conrad Gessner erwähnte sie in seinem Buch Heilquellen der Schweiz von 1553. 1870 wurde das Kurhaus umgebaut.
  • Gebäudegruppe aus einem 1786 erbauten Weinbauernhaus, einem 1804 erstellten Waschhaus und einer grossen Scheune an der Alten Landstrasse.[4]

Kirchen

In Rüschlikon gibt es zwei Kirchen:

  • Die reformierte Kirche geht auf eine mittelalterliche Niklauskapelle zurück. Im 18. bis 20. Jahrhundert fanden verschiedene Umbauten und Erweiterungen der Kirche statt, sodass sie sich heute als Querkirche präsentiert.
  • Die römisch-katholische Kirche St. Nikolaus greift mit ihrem Namen das mittelalterliche Patrozinium von Rüschlikon an den Hl. Nikolaus von Myra auf. Erbaut wurde sie in den Jahren 1980 bis 1982.

Galerie

Institutionen

Drei Denkfabriken haben sich in Rüschlikon angesiedelt:

  • Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI), eine von der Detailhandelsgenossenschaft Migros gesponserte Einrichtung auf dem früheren Wohnsitz des Firmengründers Gottlieb Duttweiler, dem Park im Grüene
  • Das IBM Zurich Research Laboratory, das schon mehrere Nobelpreisträger hervorgebracht hat und eine der ältesten Denkfabriken des Computerherstellers IBM ist.
  • Das Centre for Global Dialogue der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re), einem der grössten Rückversicherungskonzerne der Welt, in der «Villa Bodmer».

Persönlichkeiten

  • Max Bucherer (1883–1974), Maler und Grafiker
  • Willy Friedrich Burger (1882–1964), Kunst- und Plakatmaler
  • Adele Duttweiler (1892–1990), Gattin von Gottlieb Duttweiler
  • Gottlieb Duttweiler (1888–1962), Politiker, Unternehmer und Gründer der Migros
  • Ivan Glasenberg (* 1957), Unternehmer und Manager (Glencore), wohnt seit 1994 in Rüschlikon
  • Fritz Honegger (1917–1999), Bundesrat von 1977–1982, Vater von Eric Honegger
  • Eric Honegger (* 1946), Regierungsrat und Manager, Sohn von Fritz Honegger
  • Hans-Jürg Meier (1964–2015), Komponist, Blockflötist und Chorleiter, in Rüschlikon aufgewachsen
  • Karl Alexander Müller (* 1927) und Georg Bednorz (* 1950), Nobelpreisträger für Physik 1987
  • Marcel Reif (* 1949), Fernsehjournalist und Sportkommentator, wohnt in Rüschlikon
  • Monika Ribar (* 1959), Managerin, wohnt in Rüschlikon
  • Heinrich Rohrer (1933–2013) und Gerd Binnig (* 1947), Nobelpreisträger für Physik 1986
  • James Schwarzenbach (1911–1994), Politiker, in Rüschlikon geboren

Literatur

  • Bernhard Schneider, Erika Schmid (Fotografie und Gestaltung): Kontraste in Rüschlikon Verlag Schneider Communications 2013, ISBN 978-3-906068-01-5.
  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.

Weblinks

Commons: Rüschlikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  3. Walter Drack: Der Hallstattgrabhügel II bei Feldimoos, Gemeinde Rüschlikon, Kt. Zürich. In: Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte. 25, 1968, S. 177–188. doi:10.5169/seals-165210.
  4. Heimatschutzforum Zürich: Besonders wertvolle Gebäudegruppe an der Alten Landstrasse 110, Rüschlikon
  5. Das Nidelbad. In: NZZ vom 15. Mai 1938.

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Karte Gemeinde Rüschlikon 2019.png
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Municipality Rüschlikon
Rüschlikon Nidelbad.JPG
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ehemaliges Kurhaus Nidelbad, Rüschlikon ZH, Schweiz
Rüschlikon.JPG
(c) Berger, CC-BY-SA-3.0
Aufnahme an der Gemeindegrenze bei Thalwil an der alten Landstrasse, erstes Haus von Rüschlikon bei Zürich: Alte Landstrasse 110, geschützte Gebäudegruppe bestehend aus einem 1786 erbauten Weinbauernhaus, einem 1804 erstellten Waschhaus und einer grossen Scheune
KircheRüschlikon.JPG
(c) Berger, CC-BY-SA-3.0
Aufnahme der Dorfkirche Rüschlikon bei Zürich
Rueschlikon Luftaufnahme1b.JPG
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Aufnahme von der Kirchturmspitze aus in Richtung Bahnhof