Port-en-Bessin-Huppain

Port-en-Bessin-Huppain
Port-en-Bessin-Huppain (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNormandie
Département (Nr.)Calvados (14)
ArrondissementBayeux
KantonBayeux
GemeindeverbandBayeux Intercom
Koordinaten49° 21′ N, 0° 45′ W
Höhe0–74 m
Fläche7,56 km²
Einwohner1.876 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte248 Einw./km²
Postleitzahl14520
INSEE-Code
Websitewww.portenbessin-huppain.fr

Blick auf Port-en-Bessin-Huppain

Port-en-Bessin-Huppain ist eine französische Gemeinde mit 1.876 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Calvados in der Region Normandie. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bayeux und zum Kanton Bayeux. Die Einwohner werden Portais genannt.

Geografie

Port-en-Bessin-Huppain liegt an der Küste zum Ärmelkanal in der sogenannten Seinebucht, neun Kilometer nordwestlich von Bayeux. Umgeben wird Port-en-Bessin-Huppain von den Nachbargemeinden Commes im Osten, Maisons im Süden, Étréham im Südwesten sowie Aure sur Mer mit Sainte-Honorine-des-Pertes im Westen.

Durch die Gemeinde führt die frühere Route nationale 814.

Geschichte

Möglicherweise stand hier im 4. und 5. Jahrhundert ein römisches Kastell, Grannona. Es war Bestandteil der Festungskette des gallischen Teils der sogenannten Sachsenküste und diente vielleicht einem der Abschnittskommandeure, dem Dux tractus Armoricani et Nervicani, als Hauptquartier. Port-en-Bessin wurde erstmals 1035/1036 als Portu (für lateinisch Portus – „Hafen“) erwähnt. Im 13. Jahrhundert wird dann erstmals Hupain genannt. 1824 wurde die Gemeinde Huppain mit den Nachbargemeinden Neuville-sur-Port und Villiers-sur-Port vereinigt.

Am 8. Juni 1944 wurde der Ort im Rahmen der Operation Aubery einem Teil der Alliierten Invasion in der Normandie (Operation Overlord) befreit. 1972 wurden die Gemeinden Port-en-Bessin und Huppain zusammengeschlossen.

Anzahl Einwohner
(Quelle: Insee)
Jahr19621968197519821990199920062012
Einwohner1.7371.8912.3882.3322.3082.1391.9582.039

Hafen

Erstmals wird der Hafen des Ortes im Jahr 1096 urkundlich erwähnt. Mit dem Bau der heutigen Hafenanlagen wurde 1846 begonnen. Es entstanden zunächst zwei Molen vor der Küstenlinie, die sich allerdings als unzureichend für den Schutz der Fischerboote erwiesen. 1876 bis 1880 entstand ein erstes Hafenbecken hinter der Küstenlinie. Es kann durch eine Dockschleuse vom tideabhängigen Wasser getrennt werden. Ein sich an das erste Hafenbecken anschließendes zweites Becken wurde in den Jahren 1882 bis 1885 erbaut. Dieses Becken wurde 1970 bis 1973 deutlich verlängert. Die hintereinander liegenden Hafenbecken weisen eine Länge von knapp 500 Metern auf.

Der Fischereihafen ist der sechstgrößte in Frankreich. Im Hafen sind 60 Fischereifahrzeuge unterschiedlicher Typen mit einer Länge von 6 bis 24 Meter beheimatet. Der Hafen bietet etwa 110 Arbeitsplätze im maritimen Sektor.[1] Ein Denkmal am Ufer erinnert an die auf See Umgekommenen.

Über den Zufahrtskanal zum ersten Hafenbecken führt eine Drehbrücke für den örtlichen Straßenverkehr.

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Saint-André in Le Port, erbaut 1880 bis 1898 an der Stelle des früheren Kirchbaus aus dem 12. Jahrhundert
  • Kirche Saint-Pierre in Huppain aus dem 12./13. Jahrhundert, Monument historique
  • alte Kirche Saint-Nicolas in Villiers-sur-Port aus dem 12./13. Jahrhundert, Monument historique
  • Kirche Notre-Dame-de-Saintes-Reliques aus dem 13. Jahrhundert
  • Schloss von Villiers-sur-Port aus dem 13. Jahrhundert, Monument historique
  • Turm Vauban, 1694 als Bastion gegen Piraten und gegen eine englische Invasion errichtet, Monument historique
  • Maison Phare (Leuchtturm), zerstört bei den Bombardements vom 6. Juni 1944 und anschließend neu errichtet nach Entwürfen der Architekten Georges et Gilbert Halllier (Bayeux). Im August 1954 wurde das Licht wieder in Betrieb genommen und wurde 1995 automatisiert.[2]

Gemeindepartnerschaften

Mit der Übersee-Gemeinde Saint-Pierre auf Saint-Pierre besteht seit 1976 eine Gemeindepartnerschaft.

Commons: Port-en-Bessin-Huppain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hafen Port en Bessin-Huppain. In: portsducalvados.fr. Abgerufen am 15. April 2026 (französisch).
  2. Jean-Christophe Fichou, Jean Guichard: Les maisons-phares. 1. Auflage. Éd. "Ouest-France", Rennes 2011, ISBN 978-2-7373-5492-2, S. 127 (französisch).

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Denkmal für die auf See Umgekommenen
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Drehbrücke über den Hafenzufahrtskanal
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Une vue de Port-en-Bessin-Huppain, prise depuis les hauteurs au dessus de la Tour Vauban.
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Vauban tower watching the port of Port-en-Bessin-Huppain.
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Zweites Hafenbecken
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blason de la commune de Port-en-Bessin-Huppain, Calvados, France : tiercé en fasce : au 1)de gueules à la tête de crosse d’or issant de la partition, au 2) d’argent plain, au 3)d’azur aux trois poissons contournés d’argent, l’un sur l’autre, entre deux extrémités de quai du même, maçonnées de sable, mouvant des flancs de l’écu, au bateau de deux mâts aussi d’or brochant sur le tout.
Maison du Phare Port en Bessin Huppain.jpg
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Leuchtturmhaus in Port-en-Bessin-Huppain, Frankreich
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Geschlossene Dockschleuse