Philipp Eduard Fugger

Philipp Eduard Fugger

Philipp Eduard Fugger von Kirchberg und Weissenhorn (* 11. Februar 1546; † 14. August 1618 in Augsburg) war ein deutscher Handelsherr aus dem Familienzweig Fugger von der Lilie.

Leben

Teller mit Wappen der Fugger-Kirchberg-Weissenhorn, vermutlich 1573 von Philipp Eduard zur Hochzeitsfeier bestellt

Philipp Eduard Fugger war ein Sohn von Georg Graf Fugger auf Weißenhorn und Kirchberg (1518–1569) und dessen Ehefrau Ursula von Lichtenstein zu Carneid († 1573). Er wurde zusammen mit seinem Bruder Octavianus Secundus (1549–1600) durch Petrus Canisius unterrichtet, danach kamen die Brüder an das Collegium Germanicum in Rom. 1579 stifteten sie aus dem Nachlass Christoph Fuggers das Augsburger Jesuitenkolleg St. Salvator. 1580 wurden sie geschäftlich aus dem gemeinsamen Fuggerschen Handel ausgelöst und traten sechs Jahre später neben Matthäus, Paul und Markus Welser in eine Handelskompanie ein, die jährlich auf fünf Schiffen Pfeffer von Ostindien nach Lissabon bringen und an den spanischen König verkaufen sollte. Dazu wurden an der indischen Malabar-Küste fünf Faktoreien für den Ankauf eingerichtet. Im hansisch-niederländisch-englischen Raum richtete man Faktoreien für den Absatz ein. Durch den Seekrieg zwischen Spanien-Portugal und England war der Handel ständig gefährdet. 1591/92 kam keines der ausgelaufenen Schiffe nach Lissabon zurück, so dass der Pfeffervertrag mit Philipp II. unter großem Verlust bald danach endete.

Philipp Eduard Fugger war seit 1573 mit Maria Magdalena von Königsegg und Aulendorf († 1592) verheiratet. Das Paar hatte vier Söhne und drei Töchter, u. a. Karl Fugger (1587–1642), später Domherr in Konstanz.

Er wurde in der Bartholomäuskapelle von St. Ulrich in Augsburg beigesetzt.

Familienbilder

Literatur

Weblinks

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Fuggerorum et Fuggerarum imagines wurde 1588 von Philipp Eduard Fugger beim Kupferstecher Dominicus Custos in Auftrag gegeben. Das Werk enthält mit Aquarell- und Gouache-Farbe kolorierte Stiche der Mitglieder der Fugger von der Lilie. Der Druck von 1618 stellt das einzige kolorierte Exemplar dar.

Ursula Gräfin von Lichtenstein (?-1573), Ehefrau Georg Fuggers (1518-1569)
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Fuggerorum et Fuggerarum imagines wurde 1588 von Philipp Eduard Fugger beim Kupferstecher Dominicus Custos in Auftrag gegeben. Das Werk enthält mit Aquarell- und Gouache-Farbe kolorierte Stiche der Mitglieder der Fugger von der Lilie. Der Druck von 1618 stellt das einzige kolorierte Exemplar dar.

Magdalena Freiin von Königsegg (?-1592), Ehefrau des Philipp Eduard Freiherr Fugger (1546-1618)
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Fuggerorum et Fuggerarum imagines wurde 1588 von Philipp Eduard Fugger beim Kupferstecher Dominicus Custos in Auftrag gegeben. Das Werk enthält mit Aquarell- und Gouache-Farbe kolorierte Stiche der Mitglieder der Fugger von der Lilie. Der Druck von 1618 stellt das einzige kolorierte Exemplar dar.

Karl Fugger (1587-1642), Domherr in Konstanz, Sohn des Philipp Eduard Freiherr Fugger (1546-1618) (laut Gravur der erste Sohn, laut Geneaologie ist Friedrich Graf Fugger, Herr zu Weißenhorn (1586-1654) vor ihm)
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Fuggerorum et Fuggerarum imagines wurde 1588 von Philipp Eduard Fugger beim Kupferstecher Dominicus Custos in Auftrag gegeben. Das Werk enthält mit Aquarell- und Gouache-Farbe kolorierte Stiche der Mitglieder der Fugger von der Lilie. Der Druck von 1618 stellt das einzige kolorierte Exemplar dar.

Georg Fugger (1518-1569), Sohn Raymund Fuggers (1489-1535)
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Fuggerorum et Fuggerarum imagines wurde 1588 von Philipp Eduard Fugger beim Kupferstecher Dominicus Custos in Auftrag gegeben. Das Werk enthält mit Aquarell- und Gouache-Farbe kolorierte Stiche der Mitglieder der Fugger von der Lilie. Der Druck von 1618 stellt das einzige kolorierte Exemplar dar.

Octavian Secundus, Freiherr Fugger (1549-1600), Sohn des Georg Fugger (1518-1569)
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Philipp Eduard Fugger (1546-1618)