Pfarrkirche Salzburg-Gneis

Katholische Pfarrkirche hl. Johannes Capistran in Salzburg-Gneis
im Langhaus zum Chor

Die Pfarrkirche Salzburg-Gneis steht in der Eduard-Macheiner-Straße Nr. 4 im Ort Gneis im Stadtteil Morzg in der Stadtgemeinde Salzburg. Die auf den Heiligen Johannes Capistran geweihte römisch-katholische Pfarrkirche gehört zum Stadtdekanat Salzburg der Erzdiözese Salzburg. Ihr Patrozinium wird am Gedenktag des hl. Capistran, dem 23. Oktober, gefeiert.

Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Geschichte

Die moderne Kirche mit einem Pfarrzentrum und Kindergarten wurde von 1964 bis 1966 nach den Plänen des Architekten Erich Gerlich erbaut und am 22. Oktober 1967 von Erzbischof Andreas Rohracher geweiht.

Architektur

Die Kirche als einfacher rechteckiger Betonskelettbau unter einem Satteldach hat einen seitlich angestellten Glockenturm.

Die Taufkapelle und Beichtkapelle haben Betonglasfenster, geschaffen von Erwin Dattendorfer (1966/1967).

Ausstattung

Altar, Ambo, Taufstein und die Sedilien entstanden nach Entwürfen von Erich Gerlich. Den Kreuzweg mit Bronzereliefs schuf Pier Eckhoff (1981).

Das Kruzifix über dem Altar entstand wohl im 17. Jahrhundert.

Orgel

Gregor Hradetzy-Orgel, 1969

Das Instrument mit 18 Registern und mechanischer Traktur schuf Gregor Hradetzky im Jahr 1969. Dessen Sohn Gerhard Hradetzky sanierte die Orgel 2021 (Generalreinigung, Intonation und Stimmung) in Zusammenarbeit mit Orgelbaumeister Peter Winkler (Sanierung der Klaviaturen) aus Oberbergern.

Disposition

Wie auf den Registerschildern angegeben

Hauptwerk, II. Manual, C–g3
Prinzipal8′
Rohrflöte8′
Oktav4′
Flachflöte2′
Mixtur113′ 6 fach
Sesquialtera2 fach [Anm. 1]
Trompete8′
Rückpositiv, I. Manual, C–g3
Spitzgedackt8′
Rohrflöte4′
Prinzipal2′
Nasat113
Zimbel12′ 3 fach
Regal8′
Noli me tangere [Anm. 2]
Pedal, C–f1
Subbaß16′
Pommer8′
Choralbaß4′
Mixtur223′ 4 fach
Blockflöte2′
Anmerkungen
  1. 223 + 135
  2. War ein Registerschweller für das Regal 8′. Bei der Sanierung der Orgel im Jahr 2021 wurde der Schwellkasten entfernt, damit die Regalpfeifen zugänglicher wurden und sie somit leichter zu stimmen sind.
  3. Als Tritte.
  4. Als Registerzug.

Literatur

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986. Salzburg, Morzg etc., Pfarrkirche hl. Johannes Capistran, in Gneis, S. 674.

Weblinks

Commons: Pfarrkirche Salzburg-Gneis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Gregor Hradetzky Gneis 1969.JPG
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Orgel von Gregor Hradetzy in Gneis bei Salzburg 1969 mit zwei Manualen und 18 Registern
Gneis capistran 4.jpg
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Kath. Pfarrkirche hl. Johannes Capistran
Gneis capistran 8.jpg
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Kath. Pfarrkirche hl. Johannes Capistran