Pfarrkirche Kallham

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Westen

Die Pfarrkirche Kallham steht im Ort Kallham in der Gemeinde Kallham in Oberösterreich. Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehört zum Dekanat Kallham in der Diözese Linz. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Eine Kirche wurde von 1140 bis 1160 urkundlich genannt. Mit dem Barockbaumeister Jakob Pawanger wurde von 1713 bis 1718 mit einer teilweisen Erhaltung des gotischen Turmes die Kirche neu erbaut. Nach einem Brand (1891) erfolgte eine Erneuerung der Gewölbe und des Turmhelms. 1958 war eine Innenrestaurierung.

Architektur

Blick zum Chor
Blick zur Orgelempore

Das große einschiffige vierjochige Langhaus hat ein flaches Tonnengewölbe. Beidseits des östlichen Joches sind kreuzarmartig erscheinende Kapellen mit elliptischen flachen Kuppeln. Der eingezogene zweijochige mit einer flachen elliptischen Kuppel gewölbte Chor hat einen halbelliptischen Chorschluss. Die Freskenmalerei im Chor schuf Johann Kendlbacher (1716). Die Kirche zeigt sich mit korinthischer kolossaler Pilastergliederung. Die Gewölbe und Fenster haben Verzierungen aus Stuck. Die dreiachsige Westempore über einem Kreuzgewölbe ist mittig vorgeschwungen. Der 72 Meter hohe[1] Westturm ist unten gotisch, wurde mit Pilastern gegliedert, und hat nach einem Brand einen neuen veränderten Zwiebelhelm.

Ausstattung

Der bemerkenswerte Hochaltar um 1715/1720 zeigt ein Hochaltarbild von Johann Kendlbacher. Die Seitenaltäre und die Altäre der Seitenkapellen und das Chorgestühl, die Orgel und die Holzfiguren Donatus und Florian entstanden um 1720/1730. Die Kanzel ist neubarock.

Der Taufstein ist gotisch. Es gibt zwei schmiedeeiserne Glockenzüge aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts.

An der Südseite des Turms hängt ein Kruzifix von Johann Peter Schwanthaler d. Ä. (Mitte 18. Jh.).

Am Hoftor zum Pfarrhof steht heute eine Kopie der Statue Marias, das Original, eine barocke Sandsteinmadonna (um 1700) wurde 2007 nach der Restaurierung in die Kirche verbracht. In einer Nische ist die Statue Johannes Nepomuk aus 1715.

Orgel

Die Orgel schuf Johann Ignaz Egedacher 1715 und ist erhalten.

Literatur

  • Benedikt Pillwein (Hrsg.): Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. 5 Teile. Joh. Christ. Quandt, Linz (1827–39). 2. Auflage 1843. Dritter Theil: Der Hausruckkreis, S. 259f. Siehe: [1], aufgerufen am 14. März 2017.
  • Kallham, Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt. S. 123. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Oberösterreich. Von Erwin Hainisch, Neubearbeitet von Kurt Woisetschläger, Vorworte zur 3. Auflage (1958) und 4. Auflage (1960) von Walter Frodl, Sechste Auflage, Verlag Anton Schroll & Co., Wien 1977.

Weblinks

Commons: Pfarrkirche Kallham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pfarrkirche Kallham bei Emporis, abgerufen am 6. Juli 2020.

Koordinaten: 48° 16′ 53,6″ N, 13° 42′ 51,4″ O

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Pfarrkirche Kallham

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neugebaut nach dem großen Brand von 1891
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neu nach dem Brand von 1891, Orgel von Johann Ignaz Egedacher, 1715, erhalten