Mohngewächse

Mohngewächse
© Vyacheslav Argenberg / http://www.vascoplanet.com/, CC BY 4.0

Klatschmohn (Papaver rhoeas)

Systematik
Abteilung:Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung:Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse:Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung:Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie:Mohngewächse
Wissenschaftlicher Name
Papaveraceae
Juss.

Die Mohngewächse (Papaveraceae) sind eine Familie[1] in der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida).

Beschreibung

Illustration aus Koehler's Medizinal-Pflanzen, 1887: Klatschmohn. A unterer Teil der Pflanze. B blühender Zweig. 1 Staubblatt vergrößert; 2 unreife Kapsel vergrößert; 3 dieselbe im Querschnitt vergrößert; 4 reife Kapsel natürlicher Größe; 5 Samen sehr stark vergrößert; 6 derselbe im Längsschnitt

Vegetative Merkmale

Sie sind meist, ein-, zwei-, mehrjährige (selten monokarpisch) oder ausdauernde krautige Pflanzen, selten Sträucher oder Bäume. Sie enthalten meist Milchsaft.

Die Laubblätter sind wechselständig. Nebenblätter sind meist keine vorhanden.

Unterfamilie Papaveroideae: Blütendiagramm von Glaucium flavum

Generative Merkmale

Die Blüten stehen einzeln oder in unterschiedlich aufgebauten Blütenständen zusammen.

Die immer zwittrigen Blüten sind je nach Unterfamilie radiärsymmetrisch oder zygomorph mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die zwei grünen oder kronblattartigen Kelchblätter umhüllen zum Schutz im knospigen Stadium die Kronblätter in monostroph contorter Weise (siehe Blütendiagramm) und fallen beim Öffnen der Blüten ab. So haben geöffnete Blüten vermeintlich nur einen Blütenhüllblattkreis. Es sind vier Kronblätter vorhanden. Es sind je nach Unterfamilie vier, sechs oder viele Staubblätter vorhanden. Zwei bis mehrere Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Die Samenanlagen sind in parietaler Plazentation angeordnet.

Oft werden Kapselfrüchte ausgebildet.

Unterfamilie Papaveroideae Tribus Chelidonieae: Mexikanischer Baummohn (Bocconia frutescens)
Unterfamilie Papaveroideae Tribus Chelidonieae: Weißer Federmohn (Macleaya cordata)
Unterfamilie Papaveroideae Tribus Chelidonieae: Amerikanischer Schöllkrautmohn (Stylophorum diphyllum)
Unterfamilie Papaveroideae Tribus Eschscholzieae: Blüten des Kalifornischen Baummohns (Dendromecon rigida)
Unterfamilie Papaveroideae Tribus Eschscholzieae: Eschscholzia minutiflora
Unterfamilie Papaveroideae Tribus Papavereae: Sheldons Scheinmohn (Meconopsis ×sheldonii), Sorte ‘Lingholm’
Unterfamilie Fumarioideae Tribus Fumarieae: Rosa Lerchensporn (Capnoides sempervirens)
Unterfamilie Fumarioideae Tribus Fumarieae: Goldene Herzblume (Ehrendorferia chrysantha)
© Hans Hillewaert, CC BY-SA 3.0
Unterfamilie Fumarioideae Tribus Fumarieae: Feinlappiger Breitrauch (Platycapnos tenuilobus)
Unterfamilie Fumarioideae Tribus Fumarieae: Neunblättriger Fleischrauch (Sarcocapnos enneaphylla) in der Unterart subsp. saetabensis
Unterfamilie Fumarioideae Tribus Hypecoeae: Niederliegende Lappenblume (Hypecoum procumbens)
Unterfamilie Fumarioideae Tribus Hypecoeae: Pteridophyllum racemosum

Systematik und Verbreitung

Die Familie Papaveraceae wurde 1789 durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, S. 235–236 aufgestellt. Typusgattung ist PapaverL. Synonyme für Papaveraceae Juss. sind: ChelidoniaceaeMartinov, EschscholziaceaeSer., FumariaceaeMarquis, HypecoaceaeWillk. & Lange, PlatystemonaceaeRchb. ex Lilja, PteridophyllaceaeNakai ex Reveal & Hoogland.

Die Familie der Papaveraceae wird in zwei Unterfamilien gegliedert, die Papaveroideae und die Fumarioideae. Zur Familie gehören etwa 41 Gattungen mit etwa 800 Arten.[2]

Unterfamilie PapaveroideaeA.Br.: Die Blüten sind radiärsymmetrisch und enthalten viele Staubblätter. Sie ist in drei Tribus gegliedert (Chelidonieae, Eschscholzieae und Papavereae) und enthält etwa 23 Gattungen mit etwa 230 Arten:
  • Tribus Chelidonieae: Sie enthält etwa neun Gattungen:
    • BocconiaL.: Die etwa neun verholzenden Arten gedeihen in Bergregionen der Neotropis, darunter:
    • ChelidoniumL. (inkl. CoreanomeconNakai): Sie enthält nur zwei bis drei Arten, darunter:
    • DicranostigmaHook. f. & Thomson: Sie enthält drei Arten in Asien:
      • Asiatischer Hornmohn[3] oder Franchet-Dicranostigma (Dicranostigma franchetianum(Prain) Fedde): Sie gedeiht auf Kalk- oder Phyllit-Sand in Höhenlagen zwischen 1725 und 1850 Metern in Yunnan sowie Sichuan.
      • Himalaja-Hornmohn oder Salat-Dicranostigma (Dicranostigma lactucoidesHook. f. & Thoms.): Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 2700 und 4300 Metern im Himalaya und Transhimalaya von Garhwal bis Nepal und südöstlichen Tibet.
      • Feinstieliger Hornmohn[3] oder Dünnstieliges Dicranostigma (Dicranostigma leptopodum(Maxim.) Fedde): Sie gedeiht in Höhenlagen um 3600 Meter in China vom südlichen Tibet über Qinghai sowie Yunnan bis ins südliche Hebei und nördliche sowie westliche Henan.
    • EomeconHance: Sie enthält nur eine Art:
      • Schneemohn[3] (Eomecon chionanthaHance): Er ist im östlichen China beheimatet.
    • Hornmohn[3] (GlauciumMill.): Sie enthält etwa 20 bis 25 Arten in Eurasien.
    • HylomeconMaxim.: Sie enthält nur eine Art:
      • Waldmohn (Hylomecon japonica(Thunb.) Prantl): Er kommt verbreitet in Asien (China, Japan, Korea) vor.
    • Federmohn[3] (MacleayaR.Br.): Die nur zwei Arten kommen in Asien vor:
      • Weißer Federmohn[3] (Macleaya cordata(Willd.) R.Br.): Die Heimat ist China, Taiwan und Japan.
      • Ockerfarbiger Federmohn (Macleaya microcarpa(Maxim.) Fedde): Die Heimat ist China.
      • dazu die Hybride zwischen beiden Arten: Macleaya ×kewensisTurrill (Macleaya cordata × Macleaya microcarpa)
    • SanguinariaL.: Es gibt nur eine Art:
      • Kanadische Blutwurz (Sanguinaria canadensisL.): Sie kommt in Kanada und in den USA vor und heißt dort „bloodroot“.
    • Schöllkrautmohn (StylophorumNutt.): Von den nur drei Arten kommt eine in Nordamerika und zwei in China vor:
      • Amerikanischer Schöllkrautmohn (Stylophorum diphyllum(Michx.) Nutt.): Er kommt in den USA vor.
      • Chinesischer Schöllkrautmohn (Stylophorum lasiocarpum(Olivier) Fedde): Er gedeiht in Höhenlagen von 600 bis 1800 Metern in den chinesischen Provinzen westliches Hubei, südliches Shaanxi sowie östliches Sichuan.[1]
      • Stylophorum sutchuenense(Franchet) Fedde: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1100 bis 1700 Metern in den chinesischen Provinzen Chongqing, Gansu, Shaanxi sowie nordöstliches Sichuan.[1]
  • Tribus Eschscholzieae: Sie enthält drei Gattungen:
    • Baummohn (DendromeconBenth.): Die nur zwei Arten sind im westlichen Nordamerika verbreitet:
      • Harfords Baummohn (Dendromecon harfordiiKellogg, Syn.: Dendromecon rigida subsp. harfordii(Kellogg) P.H.Raven): Er ist Kalifornien (Santa Cruz, Santa Rosa Islands) beheimatet.
      • Kalifornischer Baummohn (Dendromecon rigidaBenth.): Er ist in Kalifornien und Mexiko beheimatet.
    • Kappenmohn (EschscholziaCham.): Sie enthält etwa zwölf Arten von den westlichen USA bis ins nordwestliche Mexiko, beispielsweise:
      • Kalifornischer Kappenmohn, auch Gelber Mohn oder Goldmohn genannt (Eschscholzia californicaChamisso)
      • Schmalblättriger Kappenmohn (Eschscholzia tenuifoliaHook.): Die Heimat ist Kalifornien (Zentraltal, Sierra Nevada).
    • HunnemanniaSweet: Sie enthält nur eine Art:
      • Mexikanischer Tulpenmohn oder Mexikomohn (Hunnemannia fumariifoliaSweet): Sie kommt in Ost-Mexiko im trockenen Hochland von Nuevo Leon bis Oaxaca vor.
  • Tribus Papavereae: Sie enthält etwa elf Gattungen:
    • ArctomeconTorr. & Frém.: Die nur drei Arten kommen in Nordamerika (Mojave-Wüste) vor.
    • Stachelmohn[3] (ArgemoneL.): Sie enthält etwa 32 Arten in der Neuen Welt und in Hawaii.
    • CanbyaParry ex A.Gray: Die nur zwei Arten kommen in den westlichen USA vor.
    • MeconellaNutt.: Die nur drei Arten kommen im westlichen Nordamerika vor.
    • Scheinmohn[3] (MeconopsisVig., inklusive CathcartiaHook. f., CumminsiaKing ex Prain): Die etwa 54 Arten kommen fast alle in Asien vor.
    • Mohn[3] (PapaverL.): Sie enthält etwa 50 bis 120 Arten.
    • PlatystemonBenth.: Sie enthält nur eine Art:
      • Kalifornischer Breitfaden[3] (Platystemon californicusBenth.): Er ist in Kalifornien beheimatet.
    • HesperomeconGreene (Syn.: PlatystigmaBenth.): Sie enthält nur eine Art:
      • Abendmohn[3] (Hesperomecon linearis(Benth.) Greene): Sie kommt in Kalifornien vor.
    • RoemeriaMedik.: Sie enthält nur etwa drei Arten im südwestlichen Europa, Asien und Nordafrika, darunter:
      • Roemeria caricaBaytop: Die Heimat ist Kleinasien.[4]
      • Bastard-Roemerie (Roemeria hybrida(L.) DC.): Sie ist von Südeuropa über Vorderasien bis Nordafrika verbreitet.
      • Asiatischer Tüpfelmohn[3] (Roemeria refractaDC.): Sein Verbreitungsgebiet umfasst die Türkei, den Kaukasusraum, Iran, Zentralasien und China (Sinkiang).
    • RomneyaHarv.: Sie enthält nur zwei Arten in Kalifornien und Mexiko, darunter:
      • Kalifornischer Strauchmohn[3] oder Coulter-Romneya (Romneya coulteriHarv.): Er besitzt die größten Blüten aller Wildpflanzen in Kalifornien.[5]
    • StylomeconG.Taylor: Sie enthält nur eine Art:
      • Stylomecon heterophylla(Benth.) G.Taylor: Sie kommt in Kalifornien und nordwestlichen Mexiko vor.
Unterfamilie Erdrauchgewächse (FumarioideaeEndl., Syn.: PteridophylloideaeMurb.): Sie ist in zwei Tribus und Subtribus gegliedert und enthält (15 bis) 21 Gattungen mit etwa 530 Arten. Sie haben zygomorphe Blüten und nur vier oder sechs Staubblätter:
  • Tribus Fumarieae: Sie enthält zwei Subtribus:
    Subtribus Corydalinae: Sie enthält acht Gattungen:
    • AdlumiaRaf. ex DC.: Von den nur zwei Arten kommt eine Art in Asien und eine im östlichen Nordamerika vor:
      • Doppelkappe (Adlumia fungosa(Aiton) Greene ex Britton, Sterns & Poggenb.): Die Heimat ist Kanada und die USA.
      • Adlumia asiaticaOhwi: Sie kommt im nordöstlichen China, in Korea und in Russlands Fernem Osten vor.
    • CapnoidesMill.: Sie enthält nur eine Art:
      • Rosa Lerchensporn oder Harlekinlerchensporn (Capnoides sempervirens(L.) Borkh.): Sie kommt von Natur aus nur in Nordamerika vor und ist in Südnorwegen an einer Stelle seit über 100 Jahren eingebürgert.[6]
    • Lerchensporn[3] (CorydalisDC., Syn.: CysticorydalisFedde nom. inval., RoborowskiaBatalin): Sie enthält etwa 465 Arten.
    • DactylicapnosWall.: Sie enthält etwa zwölf Arten vom Himalaja bis ins westliche China.
    • Herzblumen[3] (DicentraBernh., inklusive DiclytraBorkh.): Sie enthält etwa 25 Arten.
    • EhrendorferiaFukuhara & Lidén: Der Gattungsname ehrt den österreichischen Botaniker Friedrich Ehrendorfer (geb. 1927)[7]: Sie enthält nur zwei Arten:
      • Goldene Herzblume[3] (Ehrendorferia chrysantha(Hook. & Arn.) Rylander, Syn.: Dicentra chrysantha(Hook. & Arn.) Walp.): Die Heimat ist Kalifornien und das nördliche Mexiko.[2]
      • Ehrendorferia ochroleuca(Engelm.) Fukuhara: Sie kommt nur in Kalifornien vor.[2]
    • IchtyoselmisLidén & Fukuhara: Sie enthält nur eine Art:
      • Ichtyoselmis macrantha(Oliv.) Lidén & Fukuhara: Sie ist in China beheimatet.[2]
    • LamprocapnosEndl.: Mit der einzigen Art:
      • Tränendes Herz[3] (Lamprocapnos spectabilis(L.) Fukuhara; Syn.: Dicentra spectabilis(L.) Lem.): Sie ist ursprünglich nur in China und Korea beheimatet:
    Subtribus Fumariinae: Sie enthält elf Gattungen:
    • CeratocapnosDurieu (inklusive DissospermaSoják): Sie enthält nur drei Arten, darunter:
      • Rankender Lerchensporn[3] (Ceratocapnos claviculata(L.) Lidén): Die Heimat ist Europa.
      • Ceratocapnos heterocarpaDurieu: Sie kommt in Nordafrika, in Südspanien und Portugal vor.[6]
    • CryptocapnosRech. f.: Sie enthält nur eine Art:
      • Cryptocapnos chasmophyticusRech. f.: Sie ist in Afghanistan beheimatet.
    • CysticapnosMill. (inklusive PhacocapnosBernh.): Sie enthält etwa drei Arten nur in Südafrika.
    • DiscocapnosCham. & Schltdl.: Sie enthält nur eine Art:
      • Discocapnos mundtiiCham. & Schltdl.: Sie ist in Südafrika beheimatet.
    • Erdrauch[3] (FumariaL.): Sie enthält etwa 55 Arten.
    • FumariolaKorsh.: Sie enthält nur eine Art:
      • Fumariola turkestanicaKorsh.: Sie ist in Zentralasien beheimatet.
    • Breitrauch[3] (Platycapnos(DC.) Bernh.): Sie enthält etwa drei Arten in Makaronesien und im westlichen Mittelmeergebiet.[6]:
      • Platycapnos saxicolaWillk.: Die Heimat ist Südspanien und Nordafrika.
      • Platycapnos spicatus(L.) Bernh.: Die Heimat liegt in Südwesteuropa (Spanien, Portugal, Frankreich, Italien und Sizilien) vor
      • Feinlappiger Breitrauch[3] (Platycapnos tenuilobusPomel): Die Heimat ist Spanien, Frankreich und Nordafrika.
    • Scheinlerchensporn[3] (PseudofumariaMedik.): Sie enthält nur zwei Arten:
      • Blassgelber Scheinerdrauch (Pseudofumaria alba(Mill.) Lidén): Er kommt mit etwa drei Unterarten in Europa (Norditalien, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Nordalbanien, Mazedonien) vor.
      • Gelber Scheinlerchensporn[3] oder Gelber Lerchensporn (Pseudofumaria lutea(L.) Borkh.): Die Heimat sind die Alpen der Schweiz und Italiens und er ist in West- und Mitteleuropa eingebürgert.
    • Felsrauch[3] (RupicapnosPomel): Sie enthält mindestens sieben Arten in Spanien und Nordafrika, darunter:
      • Afrikanischer Felsrauch[3] (Rupicapnos africana(Lam.) Pomel): Er kommt mit mehreren Unterarten in Spanien, Algerien und Marokko vor und gedeiht in Spalten senkrechter Kalk- und Sandsteinfelsen in Höhenlagen von 500 bis 1800 Metern.
    • Fleischrauch[3] (SarcocapnosDC.): Sie enthält etwa vier Arten im Mittelmeerraum, darunter:
      • Sarcocapnos baetica(Boiss. & Reuter) Nyman: Sie kommt mit zwei Unterarten nur in Spanien vor.
      • Sarcocapnos crassifolia(Desf.) DC.: Sie kommt mit drei Unterarten nur in Spanien vor.
      • Neunblättriger Fleischrauch[3] (Sarcocapnos enneaphylla(L.) DC.): Die Heimat ist Marokko, Spanien und Frankreich.
    • TrigonocapnosSchltr.: Sie enthält nur eine Art:
      • Trigonocapnos lichtensteinii(Cham. & Schltdl.) Lidén: Sie ist in Südafrika beheimatet.
  • Tribus Hypecoeae: Sie enthält nur zwei Gattungen mit etwa 16 Arten:
    • Lappenblume[3] (HypecoumL.): Sie enthält etwa 15 Arten im Mittelmeerraum und in Asien, darunter in Europa:
      • Bartlose Lappenblume[3] (Hypecoum imberbeSm.): Die Heimat ist Europa, Zypern und der Kaukasusraum.
      • Dünnfrüchtige Lappenblume[3] (Hypecoum leptocarpumHook. f. & Thomson): Das Verbreitungsgebiet ist der Himalaja und das südwestliche China von Westtibet und Qinghai bis in die Innere Mongolei.
      • Gelbäuglein oder Gelbäugelchen (Hypecoum pendulumL.): Die Heimat ist Europa, Südwestasien, Türkei, Nordwestafrika.
      • Niederliegende Lappenblume[3] (Hypecoum procumbensL.): Die Heimat ist Europa, Vorderasien und Nordafrika.
    • PteridophyllumSieb. & Zucc.: Sie enthält nur eine Art:
      • Pteridophyllum racemosumSiebold & Zucc.: Es ist eine japanische Art[2] mit farnähnlich gefiederten Laubblättern. Die zygomorphen Blüten enthalten zwei kleine Kelchblätter, vier Kronblätter und nur vier Staubblätter.

Quellen

Literatur

  • Mingli Zhang, Zhiyun Su, Magnus Lidén, Christopher Grey-Wilson: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 7: Menispermaceae through Capparaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2008, ISBN 978-1-930723-81-8. Papaveraceae s. l., S. 261 - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Robert William Kiger: Papaveraceae s. l.: - textgleich online wie gedrucktes Werk, Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. (Abschnitt Beschreibung)
  • Papaveraceae bei der Flora of Pakistan. (englisch)
  • Werner Greuter, H. M. Burdet, G. Long: Med-Checklist. Band 4. Dicotyledones (Lauraceae-Rhamnaceae). S. 269–295. Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève. 1989. ISBN 2-8277-0154-5.
  • Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3.
  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller: Exkursionsflora von Deutschland. Band 5. Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag. Berlin, Heidelberg 2008. ISBN 978-3-8274-0918-8.

Einzelnachweise

  1. a b c Mingli Zhang, Zhiyun Su, Magnus Lidén, Christopher Grey-Wilson: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 7: Menispermaceae through Capparaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2008, ISBN 978-1-930723-81-8. Papaveraceae s. l., S. 261 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  2. a b c d e f g h Papaveraceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7.
  4. Asuman Baytop: A new Roemeria from Turkey, In: Notes Royal Botanical Garden Edinburgh, Volume 41, 1983, S. 281.
  5. Robert William Kiger: Papaveraceae s. l.: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  6. a b c Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 9 (Paeoniaceae to Capparaceae). Helsinki 1991, ISBN 951-9108-08-4.
  7. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online.

Weblinks

Commons: Mohngewächse (Papaveraceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Dicentra chrysantha 2004-05-17.jpg
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Ehrendorferia chrysantha (syn. Dicentra chrysantha) — Golden Eardrops. In the San Gabriel Mountains, north of Rancho Cucamonga, California.
Koeh-101.jpg
Klatschmohn. A unterer Teil der Pflanze. B blühender Zweig. 1 Staubblatt vergrössert; 2 unreife Kapsel vergrössert; 3 dieselbe im Querschnitt vergrössert; 4 reife Kapsel natürlicher Grösse; 5 Samen sehr stark vergrössert; 6 derselbe im Längsschnitt.
Macleaya cordata 2.jpg
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Meconopsis x sheldonii 'Lingholm'
Starr 010714-0013 Bocconia frutescens.jpg
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Sarcocapnos enneaphylla subs. saetabensis (Zapaticos de la Vírgen) en Cala Cerrada. Parque Natural de la Sierra de la Muela de Cartagena.
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