Olga Mikutina

Olga Mikutina

Olga Mikutina (2025)

NationOsterreich Österreich
Geburtstag6. Oktober 2003 (22 Jahre)
GeburtsortCharkiw, Ukraine
Größe160[1] cm
Karriere
VereinFeldkircher Eislaufverein
TrainerElena Romanova,
Oleksij Bytschenko
Galit Chait
Evgeni Krasnopolski
Ehemalige TrainerViktor Kudriavtsev
ChoreografRostislav Sinicyn
Statusaktiv
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte198,77WM 2021
 Kür131,59WM 2021
 Kurzprogramm67,18WM 2021
letzte Änderung: 17. Dezember 2023

Olga Mikutina (* 6. Oktober 2003 in Charkiw) ist eine in der Ukraine geborene Eiskunstläuferin, die in Wettbewerben für Österreich im Einzellauf antritt. Sie wurde 2020, 2021 und 2024 bis 2026 österreichische Meisterin im Eiskunstlauf. Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2021 erreichte sie den achten Platz.

Karriere

Olga Mikutina begann mit vier Jahren mit dem Eislaufen. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr lebte und trainierte sie in der Ukraine und wurde dreimal ukrainische Meisterin in ihrer Altersklasse. Nach ihrem Umzug nach Österreich begann sie am Olympiazentrum Vorarlberg zu trainieren.[2]

Olga Mikutina bei der Junioren-WM 2019

2019 vertrat Mikutina Österreich bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften der Juniorinnen und sie belegte den 18. Platz. In den Jahren 2019 und 2020 wurde sie zweimal in Folge Österreichische Juniorenmeisterin. 2020 trat sie erstmals auch bei den Österreichischen Meisterschaften an und gewann auf Anhieb die Goldmedaille. Sie wurde daraufhin bestimmt, Österreich bei den Europameisterschaften 2020 zu vertreten. Dort gelang ihr mit Platz 21 im Kurzprogramm die Qualifikation für die Kür. Im Gesamtergebnis erreichte sie bei diesen Europameisterschaften den 24. Platz. Mikutina trat in dieser Saison mit einem Kurzprogramm zu Sing, Sing von Louis Prima und einem Tango aus dem Film Step Up 3D an.[3]

Im folgenden Jahr konnte Mikutina ihren Titel als Österreichische Meisterin verteidigen. Sie behielt für diese Saison ihr Kurzprogramm bei und präsentierte eine neue Kür zu Musik von Ludovico Einaudi.[4] Sie trat bei den Weltmeisterschaften 2021 an, wo sie den achten Platz erreichte und damit einen zweiten Startplatz für Österreich im folgenden Jahr gewann.

Diese gute Platzierung brachte ihr auch ihre erste Einladung in die Grand-Prix-Serie der Saison 2021/22 ein. In dieser Saison lief Mikutina weiterhin ihre Kür aus dem Vorjahr, als Kurzprogramm wählte sie das Lied My Nocturnal Serenade des schwedischen Sängers Yohio.[5] Beim Rostelecom Cup 2021 belegte sie den zwölften Platz. Bei den Österreichischen Meisterschaften gewann Mikutina die Silbermedaille hinter Stefanie Pesendorfer. Bei den Europameisterschaften 2022 erreichte sie Platz 15. Sie wurde für das Österreichische Team für die Olympischen Winterspiele 2022 in Beijing ausgewählt. Dort erreichte sie in der Gesamtwertung den 13. Platz. Bei den Weltmeisterschaften 2022 erreichte Mikutina Platz 14.

Olga Mikutina bei der EM 2024

Für die folgende Saison behielt Mikutina erneut ihr Kurzprogramm bei. Ihre neue Kür lief sie zu The Curse von Agnes Obel und Dawn of Faith von Eternal Eclipse.[6] Mikutina erhielt erneut eine Einladung in die Grand-Prix-Serie, wo sie beim Grand Prix de France den zehnten Platz erreichte. Ihre Teilnahme an den Österreichischen Meisterschaften im Dezember 2022 musste Mikutina aufgrund einer Windpocken-Erkrankung absagen.[7] Sie wurde dennoch ausgewählt, um Österreich bei den Europameisterschaften 2023 zu vertreten. Dort lag sie nach dem Kurzprogramm auf Platz vier, fiel aber nach einer fehlerreichen Kür auf den zwölften Platz.
Nach ihrer Matura 2023 verlagerte Mikutina ihren Trainingsstandort in die USA nach Montclair (New Jersey). Sie nahm dort ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Montclair State University auf. Sie trainiert gemeinsam mit Teilen des israelischen Nationalteams bei dem früheren Einzelläufer Oleksij Bytschenko, der früheren Eistänzerin Galit Chait und dem früheren Paarläufer Evgeni Krasnopolski. Ihre langjährige Trainerin Elena Romanova berät sie weiterhin, und Mikutina trainiert bei ihr, wenn sie sich in Österreich aufhält.[8]

Bei den österreichischen Meisterschaften wurde Mikutina in Innsbruck 2026 zum fünften Mal österreichische Meisterin. Im Jänner 2026 wurde die 22-Jährige zum zweiten Mal nach 2022 wieder als einzige Österreicherin für einen Start bei den Olympischen Winterspielen nominiert[9] und sie belegte am 19. Februar in Mailand nach der Kür im Einzel den 18. Rang.[10]

Ergebnisse

Meisterschaft / Jahr2020202120222023202420252026
Olympische Winterspiele13.18.
Weltmeisterschaften8.14.19.14.17.
Europameisterschaften24.14.12.8.13.
Österreichische Meisterschaften1.1.2.1.1.1.
Wettbewerb / Saison2019/202020/212021/222022/232023/242024/252025/26
GP Grand Prix de France10.
GP NHK Trophy10.8.
GP Rostelecom Cup12.
GP Skate America9.
CS Finlandia Trophy9.
CS Nebelhorn Trophy13.7.9.
CS Budapest Trophy5.
CS Golden Spin9.
Sofia Trophy1.
GP = Grand Prix, CS = ISU-Challenger-Serie
Commons: Olga Mikutina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Österreichisches Olympisches Comité (Hrsg.): Olympia Guide Peking 2022. Wien 2022, S. 74. Online, abgerufen am 2. Februar 2022.
  2. ↑ Olga Mikutina auf den Seiten des Olympiazentrums Vorarlberg, abgerufen am 19. September 2024.
  3. ↑ Olga Mikutina in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 4. Oktober 2019 auf archive.org, abgerufen am 5. Februar 2023 (englisch).
  4. ↑ Olga Mikutina in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 6. Oktober 2020 auf archive.org, abgerufen am 5. Februar 2023 (englisch).
  5. ↑ Olga Mikutina in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 6. Oktober 2021 auf archive.org, abgerufen am 5. Februar 2023 (englisch).
  6. ↑ Olga Mikutina in der Datenbank der International Skating Union, archivierte Version vom 7. Oktober 2022 auf archive.org, abgerufen am 5. Februar 2023 (englisch).
  7. ↑ Österr. Meisterschaften 2023: Vorschau. In: Skate Austria. 14. Dezember 2022, abgerufen am 5. Februar 2023.
  8. ↑ Christian Albrecht: Das neue Leben von Österreichs Eiskunstlauf-Ass Olga Mikutina. In: Kleine Zeitung. 27. Oktober 2023, abgerufen am 17. Dezember 2023.
  9. ↑ Mikutina setzt auf Energie „zweier Herzen“ (17. Februar 2026)
  10. ↑ Hauchdünne Eiskunstlauf-Entscheidung: US-Star Liu wird Olympiasiegerin (19. Februar 2026)

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Autor/Urheber: David W. Carmichael, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Olga Mikutina at the 2019 Junior World Championships - FS