Oberanger

Oberanger
Wappen
Straße in München
(c) Mister No, CC BY 3.0
Oberanger mit Sicht nach Norden, Mädchen auf Schildkröte, Brunnen von Jean Henninger, 1971
Basisdaten
OrtMünchen
OrtsteilAltstadt
Angelegt1300
Hist. NamenRechte Angergasse, Hinterer Anger, Angergasse bei dem Bach, Hintere Angergasse, Bachgässel, Oberer Anger, Obere Angerstraße
Anschluss­straßenRindermarkt, Lindwurmstraße
QuerstraßenHerzog-Wilhelm-Straße, An der Hauptfeuerwache, Roßmarkt, Klosterhofstraße, Schmidstraße, Singlspielerstraße, Hermann-Sack-Straße, Dultstraße, Rosental
PlätzeSt.-Jakobs-Platz
Nutzung
NutzergruppenFußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr,
Technische Daten
Straßenlängeca. 600 m

Der Oberanger in München liegt in der Altstadt und verläuft vom Rindermarkt bis zum Sendlinger Tor.

Geschichte

Der Oberanger ist (um ca. 1300) nach der ehemaligen Flurbezeichnung für die Felder jenseits der südlichen Stadtmauer benannt. Bei Entstehung der Stadt um 1158 floss hier der Angerbach, der die ältesten Straßen der Stadt mit Wasser versorgte. Zur Zeit der Herstellung der äußeren Stadtmauer (1319) hatten verschiedene Gewerbe von diesem Gebiet Besitz ergriffen. Sie bildeten eine Quelle des Wohlstandes von München. Hier hatten die Tuch- und Lodenmacher (Wattmanger), Lodenwirker, Leinweber, Wollenschläger und Färber ihre Werkstätten. Der »Hai«- oder »Hägeturm« am Ende der oberen Angergasse, unter dessen gotischen Gewölben der nunmehr überwölbte, die Mitte des Oberangers durchfließende Thorkanal in die Stadt floss, war der älteste Wasserreserveturm Münchens und wurde erst 1870 abgebrochen.[1]

Lage

Der Oberanger verläuft vom Rindermarkt, an der Kreuzung mit dem Rosental in südöstlicher Richtung bis zum Sendlinger Tor. Zahlreiche Straßen verbinden den Oberanger mit der westlich parallel laufenden Sendlinger Straße, so die Herzog-Wilhelm-Straße, Schmidstraße, Singlspielerstraße, Hermann-Sack-Straße, Dultstraße und das Rosental. Hinzu kommen Fußgängerpassagen wie etwa zum Angerblock oder Richtung Osten zum St.-Jakobs-Platz. Die Klosterhofstraße schafft eine Verbindung zum östlich verlaufenden Unteren Anger.

Commons: Oberanger (München) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Oberanger, Stadtgeschichte München. Abgerufen am 1. April 2023.

Koordinaten: 48° 8′ 1,6″ N, 11° 34′ 6″ O

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Oberanger
Maedchen auf Schildkroete Jean Henninger 1971 Oberanger 32 Muenchen-2.jpg
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München Oberanger 9 Orag-Haus BW 2017-03-15 17-40-30.jpg
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Oberanger 11; sog. Ignaz-Günther-Haus, viergeschossiges Satteldachrückgebäude mit Ohrwaschlgaube und Hausmadonna (Kopie), verbunden mit dem Haupthaus St.-Jakobs-Platz 20; Altmünchner Bürgerhaus, ehem. Wohnhaus Ignaz Günthers von 1761 bis 1775, im Kern spätmittelalterlich, Mitte 19. Jh. erneuert, 1975-77 wiederhergestellt. Linker Hausnachbar - ORAG-Haus - Oberanger 9 - 80311 München - Jakobsplatz, dreiseitig freistehendes Neubarockhaus, errichtet 1896-97 von Johann und Adam Graessel und Max Krauss - Ansicht von Osten - Haus der Bayerischen Schneidereigenossenschaft - Sie wurde 1881 gegründet und beliefert Maßschneider, Schulen, Theater und Opernhäuser sowie private Kunden, in diesem Ladengeschäft, mit Stoffen, Futter, Einlagen, Knöpfen, Fäden, Reißverschlüssen etc. - eine Tafel kündet davon, dass hier einmal ein Bad war: "Ein Bad vor Zeiten hier bestand, Gighanbad war es genannt".
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Gedenktafel am Oraghaus in München (südwestlich, zentral zwischen den Fenstern im 2. Stock)
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München, Fassadenansicht ORAG-Haus - Oberanger 9 - Jakobsplatz, dreiseitig freistehendes Neubarockhaus, errichtet 1896-97 von Johann und Adam Graessel und Max Krauss - Ansicht von Osten - Haus der Bayerischen Schneidereigenossenschaft - Sie wurde 1881 gegründet und beliefert Maßschneider, Schulen, Theater und Opernhäuser sowie private Kunden, in diesem Ladengeschäft, mit Stoffen, Futter, Einlagen, Knöpfen, Fäden, Reißverschlüssen etc. - eine Tafel kündet davon, dass hier einmal ein Bad war: "Ein Bad vor Zeiten hier bestand, Gighanbad war es genannt".
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