Nationalrat (Schweiz)

Nationalrat
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Basisdaten
Sitz:Bundeshaus in Bern
Legislaturperiode:vier Jahre
Abgeordnete:200
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl:18. Oktober 2015
Nächste Wahl:20. Oktober 2019
Vorsitz:Marina Carobbio Guscetti (SP)
Sitzverteilung:
  • SVP 64
  • SP 42
  • FDP 33
  • CVP 28
  • GPS 11
  • glp 8
  • BDP 7
  • EVP 2
  • Lega 2
  • MCG 1
  • PdA 1
  • parteilos 1
  • Website
    Nationalrat auf parlament.ch

    Der Nationalrat (abgekürzt NR; französisch Conseil national, CN; italienisch Consiglio nazionale; rätoromanisch ) ist die grosse Kammer des Parlaments der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit 200 Mitgliedern. Der Ständerat (kleine Kammer) ist die Vertretung der Kantone mit 46 Mitgliedern. Beide Parlamentskammern bilden zusammen die Bundesversammlung mit ihrem Sitz im Berner Bundeshaus.

    Organisation

    Nationalratssaal (Wintersession 2006)

    Mit 200 Mitgliedern bildet der Nationalrat die grosse Kammer des Parlamentssystems.

    Bei der Gründung des Bundesstaates 1848 war diese Anzahl noch nicht festgelegt, sondern ergab sich aus der Einwohnerzahl der einzelnen Kantone. Gemäss den Vorgaben der damaligen Bundesverfassung sollte ein Nationalratsmitglied 20'000 Einwohner repräsentieren. Daher verfügte der erste Nationalrat, der 1848 zusammentrat, über 111 Mitglieder.

    1963 schliesslich wurde die Zahl der Nationalratsmitglieder auf 200 festgelegt. Die Aufteilung auf die einzelnen Kantone erfolgt seither aufgrund der jeweiligen Volkszählungsergebnisse (inklusive Ausländer) nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren. Eine Änderung in der Verteilung erfolgte im Jahre 2003 nach den Ergebnissen der eidgenössischen Volkszählung aus dem Jahre 2000. Auch danach erfolgten von Zeit zu Zeit Änderungen der Sitzzuteilung. Jeder Kanton hat Anspruch auf mindestens einen Nationalrat. Eine detaillierte Tabelle zur Entwicklung der Sitzzahlen pro Kanton ist weiter unten zu finden.

    KantonNational-
    räte
    Kanton ZürichKanton Zürich Zürich35
    Kanton BernKanton Bern Bern25
    Kanton WaadtKanton Waadt Waadt18
    Kanton AargauKanton Aargau Aargau16
    Kanton St. GallenKanton St. Gallen St. Gallen12
    Kanton GenfKanton Genf Genf11
    Kanton LuzernKanton Luzern Luzern10
    Kanton TessinKanton Tessin Tessin8
    Kanton WallisKanton Wallis Wallis8
    Kanton Basel-LandschaftKanton Basel-Landschaft Basel-Landschaft7
    Kanton FreiburgKanton Freiburg Freiburg7
    Kanton SolothurnKanton Solothurn Solothurn6
    Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau6
    KantonNational-
    räte
    Kanton Basel-StadtKanton Basel-Stadt Basel-Stadt5
    Kanton GraubündenKanton Graubünden Graubünden5
    Kanton NeuenburgKanton Neuenburg Neuenburg4
    Kanton SchwyzKanton Schwyz Schwyz4
    Kanton ZugKanton Zug Zug3
    Kanton SchaffhausenKanton Schaffhausen Schaffhausen2
    Kanton JuraKanton Jura Jura2
    Kanton UriKanton Uri Uri1
    Kanton ObwaldenKanton Obwalden Obwalden1
    Kanton NidwaldenKanton Nidwalden Nidwalden1
    Kanton GlarusKanton Glarus Glarus1
    Kanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden1
    Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell Innerrhoden Appenzell Innerrhoden1

    Wahlverfahren

    Die Nationalräte werden alle vier Jahre für eine Legislaturperiode von vier Jahren vom Volk gewählt, die letzte Wahl fand am Sonntag, den 18. Oktober 2015, statt.

    Wähleranteil (Parteistärke) Nationalratswahl vom 18. Oktober 2015[1]
    Wahlbeteiligung: 48,4 %
     %
    30
    20
    10
    0
    29,4
    18,8
    16,4
    11,6
    7,1
    4,6
    4,1
    1,9
    6,1
    Gewinne und Verluste
    im Vergleich zu 2011
     %p
       4
       2
       0
      -2
      -4
    +2,8
    +0,1
    +1,3
    -0,7
    -1,3
    -0,8
    -1,3
    -0,1
    ± 0,0
    Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

    Die Wahl erfolgt seit 1919 nach der Annahme einer entsprechenden Volksinitiative mittels Proporzwahl, wobei jeder Kanton einen Wahlkreis bildet. Jeder Wahlkreis bildet ein in sich geschlossenes Wahlgebiet. Eine Sperrklausel, wie die beispielsweise in Deutschland übliche sogenannte Fünf-Prozent-Hürde, gibt es nicht, da in der Schweiz möglichst klare Fraktionsstärken zugunsten von Regierungsbildungen nicht elementar sind. Seit 1971 können Frauen bei Nationalratswahlen wählen und gewählt werden. Wahltag ist jeweils alle vier Jahre am zweitletzten Sonntag im Oktober.

    Seit der Modernisierung der Volkszählung und der Verwendung der Verwaltungsdaten zur Erhebung der Bevölkerungszahlen (2007) basiert die Verteilung der Sitzzahlen auf die Kantone auf dem Stand der ständigen Wohnbevölkerung (inklusive nicht Stimmberechtigter) im auf die letzten Gesamterneuerungswahlen folgenden Jahr.[2] Es gilt dabei der Grundsatz, dass jeder Kanton Anspruch auf mindestens einen Sitz hat. Die Sitze innerhalb der Kantone mit Anspruch auf mehr als einen Sitz werden nach Hare-Niemeyer verteilt. Kantone, die nur einen Vertreter in den Nationalrat entsenden können, wählen mittels Majorzwahl, wobei das relative Mehr entscheidet.

    Bei den Wahlen stellen die Parteien in den Kantonen Listen mit Kandidaten auf. Jede Liste enthält maximal so viele Kandidaten, wie dem Kanton Nationalratssitze zustehen. Jeder Stimmbürger kann somit so viele Personen wählen, wie seinem Kanton Nationalräte zustehen: ein Bewohner des Kantons Zürich also 35, ein Bewohner des Kantons Uri nur eine.

    Es ist möglich, einen oder mehrere Kandidaten doppelt aufzuführen. Ausserdem kann jede Partei mit mehreren Listen pro Kanton antreten (beispielsweise Männer- und Frauen-, Jugend- und Senioren-, in grösseren Kantonen auch Stadt- und Landlisten). Ebenfalls möglich ist eine Listenverbindung zwischen mehreren verschiedenen Parteien. Die Stimmbürger haben die Möglichkeit, die Listen unverändert abzugeben oder sie durch Kumulieren bzw. Panaschieren zu verändern. Einerseits kann der Wähler einem einzigen Kandidaten die Stimme geben und die restlichen seiner Partei überlassen. Andererseits ist es möglich, dass der Wähler die ihm zustehenden Stimmen auf Kandidaten von mehreren Parteien verteilt.

    Arbeiten des Nationalrats

    Das Vorzimmer des Nationalratsaals
    Nationalratssaal während einer Session

    Die Arbeiten und Kompetenzen des Nationalrates regelt das Bundesgesetz über die Bundesversammlung (Parlamentsgesetz) sowie der fünfte Titel der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Nationalrat bildet mit dem Ständerat die Bundesversammlung und übt unter Vorbehalt der Rechte von Volk und Ständen die oberste Gewalt in der Schweiz aus.[3] Beide Kammern werden als Räte bezeichnet. Der Nationalrat und der Ständerat tagen nicht ständig, sondern treffen sich regelmässig zu Sessionen.[4] In der Regel gibt es in einem Jahr vier Sessionen zu je drei Wochen, mit zwei bis fünf Sitzungstagen pro Woche. Die Frühjahrssession beginnt am ersten Montag im März, die Sommersession am ersten Montag im Juni, die Herbstsession nach dem Eidgenössischen Bettag und die Wintersession am letzten Montag im November.[5] Während der Sessionen werden die Gesetzesanträge debattiert; sofern die Sessionen nicht ausreichen, kann ein Rat für sich eine Sondersession einberufen.[6] Bei besonderen Ereignissen (politische Krisen, Kriegsfall etc.) kann ein Viertel der Mitglieder eines Rates oder der Bundesrat die Einberufung einer ausserordentlichen Session verlangen.[6] Bisher traf sich der Nationalrat achtmal zu einer ausserordentlichen Session, wobei diese in der Regel von der sozialdemokratischen Fraktion verlangt wurden.

    Ausserordentliche Sessionen des Nationalrates
    DatumAnlass/Ereignis
    Juli 1891Einführung des Banknotenmonopols
    6. und 7. Februar 1985Massnahmen gegen das Waldsterben
    9. bis 11. Oktober 1986Energiepolitik nach Tschernobyl
    22. und 23. Januar 1998Steuerschlupflöcher und Fusionen/Wirtschaftspolitik (Fusion UBS und SBV)
    16. November 2001Swissair-Finanzierung
    3. Oktober 2002Mindestzinssatz BVG («berufliche Vorsorge»)
    1. Oktober 2007Steuerfragen
    8. Dezember 2008Finanzkrise

    Sitzverteilung

    Nach Parteien

    2011[7]2015[8]
    ParteiSitzeWähleranteil
    in Prozent
    SitzeWähleranteil
    in Prozent
    SVP5426,66529,4
    SP4618,74318,8
    FDP3015,13316,4
    CVP2812,32711,6
    GPS158,4117,1
    glp125,474,6
    BDP95,474,1
    EVP22,021,9
    Lega20,821,0
    PdA/Sol0,910,8
    CSP OW10,410,4
    MCR10,410,3

    In den Wahlkreisen erfolgt die Sitzzuteilung wiederum nach dem Hagenbach-Bischoff-Verfahren. Zunächst werden nicht die Stimmenanzahlen der einzelnen Listen, sondern die der Listenverbindungen berücksichtigt. Erst nach stimmenproportionaler Verteilung aller im Wahlkreis zu vergebenden Sitze auf die einzelnen Listenverbindungen werden die errungenen Sitze innerhalb der Listenverbindungen auf die einzelnen Listen wiederum nach Hagenbach-Bischoff unterverteilt.

    Gewählt sind auf den Parteilisten die Kandidaten gemäss den erhaltenen Stimmenzahlen. Nachträgliche Umreihungen durch die Parteizentralen, um als wichtig erachteten Kandidaten doch den Einzug in den Nationalrat zu sichern, sind nicht möglich. Eine Abwahl oder ein Ausschluss eines Mitglieds des Nationalrats ist nicht möglich. Auch die vorzeitige Auflösung des Nationalrates ist in der Verfassung nicht vorgesehen. Nur im Falle einer vom Volk beschlossenen Totalrevision der Bundesverfassung wird die gesamte Bundesversammlung (National- und Ständerat) aufgelöst und neu gewählt.

    1995 setzte nach einer längeren Phase der parteipolitischen Stabilität die Polarisierung im schweizerischen Parteiensystem ein. Sie brachte vor allem der SVP Stimmengewinne. Gleichzeitig verschwanden mit der Freiheitspartei oder dem Landesring verschiedene Parteien auf nationaler Ebene. Da die Parteien an den Polen gestärkt wurden, spricht man häufig auch von Polarisierung oder Bipolarisierung.

    Historischer Verlauf des Wähleranteils der einzelnen Parteien

    Nach Kantonen

    Entwicklung der Sitzzahlen
    Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Sitze den Kantonen im Verlaufe der Jahre zustanden. Bis einschliesslich 2011 waren die Ergebnisse der alle zehn Jahre stattfindenden Volkszählungen massgeblich, ab 2015 werden zur Verteilung die Einwohnerregister herangezogen.[9][10]

    Kanton18481851–
    1860
    1863–
    1869
    1872–
    1878
    1881–
    1887
    1890–
    1899
    1902–
    1908
    1911–
    1919
    1922–
    1928
    1931–
    1939
    1943–
    1947
    1951–
    1959
    1963–
    1967
    1971–
    1979
    1983–
    1987
    1991–
    1999
    2003–
    2011
    20152019[11][12]
    Kanton AargauKanton Aargau Aargau9101010101010121212121313141415151616
    Kanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden2222333332222222111
    Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell Innerrhoden Appenzell Innerrhoden1111111111111111111
    Kanton Basel-LandschaftKanton Basel-Landschaft Basel-Landschaft2233333444445777777
    Kanton Basel-StadtKanton Basel-Stadt Basel-Stadt1122346777888766555
    Kanton BernKanton Bern Bern2023232527272932343133333331a2927262524
    Kanton FreiburgKanton Freiburg Freiburg5556666777776666777
    Kanton GenfKanton Genf Genf33445578988810111111111112
    Kanton GlarusKanton Glarus Glarus1222222222222111111
    Kanton GraubündenKanton Graubünden Graubünden4455555666665555555
    Kanton JuraKanton Jura Jura2b22222
    Kanton LuzernKanton Luzern Luzern6777777899999991010109
    Kanton NeuenburgKanton Neuenburg Neuenburg3445556776555555544
    Kanton NidwaldenKanton Nidwalden Nidwalden1111111111111111111
    Kanton ObwaldenKanton Obwalden Obwalden1111111111111111111
    Kanton SchaffhausenKanton Schaffhausen Schaffhausen2222222232222222222
    Kanton SchwyzKanton Schwyz Schwyz2222333333333333444
    Kanton SolothurnKanton Solothurn Solothurn3334445677777777766
    Kanton St. GallenKanton St. Gallen St. Gallen88910101113151513131313121212121212
    Kanton TessinKanton Tessin Tessin6666767887777888888
    Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau4455556776666666666
    Kanton UriKanton Uri Uri1111111111111111111
    Kanton WaadtKanton Waadt Waadt9101111121214161615161616161717181819
    Kanton WallisKanton Wallis Wallis4455556666777777788
    Kanton ZugKanton Zug Zug1111111122222223333
    Kanton ZürichKanton Zürich Zürich12131314161722252728313235353534343535
    Schweiz111120128135145147167189198187194196200200200200200200200

    a 1979 gingen zwei Sitze vom Kanton Bern an den neu gegründeten Kanton Jura
    b der Kanton Jura erhielt 1979 zwei Sitze vom Kanton Bern

    Durch einen Sitz vertretene Bevölkerung
    Durch den Verteilungsschlüssel nach ständiger Wohnbevölkerung repräsentiert ein Nationalrat im Durchschnitt 0,5 % der Wohnbevölkerung der Schweiz. Im für die Wahlen von 2015 massgeblichen Jahr 2012 betrug dieser Wert 40'195 (ständige Wohnbevölkerung 8'039'060 Personen per 31. Dezember 2012). Durch die diskrete Verteilung auf Kantone und die Klausel, dass jedem Kanton mindestens ein Sitz zusteht, variiert diese Zahl aber von Kanton zu Kanton, zwischen 15'717 (Appenzell Innerrhoden) und 53'438 (Appenzell Ausserrhoden). Mit Ausnahme der extremen Werte in Appenzell liegt die vertretene Bevölkerung pro Sitz zwischen 35'471 und 43'638 Einwohnern, d. h. von −11,8 % unter bis +8,6 % über dem Durchschnitt. Die Zahl der Wahlberechtigten pro Nationalratssitz (bei 5'124'034 Personen bei der Wahl von 2011 im Schnitt 25'620) lag bei den Wahlen 2011 (mit Ausnahme der Appenzell) zwischen 21'830 (Genf mit überdurchschnittlich hohem Ausländeranteil) und 27'459 (Bern) Personen, oder –14,8 % bis +7,2 % Abweichung vom Durchschnitt.

    Kanton2011 Wahlen (Wohnbevölkerung Ende 2009)2015 Wahlen (Wohnbevölkerung Ende 2012)
    SitzeWohnbevölkerungBevölkerung
    pro Sitz
    Wahlberechtigte[13] Wahlberechtigte
    pro Sitz
    SitzeWohnbevölkerung[14]Bevölkerung
    pro Sitz
    Kanton ZürichKanton Zürich Zürich34 1 406 08341 355877 81725 81835 1 408 57540 245
    Kanton BernKanton Bern Bern26 985 04637 886713 93827 45925 992 61739 705
    Kanton LuzernKanton Luzern Luzern10 381 96638 197260 10126 01010 386 08238 608
    Kanton UriKanton Uri Uri1 35 38235 38226 11026 1101 35 69335 693
    Kanton SchwyzKanton Schwyz Schwyz4 147 90436 97698 19324 5484 149 83037 458
    Kanton ObwaldenKanton Obwalden Obwalden1 35 87835 87825 22125 2211 36 11536 115
    Kanton NidwaldenKanton Nidwalden Nidwalden1 41 31141 31130 36330 3631 41 58441 584
    Kanton GlarusKanton Glarus Glarus1 39 21739 21726 07826 0781 39 36939 369
    Kanton ZugKanton Zug Zug3 113 59737 86671 84523 9483 116 57538 858
    Kanton FreiburgKanton Freiburg Freiburg7 284 66840 667185 48526 4987 291 39541 628
    Kanton SolothurnKanton Solothurn Solothurn7 259 83637 119173 35624 7656 259 28343 214
    Kanton Basel-StadtKanton Basel-Stadt Basel-Stadt5 194 09038 818114 06422 8135 187 42537 485
    Kanton Basel-LandschaftKanton Basel-Landschaft Basel-Landschaft7 277 97339 710186 80626 6877 276 53739 505
    Kanton SchaffhausenKanton Schaffhausen Schaffhausen2 77 13938 57049 78324 8922 77 95538 978
    Kanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden1 53 31353 31337 67837 6781 53 43853 438
    Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell Innerrhoden Appenzell Innerrhoden1 15 78915 78911 35811 3581 15 71715 717
    Kanton St. GallenKanton St. Gallen St. Gallen12 483 10140 258311 49525 95812 487 06040 588
    Kanton GraubündenKanton Graubünden Graubünden5 193 38838 678135 14127 0285 193 92038 784
    Kanton AargauKanton Aargau Aargau15 624 68141 645399 09226 60616 627 34039 209
    Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau6 254 52842 421160 45326 7426 256 21342 702
    Kanton TessinKanton Tessin Tessin8 336 94342 118212 10326 5138 341 65242 707
    Kanton WaadtKanton Waadt Waadt18 725 94440 330410 95622 83118 734 35640 798
    Kanton WallisKanton Wallis Wallis7 317 02245 289205 91725 7398 321 73240 217
    Kanton NeuenburgKanton Neuenburg Neuenburg5 173 18334 637109 92621 9854 174 55443 638
    Kanton GenfKanton Genf Genf11 472 53042 957240 12621 83011 463 10142 100
    Kanton JuraKanton Jura Jura2 70 54235 27150 62925 3152 70 94235 471

    Kompetenzen

    Die beiden Kammern Nationalrat und Ständerat sind staatsrechtlich gesehen völlig gleichberechtigt – ein Beschluss ist nur gültig, wenn er von beiden Kammern in derselben Fassung verabschiedet wird. Alle Geschäfte werden nacheinander von beiden Räten behandelt. Die Ratsvorsitzenden legen gemeinsam fest, welcher Rat ein Geschäft zuerst behandelt («Erstrat»).

    Können sich National- und Ständerat nach der ersten Behandlung nicht auf einen gemeinsamen Text einigen, so findet ein Differenzbereinigungsverfahren statt, wobei das Geschäft zwischen beiden Räten hin- und herpendelt. Nach drei erfolglosen Durchgängen muss die Einigungskonferenz auf den Plan treten. Weitere Erläuterungen zu diesem Prozedere: Gesetzgebungsverfahren (Schweiz).

    Jeweils für ein Jahr wählt der Nationalrat den Nationalratspräsidenten, welcher die Sitzungen des Nationalrats und der Vereinigten Bundesversammlung leitet. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung ist protokollarisch aber nicht er der «höchste Schweizer», sondern der Bundespräsident.

    Entschädigung

    Die Entschädigung der Abgeordneten wird im Parlamentsressourcengesetz[15] geregelt, ergänzt durch die Parlamentsressourcenverordnung.[16] Das Gesetz wurde zuletzt im Juni 2012 geändert.

    Ein Nationalratsmitglied erhält als Jahreseinkommen 26'000 Fr. zuzüglich Taggelder zu 440 Fr. pro anwesendem Sitzungstag. Die Spesenentschädigungen betragen pro Jahr grundsätzlich 33'000 Fr. zuzüglich Mahlzeitenentschädigungen zu 115 Fr. pro Tag und Übernachtungsentschädigungen zu 180 Fr. pro Tag. Es kommen noch diverse Vergütungen hinzu. Beispielsweise hat jeder Parlamentarier Anrecht auf ein Generalabonnement der 1. Klasse der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) oder den Wert desselben als pauschale Entschädigung für Reisen im Inland. Wer mit dem Auto anreist, erhält die Parkgebühren erstattet. Schäden an diesen Fahrzeugen, die während der Fahrten nach Bern und zurück an den Wohnort entstehen, zahlt ebenfalls der Bund.

    Im Jahr 2010 Betrug die Summe dieser Entschädigungen und Vergütungen im Durchschnitt 133'000 Fr.[17]

    Jean-Luc Addor | SVP | * 22. April 1964 | VSAndreas Aebi | SVP | * 26. November 1958 | BEMatthias Aebischer | SP | * 18. Oktober 1967 | BEThomas Aeschi | Fraktionspräsident | SVP | * 13. Januar 1979 | ZGCéline Amaudruz | SVP | * 15. März 1979 | GEViola Amherd | CVP | * 7. Juni 1962 | VSThomas Ammann | CVP | * 13. Juli 1964 | SGAdrian Amstutz | SVP | * 2. Dezember 1953 | BEBeat Arnold | SVP | *  24. April 1978 | URSibel Arslan | GPS | * 23. Juni 1980 | BSJacqueline Badran | SP | * 12. November 1961 | ZHGuillaume Barazzone | CVP | * 13. Januar 1982 | GEAngelo Barrile | SP | * 22.08.1976 | ZHPhilippe Bauer | FDP | * 9. April 1962 | NEMartin Bäumle | glp | * 3. Juni 1964 | ZHClaude Béglé | CVP | * 4. Dezember 1949 | VDSamuel Bendahan | SP | * 11. Juni 1980 | VDKathrin Bertschy | glp | * 2. Juli 1979 | BEHans-Ulrich Bigler | FDP | * 5. April 1958 | ZHPrisca Birrer-Heimo | SP | * 4. Februar 1959 | LUFrédéric Borloz | FDP | * 22. April 1966 | VDJacques Bourgeois | FDP | * 14. März 1958 | FRHeinz Brand | 2. Vizepräsident | SVP | * 6. September 1955 | GRDaniel Brélaz | GPS | *  4. Januar 1950 | VDHansjörg Brunner | FDP | * 23. November 1966 | TGToni Brunner | SVP | * 23. August 1974 | SGRoland Rino Büchel | Stimmenzähler | SVP | * 8. Oktober 1965 | SGMichaël Buffat | SVP | * 27. September 1979 | VDManfred Bühler | SVP | * 10. April 1979 | BEChristine Bulliard-Marbach | CVP | * 13. Oktober 1959 | FRThomas Burgherr | SVP | * 1. August 1962 | AGThierry Burkart | Stimmenzähler | FDP | * 21. August 1975 | AGDuri Campell | BDP | * 5. April 1963 | GRMartin Candinas | CVP | * 20. August 1980 | GRMarina Carobbio Guscetti | Nationalratspräsidentin  | SP | * 12. Juni 1966 | TIRocco Cattaneo | FDP | * 6. Dezember 1958 | TIIsabelle Chevalley | glp | * 13. April 1972 | VDMarco Chiesa | SVP | * 10. Oktober 1974 | TIRaymond Clottu | Stimmenzähler | SVP | * 18. Dezember 1967 | NEThomas de Courten | SVP | * 29. Juli 1966 | BLBrigitte Crottaz | SP | * 6. Okotber 1957 | VDDominique de Buman | CVP | * 28. April 1956 | FRFathi Derder | FDP | * 4. Dezember 1970 | VDMarcel Dettling | SVP | * 1. Februar 1981 | SZMarcel Dobler | FDP | * 29. August 1980 | SGThomas Egger | CVP | * 15. August 1967 | VSHans Egloff | SVP | * 27. November 1959 | ZHCorina Eichenberger-Walther | FDP | * 14. Oktober 1954 | AGYvette Estermann | Stimmenzählerin | SVP | * 26. Februar 1967 | LUChristoph Eymann | FDP | * 15. Januar 1951 | BSDaniel Fässler | CVP | * 22. August 1960 | AILaurence Fehlmann Rielle | SP | * 11. September 1955 | GEOlivier Feller | FDP | * 30. August 1974 | VDYvonne Feri | SP | * 21. März 1966 | AGDoris Fiala | FDP | * 29. Januar 1957 | ZHBeat Flach | glp | * 21. Januar 1965 | AGSylvia Flückiger-Bäni | SVP | * 1. Juni 1952 | AGKurt Fluri | FDP | * 19. August 1955 | SOSebastian Frehner | SVP | * 2. September 1973 | BSDaniel Frei | SP | * 1979 | ZHPierre-Alain Fridez | Stimmenzähler | SP | * 20. November 1957 | JUClaudia Friedl | SP | * 19. Juli 1960 | SGAndrea Martina Geissbühler | SVP | * 3. August 1976 | BEBenoît Genecand | Stimmenzähler | FDP | * 28. Januar 1964 | GEUlrich Giezendanner | SVP | * 31. Oktober 1953 | AGBastien Girod | GPS | * 21. Dezember 1980 | ZHAndreas Glarner | SVP | * 9. Oktober 1962 | AGIda Glanzmann-Hunkeler | CVP | * 29. September 1958 | LUBalthasar Glättli | Fraktionspräsident | GPS | * 12. Februar 1972 | ZHAlice Glauser-Zufferey | SVP | * 18. Oktober 1954 | VDAlois Gmür | CVP | * 3. April 1955 | SZAndrea Gmür-Schönenberger | CVP | * 17. Juli 1964 | LURoger Golay | Stimmenzähler | MCG | * 23. September 1959 | GEPetra Gössi | Parteipräsidentin | FDP | * 12. Januar 1976 | SZMaya Graf | GPS | * 28. Februar 1962 | BLEdith Graf-Litscher | Stimmenzählerin | SP | * 25. März 1964 | TGJean-Pierre Grin-Hofmann | SVP | * 16. März 1947 | VDJürg Grossen | glp | * 24. August 1969 | BEHans Grunder | BDP | * 13. Juni 1956 | BEFranz Grüter | SVP | * 29. Juli 1963 | LUJean-Paul Gschwind | CVP | * 31. Oktober 1952 | JUNiklaus «Nik» Samuel Gugger | EVP | * 1. Mai 1970 | ZHBernhard Guhl | BDP | * 10. Juni 1972 | AGDiana Gutjahr | SVP | * 13. Januar 1984 | TGBarbara Gysi | SP | * 14. Mai 1964 | SGPhilipp Hadorn | SP | * 6. Februar 1967 | SOThomas Hardegger | SP | * 2. April 1956 | ZHMarkus Hausammann | SVP | * 20. September 1964 | TGAlfred Heer | SVP | * 12. Oktober 1961 | ZHBea Heim | SP | * 7. April 1946 | SOErich Hess | SVP | * 25. März 1981 | BEVerena Herzog | SVP | * 7. Februar 1956 | TGLorenz Hess | BDP | * 28. Juni 1961 | BEHugues Hiltpold | FDP | * 5. Mai 1969 | GERuth Humbel Näf | CVP | * 23. Juli 1957 | AGThomas Hurter | SVP | * 1. November 1963 | SHChristian Imark | SVP | * 29. Januar 1982 | SOBeat Jans | SP | * 12. Juli 1964 | BSMatthias Jauslin | FDP | * 22. April 1962 | AGIrène Kälin | GPS | * 6. Februar 1987 | AGBarbara Keller-Inhelder | SVP | * 24. August 1968 | SGPeter Keller | SVP | * 22. April 1971 | NWMargret Kiener Nellen | SP | * 17. April 1953 | BEHansjörg Knecht | SVP | * 24. März 1960 | AGRoger Köppel | SVP | * 21. März 1965 | ZHPhilipp Kutter | CVP | * 31. August 1975 | ZHMartin Landolt | Parteipräsident | BDP | * 30. Juni 1968 | GLChristian Lohr | CVP | * 5. April 1962 | TGChristian Lüscher | FDP | * 6. Dezember 1963 | GEJacques-André Maire | SP | * 25. Mai 1957 | NEAda Marra | SP | * 10. März 1973 | VDGéraldine Marchand-Balet | CVP | * 18. Januar 1971 | VSChrista Markwalder | FDP | * 27. Juli 1975 | BEMin Li Marti | SP | * 1. Juni 1974 | ZHSamira Marti | SP | * 23. Januar 1994 | BLMagdalena Martullo-Blocher | SVP | * 13. August 1969 | GRNadine Masshardt | SP | * 4. Oktober 1984 | BEThomas Matter | SVP | * 23. März 1966 | ZHAdèle Thorens Goumaz | GPS | * 15. Dezember 1971 | VDGiovanni Merlini | FDP | * 27.05.1962 | TIMattea Meyer | SP | * 9. November 1987 | ZHFabian Molina | SP | * 8. Juli 1990 | ZHIsabelle Moret | 1. Vizepräsidentin | FDP | * 30. Dezember 1970 | VDTiana Angelina Moser | Fraktionspräsidentin | glp | * 6. April 1979 | ZHLeo Müller | CVP | * 4. Juli 1958 | LUWalter Müller | FDP | * 25. April 1948 | SGStefan Müller-Altermatt | CVP | * 17. Juni 1976 | SOThomas Müller | SVP | * 1. Dezember 1952 | SGMartina Munz | SP | * 26. Dezember 1955 | SHFelix Müri | SVP | * 22. Januar 1958 | LUMartin Naef | SP | * 10. November 1970 | ZHPhilippe Nantermod | FDP | * 27. März 1984 | VSJacques Nicolet | SVP | * 24. Oktober 1965 | VDYves Nidegger | SVP | * 17. Mai 1957 | GERoger Nordmann | Fraktionspräsident | SP | * 23. März 1973 | VDEric Nussbaumer | SP | * 11. Juli 1960 | BLNicolo Paganini | CVP | * 8. Juni 1966 | SGPierre-André Page | SVP | * 19. April 1960 | FRRoberta Pantani | Lega | * 19. September 1965 | TICorrado Pardini | SP | * 19. Juni 1965 | BEBruno Pezzatti | FDP | * 4. März 1951 | ZGGerhard Pfister | Parteipräsident | CVP | * 1. Oktober 1962 | ZGNadja Pieren | SVP | * 14. Februar 1980 | BEValérie Piller Carrard | SP | * 9. September 1978 | FRHans-Peter Portmann | FDP | * 22. Februar 1963 | ZHRosmarie Quadranti | Fraktionspräsidentin | BDP | * 18. Juli 1957 | ZHLorenzo Quadri | Lega | * 5. November 1974 | TIFabio Regazzi | CVP | * 22. Juni 1962 | TILukas Reimann | SVP | * 18. September 1982 | SGMaximilian Reimann | SVP | * 7. Mai 1942 | AGLisa Mazzone | GPS | *  25. Januar 1988 | GEMathias Reynard | SP | * 7. September 1987 | VSNatalie Rickli | SVP | * 19. November 1976 | ZHKathy Riklin | CVP | * 21. Oktober 1952 | ZHJean-François Rime | SVP | * 28. Juni 1950 | FRMarkus Ritter | CVP | * 19. April 1967 | SGBenjamin Roduit | CVP | * 22. November 1962 | VSMarco Romano | CVP | * 6. November 1982 | TIAlbert Rösti | Parteipräsident | SVP | * 7. August 1967 | BERebecca Ruiz | SP | * 4. Februar 1982 | VDFranz Ruppen | SVP | * 24. Februar 1971 | VSGregor A. Rutz | SVP | * 12. Oktober 1972 | ZHRegula Rytz | Parteipräsidentin | GPS | * 2. März 1962 | BEWerner Salzmann | SVP | * 5. November 1962 | BERegine Sauter | FDP | * 16. April 1966 | ZHLouis Schelbert | GPS | * 3. Oktober 1952 | LUSilvia Schenker | SP | * 17. Januar 1954 | BSPeter Schilliger | FDP | * 1. Juni 1959 | LUDaniela Schneeberger | FDP | * 19. September 1967 | BLElisabeth Schneider-Schneiter | CVP | * 19. Februar 1964 | BLUrsula Schneider Schüttel | SP | * 26. November 1961 | VDPirmin Schwander | SVP | * 28. Dezember 1961 | SZPriska Seiler Graf | SP | * 29. August 1968 | ZHSilva Semadeni | SP | * 8. Februar 1952 | GRErich von Siebenthal | SVP | * 30. Dezember 1958 | BEHeinz Siegenthaler | BDP | * 11. Oktober 1955 | BESandra Sollberger | SVP | * 27. Oktober 1973 | BLCarlo Sommaruga | SP | * 8. Juli 1959 | GEJürg Stahl | SVP | * 16. Januar 1968 | ZHLuzi Stamm | SVP | * 9. September 1952 | AGBarbara Steinemann | SVP | * 18. Juni 1976 | ZHMarianne Streiff-Feller | EVP | * 17. August 1957 | BEDenis de la Reussille | PdA | * 24. Oktober 1960 | NEMichael Töngi | GPS | * 16. März 1967 | LUManuel Tornare | SP | * 20. April 1951 | GEAline Trede | GPS | * 26. August 1983 | BEMauro Tuena | SVP | * 25. Januar 1972 | ZHAlbert Vitali | FDP | * 26. Juni 1955 | LUKarl Vogler | CSP OW | * 24. März 1956 | OWHans-Ueli Vogt | SVP | * 5. Dezember 1969 | ZHBruno Walliser | SVP | * 11. April 1966 | ZHBeat Walti | Fraktionspräsident | FDP | * 22. November 1968 | ZHChristian Wasserfallen | FDP | * 30. Juni 1981 | BEFlavia Wasserfallen | SP | * 7. Februar 1979 | BELaurent Wehrli | FDP | * 4. Juni 1965 | VDThomas Weibel | glp | * 14. Juli 1954 | ZHCédric Wermuth | SP | * 19. Februar 1986 | AGWalter Wobmann | SVP | * 21. November 1957 | SOAdrian Wüthrich | SP | * 7. Mai 1980 | BEClaudio Zanetti | SVP | * 16. Juni 1967 | ZHDavid Zuberbühler | SVP | * 20. Februar 1979 | ARBerichterstatter/inBerichterstatter/inBundesrat/rätinBundesrat/rätinBundesrat/rätinBundesrat/rätinBundesrat/rätinBundesrat/rätinGeneralsekretär/inRedner/inRatssekretäre/innenRatssekretäre/innenSozialdemokratische Fraktion der Bundesversammlung (S)Fraktion CVP/EVP der Bundesversammlung (CE)Grüne Fraktion der Bundesversammlung (G)Fraktion der Bürgerlich-Demokratischen Partei der Bundesversammlung (BD)Fraktion der Schweizerischen Volkspartei der Bundesversammlung (V)FDP-Liberale Fraktion der Bundesversammlung (RL)Grünliberale Fraktion der Bundesversammlung (GL)
    Sitzordnung Nationalrat im Amtsjahr 2018/19 nach Fraktion

    Mitglieder

    Sitzungsprotokolle

    Arbeitsplätze zur Protokollierung der Reden in National- und Ständerat; wegen der Bundeshausrenovation wurden die Arbeitsplätze vom Parlamentsgebäude ins Bundeshaus Ost verlegt.
    Deckblatt einer gedruckten Ausgabe des Bulletins

    Die Wortprotokolle des Nationalrates werden im Amtlichen Bulletin der Bundesversammlung veröffentlicht. Ab 1891 wurden Plenardebatten über referendumsfähige Erlasse als «Amtliches stenographisches Bülletin» auf Papier niedergeschrieben und veröffentlicht. Ab 1960 wurden die Ratsverhandlungen auf Tonbänder aufgenommen, und Stenographen wurden durch Redaktoren ersetzt. 1963 wurden die Wortprotokolle in «Amtliches Bulletin» umbenannt. Ab den 1990er-Jahren wurden vermehrt elektronische Hilfsmittel eingesetzt. Seit 1995 werden die Protokolle im Internet und seit 1997 auf CD-ROM publiziert.

    Das Jahresabonnement der gedruckten Version des Amtlichen Bulletins mit den vier Ratssessionen wird vom Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung für 95 Schweizer Franken verkauft.

    Arbeitssprachen

    Die Debatten im Nationalrat werden in deutsch, französisch und italienisch simultanübersetzt. Die Nationalräte können sich an ihren Plätzen bei Bedarf das Gesagte über Kopfhörer in der Übersetzung anhören. Die Dolmetscher im Nationalrat gehören zum sogenannten Sprachdienst der Parlamentsdienste der Bundesversammlung. Im Ständerat gibt es dagegen keine Übersetzung.[18][19][20][21]

    Weblinks

     Commons: Nationalrat (Schweiz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    1. Bundesamt für Statistik: Nationalratswahlen: Übersicht Schweiz. Abgerufen am 19. Oktober 2015.
    2. Bundesgesetz über die politischen Rechte (SR 161.1), Art. 161 «Verteilung der Sitze auf die Kantone», in Kraft seit dem 1. Januar 2008.
    3. Art. 148 BV
    4. Art. 151 BV
    5. parlament.ch: Faktenblatt zu den Sessionen (PDF, 77 KB) – Achtung: Startet sofortigen Download.
    6. a b Art. 2 ParlG
    7. Schweizer Parlamentswahlen 2011
    8. Schweizer Parlamentswahlen 2015
    9. verschiedene Ausgaben des Bundesblattes
    10. Erich Gruner: Die Wahlen in den Schweizerischen Nationalrat 1848–1919. Band 3. Francke Verlag, Bern 1978, ISBN 3-7720-1445-3.
    11. Medienmitteilung der Bundeskanzlei zur "Änderungen bei der Sitzverteilung auf die Kantone für die Nationalratswahlen 2019"
    12. Lukas Leuzinger: Bevölkerungsentwicklung: Wie sich die Gewichte im Nationalrat mittelfristig verschieben dürften In: Neue Zürcher Zeitung vom 30. August 2017
    13. Nationalratswahlen 2011: Wahlberechtigte, Wählende, Wahlbeteiligung (bfs.admin.ch) (Memento des Originals vom 16. November 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bfs.admin.ch
    14. Bundesamt für Statistik: Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton und Bevölkerungstyp. Abgerufen am 19. Oktober 2015.
    15. Parlamentsressourcengesetz (PDF; 116 kB)
    16. Parlamentsressourcenverordnung (PDF; 118 kB)
    17. So viel verdient ein Bundespolitiker (mindestens), Blick-Online, 9. August 2011
    18. Aufgaben der Parlamentsdienste – Sprachdienst (Memento des Originals vom 23. September 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.parlament.ch, parlament.ch, abgerufen: 24. September 2010
    19. Schweiz-Facts – Eine kleine Staats- und Landeskunde (Memento des Originals vom 21. September 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeshaus-radio.ch, bundeshaus-radio.ch, abgerufen: 24. September 2010
    20. Sprachen in der Schweiz, swissinfo.ch, 12. April 2010
    21. Über den Köpfen der Parlamentarier, swissinfo.ch, 26. September 2003

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