Music (Madonna-Album)

Music
Studioalbum von Madonna

Veröffent-
lichung(en)

18. September 2000[1]

Label(s)Maverick Records, Warner Bros.

Format(e)

CD, LP, MC

Genre(s)

Electronica, Dance-Pop

Titel (Anzahl)

10/11/12

Länge

44:33

Besetzung

  • Madonna
  • Mark “Spike” Stent

Produktion

  • Madonna
  • Mirwais Ahmadzaï
  • William Orbit
  • Guy Sigsworth
  • Mark “Spike” Stent
  • Talvin Singh

Studio(s)

Sarm West und East Studios, London/England

Chronologie
Ray of Light
(1998)
MusicGHV2
(2001)

Music ist das achte Studioalbum von Madonna. Es erschien im September 2000.

Hintergrund

Music ist das Nachfolgealbum des mehrfach Grammy-prämierten Albums Ray of Light, das sich 26 Millionen Mal verkaufte. Dieses Album orientiert sich stärker am US-amerikanischen Airplay, dominiert von (computerverzerrten) Gitarren und einer durch Vocoder verfremdeten Stimme. Das Album unterscheidet sich stark von Madonnas vorherigen Alben und wurde hauptsächlich von dem progressiven Underground-Musiker Mirwais produziert, dessen Clubhits Disco Science (2000) und Naive Song Madonna stark beeindruckt hatten. So finden sich Sounds und Fragmente seiner Alben Mirwais (1999) und Production (2000) auf Music wieder.

Die Singles liefen erfolgreich in den Charts – vor allem die Vorabsingle American Pie, die allerdings gegen Madonnas Willen auf der europäischen und asiatischen Ausgabe des Albums platziert wurde. In den USA wurde der Nummer-1-Hit dagegen nicht veröffentlicht.

Einen noch größeren Erfolg konnte die Titelsingle Music verzeichnen, deren Video einen langanhaltenden Mode-Trend (Cowboyhut und Hüfthosen) auslöste. Auch die folgenden Singles platzierten sich erfolgreich in den Charts: Don’t Tell Me, deren Video erneut das Cowboythema aufgriff und What It Feels Like For a Girl, für das ein verstörend kontroverses Video von ihrem damaligen Ehemann, dem Regisseur Guy Ritchie, gedreht wurde. Der Song selbst trat nur als Tranceremix vom erfolgreichen britischen DJ Trio Above & Beyond in Erscheinung. Der Song Paradise (Not for Me) war ursprünglich auf Mirwais Album enthalten, doch Madonna übernahm ihn letztlich in einer leicht geänderten Fassung für dieses Album und drehte auch ein Video dazu, das auf der Drowned World Tour aufgeführt wurde.

Ein weiterer Streit zwischen Madonna und der Plattenfirma Warner Bros. verhinderte eine letzte Singleauskopplung: Warner Bros. bestand auf Amazing (woraus die wenigen Promosingles resultieren) – im Gegenzug weigerte sich Madonna, den Song auf der damaligen Drowned World Tour zu spielen, um ein Live-Video zu verhindern. Sie bestand auf Impressive Instant als letzte Single. Der Plattenfirma schien der Technosong als zu riskant – er erschien letztlich nur als Promosingle und erreichte so Platz eins der US-amerikanischen Billboard Hot Dance Music/Club Play Charts.

Music war auch in anderer Hinsicht eine Premiere: Erstmals war ein komplettes Album fast drei Monate vor der eigentlichen Veröffentlichung im Internet in Tauschbörsen wie Napster erhältlich. Sogar die offizielle Homepage von Madonna wurde gehackt. Mehrere Stunden lang konnte man dort das komplette Album (und Bootleg-Remixe) herunterladen – was den Erfolg des Albums allerdings nicht gefährdete: Es wurde von Kritik und Fans gut aufgenommen und verkaufte sich mit 15 Millionen Exemplaren ähnlich gut wie der Vorgänger Ray of Light. Beworben wurde das Album mit zwei Konzerten, auf denen die neuen Songs vorgestellt wurden: das erste in New York City (Roseland Ballroom) und das zweite in London (Brixton Academy). Die Konzerte wurden live im Internet übertragen.

2006 wurde das Album als eines der Capital Gold’s All-Time Top 500 der britischen Charts ausgezeichnet.

Als einziges Madonna-Album ist Music in der Liste der „500 besten Alben aller Zeiten“ des deutschsprachigen Rolling Stone aus dem Jahr 2004 vertreten (auf Platz 310).

Titelliste

#TitelSongwritingProduktionLänge
1.MusicMadonna, Mirwais AhmadzaïMadonna, Mirwais3:44
2.Impressive InstantMadonna, MirwaisMadonna, Mirwais3:37
3.Runaway LoverMadonna, William OrbitMadonna, Orbit4:46
4.I Deserve ItMadonna, MirwaisMadonna, Mirwais4:23
5.AmazingMadonna, OrbitMadonna, Orbit3:43
6.Nobody’s PerfectMadonna, MirwaisMadonna, Mirwais4:58
7.Don’t Tell MeMadonna, Mirwais, Joe HenryMadonna, Mirwais4:40
8.What It Feels Like For A GirlMadonna, Guy SigsworthMadonna, Sigsworth, Mark „Spike“ Stent4:43
9.Paradise (Not For Me)Madonna, MirwaisMadonna, Mirwais6:33
10.GoneMadonna, Damian Le Gassick, Nik YoungMadonna, Orbit, Stent3:24

Bonus-Track

#TitelSongwritingProduktionLänge
11.American PieDon McLeanMadonna, Orbit4:33

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Album

Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[2]1 (50 Wo.)50
 Österreich (Ö3)[2]1 (37 Wo.)37
 Schweiz (IFPI)[2]1 (42 Wo.)42
 Vereinigte Staaten (Billboard)[2]1 (55 Wo.)55
 Vereinigtes Königreich (OCC)[2]1 (73 Wo.)73
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (2000)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[3]13
 Österreich (Ö3)[4]16
 Schweiz (IFPI)[5]8
 Vereinigtes Königreich (OCC)[6]10
ChartsJahres­charts (2001)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[7]20
 Österreich (Ö3)[8]32
 Schweiz (IFPI)[9]20
 Vereinigtes Königreich (OCC)[10]41

Singles

JahrTitel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US
2000MusicDE2
(16 Wo.)DE
AT5
(12 Wo.)AT
CH1
(22 Wo.)CH
UK1
(24 Wo.)UK
US1
(24 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. August 2000
Verkäufe: + 2.813.000; Video: Jonas Åkerlund
Don’t Tell MeDE22
(13 Wo.)DE
AT12
(15 Wo.)AT
CH10
(27 Wo.)CH
UK4
(11 Wo.)UK
US4
(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. November 2000
Verkäufe: + 895.000; Video: Jean-Baptiste Mondino
2001What It Feels Like for a GirlDE16
(9 Wo.)DE
AT26
(10 Wo.)AT
CH11
(20 Wo.)CH
UK7
(12 Wo.)UK
US23
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. April 2001
Verkäufe: + 35.000; Video: Guy Ritchie
  • Die Promosingle Impressive Instant konnte sich auf Platz eins der US-amerikanischen Billboard Hot Dance Music/Club Play Charts platzieren.

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Argentinien (CAPIF) 2× Platin120.000
 Australien (ARIA) 3× Platin210.000
 Belgien (BRMA) 3× Platin(150.000)
 Brasilien (PMB) Gold100.000
 Chile (IFPI) Gold15.000
 Dänemark (IFPI) 2× Platin(80.000)
 Deutschland (BVMI) 2× Platin(600.000)
 Europa (IFPI) 5× Platin5.000.000
 Finnland (IFPI) Gold(32.515)
 Frankreich (SNEP) 2× Platin(600.000)
 Japan (RIAJ) Platin200.000
 Kanada (MC) 3× Platin300.000
 Kroatien (HDU) Silber3.000
 Mexiko (AMPROFON) Gold75.000
 Neuseeland (RMNZ) 2× Platin30.000
 Niederlande (NVPI) 2× Platin(160.000)
 Österreich (IFPI) Platin(50.000)
 Polen (ZPAV) Platin(100.000)
 Schweden (IFPI) Platin(80.000)
 Schweiz (IFPI) 2× Platin(100.000)
 Spanien (Promusicae) 2× Platin(200.000)
 Ungarn (MAHASZ) Gold(25.000)
 Vereinigte Staaten (RIAA) 3× Platin3.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)[11] 5× Platin(1.640.000)
Insgesamt 1× Silber
5× Gold
42× Platin
9.053.000

Hauptartikel: Madonna (Künstlerin)/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Commons: Music – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. release date
  2. a b c d e Chartquellen: DE AT CH US UK
  3. Jahrescharts 2000 in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 20. August 2024.
  4. Jahrescharts 2000 in Österreich. In: austriancharts.at. Abgerufen am 20. August 2024.
  5. Jahrescharts 2000 in der Schweiz. In: hitparade.ch. Abgerufen am 20. August 2024.
  6. Jahrescharts 2000 in Großbritannien. In: officialcharts.com. Abgerufen am 20. August 2024 (englisch).
  7. Jahrescharts 2001 in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 20. August 2024.
  8. Jahrescharts 2001 in Österreich. In: austriancharts.at. Abgerufen am 20. August 2024.
  9. Jahrescharts 2001 in der Schweiz. In: hitparade.ch. Abgerufen am 20. August 2024.
  10. Jahrescharts 2001 in Großbritannien. In: officialcharts.com. Abgerufen am 20. August 2024 (englisch).
  11. officialcharts.com: Albums turning 20 years old in 2020. officialcharts.com, 2020, abgerufen am 11. Juni 2021 (englisch).

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Sie wurde 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt und erst 1986 von der Europäischen Gemeinschaft übernommen.

Die Zahl der Sterne, zwölf, ist traditionell das Symbol der Vollkommenheit, Vollständigkeit und Einheit. Nur rein zufällig stimmte sie zwischen der Adoption der Flagge durch die EG 1986 bis zur Erweiterung 1995 mit der Zahl der Mitgliedstaaten der EG überein und blieb daher auch danach unverändert.
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