Mosyr (Kaliningrad)

Siedlung
Mosyr
Klein Gnie

Мозырь
FöderationskreisNordwestrussland
OblastKaliningrad
RajonPrawdinsk
Erste Erwähnung1567
Frühere NamenGnye, Klein Gnie (1627–1938),
Kleingnie (1938–1947)
Bevölkerung389 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
ZeitzoneUTC+2
Postleitzahl238416
Kfz-Kennzeichen39, 91
OKATO27 233 000 061
Geographische Lage
Koordinaten54° 27′ N, 21° 29′ O
Mosyr (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Mosyr (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Mosyr (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Mosyr (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Mosyr (russisch Мозырь, deutsch Klein Gnie, 1938–1947 Kleingnie) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad und liegt im Nordosten des Rajon Prawdinsk. Mosyr gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Prawdinsk.

Geographische Lage

Die Ortschaft liegt in der historischen Region Ostpreußen am rechten Ufer der Swine (auch Schweine oder Aschwöne, russisch Putilowka), etwa 31 Kilometer östlich der Stadt Prawdinsk (Friedland) und 16 Kilometer nordöstlich von Schelesnodoroschny (Gerdauen).

Geschichte

Klein Gnie östlich von Friedland an der Alle und südöstlich von Königsberg auf einer Landkarte von 1908
Dorfkirche
Bahnhofsuhr am Bahnsteig vom Bahnhof Mosyr ehem. Klein Gnie

Der Ort Gnye entstand erst im Laufe des 16. Jahrhunderts auf dem Gebiet des Waldes Gnye und wurde 1567 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Durch Teilung entstanden 1627 die Güter Groß Gnie und Klein Gnie, wobei Groß Gnie lange Zeit ein Vorwerk von Klein Gnie war.

Klein Gnie gehörte anfangs zum Güterkomplex Wandlacken der Familie von Schlieben. Durch Heirat kam Klein Gnie an die Familie Rollas du Rosey, und Maria Rollas du Rosey (1738–1813) verkaufte es 1770 an Leutnant Jacob Friedrich Hoffmann († 1773). Nach dessen Tod erbte sein Neffe, Kriegsrat Friedrich von Fahrenheid (1747–1834) das Anwesen. Im Jahr 1785 werden Groß Gnüe und Klein Gnüe als ein adliges Vorwerk mit einer Mahl- und Walk-Wassermühle und 17 Feuerstellen (Haushaltungen) bzw. als ein adliges Gut mit zwölf Feuerstellen bezeichnet, beide Ländereien im Besitz des Kriegsrats Farenheid befindlich.[3]

Nächster Besitzer war Amtmann Carl Gutzeit (1789–1852), der 1842 das neue klassizistische Gutshaus bezog. Bis 1938 blieb das Gut im Besitz der Familie Gutzeit, als es dann der Oberinspektor Fritz Schwill übernahm, der es bereits vorher verwaltet hatte. Im Jahr 1939 wurde der 2000 Hektar große Betrieb von der Landwirtschaftskammer als Musterbetrieb ausgezeichnet.

Im Januar 1871 wurde in Klein Gnie eine Poststelle eröffnet.[4] Am 9. April 1874 wurde Klein Gnie Verwaltungssitz und namens-gebender Ort des neu errichteten Amtsbezirks Klein Gnie[5]. Er gehörte bis 1945 zum Landkreis Gerdauen im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1889 wurden Teile des Gutsbezirks Arklitten, nämlich der Mulker und der Wilhelmshöher Wald, in den Gutsbezirk Klein Gnie eingegliedert,[6] 1897 folgten die beiden Landgemeinden Christophsdorf und Groß Dwillin (1938–1945 Großwillingen).

In den 1920er Jahren fanden mehrere Umgliederungen zwischen Klein Gnie und den Nachbargemeinden statt, bis sich dann schließlich die beiden Gutsbezirke Klein Gnie und Sechshuben zur neuen Landgemeinde Klein Gnie zusammenschlossen. Die Bevölkerungszahl stieg bis 1933 auf 1030 und betrug 1939 noch 1014[7].

1938 wurde die Änderung der Namensschreibweise in „Kleingnie“ verfügt, die sich jedoch nicht recht durchsetzte. Am 21. Januar 1945 wurde kriegsbedingt die Flucht der Bevölkerung von Klein Gnie angeordnet. Der Treck zog unter der Leitung des Gutsherrn Fritz Schwill über Pommern bis nach Mecklenburg, wo er unter starken Verlusten eintraf. Die Rote Armee nahm zwei Tage später den Ort kampflos ein, trotzdem brannten das Gutshaus, das Pfarrhaus, das Geschäftshaus und drei Landarbeiterhäuser ab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Klein Gnie im Sommer 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht gemäß dem Potsdamer Abkommen zusammen mit der ganzen nördlichen Hälfte Ostpreußens vorläufig unter sowjetische Verwaltung gestellt. 1947 wurde für Klein Gnie die Ortsbezeichnung Mosyr eingeführt, benannt nach der weißrussischen Stadt Mosyr, aus der nach Kriegsende die meisten Migranten in Klein Gnie zugewandert waren.[8] Gleichzeitig wurde der Ort Sitz eines Dorfsowjets im Rajon Schelesnodoroschny. Nach dessen Auflösung im Jahr 1962 kam der Ort in den Rajon Prawdinsk. Die Region war bis zum Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991 Teil der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik und gehört seitdem zur Russischen Föderation. Ende 2004 wurde Mosyr einer Landgemeinde, die Ende 2015 wieder aufgelöst wurde. Seit 2016 gehört der Ort zum Stadtkreis Prawdinsk.

Bevölkerungsentwicklung bis 1945

JahrEinwohnerAnmerkungen
18160300davon 188 auf dem Gut Klein Gnie und 112 auf dem Vorwerk Groß Gnie[9]
18310405davon 201 auf dem Gut Klein Gnie und 204 auf dem Vorwerk Groß Gnie[10]
18580536sämtlich Evangelische, davon 314 auf dem Rittergut Klein Gnie, 182 auf dem adligen Vorwerk Groß Gnie und 40 auf dem adligen Vorwerk Gnie[11]
18640955am 3. Dezember[12]
18850391[13]
19050763[14]
19100732[15].
19331.030[13]
19391.014[13]

Amtsbezirk Klein Gnie/Gnie 1874–1945

Am 9. April 1874 wurde der neu errichtete Amtsbezirk Klein Gnie aus sieben kommunalen Einheiten gebildet:[5]

NameBemerkungen
Landgemeinden:
Christophsdorf1897 in den Gutsbezirk Klein Gnie eingegliedert
Friedrichsfelde1897 in den Gutsbezirk Groß Gnie eingegliedert
Groß Dwillin,
ab 1938 „Großwillingen“
1897 in den Gutsbezirk Klein Gnie eingegliedert
Lönkendorf1928 in die neue Landgemeinde Groß Gnie eingegliedert
Gutsbezirk:
Klein Gnie,
ab 1938: Kleingnie
1928 in eine Landgemeinde umgewandelt
Vorwerke:
Groß Gnie1897 in einen Gutsbezirk, 1928 in eine Landgemeinde umgewandelt
Sechshuben1928 in die neue Landgemeinde Klein Gnie eingegliedert

1932 wurde der Amtsbezirk Klein Gnie in „Amtsbezirk Gnie“ umbenannt. Er gehörte bis 1945 zum Landkreis Gerdauen im Regierungsbezirk Königsberg der Provinz Ostpreußen.

Mosyrski selski Sowet/okrug 1947–2004

Der Dorfsowjet Mosyrski selski Sowet (ru. Мозырьский сельский Совет) wurde im Juni 1947 zunächst im Rajon Prawdinsk eingerichtet.[8] Im Juli 1947 wurde er dann in den neu gebildeten Rajon Schelesnodoroschny eingeordnet.[16] Nach der Auflösung dieses Rajons Ende 1962 gelangte der Dorfsowjet (wieder) in den Rajon Prawdinsk. Nach dem Zerfall der Sowjetunion bestand die Verwaltungseinheit als Dorfbezirk Mosyrski selski okrug (ru. Мозырьский сельский округ). Ende 2004 wurden im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung die Orte des Dorfbezirks Mosyrski in die neu gebildete Landgemeinde Mosyrskoje selskoje posselenije übernommen.

OrtsnameName bis 1947/50Bemerkungen
Baranowo (Бараново)ChristophsdorfDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Frolowo (Фролово)Annawalde (Gut)Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Gordejewo (Гордеево)NonnenhofDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Gussewo (Гусево)Groß GnieDer Ort wurde 1947 umbenannt.
Iwanowka (Ивановка)Nendrinn,
1938–1945 „Altlugau“
Der Ort wurde 1950 umbenannt.
Kljutschi (Ключи)MauenfeldeDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Korostelewo (Коростелево)bei KiehlendorfDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Kowalewskoje (Ковалевское)TrenkensruhDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1988 verlassen.
Luschki (Лужки)PetrineusaßDer Ort wurde 1947 umbenannt und 1997 aus dem Ortsregister gestrichen.
Mosyr (Мозырь)Klein GnieVerwaltungssitz
Obuchowo (Обухово)NubertshöfenDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Perowo (Перово)SokallenDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Petschorskoje (Печорское)FriedrichsfeldeDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1976 verlassen.
Prudki (Прудки)LönkendorfDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1988 verlassen.
Rogowo (Рогово)Rosanna,
1938–1945 „Rosenflur“
Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Scheludjowo (Желудёво)PrositDer Ort wurde 1947 umbenannt.
Sewerny (Северный)MulkDer Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Podlipowski eingeordnet.
Simowskoje (Зимовское)SchönwieseDer Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Podlipowski eingeordnet. Er wurde vor 1988 verlassen.
Smolnoje (Смольное)Annawalde (Dorf)Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.
Tichoje (Тихое)KiehlendorfDer Ort wurde 1950 umbenannt und (fälschlicherweise?) zunächst in den Dorfsowjet Nowo-Bobruiski eingeordnet.
Werschiny (Вершины)WerschenDer Ort wurde 1947 umbenannt.
Wjasemskoje (Вяземское)PeterehlenDer Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen.

Die beiden im Jahr 1947 umbenannten Orte Borodino (Barragin/Georgenhain) und Oserki (Georgenfelde) sowie die drei im Jahr 1950 umbenannten Orte Iljuschino (Melchersdorf), Poleschajewo (Georgenwalde) und Rylejewo (Bettyhof) wurden ebenfalls zunächst in den Mosyrski selski Sowet eingeordnet, kamen dann (vor 1975) aber zum Wischnjowski selski Sowet.

Im Jahr 2001 wurde der Dorfbezirk Nowo-Bobruiski selski okrug mit den Orten Nowo-Bobruisk, Bystrjanka, Linjowo, Ochotnitschje, Perewalowo, Schtscherbinino und Tscherepanowo an den Mosyrski selski okrug angeschlossen.

Mosyrskoje selskoje posselenije 2004–2015

Die Lage der Landgemeinde Mosyrskoje selskoje posselenije im Rajon Prawdinsk

Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung wurde Ende 2004 die Landgemeinde Mosyrskoje selskoje posselenije (ru. Мозырьское сельское поселение) eingerichtet.[17] Insgesamt 25 als Siedlung eingestufte Ortschaften gehörten zu ihrem Bereich. Zum Jahreswechsel 2015/2016 wurde die Gemeinde wieder aufgelöst und deren Orte in den neu gebildeten Stadtkreis Prawdinsk eingegliedert.

Ortsnamedeutscher Name
Belkino (Белкино)Abelischken, 1938–1945: Ilmenhorst
Borodino (Бородино)Barragin, 1938–1945: Georgenhain
Bystrjanka (Быстрянка)Siedlung Muldszen/Muldschen, 1938–1945: Siedlung Mulden
Frunsenskoje (Фрунзенское)Bokellen
Gussewo (Гусево)Groß Gnie
Iwanowka (Ивановка)Nendrinn, 1938–1945: Altlugau
Korolenkowo (Короленково)Oschkin, 1938–1945: Oschern
Krasnoje (Красное)(Groß) Astrawischken, 1938–1945: Astrau
Lasarewo (Лазарево)Grüntann
Linjowo (Линёво)Schönlinde, Jodeglienen / Wiedenau, Budwischken/ Oberndorf
Liskino (Лискино)Lieskendorf
Malodworki (Малодворки)Sechshuben
Mosyr (Мозырь)Klein Gnie, 1938–1947: Kleingnie
Nowo-Bobruisk (Ново-Бобруйск)Ilmsdorf
Ochotnitschje (Охотничье)Klein Ilmsdorf
Perewalowo (Перевалово)Muldszen/Muldschen, 1938–1945: Mulden
Podlipowo (Подлипово)Hochlindenberg
Scheludjowo (Желудёво)Prosit
Schtscherbinino (Щербинино)Schönrade
Sergejewka (Сергеевка)Klein Pentlack
Sewerny (Северный)Mulk
Tichoje (Тихое)Kiehlendorf
Tschaikowskoje (Чайковское)Lugowen, 1938–1945: Großlugau
Tscherepanowo (Черепаново)Reichau (ab 1928 zu Schönrade)
Werschiny (Вершины)Werschen

Verkehr

Durch Mosyr verläuft die Regionalstraße 27A-027 (ex R 508) – hier von Südost nach Nordwest im Abschnitt von Kamenka an der Regionalstraße 27A-044 (ex A 197) nach Snamensk an der Regionalstraße 27A-037 (ex R 514). Die weitere Regionalstraße 27A-049 führt von Mosyr in Richtung Osten zur Regionalstraße 27A-044 nach Korolenkowo.

In nordöstliche Richtung verläuft die Kommunalstraße 27K-127 und erreicht in Krasnoje die Kommunalstraße 27K-137. Über die Kommunalstraße 27K-315 wird die südlich gelegene Siedlung Scheludjowo erreicht.

Seit 1894 war der Ort Bahnstation (Klein Gnie bzw. Mosyr-Nowy) an der Bahnstrecke Toruń–Tschernjachowsk (Thorn–Insterburg), bis im Jahr 2009 der Personenverkehr im Abschnitt auf dem russischen Staatsgebiet eingestellt wurde.

Kirche

Kirchengebäude

Die neogotische Kirche[18] von Klein Gnie entstand nach Entwürfen des Architekten Bergmann aus Rastenburg (heute polnisch: Kętrzyn). Sie wurde am 18. April 1901 eingeweiht. Das Gotteshaus hatte einen 45 Meter hohen Spitzturm mit drei Glocken und bot 400 Menschen Platz.

Nach 1945 nutzte eine Schule den Kirchenraum als Turnhalle und baute Klassenzimmer für eine Grundschule an. Das hohe Spitzdach wurde 1965/66 entfernt und durch ein flaches Satteldach ersetzt, das mit Asbestzementplatten belegt wurde.

Kirchengemeinde

Die Kirchengemeinde Klein Gnie mit ihrem ausgedehnten Kirchspiel lag zwischen den Kirchspielen Gerdauen und Nordenburg im Süden und dem Kirchspiel Muldszen (1938–1945 Mulden) im Norden und wurde von der Aschwöne (Swine) und der Wickerau durchflossen.

Seit 1601 gehörte Klein Gnie zum Kirchspiel Muldszen. Erst 1897 wurde die selbständige Kirchengemeinde Klein Gnie errichtet, wobei die Kirchspielorte aus den drei Pfarreien Gerdauen, Nordenburg und Muldszen umgepfarrt wurden. Im gleichen Jahr wurde eine Pfarrstelle eingerichtet.

In der Zeit der Sowjetunion war kirchliches Leben stark eingeschränkt. Erst in den 1990er Jahren bildeten sich in der seit 1991/92 russischen Oblast Kaliningrad neue evangelische Gemeinden. Mosyr liegt im Bereich der neuerrichteten Gemeinde in Tschernjachowsk, die zur Propstei Kaliningrad innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) gehört[19].

Kirchspielorte

Zum Kirchspiel Klein Gnie[20] gehörten bis 1945 vier Landgemeinden mit insgesamt 26 Ortschaften:

  • Barragin (1938–1945 Georgenhain), mit: Bettyhof, Georgenfelde, Georgenwalde und Nonnenhof
  • Groß Gnie mit: Annawalde (Dorf), Annawalde (Gut), Bolzhinshof, Friedrichsfelde, Lönkendorf, Mühlenkrug und Neusorge
  • Klein Gnie mit: Christophsdorf, Groß Dwillin (1938–1945 Großwillingen), Karlshof, Klein Dwillin (1938–1945 Kleinwillingen), Prosit, Rosanna (1938–1945 Rosenflur) und Sechshuben
  • Wesselowen (1938–1945 Wesselau) mit: Franzenshof, Hedwigsfelde, Mulk und Schönwiese.

Pfarrer

In der Zeit bis 1945 amtierten in Klein Gnie zwei Pfarrer[21], von denen der erste bereits drei Jahre früher im Vikarsdienst hier tätig war:

  • Julius Bernhard K. Fürstenau, 1898–1902
  • Ernst Lappoehn, 1903–1945.

Kirchenbücher

Die Kirchenbücher für das Kirchspiel Klein Gnie sind vollständig erhalten: Taufen, Trauungen, Beerdigungen aus den Jahren 1897 bis 1944 und werden im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin-Kreuzberg aufbewahrt[22].

Schule

Bereits vor 1945 bestand in Klein Gnie eine eigene Schule[23], deren Gebäude – ebenso wie der Kirchenraum der alten Pfarrkirche – auch heute noch für Schulzwecke genutzt wird.

Literatur

  • Wulf D. Wagner, Kultur im ländlichen Ostpreußen. Geschichte, Güter und Menschen im Kreis Gerdauen, 2008
  • Leopold Krug: Die preußische Monarchie – topographisch, statistisch und wirtschaftlich dargestellt, Teil 1: Provinz Ostpreußen, Berlin 1833, S. 381–483, Ziffer 16.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
  2. Mosyr – Klein Gnie und Gusevo – Groß Gnie
  3. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, S. 55.
  4. Amtsblatt der Norddeutschen Postverwaltung Nr. 3, Januar 1871, S. 11.
  5. a b Rolf Jehke, Amtsbezirk Klein Gnie/Gnie
  6. Rolf Jehke, Amtsbezirk Arklitten/Molthainen/Molteinen
  7. Michael Rademacher: Landkreis Gerdauen (russ. Schelesnodoroschnyj). Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  8. a b Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 июня 1947 г.«Об образовании сельских советов, городов и рабочих поселков в Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der RSFSR vom 17. Juni 1947: Über die Bildung von Dorfsowjets, Städten und Arbeitersiedlungen in der Oblast Kaliningrad)
  9. Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 2: G–Ko, Halle 1821, S. 44, Ziffer 1584–1585.
  10. Leopold Krug: Die preußische Monarchie – topographisch, statistisch und wirtschaftlich dargestellt, Teil 1: Provinz Ostpreußen, Berlin 1833, S. 381, Ziffer 16.
  11. Adolf Schlott: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen. Hartung, Königsberg 1861, S. 91, Ziffer.
  12. Preußisches Finanzministerium: Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Königsberg: Berlin 1966, Kreis Gerdauen, S. 1–35.
  13. a b c Michael Rademacher: Gerdauen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  14. Klein Gnie
  15. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis
  16. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 25 июля 1947 г. «Об административно-территориальном устройстве Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der RSFSR vom 25. Juli 1947: Über den administrativ-territorialen Aufbau der Oblast Kaliningrad)
  17. Durch das Закон Калининградской области от 21 декабря 2004 г. № 476 «О наделении муниципального образования „Правдинский район“ статусом муниципального района и об установлении границ и наделении соответствующим статусом муниципальных образований, находящихся на его территории» (Gesetz der Oblast Kaliningrad vom 21. Dezember 2004, Nr. 476: Über das Ausstatten der munizipalen Bildung „Rajon Prawdinsk“ mit dem Status eines munizipalen Rajons und über das Festlegen der Grenzen und das Ausstatten mit dem entsprechenden Status der munizipalen Bildungen, die sich auf seinem Gebiet befinden)
  18. Foto der ehemaligen Kirche in Mosyr (Klein Gnie) aus dem Jahr 2009
  19. Ev.-luth. Propstei Kaliningrad (Memento desOriginals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info
  20. Das Kirchspiel Klein Gnie
  21. Friedwald Moeller, Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945, Hamburg, 1968
  22. Christa Stache, Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin, Teil 1: Die östlichen Kirchenprovinzen der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union, Berlin, 1992³
  23. Foto der Schule in Mosyr (Klein Gnie) aus dem Jahr 2009

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