Mont-de-Marsan
| Mont-de-Marsan Lo Mont de Marsan | ||
|---|---|---|
| ||
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Landes (40) | |
| Arrondissement | Mont-de-Marsan | |
| Kanton | Mont-de-Marsan-1, Mont-de-Marsan-2 | |
| Gemeindeverband | Mont-de-Marsan Agglomération | |
| Koordinaten | 43° 53′ N, 0° 30′ W | |
| Höhe | 23–97 m | |
| Fläche | 36,88 km² | |
| Einwohner | 31.455 (1. Januar 2022) | |
| Bevölkerungsdichte | 853 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 40000 | |
| INSEE-Code | 40192 | |
| Website | http://www.montdemarsan.fr | |
Zusammenfluss von Douze (von hinten links kommend) und Midou (von hinten rechts kommend) zur Midouze (auf den Betrachter zufließend) in Mont-de-Marsan | ||
Mont-de-Marsan (okzitanisch Lo Mont de Marsan, auch: Lo Moun) ist die Hauptstadt des Départements Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs. Mit rund 31.455 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) ist sie zugleich die bevölkerungsreichste Stadt des Départements sowie Sitz der Präfektur und Verwaltungssitz des Arrondissements Mont-de-Marsan.
Geografie
Mont-de-Marsan liegt am Zusammenfluss von Midou und Douze, die gemeinsam die Midouze bilden – einen Nebenfluss des Adour. Aufgrund dieser markanten Lage wird die Stadt auch als „Stadt der drei Flüsse“ bezeichnet.
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 36,88 km² und liegt zwischen 23 und 97 Metern über dem Meeresspiegel. Rund 70 Kilometer trennen Mont-de-Marsan von der Atlantikküste, etwa 100 Kilometer nördlich befindet sich Bordeaux. Das Umland wird geprägt von den Kiefernwäldern der Landes de Gascogne, landwirtschaftlichen Flächen und naturnahen Flussauen. Das Klima ist ozeanisch mit milden Wintern und gemäßigten Sommern.
Geschichte
Die Stadt entstand im 12. Jahrhundert als befestigter Handelsposten. Gegründet wurde Mont-de-Marsan von Pierre de Marsan, Graf von Marsan, mit dem Ziel, die strategisch wichtige Lage an den schiffbaren Wasserwegen von Midou und Douze zu nutzen. Von Anfang an spielte Mont-de-Marsan eine bedeutende Rolle als Handelszentrum für Holz, Wein und Getreide.
Im 19. Jahrhundert führte der Bau der Eisenbahnlinie sowie der expandierende Holzhandel zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, der Mont-de-Marsan zu einem der wichtigsten regionalen Zentren in den Landes machte.
1976 fand in Mont-de-Marsan das erste Punk-Festival Europas statt.[1][2]
Bevölkerungsentwicklung
Seit den 1960er Jahren wächst die Einwohnerzahl Mont-de-Marsans überwiegend kontinuierlich, wobei in jüngerer Zeit eine leichte Abschwächung zu beobachten ist.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2017 | 2021 |
| Einwohner | 20.191 | 24.444 | 26.166 | 27.326 | 28.328 | 29.489 | 30.230 | 29.554 | 30.674[3] |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die neoklassizistische Kirche La Madeleine stammt aus dem 19. Jahrhundert.
- Weitere Kirchen sind Saint-Jean-d’Août, Saint-Jean-Baptiste und Saint-Vincent-de-Paul sowie die protestantische Kirche und mehrere historische Kapellen.
- Das Musée Despiau-Wiérick widmet sich der modernen Skulptur des 20. Jahrhunderts und zeigt etwa 1.000 Skulpturen der lokalen Bildhauer Charles Despiau und Robert Wlérick sowie weitere Werke von zeitgenössischen Künstlern.[4]
- Die Arènes du Plumaçon ist eine historische Arena für Stierkämpfe und bietet Platz für mehrere tausend Besucher. Sie ist Zentrum der alljährlichen „Fêtes de la Madeleine“, einem traditionellen Fest mit Stierkampf und Volksfest.
Verkehr und Infrastruktur
Mont-de-Marsan ist über die Nationalstraße 124 an das französische Fernstraßennetz angeschlossen. Zusätzlich verkehren Regionalzüge (TER Nouvelle-Aquitaine) auf der Bahnstrecke Morcenx–Mont-de-Marsan, die der Stadt Anschluss an das Schienennetz bietet.
Der Militärflugplatz Mont-de-Marsan ist einer der wichtigsten Luftwaffenstützpunkte Frankreichs und beherbergt unter anderem die Jagdstaffel Escadron de Chasse 2/30 „Normandie-Niemen“.
Partnerschaft
Mont-de-Marsan unterhält seit 1956 eine Städtepartnerschaft mit Alingsås in Schweden.
Persönlichkeiten
- Pierre Bosquet (1810–1861), Marschall von Frankreich
- Charles Despiau (1874–1946), Bildhauer
- Robert Wlérick (1882–1944), Bildhauer
- Maurice Delom-Sorbé (1898–1986), Politiker
- Valentine Penrose, geb. Boué (1898–1978), Schriftstellerin und surrealistische Künstlerin
- Pierre Gensous (1925–2017), Gewerkschafter und Politiker
- Jacques Foix (1930–2017), Fußballnationalspieler
- Christian Bussi (* 1945), Rennfahrer und Rennstallbesitzer
- Alain Juppé (* 1945), Politiker
- Joël Bats (* 1957), Fußballspieler
- Patricia Millardet (1957–2020), Schauspielerin
- Anne-Christine Lang (* 1961), Politikerin
- Jean Van de Velde (* 1966), Golfer
- Fabienne Feraez (* 1976), beninisch-französische Sprinterin
- Augustin Gensse (* 1983), Tennisspieler
- Mathieu Lemoine (* 1984), Vielseitigkeitsreiter
- Romain Taofifénua (* 1990), Rugby-Union-Spieler
- Loïs Diony (* 1992), Fußballspieler
- Gaëtan Laborde (* 1994), Fußballspieler
- Mathieu Neumuller (* 2003), französisch-madagassischer Skirennläufer
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ François Hourmant: L’étoffe des contestataires : Une histoire sensible et politique de la révolte. Presses universitaires de France, Paris 2024, ISBN 978-2-13-083406-9, S. 78.
- ↑ Punk at the Plumaçon. The first European Punk Festival. In: underground-england.com. 15. März 2022, abgerufen am 12. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Populations légales 2021 − Ces données sont disponibles sur toutes les communes de France hors Mayotte | Insee. Abgerufen am 26. Juli 2024.
- ↑ Musée Despiau-Wlérick. In: Offizielle Website von Mont-de-Marsan. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (französisch).
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Positionskarte von Frankreich mit Regionen und Départements
Autor/Urheber: Jibi44, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Confluence of the rivers Douze and Midou in Mont-de-Marsan, France.
Autor/Urheber:
- Sprecher: Laszlo Cárdenas
- Aufzeichnung von: Culex
Audioaufzeichnung der Aussprache eines Begriffs.
