Michael Keiditsch

Michael Keiditsch (* 9. April 1871 in Abensberg; † 19. September 1961 in München) war ein deutscher Gewerkschaftsbeamter und Mitglied des Provisorischen Nationalrats sowie des Bayerischen Landtags.

Leben

Nach seiner Schulausbildung absolvierte Michael Keiditsch eine Lehre zum Bürstenmacher, besuchte dabei eine Fortbildungsschule und ging anschließend auf Wanderschaft, die ihn durch Deutschland, Österreich und Ungarn führte. 1891 trat er in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands sowie in den Deutschen Holzarbeiterverband ein. Von 1896 bis 1899 war Mitglied im Vorstand des Gewerkschaftskartells des Holzarbeiterverbandes in Chemnitz und von 1897 bis 1901 im Gauvorstand tätig. Von 1901 bis 1903 leitete er als Gauvorsteher diese Gewerkschaftsorganisation.

Im November 1903 wurde er Angestellter im Hauptbüro des Verbandes in Stuttgart und wechselte 1909 als Gauleiter des Deutschen Landarbeiter-Verbandes für Bayern nach München.

1918 wurde er in den Provisorischen Nationalrat, gewählt im Stimmkreis Grafenau, und hatte vom 12. Januar 1919 bis zum 6. Juni 1920 ein Mandat für den 1. Bayerischen Landtag.[1]

Ab März 1933 wurden seine Ruhestandsbezüge aus dem Beamtenverhältnis als Gauleiter gekürzt und ab Oktober 1933 gänzlich entzogen.[2]

Öffentliche Ämter

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Joachim Lilla: Der Bayerische Landtag 1918/19 bis 1933. 2008 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Friedrich-Ebert-Stiftung; Gedenkbuch der Sozialdemokratie 1933-1945 Digitalisat