Melanie Paul

Melanie Paul
Porträt
Geburtstag27. Oktober 2000 (25 Jahre)
GeburtsortBuenos Aires, Argentinien
Größe1,77 m
Partnerin2020–2021 Mariela Paul
2020–2021 Laura Mählmann
2022 Nele Schmitt
2023–2024 Hanna-Marie Schieder
seit 2024 Lea Sophie Kunst
VereinEintracht Spontent
Nationale RanglistePosition 4[1]
WeltranglistePosition 21[2]
Erfolge
2017 – 3. Platz ISF Schulweltmeisterschaft
2021 – 9. Platz DM
2022 – 3. Platz German Beach Tour Bremen
2022 – 2. Platz FIVB Future Cortegaça
2022 – 7. Platz DM
2023 – 3. Platz German Beach Tour Hamburg
2023 – Siegerin FIVB Future Lille
2023 – 3. Platz German Beach Tour Düsseldorf
2023 – Siegerin German Beach Tour München 1
2023 – 9. Platz DM
2024 – 3. Platz German Beach Tour Düsseldorf
2024 – 2. Platz German Beach Tour Kühlungsborn 1
2024 – 9. Platz DM
2025 – 2. Platz Swiss Tour Zürich
2025 – 3. Platz German Beach Tour Düsseldorf 1
2025 – 3. Platz FIVB Challenge Xiamen
2025 – Siegerin German Beach Tour Hamburg
2025 – 9. Platz FIVB Challenge Stare Jabłonki
2025 – 3. Platz German Beach Tour München 1
2025 – Siegerin German Beach Tour München 2
2025 – Siegerin German Beach Tour Berlin 2
2025 – 4. Platz DM
2025 – 9. Platz WM
2026 – 9. Platz FIVB Elite16 João Pessoa
2026 – 9. Platz FIVB Challenge Tlaxcala
2026 – 4. Platz FIVB Challenge Nayarit
(Stand: 30. März 2026)

Melanie Paul (* 27. Oktober 2000 in Buenos Aires) ist eine deutsche Beachvolleyballspielerin.

Karriere

Paul wuchs in Santiago de Chile auf, wo sie an der Deutschen Schule Santiago Volleyball und Beachvolleyball spielte. 2017 trat sie mit Stephanie Borgstedt und Camila Gómez für die Deutsche Schule Santiago bei den ISF World Schools Beach Volleyball Championships in Tahiti an und gewann dort die Bronzemedaille.[3] Von 2018 bis 2022 spielte sie während ihres Studiums an der Pepperdine University in Malibu, Kalifornien mit verschiedenen Partnerinnen Beachvolleyball.[4] Nach dem Abschluss ihres Bachelorstudiums in Sports Medicine, entschied sie sich für einen Wechsel an die Loyola Marymount University. Dort trat sie weiterhin auf Division-I-Niveau für das Beachvolleyball Team an und absolvierte parallel ein Masterstudium in Management. Gemeinsam mit ihrer dortigen Partnerin Vilhelmina Prihti wurde sie als „All-American“ ausgezeichnet; zudem wurde das Duo zum West-Coast Conference Team of the Year gewählt.

2021 trat Paul erstmalig auf der deutschen Beachvolleyball-Tour an. Zunächst spielte sie an der Seite ihrer älteren Schwester Mariela Paul, später bildete sie ein Team mit Laura Mählmann. Mit Mählmann gelang ihr die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Timmendorf, bei denen sie gemeinsam den 9. Platz belegten.

Im darauffolgenden Jahr spielte Paul an der Seite von Nele Schmitt. Mit ihr begann sie auch ihre internationale Karriere auf der World Beach Pro Tour und belegte beim Future-Turnier in Cortegaça den zweiten Platz. Auch national feierte das Duo Schmitt/Paul auf der German Beach Tour 2022 erste Erfolge: Beim Tourstopp in Bremen erreichten sie Rang drei. Später qualifizierten sie sich für die Deutschen Meisterschaften, bei denen sie den 7. Platz belegten.

2023 bildete Melanie Paul mit Hanna-Marie Schieder ein neues Duo. Ihr erstes gemeinsames internationales Turnier bestritten die beiden in Lille, Frankreich. Aus der Qualifikation heraus kämpfte sich das deutsche Team in acht umkämpften Spielen bis ins Finale and stand damit erstmals in ihrer Karriere bei einem Event der FIVB World Tour ganz oben auf dem Podest.

Auch auf nationaler Ebene feierten Paul/Schieder große Erfolge: Sie gewannen das Turnier der German Beach Tour in München, was für beide den ersten Turniersieg auf höchster nationaler Ebene bedeutete. Bei den Deutschen Meisterschaften musste sich das Duo jedoch mit dem 9. Platz zufriedengeben.

2024 trat Paul hauptsächlich mit Schieder an, aber auch zwei Turniere mit Lea Sophie Kunst. And der Seite von Kunst erreichte sie auf der German Beach Tour 2024 in Kühlungsborn die Plätze zwei und fünf. Bei der Deutschen Meisterschaft 2024 erreichten Paul/Schieder Platz neun.

Seit 2025 bildet Paul ein festes Duo mit Lea Sophie Kunst. Im Mai erreichten die beiden sowohl beim ersten Tourstopp der German Beach Tour in Düsseldorf als auch beim Challenge-Event im chinesischen Xiamen jeweils den dritten Platz. Ende Mai/Anfang Juni gewannen Kunst/Paul das Turnier der German Beach Tour in Hamburg. Nach einem neunten Rang beim Challenge im polnischen Stare Jabłonki belegten sie im Juli bei den beiden Tourstopps der German Beach Tour in München die Plätze drei und eins. Im August sicherten sich Kunst/Paul in Berlin ihren nächsten Turniersieg. Insgesamt feierten sie damit im Jahr 2025 drei nationale Turniererfolge.

Für die Beachvolleyball-Europameisterschaften 2025 in Düsseldorf waren Kunst/Paul sportlich qualifiziert. Kurz vor dem Turnier entzog der Weltverband Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) Melanie Paul jedoch die Spielberechtigung für Deutschland. Aufgrund kurz zuvor verschärfter Regularien stufte die FIVB Chile als ihre „Federation of Origin“ ein. Ausschlaggebend war, dass Paul in ihrer Jugend für einen chilenischen Hallenvolleyballverein gespielt und dort einen Spielerpass erhalten hatte. Obwohl sie keine chilenische Staatsbürgerschaft besitzt und somit nicht für Chile startberechtigt ist, wurde Chile dadurch automatisch als ihr Herkunftsverband geführt.

Nach rund zwei Monaten wurde ihre „Federation of Origin“ offiziell auf Deutschland geändert. Damit erhielt Paul die internationale Spielberechtigung zurück und kann seither wieder für Deutschland antreten.

Bei den Deutschen Meisterschaften im September 2025 mussten Kunst/Paul nach einer Verletzung im Halbfinale das Turnier vorzeitig beenden und belegten damit den 4. Platz.

Im November war Paul wieder international spielberechtigt, sodass Paul/Kunst bei der Weltmeisterschaft in Adelaide antreten konnten. Dort gewannen sie alle drei Gruppenspiele und zogen als Gruppensiegerinnen in die K.-o.-Phase ein. In der Round of 32 besiegten sie die Niederländerinnen Emi van Driel und Wies Bekhuis in zwei Sätzen. Im Achtelfinale schieden Paul/Kunst gegen die späteren Weltmeisterinnen Tīna Graudiņa und Anastasija Samoilova aus und belegten den 9. Platz.

Die ersten FIVB-Turniere 2026 endeten jeweils auf Platz neun beim Elite16 im brasilianischen João Pessoa und beim Challenge im mexikanischen Tlaxcala. Anschließend erreichten Paul/Kunst beim Challenge in Nayarit den vierten Platz.

Einzelnachweise

  1. Deutsche Rangliste (Stand: 30. März 2026)
  2. FIVB-Weltrangliste (Stand: 30. März 2026)
  3. Deporte Escolar. x.com, 7. Juni 2017, abgerufen am 19. August 2025 (spanisch).
  4. Beach Volleyball Q&A: Melanie Paul. pepperdinewaves.com, 4. Mai 2022, abgerufen am 13. Dezember 2022 (englisch).

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