Mbandaka
| Mbandaka | ||
|---|---|---|
| ||
| Koordinaten | 0° 3′ N, 18° 16′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Demokratische Republik Kongo | |
| Provinz | Équateur | |
| ISO 3166-2 | CD-EQ | |
| Höhe | 370 m | |
| Einwohner | 470.307 (2023) | |
| Gründung | 1883 | |
Straßenszene in Mbandaka | ||

Mbandaka (bis 1966 Coquilhatville) ist eine Stadt im Norden des äquatorialafrikanischen Staates Demokratische Republik Kongo (bis 1997 Zaire).
Geographie
Lage und Bevölkerung
Mbandaka zählt zu den größten Städten der Republik und ist die Hauptstadt der Provinz Équateur. Ihre geografische Breite ist 0,1° Nord (nur wenige Kilometer nördlich des Äquators), ihre Länge 18,3° Ost. Sie liegt am östlichen (linken) Ufer des Kongoflusses auf 370 m Höhe in der Nähe der Mündung des Ruki. Ihre Einwohnerzahl betrug 2005 etwa 185.000 und stieg seit 1984 um ein Drittel, was bis 2005 deutlich unter dem allgemeinen Bevölkerungswachstum des Landes liegt. Die Bevölkerung wird mit 470.307 angegeben.[1]
Klima
| Mbandaka | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Mbandaka
Quelle: wetterkontor.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Geschichte
Mbandaka wurde im Jahre 1883 von Henry Morton Stanley unter dem Namen Equateurville gegründet. Unter belgischer Herrschaft fand eine Umbenennung in Coquilhatville statt. 1966 wurde die Stadt im Rahmen der von dem damaligen Diktator Mobutu Sese Seko ins Werk gesetzten „Afrikanisierung“ in „Mbandaka“ umbenannt.
Am Ende des Ersten Kongokriegs wurde die Stadt am 13. Mai 1997 von gegen Mobutu kämpfenden Rebellen eingenommen.
Mitte April 2025 kam es nahe Mbandaka auf dem Kongo zu einem Brand auf einem motorisierten Boot, das später kenterte. Mindestens 148 Menschen kamen ums Leben und mehr als 150 weitere erlitten schwere Verbrennungen. In der DR Kongo kommt es aufgrund fehlender Sicherheitskontrollen immer wieder zu Bootsunglücken.[2]
Religion
Mbandaka ist Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Mbandaka-Bikoro.
Wirtschaft
Die Stadt lebt vor allem vom Fischfang. Die gefangenen Fische werden in den größeren umliegenden Städten sowie in der Hauptstadt Kinshasa abgesetzt.

Sehenswert ist vor allem der Botanische Garten Eala im nahen, nordöstlich gelegenen Eala.
Persönlichkeiten
- José Bosingwa (* 1982), portugiesischer Fußballspieler
- Mpeko Issama (* 1986), Fußballnationalspieler
- Richard Ali A Mutu (* 1988), Schriftsteller
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Mbandaka, Democratic Republic of the Congo Population (2023) - Population Stat. Abgerufen am 28. Februar 2023.
- ↑ Associated Press in Kinshasa: Congo boat disaster death toll rises to 148, with more than 100 still missing. The Guardian, 18. April 2025, abgerufen am 23. April 2025 (englisch).
Auf dieser Seite verwendete Medien
Autor/Urheber: MONUSCO Photos, Lizenz: CC BY-SA 2.0
A woman and her baby cross a river on a canoe in Mbandaka, the main town in Equateur province, northwest of the Democratic Republic of the Congo. Photo: MONUSCO/Myriam Asmani
Une femme et son enfant traversent un fleuve à l’aide d’une pirogue à Mbandaka, le chef-lieu de la province de l’Equateur, au Nord-Ouest de la République démocratique du Congo. Photo : MONUSCO/Myriam Asmani(c) Karte: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de
Positionskarte der Demokratischen Republik Kongo
(c) Piet Clement in der Wikipedia auf Englisch, CC BY-SA 3.0
The commercial centre of Mbandaka, Equateur province, DRC
Autor/Urheber: Oxfam East Africa, Lizenz: CC BY 2.0
The town of Mbandaka is a busy port on the banks of the Congo River. In recent months a cholera epidemic spread across Equateur province in western DR Congo
Photo: Oxfam