Mazamet

Mazamet
Mazamet (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionOkzitanien
Département (Nr.)Tarn (81)
ArrondissementCastres
KantonMazamet-1 (Hauptort)
Mazamet-2 Vallée du Thoré (Hauptort)
GemeindeverbandCastres Mazamet
Koordinaten43° 30′ N, 2° 22′ O
Höhe213–1176 m
Fläche72,08 km²
Einwohner10.085 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte140 Einw./km²
Postleitzahl81200
INSEE-Code
Websitehttp://www.ville-mazamet.com/

Mazamet

Mazamet ist eine französische Gemeinde mit 10.085 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Tarn in der Region Okzitanien. Sie gehört zum Arrondissement Castres. Es liegt in der historischen Provinz Languedoc.

Lage

Die Stadt Mazamet liegt an den nördlichen Ausläufern der Montagne Noire (dt. „Schwarzes Gebirge“), an der Einmündung der Flüsse Arn und Arnette in den Thoré. Die Gemeinde liegt zwar innerhalb der vorgesehenen Grenzen des Regionalen Naturparks Haut-Languedoc, die Gemeindeverwaltung hat die Charta-Vereinbarung 2011 aber nicht unterzeichnet.[1]

Menhire in Mazamet
Menhire in Mazamet
Menhire in Mazamet

Politik

Bürgermeister der Gemeinde ist seit 2020 Olivier Fabre (Liste Mazamet Ville Vivante).[2]

Geschichte

Der Name Mazamet leitet sich vom Okzitanischen Mas Aïmat ab, französisch la maison aimée = das geliebte Haus; siehe auch Languedokische Sprache.

„Mazamet, die tote Stadt“

Foto von „Mazamet ville morte“ auf dem Platz vor dem Rathaus

Im Jahr 1972 hatte mit 16.600 die Zahl der Verkehrstoten in Frankreich einen neuen, dramatischen Höchststand erreicht. Der Journalist Michel Tauriac hatte daraufhin die Idee, diese Zahl plastisch darzustellen und fand mit Mazamet eine Gemeinde, die in etwa so viele Einwohner hat, wie Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind. Er fand mit einiger Überzeugungsarbeit auch im Bürgermeister Pierre Barraillé einen Befürworter der Idee. Nach Tauriacs Vorstellung sollten alle Einwohner Mazamets sich für zehn Minuten am 17. Mai 1973 auf die Straße legen und innehalten. Tatsächlich machten beinahe alle Bewohner der Stadt mit, auch dank Einverständnis der örtlichen Arbeitgeber, die ihren Arbeitern für diese Aktion freie Zeit gewähren mussten. Die Aktion war ein überaus großer Erfolg, da auch Kamerateams der größten Fernsehanstalten des Landes vor Ort waren und darüber berichteten.

Über „Mazamet, die tote Stadt“ (franz. „Mazamet ville morte“) berichtete die Arte-Sendung Stadt Land Kunst in ihrer 1506. Folge ausführlich.[3][4]

Bevölkerungsentwicklung

  • 1962: 15.091
  • 1968: 16.171
  • 1975: 14.440
  • 1982: 12.840
  • 1990: 11.481
  • 1999: 10.544
  • 2006: 10.158

Verkehr

Mazamet hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Castres–Bédarieux. Seit der Einstellung des Personenverkehrs zwischen Mazamet und Bédarieux ist es der Endpunkt der Trasse. Bedient wird der Bahnhof heute noch von einzelnen Zügen des TER Occitanie, die bis zum Bahnhof Toulouse-Matabiau durchgebunden sind. Weiterhin bestehen Busverbindungen bis nach Béziers.

Persönlichkeiten

  • Moyse Garrigue, Juwelier und Händler (1663–1715)
  • Jacques Garrigue, Juwelier und Kirchenvorstand (1677–1730)
  • Pierre-Marie Puech, römisch-katholischer Geistlicher und Bischof (1906–1995)
  • Michel Pierre Marie Mouïsse (* 1939), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Périgueux
  • François Girbaud, Modemacher (* 1945)
  • Laurent Jalabert, Radsportler (* 1968)
  • Nicolas Jalabert, Radsportler (* 1973)
  • Thomas Ramos, Rugby-Union-Spieler (* 1995)

Tour de France

Mazamet war Startort der 14. Etappe der Tour de France 2007.

Commons: Mazamet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://la-commune.over-blog.com/article-pourquoi-mazamet-ne-peut-pas-signer-la-nouvelle-charte-du-parc-naturel-regional-du-haut-91421199.html
  2. Résultats municipales 2020 Mazamet. leparisien.de, 4. Juni 2020 (abgerufen am 11. Mai 2021).
  3. Stadt Land Kunst, in der arte-Mediathek, abrufbar bis 5. Januar 2026
  4. Stadt Land Kunst, Folge 1506, auf fernsehserien.de

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The Prats menhir, one of the tallest of the Tarn, since it looks at you from the top of its 4 meters.
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The standing stone of Hautpoul which points the way to the medieval village of the same name.
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