Max Klein (Politiker)

Max Klein (* 20. Juni 1882 in Wien; † 11. Dezember 1957 ebenda) war ein österreichischer Politiker (SDAP) und Krankenkassenbeamter. Er war von 1919 bis 1921 Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich und von 1920 bis 1934 Mitglied des Österreichischen Bundesrates.

Klein absolvierte die Volks-, Bürger- und Handelsschule und arbeitete als Inspektor und Kanzleileiter der Krankenkasse der Handelsgehilfen. Gleichzeitig mit der Aufnahme seiner Werktätigkeit engagierte sich Klein in der Gewerkschaft und wurde Obmann-Stellvertreter im Zentralverein der kaufmännischen Angestellten, Vorsitzender der ständigen Delegation der gewerkschaftlichen Angestelltenorganisationen und Vizepräsident der Deutschösterreichischen Pensionsanstalt für Angestellte. Zudem war er Mitglied der Staatskommission für die Sozialisierung. Er vertrat die Sozialdemokratische Arbeiterpartei vom 20. Mai 1919 bis zum 11. Mai 1921 im Niederösterreichischen Landtag (Gemeinsamer Landtag), wobei er ab dem 10. November 1920 im Zuge der Trennungsphase Wiens von Niederösterreich der Kurie Wien angehörte und ab dem 30. Dezember 1920 Wiener Delegierter war. Danach war er zwischen dem 1. Dezember 1920 und dem 17. Februar 1934 Mitglied des Bundesrates (I., II., III. und IV. Gesetzgebungsperiode).

Klein emigrierte 1938 nach Palästina, kehrte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach 1945 wieder nach Österreich zurück und wurde Vorstand der Pensionsversicherung der Angestellten. In der Folge arbeitete er bis 1954 als Direktor der Perlmooser AG.

Literatur

  • NÖ Landtagsdirektion (Hrsg.): Biographisches Handbuch des NÖ Landtages 1861–1921 (= NÖ-Schriften. Band 166). NÖ Landtagsdirektion, St. Pölten 2005, ISBN 3-85006-166-3.

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