Mary Jeanne van Appledorn

Mary Jeanne van Appledorn (* 2. Oktober 1927 in Holland, Michigan; † 12. Dezember 2014 in Lubbock, Texas)[1] war eine US-amerikanische Komponistin.

Leben

Sie studierte an der Eastman School of Music in Rochester, New York, Klavier bei Cecile Straub Genhart sowie Komposition bei Bernard Rogers und Alan Hovhaness.[2] Von 1950 bis 2008 lehrte sie an der Fakultät für Musik der Texas Tech University in Lubbock.[3] 1951 gründete sie dort das Annual Symposium of Contemporary Music, das sie bis 1981 leitete.[3] Mit preisgekrönten Werken wie Set of Five (1951) und Contrasts (1953) verzeichnete sie erste Erfolge als Komponistin.[4] Ihre Fakultät ermöglichte ihr 1982 einen Studienaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, wo sie sich mit computergenerierter Musik beschäftigte.[3] 1989 erhielt sie an der Texas Tech University eine Paul Whitfield Horn Professur.[4]

Sie schrieb ein Ballett, Werke für Orchester, Chor, Symphonic Band, Kammerensembles, Gesang, Klavier und andere Soloinstrumente, u. a. auch Kompositionen für Carillon.[5] Stilistisch bewegte sie sich zwischen Neoklassizismus und freier Tonalität, gelegentlich finden sich auch Klangfarben aus Impressionismus und Jazz.[6]

Auszeichnungen

  • 1980–1999: ASCAP Standard Panel Awards[5]

Literatur

  • Rebecca A. Maloy: Van Appledorn, Mary Jeanne. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
  • Karin Pendle: Women and Music. A History. 2. Auflage. Indiana University Press, Bloomington 2001, ISBN 0-253-33819-0, S. 33 (google.de [abgerufen am 1. Juni 2019]).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lebensdaten und Werkliste auf musicalics
  2. Rebecca A. Maloy: Van Appledorn, Mary Jeanne. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
  3. a b c Interview mit Bruce Duffle vom 20. Januar 1988
  4. a b Biographie in: Mary Jeanne van Appledorn Collection
  5. a b Nicolas Slonimsky, Laura Kuhn, Dennis McIntire: Van Appledorn, Mary Jeanne. In: Baker’s Biographical Dictionary of Musicians. 2001;.
  6. Kurzvita auf: Hildegard Publishing Company