Mailänder Postfälschung

Die Mailänder Postfälschung bezeichnet die Fälschung der Marken Mi. Nr. 3–5 von Lombardei-Venetien. Sie ist eine der berühmtesten österreichischen Postfälschungen und hatte es tatsächlich in den Umlauf geschafft. Das erste Mal kamen die Briefmarken im Dezember 1857 in den Umlauf. Die Fälscher wurden nie entdeckt. Tatsächlich war es schon die zweite Fälschung der Briefmarkenserie, nach der Veroneser Postfälschung von 1850.[1]

Papier und Druck

Die Fälschung wurde durch Holzdruck hergestellt, was der Briefmarke ein grobes Aussehen verlieh. Mittelstarkes Maschinenpapier wurde verwendet.[1]

Heutiger Wert

Auf Auktionen werden die Fälschungen meist für circa 600 € verkauft.[2][3]

Literatur

  • Ulrich Ferchenbauer: Handbuch und Spezialkatalog Österreich 1850 bis 1918. 6. Aufl. Selbstverlag, Wien 2000
  • Ulrich Ferchenbauer: Ulrich Ferchenbauer: Sammlung Peter Zgonc: Die Briefmarken von Österreich & Lombardei-Venetien 1850–1867, Auktionshaus Christoph Gärtner, Wien 2017
  • Ullrich Häger: Kleines Lexikon der Philatelie, Bertelsmann, 1977

Einzelnachweise

  1. a b Mailänder Postfälschung | Handbuch der Italien Philatelie. Abgerufen am 23. März 2021.
  2. Auktionen H.D. Rauch Münzen Briefmarken Orden. Abgerufen am 23. März 2021.
  3. Briefstück - Lombardei, "MAILÄNDER POSTFÄLSCHUNG" - Stamps 2017/11/07 - Realized price: EUR 520 - Dorotheum. Abgerufen am 23. März 2021 (englisch).