Liste der Kulturdenkmale in Holzhausen (Leipzig)

Die Liste der Kulturdenkmale in Holzhausen (Leipzig) enthält die Kulturdenkmale des Leipziger Stadtteils Holzhausen, die in der Denkmalliste vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen mit Stand 2017 erfasst wurden.

Legende

  • Bild: Bild des Kulturdenkmals, ggf. zusätzlich mit einem Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals im Medienarchiv Wikimedia Commons
  • Bezeichnung: Denkmalgeschützte Objekte und ggf. Bauwerksname des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. Fehlt dieser Link, wurden die Koordinaten noch nicht eingetragen. Sind diese bekannt, können sie über ein Tool mit einer Kartenansicht einfach nachgetragen werden. In dieser Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können durch Verschieben auf die richtige Position in der Karte mit Koordinaten versehen werden. Kulturdenkmale ohne Bild sind an einem blauen bzw. roten Marker erkennbar.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend des Eintrags in der sächsischen Denkmaldatenbank
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals entsprechend des Eintrags in der sächsischen Denkmaldatenbank, ggf. ergänzt durch die dort nur selten veröffentlichten Erfassungstexte oder zusätzliche Informationen
  • ID: Vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergebene, das Kulturdenkmal eindeutig identifizierende Objekt-Nummer. Der Link führt zum PDF-Denkmaldokument des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Bei ehemaligen Kulturdenkmalen können die Objektnummern unbekannt sein und deshalb fehlen bzw. die Links von aus der Datenbank entfernten Objektnummern ins Leere führen. Ein ggf. vorhandenes Icon führt zu den Angaben des Kulturdenkmals bei Wikidata.

Liste der Kulturdenkmale in Holzhausen (Leipzig)

BildBezeichnungLageDatierungBeschreibungID
Gedenkstein(Karte)bezeichnet 1896 (Gedenkstein)Steinblock mit Inschrift, sogenannter Jägerstein zur Erinnerung an Alphons Hagemann, Jagdherr und Rechtsanwalt in Leipzig, ortsgeschichtlich von Bedeutung08967682
 
Ehemaliges Beamtenwohnhaus in offener Bebauung, ohne spätere Anbauten, heute Bibliothek, sowie VorgartenArthur-Polenz-Straße 12
(Karte)
1935–1936 (Beamtenwohnhaus)alte Ortslage Zuckelhausen, zeittypischer Putzbau mit Klinkergliederung, mit Garageneinbau im Keller, erbaut als Dreifamilienbeamtenwohnhaus, heute Stadtteilbibliothek Holzhausen, ortsgeschichtlich von Bedeutung

Zu Beginn der 1930er Jahren wurden wegen eines gestiegenen Personalbedarfs zahlreiche neue Arbeitskräfte bei der Gemeindeverwaltung eingestellt, ohne dass den Beamten wegen der herrschenden Wohnungsnot geeigneter Wohnraum zu Verfügung gestellt werden konnte. Hintergrund war unter anderem das Zusammengehen mit der Gemeinde Zuckelhausen. Am 1. Oktober 1935 erging Bauantrag für ein Dreifamilien-Beamtenwohnheim mit Plänen des ortsansässigen und bauleitenden Architekten J. Heinrich Lieder. Bernhard Ströfer aus Stötteritz übernahm mit seiner Firma die bauliche Umsetzung bis zum Juni 1936. In beiden Hauptgeschossen waren vorgesehen je eine Wohnung mit Vorraum, Wohn- und Speise- sowie Kinderzimmer, einer Kammer nebst Küche, Bad/WC und Vorraum, im Dachgeschoss lag eine kleinere Wohnung. Neben Heizraum und Waschküche wurde im Keller auch eine Garage eingebracht. Geplant war der Einbau einer biologischen Hauskläranlage, damit die Ableitung direkt in die Rietzschke erfolgen durfte. Der zunächst frei stehende Bau wurde ohne Darlehensaufnahme aus Gemeindemitteln finanziert und als Arbeitsmaßnahme zur Linderung der hohen Arbeitslosigkeit im Ort angesehen. Später Nutzung durch die Gemeindeverwaltung und die örtliche Bibliothek sowie als Kindergarten und Standesamt, 1995/1996 Umbau des Kellergeschosses zum „Jugendklub Holzhausen“. Insbesondere durch den eleganten, straßenseitigen Balkonanbau erfährt das mit zeittypischem Walmdach abgeschlossene ehemalige Wohnhaus seine reizvolle architektonische Wirkung. Abgestimmt wirken die zur hellen Putzfassade die aus dunklen Sichtklinkern gefügten Partien, zahlreiche originale Details sind erhalten. Als Zeugnis öffentlich geförderten Wohnungsbaus der 1930er Jahre besitzt das von der Ortsgemeinde erbaute Gebäude einen baugeschichtlichen Wert. LfD/2012, 2017

09304387
 
Villa, mit Vorgarten und EinfriedungArthur-Polenz-Straße 25
(Karte)
1928–1929 (Villa)alte Ortslage Zuckelhausen, sparsam dekorierte Putzfassade mit Walmdach und Windfanganbau, repräsentative Arztvilla, Anklänge an den Art-Déco-Stil, baukünstlerisch von Bedeutung09259485
 
Gedenkstein zur Völkerschlacht 1813
Gedenkstein zur Völkerschlacht 1813Auf dem Colmberg
(Karte)
1856 (Gedenkstein)erinnert an die Kämpfe zwischen Macdonald und Klenau, errichtet vom »Verein zur Feier des 19. Oktober«, geschichtlich von Bedeutung09259521
 
Apelstein Nr. 7 (N)
Weitere Bilder
Apelstein Nr. 7 (N)Auf dem Colmberg
(Karte)
gesetzt 1861 (Gedenkstein)Gedenkstein zur Erinnerung an die Kämpfe der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, 15.000 Mann des XI. Korps unter Marschall Macdonald gegen Österreicher unter Klenau, geschichtlich von Bedeutung09259520
 

Weitere Bilder
Fabrikantenvilla, mit Pforte und VorgartenChristian-Grunert-Straße 1
(Karte)
1924–1925 (Fabrikantenvilla)Putzfassade mit Satteldach, im traditionalistischen Stil, repräsentatives Gebäude mit interessanter Fassadengestaltung, ehemalige Villa des Fabrikanten Albert Krautzberger, Erfinder und Produzent von Druckluft-Spritzapparaten, bauhistorisch und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Fabrikgelände und das Wohnhaus des Geschäftsinhabers trennt eine kleine Straße, Albert Krautzberger gab 1924 Pläne für ein Einfamilienwohnhaus in Auftrag und erhielt am 3. Tag des neuen Jahres die Baugenehmigung. Baumeister Bruno Busch übernahm Entwurf und Bauleitung, die Gestattung der Ingebrauchnahme erfolgte im Sommer 1927. Im Frühjahr 1925 übrigens wurde das Vorhaben der Herstellung eines zur Fabrik Fabrik führenden Anschlussgleises erörtert. Das Wohnhaus erlitt am 20. Februar 1944 einige Dachschäden durch „feindlichen Terrorangriff“. Im Jahr 1953 waren eine Zaunreparatur beabsichtigt und 1954 Arbeiten zur Innenrenovierung, eine Sanierung erfolgte zwischen 2009 und 2015. Wirkungsvoll erhebt sich der verputzte Baukörper hinter einem großzügigen Vorgartenbereich, besitzt seitlich Zugänge und akzentuierend einen prägenden polygonalen Standerker mit Turmabschluss vor einem Dachhaus mit Giebelabschluss. Im Übergang zwischen dem Reformstil und der Auffassung der 1920er Jahre erheischt die architektonische Idee Aufmerksamkeit insbesondere durch die dekorlose helle Putzfassade über Sichtklinkersockel und die mit roten Ziegeln versehene vielgliedrige Dachlandschaft. Von der originalen Einfriedung ist bedauerlicherweise lediglich die kleine Toranlage des linksseitigen Eingangsbereiches erhalten (eine Wiedererrichtung des einfachen Holzzaunes ist für 2018 vorgesehen). Das zur gegenüber liegenden Fabrik gehörende Unternehmergebäude besitzt einen baugeschichtlichen Wert und dokumentiert die Phase der industriellen Ortsentwicklung. LfD/2016, 2017

09259486
 
Fabrikgebäude, ehemals Verwaltungs- und Werkstattbau
Weitere Bilder
Fabrikgebäude, ehemals Verwaltungs- und WerkstattbauChristian-Grunert-Straße 2
(Karte)
1904–1905 (Fabrik)Putz-Klinker-Fassade, die Firma produziert Druckluft-Spritzpistolen, Zeugnis der Industrieansiedlung im Zusammenhang mit der Bahnanbindung des Ortes Holzhausen, dazugehörig die Fabrikantenvilla Christian-Grunert-Straße 1, baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich bedeutsam09302975
 
Turnhalle und SaalEmil-Altner-Weg 50
(Karte)
um 1900 (Turnhalle)Klinker-Putz-Fassade mit interessante Fassadengestaltung, von Halbsäulen gerahmten Eingangsbereich, ortsgeschichtlich von Bedeutung09259501
 
Kirchhofsmauer (Torbogen) sowie Gedenkstein an die Völkerschlacht bei Leipzig und Gedenktafel am Torbogen
Kirchhofsmauer (Torbogen) sowie Gedenkstein an die Völkerschlacht bei Leipzig und Gedenktafel am TorbogenHauptstraße
(Karte)
1768 (Reste der Kirchhofsmauer), 1913 (Gedenkstein), 1954 (Gedenktafel am Torbogen)Rest der am 18. Oktober 1813 zerstörten Kirchhofsmauer aus dem Jahre 1768 sowie Gedenkstein an die Völkerschlacht bei Leipzig (1913) und Gedenktafel (1954) am Torbogen, geschichtlich von Bedeutung09259472
 
Steinkreuz
Weitere Bilder
SteinkreuzHauptstraße
(Karte)
1524 (Sühnekreuz)ehemals an der Stötteritzer Landstraße, 2008/2009 an der Kirche aufgestellt, ortsgeschichtlich von Bedeutung09259940
 
Kirche (mit Ausstattung)
Weitere Bilder
Kirche (mit Ausstattung)Hauptstraße
(Karte)
im Kern 1767 (Kirche), 1818 (Kirche), um 1820 (Kanzelaltar)rechteckiger Saalbau mit Satteldach, quadratischer Westturm mit Zwiebelhaube und Laterne, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung09259471
 
Denkmal für die Gefallenen des 1. WeltkriegesHauptstraße
(Karte)
nach 1921 (Gefallenendenkmal)ortsgeschichtlich von Bedeutung09259491
 
Portal (mit Schlussstein) eines ehemaligen Gasthofes (Saal und Gasthaus abgebrochen)Hauptstraße 2
(Karte)
bezeichnet 1792 (Portal)landschaftstypisches barockes Portal, Geschichts- und Erinnerungswert09259495
 
Wohnhaus, Seitengebäude, Scheune, Vorgarten und Einfriedung mit Torpfeilern eines DreiseithofesHauptstraße 10
(Karte)
um 1880 (Bauernhaus)Wohnhaus mit Putzfassade und Krüppelwalmdach, Seitengebäude Ziegelbau, unveränderte Gebäudeteile der Ortskernbebauung des ausgehenden 19. Jahrhunderts, baugeschichtlich von Bedeutung09259496
 
Wohnhaus und daran angebautes Seitengebäude eines Dreiseithofes, mit VorgartenHauptstraße 33
(Karte)
um 1850 (Bauernhaus)Wohnhaus Putzfassade mit Holzverkleidung und Satteldach, unveränderte Bauten der Ortskernbebauung des 19. Jahrhunderts, baugeschichtlich von Bedeutung09259502
 
Wohnhaus eines ehemaligen DreiseithofesHauptstraße 47
(Karte)
19. Jh. (Bauernhaus)mit Putzfassade und Krüppelwalmdach, ortstypisches Gebäude am Ende des alten Ortskernes, baugeschichtlich von Bedeutung09259500
 
Denkmal für die Gefallenen der Völkerschlacht bei Leipzig 1813
Weitere Bilder
Denkmal für die Gefallenen der Völkerschlacht bei Leipzig 1813Kleinpösnaer Straße
(Karte)
1913 (Denkmal)Granitplatte mit Kalksteinoberbau, österreichisch-ungarischer Doppeladler aus Bronze, mit Inschrifttafel, künstlerisch und geschichtlich von Bedeutung, zur Erinnerung an die in der Völkerschlacht gefallenen Österreicher09259470
 
Sendeanlage bestehend aus einem Dienstgebäude, einem Wohngebäude, zwei Nebengebäuden, einem Pförtnerhäuschen, Resten der Einfriedung, sowie Fundamenten der Sendemasten
Sendeanlage bestehend aus einem Dienstgebäude, einem Wohngebäude, zwei Nebengebäuden, einem Pförtnerhäuschen, Resten der Einfriedung, sowie Fundamenten der SendemastenKleinpösnaer Straße 39
(Karte)
1938 (Sendeanlage)wichtiges Zeugnis der deutschen Funkgeschichte zwischen 1938 und 1990, militärhistorisch, funkgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung09305777
 
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Friedhof Zuckelhausen (Obj. 09305936, gleiche Anschrift): Grabstätte für drei SowjetsoldatenLiebertwolkwitzer Straße 43
(Karte)
nach 1945 (Soldatengrab)alte Ortslage Zuckelhausen, geschichtlich von Bedeutung09299341
 
Sachgesamtheit Friedhof Zuckelhausen, mit folgenden Einzeldenkmalen: Grabstätte für drei Sowjetsoldaten (Obj. 09299341, gleiche Anschrift) sowie AlleeLiebertwolkwitzer Straße 43
(Karte)
um 1900 (Friedhof)alte Ortslage Zuckelhausen, geschichtlich von Bedeutung09305936
 
Doppelwohnhaus in offener Bebauung, mit Einfriedung und VorgartenMölkauer Straße 49; 51
(Karte)
1911–1912 (Doppelwohnhaus)Putzfassade mit Mansard-Satteldach, Reformstil-Architektur, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Am 22. September 1911 wurde Bauantrag gestellt für ein Doppelhaus nebst Waschküche und Geräteschuppen durch den bauleitenden Architekten Georg Schumann aus Paunsdorf. Für Nummer 49 übernahm der Privatmann Friedrich Ernst Wittmar die Kosten, für die 51 der ausführende Maurermeister Max Petersohn, 1912 erfolgte die Schlussprüfung. Jedes Haus – die Eingänge sind seitlich eingeordnet – hatte zwei Etagenwohnungen, mit zwei Stuben, Loggia, Kammer, Küche und Corridor, die Waschküche fand im Keller Einrichtung. In der Intention einer Landhauskolonie standen Heimatstil und Reformstil Pate bei den Entwürfen, glatt verputzt zeigen sich die Fassaden über gelbem Sichtklinkersockel. Einen wirkungsvollen Kontrast bildet das mit naturroten Ziegeln gedeckte Dach, aus gelben Klinkern neu gefügt wurde der Sockel der Einfriedung, ihre Pfeiler wieder mit grünglasierten Ziegeln akzentuiert, nicht dem Original entsprechen Eisenzaun und Tore. Das wirkungsvolle Doppelhaus in offener Bebauung besitzt eine baugeschichtliche Bedeutung, legt Zeugnis ab von der Ortserweiterung am Anfang des 20. Jahrhunderts und die Einflüsse der Gartenstadtbewegung. LfD/2017

09259939
 
Wohnhaus in offener Bebauung und in Ecklage, mit VorgartenMölkauer Straße 62
(Karte)
1928–1929 (Wohnhaus)bautechnologisch bemerkenswerte Stahlfassade mit Klinkersockel und Walmdach, mit interessant gestaltetem Eingangsbereich, eine Zeit lang als Gasthaus genutzt (daher auch Stahlgasthaus genannt), ortshistorisch und baugeschichtlich von Bedeutung

Auf dem Eckgrundstück – ehemals Zweinaundorfer und Stötteritzer Straße – ließ Albert Seckel 1928–1929 ein Wohn- und Gastwirtschaftsgebäude errichten. Bauleitender entwerfender Architekt war der in Zuckelhausen ansässige Baumeister Willy Kober. Der zweigeschossige Baukörper entstand über Sichtklinkersockel jedoch als Stahlhaus – ausgeführt von der Leipziger Tresorbaufirma Braune & Roth. Diese Firma fertigte ab 1926 Stahlhäuser (erstes Musterhaus in Beucha, Weidenweg 3), in zeitgleicher Konkurrenz zur ebenfalls in Leipzig tätigen Firma von Carl Kästner. Die eingereichten Entwürfe zeigen achtzehn Zentimeter dicke Außenwände, massive Decken zwischen Keller/Erdgeschoss sowie den beiden Wohnetagen, eine Holzbalkendecke zum Dachboden. Während im ersten Stock die Wirtswohnung, Toiletten und sieben Fremdenzimmer vorgesehen waren kamen darunter ein mit Harmonikawand zu teilendes Gesellschafts- und ein Tagungszimmer neben Gastraum, Wohnzimmer, Küche, Ausgabe und Aborte unter, der rückwärtige Treppenhausanbau wirkt überzeugend. Im Jahresverlauf 1932 bis 1934 fügte Architekt Leopold de Potter dem mit einem wirkungsvollen Mansarddach versehenen Haus eine Kolonnade zur Erweiterung der Gasträume an (Bauherr Albert Seckel). Der eingeschossige Anbau an der Vorderfront hat nach Sanierung die auf den bauzeitlichen Planunterlagen sichtbare Eleganz jedoch eingebüßt, eine Garage auf dem Grundstück stammt von 1956. LfD/2017

09259490
 
Doppelwohnhaus in halboffener Bebauung (bauliche Einheit mit Nr. 96/98), mit Vorgarten und GarageMölkauer Straße 92; 94
(Karte)
1912–1913, Nummer 92 (Doppelwohnhaus)Putzfassade, von Säulen gerahmter Portalvorbau, bildet mit Nummer 96/98 Ensemble, baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich bedeutsam als Beamtenwohnhausgruppe der Maschinenfabrik Karl Krause

Der im Herbst 1912 eingereichte Bauantrag umfasste vier Landhäuser (als zwei Doppelhäuser ausgebildet), welche die Firma Karl Krause aus Leipzig-Anger durch den Architekten William Zweck entwerfen ließ, jedoch selbst ausführte. In jedem Gebäude konnten ab Februar 1914 jeweils zwei Beamten-Familien einziehen. Es gab nur ein Vollgeschoss mit Flur, Wohnzimmer, Küche nebst Speisekammer, Besenkammer, Abort, seitlich oder rückwärtig eine überdachte Veranda sowie zur Straße hin einen zusätzlichen überdachten Sitzplatz. Mit dem neben der Küche eingerichteten Planschraum dürfte die Waschküche und/oder das Bad gemeint sein. Dem Baukörper seitlich angeschlossen war jeweils ein Schuppen, der später zumeist in Garagen umgewandelt wurde. Unter dem wirkungsvollen, beinahe die doppelte Höhe des Parterre messenden Dachs waren weitere Wohnräume und Kammern eingerichtet. Äußerlich prägen Putzfassade und Ziegeldach, hölzerne Klappläden an Fenstern mit kleinteiliger Sprossung, eine verbretterte Giebelspitze und insbesondere verleihen die kleinen Vorbauten der Baugruppe den gewünschten Charme eines Landhauses, dazugehörig sind Vorgarten und Garten. Das Gebäude besitzt einen baugeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Wert. LfD/2018, 2019

09259937
 
Doppelwohnhaus in halboffener Bebauung und in Ecklage (bauliche Einheit mit Nr. 92/94), mit Vorgarten und GarageMölkauer Straße 96; 98
(Karte)
1912–1914 (Doppelwohnhaus)Putzfassade, architektonisch bemerkenswertes Ensemble mit Nummer 92/94, baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich bedeutsam als Beamtenwohnhausgruppe der Maschinenfabrik Karl Krause

Im Oktober 1906 waren Bedingungen zum Bebauungsplan der Firma Karl Krause formuliert worden. Ein im Herbst 1912 eingereichter Bauantrag umfasste vier Landhäuser, welche die in Leipzig-Anger ansässige Firma durch den Architekten William Zweck entwerfen ließ, selbst jedoch ausführte. Ab Februar 1914 konnten beamtete Unternehmensangestellt mit ihren Familien einziehen. Es gab nur ein Vollgeschoss mit Flur, Wohnzimmer, Küche nebst Speisekammer, Besenkammer, Abort, seitlich oder rückwärtig eine überdachte Veranda sowie zur Straße hin einen zusätzlichen überdachten Sitzplatz. Mit dem neben der Küche eingerichteten Planschraum dürfte die Waschküche und/oder das Bad gemeint sein. Dem Baukörper angeschlossen war jeweils ein Schuppen, der später zumeist in Garagen umgewandelt wurde. Unter dem wirkungsvollen, sehr hohen Dach waren weitere Wohnräume und Kammern eingerichtet. Äußerlich prägen Putzfassade und Ziegeldach, hölzerne Klappläden an Fenstern mit kleinteiliger Sprossung, eine verbretterte Giebelspitze und vor allem die kleinen Vorbauten verleihen der Baugruppe den gewünschten Charme eines Landhauses, dazugehörig sind Vorgarten und Garten. Das Gebäude auf einem Eckgrundstück besitzt einen baugeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Wert. LfD/2019

09259936
 
Wohnhaus in offener Bebauung mit VorgartenParkstraße 14
(Karte)
1933–1934 (Wohnhaus)Putzfassade mit Klinkergliederung, Walmdach, schönes vorgelagertes Portal mit bogenförmigem Giebelabschluss und Glasfenster, qualitätvolles Wohngebäude, baugeschichtlich von Bedeutung

Dreizehn Monate genügten für das Vorhaben eines Wohngebäudes mit Einfriedung, 1933 von dem 1900 in Lindenau geborenen Architekten Julius Heinrich Lieder als Bauherr, Entwerfender und für die statischen Berechnungen verantwortlich. Möglicherweise übernahm er selbst auch die Ausführung des Hauses an der damaligen Meusdorfer Straße. Auf den 31. Dezember 1944 datiert eine Rechnung über die Behebung von Bombenschäden durch Zimmerei und Baugeschäft Oswald Schulze. Das Haus das hinter einem ungewöhnlich breiten Vorgarten auf dem Areal steht, ist saniert. Raffiniert führt die Einfriedung aus Klinkermauerwerk und zwischen Pfeiler gespannten (heute neuen) Metallfeldern auf das Grundstück – der Zugang lenkt Blick und Schritte über eine außerordentlich großzügige Freitreppe zum Hauseingang. Deutlich zeigt sich das aufragende Kellergeschoss aus Sichtklinkermauerwerk, rechter Hand fand eine Garage in einem Anbau ihre Einrichtung. Sehr Repräsentativ wirkt der villenartige Baukörper, der auf den ersten Blick scheinbar nur eine Wohnetage besitzt. An den Giebelseiten jedoch deuten Dachhäuser auf dahinter liegende Wohnräume hin. Ein profiliertes Klinkerportal rahmt die aus zwei Flügeln bestehende Eingangstür, ein darüber sichtbares Zwerchhaus mit Handrundabschluss und farbiger Verglasung erheischt Aufmerksamkeit. Sonst herrscht Strenge und Klarheit, ein Walmdach überfängt den Baukörper. Ein Zwillingsbruder des Hauses ist in der Wiederitzscher Lindenstraße 54 zu finden (1935–1936 errichtet). Der Einfamilienhausbau besitzt einen ortsgeschichtlichen, architekturhistorischen und baukünstlerischen Wert. LfD/2019

09259517
 
Wohnhaus in offener Bebauung, mit Toreinfahrt und VorgartenParkstraße 39
(Karte)
1930–1931 (Wohnhaus), 1932–1933 (Toreinfahrt)zeittypische Putz-Klinker-Fassade mit Walmdach, gut erhaltenes Beispiel für Architektur im Stile der 1930er Jahre, baugeschichtlich von Bedeutung

Das Grundstück wurde unter der Ortsliste 450 Abt. A für Zuckelhausen geführt, nachdem zwischen Baubeginn im Oktober 1930 und der zum 7. Januar des Jahres 1932 erfolgten Schlussprüfung ein Einfamilienwohnhaus errichtet worden war. Als Bauherr trat Fleischermeister Heinrich Moritz Lahse in Erscheinung, als bauleitender Entwurfsarchitekt J. Heinrich Lieder. Abgelehnt wurde 1992 ein Antrag auf Bauvorbescheid für ein sechs Wohneinheiten umfassendes neues Mehrfamilienwohnhaus auf dem Grundstück mit zwei Vollgeschossen und ausgebautem Dach. Einfriedung und Garage entstanden nach Vollendung des Wohngebäudes in den Jahren 1932 bis 1933. Eingedenk einer praktikablen Nutzung des Inneren zeigt sich das Äußere des verputzten Baukörpers kompakt, ergänzt durch unterschiedliche kleine Anbauten. Sichtklinkerflächen stehen als Kontrast zur hellen Putzfassade für die zeittypische Gestaltungsauffassung, Ausstattungselemente sind wohl größtenteils überkommen. Nicht ganz geglückt erscheint der über dem Windfang bzw. Balkon aufgesetzte Wintergarten. Für den sehr individuell gestalteten Privatwohnungsbau der 1930er Jahre besteht ein baugeschichtlicher Wert. LfD/2016, 2017

09259515
 
Wohnhaus in offener Bebauung, mit Vorgarten und GarageParkstraße 41
(Karte)
1931 (Wohnhaus)Putz-Klinker-Fassade mit Walmdach, gut erhaltenes Beispiel für Wohnhaus-Architektur der 1930er Jahre, baugeschichtlich von Bedeutung09259514
 
Wohnhaus in offener Bebauung, mit VorgartenParkstraße 47
(Karte)
1934–1935 (Wohnhaus)Putzfassade mit Walmdach, interessant gegliederter Baukörper mit Putzdekoration im Stil der 1930er Jahre, baugeschichtlich von Bedeutung

Willy Kober zeichnete als bauleitender Architekt und Baumeister verantwortlich für die Ausführung eines Einfamilienwohnhauses, dessen Fassaden sich verputzt und dessen Dach sich mit naturfarbigen Biberschwanzziegeln zeigte. Im Herbst 1934 unterzeichnete der Bauherr und Kaufmann Oskar Curt Heller aus Schönefeld die Antragsunterlagen, zum 3. Juni 1935 wurde die Ingebrauchnahme gestattet. Ein Firmenbogen von 1940 nennt als Geschäftsadresse der Fa. Heller, Schürzen- und Wäsche-Fabrikation, die Katharinenstraße 16 in Leipzig. Der zweigeschossige kubische, dennoch vornehm wirkende Baukörper wird von einem hohen Walmdach mit anlaufenden Graten bedeckt. Asymmetrisch angeordnete Anbauten – ein straßenseitig halbrunder Standerker mit Kegeldach, ein seitlicher Eingangsvorbau mit Balkon und eine geschwungene Treppe – bereichern spannungsvoll der Erscheinungsbild. Klinkerpartien und unterschiedliche Putzstrukturen verleihen dem Gebäude Oberflächenreiz, zu dem weiter auch die akzentuiert eingesetzte Art-Déco-Ornamentik beiträgt. Teile der Ausstattung sind erhalten. Für den Privatwohnungsbau in der Holzhausener Siedlung besteht ein baugeschichtlicher Wert. LfD/1997, 2017

09259516
 
Garten eines ehemaligen Landsitzes, heute Teil eines Kindergartens (Kindergartenneubau – kein Denkmal), mit Pavillon, drei Steinbänken und Blumenschale
Garten eines ehemaligen Landsitzes, heute Teil eines Kindergartens (Kindergartenneubau – kein Denkmal), mit Pavillon, drei Steinbänken und BlumenschaleRussenstraße 135
(Karte)
19. Jh. (Villengarten/Landhausgarten)alte Ortslage Zuckelhausen, Garten mit Altbaumbestand, ortsgeschichtlich und gartenhistorisch von Bedeutung09259933
 
Wohnhaus in offener Bebauung, mit VorgartenSteinbergstraße 6
(Karte)
1928–1929 (Wohnhaus)Putzfassade, Klinkersockel, ausgebautes Walmdach, bildet zusammen mit Nummer 8 schönes Ensemble mit interessanter Fassadengestaltung durch gelben, grünen und roten Putz und Verwendung von rotem Klinker, baugeschichtlich von Bedeutung09259513
 
Wohnhaus in offener Bebauung und in Ecklage, mit VorgartenSteinbergstraße 8
(Karte)
1930–1931 (Wohnhaus)Putzfassade, Klinkersockel, ausgebautes Walmdach, Innenausstattung aus der Erbauungszeit, bildet zusammen mit Nummer 6 ansprechendes Ensemble, baugeschichtlich von Bedeutung

Freistehend auf einem Eckgrundstück mit recht breitem Vorgartenbereich steht ein Mehrfamilienwohnhaus, das 1930/1931 im Auftrag des Gemeinderates zur Linderung der Wohnungsnot im Ort erbaut wurde. Bürgermeister Küchler unterzeichnete den Vertrag, die Ausschreibung gewann Max Petersohn für die bauliche Umsetzung. Grundlage bildeten Entwürfe des auch mit der Bauleitung beauftragten Architekten, Herrn Baumeister Willy Kober aus Zuckelhausen. Eine zunächst dreigeschossige Planung erfuhr ihre Reduzierung auf zweigeschossige Bauweise. Aus einem Doppelhaus mit insgesamt zehn Wohnungen erfolgte die Reduktion auf insgesamt je zwei Wohnungen in Parterre und Obergeschoss sowie eine Mietpartei unterm Dach. Das Haus wirkt recht unfertig, wenn man die fensterlose Giebelwand und den hohen Dachgiebel ins Auge nimmt. Auffallend ist der Klinkersockel, für den Rohbausteine aus Narsdorf oder der Ziegelei und Tonsteinfabrik, C. Stötzner & Co. KG Holzhausen vorgesehen waren. Die helle Putzfassade wird durch ein grünes Band – eingespannt zwischen die beiden Fensterreihen – und eine in gleichem Farbton gehaltene Traufzone mit weit vorstehendem Traufkasten akzentuiert (vgl. auch das in etwa zeitgleich erbaute Wohnhaus Steinbergstraße 6). Markant ist der hofseitige Eingangsrisalit mit Zwerchhaus und einem Fensterband vor der Treppenzone. Ziegel für den Mauerwerksverband lieferte Fa. Knoth aus Zwenkau. Vom März 1997 stammt die denkmalschutzrechtliche Stellungnahme zur bevorstehenden Sanierung. Für das Haus, das in unmittelbarem Zusammenhang mit Steinbergstraße 6 zu sehen ist, besteht ein bau- und sozialgeschichtlicher Wert. LfD/2018, 2019

09259512
 
Apelstein Nr. 27 (N)
Weitere Bilder
Apelstein Nr. 27 (N)Stötteritzer Landstraße
(Karte)
bezeichnet 1863 (Gedenkstein)Gedenkstein zur Erinnerung an die Kämpfe der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, 15.000 Mann des XI. französischen Korps unter Marschall Macdonald gegen die Armee von General Bennigsen, geschichtlich von Bedeutung09259469
 
Grabmale auf einem FriedhofStötteritzer Landstraße 4a
(Karte)
nach 1876 (Grabmal)ältere Grabmale auf dem kirchlichen Friedhof Holzhausen, ortsgeschichtlich von Bedeutung09299331
 
WohnhausStötteritzer Landstraße 6
(Karte)
19. Jh. (Wohnhaus)eingeschossiger Putzbau mit Satteldach, gut erhaltenes Beispiel der Ortsbebauung des 19. Jahrhunderts, sozialgeschichtlich von Bedeutung09259519
 
Wohnhaus und Scheune eines BauernhofesStötteritzer Landstraße 16
(Karte)
um 1880 (Bauernhaus)Wohnhaus mit Putzfassade und Satteldach, ortsbildprägendes Hofensemble in städtebaulich wichtiger Lage09259505
 
Schule und Turnhalle
Schule und TurnhalleStötteritzer Landstraße 21
(Karte)
1901 (Schule), 1929 (Schulturnhalle)historisierende Putzfassade mit ansprechender Architektur, Turnhalle im Stil der 1920er Jahre, Gebäude von ortshistorischer und sozialgeschichtlicher Bedeutung09259518
 
Wohnhaus in offener BebauungStötteritzer Landstraße 28
(Karte)
um 1905 (Wohnhaus)Putzfassade mit zwei rekonstruierten Gesprengegiebeln und seitlichem Turmanbau, straßenbildprägendes Gebäude, ehemalige Bahnhofsgaststätte, heute Apotheke, baugeschichtlich und ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung09259510
 
Wohnhaus in offener Bebauung, mit Garten und NebengebäudeStötteritzer Landstraße 29
(Karte)
19. Jh. (Wohnhaus)Wohnhaus Putzfassade mit Schwebegiebeln, Anklänge an den Schweizerstil, Nebengebäude Putzfassade mit Fachwerk, mit interessanter Fassadengestaltung, baugeschichtlich von Bedeutung09259504
 
Ehemaliges Gemeindeamt, mit Schuppengebäude im Hof und HofpflasterStötteritzer Landstraße 31
(Karte)
um 1929 (Gemeindeamt)Putzfassade mit Walmdach, im Stil der 1920er Jahre, straßenbildprägendes Gebäude, von ortsgeschichtlicher Bedeutung09259507
 
Mietshaus in offener BebauungStötteritzer Landstraße 33
(Karte)
1910 (Mietshaus)mit Laden, Putzfassade über Klinkersockel, Standerker mit Zierfachwerk, Wohn- und Geschäftsbau im Zentrum des Ortserweiterungsgebietes zwischen Bahnhof und Gemeindeamt, ortsentwicklungsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

Entwurf und Bauleitung für das 1910 errichtete Wohn- und Geschäftshaus in unmittelbarer Nähe zum Holzhausener Bahnhof übernahm der in Leipzig-Stötteritz ansässige Architekt Alfred Nitzschke. Bauherr des Gebäudes in der damaligen Bahnhofstraße 7 war Oswald Schulz. Drei breite Fensterachsen gliedern den verputzten Baukörper, wobei mittig ein polygonaler Standerker vortritt und von einem Dachhaus optisch verlängert wird. Die Sichtfachwerkkonstruktion der Obergeschosse besitzt interessanterweise sehr unterschiedliche Schmuckmotive. Während der Zugang über den Hof erfolgt, öffnet sich zur Straße ein kleiner original erhaltener Laden über drei Kunststeinstufen. Pro Etage eine Wohnung mit Schlafstube, drei Stuben, Kammer, Küche, Bad und Vorsaal sowie AWC. Am 20. Februar 1944 Beschädigungen durch einen alliierten Luftangriff, 1996/1997 Vorhaben für weiteren Dachgeschossausbau. Das Gebäude ist authentischer Zeuge des wichtigsten Ortserweiterungsgebietes, in dem sich neben Mietshäusern, Fabriken und dem Bahnhof auch das im Art-Déco-Stil auf dem südlichen Nachbargrundstück errichtete Gemeindeamt Holzhausen befindet. LfD/2009

09302862
 
Empfangsgebäude
EmpfangsgebäudeStötteritzer Landstraße 35
(Karte)
1900 (Empfangsgebäude)Putzfassade, Krüppelwalmdach, Eisenbahnstrecke Leipzig–Geithain, km 9,73, Gebäude von ortsgeschichtlicher und eisenbahngeschichtlicher Bedeutung09259508
 
Wohnhaus in halboffener Bebauung und Nebengebäude im HofStötteritzer Landstraße 43
(Karte)
um 1880 (Wohnhaus), bezeichnet 1887 (Nebengebäude)Putzfassade mit Satteldach, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Um 1850 könnte das traufständig zur Hauptstraße stehende Gebäude erbaut worden sein. Segmentbogenfenster und das Ziegelmauerwerk deuten darauf hin. Erste Blätter in der Bauakte befassen sich mit dem Bau eines Nebengebäudes 1886 für Friedrich Hermann Schille sowie eines Stalles 1887 (Johann Samuel Rehwagen wird hier genannt), in diesem Jahr wird das Wohnhaus als schiefergedecktes Gebäude erwähnt. Baumeister Arthur Huth aus Holzhausen übernahm 1932 den Auftrag von Grundstücksbesitzer Paul Zschille für eine Wohnhauserweiterung: der schmale Durchlass zum Nachbargrundstück wurde überbaut und das Obergeschoss aufgesetzt. Das Haus ist schmucklos verputzt und besitzt einen niedrigen Sockel, eine Seltenheit stellt das Frackdach des Hauses dar. Sanierungsarbeiten fallen hauptsächlich in die Jahre 2007 bis 2009. Für das 1932 umgebaute klassizistische Haus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein baugeschichtlicher Wert zu konstatieren. LfD/2017

09259511
 
Bockwindmühle auf dem Steinberg
(c) Deutsche Fotothek‎, CC BY-SA 3.0 de

Weitere Bilder
Bockwindmühle auf dem SteinbergStötteritzer Landstraße 78 (bei)
(Karte)
19. Jh. (Mühle)stand bis 1903 in Dreiskau, Außenhaut ist holzverkleidet, Flügel sind in Resten vorhanden, Technisches Denkmal, Erinnerungswert und Bedeutung für die Volksbildung09259474
 
Wikidata-Objekt anzeigen
Grabmale auf einem FriedhofZaucheblick 2a
(Karte)
nach 1876 (Grabmal)ältere Grabmale auf dem kirchlichen Friedhof Holzhausen, ortsgeschichtlich von Bedeutung09299331
 
Kirche (mit Ausstattung) sowie Kirchhof mit Einfriedung und Grabsteinen
Weitere Bilder
Kirche (mit Ausstattung) sowie Kirchhof mit Einfriedung und GrabsteinenZuckelhausener Ring
(Karte)
13. Jh. im Kern (Kirche), 1791 Umbau (Kirche)alte Ortslage Zuckelhausen, im Kern romanische Chorturmkirche, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung09259476
 
Zwei Gedenksteine für die bei den Kämpfen um Zuckelhausen Gefallenen der Völkerschlacht bei Leipzig 1813Zuckelhausener Ring
(Karte)
bezeichnet 1813 (Gedenkstein), bezeichnet 1913 (Gedenkstein)alte Ortslage Zuckelhausen, Findlinge mit Jahreszahl-Inschrift, geschichtlich von Bedeutung09296218
 
Seitengebäude eines ehemaligen Dreiseithofes
Seitengebäude eines ehemaligen DreiseithofesZuckelhausener Ring 1a
(Karte)
um 1900 (Seitengebäude)alte Ortslage Zuckelhausen, Putz-Klinker-Fassade, interessante Giebelgestaltung mit Fachwerk, Anklänge an den Heimatstil, ortsbildcharakterisierendes Gebäude, mit baugeschichtlichem und ortsentwicklungsgeschichtlichem Wert09259482
 
Wohnhaus, Toreinfahrt (mit Pforte) und Vorgarten-Einfriedung eines Bauernhofes
Wohnhaus, Toreinfahrt (mit Pforte) und Vorgarten-Einfriedung eines BauernhofesZuckelhausener Ring 6
(Karte)
bezeichnet 1910, im Kern älter (Bauernhaus), um 1890 (Toreinfahrt)alte Ortslage Zuckelhausen, historisierende Putzfassade mit Satteldach, sehr stattliches Gebäude mit schönen Fensterbekrönungen, baugeschichtlich von Bedeutung09259483
 
Wohnhaus eines Bauernhofes
Wohnhaus eines BauernhofesZuckelhausener Ring 13
(Karte)
im Kern bezeichnet 1863 (Bauernhaus), Umbau 1911 (Bauernhaus)alte Ortslage Zuckelhausen, Putzfassade mit Fachwerkelementen und Mansarddach, Reformstil-Architektur, ortsbildprägendes stattliches Gebäude, unverzichtbarer Bestandteil der alten Ortslage, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung

Ein von Ch. F. Behmichen 1863 inschriftlich datierter Wohnhausbau erfuhr 1911 einen umgreifenden Umbau nach Plänen des Architekten Karl Hunger. Ein mächtiges Mansarddach mit Schopf und weitem Überstand verleiht dem Bau seine Unverwechselbarkeit am Anger. Der obere Teil des großen ortsbildprägenden Giebels weist zeittypisches Blendmaßwerk auf, der kubische Baukörper ist durch umlaufende Gesimse gegliedert. Aus der Erbauungszeit 1863 ist u. a. die Haustür original überkommen. Von Bedeutung die straßen- bzw. ortsbildprägende Wirkung sowie der wissenschaftlich-dokumentarische Wert des Hauses als Zeugnis ländlicher Lebensweise einerseits und der Übernahme repräsentativer städtischer Bauelemente. LfD/2011

09259479
 
Wohnhaus, daran angebautes Seitengebäude, Vorgarten und Toreinfahrt eines ehemaligen Dreiseithofes
Wohnhaus, daran angebautes Seitengebäude, Vorgarten und Toreinfahrt eines ehemaligen DreiseithofesZuckelhausener Ring 14
(Karte)
Mitte 19. Jh. (Bauernhaus), um 1890 (Seitengebäude)alte Ortslage Zuckelhausen, Wohnhaus mit Krüppelwalmdach, Obergeschoss hofseitig Fachwerk, ortsbildprägende Hofanlage, baugeschichtlich von Bedeutung09259480
 
Wohnhaus eines Bauernhofes
Wohnhaus eines BauernhofesZuckelhausener Ring 17
(Karte)
18. Jh. (Bauernhaus)alte Ortslage Zuckelhausen, Obergeschoss Fachwerk, Krüppelwalmdach, Rest des sogenannten Berggutes, ortsbildprägendes Gebäude, Bedeutung für die Ortsgeschichte, Erinnerungswert, baugeschichtlich von Bedeutung09259477
 

Ehemalige Kulturdenkmale

BildBezeichnungLageDatierungBeschreibungID
Einfriedung und Hofpflasterung eines DreiseithofesZuckelhausener Ring 12
(Karte)
um 1880 (Einfriedung); um 1880 (Hofpflaster); 1868 (Wohnhaus)Einfriedung und Hofpflasterung eines Dreiseithofes in Ecklage Mölkauer Straße; gut erhaltenes Beispiel in exponierter Lage für die Bebauung des Rundlings im 19. Jahrhundert09259478
 

Quellen

  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen Dynamische Webanwendung: Übersicht der in Sachsen gelisteten Denkmäler. In dem Dialogfeld muss der Ort „Leipzig, Stadt, Holzhausen“ ausgewählt werden, danach erfolgt eine adressgenaue Selektion. Alternativ kann auch die ID verwendet werden. Sobald eine Auswahl erfolgt ist, können über die interaktive Karte weitere Informationen des ausgewählten Objekts angezeigt und andere Denkmäler ausgewählt werden.

Weblinks

Commons: Kulturdenkmale in Holzhausen – Sammlung von Bildern

Auf dieser Seite verwendete Medien

Notification-icon-Wikidata-logo.svg
Logo of Wikidata as a nominal 30x30px SVG for use as in the Notifications system.
Kirche Zuckelhausen.jpg
Autor/Urheber: Lumu (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Kirche Leipzig-Zuckelhausen, Zuckelhausener Ring
Fotothek df rp-b 0110044 Leipzig-Holzhausen-Zuckelhausen. Bockmühle, aus- Handbuch für die Amtshauptmanns.jpg
(c) Deutsche Fotothek‎, CC BY-SA 3.0 de
Originale Bildbeschreibung von der Deutschen Fotothek
Leipzig-Holzhausen-Zuckelhausen. Bockmühle, aus: Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig, 1926
Kolmberg-Denkmal1.JPG
Autor/Urheber: Jwaller, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Denkmal der Kämpfe der Völkerschlacht am Kolmberg bei Leipzig-Holzhausen
Zuckelhausener Ring 1 Leipzig 2017.jpg
Autor/Urheber: Don-kun, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Dieses Bild wurde im Rahmen des Wettbewerbs Wiki Loves Monuments 2017 hochgeladen.
Zuckelhausener Ring 6 Leipzig 2017 002.jpg
Autor/Urheber: Don-kun, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Dieses Bild wurde im Rahmen des Wettbewerbs Wiki Loves Monuments 2017 hochgeladen.
Österreicher-Denkmal 1.jpg
Autor/Urheber: Jo Atmon, Lizenz: GFDL 1.2
Deutsch: Eins der Österreicher-Denkmale der Völkerschlacht bei Leipzig vom 14. bis 18. Oktober, in Holzhausen 51.304256,12.470793 mit dem Doppeladler, dem Wappentier der k.u.k.-Monarchie. Inschrift: Oesterr. viertes Korps / General der Kav. Graf Klenau. -- Dem Andenken der in den / Kämpfen um Liebertwolkwitz, Kolmberg, / Seifertshain, Holzhausen u. Zuckelhausen / gefallenen Helden.
Schule-Holzhausen.jpg
Autor/Urheber: Tnemtsoni, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Grundschule in Holzhausen
Kirche Holzhausen.jpg
Autor/Urheber: Lumu (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Kirche Leipzig-Holzhausen, Hauptstraße
Christian-Grunert-Straße 2.jpg
Autor/Urheber: Andreas Wolf 01, Lizenz: CC BY-SA 4.0
In diesem Fabrikgebäude wurden ehemals Druckluft-Spritzpistolen produziert. Es steht unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände sind auch heute Firmen ansässig.
HolzhausenBf.JPG
Autor/Urheber: Jwaller, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Haltepunkt Leipzig-Holzhausen an der Strecke Leipzig-Bad Lausick-Geithain
Zuckelhausener Ring 13 Leipzig 2017 001.jpg
Autor/Urheber: Don-kun, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Dieses Bild wurde im Rahmen des Wettbewerbs Wiki Loves Monuments 2017 hochgeladen.
Kleinpösnaer Straße 39.jpg
Autor/Urheber: Andreas Wolf 01, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Ruinöses Pförtnerhäuschen markiert die ehemalige Zufahrt zum Sender Holzhausen.
HolzhausenL-Kirche2.JPG
Autor/Urheber: Jwaller, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Kirche Holzhausen (Stadt Leipzig), Torbogen der ehemaligen Kirchhidsmauer
Zuckelhausener Ring 14 Leipzig 2017 002.jpg
Autor/Urheber: Don-kun, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Dieses Bild wurde im Rahmen des Wettbewerbs Wiki Loves Monuments 2017 hochgeladen.
ZuckelhausenBerggut.jpg
Autor/Urheber: Jwaller, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Berggut in Zuckelhausen (Leipzig-Holzhausen)
Holzhausen Steinkreuz-01.jpg
Autor/Urheber: Radler59 (Diskussion), Lizenz: CC BY-SA 4.0
Diese Datei zeigt das sächsische Kulturdenkmal mit der ID 09259940 KDSa/09259940(andere).
Christian-Grunert-Straße 1 von links.jpg
Autor/Urheber: Andreas Wolf 01, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die ehemalige Fabrikantenvilla steht unter Denkmalschutz.
Apel7Nord.JPG
Autor/Urheber: Jwaller, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Apelstein Nr. 7 am Kolmberg bei Leipzig-Holzhausen
ZuckelhausenTäschner.JPG
Autor/Urheber: Jwaller, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Täschners Garten in Zuckelhausen (Leipzig-Holzhausen) im Winter
Leipzig Apelstein 27.jpg
Autor/Urheber: Radler59, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Apelstein 27 in Leipzig-Holzhausen.