Liste der Bodendenkmäler in Tecklenburg

Wappen von Tecklenburg

Die Liste der Bodendenkmäler in Tecklenburg enthält die denkmalgeschützten unterirdischen baulichen Anlagen, Reste oberirdischer baulicher Anlagen, Zeugnisse tierischen und pflanzlichen Lebens und paläontologischen Reste auf dem Gebiet der Stadt Tecklenburg im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen (Stand: Oktober 2020). Diese Bodendenkmäler sind in Teil B der Denkmalliste der Stadt Tecklenburg eingetragen; Grundlage für die Aufnahme ist das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW).

BildBezeichnungLageBeschreibungBauzeitEingetragen
seit
Denkmal-
nummer
Steinbruch „Klöppers Kuhle“Brochterbeck
Aufgelassenes Steinbruch- und Grubengelände. Abgebaut wurden Kalksandsteine des Mittleren Wealden (Stratigraphie nach KELLER 1956). Zwischen diesen Sandsteinen liegen zwei 10 bzw. 20 cm mächtige Kohleflöze, die durch sandige und tonige Beimengungen stark verunreinigt sind. Beweis ihrer autochthonen Entstehung sind die dunkel geflammten Wurzelböden.05.10.198977
Turmhügelburg „Schulte-Uebbing“Brochterbeck
Mittelalterliche Turmhügelburg. Zweiteilige, von breiten Gräften umschlossene Anlage mit Vorburg im Nordwesten und südöstlich gelegener Hauptburg. Auf dem annähernd ovalen Turmhügel (H.ca. 4 m) sind Fundamente eines Steinturmes erhalten. Bei Restaurierungsarbeiten (1973/74), in deren Verlauf die Gräften (mit Ausnahme der noch untertägig erhaltenen südwestl. Vorburggräfte) wiederhergestellt werden konnten, wurden zwischen Vor- und Hauptburg Holzpfeiler einer ehem. Brücke freigelegt. Die Burganlage befindet sich heute in einem guten Gesamtzustand.05.10.198978
Burg Tecklenburg
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Burg TecklenburgTecklenburg

Karte
Ausgedehnte Höhenburg, nachweisbar ab dem 12. Jahrhundert, aber wohl bereits im 11. Jh. entstanden. Umbauten des 14./15. Jh., des 16./17. Jh. Sowie des 18. Jh. Burganlage bestehend aus Haupt- und Vorburg mit zugehörigen Befestigungsmauern, Bastionen, Kasematten und vorgelagerten Bermen, Gräben und befestigten Hängen. Zur Burganlage gehören weiterhin die Zuwegung (Schloßstraße) sowie das 1570 entstandene, seit 1660 als Legge genutzte Torhaus. Obertägig erhalten Mauern und Geländerreste, untertägig erhalten Fundamentreste, Keller, Brunnen, Gänge, Kasematte und Gräben. Nutzung zum Zeitpunkt der Eintragung: Gebäude- und Freifläche, Freilichtbühne, Verkehrsfläche29.11.199483
ehemaliges AmtsgerichtgefängnisTecklenburg
vermutlich um 1819, Bau- und Bodendenkmal29.11.199486
Gut RehorstLeeden
Gutsgebäude (Hauptgebäude) und Gräftenanlage auf Grundmauerresten (Kellergewölben) des ehem. gräflichen Jagdschlosses im Habichtswald05.12.199487
GrabhügelLeeden
91
GrabhügelfeldLeeden
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Frühgeschichtliche Siedlung (um 1000)Ledde
93
BWWallburg SchweinskopfBrochterbeck

Karte
Bronzezeitliche Wallburg Schweinskopf bei Brochterbeck; Etwa ovale Wallburg, eingefasst von erhaltenem Wall im Westen, Süden und Osten. Im Norden bilden meist Klippen einen natürlichen Schutz. In dem Wall durch Ausgrabungen nachgewiesen verbrannte Balkenkonstruktion. Die Wallburg entstand in der Frühbronzezeit um 1850 vor Christi Geburt. Nachgewiesen ist auch ein Umbau der Befestigung um 1700 b. Christi Geburt.30.09.2016124
Östlicher aufgelassener Steinbruch der Firma Wallmeyer und Söhne bei BrochterbeckBrochterbeck
Erdgeschichtliches Bodendenkmal „Östlicher aufgelassener Steinbruch der Firma Wallmeyer und Söhne bei Brochterbeck“. Typuslokalität der sog. Brochterbeck-Formation mit bedeutsamer Fossilführung aus der untersten Oberkreide (Cenoman, vor ca. 95 Mio. Jahren). Im südlichen Teil des Steinbruchs Übergang zur Hesseltal-Formation mit schwarzen Tonsteinen und bunten Kalkbänken, ebenfalls mit bedeutsamer Fossilführung.10.03.2017125

Siehe auch

Quellen

  • Liste der Bodendenkmäler der Stadt Tecklenburg (Stand: 23. Oktober 2020)

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Tecklenburg Burgruine 09.jpg
Autor/Urheber: J.-H. Janßen, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Mauerreste der Burgruine von Tecklenburg, Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Dieser Teil wird als „Krönchen“ bezeichnet.