Liste bekannter Attentate

Die Liste bekannter Attentate listet Attentate auf einzelne Personen in chronologischer Reihenfolge auf.

Altertum

Altertum vor Christus

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
680 v. Chr.SanheribKönig von AssyrienAm 16. Januar 680 v. Chr. wurde der assyrische König Sanherib im Zuge eines Machtkampfes von einem oder zwei seiner Söhne getötet. Hinsichtlich der Täter und des Tathergangs gibt es unterschiedliche Überlieferungen. Nach der biblischen Überlieferung wurde er von seinen Söhnen Adrammelech (auch Urdu-Mulissu genannt) und Sarezer ermordet, die nach der Tat nach Urartu flohen. Möglicherweise war aber auch sein jüngster Sohn und Nachfolger Asarhaddon an der Tat beteiligt.
514 v. Chr.HipparchosTyrann von AthenHarmodios und AristogeitonAthenIm Jahre 514 v. Chr. ermordeten Harmodios und Aristogeiton den Tyrannen Hipparchos. Schon kurze Zeit später, nach dem Sturz von Hipparchos Bruder, dem Tyrannen Hippias, im Jahre 510 v. Chr., wurden sie als Tyrannenmörder und später als Vorkämpfer der attischen Demokratie verehrt. Tatsächlich dürften ihrer Tat aber keine politischen, sondern – wie von Herodot und Thukydides überliefert – persönliche Motive im Zusammenhang mit homoerotischen Beziehungen zwischen den Beteiligten zugrunde gelegen haben.
336 v. Chr.Philipp II.König von MakedonienPausaniasAigaiIm Sommer 336 v. Chr. wurde der makedonische König Philipp II. während der Hochzeit seiner Tochter Kleopatra mit dem Molosserfürsten Alexander von Epeiros von seinem Leibwächter Pausanias ermordet. Über die Hintergründe der Tat gibt es verschiedene Ansichten. Die ältesten Überlieferungen von Aristoteles und Diodor nennen persönliche Motive im Zusammenhang mit einer von Philipp nicht gewährten Genugtuung für eine von dem Heerführer Attalos erlittene Misshandlung. Es gibt auch Spekulationen über eine Anstiftung durch Philipps Ehefrau Olympias und seinen Sohn Alexander. Darüber hinaus gab es jedoch auch viele andere Personen und Gruppen, die ein Interesse an Philipps Tod hätten haben können.Philipp II.
227 v. Chr.Ying Zheng (Qin Shihuangdi)König von Qin, Kaiser von ChinaJing KeQinIm Jahr 227 v. Chr. wurde Jing Ke aus dem Staat Wei von einem Nahestehenden Ying Zhengs, dem Prinzen Dan von Yan, angeheuert, Ying Zheng, den damaligen König von Qin, zu ermorden. Der Prinz und sein Vater König Xi von Yan befürchteten eine Annexion Yans durch Ying Zheng und dessen weit überlegene Armee (was auch im Jahre 222 v. Chr. eintraf). Ein in Ungnade gefallener Qin-General namens Fan Yuqi opferte sich, um durch die Übergabe seines Kopfes Jing Ke Zugang zum König verschaffen. Das Attentat misslang allerdings: Jing Ke wurde überwältigt, als er seinen Dolch zog und auf den König einstach, und hingerichtet.Qin Shihuangdi
221 v. Chr.HasdrubalKarthagischer FeldherrNeukarthago, nun CartagenaIm Jahr 221 v. Chr. wurde der karthagische Feldherr Hasdrubal der Schöne vermutlich in seinem Palast in der von ihm gegründeten Stadt „Neukarthago“ von einem iberischen Sklaven ermordet. Titus Livius überliefert als Motiv Rache für die vorangegangene Tötung seines früheren Herrn, des keltischen Königs Tago, durch Hasdrubal.
133 v. Chr.Tiberius Sempronius GracchusRömischer VolkstribunPublius Cornelius Scipio Nasica Serapio (Anführer)RomMitte des Jahres 133 v. Chr. stürmten politische Gegner des Volkstribuns Gracchus unter Führung seines Cousins Scipio Nasica eine Volksversammlung und erschlugen Gracchus und etwa 300 seiner Anhänger. Unmittelbares Motiv für die Tat war die Absicht des Gracchus, sich entgegen der römischen Verfassung, die eine direkte Wiederwahl ausschloss, von der Volksversammlung als Volkstribun wiederwählen zu lassen. Eigentlicher Hintergrund war die Auseinandersetzung zwischen Optimaten und Popularen über die Gracchische Reform.
91 v. Chr.Marcus Livius DrususRömischer VolkstribunQuintus Servilius Caepio (mutmaßlicher Täter)RomIm Jahr 91 v. Chr. wurde der Volkstribun Marcus Livius Drusus wegen eines Gesetzesvorhabens zur Bürgerrechtsverleihung an die Bundesgenossen ermordet. Der Tat wurde sein Schwager Quintus Servilius Caepio verdächtigt, der vermutlich in diesem Jahr Prätor war. Die Ermordung des Drusus führte zum Ausbruch des Bundesgenossenkriegs.
72 v. Chr.Quintus SertoriusAnführer der LusitanierMarcus PerpernaHuescaIm Jahr 72 v. Chr. fiel der ehemalige römische Feldherr und Politiker und Anführer der Lusitanier einer Verschwörung seiner Offiziere unter Führung seines Stellvertreters Perperna zum Opfer. Perperna und andere Offiziere ermordeten Sertorius während eines Festmahls in der Villa des Perperna in Osca. Hintergrund war ein Machtkampf zwischen Sertorius und Perperna um die Führung des von Sertorius aufgebauten, weitestgehend von Rom unabhängigen „Sonderreiches“ auf der iberischen Halbinsel.
52 v. Chr.Publius Clodius PulcherRömischer VolkstribunTitus Annius MiloVia Appia bei BovillaeAm 18. Januar 52 v. Chr. wurde der Volkstribun und Kandidat für das Amt des Konsuls Clodius im Rahmen einer gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzung bei Bovillae auf der Via Appia von Milo und seinen Anhängern erschlagen. Hintergrund waren Machtkämpfe am Ende der Römischen Republik.
44 v. Chr.Gaius Julius CaesarRömischer DiktatorMarcus Iunius Brutus, Gaius Cassius Longinus und weitere VerschwörerRomAm 15. März 44 v. Chr. wurde der römische Diktator Caesar von einer Gruppe Senatoren um Brutus und Cassius während einer Senatssitzung im Theater des Pompeius mit 23 Dolchstichen ermordet. Motiv für die Tat war die Befürchtung zahlreicher Senatoren, dass Caesar, der sich kurz zuvor zum „Diktator auf Lebenszeit“ hatte ernennen lassen, die Königswürde anstrebe.Gaius Iulius Caesar
41 v. Chr.Arsinoë IV.Ägyptische PharaoninMarcus AntoniusEphesosIm Jahr 41 v. Chr. ließ Kleopatra ihre Schwester Arsinoë durch ihren Geliebten, den römischen Feldherrn und Triumvirn Marcus Antonius, in ihrem Exil im Tempel der Artemis in Ephesos ermorden. Motiv für die Tat war, dass Kleopatra ihre Schwester, die während des Alexandrinischen Kriegs schon einmal zur Gegenkönigin erhoben worden war, als potentielle Gegenspielerin fürchtete.

Altertum nach Christus

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
41CaligulaRömischer KaiserCassius ChaereaRomAm 24. Januar 41 fiel der römische Kaiser Caligula einer Verschwörung zum Opfer. Drahtzieher der Verschwörung war der Militärtribun der Prätorianergarde Cassius Chaerea. Konkretes Motiv für die Tat waren wohl regelmäßige Demütigungen Chaereas durch Caligula. Darüber hinaus fand die Verschwörung infolge eines Machtkampfs Caligulas mit dem Senat und seiner zunehmenden Gewaltherrschaft auch reichlich Unterstützung, vor allem bei den Patriziern.Caligula
96DomitianRömischer KaiserFlavius StephanusRomDer römische Kaiser Domitian wurde am 18. September 96 von Flavius Stephanus, einem Freigelassenen und Prokurator seiner Nichte Flavia Domitilla, in seinem Schlafzimmer erstochen. Unterstützt wurde Stephanus dabei von Domitians Kammerdiener Parthenios und dessen Freigelassenem Maximus. Wer neben den unmittelbar handelnden Personen noch zum Kreis der Verschwörer gehörte, ist unklar. Hintergrund der Tat war das zunehmend misstrauische und brutale Vorgehen Domitians auch gegen sein engstes Umfeld. Darüber hinaus geschah die Tat mit Billigung des Senats, den Domitian weitgehend entmachtet hatte.Domitian
192CommodusRömischer KaiserNarcissusRomAm 31. Dezember 192 wurde der römische Kaiser Commodus im Zuge einer umfangreichen Verschwörung unter Beteiligung seiner Konkubine Marcia von dem Athleten Narcissus in seinem Bad erwürgt. Die genauen Motive sind unklar.Commodus
217CaracallaRömischer KaiserIulius MartialisCarrhaeDer römische Kaiser Caracalla fiel am 8. April 217 einer Verschwörung des Prätorianerpräfekten Macrinus zum Opfer. Macrinus sah sich durch ein vermutlich von Gegnern oder Neidern gestreutes Gerücht, eine Prophezeiung habe ihm die Kaiserwürde verheißen, akuter Lebensgefahr ausgesetzt, da Caracalla sehr misstrauisch war und stets Verschwörungen vermutete. Daher stiftete er Caracallas Leibwächter Iulius Martialis an, Caracalla während dessen Zug durch Mesopotamien zu ermorden. Als Caracalla sich auf dem Weg von Edessa nach Carrhae etwas von seiner Leibwache entfernte, um zu urinieren, nutzte Martialis die Gelegenheit, um ihn zu erschlagen.Caracalla
268GallienusRömischer KaiserClaudius Gothicus, Aurelian und andere MitverschwörerMailandDer römische Kaiser Gallienus wurde im Jahr 268 auf Veranlassung einer Offiziersclique um Claudius Gothicus und Aurelian bei Mailand ermordet. Gallienus, der sich im Krieg mit den Goten befand, hatte sich nach Mailand begeben, um eine Revolte seines Reitergenerals Aureolus niederzuschlagen. Zwar hatten Gothicus und Aurelian der Revolte des Aureolus bereits ein Ende bereitet, als Gallienus eintraf, wandten sich nun aber ihrerseits gegen den Kaiser und ließen ihn ermorden. Gothicus trat Gallienus' Nachfolge an.Gallienus
275AurelianRömischer KaiserCaenophrurium bei ByzanzIm Jahr 275 wurde der römische Kaiser Aurelian während der Vorbereitungen eines Feldzugs gegen die Sassaniden in Mesopotamien erstochen. Sein Privatsekretär Eros gilt als Drahtzieher. Motiv war wohl die von Aurelian betriebene Bekämpfung der Korruption.Aurelian
337Julius Constantius, Flavius Dalmatius, Dalmatius, Hannibalianus und weitere PersonenFamilienangehörige des verstorbenen Kaisers Konstantins des GroßenMehrere nahe Verwandte Kaiser Konstantins wurden nach dessen Tod von ranghohen Offizieren ermordet, um die Thronfolge seiner drei Söhne Konstantin II., Constans und Constantius II. zu sichern. Unter den Opfern befanden sich die Halbbrüder des verstorbenen Kaisers Julius Constantius und Flavius Dalmatius, sowie sechs Neffen des Kaisers, darunter Dalmatius und Hannibalianus. Ungeklärt ist, wer die Morde anordnete. Mehrere Gegner des Kaisers Constantius II., darunter Athanasius der Große und Julian, warfen diesem vor, für die Ermordung seiner Verwandten verantwortlich gewesen zu sein. Dagegen vertraten beispielsweise Eusebius von Caesarea und Gregor von Nazianz die Ansicht, die Offiziere hätten aus eigener Initiative gehandelt.Konstantin der Große
454Flavius AëtiusWeströmischer HeermeisterValentinian III.RomDer weströmische Kaiser Valentinian erschlug am 21. oder 22. September 454 während einer Audienz auf dem Palatin in Rom eigenhändig seinen Heermeister Aëtius unter dem Vorwand, dass ihn dieser betrüge. Motiv für die Tat war, dass der Kaiser keine andere Möglichkeit sah, sich von der Dominanz des übermächtigen, aber demonstrativ loyalen Heermeisters zu befreien. Neben Aëtius wurde auch dessen Vertrauter, der Prätorianerpräfekt Boethius getötet. Unmittelbare Folge der Tat waren die Lösung Dalmatiens vom weströmischen Reich unter Führung des Marcellinus, eines Vertrauten des Aëtius, sowie ein Jahr später die Ermordung Valentinians.
455Valentinian III.Weströmischer KaiserRomAm 16. März 455 erschlugen zwei ehemalige Gefolgsleute des Heermeisters Flavius Aëtius den weströmischen Kaiser Valentinian III., als er in Rom einer Truppenübung beiwohnen wollte. Dies geschah offensichtlich aus Rache, denn Valentinian hatte den übermächtigen Flavius Aëtius im Vorjahr eigenhändig erschlagen.
456AnkōJapanischer KaiserMayowa no ŌkimiDer japanische Kaiser Ankō wurde von seinem Stiefsohn Prinz Mayowa ermordet, dessen leiblichen Vater, Prinz Okusaka, der Kaiser versehentlich getötet hatte.
493OdoakerKönig von ItalienTheoderichRavennaDer italienische König Odoaker wurde am 15. März 493 von dem ostgotischen König Theoderich eigenhändig an dessen Hof ermordet. Offizielles Motiv war eine persönliche Rache, tatsächlich standen aber wohl machtpolitische Gründe im Vordergrund. Odoaker hatte zuvor zwar auf die weströmische Kaiserwürde verzichtet, sein italienisches Königreich aber auf Kosten des Oströmischen Reiches bis nach Dalmatien ausgedehnt, weshalb der oströmische Kaiser die Ostgoten im Kampf gegen ihn unterstützt hatte.
535AmalasunthaOstgotische KöniginTheodahad (Drahtzieher)Isola Martana im BolsenaseeAm 30. April 535 ließ der Ostgotenkönig Theodahad seine Cousine Amalasuntha nach ihrer Inhaftierung auf der Insel Martana im Bolsenasee im Bad erwürgen. Amalasuntha, Tochter König Theoderichs des Großen, hatte ein Jahr zuvor, nachdem ihr Sohn Athalarich, für den sie die Regentschaft ausgeübt hatte, verstorben war, Theodahad zum Mitregenten gemacht. Dieser stürzte sie jedoch und ließ sie beseitigen.Amalasuntha
592SushunJapanischer KaiserYamato no Aya no AtaikomaDer japanische Kaiser Sushun wurde auf Anweisung seines Onkels, des mächtigen Adligen Soga no Umako, durch den Höfling Yamato no Aya no Ataikoma ermordet. Sushun war durch die Unterstützung des mächtigen Soga-Clans auf den Thron gelangt, empfand später jedoch deren Übermacht als hinderlich und wollte daher den damals amtierenden Ōomi des Soga-Clans, Soga no Umako entmachten. Dem kam dieser durch das Attentat zuvor.

Mittelalter

6. bis 12. Jahrhundert

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
644Umar ibn al-Chattab2. KalifPiruz NahavandiMekkaAm 3. November 644 wurde der Kalif Umar von dem versklavten persischen Armeeangehörigen Piruz Nahavandi während des Haddsch in Mekka mit sechs Stichen tödlich verletzt und erlag vier Tage später seinen Verletzungen. Hinter der Tat standen mehrere Berater des Kalifen, darunter als mutmaßlicher Drahtzieher der in Gefangenschaft geratene persische Satrap Hormuzan. Motiv für die Tat war wohl die islamische Eroberung Persiens.
656Uthman ibn Affan3. KalifMedinaAm 17. Juni 656 wurde der Kalif Uthman im Zuge einer Rebellion von ägyptischen Rebellen in seinem Palast in Medina gelyncht. Hintergrund waren zunehmende innere Spannungen und Machtkämpfe innerhalb des Kalifats. So bestritten die Anhänger der Witwe Mohammeds Aischa und ihres Schwiegersohns Ali die Legitimität Uthmans als Kalif, andere opponierten gegen die Bevorzugung von Uthmans Sippe der Umayyaden bei der Besetzung wichtiger Positionen und wieder andere wehrten sich gegen die Festschreibung eines autoritativen Korantextes durch Uthman. Konkreter Auslöser der Rebellion in Ägypten war der Widerstand der Bevölkerung in der Garnisonsstadt Fustat gegen den vom Kalifen eingesetzten Gouverneur. Uthmans Ermordung führte letztlich zur Spaltung des Islam in Sunniten, Schiiten und Charidschiten.
661ʿAlī ibn Abī Tālib4. Kalif, 1. Imam der SchiitenIbn MuldschamKufaDer Kalif Ali fiel am 22. Januar 661 einem Attentat des Ibn Muldscham, eines Charidschiten, zum Opfer und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen. Hintergrund der Tat war das Auseinanderbrechen des Islam in Sunniten, Schiiten und Charidschiten. Etwa zeitgleich verübten die Charidschiten auch ein Attentat auf den Umayyaden Muawiya, das jedoch scheiterte. Letztlich setzte sich dieser als 5. Kalif durch und begründete die sunnitische Umayyaden-Dynastie.
797Konstantin VI.oströmischer KaiserByzanzDer oströmische Kaiser Konstantin wurde im Zuge eines Machtkampfs von Verbündeten seiner Mutter Irene und mit deren Billigung gefangen genommen und geblendet. Er starb kurz darauf an seinen Verletzungen. Irene hatte jahrelang die Regentschaft für ihren anfänglich noch unmündigen Sohn ausgeübt und konnte von ihm erst deutlich nach seiner Mündigkeit von der Macht verdrängt werden.
946Edmund I.König von EnglandLeofaPucklechurchAm 26. Mai 946 wurde der angelsächsische König Edmund in seinem Jagdhaus in Pucklechurch, South Gloucestershire, bei dem Versuch einen seiner Beamten während eines Handgemenges zu retten von dem aus dem Exil zurückgekehrten Verbrecher Leofa erdolcht.Edmund I.
969Nikephoros II.oströmischer KaiserJohannes TzimiskesByzanzEr schränkte die Freigiebigkeit des Hofes ein und kürzte die Bezüge des Klerus. Die hohen Steuern und die Entwertung der byzantinischen Münzen schadeten seiner Popularität, es kam zu Aufständen. Seine Frau Theophanu begann eine Affäre mit seinem Neffen Johannes Tzimiskes, der ihn am 11. Dezember 969 in seinem Schlafzimmer ermordete.
978Eduard der MärtyrerKönig von EnglandWarehamDer englische König Eduard der Märtyrer wurde am 18. März 978 während eines Besuchs auf der Burg Corfe Castle bei Wareham in Dorset mit einem Dolch erstochen. Als Täter nennen die Quellen teils einen Bediensteten seiner Stiefmutter Ælfthryth, teils seine Stiefmutter persönlich. Hintergrund der Tat war ein Machtkampf um den englischen Thron zwischen Eduard und seiner Stiefmutter, die ihren noch minderjährigen Sohn Æthelred auf den Thron bringen wollte.
1040Duncan I.König von SchottlandMacbethElginAm 14. August 1040 wurde der schottische König Duncan während der Schlacht von Elgin von seinem Vetter und Heermeister Macbeth getötet. Hintergrund der Tat war ein Machtkampf um den schottischen Thron.
1066Conan II.Herzog der BretagneWilhelm II. (mutmaßlicher Anstifter)Château-GontierDer bretonische Herzog Conan II. wurde am 11. Dezember 1066 vergiftet. Als Anstifter gilt der Herzog der Normandie und spätere englische König Wilhelm der Eroberer.
1086Knut IV.König von DänemarkOdenseDer später heiliggesprochene dänische König Knut IV. wurde am 10. Juli 1086 gemeinsam mit seinem Bruder Benedikt wegen seiner wiederholten Eingriffe in die überlieferte Rechtsordnung des Landes von einer aufgebrachten Menge in der von ihm errichteten St.-Albans-Kirche in Odense ermordet.
1092Nizam al-MulkWesir der GroßseldschukenHasan-i Sabbah (mutmaßlicher Drahtzieher)NahavandDer seldschukische Wesir Nizam al-Mulk wurde nach herrschender Überlieferung am 14. Oktober 1092 auf dem Weg von Isfahan nach Bagdad nahe der Stadt Nahavand von einem von Hasan-i Sabbah entsandten Ismailitischen Assassinen ermordet, der sich seiner Sänfte als Derwisch verkleidet näherte.[1] Die Seldschuken hatten bereits zwei militärische Expeditionen gegen die zunehmend mächtiger werdenden Assassinen unter Hasan-i Sabbah gesandt. Es gibt jedoch auch andere Überlieferungen zu Hergang und Hintergründen der Ermordung Nizam al-Mulk.
1098ThorosHerrscher von EdessaBalduin von Boulogne (mutmaßlicher Drahtzieher)EdessaThoros von Edessa wurde am 9. März 1098 vermutlich auf Betreiben von Balduin von Boulogne, des späteren Königs von Jerusalem ermordet. Balduin hatte sich zuvor von Thoros adoptieren und zum Erben einsetzen lassen. Er wurde nach Thoros' Tod der erste Graf von Edessa.
1121al-Afdal SchahanschahWesir der FatimidenDer Wesir al-Afdal wurde – wahrscheinlich im Auftrag des Kalifen al-Amir – während des Opferfestes 1121 von Assassinen ermordet. Motiv für die Tat war wohl ein Machtkampf, da unter al-Afdal die eigentliche Macht im Reich der Fatimiden beim Wesir lag, während der Kalif weitestgehend von der Regierung ausgeschlossen war.
1130Al-Amir10. Kalif der FatimidenDer Kalif Al-Amir wurde am 7. Oktober 1130 von Assassinen ermordet. Hintergrund der Tat waren politische Spannungen zwischen den ismaelitischen Gruppen der Nizariten und Mustaliden. Diese gingen auf die Zeit nach dem Tod von al-Amirs Großvater al-Mustansir im Jahr 1094 zurück, als der damalige Wesir al-Afdal Schahanschah unter Übergehung und nachfolgender Ermordung des eigentlich thronfolgeberechtigten Sohnes Nizar dessen jüngeren Bruder al-Mustali, den Vater von al-Amir, als Kalifen durchsetzte.
1136Harald IV.König von NorwegenSigurd SlembeBergenDer norwegische König Harald wurde am 14. Dezember 1136 in Bergen von Sigurd Slembe im Bett ermordet. Bereits seit dem Tod Sigurds I. im Jahr 1130 herrschte in Norwegen ein Machtkampf zwischen Magnus IV. und Harald IV., den Harald schließlich im Jahre 1135 in einer Schlacht bei Bergen für sich hatte entscheiden können. Im Jahr darauf war dann mit Sigurd Slembe ein neuer Thronprätendent aufgetreten, dem es jedoch trotz der Ermordung Haralds nicht gelang, sich gegen dessen Söhne Sigurd II. und Inge Krogrygg durchzusetzen.
1148Alfons Jordan von ToulouseGraf von Toulouse und Markgraf der ProvenceRaimund II. von Tripolis (mutmaßlicher Drahtzieher)CaesareaAlfons Jordan wurde im April 1148 während des zweiten Kreuzzugs in Caesarea vergiftet. Hinter der Tat stand wohl in erster Linie sein Großneffe Raimund II. von Tripolis, der Ansprüche Alfons Jordans auf die Grafschaft Tripolis fürchtete. Allerdings werden auch Eleonore von Aquitanien und Melisende von Jerusalem, die Schwägerin Raimunds II. von Tripolis, als mögliche Anstifterinnen der Tat genannt.
1170Thomas BecketErzbischof von CanterburyReginald Fitzurse, William de Tracy, Hugh de Morville und Richard BritoCanterburyThomas Becket wurde kurz nach seiner Rückkehr aus dem französischen Exil am 29. Dezember 1170 in der Kathedrale von Canterbury von den vier Rittern Reginald Fitzurse, William de Tracy, Hugh de Morville und Richard Brito ermordet. Konkreter Auslöser der Tat war, dass Becket unmittelbar vor seiner Rückkehr die Bischöfe von London, York und Salisbury exkommuniziert hatte, da diese in seiner Abwesenheit und an seiner Stelle die Krönung des Thronfolgers Richard zum neuen König von England vorgenommen hatten. Vorangegangen war jedoch bereits eine langjährige Auseinandersetzung Beckets mit dessen Vater, König Heinrich II., über die Zuständigkeit der Kirchengerichte.Ermordung Thomas Beckets
1172Vitale Michiel II.38. Doge von VenedigMarco CasoloVenedigDer Doge Vitale II. Michiel wurde am 28. Mai 1172 von Marco Casolo in der Nähe der Kirche San Zaccaria erdolcht. Es wird vermutet, dass es sich dabei um einen Auftragsmord handelte, hinter dem möglicherweise die Gesandten Venedigs in Konstantinopel, Sebastiano Ziani und Orio Mastropiero, standen. Hintergrund der Tat war eine verheerend gescheiterte Strafexpedition Venedigs gegen Konstantinopel, zu der die venezianischen Räte den Dogen zunächst gedrängt hatten, ihn nach deren Scheitern jedoch zur Rechenschaft ziehen wollten. Das Attentat erfolgte kurz vor Eröffnung eines Gerichtsverfahrens gegen den Dogen. Seine Nachfolger als 39. und 40. Doge von Venedig wurden Ziani und Mastropiero.
1183Alexios II. KomnenosOströmischer KaiserStephanos Hagiochristophorites, Konstantinus Tripsychos und Theodorus DadibrenosDer oströmische Kaiser Alexios II. wurde im Oktober 1183 auf Befehl seines Vetters und Mitkaisers Andronikos Komnenos mit der Begründung, dass geteilte Herrschaft dem Reich nicht gut tue, von Stephanos Hagiochristophorites, dem Hetairiarchen Konstantinus Tripsychos und Theodorus Dadibrenos mit einer Bogensehne erdrosselt.
1192Konrad von MontferratKönig von JerusalemTyrosKönig Konrad von Jerusalem wurde am 28. April 1192 auf dem Nachhauseweg von einem Besuch beim Bischof von Beauvais von zwei Assassinen ermordet. Hinsichtlich der Auftraggeber und Motive besteht Unklarheit.Konrad von Montferrat

13. bis 15. Jahrhundert

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1204Alexios IV. AngelosOströmischer KaiserDer oströmische Kaiser Alexios IV. wurde am 28. Januar 1204, wenige Tage nachdem er von Alexios Murtzuphlos als Kaiser abgesetzt worden war, erdrosselt. Hintergrund waren Machtkämpfe um den byzantinischen Thron. Alexios IV. hatte sechs Monate zuvor mit Hilfe eines Kreuzfahrerheers seinen Onkel Alexios III. vertrieben und die Macht errungen, konnte nun aber die den Kreuzfahrern gemachten Versprechungen nicht erfüllen. So kam es mit der Zeit zu zunehmenden Spannungen zwischen den Kreuzfahrern und den Bürgern von Konstantinopel, die Alexios Murtzuphlos für sich zu nutzen wusste.Alexios IV. Angelos
1208Pierre de CastelnauPäpstlicher LegatRaimunds VI. von Toulouse (mutmaßlicher Drahtzieher)Saint-GillesPierre de Castelnau, Legat des Papstes Innozenz III., wurde am 15. Januar 1208 in der Nähe der Abtei von Saint-Gilles, wo er zuvor ein Streitgespräch mit Raimund VI. von Toulouse über die Bekämpfung der als häretisch eingestuften Katharer geführt hatte, vermutlich von einem Gefolgsmann Raimunds ermordet. Vorangegangen war die Exkommunikation Raimunds wegen dessen Weigerung, Castelnau bei der Bekämpfung der Katharer die geforderte Unterstützung zu gewähren. Der Tod Castelnaus war der Auslöser des Albigenserkreuzzugs
1208Philipp von SchwabenRömisch-deutscher KönigOtto VIII. von WittelsbachBambergDer römisch-deutsche König Philipp von Schwaben wurde am 21. Juni 1208 anlässlich der Hochzeit seiner Nichte mit Herzog Otto VII. von Andechs-Meranien durch Otto VIII. von Wittelsbach ermordet. Otto VIII. suchte während der Mittagsruhe des Königs unangemeldet um eine Audienz nach, zog plötzlich sein Schwert und verletzte den König tödlich an der Halsschlagader. Motiv für den Mord war wohl die Tatsache, dass Philipp ein fünf Jahre zuvor vereinbartes Verlöbnis seiner Tochter Beatrix mit Otto annullierte. Obgleich die Tat offenbar persönliche Ursachen hatte, erlangte sie vor dem Hintergrund des deutschen Thronstreits weltpolitische Bedeutung.Pfalzgraf Otto von Wittelsbach erschlägt Philipp von Schwaben.
1214St. AlbertLateinischer Patriarch von JerusalemAkkonDer Patriarch Albert Avogadro, der spätere St. Albert, wurde am 14. September 1214 in Akkon während einer Prozession anlässlich des Fests der Kreuzerhöhung vom Meister des Heilig-Geist-Hospitals des Johanniterordens erstochen. Avogadro hatte zuvor dessen unehrenhafte Absetzung betrieben. Die Gründe, die den Patriarchen hierzu veranlassten, sind unbekannt.
1225Engelbert von BergErzbischof von Köln, Reichsverweser, Herzog von Westfalen, Graf von BergFriedrich von IsenbergGevelsbergMit über vierzig Hieben der Verschwörer unter seinen Vetter am 7. November im Hohlweg bei Gevelsberg erschlagen. Er befand sich auf dem Weg von einem westfälischen Fürstentag am 5. November in Soest nach Schwelm, um dort eine Kirche zu weihen. Das Motiv für die Tat soll ein Streit zwischen seinem Vetter Friedrich und der Äbtissin des Stiftes Essen gewesen sein, in den er im Auftrag des Papstes eingreifen sollte.
1231Ludwig der KelheimerHerzog von Bayern und Pfalzgraf bei RheinKelheimHerzog Ludwig wurde am 15. September 1231 auf der Brücke in die Stadt Kelheim ermordet. Der oder die Täter und die Hintergründe der Tat sind unbekannt.Die Ermordung Ludwig des Kelheimers
1231Dschalal ad-DinChoresm-SchahDiyarbakirAd-Din wurde am 17. August 1231 nach mehreren militärischen Niederlagen gegen die Ayyubiden, Rum-Seldschuken und Mongolen auf der Flucht in Diyarbakir von einem Kurden ermordet. Der namentlich nicht bekannte Täter handelte vermutlich im Auftrag der Seldschuken.
1249Friedrich II.Römisch-deutscher KaiserNachdem bereits im Jahre 1246 ein Attentat auf Kaiser Friedrich II. misslungen war, versuchten Mitglieder seines Hofstaats 1249 erneut erfolglos, diesen zu vergiften. Hintergrund der Tat waren wohl die intensiven Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst um die Machtverhältnisse in Italien. Täter und Hintermänner der Tat sind nicht näher bekannt. Der Mittäterschaft verdächtigt wurde unter anderem Friedrichs Kanzler Petrus de Vinea, der daraufhin geblendet wurde und kurz darauf starb. Allerdings ist unklar, ob Vinea, der auch als persönlicher Freund des Kaisers galt, tatsächlich an der Tat beteiligt war oder ob er einer Intrige zum Opfer gefallen ist.Friedrich II.
1250Turan SchahSultan der AyyubidenBaibars, Faris ad-Din Aktay und andereFariskurDer ayyubidische Sultan Turan Schah wurde am 2. Mai 1250 von einer Gruppe von Mamelukenemiren unter Führung Baibars ermordet, da er deren Einfluss auf den Hof beenden wollte. Die Mameluken drangen in seine Gemächer in Fariskur ein, wo Baibars mit dem Schwert auf ihn einschlug. Der Sultan konnte sich jedoch schwer verletzt auf einen Holzturm am Nilufer fliehen. Nachdem die Mameluken den Holzturm angezündet hatten, versuchte der Sultan, sich durch einen Sprung in den Nil zu retten. Schließlich wurde Turan Schah von Faris ad-Din Aktay enthauptet.Die Mameluken ermorden Sultan Turan Schah
1250Erik IV.König von DänemarkAbel (Drahtzieher)MissundeDer dänische König Erik IV. wurde am 10. August 1250 auf Geheiß seines Bruders Abel im Streit um die Macht in Dänemark ermordet. Nach der Überlieferung bat Abel, der Herzog von Schleswig war, seinen Bruder zu Versöhnungsgesprächen nach Schleswig. Auf der Rückreise von diesem Treffen ließ er den König auf einem Boot auf der Schlei enthaupten und seinen Leichnam ins Wasser werfen.
1306Wenzel III.König von Böhmen und Titularkönig von PolenKonrad von BodensteinOlmützKönig Wenzel III. wurde am 4. August 1306 im Hause des Olmützer Domdekans vom thüringischen Ritter Konrad von Bodenstein ermordet. Die genauen Umstände sind nicht bekannt. Die Hintergründe der Tat dürften jedoch in Wenzels diversen politischen Auseinandersetzungen mit dem römisch-deutschen König Albrecht I., Papst Bonifatius VIII. und den aufständischen Polen unter Władysław Ellenlang zu suchen sein.Wenzel III.
1308Albrecht I.Römisch-deutscher KönigJohann von SchwabenKönigsfeldenDer römisch-deutsche König Albrecht I. wurde am 1. Mai 1308 auf dem Heimweg unweit seiner Stammburg bei Königsfelden durch seinen Neffen Johann von Schwaben ermordet. Neben Johann von Schwaben, der Albrecht ohne ein Wort den Schädel gespalten haben soll, waren auch die Freiherren Rudolf von Wart, Rudolf von Balm, Walter von Eschenbach und Konrad von Tegernfeld an der Tat beteiligt. Mordmotiv war mutmaßlich eine von Albrecht nach dem Vertrag von Rheinfelden geschuldete, aber nicht gezahlte Entschädigungsleistung für den Verzicht von Johanns Vater auf die Regentschaft in Österreich.Albrecht I. von Habsburg
1363Simone Boccanegra1. Doge von GenuaGenuaDer erste Doge Genuas vertrieb den bis dahin herrschenden guelfischen Adel aus der Stadt (u. a. Fieschi, Grimaldi) und zog sich so zahlreiche Feinde zu. Nach mehreren fehlgeschlagenen Anschlägen wurde Simone Boccanegra schließlich in seinem Palast vergiftet, mutmaßlich im Auftrag der Familien Adorno und Fieschi.
1369Peter I. von KastilienKönig von Kastilien und LeónHeinrich von TrastamaraMontielDer kastilische König Peter I., genannt Pedro der Grausame, wurde am 23. März 1369 von seinem Halbbruder Heinrich im Streit um den Thron ermordet. Vorausgegangen war am 14. März eine Schlacht zwischen dem Heer des Königs und einem Heer seines Halbbruders, welcher von französischen Einheiten unter der Führung von Bertrand du Guesclin unterstützt wurde. Nach seiner Niederlage flüchtete Peter I. auf die Burg von Montiel, wo er von Heinrich belagert wurde. Er trat in Verhandlungen mit du Guesclin, der ihm eine Flucht ermöglichen sollte. Doch du Guesclin hinterging ihn und brachte ihn, statt ihm zur Flucht zu verhelfen, in das Zelt seines Halbbruders, der ihn erdolchte.Heinrich ermordet Peter I.
1407Ludwig von ValoisHerzog von OrléansRaoulet d'AnquetonvilleRue Vieille-du-Temple, ParisEine bewaffnete Schar im Auftrag des Herzogs von Burgund Johann Ohnefurcht, angeführt von dessen Bediensteten Raoulet d'Anquetonville, überwältigte Ludwigs Leibwache und ermordete ihn auf offener Straße in Paris.Ermordung Ludwigs von Orléans
1419Johann OhnefurchtHerzog von BurgundTanneguy du Chastel und Jean LouvetYonne-Brücke bei MontereauJohann Ohnefurcht wurde anlässlich einer Unterredung mit dem Dauphin, dem späteren König Karl VII. von Frankreich ermordet. Wie weit der Dauphin beteiligt war, ist umstritten. Die Tat gilt als Rache für die Ermordung des Herzogs Ludwig von Orléans.Johann Ohnefurcht
1437James I.König von SchottlandWalter Stewart, 1. Earl of Atholl und anderePerthDer schottische König James I. wurde am 21. Februar 1437 von Verschwörern unter Führung von seinem Onkel Walter Stewart im Dominikanerkloster von Perth ermordet. Jakob war es zunächst noch gelungen, in die Kanalisation zu fliehen. Da jedoch der Ausgang drei Tage vorher zugemauert worden war, missglückte die Flucht. Nachdem er zwei Tage lang bis zur Brust in der Kloake gestanden hatte, fanden ihn die Verschwörer und ermordeten ihn.Jakob I. (Schottland).
1451William Douglas8. Earl of DouglasKönig Jakob II. von SchottlandStirling CastleWilliam Douglas, 8. Earl of Douglas, wurde am 21. Februar 1451 von dem schottischen König Jakob II., der ihn unter Zusicherung freien Geleits auf Stirling Castle eingeladen hatte, eigenhändig erstochen. Hintergrund der Tat war das Bemühen des Königs, die Vormachtstellung des Adelsgeschlechts Douglas in Schottland zu brechen.
1478Giuliano di Piero de’ MediciMitregent in FlorenzFrancesco de’ Pazzi und Bernardo Bandini BaroncelliFlorenzGiuliano de’ Medici, Mitregent seines Bruders Lorenzo il Magnifico, wurde am 26. April 1478 im Rahmen der Verschwörung der Pazzi während der Ostermesse im Dom Santa Maria del Fiore erstochen. Lorenzo konnte verwundet in die Sakristei fliehen. Die Verschwörung scheiterte schließlich. Hintergrund der Tat war der Versuch des Papstes Sixtus IV. und mehrerer Patrizierfamilien, die faktische Herrschaft der Medici über die Toskana zu beenden.Porträt Giuliano de’ Medicis von Sandro Botticelli.

Frühe Neuzeit

16. Jahrhundert

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1541Francisco PizarroSpanischer ConquistadorDiego de Almagro (Sohn)LimaFrancisco Pizarro wurde am 26. Juni 1541 in seinem Palast in Lima von dem Sohn und weiteren Gefolgsleuten seines früheren Partners Diego de Almagro ermordet. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen zwischen den Spaniern über die Verteilung der Eroberungen, im Rahmen derer der ältere Diego de Almagro 1538 auf Geheiß von Pizarros Halbbruder Hernando getötet wurde.Francisco Pizarro
1544Manco Cápac II.Inka-HerrscherVilcabambaDer Inka Manco Cápac II., Halbbruder und Erbe von Atahualpa, führte ab 1536 den Widerstand gegen die spanische Herrschaft. 1544 wurde er von Gefolgsleuten des jüngeren Diego de Almagro, denen er nach der Hinrichtung ihres Herrn im Jahr 1542 in Vilcabamba Zuflucht gewährt hatte, getötet. Hintergrund der Tat war das Angebot des Stadtgouverneurs von Cusco, Alonso de Toro, die als Verräter verfolgten Anhängern Almagros zu begnadigen, wenn es ihnen gelänge, Manco Cápac zu töten.Manco Cápac II.
1566David RizzioPrivatsekretär von Königin Maria StuartEdinburghDer italienische Privatsekretär der schottischen Königin David Rizzio wurde am 9. März 1566 in Holyrood Palace in Edinburgh von einer Gruppe schottischer Adliger mit Unterstützung von Maria Stuarts zweitem Ehemann, Lord Darnley, vor den Augen der Königin erstochen. Hintergrund war eine religionspolitische Auseinandersetzung zwischen der katholischen Königin und dem protestantischen Adel. Die Unterstützung Lord Darnleys, der ihnen Zugang zum Palast verschaffte, sicherten sich die Adligen durch die Behauptung, Rizzio sei der Geliebte der Königin. Es gibt jedoch keinerlei Hinweise darauf, dass ein solches Verhältnis bestanden hätte.David Rizzio
1567Henry Stewart, Lord DarnleyRoyal Consort von SchottlandJames Hepburn, 4. Earl of Bothwell (mutmaßlicher Täter)EdinburghLord Darnley, der zweite Ehemann der schottischen Königin Maria Stuart, wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 1567 in der Abtei Kirk o'Field in Edinburgh ermordet, vermutlich vom Earl of Bothwell, Maria Stuarts späterem dritten Ehemann. In besagter Nacht wurde das Haus, in dem Lord Darnley sich einquartiert hatte, durch eine Explosion komplett zerstört. Es spricht jedoch vieles dafür, dass Lord Darnley und sein Diener nicht durch die Explosion ums Leben kamen, sondern auf der Flucht erwürgt wurden.Henry Stuart, Lord Darnley
1570James Stewart, 1. Earl of MoraySchottischer Peer und Regent von SchottlandJames Hamilton of BothwellhaughLinlithgowJames Stewart, 1. Earl of Moray wurde am 23. Januar 1570 in Linlithgow, Schottland von James Hamilton of Bothwellhaugh beim Vorbeireiten aus einem Haus heraus mit einer Arkebuse erschossen. Hintergrund war eine Verschwörung gegen den Regenten, wobei der Attentäter entweder aus persönlichen Motiven oder zugunsten seines Clans handelte. Bei dieser Tat handelt es sich um das erste dokumentierte Attentat mit einer Feuerwaffe.James Stewart, 1. Earl of Moray
1584Wilhelm I. von OranienFürst von OranienBalthasar GérardDelftWilhelm I., genannt der Schweiger, wurde am 10. Juli 1584 in Delft von dem katholischen Fanatiker Gérard ermordet. Bereits zwei Jahre zuvor, am 18. März 1582, hatte der Biskayer Jean Jaureguy ein Attentat auf Wilhelm verübt, bei dem dieser schwer verletzt wurde, aber überlebte. Hintergrund der Attentate waren die Glaubens- und Unabhängigkeitskämpfe der Niederlande gegen Spanien. Der spanische König Philipp II. hatte ein hohes Kopfgeld auf Wilhelm ausgesetzt.Wilhelm I. von Oranien-Nassau
1586Elisabeth I.Königin von EnglandAnthony Babington, John Ballard und andere VerschwörerKönigin Elisabeth I. von England sollte im Rahmen des sogenannten „Babington-Komplotts“, das von jungen katholischen Höflingen organisiert wurde, ermordet werden. Ziel des Komplotts war es, die schottische Königin Maria Stuart zu befreien und auf den englischen Thron zu bringen, um auf diese Weise eine Rückkehr Englands zum Katholizismus zu erreichen. Die Verschwörung wurde jedoch frühzeitig aufgedeckt und führte letztlich auch zur Hinrichtung Maria Stuarts, obwohl zweifelhaft ist, ob sie in diese verwickelt war.Königin Elisabeth
1589Heinrich III.König von FrankreichJacques ClémentSaint-CloudKönig Heinrich III. von Frankreich wurde am 2. August 1589 von dem fanatischen Dominikanermönch Clément erstochen. Heinrich belagerte zu diesem Zeitpunkt mit einem Hugenottenheer unter Führung seines Schwagers Heinrich von Navarra Paris. Hintergrund waren Machtkämpfe, vor allem mit den mächtigen Herzögen von Guise.Heinrich III.

17. Jahrhundert

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1605James I.König von EnglandGuy FawkesLondonEine Gruppe von katholischen Verschwörern um Robert Catesby plante, den protestantischen englischen König James I., seine Familie, die Regierung und die Parlamentsmitglieder anlässlich der Parlamentseröffnung am 5. November 1605 mittels eines Sprengstoffattentats im Parlamentsgebäude zu töten. Die Ausführung der Tat wurde dem Sprengstoffexperten Guy Fawkes übertragen. Der Sprengstoff wurde jedoch frühzeitig entdeckt und das Attentat so vereitelt.Die Schwarzpulververschwörer
1610Heinrich IV.König von FrankreichFrançois RavaillacParisDer französische König Heinrich IV., ein ehemaliger Hugenotte, wurde am 14. Mai 1610 von François Ravaillac aus religiösen Motiven ermordet. Bereits am 27. Dezember 1594 hatte der Student Jean Châtel aus dem gleichen Motiv ein missglücktes Attentat gegen Heinrich unternommen.Ermordung Heinrichs IV.
1628George VilliersHerzog von BuckinghamJohn FeltonPortsmouthGeorge Villiers, 1. Duke of Buckingham, wurde am 23. August 1628 in Portsmouth von Felton erstochen. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Unter anderem kommen religiöse Motive oder eine persönliche Kränkung in Betracht.Porträt von George Villiers
1632Johann II. Freiherr von ViermundKaiserlicher GeneralwachtmeisterWerner OverlackerKölnDer kaiserliche Generalwachtmeister Freiherr von Viermund zu Neersen wurde am 3. Mai 1632 vor der Jesuitenkirche in Köln von Werner Overlacker, einem ehemaligen Offizier in seinem Reiterregiment, erschossen. Das Motiv für die Tat ist nicht bekannt.
1634Albrecht von WallensteinGeneralissimus der kaiserlichen Armee im Dreißigjährigen KriegWalter DeverouxEgerWallenstein wurde am 25. Februar 1634 von Walter Deveroux in Eger ermordet. Er war kurz zuvor vom Kaiser Ferdinand II., der ihn wegen seiner Geheimverhandlungen mit Schweden und Frankreich des Hochverrats verdächtigte, abgesetzt worden. Ob der Kaiser auch in die Pläne zur Ermordung Wallensteins eingeweiht war, ist unklar.Ermordung Wallensteins
1657Oliver CromwellLordprotektor von England, Schottland und IrlandMiles SindercombeLondonMit finanzieller Unterstützung des nach Flandern geflohenen früheren Roundhead-Offiziers Edward Sexby unternahm Miles Sindercombe zusammen mit John Cecil, William Boyes und John Toope, einem Mitglied von Cromwells Leibgarde, mehrere Versuche, den Lordprotektor Oliver Cromwell zu ermorden. Am 8. Januar 1657 platzierten sie einen Sprengsatz in der Palastkapelle. Allerdings waren sie zum einen bereits dem Leiter von Cromwells Geheimdienst John Thurloe aufgefallen, zum anderen hatte John Toope die Seiten gewechselt und den Plan verraten, so dass der Sprengsatz entschärft werden konnte. Hintergrund für die Taten war die Enttäuschung der früheren Cromwell-Anhänger über die Auflösung des Rumpfparlaments durch Cromwell und seine seither errichtete Militärherrschaft.Oliver Cromwell

18. Jahrhundert

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1757Ludwig XV.König von FrankreichRobert François DamiensParisAm 5. Januar 1757 verübte Robert Damiens ein Attentat auf den französischen König Ludwig XV., der dabei jedoch nur leicht verletzt wurde. Das genaue Motiv für die Tat ist unbekannt. Hintergrund waren anscheinend jedoch die Auseinandersetzungen zwischen dem König und den zunehmend in Opposition zu diesem stehenden Parlements, insbesondere ein Streit mit dem Pariser Parlement über die Spendung der Sakramente an Jansenisten und Konvulsionäre, in den auch Papst Clemens XI. involviert war. Damiens, der zu dieser Zeit für diverse Magistrate des Pariser Parlements arbeitete, war anscheinend sehr aufgebracht über diesen Konflikt und hielt Ludwig XV. für den Hauptverantwortlichen für diese Situation.Ludwig XV.
1758Joseph I.König von PortugalLissabonAm 3. September 1758 wurde König Joseph I. auf dem Weg nach Ajuda überfallen und angeschossen. Die Täter wurden gefasst und gestanden unter der Folter, im Auftrag der Tavoras gehandelt zu haben, einer Familie des Hochadels, die in scharfer Opposition zum Ersten Minister Sebastião José de Carvalho e Mello stand. Am 13. Januar 1759 wurden fast die gesamte Familie Tavora sowie ihr angeblicher Mitverschwörer, der Herzog von Aveiro, exekutiert, ihr Besitz konfisziert und ihr Name aus dem Adelsverzeichnis gestrichen. Joseph I. und sein Erster Minister nahmen den Attentatsversuch zum Anlass, den Jesuitenorden zu verbieten und sämtliche Jesuiten aus Portugal auszuweisen.Joseph I.
1762Peter III.Russischer ZarAlexei Grigorjewitsch OrlowSankt PetersburgZar Peter III. wurde am 6. Juli 1762, wenige Tage nachdem er gestürzt worden war, von Alexei Orlow erdrosselt. Der Täter war der Bruder von Grigori Orlow, dem Geliebten von Peters Ehefrau Katharina der Großen. Auslöser des Sturzes und der Ermordung Peters war offensichtlich dessen Entscheidung, sich von Katharina scheiden zu lassen, nachdem diese ein Kind von Orlow bekommen hatte, welches den Thronfolgeansprüchen von Peters Sohn Paul hätte gefährlich werden können.Kaiser Peter III.
1792Gustav III.König von SchwedenJohann Jakob AnckarströmStockholmKönig Gustav III. von Schweden wurde am 29. März 1792 während eines Maskenballs in der Stockholmer Oper von Johann Jakob Anckarström erschossen. Neben Anckarström waren an der Verschwörung gegen Gustav III. auch der General Karl Fredrik Pechlin als Drahtzieher sowie die Grafen Adolph Ribbing und Clas Fredrik Horn beteiligt. Hintergrund war ein schon länger schwelender Konflikt zwischen der schwedischen Aristokratie und dem König, der die Rechte des Adels durch zwei Verfassungsreformen in den Jahren 1772 und 1789 stark beschnitten hatte.Gustav III. von Schweden
1793Jean Paul MaratFranzösischer RevolutionärCharlotte CordayParisJean Paul Marat, Herausgeber des Ami du Peuple, einer der wichtigsten Zeitungen der Jakobiner, wurde am 13. Juli 1793 von Charlotte Corday, einer Anhängerin der gemäßigten Girondisten, mit einem Küchenmesser in der Badewanne seiner Pariser Wohnung erstochen. Marat hatte in seiner Zeitung stets scharfe Angriffe gegen die Girondisten veröffentlicht und unter anderem auch die Septembermassaker des Jahres 1792 publizistisch gefördert.Der Tod des Marat
1800Jean-Baptiste KléberFranzösischer GeneralSuleiman al-HalabiKairoDer französische General Kléber wurde am 14. Juni 1800 während Napoleons ägyptischer Expedition von dem syrischen Studenten Suleiman al-Halabi als ein Akt des Aufbegehrens gegen die französische Herrschaft über Ägypten in Kairo ermordet.Ermordung Klébers
1800Napoleon BonaparteErster Konsul von FrankreichJoseph Picot de Limoëlan, Pierre Robinault de Saint-Régeant und François-Joseph CarbonParisAm 24. Dezember 1800 verübten die Royalisten Joseph Picot de Limoëlan, Pierre Robinault de Saint-Régeant und François-Joseph Carbon in der Rue Saint-Nicaise im Zentrum von Paris ein Höllenmaschinenattentat gegen Napoleon, damals noch Erster Konsul der Französischen Republik. Die Tat missglückte, da die Kutsche Napoleons aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit an der Karre mit dem Sprengsatz vorbeifuhr, bevor dieser explodierte. Durch die Explosion kamen jedoch 22 unbeteiligte Personen ums Leben, über hundert wurden verletzt. 46 Häuser in der Rue Saint-Nicaise wurden zerstört oder unbewohnbar. Da Napoleon sich kurz zuvor durch den Staatsstreich des 18. Brumaire VIII faktisch zum Alleinherrscher Frankreichs gemacht hatte, was naturgemäß den Widerstand überzeugter Republikaner hervorgerufen hatte, fiel der Verdacht zunächst auf die Jakobiner, die daraufhin verfolgt wurden. Vier vermeintliche Täter wurden hingerichtet, bevor die wahren Täter entdeckt wurden.Napoleon Bonaparte

19. Jahrhundert

1801 bis 1850

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1801Paul I.Zar von RusslandPlaton Alexandrowitsch Subow und Peter Ludwig von der PahlenSankt PetersburgZar Paul I. wurde am 23. März 1801 im Zuge einer Verschwörung von Adelskreisen von den Armeeoffizieren Platon Subow und Peter Ludwig von der Pahlen erdrosselt, nachdem er sich geweigert hatte, abzudanken. Hauptgrund für seine Ermordung dürfte sein Seitenwechsel im Krieg gegen Napoleon gewesen sein.Zar Paul I.
1806Jakob I.Kaiser von HaitiHenri Christophe (Drahtzieher)Pont-RougeJean-Jacques Dessalines, der sich selbst nach Erlangung der Unabhängigkeit Haitis von Frankreich im Jahre 1804 als Jakob I. zum Kaiser von Haiti erklärt hatte, wurde am 17. Oktober 1806 im Zuge eines Machtkampfes im Auftrag von Henri Christophe ermordet. Christophe ließ sich anschließend zum Präsidenten ausrufen.
1809Napoleon BonaparteKaiser von FrankreichFriedrich StapßWienDer 17-jährige deutsche Pfarrerssohn Friedrich Stapß versuchte am 13. Oktober 1809 anlässlich einer Truppenparade in Schloss Schönbrunn den französischen Kaiser Napoleon, den er für das Elend Deutschlands verantwortlich machte, mit einem Küchenmesser zu erstechen. Der General Jean Rapp ließ ihn jedoch festnehmen, bevor er sich Napoleon hinreichend nähern konnte.Napoleon befragt Stapß
1812Spencer PercevalBritischer PremierministerJohn BellinghamLondonAm 11. Mai 1812 erschoss der bankrotte Liverpooler Kaufmann John Bellingham den britischen Premierminister Spencer Perceval in der Lobby des Parlamentsgebäudes. Bellingham hatte einige Jahre zuvor wohl zu Unrecht längere Zeit in Russland in Haft gesessen und hatte nach seiner Rückkehr nach England vergeblich versucht, von der britischen Regierung hierfür eine Entschädigung zu bekommen.Attentat auf Spencer Perceval
1819August von KotzebueSchriftstellerKarl Ludwig SandMannheimDer bekannte Schriftsteller und russische Konsul August von Kotzebue wurde am 23. März 1819 von dem Burschenschafter Karl Ludwig Sand erstochen. Hintergrund war die Tatsache, dass Kotzebue in den von ihm herausgegebenen Zeitschriften oft beißende Kritik gegen die Burschenschaft und ihre politischen Ziele veröffentlicht hatte. Sand sah Kotzebue daher als „Verräter des Vaterlands“ an.Kotzebues Tod
1819Carl Friedrich Emil von IbellNassauischer RegierungspräsidentKarl LöningLangenschwalbachAm 1. Juli 1819 verübte der Burschenschafter Karl Löning in Langenschwalbach ein Attentat auf den nassauischen Regierungspräsidenten Carl von Ibell, das jedoch misslang. Angesichts der zeitlichen Nähe und der Ähnlichkeit des Vorgehens zu Karl Ludwig Sands Attentat auf Kotzebue dürfte es sich bei der Tat Lönings um eine der ersten Nachahmungstaten der Geschichte gehandelt haben. Das Attentat auf Ibell und das vorangegangene Attentat auf Kotzebue dienten als Rechtfertigung für die Karlsbader Beschlüsse.
1820Charles Ferdinand de BourbonHerzog von BerryPierre Louis LouvelParisDer Herzog von Berry, Neffe König Ludwigs XVIII. und nach seinem Vater und seinem kinderlosen älteren Bruder Dritter in der Thronfolge, wurde am 13. Februar 1820 beim Verlassen der Pariser Oper von dem Sattler Pierre Louis Louvel erstochen. Dieser arbeitete zwar in den Ställen des Königs, war aber ein entschiedener Gegner der Bourbonen. Louvel hoffte, durch die Tat die Herrschaft der Bourbonen in Frankreich zu beenden, da der Herzog von Berry zu diesem Zeitpunkt noch keinen männlichen Nachkommen hatte (sein Sohn Henri wurde erst sieben Monate später geboren).Der Mordanschlag auf den Herzog von Berry
1828ShakaKönig der ZuluDinganeKwaDukuzaKönig Shaka wurde am 22. September 1828 von seinen Halbbrüdern Dingane und Mhlangana und seinem Berater Mbopa im Kampf um die Macht erstochen. Kurz zuvor hatte Shaka als Zeichen der Trauer über den Tod seiner Mutter 7.000 seiner Untertanen hinrichten lassen und ein dreimonatiges Hungern verordnet. Dies hatte seinen Rückhalt bei den Zulu geschwächt und seinen Gegnern Auftrieb gegeben. Nach der Tat ermordete Dingane auch Mhlangana und ließ sich zum König ausrufen.Shaka Zulu
1831Ioannis KapodistriasPräsident von GriechenlandKonstantinos und Georgios MavromichalisNafplionIoannis Graf Kapodistrias, der erste Präsident Griechenlands nach der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, wurde am 9. Oktober 1831 von dem Bruder und dem Sohn des von ihm inhaftierten Beys von Mani, Petros Mavromichalis, erschossen. Hintergrund für die Auseinandersetzungen zwischen Kapodistrias und Mavromichalis waren politische Differenzen hinsichtlich der künftigen Organisation und Orientierung des unabhängigen Griechenlands, hinter denen wiederum die unterschiedlichen Interessen der Signatarmächte Russland und Großbritannien standen.Ioannis Kapodistrias
1832Erzherzog FerdinandÖsterreichischer ThronfolgerFranz ReindlBaden bei WienAm 9. August 1832 schoss der pensionierte Hauptmann Reindl in Baden auf Erzherzog Ferdinand, den späteren österreichischen Kaiser Ferdinand I., welcher allerdings nur leicht verletzt wurde. Anlass für das Attentat war die Weigerung Ferdinands, Reindl eine von diesem verlangte Geldsumme zu zahlen.Kaiser Ferdinand I.
1835Louis-Philippe I.König von FrankreichJoseph FieschiParisDer französische König Louis-Philippe überlebte am 28. Juli 1835 leicht verletzt ein Höllenmaschinenattentat, das der Korse Joseph Fieschi zusammen mit Théodore Pépin und Pierre Morey anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Julirevolution auf dem Boulevard du Temple auf ihn verübt hatte. Bei dem Attentat kamen Marschall Édouard Mortier und elf weitere Personen ums Leben. Motiv für das Attentat waren wohl in erster Linie persönliche Probleme Fieschis. Als Reaktion auf das Attentat erließ die Regierung die sogenannten Septembergesetze. In den folgenden Jahren folgten noch fünf weitere Attentate auf König Louis-Philippe, bei denen jedoch niemand zu Schaden kam.Fieschis Attentat
1840DinganeKönig der ZuluZulu Nyawo, Sambane und NondawanaLebombobergeDer Zulu-König Dingane wurde im Januar 1840 von Zulu Nyawo, Sambane und Nondawana, Gefolgsleuten seines Halbbruders Mpande, der ihn kurz zuvor mit Unterstützung der Buren gestürzt hatte, im Hlatikhulu Forest in den Lebombobergen nahe der heutigen Stadt Ingwavuma ermordet.
1840VictoriaKönigin von GroßbritannienEdward OxfordLondonAm 10. Juni 1840 erfolgte ein Attentat auf die britische Königin Victoria durch den 18-jährigen, wohl geistig verwirrten arbeitslosen Kellner Edward Oxford. Dieser schoss am Constitution Hill in London zweimal auf die zusammen mit ihrem Ehemann Prinz Albert in einer offenen Kutsche vorbeifahrende Königin, verfehlte jedoch sein Ziel.Königin Victoria
1842VictoriaKönigin von GroßbritannienJohn FrancisLondonAm 29. Mai 1842 verübte der Zimmergeselle John Francis auf der Mall in London ein Attentat auf die vorbeireitende britische Königin Victoria, es löste sich jedoch kein Schuss und es gelang ihm zu entkommen. Daraufhin ritt die Königin am folgenden Tag noch einmal, allerdings mit höherer Geschwindigkeit, an derselben Stelle vorbei, in der Hoffnung, den Täter zu einem zweiten Versuch zu provozieren, was auch gelang. Bei dieser Gelegenheit wurde Francis festgenommen. Das Motiv für die Tat ist nicht bekannt.Königin Victoria
1844Joseph SmithUS-amerikanischer PräsidentschaftskandidatCarthage, IllinoisAm 27. Juni 1844 wurde Joseph Smith, der zu diesem Zeitpunkt Präsidentschaftskandidat war, als Untersuchungshäftling in einem Gefängnis in Carthage, Illinois, von einer Menschenmenge umgebracht. Grund für seine Verhaftung und wohl auch für seine Ermordung war sein Angriff auf die Pressefreiheit, als er in seiner Eigenschaft als Bürgermeister von Nauvoo die Zeitung Nauvoo Expositor, die in ihrer ersten und einzigen Ausgabe kritisch über ihn und die von ihm gegründete Mormonen-Bewegung berichtet hatte, schließen ließ. Damit war er der erste US-amerikanische Präsidentschaftskandidat, der während des Wahlkampfs ermordet wurde.Joseph Smith
1844Friedrich Wilhelm IV.König von PreußenHeinrich Ludwig TschechBerlinDer preußische König Friedrich Wilhelm IV. und seine Gattin Elisabeth Ludowika überlebten am 26. Juli 1844 unverletzt ein Attentat von Heinrich Ludwig Tschech. Tschech war bis zu seinem Rücktritt im Jahr 1842 Bürgermeister in Storkow, Brandenburg, gewesen. In dieser Eigenschaft war er in Konflikt mit der dortigen Bürgerschaft und dem vorgesetzten Landrat über Verwaltungsreformen geraten, was später dazu führte, dass seine Gesuchen um Wiedereinstellung abschlägig beschieden wurden. Dies veranlasste ihn, das Attentat auf den König zu verüben, um seine „Angelegenheit zur Weltsache werden“ zu lassen und seine „mit Füssen getretene Ehre“ wiederherzustellen.Friedrich Wilhelm IV. und seine Gemahlin Elisabeth Ludovika
1848Pellegrino RossiPäpstlicher PremierministerSanto ConstantiniRomAm 15. November 1848 wurde der päpstliche Premierminister Pellegrino Graf Rossi nach nur zweimonatiger Amtszeit anlässlich der Eröffnung der Deputiertenkammer auf den Stufen der Freitreppe des Palastes der Cancellaria von Santo Constantini erschossen. Die Tat war der Auftakt der Revolution im Kirchenstaat.Pellegrino Rossi
1849Mariano Rivera PazEhemaliger Präsident von GuatemalaRoberto Reyes und Agustín PérezSampaquisoyIm Jahr 1849 wurde Mariano Paredes, Verwaltungschef des Departements Jutiapa und ehemaliger guatemaltekische Präsident, auf dem Wege zum Amtsantritt in dem Dorf Sampaquisoy von Roberto Reyes und Agustín Pérez ermordet. Neben Rivera kam auch der neue Verwaltungschef des Departements Jalapa, Gregorio Orantes, bei dem Attentat ums Leben.Mariano Rivera Paz
1850Friedrich Wilhelm IV.König von PreußenMax SefelogeBerlinVerwirrter Einzeltäter, der den König mit einer Kugel am Arm traf[2]

1851 bis 1900

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1852Isabella II.Königin von SpanienMartin Merino y GomezMadridAm 2. Februar 1852 versuchte der Priester Martin Merino, die spanische Königin Isabella II. im königlichen Stadtschloss in Madrid zu erstechen. Die Königin hatte gerade die Schlosskapelle verlassen und wollte sich auf den Weg zur Basilika Unserer Lieben Frau von Antocha begeben, wo ein Dankgottesdienst für die Geburt der Infantin Maria Isabel de Borbón gelesen werden sollte, als Merino auf sie zutrat und zweimal auf sie einstach. Die Königin wurde nur leicht verletzt, da Korsettstangen die Stiche abfingen.[3]Isabella II.
1853Franz Joseph I.Kaiser von ÖsterreichJános LibényiWienDer ungarische Schneidergeselle und ehemalige Husar János Libényi versuchte am 18. Februar 1853 in Wien auf der Kärntnertor-Bastei, den Kaiser Franz Joseph I. mit einem gezielten Messerstich zu töten. Der Stoß wurde vom Adjutanten des Kaisers abgefangen, so dass dieser nur leicht verletzt wurde. Das Motiv der Tat ist nicht bekannt, es könnten nationale ungarische Beweggründe gewesen sein.Attentat von 1853
1855Napoleon III.Kaiser von FrankreichGiovanni PianoriParisAm 28. April 1855 gab der italienische Anhänger des Risorgimento Giovanni Pianori auf den Champs-Élysées in Paris zwei Schüsse auf Napoléon III. ab. Das Attentat misslang.[4][5] Hintergrund der Tat war die Rolle Frankreichs im italienischen Einigungsprozess.Napoleon III.
1855Napoleon III.Kaiser von FrankreichEdouard BellemareParisAm 8. September 1855 verübte der als Amtsdiener tätige gelernte Schuster Edouard Bellemare vor dem Théâtre-Italien in der Rue Marsollier in Paris ein Pistolenattentat auf Napoléon III. Auch dieses Attentat überlebte der Kaiser.[4][6] Ein Motiv für die Tat ist nicht bekannt; der Täter war wohl geistesgestört.Napoleon III.
1856Isabella II.Königin von SpanienRamón Fuentes y GómezMadridAm 28. Mai 1856 fand ein wohl nicht ernsthafter Attentatsversuch auf die spanische Königin Isabella II. statt. Im Februar oder März des Jahres hatte der bereits vorbestrafte Pedro Redondo y Marqués Ramón Fuentes dazu angestiftet, gegen Zahlung von 1000 Duros ein Pistolenattentat auf die Königin zu verüben. Zuvor hatte er bereits versucht, Manuel Collado y Herrera für diese Tat zu gewinnen. Collado und Fuentes informierten jedoch vorab die Behörden über die Einzelheiten des geplanten Attentats; Fuentes wurde am Tatort in der Calle del Arenal in Madrid festgenommen. Im nachfolgenden Gerichtsverfahren wurden daher alle Beteiligten außer Pedro Redondo freigesprochen.[7]Isabella II.
1856Ferdinand II.König beider SizilienAgesilao MilanoNeapelAm 8. Dezember 1856 verübte der kalabrische Soldat Agesilao Milano ein Attentat auf König Ferdinand II. Der König hatte mit seiner Familie und den Mitgliedern seiner Regierung die Messe aus Anlass des Hochfestes Mariä Empfängnis besucht. Als er anschließend eine Formation seiner Soldaten auf dem Marsfeld abritt, trat Milano aus der Reihe, stach mit seinem Bajonett nach dem König und verletzte ihn leicht. Dieses Attentat bestärkte den König in seiner harten Vorgehensweise gegen die Reformkräfte in seinem Königreich. Er zog sich nach Caserta zurück und ließ in Neapel den Belagerungszustand erklären.Ferdinand II., König beider Sizilien
1858Napoleon III.Kaiser von FrankreichFelice Orsini, Simon Francis Bernard, Thomas Allsop, Carlo di Rudio, Giuseppe Andrea Pieri und andereParisAm 14. Januar 1858 verübten der italienische Republikaner Graf Orsini und einige Mittäter mit vier selbstgebauten Sprengbomben ein Attentat auf Kaiser Napoléon III. Das Kaiserpaar blieb unverletzt; es gab acht Tote und über 150 Verletzte. In der anschließenden Gerichtsverhandlung gab Orsini als Tatmotive an, er habe Napoleon für den Bruch des Carbonari-Eides bestrafen und auf die Lage Italiens (insbesondere die andauernde Besetzung eines Großteils der Apennin-Halbinsel durch Österreich-Ungarn) hinweisen wollen. Nach dem Attentat kam es zu Geheimverhandlungen zwischen Napoleon und Camillo Benso von Cavour, die letztlich die Einigung Italiens beförderten.Napoleon III.
1860Ii NaosukeTairō zur Zeit des Tokugawa-Shogunats in JapanArimura JisaemonEdoAm 24. März 1860 verübte eine Gruppe von 18 Samurai aus den niederen Rängen ein Attentat auf den Tairō Ii Naosuke, im Zuge dessen Arimura Jisaemon den Tairō enthauptete. Hintergrund war ein Machtkampf zwischen Reformern der Mito-Schule und konservativen Anhängern des Tairō. Letzterer hatte im Rahmen der Ansei-Säuberungen über hundert hohe Shogunatsbeamte aus ihren Ämtern entfernt und acht von ihnen hinrichten lassen.Der Sakuradamon-Zwischenfall
1861Wilhelm I.König von PreußenOskar BeckerBaden-BadenDer Student Oskar Becker verübte am 14. Juli 1861 in Baden-Baden ein Attentat auf den damaligen preußischen König Wilhelm I. und verletzte ihn leicht am Hals. Becker war der Ansicht, dass Wilhelm I. einer Einigung Deutschlands im Wege stehe.Attentat auf den preußischen König in Baden-Baden
1861Amalie von OldenburgKönigin von GriechenlandAristides DossiosAthenAm 18. September 1861 versuchte der Student Aristides Dossios erfolglos, Königin Amalie von Griechenland zu ermorden. Dossios gehörte bereits seit früher Jugend der antimonarchischen Bewegung Goldene Jugend an. Das Attentat erfolgte vor dem Hintergrund der revolutionären Ereignisse, die im folgenden Jahr zum Sturz König Ottos von Griechenland führten.Königin Amalie von Griechenland
1863Konstantin Nikolajewitsch RomanowRussischer Großfürst und Vizekönig von PolenWarschauIm Jahr 1863, zwei Tage nach seiner Ankunft in Polen, wurde in Warschau ein Attentat auf Großfürst Konstantin verübt, bei dem dieser verletzt wurde. Motiv des Attentats waren polnische Unabhängigkeitsbestrebungen von der russischen Herrschaft.Großfürst Konstantin Nikolajewitsch
1865Abraham LincolnPräsident der Vereinigten StaatenJohn Wilkes BoothWashington, D.C.Am 14. April 1865, kurz nachdem die Nord-Virginia-Armee der Südstaaten unter General Lee kapituliert hatte, schoss der Schauspieler John Wilkes Booth im Ford’s Theatre in Washington auf den US-Präsidenten Lincoln und verletzte diesen tödlich am Kopf. Ursprünglich hatte Lincoln auch seinen Vizepräsidenten Andrew Johnson, General Ulysses S. Grant und Außenminister William H. Seward zu der Theatervorstellung eingeladen und es war geplant, auch diese zu ermorden. Da alle drei der Vorstellung fernblieben, konnte Booth nur Lincoln töten. Booths Mitverschwörer Lewis Powell versuchte, Außenminister Seward zu erstechen, der wegen einer Erkrankung zu Hause geblieben war. Attentate auf Johnson und Grant wurden nicht mehr verübt. Booth und seine neun Mitverschwörer waren Sympathisanten der Südstaaten und mit deren Niederlage im Bürgerkrieg unzufrieden.Attentat auf Lincoln
1866Alexander II.Zar von RusslandDmitri Wladimirowitsch KarakosowSankt PetersburgAm 16. April 1866 versuchte der aus niederem Adel stammende russische Nihilist Karakosow, den Zaren Alexander II. zu erschießen. Das Attentat schlug fehl: Der erste Schuss verfehlte sein Ziel, an einem zweiten hinderte ihn ein Bauer namens Kommissarow. Das Attentat war revolutionär motiviert.Kaiser Alexander II. von Russland
1866Otto von BismarckPreußischer MinisterpräsidentFerdinand Cohen-BlindBerlinAm 7. Mai 1866 schoss der Attentäter fünf Mal auf den damaligen preußischen Ministerpräsidenten Bismarck; dieser blieb unverletzt. Cohen-Blind wollte durch das Attentat den drohenden Krieg zwischen Preußen und Österreich verhindern, für den er Bismarck verantwortlich machte.Cohen-Blind schießt auf Bismarck
1867Alexander II.Zar von RusslandParisAm 6. Juni 1867 verübte ein Pole namens Berezowski auf der Weltausstellung in Paris ein erfolgloses Attentat auf den Zaren Alexander II., als dieser in Begleitung von Napoleon III. von einer Heerschau zurückkehrte. Motiv für dieses Attentat dürften polnische Unabhängigkeitsbestrebungen gewesen sein. Dieses und das vorangegangene Attentat des Karakosow veranlassten den Zaren, von seinem Reformkurs Abstand zu nehmen und zu einem umfassenden polizeilichen Überwachungssystem zurückzukehren. Die milde Bestrafung Berezowskis durch die französische Justiz, die in Russland als Ausdruck des Wohlwollens gegenüber der polnischen Unabhängigkeitsbewegung gedeutet wurde, führte zu einer merklichen Abkühlung der russisch-französischen Beziehungen.Alexander II. von Russland
1870Juan Prim i PratsMinisterpräsident von SpanienJosé Paúl y Angulo (mutmaßlicher Drahtzieher)MadridAm Abend des 27. Dezember 1870 eröffnen mehrere Männer das Feuer auf die Kutsche des spanischen Ministerpräsidenten Juan Prim und verletzen ihn tödlich. Die Hintergründe der Tat wurden nie gänzlich aufgeklärt, dürften aber in den Auseinandersetzungen um die Benennung eines Nachfolgers für die abgetretene Königin Isabella II. zu suchen sein. Als Hintermann gilt der republikanische Abgeordnete Paúl y Angulo. Allerdings wurde auch eine Verwicklung des Generals Serrano und des Herzogs von Montpensier vermutet, aber nie bewiesen.General Juan Prim i Prats
1868Alfred, Duke of EdinburghZweitgeborener Sohn der Königin Victoria von GroßbritannienHenry James O'FarrellClontarfAm 12. März 1868 schoss der Ire Henry James O'Farrell dem britischen Prinzen Alfred, Duke of Edinburgh, während eines öffentlichen Picknicks in Clontarf, Australien, mit einer Pistole in den Rücken. Alfred wurde nicht schwer verletzt und konnte seine Weltreise einen Monat später fortsetzen. Hintergrund der Tat dürften die nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen Irlands gewesen sein.Herzog Alfred von Edinburgh und Sachsen-Coburg und Gotha in Admiralsuniform
1868Michael III.Fürst von SerbienTopčiderAm 10. Juni 1868 erschoss ein Händler namens Kosta Radovanović im Park von Topčider Michael III. und dessen Cousine, Prinzessin Anka Obrenović (später Anka Konstantinović). Ankas Tochter Katarina Konstantinović, die Geliebte von Michael III., wurde verletzt. Ob hinter der Tat die liberale Opposition oder Anhänger des gestürzten Fürsten Karađorđević standen, ist unbekannt.Michael Obrenović
1872Amadeus I.König von SpanienMadridAm 18. Juli 1872 schossen Attentäter auf eine Kutsche, in der Amadeus I. und dessen Frau saßen. Beide blieben unverletzt. Hintergrund der Tat waren politische Wirren in dem von den Karlistenkriegen zerrissenen Land. Unter anderem aufgrund dieses Attentates entschloss sich Amadeus, als König abzudanken und in seine italienische Heimat zurückzukehren.Amadeus, Herzog von Aosta
1874Otto von BismarckDeutscher ReichskanzlerEduard KullmannBad KissingenAm 13. Juli 1874 verübte der katholische Böttchergeselle Eduard Kullmann in Bad Kissingen ein Attentat auf Reichskanzler Otto von Bismarck. Bismarck erlitt nur eine leichte Schussverletzung an der Hand. Hintergrund der Tat war der Kulturkampf.Eduard Kullmann schießt auf Bismarck
1875Gabriel García MorenoPräsident von EcuadorFaustino Rayo und andereQuitoAm 6. August 1875 wurde der ecuadorianische Präsident am Tor der Kathedrale von Quito durch Machetenhiebe und mehrere Pistolenschüsse von Faustino Rayo und drei Mittätern ermordet. Das Motiv des Attentats lieferte die in den Augen der Opposition durch den Präsidenten forcierte Auslieferung des Landes unter das Joch der katholischen Kirche, dort insbesondere der Herz Jesu-Verehrung.Gabriel García Moreno
1878Fjodor Fjodorowitsch TrepowGouverneur von Sankt PetersburgWera Iwanowna SassulitschSankt PetersburgDie Studentin Wera Sassulitsch, eine Anhängerin der Narodniki, schoss am 24. Januar 1878 auf den Gouverneur von Sankt-Petersburg General Trepow aus Entrüstung über die von diesem gegen den politischen Gefangenen Jemeljan Bogoljubow verhängten Prügelstrafe.Fjodor Fjodorwitsch Trepow
1878Wilhelm I.Deutscher KaiserMax HödelBerlinAm 11. Mai 1878 verübte der sozialistische Klempnergeselle Max Hödel ein Revolverattentat auf Kaiser Wilhelm I., als dieser gemeinsam mit seiner Tochter in einer offenen Kutsche die Straße Unter den Linden entlangfuhr. Die Schüsse verfehlten ihr Ziel und niemand wurde verletzt.König Wilhelm I. von Preußen
1878Wilhelm I.Deutscher KaiserKarl Eduard NobilingBerlinAm 2. Juni 1878 verübte der promovierte Landwirt Karl Eduard Nobiling ein Attentat auf Kaiser Wilhelm I., an nahezu der gleichen Stelle, wie drei Wochen zuvor Max Hödel. Nobling schoss aus dem Fenster eines Hauses an der Straße Unter den Linden mit einer doppelläufigen Schrotflinte auf den in einer offenen Kutsche vorbeifahrenden Kaiser. Wilhelm I. überlebte dieses Attentat schwer verletzt. Da Nobling unmittelbar nach der Tat einen Suizidversuch unternahm und sich dabei so schwer verletzte, dass er kaum noch vernehmungsfähig war, sind die Motive der Tat unklar. Obwohl Nobling vor der Tat Kontakt zu sozialistischen Agitatoren hatte, spricht vieles dafür, dass die Tat nicht politisch motiviert war. Trotzdem nutzte Bismarck dieses und das vorangegangene Attentat Hödels, um im Reichstag das Sozialistengesetz durchzusetzen.Kaiser Wilhelm I.
1878Nikolai Wladimirowitsch MesenzowLeiter der Zaristischen GeheimpolizeiSergei KrawtschinskiSankt PetersburgNikolai Mesenzow, Leiter der zaristischen Geheimpolizei, wurde am 16. August 1878 von dem Anarchisten Sergei „Stepniak“ Krawtschinski auf offener Straße in Sankt Petersburg erdolcht. Die Tat erfolgte als Reaktion auf die Hinrichtung von Iwan Kowalski.
1878Alfons XII.König von SpanienMadridAm 25. Oktober 1878 und 30. Dezember 1879 wurden in Madrid Attentate auf den spanischen König Alfons XII. verübt, die jedoch fehlschlugen.Alfons XII. von Spanien
1878Umberto I.König von ItalienGiovanni PassannanteNeapelAm 17. November 1878 versuchte der Anarchist Giovanni Passannante, den italienischen König Umberto I. und dessen Ministerpräsidenten Benedetto Cairoli während einer Parade in Neapel mit einem Säbel zu ermorden; dies misslang jedoch.König Umberto I. von Italien
1879Dmitri Nikolajewitsch KropotkinGouverneur von CharkowGrigori GoldenbergAm 21. Februar 1879 erschoss der russische Revolutionär Grigori Goldenberg, Sohn eines jüdischen Kaufmanns aus Berdytschiw und Mitglied der Narodnaja Wolja, den Gouverneur von Charkow, Prinz Dmitri Kropotkin, einen Vetter des Anarchisten Peter Kropotkin.
1879Alexander II.Zar von RusslandAlexander Konstantinowitsch SolowjowSankt PetersburgAm 14. April 1879 gab der russische Revolutionär Alexander Solowjow fünf Schüsse auf den Zaren Alexander II. ab. Das Attentat scheiterte; der Zar blieb unverletzt. Solowjow gehörte der konspirativen Vereinigung Narodnaja Wolja an und setzte sich unter anderem für die Abschaffung der Alleinherrschaft des Zaren ein.Alexander II. von Russland
1879Alexander II.Zar von RusslandMoskauAm 1. Dezember 1879 wurde von Narodniki ein Sprengstoffattentat auf den Eisenbahnzug des Zaren Alexander II. versucht; dieses misslang.
1880Alexander II.Zar von RusslandSankt PetersburgAm 17. Februar 1880 erfolgte ein erneuter Versuch der Narodniki, ein Sprengstoffattentat auf Zar Alexander II. zu verüben, diesmal auf das Winterpalais. Auch dieser Mordversuch schlug jedoch fehl.
1880Michael Loris-Melikowrussischer General und PolitikerAm 3. März 1880 schlug ein Attentat russischer Nihilisten auf den General Michail Loris-Melikow fehl. Loris-Melikow blieb unverletzt.Michael Loris-Melikow
1881Alexander II.Zar von RusslandNikolai Ryssakow, Ignati Grinewizki und andereSankt PetersburgAm 13. März 1881 wurde durch eine Gruppe Revolutionäre der Narodnaja Wolja unter Führung von Nikolai Ryssakow ein Bombenattentat auf Zar Alexander II. verübt. Nachdem der Zar die Detonation eines ersten Sprengsatzes, den Ryssakow auf seine Kutsche geworfen hatte, unverletzt überlebt hatte, wurde er kurz darauf durch einen zweiten Sprengsatz, geworfen von Ignati Grinewizki, tödlich verletzt.Das Attentat auf den Kaiser Alexander II.
1881James A. GarfieldPräsident der Vereinigten StaatenCharles J. GuiteauWashington, D.C.Am 2. Juli 1881 schoss der psychisch Kranke Charles Guiteau auf den amerikanischen Präsidenten Garfield, als dieser in einem Bahnhof in Washington mit seinen beiden Söhnen einen Zug besteigen wollte. Einer der beiden Schüsse traf den Präsidenten in den Rücken und verletzte ihn schwer. Der Präsident starb elf Wochen später am 19. September an den Folgen einer Infektion, die durch nicht sterile Instrumente verursacht wurde. Das Attentat war persönlich motiviert: Guiteau hatte, nachdem er Garfield im Wahlkampf unterstützt hatte, wiederholt vergeblich um seine Ernennung zum Generalkonsul in Paris ersucht.Das Attentat auf Präsident Garfield
1882Lord Frederick CavendishChief Secretary for IrelandDublinAm 6. Mai 1882 wurden Lord Frederick Cavendish und der Untersekretär für Irland Thomas Henry Burke im Phoenix-Park in Dublin von Mitgliedern der nationalistischen irischen Untergrundgruppe Irish National Invincibles ermordet.Lord Frederick Charles Cavendish
1883Wilhelm I.Deutscher KaiserFranz Reinhold Rupsch und Emil KüchlerRüdesheim am RheinIm Jahr 1883 plante August Reinsdorf ein Sprengstoff-Attentat auf Kaiser Wilhelm I., den Kronprinzen Friedrich und die anderen anwesenden Bundesfürsten anlässlich der Einweihung des Niederwalddenkmals bei Rüdesheim. Die Ausführung scheiterte jedoch, weil die Zündschnur nass wurde. Die Täter waren Anarchisten.Wilhelm I. mit dem späteren Friedrich III. und dem späteren Wilhelm II., auf seinem Schoß der spätere Kronprinz Wilhelm
1887Alexander III.Zar von RusslandAlexander Iljitsch Uljanow und andereSankt PetersburgIm Jahr 1887 plante eine Gruppe der Narodnaja Wolja um Lenins Bruder Alexander Uljanow, und die Brüder Bronisław Piłsudski und Józef Piłsudski ein Attentat auf den Zaren Alexander III. Die Attentäter wurden jedoch frühzeitig entdeckt und konnten das Attentat nicht mehr zur Ausführung bringen.Kaiser Alexander III. von Russland
1891Nikolaus II.Zarewitsch von RusslandTsuda SanzōŌtsuAm 11. Mai 1891 verletzte der japanische Polizist Tsuda Sanzō den russischen Thronfolger und späteren Zaren Nikolaus II. bei einem Attentat anlässlich eines Staatsbesuchs in Japan leicht. Sanzō versuchte den Zarewitsch mit seinem Säbel zu erstechen; er wurde von zwei Rikschakulis überwältigt.Nikolaus im Frühjahr 1891 in Nagasaki
1893Französische NationalversammlungAuguste VaillantParisV. warf am 9. Dezember 1893 von der Zuschauertribüne des Parlamentsgebäudes eine Nagelbombe auf Parlamentarier. Er bekannte sich im Prozess schuldig und wurde hingerichtet
1894Marie François Sadi CarnotStaatspräsident von FrankreichSante Geronimo CaserioLyonAm 24. Juni 1894 wurde Carnot von dem italienischen Anarchisten Caserio nach einer Rede in Lyon erstochen. Hintergrund der Tat war der Protest der Sozialisten gegen die von der Regierung Carnot erlassenen Gesetze zur Eindämmung der anarchistischen Anschläge und der Agitation der Gewerkschaften.Marie François Sadi Carnot
1896Naser al-Din SchahSchah von PersienMirza Reza KermaniTeheranAm 1. Mai 1896 wurde der Schah Naser al-Din nach dem Besuch einer Moschee in der Nähe von Teheran von Mirza Reza Kermani erschossen. Als Motiv gab Kermani an, dass sich die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation im Iran nur ändern lasse, wenn die absolutistische Herrschaft der Kadscharen beendet würde.Nāser ad-Dīn Schāh
1897Antonio Cánovas del CastilloMinisterpräsident von SpanienMichele AngiolilloMondragónAm 8. August 1897 erschoss der italienische Anarchist Michele Angiolillo in der Kuranlage von Santa Agueda de Gesalibar in Mondragón den spanischen Premierminister Cánovas wegen dessen harten Vorgehens gegen Anarchisten, Sozialisten und Republikaner.Don Antonio Cánovas del Castillo
1898José María Reina BarriosPräsident von GuatemalaEdgar ZollingerGuatemala-StadtAm 8. Februar 1898 wurde der guatemaltekische Präsident José María Reina Barrios beim Verlassen eines Hotels in der Innenstadt von Guatemala-Stadt von dem – kurz zuvor aus Costa Rica eingereisten – Edgar Zollinger, einem Briten schweizerischer Herkunft, erschossen. Zollinger selbst fiel kurz nach der Tat gleichfalls einer Kugel zum Opfer. Ob diese von einem ihn verfolgenden Polizisten oder einem mysteriösen Dritten stammte, ist umstritten. Auch die Hintergründe der Tat sind ungeklärt. Während eine Theorie hinter dem Attentat den Innenminister und Nachfolger Reinas Manuel José Estrada Cabrera vermutet, soll Zollinger nach einer anderen Version ein persönliches Rachemotiv gehabt haben.José María Reina Barrios
1898Elisabeth von Österreich-UngarnKaiserin von ÖsterreichLuigi LucheniGenfAm 10. September 1898 wurde die Kaiserin Elisabeth, genannt „Sisi“, in Genf auf dem Weg vom Hotel Beau-Rivage zum Schiffsanleger von dem Anarchisten Luigi Lucheni mit einer von ihm selbst zugespitzten Feile erstochen. Lucheni wollte nach eigener Aussage im Verhör ursprünglich den Prinzen Henri Philippe d’Orléans ermorden. Da dieser aber kurzfristig seine Reisepläne änderte und nicht in Genf eintraf, wählte Lucheni Elisabeth als sein Opfer, von deren Anwesenheit er zufällig in einer Zeitung gelesen hatte, in der sie unter dem Titel ‚Gräfin von Hohenems‘ als Gast aufgeführt war.Das Attentat auf Kaiserin Elisabeth

20. Jahrhundert

1900er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1900Eduard VII.Prince of Wales, Kronprinz des Vereinigten Königreichs und des Kaiserreichs Indien15 Jahre alter JugendlicherBahnhof Brüssel NordAm 4. April 1900 war der Prinz zusammen mit seiner Frau, Alexandra, in einem Salonwagen von einem der französischen Kanalhäfen zur Verwandtschaft von Alexandra nach Dänemark unterwegs. Als der Zug gerade dabei war, den Brüsseler Nordbahnhof zu verlassen, schoss der Attentäter durch ein Wagenfenster auf den Prinzen, der aber nicht verletzt wurde.[8]Alexandra und Edward VIII. 1903
1900Umberto I.König von ItalienGaetano BresciMonzaAm 29. Juli 1900 wurde der italienische König Umberto I. von dem Anarchisten Gaetano Bresci in Monza mit drei Schüssen ermordet. Auslöser für die Tat war die blutige Niederschlagung einer Demonstration gegen hohe Brotpreise in Mailand zwei Jahre zuvor, für die der verantwortliche General Fiorenzo Bava Beccaris vom König ausgezeichnet wurde.König Umberto I. von Italien
1900Wilhelm II.Deutscher KaiserSelma SchnapkaBreslauAm 16. November 1900 warf die offenbar geistesgestörte Hausiererin Selma Schnapka anlässlich eines Besuchs Kaiser Wilhelms II. in Breslau auf der Fahrt vom Breslauer Bahnhof zur Kürassierkaserne ein Beil nach dem Wagen, in dem der Kaiser zusammen mit seinem Vetter, dem Erbprinzen Bernhard von Sachsen-Meiningen, saß. Das Beil prallte am linken Hinterrad des Wagens ab und fiel auf die Straße. Es wurde niemand verletzt.[9]Wilhelm II.
1901Nikolai Pawlowitsch BogolepowRussischer Minister für VolksbildungPjotr Wladimirowitsch KarpowitschSankt PetersburgAm 27. Februar 1901 wurde der russische Minister für Volksbildung Nikolai Bogolepow beim Attentat des relegierten Moskauer Studenten Peter Karpowitsch durch einen Genickschuss schwer verletzt. Er erlag zwei Wochen später seinen Verletzungen. Das Attentat stand im Zusammenhang mit schweren Studentenunruhen in Russland und dem harten Vorgehen der Regierung dagegen, insbesondere mit einer im Vorjahr auf Initiative des Finanzministers Sergei Witte von der Regierung beschlossenen Verordnung, wonach protestierende Studenten strafweise zur Armee eingezogen werden sollten. Auf Grundlage dieser Verordnung hatte Bogolepow kurz vor dem Attentat die zwangsweise Einziehung von 183 Studenten der Universität Kiew zur Armee angeordnet.Nikolai P. Bogolepow
1901Wilhelm II.Deutscher KaiserDietrich WeilandBremenAm 6. März 1901 warf der 20-jährige Arbeiter Johann Dietrich Weiland in Bremen eine eiserne Lasche auf den Wagen von Kaiser Wilhelm II. Der Kaiser wurde am Jochbein unter dem rechten Auge getroffen und leicht verwundet. Weiland war anscheinend geistesgestört. Nähere Hintergründe der Tat sind nicht bekannt.[10]Wilhelm II.
1901William McKinleyPräsident der Vereinigten StaatenLeon CzolgoszBuffaloAm 6. September 1901 gab der polnischstämmige amerikanische Anarchist Leon Czolgosz auf der panamerikanischen Ausstellung in Buffalo aus nächster Nähe zwei Schüsse auf den amerikanischen Präsidenten William McKinley ab. McKinley erlag einige Tage später seinen schweren inneren Verletzungen. Die Tat war inspiriert durch das Attentat des Gaetano Bresci auf den italienischen König Umberto I. im Jahr zuvor.Leon Czolgosz erschießt Präsident McKinley auf der panamerikanischen Ausstellung.
1902Dmitri Sergejewitsch SipjaginRussischer InnenministerStepan Walerianowitsch BalmaschowSankt PetersburgAm 2. April 1902 ermordete der Kiewer Student Stepan Balmaschow im Mariinski-Palast in Sankt-Petersburg den russischen Innenminister Dmitri Sipjagin. Wie schon das Attentat auf den Bildungsminister Nikolai Bogolepow im Jahr zuvor, war auch dieses Attentat motiviert durch die schweren Studentenunruhen in ganz Russland und das harte Vorgehen der Regierung dagegen.Dimitrij Sipjagin
1903Aleksandar und Draga ObrenovićKönig und Königin von SerbienDragutin Dimitrijević und andere OffiziereBelgradAm 11. Juni 1903 fielen der serbische König Aleksandar Obrenović und seine Frau Draga einer Verschwörung von Offizieren um Dragutin Dimitrijević zum Opfer. Der König hatte sich wegen seiner österreichfreundlichen Haltung, seiner Ehe mit der verwitweten und skandalumwitterten Draga und der Einsetzung seines Bruders Lunjevic Obrenović als Thronfolger die Ablehnung der politischen und militärischen Elite zugezogen.Aleksandar und Draga Obrenović
1904Nikolai Iwanowitsch BobrikowGeneralgouverneur von FinnlandEugen SchaumanHelsinkiAm 16. Juni 1904 schoss der finnische Nationalist und Hilfskämmerer im finnischen Senat Eugen Schauman, Sohn des Generalleutnants und früheren finnischen Senators Fredrik Waldemar Schauman, im Gebäude des Senats in Helsinki auf den russischen Generalgouverneur von Finnland General Nikolai Bobrikow. Bobrikow erlag am folgenden Tag seinen schweren Verletzungen. Hintergrund der Tat waren die finnischen Unabhängigkeitsbestrebungen und die von Bobrikow betriebene Politik zunehmender Russifizierung Finnlands.Generalgouverneur Nikolai Bobrikow
1904Wjatscheslaw Konstantinowitsch von PlehweRussischer InnenministerJegor Sergejewitsch Sosonow, Iwan Platonowitsch Kaljajew und andereSankt PetersburgAm 28. Juli 1904 wurde der russische Innenminister Wjatscheslaw von Plehwe auf dem Weg vom Polizeidepartement zum Warschauer Bahnhof in Sankt-Petersburg durch ein Bombenattentat getötet. Das Attentat wurde durch Jewno Asef und Boris Sawinkow vorbereitet und durch Jegor Sosonow unter Beteiligung von Iwan Kaljajew ausgeführt. Zuvor war von Plehwe in einem Manifest der Sozialrevolutionären Partei wegen „Verbrechen gegen Volk und Vaterland, gegen Zivilisation und Menschheit“ verurteilt worden.W.K. von Plehwe
1905Sergei Alexandrowitsch RomanowRussischer GroßfürstIwan Platonowitsch KaljajewMoskauAm 17. Februar 1905 wurde Großfürst Sergei Alexandrowitsch Romanow, ein Onkel des Zaren Nikolaus II., durch eine Bombe des Sozialrevolutionärs Iwan Kaljajew im Moskauer Kreml getötet. Kaljajew hatte schon zwei Tage zuvor am Bolschoi-Theater einen Attentatsversuch auf Großfürst Sergei unternommen, diesen aber abgebrochen, weil dessen Ehefrau und Neffen mit in der Kutsche saßen.Sergei Alexandrowitsch Romanow
1905Abdülhamid II.Sultan des Osmanischen ReichesZarehIstanbulDie Armenische Revolutionäre Föderation wollte Abdülhamid II. in der Yıldız-Hamidiye-Moschee durch einen Bombenanschlag töten. Insgesamt starben dabei 26 Menschen, darunter der Attentäter. Der Sultan überlebte das Attentat.Yıldız-Attentat
1906Alfons XIII. und Victoria EugénieKönig und Königin von SpanienMateu Morral RocaMadridAm 31. Mai 1906, dem Tag der Hochzeit von König Alfons XIII. und Victoria Eugénie von Battenberg, warf der spanische Anarchist Mateu Morral eine Bombe von einem Balkon auf die Kutsche, in der das Brautpaar vom Kloster San Jeronimo zurück zum Palast fuhr. Zahlreiche Schaulustige und Mitglieder der königlichen Garde kamen ums Leben. Das Brautpaar überlebte unverletzt.Attentat auf König Alfons XIII. und Victoria Eugénie
1907Manuel Lisandro Barillas BerciánEhemaliger Präsident von GuatemalaFlorencio Reyes Morales und Bernardo MoraMexiko-StadtIm Jahre 1907 wurde der ehemalige guatemaltekische Präsident Manuel Lisandro Barillas Bercián in Mexiko-Stadt von Florencio Reyes Morales und Bernardo Mora ermordet. Hinter dem Attentat stand offenbar die guatemaltekische Regierung unter Präsident Manuel José Estrada Cabrera. Hintergrund der Tat war, dass Barillas, der unter der Präsidentschaft von Estrada nach Mexiko hatte ins Exil gehen müssen, von dort aus im Jahre 1906 einen Aufstand gegen die guatemaltekische Regierung organisiert hatte, der letztlich einen zentralamerikanischen Krieg auslöste. Dieser Krieg konnte erst durch Vermittlung der Präsidenten der USA und Mexikos, Theodore Roosevelt und Porfirio Díaz, beendet werden.Manuel Lisandro Barillas Bercián
1908Karl I. und Ludwig PhilippKönig und Kronprinz von PortugalAlfredo Luís da Costa und Manuel BuiçaLissabonAm 1. Februar 1908 wurden von den militanten Republikanern Alfredo Luís da Costa und Manuel Buiça auf der Praça do Comércio in Lissabon mehrere Schüsse auf die Kutsche abgegeben, in der der portugiesische König Karl I. und seine Familie auf der Rückreise von der Sommerresidenz Vila Viçosa vom Schiffsanleger Cais do Sodré zum Stadtschloss fuhren. Der König war sofort tot, der Thronfolger Ludwig Philipp wurde tödlich verletzt und starb 20 Minuten später im Marine Arsenal. Der jüngere Sohn des Königs, Prinz Manuel, wurde durch einen Schuss in den Arm leicht verletzt. Hintergrund der Tat waren der massive Ansehensverlust der Monarchie in Portugal unter Karl I. und die von Ministerpräsident João Franco verfolgte harte Vorgehensweise gegen die zunehmende Zahl an Republikanern.König Karl I. von Portugal
1909Itō HirobumiJapanischer Generalresident in KoreaAn Chung-gunHarbinAm 26. Oktober 1909 wurde Itō Hirobumi, der zwischen 1885 und 1901 viermal Premierminister von Japan gewesen war und seit 1906 erster japanischer Generalresident in Korea war, auf dem Bahnhof von Harbin in der Mandschurei, von dem koreanischen Nationalisten An Chung-gun erschossen. Itō Hirobumi war es zuvor durch militärischem Druck und dem Japan-Korea-Protektoratsvertrag von 1905 gelungen, erheblichen Einfluss auf die koreanische Außen- und Innenpolitik zu erlangen und schließlich den koreanischen Kaiser Gojong dazu zu bewegen, zugunsten seines Sohnes Sunjong abzudanken.Hirobumi

1910er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1911Pjotr Arkadjewitsch StolypinRussischer MinisterpräsidentDmitri Grigorjewitsch BogrowKiewAm 14. September 1911 wurde der russische Ministerpräsident Pjotr Stolypin in einem Theater in Kiew von dem Sozialrevolutionär Dmitri Bogrow erschossen. Bereits fünf Jahre zuvor war ein Bombenattentat auf ihn verübt worden, bei dem 27 Menschen ums Leben starben und Stolypin leicht, seine Tochter schwer verletzt wurde.Stolypins zerstörtes Haus in St. Petersburg nach dem Attentat von 1906
1912Theodore RooseveltPräsident der Vereinigten StaatenJohn F. SchrankSchrank schoss am 14. Oktober 1912 während einer Wahlveranstaltung aus nächster Nähe auf Roosevelt. Dieser wurde nur leicht verletzt und hielt seine Wahlkampfrede, bevor er sich ins Krankenhaus begab.Theodore Roosevelt
1912José Canalejas MéndezRegierungspräsident SpaniensManuel Pardiñas SerranoMéndez war gerade unterwegs auf einem Spaziergang über den Puerta del Sol in Madrid und schaute sich die literarischen Neuerscheinungen im Schaufenster eines Buchladens an, als er am 12. November 1912 vom Anarchisten Serrano erschossen wurde. Der Täter richtete die Waffe anschließend gegen sich selbst. Méndez’ Ermordung führte zu einer ernsthaften Krise innerhalb der Partido Liberal.José Canalejas Méndez
1913Franz SchuhmeierÖsterreichischer PolitikerPaul KunschakWienAm 11. Februar 1913 wurde der sozialdemokratische Abgeordnete im österreichischen Reichsrat und niederösterreichischen Landtag Franz Schuhmeier bei seiner Rückkehr von einer Wahlveranstaltung in Stockerau in der Halle des Wiener Nordwestbahnhofs von Paul Kunschak erschossen. Der geistig verwirrte Kunschak war der Bruder des späteren Nationalratspräsidenten Leopold Kunschak.Franz Schuhmeier
1913Georg I.König von GriechenlandAlexander SchinasThessalonikiAm 18. März 1913 tötete der makedonische Anarchist Alexander Schinas in Thessaloniki König Georg I. von Griechenland. Die näheren Hintergründe der Tat sind nicht bekannt. Es gibt Theorien, wonach Schinas bulgarischer, deutscher oder türkischer Agent gewesen sein soll.König Georg I. von Griechenland
1914Gaston CalmetteChefredakteur der Zeitung „Le FigaroHenriette CaillauxParisAm 16. März 1914 gab Henriette Caillaux, die Ehefrau des französischen Finanzministers Joseph Caillaux, mehrere Schüsse auf Gaston Calmette, den Chefredakteur der konservativen Zeitung „Le Figaro“, ab, der kurz darauf seinen Verletzungen erlag. Motiv für das Attentat war die Drohung Calmettes, Liebesbriefe zu veröffentlichen, die Henriette Caillaux an ihren späteren Ehemann geschrieben hatte, als dieser noch mit einer anderen Frau verheiratet war.Titelbild des Le Petit Journal mit einer Darstellung des Attentats.
1914Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau SophieÖsterreichischer ThronfolgerGavrilo PrincipSarajevoAm 28. Juni 1914 wurden Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie von Gavrilo Princip, einem Angehörigen der serbischen „Schwarzen Hand“, in Sarajevo erschossen. Dieses Attentat war einer der Auslöser des Ersten Weltkriegs.Gavrilo Princip erschießt Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau
1914Grigori Jefimowitsch RasputinRussischer MönchKinia GussowaPokrowskojeAm 28. Juni 1914 stach Kinia Gussowa auf Veranlassung des Mönchs Iliodor den Mönch Rasputin in dessen Heimatort Pokrowskoje nieder. Rasputin überlebte jedoch schwer verletzt. Motiv für das Attentat war ein heftiger Kirchenstreit: Rasputin, der dank mehrerer wundersamer Heilungen des an der Bluterkrankheit leidenden Zarewitsch Alexei am Hof von Zar Nikolaus II. großen Einfluss besaß, hatte zunächst die Ernennung Iliodors zum Bischof von Tobolsk verhindert und später veranlasst, dass Bischof Hermogen von Sankt-Petersburg in die Provinz nach Grodo und Iliodor – unter Aberkennung des Rangs eines Abtes – in ein weit abgelegenes Kloster im Kreis Wladimir versetzt wurde.
1914Jean JaurèsAbgeordneter der französischen NationalversammlungRaoul VillainParisAm 31. Juli 1914 erschoss der französische Nationalist Villain durch das Fenster des „Café du Croissant“ in Paris den dort sitzenden Sozialisten Jean Jaurès. Jaurès war einer der profiliertesten Pazifisten kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Nach seiner Ermordung schwenkten auch die Sozialisten auf Kriegskurs ein.Jean Jaurès
1916Karl Reichsgraf von StürgkhMinisterpräsident von Österreich-UngarnFriedrich AdlerWienAm 21. Oktober 1916 erschoss der pazifistische sozialistische Politiker Friedrich Adler, Sohn des Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) Victor Adler, den K.k. Ministerpräsidenten Karl von Stürgkh während des Mittagessens im Restaurant des Wiener Hotels Meissl & Schadn. Hintergrund der Tat war die seit der Vertagung des Reichstags im März 1914 weitestgehend absolutistisch geführte Kriegspolitik Österreichs unter der Regierung Stürgkh.Graf Karl Stürgkh
1916Grigori Jefimowitsch RasputinRussischer MönchFelix Felixowitsch Jussupow, Wladimir Mitrofanowitsch Purischkewitsch, Dmitri Pawlowitsch RomanowPetrogradAm 30. Dezember 1916 wurde der Mönch Grigori Rasputin von einer Gruppe Adliger unter der Führung von Felix Jussupow in dessen Palast ermordet und in den Moika-Kanal geworfen. Der exakte Tathergang ist nicht geklärt, da auf Drängen der engsten Verwandtschaft des Zaren Nikolaus II. weder eine polizeiliche Untersuchung, noch eine Verurteilung der Täter erfolgte. Motiv für die Tat war, dass Rasputin dank mehrerer wundersamer Heilungen des an der Bluterkrankheit leidenden Zarewitsch Alexei vor allem auf die Zarin Alexandra großen Einfluss besaß und dieser Einfluss des erklärten Kriegsgegners Rasputin nach Ansicht der russischen Oberschicht verantwortlich für die Niederlagen des russischen Heeres im Ersten Weltkrieg war.Der ermordete Rasputin
1918Mojsej Markowitsch Goldstein (W. Wolodarskij)Russischer RevolutionärS. SergejewPetrogradAm 20. Juni 1918 wurde der unter dem Decknamen W. Wolodarski bekannte Revolutionär Moisei Goldstein, zu diesem Zeitpunkt Mitglied des Präsidiums des Allrussischen Zentralen Exekutivkomitees und Kommissar für das Pressewesen von Petrograd, von rechten Sozialrevolutionären erschossen. Das Attentat wurde von Grigori Semjonow geplant und von S. Sergejew ausgeführt.W. Wolodarski
1918Wilhelm von Mirbach-HarffDeutscher DiplomatJakow Grigorjewitsch Bljumkin und Nikolai AndrejewMoskauAm 6. Juli 1918 wurde der Außerordentliche Gesandte und Bevollmächtigte Minister des Deutschen Reiches in Sowjetrussland Wilhelm von Mirbach-Harff von den linken Sozialrevolutionären Bljumkin und Andrejew im Gebäude der Deutschen Gesandtschaft in Moskau erschossen. Die Partei der linken Sozialrevolutionäre lehnte den zwischen Sowjetrussland und dem Deutschen Reich abgeschlossenen Friedensvertrag von Brest-Litowsk ab und hoffte, diesen durch das Attentat auf von Mirbach-Harff zu revidieren.Wilhelm von Mirbach-Harff
1918Hermann von EichhornDeutscher GeneralfeldmarschallLinke SozialrevolutionäreKiewAm 30. Juli 1918 wurde der deutsche Generalfeldmarschall und Heeresgruppenkommandeur im besetzten Kiew Hermann von Eichhorn, von linken Sozialrevolutionären ermordet. Motiv für die Tat dürfte – wie im Falle des drei Wochen zuvor verübten Attentats auf den deutschen Gesandten Wilhelm von Mirbach-Harff – die Ablehnung und der Wunsch nach Revision des Friedensvertrags von Brest-Litowsk seitens der linken Sozialrevolutionäre gewesen sein.Hermann von Eichhorn
1918Moissej Solomonowitsch UrizkiRussischer RevolutionärLeonid KannegiesserPetrogradAm 30. August 1918 erschoss der junge Kadett Leonid Kannegiesser den ehemaligen Leiter der Geheimpolizei (Tscheka) von Petrograd Moissej Solomonowitsch Urizki. Kannegiesser wollte durch seine Tat die Hinrichtung einiger Freunde und anderer Offiziere durch die Tscheka rächen.Moissei Urizki
1918Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin)Vorsitzender des Rates der Volkskommissare der RSFSRFanny KaplanMoskauAm 30. August 1918 wurde auf Lenin geschossen, als dieser nach einer Rede eine Moskauer Fabrik verließ. Lenin wurde von zwei Schüssen getroffen und schwer verletzt. Als Täterin wurde die Sozialrevolutionärin Fanny Kaplan verhaftet und nach einer Vernehmung durch die Tscheka ohne Gerichtsverfahren erschossen. Als Auslöser für ihren Entschluss, Lenin zu töten, gab Kaplan die gewaltsame Auflösung der konstituierenden Versammlung im Januar 1918 an. Es gibt aber Zweifel daran, ob Kaplan tatsächlich die Täterin war. Dieses Attentat und das am gleichen Tag verübte Attentat auf Moissej Urizki dienten den Bolschewiki als Rechtfertigung für den sogenannten Roten Terror.Wladimir Iljitsch Lenin
1919Georges ClemenceauMinisterpräsident der dritten französischen RepublikÉmile CottinParisAm 19. Februar 1919 wurde der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau von dem Anarchisten Émile Cottin angeschossen. Clemenceau überlebte und die Kugel konnte nach einem chirurgischen Eingriff entfernt werden. Cottin wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.

Georges Clemenceau (ca. 1919)

1919Kurt EisnerMinisterpräsident des Freistaates BayernAnton Graf von Arco auf ValleyMünchenAm 21. Februar 1919 wurde der erste Ministerpräsident des Freistaates (Republik) Bayern, Kurt Eisner (USPD), auf dem Weg zur konstituierenden Sitzung des bayrischen Landtags, wo er seinen Rücktritt anbieten wollte, vom völkisch-nationalistischen Studenten und beurlaubten Leutnant Anton Graf von Arco auf Valley aus nächster Nähe mit zwei Schüssen erschossen. Zu den Motiven für das Attentat gibt es verschiedene Theorien. Möglicherweise wollte von Arco, der wegen seiner jüdischen Mutter aus der Thule-Gesellschaft ausgeschlossen worden war, durch den Mord an dem jüdischen Sozialdemokraten Eisner seine nationale Gesinnung unter Beweis stellen. Infolge des Attentats kam es am gleichen Tag im Landtag zu Schüssen des Schankkellners Alois Lindner auf den SPD-Vorsitzenden Erhard Auer, durch die Auer verletzt und der Major Paul Ritter von Jahreiß getötet wurde. Ein unbekannter Täter erschoss zudem den konservativen Abgeordneten Heinrich Osel. Die Sitzung des Landtags wurde daraufhin vertagt.Kurt Eisner
1919Emiliano ZapataMexikanischer RevolutionsführerJesús GuajardoChinamecaAm 10. April 1919 starb der mexikanische Revolutionsführer Emiliano Zapata in einem Kugelhagel auf der Hacienda des Obersten Jesús Guajardo. Oberst Guajardo hatte Zapata auf Befehl von General Pablo González und Präsident Venustiano Carranza unter einem Vorwand dort in einen Hinterhalt gelockt, weil Zapata seinen Kampf im Süden Mexikos nach dem Sieg der von Carranza angeführten Revolution nunmehr gegen Carranza fortsetzte.Zapatas Leiche
1919Hugo HaaseVorsitzender der USPDJohann VoßBerlinAm 8. Oktober 1919 wurde Hugo Haase, der Vorsitzende der Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD), bei einem Attentat in Berlin durch zwei Schüsse des angeblich geistesgestörten Arbeiters Johann Voß schwer verletzt und starb am 7. November 1919. Das Attentat ist im Zusammenhang der revolutionären Geschehnisse in Deutschland und speziell Berlin nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zu sehen. Haase stand in diesen Auseinandersetzungen für eine Stärkung der Macht der Arbeiter- und Soldatenräte und für Verhandlungslösungen im Umgang mit der revolutionären Volksmarinedivision und den Aufständischen des Spartakusaufstands.Hugo Haase

1920er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1921Talaat Paschatürkischer PolitikerSoghomon TehlirianBerlinAm 15. März 1921 wurde der ehemalige türkische Innenminister und Großwesir Talaat Pascha, der sich in Deutschland im Exil befand, in der Nähe seiner Wohnung in Berlin-Charlottenburg von dem armenischen Studenten Soghomon Tehlirian ermordet. Motiv für die Tat war die Mitverantwortung Talaats für den Völkermord an den Armeniern, im Zuge dessen Tehlirian mehrere Angehörige verloren hatte.Mehmed Talât
1921Matthias ErzbergerEhemaliger deutscher FinanzministerHeinrich Tillessen und Heinrich SchulzBad Griesbach im SchwarzwaldAm 26. August 1921 erschossen die zwei ehemaligen Marineoffiziere Tillessen und Schulz auf einem Spaziergang bei Bad Griesbach den Reichstagsabgeordneten der deutschen katholischen Zentrumspartei und ehemaligen Reichsfinanzminister Matthias Erzberger. Bei diesem Attentat wurde auch der Erzberger begleitende Reichstagsabgeordnete Carl Diez schwer verwundet. Die beiden Täter gehörten dem nationalistischen Umfeld an und waren Mitglieder der Organisation Consul, des Freikorps Oberland und des Germanenordens. Bereits am 26. Januar 1920 hatte der ehemalige Fähnrich Oltwig von Hirschfeld versucht, Erzberger beim Verlassen des Gerichtsgebäudes in Berlin-Moabit zu erschießen, ihn dabei jedoch nur leicht verletzt. Motive für die Attentate auf Erzberger waren dessen Befürwortung des Versailler Vertrags und seine Politik als Finanzminister, die ihn zur Zielscheibe rechtsextremer Propaganda machten.Matthias Erzberger
1921Hara TakashiPremierminister von JapanTokioAm 4. November 1921 wurde der japanische Premierminister Hara Takashi im Bahnhof Tokio von einem Weichensteller erstochen.[11]Hara Takashi
1922Walther RathenauDeutscher AußenministerErwin Kern und Hermann FischerBerlinAm 24. Juni 1922 erschossen Erwin Kern und Hermann Fischer, Mitglieder der rechtsradikalen Organisation Consul, den Reichsaußenminister Walther Rathenau. Das Attentat auf Rathenau war der erste der sogenannten Fememorde in der Weimarer Republik, der nicht nur politisch (Rathenau galt als Inbegriff des „Erfüllungspolitikers“), sondern auch dezidiert antisemitisch motiviert war.Walther Rathenau
1922Michael CollinsIrischer UnabhängigkeitskämpferDennis O’Neill (umstritten)Béal na mBláthAm 22. August 1922 geriet Michael Collins, zu diesem Zeitpunkt Oberbefehlshaber der Armee der jungen Republik Irland im Irischen Bürgerkrieg, mit seiner Wagenkolonne in einen Hinterhalt im Dorf Béal na mBláth nahe Bandon in der Grafschaft Cork. Collins war der Anführer der Befürworter des Anglo-Irischen Vertrags, durch den die Republik Irland ihre Unabhängigkeit erreicht hatte, aber als Dominion Teil des britischen Empires blieb. Das Attentat wurde von Mitgliedern der Vertragsgegner durchgeführt. Ob der in manchen Geschichtsbüchern genannte Dennis O’Neill tatsächlich der Todesschütze war, ist angesichts der Tatsache, dass der tödliche Schuss im Zuge eines halbstündigen Schusswechsels fiel, nicht sicher festzustellen.Der aufgebahrte Michael Collins
1922Gabriel NarutowiczPräsident von PolenEligiusz NiewiadomskiWarschauAm 16. Dezember 1922, eine Woche nach seiner Wahl zum ersten verfassungsmäßig gewählten Staatspräsidenten der Zweiten Polnischen Republik, wurde Gabriel Narutowicz auf dem Weg zu einer Kunstausstellung auf den Stufen der Zachęta von dem Kunstmaler und Nationalisten Eligiusz Niewiadomski erschossen. Als Vertreter einer Mitte-links-Koalition war Narutowicz zuvor bereits Zielscheibe nationalistischer Hetze gewesen.Gabriel Narutowicz
1923Alois RašínFinanzminister der TschechoslowakeiJosef ŠoupalPrag
1923Franz BirneckerBetriebsratsmitglied der Semperit AGMitglieder der Wehrformation OstaraWienAm 17. Februar 1923 wurde Franz Birnecker, sozialdemokratisches Betriebsratsmitglied der Semperit AG, bei dem Versuch, Vereinskameraden vom Baumgartner Sportklub zu Hilfe zu eilen, von Mitgliedern der monarchistischen, paramilitärischen Wehrformation Ostara erschossen. Birnecker war das erste Todesopfer einer politischen Gewalttat in der Republik Österreich. Das Attentat führt zur Gründung des sozialdemokratischen, paramilitärischen Republikanischen Schutzbundes.
1923Wazlaw WorowskiSowjetischer DiplomatMoritz ConradiLausanneAm 10. Mai 1923 schoss ein Antikommunist im Lausanner Restaurant Cecile auf die sowjetische Delegation. Sein Freispruch vor Gericht führte zur Conradi-Affäre.

Wazlaw Worowski

1923Juan Soldevila y RomeroErzbischof von SaragossaLos Solidarios (Buenaventura Durruti, Francisco Ascaso, Gregorio Jover u. a.)Saragossa/SpanienAm 4. Juni 1923 ermordeten Los Solidarios, eine der bekanntesten anarchistischen grupos de afinidad, die der größten spanischen Gewerkschaft CNT nahestanden, Juan Soldevila y Romero, den Erzbischof von Saragossa. Das Attentat war gedacht als Vergeltung für die Rolle der Kirche und speziell des Erzbischofs bei der Unterdrückung der CNT und der Finanzierung von Pistolero-Gruppen gegen streikende Arbeiter. Eine indirekte Folge des Attentats war wenige Monate später die Errichtung der Diktatur von Miguel Primo de Rivera.Juan Kardinal Soldevilla y Romero
1923Francisco „Pancho“ VillaMexikanischer RevolutionsführerJesus Salas Barrazas und andereParralAm 20. Juli 1923 wurde der ehemalige mexikanische Bandit und Revolutionsführer Pancho Villa in Parral, Chihuahua, von einer Gruppe Bewaffneter unter Jesus Salas Barrazas mit 47 Kugeln erschossen. Bei dem Attentat kamen auch Villas Sekretär Miguel Trillo, sein persönlicher Assistent Daniel Tamayo sowie Claro Hurtado ums Leben, Rafael Medrano und Ramón Contreras wurden verletzt. Die Hintergründe des Attentats sind ungeklärt. Es spricht jedoch manches dafür, dass hinter dem Attentat die mexikanische Regierung unter Álvaro Obregón stand.Pancho Villa
1924Ignaz SeipelÖsterreichischer BundeskanzlerKarl JaworekWienAm 1. Juni 1924 verübte Karl Jaworek am Wiener Südbahnhof ein Attentat auf den katholischen Prälaten und österreichischen Bundeskanzler Ignaz Seipel. Seipel trat daraufhin als Bundeskanzler zurück. Seipel stand in der Kritik, weil es durch seine Politik zu einem starken Rückgang des Realeinkommens und einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit gekommen war.Ignaz Seipel
1925Hugo BettauerSchriftstellerOtto RothstockWienAm 10. März 1925 wurde der Schriftsteller, Journalist und Herausgeber der Zeitschrift „Er und Sie“ Hugo Bettauer in seiner Redaktion in Wien von dem nationalsozialistischen Zahntechniker Otto Rothstock mit sechs Schüssen in die Brust so schwer verletzt, dass er am 26. März seinen Verletzungen erlag. Der Attentäter nannte als Motiv für die Tat die angebliche Sittenlosigkeit Bettauers, der in seiner Zeitschrift unter anderem sexuelle Aufklärung betrieb und für eine Straffreiheit von Homosexualität unter Erwachsenen und ein modernes Scheidungsrecht eintrat. Rothstock stand der NSDAP nahe und Brettauer war jüdischer Herkunft; möglicherweise war die Tat (auch) antisemitisch motiviert.Hugo Bettauer in den 1910er Jahren
1926Benito MussoliniItalienischer DiktatorViolet GibsonRomAm 7. April 1926 verübte die Antifaschistin Violet Gibson auf dem Piazza del Campidoglio in Rom ein Schussattentat auf Benito Mussolini. Ihr erster Schuss streifte seine Nase, ein zweiter blieb im Lauf des Revolvers stecken.Benito Mussolini
1926Benito MussoliniItalienischer DiktatorGino LucettiRomAm 11. September 1926 verübte der Anarchist Gino Lucetti vor der Porta Pia in Rom ein Bombenattentat auf Benito Mussolini, der aber unverletzt blieb.Benito Mussolini
1926Benito MussoliniItalienischer DiktatorAnteo ZamboniBolognaSechs Wochen nach dem Attentat Gino Lucettis versuchte am 31. Oktober 1926 der 15-jährige Anarchist Anteo Zamboni, Mussolini in Bologna anlässlich einer Parade zur Erinnerung an den Marsch auf Rom zu erschießen. Er verfehlte Mussolini und wurde von umstehenden Faschisten gelyncht. Mussolini nahm dieses und das vorangegangene Attentat zum Anlass, die noch bestehenden Parteien aufzulösen und politische Freiheiten zu beschränken.Benito Mussolini
1928Zhang ZuolinGeneral der Beiyang-Armee der Republik China, Warlord und Herrscher der MandschureiKômoto DaisakuBezirk HuanggutunZhang, damals durch japanische Unterstützung der mächtigste Mann Chinas, wurde am 4. Juni 1928 während einer Zugfahrt von Peking unweit seiner mandschukischen Residenz Mukden durch eine an der Bahnstrecke von einem Oberst der japanischen Kwantung-Armee platzierte Bombe getötet. Der Huanggutun-Zwischenfall gilt als mitentscheidend für die darauf folgende Beendigung der Warlord-Ära und Wiedervereinigung Chinas.Zhang Zuolin
1928Álvaro ObregónPräsident von MexikoJosé de León ToralMexiko-StadtDer Attentäter, ein katholischer Priesteramtskandidat, ermordete am 17. Juli 1928 den gerade für eine zweite Amtszeit gewählten mexikanischen Präsidenten Obregón in einem Restaurant in Mexiko-Stadt. Auslöser dafür war die gegen die katholische Kirche in Mexiko gerichtete Politik, die Obregón während seiner ersten Amtszeit betrieben hatte.Alvaro Obregón
1928Stjepan RadićMitgründer und Vorsitzender der Kroatischen BauernparteiPuniša RačićParlament in Belgradnach dem Attentat ließ König Aleksandar alle politischen Parteien verbieten und rief eine Königsdiktatur aus.

1930er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1930Hamaguchi OsachiPremierminister von JapanEin RechtsextremistTokioAm 14. November 1930 wurde im Bahnhof von Tokio durch einen jungen Rechtsextremisten ein Attentat auf den japanischen Premierminister Hamaguchi Osachi verübt, bei dem dieser verletzt wurde. Nachdem sich nach anfänglich guter Genesung im April des Folgejahres eine Verschlechterung des Gesundheitszustands Hamaguchis einstellte, trat er am 14. April 1931 vom Amt zurück und starb wenige Monate später an den Folgen des Attentats.Osachi Hamaguchi
1931Ernst HenningAbgeordneter der Hamburgischen BürgerschaftAlbert Jensen, Hans Höckmeier und Otto BammelHamburgAm 14. März 1931 wurde der KPD-Abgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft Ernst Henning, auf dem Rückweg von einer Parteiveranstaltung in Kirchwerder im Bus von den SA-Männern Jensen, Höckmeier und Bammel angegriffen und erschossen. Hennings Parteifreund Louis Cahnbley und eine unbeteiligte Berufsschullehrerin wurden verletzt.
1931Fritz von TwardowskiBotschaftsrat in MoskauJudas Miranowitsch Stern, Sergej Sergejewitsch WassiljewMoskauAm Vormittag des 5. März 1932 wurden bei einem Revolverattentat in Moskau mehrere Schüsse auf von Twardowski abgegeben. Er wurde dabei durch einen Streifschuss am Hals und einen Steckschuss in die Hand verletzt.[12] Ziel des Anschlags war der Botschafter Herbert von Dirksen. Der Täter, Judas Miranowitsch Stern[13], wurde zusammen mit dem Anstifter, Sergej Sergejewitsch Wassiljew, noch im gleichen Jahr nach einem zweitägigen Prozess zum Tode verurteilt und erschossen.[14][15]Fritz von Twardowski
1932Paul DoumerPräsident von FrankreichPawel Timofejewitsch GorgulowParisAm 6. Mai 1932 wurde der französische Präsident auf einer Buchmesse im Hotel Salomon de Rothschild in Paris von dem jungen russischen Rechtsextremisten Pawel Gorgulow angeschossen und starb am 7. Mai im Krankenhaus. Der Attentäter wurde bereits am 27. Juli zum Tode verurteilt. Nach einem abgelehnten Revisionsantrag wegen Wahnsinns wurde er am 14. September in Paris mit der Guillotine hingerichtet.
1933Theodor Lessingdeutscher SchriftstellerRudolf Max Eckert, Rudolf Zischka und Karl HönlMarienbadAm 30. August 1933 schossen die Nationalsozialisten Eckert, Zischka und Hönl im tschechischen Marienbad von einem Fenster aus auf den deutschen Schriftsteller und Philosophen Theodor Lessing, der am Folgetag seinen schweren Verletzungen erlag. Lessing wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner sozialistischen Weltanschauung zur Zielscheibe nationalsozialistischer Agitation. Insbesondere nach Veröffentlichung eines Artikels, in dem er vor einer Wahl Paul von Hindenburgs zum Reichspräsidenten warnte kam es zu massiven Protesten gegen ihn.Theodor Lessing
1933Anton CermakBürgermeister von ChicagoGiuseppe ZangaraMiamiAm 15. Februar 1933 schoss der Italo-Amerikaner Giuseppe Zangara im Belmont Park in Miami den Bürgermeister von Chicago Anton Cermak anlässlich einer Rede des gerade gewählten Präsidenten Franklin D. Roosevelt an und verletzte ihn so schwer, dass dieser zwei Wochen später seinen Verletzungen erlag. Mehrheitlich wird davon ausgegangen, dass Zangara eigentlich auf Roosevelt zielte, diesen aber verfehlte und insofern nur zufällig Cermak tötete. Es gibt aber auch die Theorie, dass das Attentat tatsächlich Cermak galt. Dieser hatte sich Ende 1932 mit dem Chicago Outfit (der Mafia von Chicago) und insbesondere dem Al-Capone-Nachfolger Frank Nitti angelegt und deshalb Chicago verlassen.Anton Joseph Cermak
1933Engelbert DollfußÖsterreichischer BundeskanzlerRobert DertilWienAm 3. Oktober 1933 wurde Engelbert Dollfuß von dem Nationalsozialisten Robert Dertil mit zwei Schüssen niedergestreckt und am Arm verwundet.
1933Mohammed Nadir SchahKönig von AfghanistanAbdul Khaliq HazaraKabulAm 8. November 1933 wurde der afghanische König Mohammed Nadir Schah während der Abschlussfeier einer Oberschule in Kabul von dem Schüler Abdul Khaliq Hazara ermordet. Hintergründe des Attentats dürften die Modernisierungspolitik Nadir Shahs und seine enge Beziehung zu den Briten gewesen sein.Mohammed Nadir Schah
1933Ion DucaPremierminister im Königreich Rumäniendrei Mitglieder der Eisernen GardeSinaia Am 10. Dezember 1933 ließ der liberale Premierminister Duca die Eiserne Garde auflösen und Tausende verhaften; 19 Tage später wurde er auf einem Bahnsteig erschossen.
1934Augusto César SandinoNicaraguanischer RebellenführerMitglieder der NationalgardeManaguaAm 23. Februar 1934 wurden nicaraguanische Rebellenführer Sandino und mehrere seiner Offiziere nach einem Bankett, das der Präsident Juan Bautista Sacasa für sie gegeben hatte, vor dem Präsidentenpalast in Managua von Angehörigen der Nationalgarde unter dem Befehl von Anastasio Somoza García erschossen.Augusto César Sandino
1934Bronisław PierackiPolnischer InnenministerHryhorij MaciejkoWarschauAm 15. Juni 1934 versuchte ein Mitglied der Organisation Ukrainischer Nationalisten vor einem Nachtklub im Wołowski-Palast in Warschau ein Bombenattentat auf Bronisław Pieracki, Innenminister im Kabinett Kozłowski, zu verüben. Als die fehlerhaft konstruierte Bombe nicht explodierte, feuerte er mit einem Revolver dreimal auf Pieracki. Zwei Schüsse trafen diesen in den Hinterkopf; er starb am gleichen Tag im Krankenhaus. Dem Attentäter gelang die Flucht ins Ausland.Bronisław Pieracki
1934Ernst Röhm, Gregor Strasser, Gustav von Kahr, Kurt von Schleicher und zahlreiche weitere PersonenMitglieder der SA-Führung und OppositionelleMitglieder der SS und des SDMünchenIm Rahmen des sogenannten Röhm-Putschs wurden in den Tagen vom 30. Juni bis 2. Juli 1934 mindestens 200 SA-Führer und Oppositionelle, darunter SA-Leiter Ernst Röhm, Ex-Reichsorganisationsleiter der NSDAP Gregor Strasser, der ehemalige bayerische Ministerpräsident Gustav von Kahr und Ex-Reichskanzler Kurt von Schleicher im Auftrag von Adolf Hitler von Mitgliedern der SS und des SD ermordet.Ernst Röhm
1934Engelbert DollfußÖsterreichischer BundeskanzlerOtto PlanettaWienAm 25. Juli 1934 schossen der SS-Mann Otto Planetta und ein zweiter unbekannter Täter den österreichischen Bundeskanzler Engelbert Dollfuß im Zuge des als „Juliputsch“ bekannten Putschversuchs der Nationalsozialisten bei der Besetzung des Bundeskanzleramts an und verletzten ihn schwer. Da ihm ärztliche Hilfe verweigert wurde, verblutete Dollfuß. Das Attentat ist im Zusammenhang der politischen Konflikte jener Zeit in Österreich zu sehen. So hatte die Regierung Dollfuß im Jahr zuvor den Nationalrat ausgeschaltet und die NSDAP in Österreich verboten. Bereits am 3. Oktober 1933 war es daraufhin zu einem Attentat der Nationalsozialisten auf Dollfuß gekommen, bei dem dieser aber nur leicht verletzt wurde.Engelbert Dollfuß
1934Alexander I.König von JugoslawienWlado TschernosemskiMarseilleAm 9. Oktober 1934 wurden der jugoslawische König Alexander I. und der französische Außenminister Louis Barthou in Marseille von dem unter dem Namen „Vlada dem Chauffeur“ bekannten bulgarischen IMRO-Mitglied Tschernosemski im Auftrag des kroatischen Ustascha-Anführers Ante Pavelić erschossen. Hintergrund der Tat war das Bestreben der kroatischen Nationalisten, ihr Land aus dem von Alexander I. gegründeten Königreich Jugoslawien zu lösen.Das Attentat auf Alexander I.
1934Sergei Mironowitsch KirowSowjetischer PolitikerLeonid Wassiljewitsch NikolajewLeningradAm 1. Dezember 1934 erschoss Leonid Nikolajew den hohen Parteifunktionär der KPdSU und langjährigen Vertrauten Stalins Sergei Kirow vor dessen Büro im Smolny-Institut in Leningrad. Die Hintergründe der Tat sind ungeklärt. Nach eigenen Aussagen Nikolajews handelte es sich um eine Beziehungstat, da Kirow angeblich eine Liebesbeziehung zu seiner Frau Milda Draule hatte. In dem Prozess gegen ihn wurden ihm jedoch politische Motive vorgeworfen. Das Attentat war einer der Auslöser für die Stalinistischen Säuberungen der Folgejahre.
1935Huey LongUS-SenatorCarl Austin WeissBaton RougeAm 8. September 1935 wurde der Senator und ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaats Louisiana Huey Long von dem Arzt Carl Austin Weiss im Louisiana State Capitol in Baton Rouge bei einem Attentat schwer verletzt und starb zwei Tage später.
1936Wilhelm GustloffLeiter der NSDAP/AO in der SchweizDavid FrankfurterDavosAm 4. Februar 1936 erschoss der jüdische Medizinstudent David Frankfurter den Leiter der NSDAP-Auslandsorganisation in der Schweiz Wilhelm Gustloff in seiner Wohnung in Davos. Frankfurter war 1933 vor der Judenverfolgung in die Schweiz geflohen und war bei einem späteren Besuch in Deutschland Zeuge von Misshandlungen jüdischer Verwandter geworden. Wie im Falle Horst Wessels wurde auch Gustloff nach seinem Tod von der NS-Propaganda zum „nationalen Märtyrer“ erklärt.
1936Moritz SchlickProfessor an der Universität WienHans NelböckWienAm 22. Juni 1936 wurde der Philosophieprofessor Moritz Schlick auf der Philosophenstiege in der Universität Wien von seinem ehemaligen Studenten Hans Nelböck erschossen. Nelböck gab als Motiv für die Tat die von Schlick vertretenen Thesen des antimethaphysischen Positivismus sowie einen Streit um eine Studentin namens Sylvia Borowiczka an. Die Begründung eines zwei Jahre später (nach dem „Anschluss“ Österreichs) formulierten Gnadengesuchs lässt jedoch auch den Schluss zu, dass antisemitische Motive bestanden haben können, denn Schlick war jüdischer Abstammung.Moritz Schlick
1936Eduard VIII.König von GroßbritannienJerome BanniganLondonAm 16. Juli 1936 wurde der König von Großbritannien bei einem Ausritt in London durch den irischen Anarchisten Jerome Bannigan mit einem Revolver bedroht. Polizisten überwältigten daraufhin den Angreifer und verhafteten ihn. Dabei fiel der Revolver zu Boden, ein Schuss löste sich und verletzte das Pferd des Königs am Hinterlauf.[16]König Eduard VIII. (als Herzog von Windsor)
1938Ernst Eduard vom RathDeutscher DiplomatHerschel GrynszpanParisAm 7. November 1938 gab der polnische Jude Herschel Grynszpan in den Räumen der Deutschen Botschaft im Palais Beauharnais in Paris fünf Schüsse auf den Legationssekretär Ernst Eduard vom Rath ab. Dieser erlag zwei Tage später seinen schweren Verletzungen. Die Hintergründe der Tat sind nicht ganz geklärt. Ein Motiv war sicher, dass Grynszpans Eltern, die seit 27 Jahren in Hannover lebten, kurz zuvor im Rahmen der sogenannten Polenaktion an die Grenze nach Polen abgeschoben worden waren. Es gibt jedoch auch Hinweise darauf, dass sich vom Rath und Grynszpan schon länger aus dem Homosexuellen-Milieu kannten. Grynszpan gab in seinen Verhören an, von vom Rath homosexuell missbraucht worden zu sein.Ernst Eduard vom Rath
1939Armand Călinescurumänischer MinisterpräsidentDumitru Dumitrescu, Cezar Popescu, Traian Popescu, Ion Moldoveanu, Ion R. Ionescu und Ion VasiliuBukarestAm 21. September 1939 wurde der rumänische Ministerpräsident Călinescu auf der Rückfahrt vom Cotroceni Palast in der Nähe der heutigen Metrostation Eroilor im Bukarester Stadtteil Cotroceni durch Mitglieder der Eisernen Garde gestoppt und mit über zwanzig Schüssen ermordet. Neben Călinescu kamen bei dem Attentat auch sein Bodyguard und sein Fahrer ums Leben. Das Attentat wurde von Horia Sima, dem Anführer der Eisernen Garde, organisiert und mutmaßlich auch von ihm vor Ort überwacht. Călinescu wurde von der Eisernen Garde als einer der Hauptverantwortlichen für die Repression dieser Gruppierung und insbesondere für die Festnahme und außergesetzliche Hinrichtung von Simas Vorgänger Corneliu Codreanu und mehrerer seiner Anhänger im November 1938 betrachtet.Armand Călinescu
1939Adolf HitlerDeutscher DiktatorGeorg ElserMünchenAm 8. November 1939 versuchte der Schreiner Georg Elser, Hitler während einer Rede im Bürgerbräukeller durch ein Bombenattentat zu töten. Hierzu hatte Elser eine Säule hinter dem Rednerpult ausgehöhlt und darin eine Zeitbombe platziert. Das Attentat schlug jedoch fehl, da Hitler wetterbedingt nicht per Flugzeug, sondern mit der Eisenbahn nach Berlin zurückkehren musste und daher kürzer redete, als üblich. So verließ Hitler den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion, bei der acht Menschen starben und 63 teilweise schwer verletzt wurden.Bürgerbräukeller nach dem Anschlag

1940er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1940Leo TrotzkiEhemaliger KPdSU-VorsitzenderRamón MercaderCoyoacánAm 20. August 1940 ermordete Mercader, ein Agent des sowjetischen Geheimdienstes NKWD Trotzki im Auftrag Stalins. Trotzki lebte im Exil in Mexiko stark gesicherten Anwesen. Mercader erschlich sich durch die Verlobung mit Trotzkis Sekretärin Sylvia Ageloff Zugang zum Anwesen und verletzte Trotzki mit einem Eispickel so schwer, dass er am Tag darauf im Krankenhaus verstarb. Trotzki hatte in den 1920er Jahren einen Machtkampf gegen Stalin verloren; er war 1926 aus dem Politbüro und 1927 der KPdSU ausgeschlossen worden und 1928 verbannt worden. Da er auch von dort noch gegen Stalin agitierte, ließ dieser ihn vom Geheimdienst verfolgen. Bereits am 24. Mai 1940 war unter Führung von David Alfaro Siqueiros ein Attentat versucht worden.Leo Trotzki
1941Karl HotzOberstleutnant und Feldkommandant von NantesGilbert Brustlein, Parti communiste français, Jeunesse Communiste de ParisNantesErschossen am 20. Oktober 1941 in Nantes. Es folgten die Erschießungen von 48 französischen Geiseln, die Hinrichtung von 48 Personen nach drei Folgeprozessen, die Deportation und Ermordung von mindestens 14 weiteren Menschen und die Erschießung von 95 Geiseln nach einem der Folgeprozesse. Tat und Folgen gelten als Auslöser des bewaffneten Kampfes der Résistance.
1942Reinhard HeydrichHoher Offizier der GestapoJan Kubiš und Jozef GabčíkLibeňAm 27. Mai 1942 verübten Kubiš und Gabčik im Prager Vorort Libeň ein Attentat auf den Leiter des Reichssicherheitshauptamts und Stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren Reinhard Heydrich. Dieser wurde schwer verletzt und starb eine Woche später. Kubiš und Gabčik waren Agenten der britischen Spezialeinheit SOE und handelten im Auftrag der tschechoslowakischen Exilregierung unter Edvard Beneš und der britischen Regierung. Das NS-Regime ließ Racheakte wie die Zerstörung von Lidice und Ležáky verüben. Das Attentat wurde 1976 als Operation Daybreak verfilmt.Der beim Attentat beschädigte Wagen Heydrichs
1942François DarlanAdmiral Darlan war von 10. Februar 1941 bis 18. April 1942 Regierungschef unter Marschall Pétain.Algier (Algerien)Am 24. Dezember 1942 erschoss ein junger Mann Darlan in seinem Hauptquartier in Algier; er wurde zwei Tage später hingerichtet. Am 21. Dezember 1945 rehabilitierte ihn die Revisionskammer des Appellationsgerichts in Algier und kassierte das Todesurteil. Die Tat sei im Interesse der Befreiung Frankreichs geschehen.François Darlan
1944Franz KutscheraHoher Offizier der SSBronisław Pietraszewicz, Stanisław Huskowski und Michał IssajewiczWarschauAm Morgen des 1. Februar 1944 wurde der SS-Behelfshaber des Distrikts Warschau im Generalgouvernement von polnischen militanten Pfadfindern („Szare Szeregi“) auf dem Platz vor seinem Büro in seinem Auto erschossen.Franz Kutschera
1944Adolf HitlerDeutscher DiktatorClaus Schenk Graf von StauffenbergRastenburgAm 20. Juli 1944 versuchte der Generalstabsoffizier Stauffenberg, Hitler anlässlich einer Stabskonferenz im Führerhauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen durch ein Bombenattentat zu töten. Da die Stabskonferenz früher und nicht im Führerbunker, sondern in einer leicht gebauten Baracke stattfand, entfaltete die Bombe nicht die erwartete Wirkung. Von den 24 Teilnehmern der Besprechung starben vier, zwei wurden schwer verletzt und fünf – darunter Hitler – leicht verletzt.Zerstörte Lagerbaracke nach dem Anschlag
1944Walter Edward GuinnessBritischer Staatsminister für den Nahen OstenEliahu Hakim und Eliahu Bet-ZuriKairoAm 6. November 1944 wurde der britische Staatsminister für den Nahen Osten Walter Guinness von den jüdischen Lechi-Mitgliedern Hakim und Bet-Zuri in Kairo ermordet. Die radikal-zionistische Untergrundorganisation Lechi warf Guinness vor, durch die Ablehnung von Heinrich Himmlers Vorschlag, bis zu eine Million jüdische Menschen gegen Lieferung alliierter Waren und Waffen aus Ungarn nach Palästina ausreisen zu lassen, hauptverantwortlich für das „Schließen der Tore Palästinas vor den jüdischen Flüchtlingen“ zu sein.
1946Ahmad KasraviIranischer Sprachwissenschaftler, Historiker und JuristHossein EmamiTeheranAm 11. März 1946 wurden der iranische Sprachwissenschaftler, Historiker und Jurist Ahmad Kasravi und sein Assistent Opfer eines von Hossein Emami und einem weiteren Mitglied der Fedajin-e Islam verübten Attentats. Zuvor hatte ein hochrangiger islamischer Kleriker wegen dessen islamkritischer Schriften eine Fatwa gegen Kasravi erlassen. Schon am 28. April 1945 hatte der Gründer der Fedajin-e Islam, Navvab Safavi, ein Attentat auf Kasravi verübt, das jedoch misslang. Der Attentäter Emami verübte drei Jahre später auch das erfolgreiche Attentat gegen den iranischen Hofminister Abdolhossein Hazhir.Ahmad Kasravi
1946Ananda MahidolKönig von ThailandBangkokAm 9. Juni 1946 kam der thailändische König Ananda Mahidol beim Hantieren mit Handfeuerwaffen ums Leben. Ob es sich dabei um einen Unfall, Selbstmord oder ein Attentat handelte, ist bis heute ungeklärt. Es gibt eine Theorie, wonach es sich um eine Verschwörung unter Beteiligung seines Privatsekretärs gehandelt haben soll.König Ananda Mahidol auf einer zeitgenössischen Briefmarke
1946Mahmud an-Nukraschi PaschaPremierminister Ägyptens (unter König Faruq)ein Mitglied der MuslimbruderschaftKairoDer Attentäter, verkleidet als Soldat, tötete ihn am 28. Dezember 1948 mit zwei Schüssen. Pascha hatte knapp drei Wochen zuvor die Muslimbruderschaft verboten.
1947Karol ŚwierczewskiPolnischer stellvertretender VerteidigungsministerMitglieder der UPA (umstritten)bei BaligródAm 28. März 1947 wurde der polnische Armeegeneral und stellvertretende Verteidigungsminister Świerczewski in einem mutmaßlich von Mitgliedern der UPA gelegten Hinterhalt erschossen.Karol Świerczewski
1947Aung SanRegierungschef von BurmaU Saw (mutmaßlicher Drahtzieher)RangunAm 19. Juli 1947 erschossen fünf Anhänger des früheren Premierministers der Kolonialregierung U Saw Aung San und sechs weitere Regierungsmitglieder während einer Sitzung des Exekutivrats (Kabinett der Übergangsregierung) in Rangun. Hintergrund waren Machtkämpfe im Zuge der Unabhängigkeitsbestrebungen Burmas.Aung San
1948Mahatma GandhiAnführer der indischen UnabhängigkeitsbewegungNathuram GodseNeu-DelhiAm 30. Januar 1948 erschoss der fanatische, nationalistische Hindu Nathuram Godse Mahatma Gandhi. Motiv war das Eintreten Gandhis für eine Aussöhnung und Gleichberechtigung zwischen Hindus und Moslems in Indien.Mohandas Karamchand Gandhi
1948Folke BernadotteSchwedischer DiplomatLechiJerusalemAm 17. September 1948 wurden der schwedische Diplomat und UN-Vermittler Bernadotte und der UN-Beobachter Colonel André Serot von Mitgliedern der jüdischen Extremistenorganisation Lechi in Jerusalem erschossen. Zuvor hatte sich Bernadotte für ein Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge nach Israel, für eine internationale Verwaltung Jerusalems und für eine Abtretung des Negev an die Araber eingesetzt.Graf Folke Bernadotte
1949Mohammad Reza PahlaviSchah von IranNasser Fakhr AraïTeheranAm 4. Februar 1949 schoss Fakhr Araï, ein Mitglied der kommunistischen Tudeh-Partei, anlässlich eines offiziellen Besuchs der Universität Teheran fünf Mal auf den Mohammad Reza Pahlavi und verletzt ihn leicht.Mohammad Reza Schah im Krankenhaus nach dem Attentat vom 4. Februar 1949
1949Abdolhossein HazhirHofminister des Schahs von IranHossein EmamiTeheranAm 4. November 1949 lauerte Hossein Emami, Mitglied der Fedajin-e Islam und bereits am Attentat gegen Ahmad Kasravi beteiligt, Hazhir beim Betreten einer Moschee auf. Er verletzte ihn mit Stichen so schwer, dass er bald starb. Motiv für die Tat war der Vorwurf islamischer Kreise, Hazhir sei ein britischer Spion.Abdolhossein Hazhir

1950er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1951Ali RazmaraPremierminister des IranChalil TahmasbiTeheranAm 7. März 1951 wurde der iranische Premierminister Haj Ali Razmara auf dem Weg vom Parlament zur Trauerfeier für Ajatollah Fajz in der Soltani Moschee von Khalil Tahmasbi, einem Mitglied der Fedajin-e Islam, mit drei Schüssen tödlich verwundet. Kurz zuvor hatte Ajatollah Abol-Ghasem Kaschani, der geistige Führer der Fedajin-e Islam eine Fatwa gegen Razmara erlassen. Hintergrund war ein Machtkampf zwischen Razmara und Mohammad Mossadegh, der sich vor allem an der Haltung gegenüber der Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) entfachte.Hasch Ali Razmara
1951Abdallah ibn Husain I.König von JordanienMustafa Shukri UshoJerusalemAm 20. Juli 1951 erschoss der palästinensische Schneider Mustafa Shukri Usho den jordanischen König Abdallah I. in der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem. Motiv für die Tat war die moderate Haltung Abdallahs gegenüber Israel und insbesondere seine Anerkennung des Teilungsplans der Vereinten Nationen für Palästina.Abdallah I.
1951Liaquat Ali KhanPremierminister von PakistanSyed Azbar KhanRawalpindiAm 16. Oktober 1951 fiel der erste Premierminister von Pakistan, Liaquat Ali Khan, während einer Rede in Rawalpindi einem von dem muslimischen Fanatiker Syed Azbar Khan verübten Attentat zum Opfer. Das Motiv für die Tat ist unbekannt, da der Täter noch am Tatort getötet wurde.Liaquat Ali Khan
1952Konrad AdenauerDeutscher BundeskanzlerJakob Farshtej, Elieser Sudit und Josef KronsteinBonnAm 27. März 1952 explodierte eine an Konrad Adenauer gerichtete Paketbombe im Münchner Polizeipräsidium und tötete den Polizeibeamten Karl Reichert. Als mutmaßliche Täter wurden Jakob Farshtej als Kopf der Gruppe, Elieser Sudit als Bombenbauer und Josef Kronstein als Überbringer der Paketbombe ermittelt. Die Gruppe stand in Verbindung mit der jüdischen Untergrundorganisation Irgun Tzwa’i Le’umi. Da alle drei unmittelbar Beteiligten umgehend Deutschland verließen, stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein und der Fall wurde mit größter Diskretion behandelt, um antisemitische Reaktionen zu vermeiden. Nach später veröffentlichten Angaben Elieser Sudits soll der Auftraggeber dieses Attentats der ehemalige Kommandant von Irgun und spätere israelische Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Menachem Begin gewesen sein.Konrad Adenauer
1956Anastasio Somoza GarcíaPräsident von NicaraguaRigoberto López PérezLeónAm 21. September 1956 gab der junge Dichter Rigoberto López während einer Wahlveranstaltung in León fünf Schüsse auf den Staatschef von Nicaragua Anastasio Somoza ab und verletzte ihn schwer. López wurde noch am Tatort von den umstehenden Nationalgardisten erschossen, Somoza erlag acht Tage später im US-Militärkrankenhaus Hospital Gorgas in der Panamakanalzone seinen Verletzungen. Hintergrund der Tat war der Widerstand gegen die diktatorische Herrschaft Somozas in Nicaragua.Anastasio Somoza García & Juan Perón
1957Rudolf KasztnerKnesset-Kandidat der MapeiTel AvivAm 3. März 1957 wurde Rudolf Kasztner, zu diesem Zeitpunkt Kandidat der israelischen Arbeitspartei (Mapei) für ein Mandat in der Knesset, vor seiner Haustür in Tel Aviv von drei Attentätern niedergeschossen. Er starb zehn Tage später. Motiv für die Tat war die umstrittene Rolle Kasztners im Rahmen der Rettung von Juden aus Ungarn im Jahr 1944.
1957Carlos Castillo ArmasPräsident von GuatemalaRomeo Vásquez SánchezGuatemala-StadtAm 26. Juli 1957 wurde der guatemaltekische Präsident Carlos Castillo Armas im Präsidentenpalast in Guatemala-Stadt von Romeo Vásquez Sánchez, einem Soldaten seiner Leibgarde, erschossen. Die genauen Motive der Tat sind ungeklärt, da Vásquez seinerseits kurz nach der Tat, vermutlich durch Selbstmord, zu Tode kam. Es gibt eine Theorie, wonach Vásquez auf Veranlassung des Diktators der Dominikanischen Republik, Rafael Trujillo, gehandelt haben soll.
1957Lew RebetNationalistischer ukrainischer PolitikerBogdan StaschinskiMünchenEin Agent des KGB tötete Rebet am 12. Oktober 1957 am Karlsplatz 8 in München[17] mit einer pistolenähnlichen Waffe, die Blausäuregas versprühte.[18]Lew Rebet
1959S. W. R. D. BandaranaikePremierminister von CeylonTalduwa Somarans TheroColomboAm 25. September 1959 tötete der buddhistische Mönch Talduwa Somarans Thero den Premierminister von Ceylon S. W. R. D. Bandaranaike. Einige Politiker, darunter auch Regierungsmitglieder, gerieten in den Verdacht, Hintermänner der Tat gewesen zu sein.S. W. R. D. Bandaranaike
1959Stepan BanderaNationalistischer ukrainischer Politiker und PartisanenführerBogdan StaschinskiMünchenEin Agent des KGB tötete Bandera am 15. Oktober 1959 im Eingang seines Wohnhauses in der Kreittmayrstraße 7[19] mit einer pistolenähnlichen Waffe, die Blausäuregas versprühte. Als er aufgefunden wurde, lebte er noch, verstarb aber wenig später.Stepan Bandera

1960er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1960Asanuma InejirōVorsitzender der Sozialistischen Partei JapansYamaguchi OtoyaTokioAm 12. Oktober 1960 wurde der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Japans (SPJ) Asanuma Inejirō während einer vom japanischen Fernsehsender NHK übertragenen Wahlkampfrede in der Hibiya Hall in Tokio von dem 17-jährigen Nationalisten Yamaguchi Otoya mit einem Wakizashi-Schwert erstochen.
1960Rómulo Ernesto Betancourt BelloPräsident von VenezuelaAgenten des Geheimdienstes der Dominikanischen RepublikCaracasAm 24. Juni 1960 wurde auf den venezolanischen Präsidenten Rómulo Betancourt während einer Parade in Caracas aus Anlass des Jahrestags der Schlacht von Carabobo ein Bombenattentat verübt, welches dieser schwer verletzt überlebte. Das Attentat wurde von dem dominikanischen Diktator Rafael Trujillo inszeniert und von Agenten des Militärischen Geheimdienstes der Dominikanischen Republik (SIM) und rechtsextremen Venezolanern verübt. Hintergrund der Tat war eine politische und persönliche Abneigung Trujillos gegen den sozialistischen Präsidenten Betancourt.
1961Patrice LumumbaPremierminister der Republik KongoMoïse Tschombé (mutmaßlicher Drahtzieher)Provinz KatangaAm 17. Januar 1961 ermordeten unter belgischem Kommando stehende katangische Soldaten den ersten Premierminister der Republik Kongo Patrice Lumumba. Hintergrund der Tat waren Machtkämpfe nach der Unabhängigkeit des Kongo von Belgien. Bereits zwei Wochen nach der Unabhängigkeit hatte am 11. Juli 1960 die rohstoffreiche Provinz Katanga unter der Führung von Moïse Tschombé – ebenso wie die Provinz Süd-Kasai – ihre Unabhängigkeit von der Republik Kongo erklärt. Im September wurde Lumumba durch einen Putsch von Oberst Joseph Mobutu im Einvernehmen mit dem Staatspräsidenten Joseph Kasavubu gestürzt, kurz darauf gefangen genommen und an Tschombé ausgeliefert.Patrice É. Lumumba
1961Rafael Leónidas Trujillo MolinaMachthaber der Dominikanischen RepublikLuis Amiama Tió, Pedro Livio Cedeño Herrera, Antonio de la Maza Vásquez, Luis Salvador Estrella Sadhalá, Amado García Guerrero, Antonio Imbert Barrera, Roberto Rafael Pastoriza Neret und Huáscar Antonio Tejeda PimentelSanto DomingoAm 30. Mai 1961 wurde Rafael Trujillo, Diktator der Dominikanischen Republik, durch eine Gruppe von Attentätern bestehend aus dem General Antonio Imbert, dem Leutnant Amado García, dem Unternehmer Antonio de la Maza sowie Luis Amiama, Pedro Livio Cedeño, Salvador Estrella, Roberto Pastoriza und Huáscar Tejeda durch Maschinengewehrfeuer getötet. Neben den eigentlichen Attentätern gehörten auch der damalige Verteidigungsminister General José René Román Fernández, General Juan Tomás Díaz sowie Modesto Díaz Quezada und Luis Manuel Cáceres Michel zur Gruppe der Verschwörer. Die Verschwörer wollten durch ihre Tat die mehr als 30-jährige Diktatur Trujillos beenden.
1961Charles de GaullePräsident von FrankreichPont-sur-SeineVerübt am 8. September 1961 von sechs Männern (vermutlich OAS-Mitglieder) mit einer Bombe.
1962Charles de GaullePräsident von FrankreichJean-Marie Bastien-Thiry und andere Mitglieder der OASPetit-ClamartAm 22. August 1962 verübte der Oberst Bastien-Thiry zusammen mit elf weiteren Mitgliedern der Organisation de l’armée secrète (OAS) ein Attentat auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle. Dieses scheiterte, weil bedingt durch die Dunkelheit das vereinbarte Signal nicht rechtzeitig gesehen wurde. Die Attentäter gaben insgesamt 187 Schüsse auf die Wagenkolonne de Gaulles ab, verfehlten ihn aber knapp. Motiv für das Attentat war die Unzufriedenheit Bastien-Thirys und der OAS mit der Algerien-Politik de Gaulles. Dieser Attentatsversuch diente Frederick Forsyth als Vorlage für seinen Roman Der Schakal.Charles de Gaulle
1963Medgar EversUS-amerikanischer BürgerrechtlerByron De La BeckwithJackson, MississippiAm 12. Juni 1963 wurde der schwarze US-amerikanischer Bürgerrechtler Medgar Evers aus rassistischen Motiven von dem weißen Düngemittelvertreter Byron De La Beckwith in Jackson, Mississippi erschossen. In zwei Gerichtsverfahren im Jahre 1964 wurde De La Beckwith freigesprochen. Dies löste Proteste aus und veranlasste mehrere Künstler, Evers ein musikalisches Denkmal zu setzen. So handeln zum Beispiel Bob Dylans Lied Only a Pawn in their Game und Nina Simones Lied Mississippi Goddamn vom Attentat und seinen Folgen.
1963John F. KennedyPräsident der Vereinigten StaatenLee Harvey Oswald (mutmaßlicher Täter)DallasAm 22. November 1963 wurde US-Präsident John F. Kennedy während einer Fahrt durch Dallas/Texas in einem offenen Cabrio erschossen. Nach herrschender Ansicht war Oswald ein Einzeltäter. Eine abschließende Klärung war und ist unter anderem deswegen nicht möglich, weil Oswald zwei Tage später seinerseits einem Attentat zum Opfer fiel.Attentat auf John F. Kennedy
1963Lee Harvey OswaldMutmaßlicher Kennedy-AttentäterJack RubyDallasZwei Tage nach dem Attentat auf John F. Kennedy, am 24. November 1963, erschoss der Nachtclubbesitzer Jack Ruby den mutmaßlichen Attentäter Lee Harvey Oswald anlässlich seiner Überführung in das Staatsgefängnis vor laufender Kamera.Lee Harvey Oswald
1965Hassan Ali MansourPremierminister des IranMohammad BokharaiiTeheranAm 22. Januar 1965, wenige Tage vor dem ersten Jahrestag der Weißen Revolution, wurde der iranische Premierminister Hassan Ali Mansour von Mohammad Bokharaii, einem Mitglied der Fedajin-e Islam, vor dem Parlamentsgebäude in Teheran mit drei Schüssen erschossen. Hinter dem Attentat standen konservative islamische Kreise, allen voran der von Mansour ins Exil geschickte Ajatollah Chomeini und der spätere Präsident der Islamischen Republik Iran Akbar Hāschemi Rafsandschāni. Konkreter Auslöser für die Tat war die Befürwortung des Status of Forces Agreements mit den USA durch die Regierung Mansour.Hasan Ali Mansour
1965Malcolm Little (Malcolm X)US-amerikanischer BürgerrechtlerThomas Hagan, Norman Butler und Thomas JohnsonNew York CityAm 21. Februar 1965 erschossen Hagan, Butler und Johnson, Anhänger des Führers der Nation of Islam Elijah Muhammad, den amerikanischen Bürgerrechtler Malcolm X während eines Auftritts im Audubon Ballroom im New Yorker Stadtteil Washington Heights. Motiv für die Tat war der Bruch Malcolms mit der Nation of Islam und seine öffentliche Kritik an den außerehelichen Affären Muhammads.Foto vom Tatort
1965Mohammad Reza PahlaviSchah von IranReza Schams AbadiTeheranAm 10. April 1965 verübte der Wachsoldat Reza Schams Abadi vor dem Marmorpalast in Teheran ein Attentat auf Schah Mohammad Reza Pahlavi. Der Schah überlebte unverletzt, wohl weil er entgegen seinen Gepflogenheiten an diesem Tag nicht zu Fuß, sondern im Auto zum Marmorpalast kam. Dem Attentat fielen die Wachsoldaten Mohammad Ali Babaian und Ayat Lashgari zum Opfer, der Kammerdiener des Schahs wurde verletzt. Zunächst wurden mehrere Mitglieder einer maoistischen Gruppe beschuldigt, Hintermänner des Attentats gewesen zu sein. Zwei von ihnen wurden zum Tode, ein dritter zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, jedoch wurden alle drei kurze Zeit später vom Schah begnadigt. Später wurde bekannt, dass die islamistische Untergrundorganisation Fedajin-e Islam hinter dem Attentat stand.
1966Maximiliano Hernández MartínezEhemaliger Diktator von El SalvadorCipriano MoralesJamastrán HondurasDer im Exil in Honduras lebende Hernández wurde am 15. Mai 1966 im Esszimmer seines Hauses von seinem Fahrer Cipriano Morales mit 17 Messerstichen getötet. Hernández war 1931 durch einen Militärputsch in El Salvador an die Macht gekommen und hatte bis zu seinem Sturz im Jahr 1944 als Diktator regiert. Unter anderem hatte er Anfang 1932 einen Bauernaufstand im Westen El Salvadors blutig niederschlagen lassen, wobei schätzungsweise 25.000 Menschen getötet wurden.Maximiliano Hernández Martínez
1966Hendrik Frensch VerwoerdPremierminister von SüdafrikaDemetrios TsafendasKapstadtAm 6. September 1966 erstach der Parlamentsangestellte Demitrios Tsafendas im Plenarsaal des südafrikanischen Parlaments in Kapstadt den Premierminister Hendrik Verwoerd mit vier Stichen. Motiv für die Tat war wohl die von Verwoerd entwickelte und implementierte Apartheidpolitik. Tsafendas war der Sohn eines Griechen und einer Mosambikanerin und galt daher nach den südafrikanischen Rassegesetzen als Mischling.
1968Martin Luther KingUS-amerikanischer BürgerrechtlerJames Earl RayMemphisAm 4. April 1968 wurde der amerikanische Bürgerrechtsaktivist Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis von einem Attentäter erschossen. Für die Tat wurde der mehrfach vorbestrafte James Earl Ray verurteilt, der die Tat unmittelbar nach seiner Festnahme in London gestanden, das Geständnis später allerdings widerrufen hatte. Trotz zahlreicher Verschwörungstheorien geht die herrschende Meinung bis heute davon aus, dass Ray die Tat als Einzeltäter aus rassistischen Motiven verübt hat.Martin Luther King
1968Rudi DutschkeDeutscher marxistischer StudentenführerJosef BachmannBerlinAm 11. April 1968 schoss der rechtsextreme Hilfsarbeiter Josef Bachmann vor dem SDS-Büro am Kurfürstendamm in West-Berlin dreimal auf den marxistischen Studentenführer Rudi Dutschke und verletzte diesen lebensgefährlich. Elf Jahre später, am 24. Dezember 1979 ertrank Dutschke aufgrund eines epileptischen Anfalls in der Badewanne seiner Wohnung. Der epileptische Anfall war eine Spätfolge der bei dem Attentat erlittenen Gehirnverletzungen.Rudi Dutschke
1968Robert F. KennedyUS-SenatorSirhan Bishara SirhanLos AngelesAm 5. Juni 1968 wurde der US-Senator und demokratische Präsidentschaftskandidat Robert F. Kennedy im Anschluss an eine Rede im Ambassador Hotel in Los Angeles von dem palästinensischen Immigranten Sirhan Bishara Sirhan angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Kennedy starb am nächsten Tag. Als Motiv für die Tat gelten betont israelfreundliche Aussagen Kennedys.Robert F. Kennedy

1970er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1970Daniel A. MitrioneUS-amerikanischer CIA-AgentGuerrilleros der TupamarosMontevideoAm 10. August 1970 erschossen Mitglieder der uruguayischen Guerillaorganisation Tupamaros in Montevideo den CIA-Agenten und Sicherheitsberater der uruguayischen Innenbehörden Daniel A. Mitrione, nachdem sie ihn zuvor zehn Tage in Geiselhaft gehalten hatten. Nach der Entführung von Mitrione, Claude L. Fly und dem brasilianischen Vizekonsul Aloysio Mares Dias Gomide hatten die Tupamaros zunächst versucht, die Regierung zur Freilassung von 150 gefangenen Gesinnungsgenossen zu bewegen. Nachdem die Verhandlungen gescheitert waren, erschossen sie Mitrione. Die anderen beiden Geiseln wurden später freigelassen.
1972George WallaceGouverneur von AlabamaArthur BremerLaurelIm Mai 1972 wurde der Gouverneur des US-Bundesstaats Alabama und damalige Bewerber um die Nominierung der Demokratischen Partei für das Präsidentenamt, George Wallace, während einer Wahlkampfveranstaltung von Arthur Bremer angeschossen und schwer verletzt. Er blieb infolge des Attentats gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Das Attentat war scheinbar nicht politisch motiviert, sondern durch den Wunsch Bremers, berühmt zu werden.George Wallace
1972Scheich Abeid Amani KarumeVizepräsident von TansaniaSansibarAm 7. April 1972 wurde der ehemalige Präsident der Volksrepublik Sansibar und Pemba und – seit dessen Vereinigung mit Tanganjika – Vizepräsident von Tansania Scheich Abeid Amani Karume während eines Backgammon-Spiels im Hauptquartier der Afro-Shirazi Party (ASP) von vier Attentätern erschossen. Als Drahtzieher der Tat wurde der von Karume weitgehend entmachtete marxistische Politiker Abdulrahman Mohammad Babu verdächtigt, der daraufhin Tansania verließ.
1972David Mark Berger, Zeev Friedman, Yossef Gutfreund, Eliezer Halfin, Josef Romano, André Spitzer, Amitzur Schapira, Kehat Shorr, Mark Slavin, Yakov Springer und Mosche WeinbergMitglieder der Olympia-Mannschaft von IsraelMitglieder der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer SeptemberMünchenWährend der Olympischen Sommerspiele 1972 in München drangen am 5. September 1972 acht Terroristen der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September in das Olympische Dorf ein und nahmen die 11 Mitglieder der israelischen Olympia-Mannschaft als Geiseln. Die Geiselnehmer forderten die Freilassung von 232 in israelischen Gefängnissen inhaftierten Palästinensern, der beiden deutschen Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof sowie des japanischen Terroristen Kōzō Okamoto. Während die Geiseln Romano und Weinberg gleich zu Beginn der Geiselnahme starben, kamen alle übrigen während einer missglückten Befreiungsaktion auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck ums Leben.Tatort
1973Luis Carrero BlancoMinisterpräsident von SpanienMitglieder der ETAMadridAm 20. Dezember 1973 wurde der spanische Ministerpräsident Luis Carrero Blanco Opfer eines Bombenattentats der baskischen Terrororganisation ETA. Die Detonation der unter seinem gepanzerten Wagen befindlichen ferngezündeten Sprengladung war so heftig, dass der Wagen 35 Meter in die Höhe und über die Kirche San Francisco de Borja und ein fünfstöckiges Wohnhaus hinweg geschleudert wurde und auf einem Balkon im zweiten Stock dieses Gebäudes aufschlug. Neben Carrero Blanco starben bei dem Attentat auch sein Fahrer und sein Leibwächter. Vier weitere Personen wurden verletzt. Es gibt auch begründete Vermutungen, dass neben der ETA auch die CIA in das Attentat verwickelt war, denn Carrero Blanco hatte knapp drei Monate zuvor während des Yom-Kippur-Kriegs den Unmut der US-Regierung auf sich gezogen, als er den amerikanischen Streitkräften untersagte, von Basen auf spanischem Territorium aus zu operieren.Gedenktafel für Carrero Blanco am Ort des Attentats
1974Park Chung-HeePresident der Republik KoreaMun Saek-wangSeoulEntging am 15. August 1974 bei einer öffentlichen Rede einem Attentat durch Mun Saek-wang, einem in Japan lebenden Koreaner, bei dem eine Kugel seine Frau Yuk Young-soo unter bis heute nicht ganz geklärten Umständen tödlich verletzte.
1975Faisal ibn Abd al-AzizKönig von Saudi-ArabienFaisal ibn Musa'idRiadAm 25. März 1975 wurde König Faisal von Saudi-Arabien von seinem Neffen Faisal ibn Musa'id während einer Audienz in Gegenwart von Repräsentanten der Regierung von Kuwait erschossen. Die genauen Motive sind unbekannt. Nach einer Theorie soll es sich um Rache für den Tod von Faisal bin Musa'ids Bruder Chalid gehandelt haben, der anlässlich gewaltsamer Proteste gegen König Faisals Modernisierungspolitik (im Speziellen gegen die Einführung des Fernsehens in Saudi-Arabien) zu Tode gekommen war. Allerdings lag dieses Ereignis bereits viele Jahre zurück.König Faisal
1975Ross McWhirterPolitischer AktivistMitglied der IRAEnfieldAm 27. November 1975 wurde Ross McWhirter, Mitbegründer und Herausgeber des Guinness-Buch der Rekorde, in seinem Haus im Londoner Stadtteil Enfield von einem IRA-Mitglied erschossen. Auslöser für das Attentat war, dass McWhirter nach einer Reihe von Bombenanschlägen der IRA in London für eine stärkere Überwachung von Iren in Großbritannien eintrat und eine Belohnung von 50.000 Pfund Sterling für Informationen ausgelobt hatte, die zur Ergreifung und Verurteilung der IRA-Mitgliedern führen würden, die die Anschläge verübt hatten.
1975Gerald FordPräsident der Vereinigten StaatenLynette FrommeSacramentoAm 5. September 1975 versuchte die 26-jährige Lynette Fromme, eine Anhängerin des Gewaltverbrechers Charles Manson, im Capitol Park von Sacramento den amerikanischen Präsidenten Gerald Ford zu erschießen. Bevor sie einen Schuss abgeben konnte, wurde sie jedoch von Agenten des Secret Service überwältigt. Die Motive für das Attentat sind unbekannt.Gerald Ford
1975Gerald FordPräsident der Vereinigten StaatenSara Jane MooreSan FranciscoNur 17 Tage nach dem Attentatsversuch von Lynette Fromme in Sacramento verübte am 22. September 1975 die 45-jährige Hausfrau und „Revolutionärin“ Sara Jane Moore vor dem St.-Francis-Hotel in San Francisco ein Attentat auf den US-amerikanischen Präsidenten Gerald Ford. Der Schuss verfehlte sein Ziel, weil der Passant Oliver Sipple Moore in den Arm fiel. Moore wollte durch den Mord an Ford nach eigenen Angaben „Chaos verursachen“.Gerald Ford
1976Christopher Ewart-BiggsBritischer Botschafter in der Republik IrlandMitglied der IRASandyfordIm Jahr 1976 starb der britische Botschafter in der Republik Irland Christopher Ewart-Biggs, als sein Auto in Sandyford, einem Vorort von Dublin, auf eine von der IRA gelegte Landmine auffuhr.
1976Jean-Marie Le PenVorsitzender des Front NationalParisAm 2. November 1976 wurde auf Le Pens Mietshaus im 15. Arrondissement ein Bombenanschlag verübt. Verletzt wurde niemand. Der oder die Täter konnten nie ermittelt werden.[20]
1976Orlando LetelierChilenischer Diplomat und PolitikerWashington, D.C.Am 21. September 1976 wurde Letelier mit einer Autobombe in Washington D.C. ermordet. Das Attentat wurde auf Befehl des Diktators Augusto Pinochet durch Agenten der chilenischen Geheimpolizei DINA verübt.Orlando Letelier
1977Enrique Valdevira Ibáñez, Luis Javier Benavides Orgaz, Francisco Javier Sauquillo Pérez del Arco, Serafín Holgado de Antonio und Ángel Rodríguez LealGewerkschaftsanwälteJosé Fernández Cerrá, Carlos García Juliá und Fernando Lerdo de TejadaMadridAm 24. Januar 1977 stürmten Mitglieder einer spätfrankistischen rechtsradikalen Terrorgruppe eine auf Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei, die für die Gewerkschaft Comisiones Obreras tätig war und deren Sozien der – damals noch verbotenen – Kommunistischen Partei Spaniens angehörten und eröffneten das Feuer auf die dort Anwesenden. Bei diesem als Blutbad von Atocha (nach der Straße, an der sich die Kanzleiräume befanden) bekannten Attentat wurden die Anwälte Valdevira, Benavides und Sauquillo, der Jurastudent Holgado und der Kanzleiangestellte Rodríguez getötet und vier weitere Personen verletzt. Neben den eigentlichen Tätern Fernández, García und Lerdo wurden als Drahtzieher der Sekretär der frankistischen Gewerkschaft Sindicato Vertical del Transport Privado de Madrid Francisco Abadalejo Corredera und drei weitere Personen als Beihelfer identifiziert. Laut einem offiziellen Bericht italienischer Behörden aus dem Jahre 1990 war zudem Carlo Cicuttini, ein nach Spanien geflohenes Mitglied der neofaschistischen Partei Movimento Sociale Italiano und der Terrorgruppe Ordine Nuovo an dem Attentat beteiligt.[21]Denkmal für die Opfer
1977Kamal Dschumblatlibanesischer DrusenführerBaaqlinAm 16. März 1977 wurde der libanesische Drusenführer und Oppositionspolitiker Kamal Dschumblat, bei dem Dorf Baaqlin südlich von Beirut in seinem Wagen erschossen. Die Täter sind unbekannt, es wird jedoch vermutet, dass es sich um Agenten des syrischen Geheimdienstes handelte.Kamal Dschumblat
1977Marien NgouabiPräsident der Republik KongoBrazzavilleAm 18. März 1977 wurde der kongolesische Präsident Marien Ngouabi in Brazzaville in seiner Residenz erschossen. Als Drahtzieher wurde der 1968 durch einen Putsch gestürzte Vorgänger Ngouabis, Alphonse Massemba-Débat, verurteilt und hingerichtet. Dieser wurde allerdings 1991 rehabilitiert.
1977Émile Kardinal BiayendaErzbischof von BrazzavilleBrazzavilleAm 23. März 1977 fällt der Erzbischof von Brazzaville Émile Kardinal Biayenda einem Stammesstreit zum Opfer.
1977Siegfried BubackDeutscher GeneralbundesanwaltChristian Klar, Knut Folkerts und Brigitte MohnhauptKarlsruheAm 7. April 1977 erschossen RAF-Terroristen an einer Kreuzung in Karlsruhe den Generalbundesanwalt Siegfried Buback, seinen Fahrer Wolfgang Göbel und den Justizbeamten Georg Wurster. Für diese Tat wurden die Terroristen Klar, Folkerts und Mohnhaupt verurteilt. Die Einzelheiten der Tat sind jedoch bis heute nicht abschließend geklärt.Gedenkstein am Tatort
1977Jürgen PontoVorstandssprecher der Dresdner BankSusanne Albrecht, Brigitte Mohnhaupt und Christian KlarOberurselAm 30. Juli 1977 wurde der Vorstandssprecher der Dresdner Bank Jürgen Ponto bei einem Entführungsversuch in seinem Haus in Oberursel (Taunus) von den RAF-Terroristen Albrecht, Mohnhaupt und Klar ermordet. Susanne Albrecht, deren Vater ein Studienfreund Pontos war, verschaffte sich und ihren Mittätern den Zugang zu Pontos Haus. Nachdem sich Ponto dem Versuch, ihn zu entführen, widersetzte, erschossen ihn Klar und Mohnhaupt.
1977César Augusto GuzzettiAußenminister von ArgentinienMitglieder der Stadtguerilla MontonerosBuenos AiresAm 5. Mai 1977 schossen Mitglieder der peronistischen Stadtguerilla Montoneros auf den Außenminister und Vizeadmiral César Guzzetti, als sich dieser in einer Arztpraxis aufhielt. Guzzetti wurde im Gesicht getroffen und schwer verletzt. Als Folge der Tat blieb Guzzetti für den Rest seines Lebens stumm und querschnittgelähmt. Er starb 1988 an Spätfolgen der Tat.
1977Hanns Martin SchleyerDeutscher ArbeitgeberpräsidentStefan Wisniewski und Rolf HeißlerHemAm 18. Oktober 1977 wurde Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer nach wochenlanger Geiselnahme von RAF-Terroristen in Hem bei Lille ermordet. Nach Aussage des Terroristen Peter-Jürgen Boock, der an der Entführung Schleyers beteiligt, jedoch kein Augenzeuge seiner Ermordung war, waren Wisniewski und Heißler die Täter. Die Terroristen hatten im Gegenzug für eine Freilassung Schleyers von der Bundesregierung die Freilassung von elf inhaftierten RAF-Mitgliedern, darunter Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe, gefordert. Hierauf ging die Regierung jedoch nicht ein. Nachdem am frühen Morgen des 18. Oktober 1977 die GSG 9 auf dem Flughafen von Mogadischu die Entführung des Lufthansa-Flugzeugs „Landshut“ beendet hatte und sich daraufhin noch in derselben Nacht in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart die Terroristen Baader, Ensslin und Raspe das Leben genommen hatten (sogenannte Todesnacht von Stammheim), erschossen die Entführer Schleyer.Hanns Martin Schleyer
1978Larry FlyntUS-amerikanischer VerlegerJoseph Paul FranklinLawrencevilleNach einem Gerichtstermin im Gwinnett County, Georgia wurden Larry Flynt, Herausgeber des Pornomagazins Hustler, und sein Anwalt Gene Reeves Jr. am 6. März 1978 vor dem Gerichtsgebäude in Lawrenceville angeschossen. Als Schütze gilt der rassistische Mörder Joseph Paul Franklin, der die Schüsse zugab. Gegen ihn wurde jedoch aufgrund einer bestehenden lebenslangen Haftstrafe nie ein Prozess durch die Staatsanwaltschaft angestrengt. Als Folge der Schussverletzungen war Flynt seit dem Attentat von der Hüfte an abwärts gelähmt.Larry Flynt (2009)
1978Aldo MoroVorsitzender der Christdemokratischen Partei ItaliensMario MorettiRomAm 9. Mai 1978 wurde der Vorsitzende der Democrazia Cristiana und ehemalige italienische Ministerpräsident Aldo Moro nach 55-tägiger Geiselhaft von dem Terroristen der Roten Brigaden Mario Moretti mit acht Schüssen ermordet. Die Roten Brigaden hatten versucht, mit der Entführung Moros die Freilassung von inhaftierten Gesinnungsgenossen zu erzwingen, worauf die Regierung jedoch nicht eingegangen war.Aldo Moro in Gefangenschaft
1978Georgi MarkowBulgarischer Schriftsteller und JournalistFrancesco GiullinoLondonAm 11. September 1978 verübte Francesco Giullino, ein italienischstämmiger Däne, der als Agent des bulgarischen Geheimdienstes tätig war, ein als Regenschirmattentat bekannt gewordenes Attentat auf den in London lebenden bulgarischen Schriftsteller und Journalisten Georgi Markow. Dabei injizierte er dem Opfer mit Hilfe eines umgebauten Regenschirms (des sogenannten Bulgarischen Regenschirms) eine kleine Kugel mit giftigem Rizin. Motiv für den Mord war die öffentliche Kritik Markows an dem kommunistischen Regime in seinem Heimatland.
1978George Moscone und Harvey MilkBürgermeister und Stadtverordneter von San FranciscoDan WhiteSan FranciscoAm 27. November 1978 erschoss der zurückgetretene Stadtverordnete von San Francisco Dan White den Bürgermeister George Moscone und den Stadtverordneten Harvey Milk. Vorausgegangen war ein Streit über Whites Forderung, ihn wieder als Stadtverordneten einzusetzen. Dies hatte Moscone unter anderem auf Empfehlung Milks hin abgelehnt.Harvey Milk
1979Airey NeaveBritischer ParlamentsabgeordneterIrish National Liberation ArmyLondonAm 30. März 1979 fiel der Parlamentsabgeordnete und Nordirlandsprecher der britischen Konservativen Partei Airey Neave beim Verlassen des Parkhauses des Palace of Westminster einem Bombenattentat der Irish National Liberation Army auf sein Auto zum Opfer.
1979Lord Louis MountbattenBritischer Großadmiral a. D.Thomas McMahonSligoAm 27. August 1979 verübte der IRA-Terrorist McMahon in der Bucht vor Sligo ein Bombenattentat auf die Yacht Shadow V von Lord Mountbatten. Dabei starben neben Mountbatten noch drei andere Menschen – darunter sein 14-jähriger Enkel Nicolas Knatchbull – und mehrere weitere Familienmitglieder wurden teilweise schwer verletzt.Mountbatten
1979Park Chung-heePräsident der Republik KoreaKim Jae-gyuSeoulAm 26. Oktober 1979 wurde der koreanische Präsident Park Chung-hee von seinem eigenen Geheimdienstchef Kim Jae-gyu bei einem Putschversuch getötet.Park Chung-hee

1980er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1980Walter RodneyGuyanischer Historiker und PolitikerGregory SmithGeorgetownAm 13. Juni 1980 fiel der marxistische guyanische Historiker und Politiker Walter Rodney einem Bombenattentat in der guyanischen Hauptstadt Georgetown zum Opfer. Mutmaßlicher Täter war der Unteroffizier Gregory Smith, mutmaßlicher Drahtzieher der damalige guyanische Präsident Forbes Burnham.
1980Anastasio Somoza DebayleEhemaliger Präsident von NicaraguaEnrique Haroldo Gorriarán Merlo, Hugo Alfredo Irurzún und andereAsunciónAm 17. September 1980 wurde der ehemalige nicaraguanische Präsident Anastasio Somoza im Exil in der paraguayischen Hauptstadt Asunción zusammen mit seinem kolumbianischen Finanzberater Jou Baittiner und seinem Fahrer César Gallardo von Mitgliedern der argentinischen Guerillaorganisation Ejercito Revolucionario del Pueblo (ERP) unter Führung von Enrique Gorriarán ermordet. Initiiert wurde seine Ermordung vermutlich von den Sandinisten, die ihn ein Jahr zuvor gestürzt hatten. Möglicherweise war auch die kubanische Regierung unter Fidel Castro an dem Attentat beteiligt.
1980John LennonMusikerMark David ChapmanNew YorkAm späten Abend des 8. Dezember 1980 erschoss der geistesgestörte Mark David Chapman den Sänger und Ex-Beatle John Lennon, vor seinem Appartement im Dakota Building in New York mit fünf Schüssen.Tatort der Ermordung John Lennons
1981Ronald ReaganPräsident der Vereinigten StaatenJohn Hinckley, Jr.Washington, D.C.Am 30. März 1981 gab der geistesgestörte Student John W. Hinckley Jr. vor dem Hilton Hotel in Washington sechs Schüsse auf den US-Präsidenten Ronald Reagan ab. Reagan wurde von einem Querschläger leicht verletzt. Außerdem wurden sein Pressesprecher James Brady schwer und die Sicherheitsbeamten Thomas Delahanty und Timothy McCarthy leicht verletzt. Hinckley war besessen von der Schauspielerin Jodie Foster und wollte diese durch ein Attentat nach dem Vorbild der Hauptperson des Films Taxi Driver beeindrucken. Er hatte einige Jahre zuvor bereits beabsichtigt, ein Attentat auf Reagans Vorgänger Jimmy Carter zu verüben, war jedoch wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und so an der Ausführung gehindert worden.Attentat auf Ronald Reagan
1981Heinz NittelWiener StadtratHesham Mohammed RajehWienAm 1. Mai 1981 wurde Heinz Nittel, Wiener Stadtrat, Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft und Mitbegründer des Jewish Welcome Service Vienna, vor seinem Haus in Wien-Hietzing von dem Iraker Hesham Mohammed Rajeh im Auftrag von Bahij Younis, einem Mitglied der palästinensischen Terrororganisation Abu Nidal, erschossen. Younis wurde 1981 in drei Geschworenenprozessen 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und 1995 vorzeitig entlassen.Gedenktafel am Wiener Rathaus
1981Heinz-Herbert KarryHessischer WirtschaftsministerMitglieder der Revolutionären Zellen (mutmaßliche Täter)Frankfurt am MainAm 11. Mai 1981 wurde der FDP-Politiker und hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry von Unbekannten in seinem Haus in Frankfurt-Seckbach im Schlaf mit sechs Schüssen tödlich verwundet. Später tauchte ein Bekennerschreiben der Revolutionären Zellen auf, in dem diese die Verantwortung für das Attentat übernahmen. Die Täterschaft der Revolutionären Zellen ist jedoch bis heute nicht einwandfrei nachgewiesen. Hintergrund der Tat war vermutlich Karrys vehementes Eintreten für den Bau der Startbahn West des Frankfurter Flughafens.Heinz-Herbert Karry
1981Johannes Paul II.PapstMehmet Ali AğcaRomAm 13. Mai 1981 gab der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Ağca anlässlich einer Generalaudienz aus nächster Nähe drei Schüsse auf den im Papamobil über den Petersplatz fahrenden Papst Johannes Paul II. ab und verletzte diesen lebensgefährlich. Agca hat sich selbst nicht zu den Hintergründen der Tat geäußert. Ein Untersuchungsausschuss des italienischen Parlaments kam im Jahr 2006 zu dem Ergebnis, das Attentat sei im Auftrag des sowjetischen Staats- und Parteichefs Leonid Breschnew vom russischen Geheimdienst GRU in Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Geheimdienst und der Stasi organisiert worden. Motiv dürfte die öffentliche Parteinahme Johannes Pauls II. für die antikommunistische Gewerkschaft Solidarność in seinem Heimatland Polen gewesen sein.Johannes Paul II. auf dem Petersplatz
1981Anwar as-SadatPräsident von ÄgyptenChalid al IslambuliKairoAm 6. Oktober 1981 verübten vier Mitglieder der islamistischen Organisation Al-Dschihad unter Führung des Leutnants Chalid al Islambuli während einer Militärparade in Kairo ein Attentat auf den ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat. Neben Sadat fielen noch zehn weitere Personen, darunter der kubanische Botschafter in Ägypten, ein omanischer General und ein koptisch-orthodoxer Bischof, dem Attentat zum Opfer. 28 weitere Personen, darunter Sadats Vizepräsident Husni Mubarak und der irische Verteidigungsminister James Tully, wurden verletzt. Vor der Tat hatte der spirituelle Führer von Al-Dschihad, der Mufti Umar Abd ar-Rahman eine die Tat rechtfertigende Fatwa erlassen. Darin wurde Sadat vorgeworfen ein unrechtmäßiger Herrscher zu sein, da er nicht auf der Grundlage der Scharia regiere. Konkreter Hintergrund der Tat dürfte aber vor allem der zwei Jahre zuvor abgeschlossene Friedensvertrag mit Israel gewesen sein.Anwar as-Sadat
1982Johannes Paul II.PapstJuan María Fernández y KrohnFátimaAm 12. Mai 1982 wurde ein weiteres Attentat auf Johannes Paul II. verübt. Täter war ein sedisvakantistischer Priester, der 1979 aus der Piusbruderschaft ausgeschlossen worden war. Der Papst überlebte den Mordversuch leicht verletzt, der Täter wurde gefasst und zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Tatmotiv war die päpstliche Unterstützung von Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils, welche vom Täter als modernistisch abgelehnt wurden.
1982Bachir GemayelDesignierter Präsident des LibanonHabib Tanious ShartouniAschrafijaAm 14. September 1982 wurde der designierte libanesische Präsident Bachir Gemayel zusammen mit 25 anderen Personen durch ein Bombenattentat im Hauptquartier der Kata’ib-Partei ermordet. Die Bombe wurde von dem libanesischen Christen Shartouni gelegt. Mutmaßlicher Drahtzieher des Attentats war der syrische Geheimdienst. Shartouni selbst nannte als Motiv für die Tat, dass Gemayel den Libanon an Israel habe ausverkaufen wollen. Diese Aussage nimmt Bezug darauf, dass sich Gemayel kurz zuvor mit dem israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin getroffen haben soll, um den Abschluss eines Friedensvertrages zwischen beiden Ländern vorzubereiten.Bachir Gemayel
1983Benigno Aquino, Jr.Philippinischer SenatorRogelio MorenoManilaAm 21. August 1983 wurde der philippinische Senator Benigno Aquino bei seiner Rückkehr aus dem Exil unmittelbar nach Verlassen des Flugzeugs auf dem Flughafen von Manila erschossen. Aquino befand sich zum Zeitpunkt seiner Ermordung in Begleitung von Angehörigen der philippinischen Streitkräfte, die ihn noch im Flugzeug verhaftet hatten und zu einem Militärfahrzeug führten. Die Sicherheitskräfte erschossen noch am Tatort den Kommunisten Rolando Galman, und die Regierung von Präsident Ferdinand Marcos beschuldigte nur Stunden nach der Tat den Generalsekretär der Kommunistischen Partei Rodolfo Salas, der Drahtzieher des Attentats gewesen zu sein. Spätere Ermittlungen kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass Aquino Opfer einer militärischen Verschwörung geworden und der eigentliche Attentäter der Militärpolizist Rogelio Moreno gewesen sei. Sechzehn teils ranghohe Mitglieder der Streitkräfte wurden schließlich nach dem Sturz Marcos' im Jahr 1986 von einem Sondergericht zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Motiv für die Tat dürfte die scharfe Kritik Aquinos an der Regierung gewesen sein.Benigno Aquino, Jr. auf dem 500-Peso-Schein
1984Indira GandhiMinisterpräsidentin von IndienBeant Singh und Satwant SinghNeu-DelhiAm 31. Oktober 1984 wurde die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi auf dem Weg zu einem Interview, das Peter Ustinov im Rahmen der Dokumentarfilmreihe Ustinov’s People mit ihr führen wollte, im Vorgarten ihres Hauses in Neu-Delhi von Beant Singh und Satwant Singh, Mitgliedern ihrer Sikh-Leibgarde, erschossen. Hintergrund der Tat war das als Operation Blue Star bezeichnete gewaltsame Vorgehen des indischen Militärs gegen separatistische Sikhs, die sich unter der Führung von Jarnail Singh Bhindranwale im Goldenen Tempel in Amritsar verschanzt hatten und bei der nach Augenzeugenberichten 2000 Sikhs ums Leben gekommen sein sollen und ein Teil des Tempels komplett zerstört wurde.Indira Gandhi
1986Olof PalmeMinisterpräsident von SchwedenStig Engström (laut schwedischer Staatsanwaltschaft)StockholmAm 28. Februar 1986 wurde der schwedische Ministerpräsident Olof Palme auf dem Heimweg nach einem Kinobesuch in der Stockholmer Innenstadt erschossen. Die Suche nach dem Täter dauerte bis Juni 2020, als der im Jahr 2000 verstorbene Grafikdesigner Stig Engström von der schwedischen Staatsanwaltschaft als wahrscheinlichster Täter benannt und die Ermittlungen eingestellt wurden.Olof Palme
1986Karl Heinz BeckurtsVorstandsmitglied der Siemens AGMitglieder der RAF (mutmaßliche Täter)StraßlachAm 9. Juli 1986 fielen Karl Heinz Beckurts, Vorstandsmitglied der Siemens AG, und sein Chauffeur Eckhard Groppler in Straßlach bei München einem Bombenattentat zum Opfer. Zu dem Attentat bekannte sich ein „Kommando Mara Cagol“ der RAF. Allerdings ist die Täterschaft ungewiss.Gedenkstele für Beckurts und Groppler
1986Gerold von BraunmühlDeutscher DiplomatMitglieder der RAFBonnAm 10. Oktober 1986 wurde der deutsche Diplomat Gerold von Braunmühl vor seinem Wohnhaus in Bonn-Ippendorf von zwei Personen erschossen. Ausweislich eines in der Nähe des Tatorts hinterlassenen Bekennerschreibens handelte es sich bei den Tätern um Mitglieder eines „Kommandos Ingrid Schubert“ der RAF. Verdächtigt wurden Horst Ludwig Meyer und seine damalige Ehefrau Barbara Meyer. Beweise für die Täterschaft gibt es jedoch keine.
1986Georges BesseFranzösischer IndustriellerNathalie Ménigon und Joëlle AubronParisAm 17. November 1986 erschossen Nathalie Ménigon und Joëlle Aubron, Mitglieder des „Kommandos Pierre Overney“ der Action Directe in Paris den Direktor der Renault-Werke in Frankreich Georges Besse. Hintergrund der Tat waren Massenentlassungen bei Renault, für die die Action Directe Besse verantwortlich machte.
1987Rashid KaramiPremierminister des LibanonSamir Geagea und andere Mitglieder der Forces LibanaisesAm 1. Juni 1987 fiel der libanesische Premierminister Rashid Karami der Detonation eines Sprengsatzes in seinem Hubschrauber zum Opfer. Alle übrigen Personen, die sich an Bord des Hubschraubers befunden hatten, darunter der Innenminister Abdullah al-Rasi überlebten das Attentat. 1999 wurden der Führer der Forces Libanaises (FL), Samir Geagea, und zehn weitere Mitglieder dieser christlichen Miliz für dieses und andere Attentate verurteilt. Die mangelnde Rechtsstaatlichkeit dieses Verfahrens macht es aber zweifelhaft, ob der Vorwurf tatsächlich berechtigt ist.
1987Leopold WagnerLandeshauptmann von KärntenFranz RieserKlagenfurtAm 6. Oktober 1987 wurde der Kärntner Landeshauptmann und SPÖ-Politiker Leopold Wagner auf der Toilette des Klagenfurter Volkskellers von einem ehemaligen Arbeitskollegen, dem Hauptschullehrer Franz Rieser, durch zwei Schüsse schwer verletzt, weil dieser sich bei der Besetzung eines Postens übergangen fühlte.
1987Thomas SankaraPräsident von Burkina FasoOuagadougouAm 15. Oktober 1987 wurde Thomas Sankara, Präsident von Burkina Faso, zusammen mit 12 weiteren Offizieren im Rahmen eines Putsches seines ehemaligen Weggefährten Blaise Compaoré ermordet.
1988Dulcie SeptemberVertreterin des ANC in FrankreichParisAm 29. März 1988 erschossen Unbekannte vor dem ANC-Büro in Paris die ANC-Vertreterin Dulcie September. Es gilt als wahrscheinlich, dass hinter dem Attentat die damalige südafrikanische Regierung stand.Dulcie September Gedenktafel, Paris
1989Abdul Rahman GhassemlouVorsitzender der DPK-IMohammed Jafar Sahraroudi, Hadji Moustafawi und Amir Mansur BozorgianWienAm 13. Juli 1989 wurde der Vorsitzende der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPK-I) Abdul Rahman Ghassemlou zusammen mit seinen zwei Begleitern, dem DPK-I Zentralratsmitglied Abdullah Ghaderi-Azar und dem irakischen Universitätsprofessor und Vermittler Fadhil Rassoul, anlässlich von Verhandlungen mit Vertretern der iranischen Regierung in Wien von den Mitgliedern der iranischen Verhandlungsdelegation erschossen. Hintergrund waren die gewaltsamen Auseinandersetzungen um kurdische Autonomiebestrebungen im Iran.
1989Alfred HerrhausenVorstandssprecher der Deutsche Bank AGMitglieder der RAFBad HomburgAm 30. November 1989 wurde der Vorstandssprecher der Deutschen Bank Alfred Herrhausen auf der Fahrt zur Arbeit in der Nähe seines Wohnhauses in Bad Homburg durch einen per Lichtschranke gezündeten Sprengsatz ermordet. Bei dem Attentat wurde sein Fahrer Jakob Nix leicht verletzt. In einem Bekenneranruf und einem zwei Tage nach der Tat in der Nähe des Tatorts gefundenen Bekennerschreiben bekannte sich ein „Kommando Wolfgang Beer“ der RAF zu dem Attentat. Die Täter sind jedoch bis heute unbekannt, nachdem 1992 die Ermittlungen gegen zwei der Tat beschuldigte Personen aus Mangel an Beweisen eingestellt wurden.Denkmal an der Stelle der Ermordung

1990er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
1990Oskar LafontaineKanzlerkandidat der SPDAdelheid StreidelKölnAm 25. April 1990 verübte die psychisch gestörte Adelheid Streidel während einer Wahlkampfveranstaltung der SPD in der Stadthalle in Köln-Mülheim ein Messerattentat auf den SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine und verletzte ihn lebensgefährlich.Oskar Lafontaine
1990Wolfgang SchäubleBundesinnenministerDieter KaufmannOppenauAm 12. Oktober 1990 wurde Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) von dem schizophrenen Dieter Kaufmann während einer Wahlkampfveranstaltung im baden-württembergischen Oppenau niedergeschossen und ist seither querschnittgelähmt. Der Personenschützer Klaus-Dieter Michalsky wurde bei dem Attentat verletzt.Wolfgang Schäuble
1991Detlev RohwedderPräsident der TreuhandanstaltMitglieder der RAFDüsseldorfAm 1. April 1991 wurde der Präsident der Treuhandanstalt Detlev Rohwedder von Unbekannten mit einem Sturmgewehr aus 63 Meter Entfernung am Fenster seines Wohnhauses in Düsseldorf-Niederkassel erschossen. Seine Ehefrau Hergard wurde leicht verletzt. Am Tatort fand sich ein Bekennerschreiben, mit dem sich ein „Kommando Ulrich Wessel“ zu der Tat bekannte. Die Täter wurden bis heute nicht identifiziert.Detlev Rohwedder
1991Rajiv GandhiEhemaliger Premierminister von IndienThenmuli RajaratnamSriperumbudurAm 21. Mai 1991 fiel der ehemalige indische Premierminister Rajiv Gandhi während eines Wahlkampfauftritts zur Unterstützung eines Parlamentsabgeordneten der Kongresspartei in Sriperumbudur nahe Madras einem von der Tamilin Thenmuli Rajaratnam verübten Selbstmordattentat zum Opfer. Die Attentäterin wurde den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) zugerechnet. Motiv für das Attentat soll die Rolle der während Gandhis Regierung entsandten indischen Friedenstruppen im Bürgerkrieg in Sri Lanka gewesen sein.Rajiv Gandhi Gedenkstein
1992Giovanni FalconeItalienischer StaatsanwaltGiovanni Brusca ein Anführer der Cosa NostraCapaci bei PalermoAm 23. Mai 1992 wurden der Aktivist im Kampf gegen die Cosa Nostra und Symbolfigur im Kampf gegen die organisierte Kriminalität Siziliens Giovanni Falcone, dessen Ehefrau Francesca Morvillo und drei Leibwächter durch ein Bombe getötet. Die Bombe mit 500 kg TNT war in einem Rohr unter der Autobahn deponiert und wurde ferngesteuert gezündet.Zeichnung von Giovanni Falcone
1992Sadegh ScharafkandiVorsitzender der DPK-IKazem Darabi und Abbas RhayelBerlinAm 17. September 1992 ermordeten der Iraner Kazem Darabi und der Libanese Abbas Rhayel im Auftrag des iranischen Geheimdienstes VEVAK in dem griechischen Restaurant „Mykonos“ in Berlin-Wilmersdorf den Vorsitzenden der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPK-I), Sadegh Scharafkandi, die Repräsentanten der DPK-I in Frankreich und Deutschland, Fatah Abdoli und Homayoun Ardalan, sowie den Dolmetscher Nouri Dehkordi. Scharafkandi und seine Begleiter befanden sich auf Einladung des Bundesvorsitzenden der SPD Björn Engholm als Gäste eines Kongresses der Sozialistischen Internationale in Berlin. Drei Jahre zuvor fiel bereits Scharafkandis Vorgänger Abdul Rahman Ghassemlou in Wien einem von der iranischen Regierung verübten Attentat zum Opfer.Gedenktafel für die Opfer des Berliner Mykonos-Attentats
1993René BousquetFranzösischer Polizeipräsident des Vichy-Regime und mutmaßlicher Holocaust-UnterstützerChristian DidierParisBousquet wurde von Christian Didier am 8. Juni 1993 erschossen. Bousquet verstarb am Tatort. Didier war in früheren Jahren in psychiatrischer Behandlung.
1993Uğur MumcuTürkischer Journalist und SchriftstellerAnkaraAm Morgen des 24. Januar 1993 wurde Mumcu, ein investigativer Journalist, der vor allem für die Zeitung Cumhuriyet schrieb, vor seinem Haus in Ankara durch ein Bombenattentat ermordet. Die Bombe explodierte in seinem Auto. Die Tat wurde bis heute nicht aufgeklärt, die Täter nicht gefasst. Zum Motiv und zu den Tätern gibt es zahlreiche Theorien, die vom sogenannten „tiefen Staat“ über CIA und Mossad bis zum Iran reichen. Am Tag nach seinem Tode protestierten Zehntausende Menschen in verschiedenen Großstädten der Türkei.
1993Chris HaniGeneralsekretär der SACPJanusz WalusBoksburgAm 10. April 1993 wurde der Generalsekretär der Südafrikanischen Kommunistischen Partei (SACP) und Stabschef des Umkhonto we Sizwe Chris Hani in Boksburg von dem polnischen Einwanderer Janusz Waluś auf Anstiftung durch den rechtsextremen Politiker Clive Derby-Lewis erschossen. Motiv für die Tat war der Versuch, durch die Ermordung des bei der schwarzen Bevölkerung populären Hani die Verhandlungen zwischen Regierung und ANC über eine Beendigung der Apartheid zum Scheitern zu bringen.
1993Monica SelesTennisspielerinGünter ParcheHamburgAm 30. April 1993 stach der psychisch gestörte Steffi-Graf-Fan Günter Parche die Tennisspielerin und damalige Weltranglistenerste Monica Seles während eines Turnierspiels am Hamburger Rothenbaum gegen Magdalena Maleewa beim Seitenwechsel mit einem Messer in den Rücken. Infolge des Attentats bestritt Seles zwei Jahre lang keine Turniere und konnte anschließend nie wieder nachhaltig zu ihrer früheren Form zurückkehren.Monica Seles
1993Ranasinghe PremadasaPräsident von Sri LankaColomboAm 1. Mai 1993 wurde der sri-lankische Präsident Ranasinghe Premadasa auf dem Weg zu einer Maikundgebung in Colombo von einem Selbstmordattentäter aus Kreisen der LTTE ermordet. Hintergrund der Tat war der Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen in Sri Lanka.
1993Helmut ZilkBürgermeister von WienFranz FuchsWienAm 5. Dezember 1993 wurde der Wiener Bürgermeister Helmut Zilk bei einem Briefbombenattentat des rechtsextremistischen Terroristen Franz Fuchs schwer an der Hand verletzt. Die an Zilk adressierte Briefbombe war eine von neun Briefbomben der ersten Serie, die Fuchs versandte. Neben Zilk wurden auch der Pfarrer August Janisch und die Fernsehmoderatorin Silvana Meixner durch Briefbomben dieser Serie verletzt. In den folgenden Jahren bis zu seiner Verhaftung 1997 verschickte Fuchs noch fünf weitere Briefbombenserien und verübte einen Anschlag, bei dem vier Roma ums Leben kamen.
1994Luis Donaldo ColosioPräsidentschaftskandidat des PRIMario Aburto MartínezTijuanaAm 23. März 1994 wurde Luis Donaldo Colosio, Präsidentschaftskandidat des mexikanischen Partido Revolucionario Institucional (PRI), am Ende eines Wahlkampfauftritts in Tijuana, Baja California mit zwei Schüssen ermordet. Die Ermittlungen kamen zu dem Ergebnis, dass der Mechaniker Mario Aburto Martínez als Einzeltäter Colosio erschossen habe. Aburto wurde zu 42 Jahren Haft verurteilt. Sowohl die Hinterbliebenen von Colosio, als auch die Familie von Aburto sowie diverse andere Gruppen lehnen das Ermittlungsergebnis jedoch bis heute ab und vertreten die These, dass hinter dem Attentat die damalige mexikanische Regierung stand.
1994Juvénal Habyarimana und Cyprien NtaryamiraPräsidenten von Ruanda und BurundiKigaliAm 6. April 1994 wurde das Flugzeug, in dem der ruandische Präsident Juvénal Habyarimana, sein burundischer Amtskollege Cyprien Ntaryamira sowie der Stabschef der ruandischen Armee Déogratias Nsabimana von einem Treffen afrikanischer Staatschefs in Daressalam nach Kigali zurückkehrten, beim Landeanflug auf den Flughafen Kigali von zwei Boden-Luft-Raketen getroffen. Alle Insassen kamen ums Leben. Hintergrund des Attentats waren die sowohl in Ruanda, als auch in Burundi bestehenden Stammeskonflikte zwischen Hutu und Tutsi. Beide Präsidenten waren Hutu, galten aber als gemäßigt. Bis heute ist ungeklärt, ob das Attentat von Tutsi oder radikalen Hutu verübt wurde. Es bildete den Auftakt des Völkermordes an den Tutsi und gemäßigten Hutu in Ruanda, dem schätzungsweise 800.000 Menschen zum Opfer fielen.Juvénal Habyarimana
1994Andrés EscobarKolumbianischer Fußball-NationalspielerHumberto Muñoz CastroMedellínAm 2. Juli 1994 wurde Andrés Escobar, ein Abwehrspieler der kolumbianischen Fußballnationalmannschaft, auf dem Parkplatz der Diskothek „El Indio“ in Medellín von Humberto Muñoz mit sechs Schüssen getötet. Motiv für die Tat war, dass Escobar zehn Tage zuvor im letzten Vorrundenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 gegen Gastgeber USA ein Eigentor geschossen hatte, wodurch Kolumbien dieses Spiel 1:2 verlor und damit aus dem Turnier ausschied. Ungeklärt ist, ob Muñoz, der als Bodyguard und Fahrer für zwei mutmaßlich mit dem Drogenhandel in Verbindung stehende Unternehmer arbeitete, das Attentat als enttäuschter Fan oder im Auftrag der kolumbianischen Wettspielmafia verübte.
1995Jitzchak RabinMinisterpräsident von IsraelJigal AmirTel AvivAm 4. November 1995 wurde der israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin nach einer Rede auf einer Kundgebung für den Oslo-Friedensprozess auf dem Platz der Könige Israels (dem heutigen Rabin Platz) in Tel Aviv von dem extremistischen jüdischen Studenten Jigal Amir erschossen. Amir betrachtete Rabin als einen Verräter und den Friedensprozess als eine Bedrohung für die Existenz des Staates Israel.
1998Galina Wassiljewna StarowoitowaRussische Menschenrechtsaktivistin, Ethnologin und PolitikerinJuri Kolchin und andereSankt PetersburgAm 20. November 1998 wurde Starowoitowa in ihrem Treppenhaus in Sankt Petersburg erschossen. Offiziellen Angaben zufolge wurde das Attentat vom GRU-Auftragsmörder Juri Kolchin organisiert. Die Drahtzieher des Mordes konnten jedoch bis heute nicht ermittelt werden.
1999Luis Maria ArgañaVizepräsident von ParaguayPablo Vera Esteche, Luis Rojas, Fidencio Vega und Reinaldo ServínAsunciónAm 23. März 1999 wurde der paraguayische Vizepräsident Luis Maria Argaña auf einer Fahrt durch Asunción in der Straße Diagonal Molas López von einem Fahrzeug gestoppt und von den vier Attentätern Pablo Vera, Luis Rojas, Fidencio Vega und Major Reinaldo Severin erschossen. Neben Argaña kam bei dem Attentat auch sein Bodyguard ums Leben, sein Fahrer wurde verletzt. Hintermann des Attentats soll der ehemalige paraguayische General und Politiker Lino Oviedo gewesen sein. Oviedo war 1996 wegen eines missglückten Putschversuchs gegen den damaligen Präsidenten Juan Carlos Wasmosy zu 10 Jahren Haft verurteilt, 1998 jedoch von dessen Nachfolger Raúl Cubas Grau begnadigt worden. Dies wurde von der Opposition und auch von Argaña scharf kritisiert. Die Oppositionsparteien drohten mit einem Amtsenthebungsverfahren gegen Cubas, wodurch Argaña Präsident geworden wäre. Der Tod Argañas verschärfte die politische Krise und zwang Cubas, sechs Tage nach dem Attentat zurückzutreten und – ebenso wie Oviedo – das Land zu verlassen.
1999Wasken SarkissjanMinisterpräsident von ArmenienNairi Hunanjan und andereJerewanAm 27. Oktober 1999 hielten sich der armenischen Ministerpräsident Wasken Sarkissjan und Karen Demirtschjan, der Versammlungspräsident, in der armenischen Nationalversammlung auf, als eine Gruppe von Attentätern, angeführt von Nairi Hunanjan, eintrat und beide Politiker sowie drei weitere Personen erschoss. Am 28. Oktober stellten sich die Attentäter der Polizei, 40 Geiseln kamen frei.Wasken Sarkissjan auf einer armenischen Erinnerungsbriefmarke

21. Jahrhundert

2000er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
2000Željko RažnatovićGründer der Serbischen FreiwilligengardeBelgradAm 15. Januar 2000 wurde Željko Ražnatović, Gründer und Führer der paramilitärischen „Serbischen Freiwilligengarde“ während der Jugoslawienkriege, zusammen mit zwei Leibwächtern im Hotel Intercontinental in Belgrad erschossen. Als mutmaßliche Täter wurden Dragan Nikolić, Dobroslav Gavrić, Milan Đuričić und Zoran Nikolić seit 2001 wiederholt angeklagt. Die Urteile wurden jedoch jeweils vom Obersten Gerichtshof Serbiens aufgehoben.
2000Said HajjarianReformpolitiker und ehemaliger GeheimdienstmitarbeiterSaid AsgarTeheranAm 12. März 2000 wurde Said Hajjarian auf einer Straße in Teheran von Said Asgar aus nächster Nähe ins Gesicht geschossen. Er überlebte, ist seitdem jedoch paralysiert. Der rechtsgerichtete Täter wurde später zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt, vier Mitangeklagte erhielten Strafen zwischen zehn und weniger als sieben Jahren, drei weitere Männer wurden freigesprochen.[22][23]Said Hajjarian im Jahr 2015
2000Žika PetrovićDirektor der Fluggesellschaft JAT und Vertrauter der Familie MiloševićBelgradIn der Nacht des 25. Aprils 2000[24] wurde der 61-Jährige JAT-Direktor Žika Petrović in Belgrad vor seinem Haus erschossen. In Medienberichten war von zwei Tätern die Rede, die unerkannt entkommen konnten. Petrović war das vierte Opfer einer Attentatsserie auf Personen aus dem Umfeld von Slobodan Milošević seit Jahresanfang.[25] Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt worden.[26]
2000Boško PeroševićRegierungschef der Provinz Vojvodina und Vertrauter von Slobodan MiloševićMilivoje GutovićNovi SadAm 13. Mai 2000 wurde Boško Perošević beim Besuch einer Landwirtschaftsmesse in Novi Sad von dem Mitarbeiter der Messe Milivoje Gutović in den Kopf geschossen. Perošević starb am gleichen Tag einige Stunden später im Krankenhaus. Perošević war das fünfte Opfer einer Attentatsserie auf Personen aus dem Umfeld von Slobodan Milošević seit Anfang des Jahres.[27]
2001Laurent-Désiré KabilaPräsident des KongoRashidi MizeleKinshasaAm 16. Januar 2001 fiel der kongolesische Präsident Laurent-Désiré Kabila in seinem Palast in Kinshasa einem Attentat seines Leibwächters Rashidi Mizele zum Opfer. Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht geklärt. Der Attentäter wurde unmittelbar nach der Tat von anderen Leibwächtern erschossen.
2001Ahmad Schah MassoudFührer der afghanischen NordallianzDahmane Abd al-Sattar und Rachid Bouraoui el-OuaerProvinz TacharAm 9. September 2001 fiel Ahmad Schah Massoud, militärischer und religiöser Führer der Nationalen Islamischen Vereinigten Front zur Rettung Afghanistans (Nordallianz), in der nordafghanischen Provinz Tachar einem Selbstmordattentat der Al-Qaida-Mitglieder Dahmane Abd al-Sattar und Rachid Bouraoui el-Ouaer zum Opfer. Al-Sattar und el-Ouaer hatten sich als belgische Journalisten ausgegeben und zündeten während eines Interviews mit Massoud einen in der Kamera versteckten Sprengsatz. Motiv waren die religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Parteien des Afghanistankrieges.Grabmal Massouds
2001Peter Bossard, Monika Hutter-Häfliger, Jean-Paul Flachsmann und 11 weitere PersonenRegierungsräte und Kantonsräte des Schweizer Kantons ZugFriedrich LeibacherZugAm 27. September 2001 verschaffte sich der kaufmännische Angestellte Friedrich Leibacher als Polizist verkleidet während einer Sitzung des Kantonsrates Zugang zu dem Parlamentsgebäude des Kantons Zug und erschoss mit insgesamt 91 Schüssen die Regierungsräte Peter Bossard, Monika Hutter-Häfliger und Jean-Paul Flachsmann, den Kantonsratspräsidenten Herbert Arnet sowie die Kantonsräte Martin Döbeli, Dorly Heimgartner, Kurt Nussbaumer, Rolf Nussbaumer, Konrad Häusler, Erich Iten, Karl Gretener, Willi Wismer, Heinz Grüter und Käthi Langenegger. Anschließend erschoss Leibacher sich selbst. Motiv für diese als „Zuger Attentat“ bekannt gewordene Gewalttat war offenbar, dass der zuvor jahrelang durch exzessiven Gebrauch von Rechtsmitteln aufgefallene Leibacher sich vom Rechtsstaat betrogen und als Opfer eines Komplotts einer „Zuger Mafia“ fühlte.Das Regierungsgebäude – Sitz des Kantons- und Regierungsrats
2002Marco BiagiBerater der italienischen RegierungMitglieder der Roten Brigaden (mutmaßliche Täter)BolognaAm 19. März 2002 wurde der Professor für Arbeitsrecht und Berater der italienischen Regierung Marco Biagi von Unbekannten in Bologna erschossen. Das Attentat wird den linksextremistischen Roten Brigaden zugeschrieben. Mutmaßliches Motiv für die Tat war die Mitwirkung Biagis an der von der Regierung Berlusconi geplanten Lockerung des Kündigungsschutzes.
2002Pim FortuynNiederländischer PolitikerVolkert van der GraafHilversumAm 6. Mai 2002 erschoss der fanatische Veganer und Tierschützer Volkert van der Graaf auf dem Parkplatz eines Radiostudios in Hilversum den rechtspopulistischen Politiker Pim Fortuyn. Nach Aussagen van der Graafs wollte er durch die Tat „Muslime schützen“.Pim Fortuyn
2002Jacques ChiracPräsident von FrankreichMaxime BrunerieParisAm 14. Juli 2002 versuchte der 25-jährige Rechtsradikale Maxime Brunerie während der Parade zum französischen Nationalfeiertag den Präsidenten Jacques Chirac zu erschießen. Er wurde jedoch von drei Zuschauern überwältigt und an der Durchführung der Tat gehindert. Motiv war offensichtlich das Bestreben Bruneries, seinem Leben nach einer gescheiterten Liebesbeziehung auf spektakuläre Weise ein Ende zu machen und dadurch berühmt zu werden.Jacques Chirac
2003Zoran ĐinđićMinisterpräsident von SerbienZvezdan JovanovićBelgradAm 12. März 2003 wurde der serbische Ministerpräsident Zoran Đinđić von Zvezdan Jovanović, dem Vizekommandanten der Polizei-Sondereinheit „Rote Barette“, aus 180 Meter Entfernung vom rückwärtigen Fenster eines Gebäudes aus im Innenhof des Regierungssitzes erschossen. Bei dem Attentat wurde auch Đinđićs Leibwächter schwer verletzt. Neben Jovanović wurden für die Tat auch der Kommandant der „Roten Barette“ Milorad Ulemek als Drahtzieher sowie zehn weitere Personen als Beihelfer verurteilt. Motiv für die Tat dürfte die Auslieferung des früheren Staatschefs Slobodan Milošević an das Haager Kriegsverbrechertribunal gewesen sein.Zoran Đinđić
2003Sergei JuschenkowVorsitzender der Partei Liberales RusslandMoskauAm 17. April 2003 erschossen Unbekannte den ehemaligen russischen Informationsminister und Vorsitzenden der Partei Liberales Russland Sergei Juschenkow vor seiner Wohnung in Moskau.
2003Alichan GulijewRussischer JournalistMoskauAm 19. Juli 2003 wurde der für seine Tschetschenien-Berichterstattung bekannte Journalist Alichan Gulijew an seiner Haustür in Moskau erschossen.
2003James E. DavisMitglied des Stadtrats von New YorkOthniel AskewNew YorkAm 23. Juli 2003 wurde der New Yorker Stadtrat James E. Davis von Othniel Askew während einer Stadtratssitzung in der New York City Hall erschossen. Askew war zwei Jahre zuvor Davis’ Konkurrent um die Nominierung der Demokratischen Partei für den Sitz im Stadtrat gewesen, den Davis schließlich gewann. Die genauen Motive für die Tat sind nicht aufgeklärt, da Askew unmittelbar nach dem Attentat von Richard Burt, einem Bodyguard des Stadtratsvorsitzenden Gifford Miller erschossen wurde.
2003Muhammad Baqir al-HakimSchiitenführerNadschafAm 29. August 2003 fiel der erst wenige Monate zuvor nach dem Sturz Saddam Husseins aus dem Exil in den Irak zurückgekehrte Schiitenführer Muhammad Baqir al-Hakim unmittelbar nach einem Freitagsgebet in der Imam-Ali-Moschee in Nadschaf einem Bombenattentat zum Opfer. Neben al-Hakim kamen noch über hundert weitere Menschen bei dem Attentat zu Tode. Die Täter konnten bis heute nicht ermittelt werden. Vermutlich handelte es sich um ehemalige Angehörige des Geheimdienstes Saddam Husseins.
2003Anna LindhSchwedische AußenministerinMijailo MijailovićStockholmAm 10. September 2003 verübte Mijailo Mijailovic, ein Sohn serbischer Einwanderer, in dem Kaufhaus der Nordiska Kompaniet in Stockholm ein Messer-Attentat auf die schwedische Außenministerin Anna Lindh, bei dem diese schwer verwundet wurde und am Folgetag ihren Verletzungen erlag. Das Motiv für die Tat ist unklar.Anna Lindh
2003Aqila al-HaschimiIrakische PolitikerinBagdadAm 20. September 2003 gaben sechs unbekannte Täter in der Nähe ihres Hauses im Westen Bagdads mehrere Schüsse auf die irakische Politikerin Aqila al-Haschimi ab. Al-Haschimi erlag fünf Tage später ihren schweren Verletzungen. Sie war eine von drei Frauen und die einzige Vertreterin des früheren Regimes, die nach dem Sturz Saddam Husseins in den von den USA eingesetzten 25-köpfigen Irakischen Regierungsrat berufen wurde.
2003Pervez MusharrafPräsident von PakistanAmjad Farooqi (mutmaßlicher Drahtzieher)RawalpindiAm 14. Dezember 2003 wurde ein Bombenattentat auf den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf verübt, das jedoch fehlschlug. Die an einer Brücke in Rawalpindi angebrachte Sprengladung explodierte wenige Minuten, nachdem Musharrafs Konvoi die Brücke passiert hatte. Dies war bereits das dritte Attentat auf Musharraf seit dessen Machtergreifung 1999. Wenige Tage später, am 25. Dezember, folgte ein weiterer Versuch, bei dem sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft sprengten. Auch dieser Versuch, Musharraf zu töten, schlug fehl, es starben jedoch sechzehn Passanten und Begleiter Musharrafs. Der mutmaßliche Drahtzieher der beiden Attentate aus dem Jahr 2003, der Al-Qaida-Terrorist Amjad Farooqi, wurde 2004 von pakistanischen Sicherheitskräften getötet. Im Jahr 2007 folgten zwei weitere Attentate auf Musharraf, die jedoch gleichfalls misslangen. Hintergrund aller Attentate war die religiös und politisch gespannte Lage in Pakistan insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in Afghanistan.Pervez Musharraf
2003Romano ProdiPräsident der Europäischen KommissionBolognaAm 22. Dezember 2003 detonierten zwei Rohrbomben vor und am 27. Dezember 2003 eine Briefbombe in der Privatwohnung des Präsidenten der Europäischen Kommission Romano Prodi in Bologna. Prodi überlebte beide Attentate unverletzt. Die Täter wurden bislang nicht ermittelt. Die italienische Polizei geht davon aus, dass es sich um italienische Anarchisten handelte.
2004Roger KuschJustizsenator von HamburgYvonne C.HamburgAm 11. Februar 2004 verletzte die 42-jährige, schizophrene Yvonne C. den Hamburgischen Justizsenator Roger Kusch während eines Wahlkampfauftritts in einer Fußgängerzone im Hamburger Stadtteil Neugraben mit einem Messerstich leicht am Oberschenkel.[28]Roger Kusch
2004Chen Shui-bian und Lu Hsiu-lienPräsident und Vizepräsidentin von TaiwanChen Yi-hsiungTainanAm 19. März 2004, einen Tag vor den Präsidentschaftswahlen in Taiwan, wurden während einer Wahlkampfveranstaltung in Tainan zwei Schüsse auf den taiwanischen Präsidenten Chen Shui-bian und seine Vizepräsidentin Lu Hsiu-lien abgegeben, die zu diesem Zeitpunkt in einem offenen Jeep stehend langsam durch eine Menschenansammlung fuhren. Beide wurden dabei leicht verletzt. Eine Polizeiuntersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Tat von dem Arbeitslosen Chen Yi-hsiung, der Präsident Chen für seine wirtschaftliche Misere verantwortlich machte, als Einzeltäter verübt wurde. Der mutmaßliche Attentäter beging zwei Tage nach Veröffentlichung der Aufnahmen einer Überwachungskamera, auf denen er am Tatort zu sehen ist, Selbstmord. Das Untersuchungsergebnis wird jedoch von der Mehrheit der Taiwaner in Zweifel gezogen. Einige Gegner von Präsident Chen werfen diesem vor, das Attentat selbst inszeniert zu haben, um direkt vor der Wahl seine Sympathiewerte zu steigern. Belege für diese Behauptung gibt es jedoch nicht.Chen Shui-bian
2004Mirwais SadikAfghanischer MinisterHeratAm 21. März 2004 wurde der afghanische Minister für Zivilluftfahrt und Tourismus Mirwais Sadik in Herat vor dem Haus des Militärkommandeurs der Provinz Herat Saher Naib Sada von dessen Soldaten in seinem Auto erschossen. Nach Aussagen Sadas war das Motiv für die Tat, dass Sadik ihn von seinem Kommando habe entbinden wollen. Sadik war ein Sohn des Provinzgouverneurs Ismail Khan, der eine große Privatarmee unterhielt und sich offensichtlich einen Machtkampf mit dem Kommandeur der Afghanischen Nationalarmee lieferte. Bei dem Attentat kamen neben Sadik auch zwei Wachleute, ein Geheimdienstoffizier und ein Verwandter Sadiks ums Leben.[29] Infolge der durch das Attentat ausgelösten Unruhen, die zahlreiche Todesopfer forderten, kam es zu einer gewaltsamen Absetzung Ismail Khans als Gouverneur der Provinz Herat durch Präsident Hamid Karzai.
2004Achmat KadyrowPräsident von TschetschenienSchamil Salmanowitsch Bassajew (Drahtzieher)GrosnyAm 9. Mai 2004 wurde der tschetschenische Präsident Achmat Kadyrow während der Feierlichkeiten aus Anlass des Tages des Sieges in einem Stadion in Grosny mit einer unter der Tribüne angebrachten Landmine getötet. Bei dem Attentat kam auch der Reuters-Journalist Adlan Chassanow ums Leben. Drahtzieher des Attentats war der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew.Achmat Kadyrow
2004Paul KlebnikovUS-amerikanischer Journalist und SchriftstellerMoskauAm 10. Juli 2004 wurde der russischstämmige amerikanische Journalist und Schriftsteller Paul Klebnikov von unbekannten Tätern in Moskau vor dem Verlagsgebäude des russischen Forbes Magazins, dessen Herausgeber er war, erschossen. 2006 wurden die Tschetschenen Kazbek Dukuzov und Valid Agayev und andere wegen der Tat angeklagt. Nach einem anfänglichen Freispruch, der jedoch vom Obersten Gerichtshof wieder aufgehoben wurde, steht das Verfahren seit Februar 2007 still, da einer der Verdächtigen (Dukuzov), die nach dem Freispruch aus der Haft entlassen wurden, bis heute nicht wieder aufgetaucht ist.Paul Klebnikov
2004Wiktor JuschtschenkoUkrainischer PolitikerIm September 2004 wurde der ukrainische Präsidentschaftskandidat Wiktor Juschtschenko mit dem Dioxin TCDD vergiftet, überlebte aber mit schweren Vernarbungen im Gesicht und am Körper. Nach Aussage der behandelnden Ärzte vom Wiener Rudolfinerhaus und am Universitätsspital Genf, nahm Juschtschenko 2 bis 5 Milligramm Dioxin über den Mund ein. Es bestehe „Verdacht auf Fremdverschulden“. Die offizielle Untersuchung der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft hat bislang keine Ergebnisse erbracht. Juschtschenko selbst beschuldigt den stellvertretenden Leiter des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes Wolodymyr Sazjuk, mit dem er am Abend vor dem Auftreten der ersten Vergiftungssymptome zu Abend gegessen hatte, und Personal, das ihn bei diesem Essen bedient hat, der Tat.Wiktor Juschtschenko
2004Theo van GoghNiederländischer Regisseur und PublizistMohammed BouyeriAmsterdamAm 2. November 2004 ermordete der marokkanische Islamist Mohammed Bouyeri den niederländischen Regisseur und Publizisten Theo van Gogh in der Linnaeusstraat in Amsterdam. Bouyeri gab zunächst mehrere Schüsse auf van Gogh ab und schnitt ihm schließlich, als er bereits am Boden lag, die Kehle durch. Mit zwei Messerstichen heftete er sodann ein fünfseitiges Bekennerschreiben an den Körper. Die Tat stand in Zusammenhang mit van Goghs Film Unterwerfung, den er zusammen mit der Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali produziert hatte und der von der Unterdrückung der Frauen im Islam handelt. Nach der Ausstrahlung des Films am 29. August 2004 erhielten sowohl van Gogh, als auch Hirsi Ali Morddrohungen. Auch das Bekennerschreiben, das an van Goghs Körper geheftet wurde, enthielt eine Morddrohung gegen Hirsi Ali.Theo van Gogh
2005Rafiq al-HaririLibanesischer PolitikerBeirutAm 14. Februar 2005 fiel der ehemalige libanesische Ministerpräsident Rafiq al-Hariri auf der Corniche in Beirut einem Sprengstoffattentat auf seinen Fahrzeugkonvoi zum Opfer. Neben Hariri kamen bei dem Attentat noch 22 weitere Personen ums Leben, über 100 Personen wurden verletzt. Die Explosion verwüstete eine Filiale der HSBC-Bank und ein Hotel. Täter und Hintergründe der Tat sind bislang nicht abschließend geklärt. Jahrelange Untersuchungen der Internationalen unabhängigen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen (UNIIIC) unter Leitung der UN-Sonderermittler Detlev Mehlis und Serge Brammertz mündeten schließlich in der Gründung des Sondertribunals für den Libanon mit Sitz in Den Haag, das die juristische Aufarbeitung des Falls übernommen hat.Rafiq al-Hariri
2005Lakshman KadirgamarAußenminister von Sri LankaColomboAm 12. August 2005 wurde Sri Lankas Außenminister Lakshman Kadirgamar in der Nähe seines Hauses in Colombo durch einen Scharfschützen erschossen. Der Täter konnte nicht ermittelt werden. Verdächtigt wurden die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), die jedoch bestritten, für das Attentat verantwortlich zu sein und ihrerseits die Armee verdächtigten, auf diese Weise einen Vorwand für die Aufkündigung des seit drei Jahren geltenden Waffenstillstands schaffen zu wollen.
2005Frère RogerGründer der Communauté de TaizéTaizéAm 16. August 2005 stach eine psychisch kranke Frau den Gründer der Communauté de Taizé Frère Roger während des Abendgebetes in der Versöhnungskirche in Taizé mit mehreren Messerstichen nieder und verletzt ihn dabei tödlich.Frère Roger
2006Anna PolitkowskajaRussische JournalistinRustam Machmudow (mutmaßlicher Täter)MoskauAm 7. Oktober 2006 wurde die russische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Anna Politkowskaja im Aufzug ihres Wohnhauses in Moskau mit vier Schüssen ermordet. Nach Ermittlungen der russischen Staatsanwaltschaft soll das Attentat von dem Tschetschenen Rustam Machmudow verübt worden sein. Neben Machmudow, der sich zunächst ins Ausland absetzen konnte und erst im Jahr 2011 verhaftet wurde, wurden dessen Brüder Ibrahim und Dschabrail Machmudow, der Oberstleutnant des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB Pawel Rjagusow und der Offizier im Innenministerium Sergei Chadschikurbanow als Mittäter angeklagt. Die genauen Hintergründe und die Drahtzieher der Tat sind bislang unbekannt. Es spricht jedoch vieles dafür, dass das Motiv für die Tat in der Berichterstattung Politkowskajas während des Tschetschenienkrieges zu suchen ist.
2006Alexander LitwinenkoRussischer BuchautorAndrei Lugowoi (mutmaßlicher Täter)LondonAm 1. November 2006 wurde der ehemalige russische FSB-Agent, Buchautor und Putin-Kritiker Alexander Litwinenko im Exil in London mit Polonium-210 vergiftet. Am 23. November 2006 starb er im Krankenhaus an den Folgen der Vergiftung. Nach den bisherigen Ermittlungen der britischen Staatsanwaltschaft wurde Litwinenko anlässlich eines Treffens mit den russischen Geschäftsleuten und früheren KGB-Mitarbeitern Andrei Lugowoi und Dmitri Kowtun in der Bar des Londoner Millennium Hotels von Lugowoi mit poloniumhaltigem Tee vergiftet.Grab Alexander Litwinenkos
2007Itchō ItōBürgermeister von NagasakiTetsuya ShirooNagasakiAm 17. April 2007, nach einer Wahlkampfveranstaltung für seine dritte Wiederwahl, wurde der Bürgermeister von Nagasaki Itchō Itō vor seinem Wahlkampfbüro in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von Nagasaki von dem Yakuza-Mitglied Tetsuya Shiroo niedergeschossen und starb tags drauf an den Folgen.
2007François al-HadschLibanesischer BrigadegeneralBaabdaAm 12. Dezember 2007 fiel der libanesische Brigadegeneral François al-Hadsch in Baabda im Gouvernement Libanonberg einem Bombenattentat zum Opfer. Die Täter und die näheren Hintergründe der Tat sind bislang unbekannt.
2007Benazir BhuttoPakistanische OppositionsführerinRawalpindiAm 27. Dezember 2007 wurde die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto beim Verlassen einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi ermordet. Nach Erkenntnissen der pakistanischen Ermittlungsbehörden und einer Untersuchungskommission von Scotland Yard wurden zunächst von einem oder mehreren Personen Schüsse auf Bhuttos gepanzertes Fahrzeug abgegeben, bevor sich ein Selbstmordattentäter in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs in die Luft sprengte. Bhutto, die zum Zeitpunkt des Attentats aus dem Schiebedach des Fahrzeugs herausschaute und ihren Anhängern zuwinkte, wurde von zwei Schüssen getroffen und von der Druckwelle der Explosion gegen das Schiebedach geschleudert, wodurch sie einen Schädelbruch erlitt. Neben Bhutto kamen bei dem Anschlag 24 weitere Personen ums Leben. Während die pakistanische Regierung den Al-Qaida nahestehenden islamistischen Stammesführer Baitullah Mehsud beschuldigte, Drahtzieher des Attentats gewesen zu sein, vermuten Bhuttos Pakistanische Volkspartei (PPP) und andere Gruppen vielmehr die pakistanische Regierung unter Präsident Pervez Musharraf hinter der Tat. Bereits zwei Monate zuvor, unmittelbar nach Bhuttos Rückkehr aus dem Exil, war es in Karachi auf dem Weg vom Flughafen zum Mausoleum des Staatsgründers Muhammad Ali Jinnah zu einem schweren Selbstmordattentat gekommen, bei dem 136 Personen getötet und mindestens 450 verletzt wurden. Dieses Attentat hatte Bhutto noch unverletzt überlebt. Sie selbst machte hierfür Anhänger des früheren Militärmachthabers Mohammed Zia ul-Haq verantwortlich.Benazir Bhutto
2008José Ramos-HortaPräsident von OsttimorRebellen unter Alfredo Alves ReinadoDiliAm 11. Februar 2008 wurde der Staatspräsident von Osttimor José Ramos-Horta vor seinem Haus im Osten von Dili bei einem Attentat durch Männer des Rebellenführers Alfredo Reinado schwer verletzt. Die Rebellen waren in das Haus Ramos-Hortas eingedrungen und erwarteten dessen Rückkehr, als sie von eintreffenden Wachleuten entdeckt wurden. Bei dem anschließenden Feuergefecht kam unter anderem Rebellenführer Reinado ums Leben. Der kurz darauf nach Hause zurückkehrende Ramos-Horta wurde von einem Rebellen mit zwei Schüssen in Brust und Rücken schwer verletzt. Auch Ramos-Hortas Leibwächter Leutnant Celestino Fili Gama, der mit seinem Wagen in die Schusslinie fuhr, erlitt schwere Verletzungen. Kurze Zeit später versuchte eine andere Gruppe Rebellen, auch auf den Premierminister Xanana Gusmão ein Attentat zu verüben, was jedoch misslang.José Ramos-Horta
2008Ruslan JamadajewTschetschenischer PolitikerAslanbek Dadajew und Elimpascha ChazujewMoskauAm 24. September 2008 wurde der tschetschenische Politiker Ruslan Jamadajew in seinem Auto von Dadajew und Chazujew am Smolensker Ufer in Moskau mit zehn Schüssen erschossen. Jamadajew befand sich auf dem Rückweg von einem Gespräch im Kreml. Der gleichfalls im Fahrzeug befindliche Generaloberst a. D. Sergei Kizyun wurde lebensgefährlich verletzt. Als Hintermann der Tat wurde der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow verdächtigt, wofür es jedoch keine Beweise gibt.Ruslan Jamadajew
2009Stanislaw MarkelowRussischer RechtsanwaltNikita Tichonow und Jewgenia ChassisMoskauAm 19. Januar 2009 erschossen Nikita Tichonow und Jewgenia Chassis den Rechtsanwalt Stanislaw Markelow auf offener Straße in der Moskauer Innenstadt. Markelow war unter anderem als Rechtsberater der Journalistin Anna Politkowskaja bekannt geworden. Unmittelbar vor der Tat hatte Markelow auf einer Pressekonferenz angekündigt, sich gegen eine Freilassung des wegen Mordes an einer Tschetschenin verurteilten Obersten Juri Budanow einzusetzen. Zum Zeitpunkt des Attentats befand sich Markelow in Begleitung der Journalistin Anastassija Baburowa von der Nowaja Gaseta, die dabei gleichfalls ums Leben kam.Stanislaw Markelow
2009Natalja EstemirowaRussische JournalistinGasi-JurtAm 15. Juli 2009 wurde die russische Historikerin, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Natalja Estemirowa vor ihrem Haus in Grosny entführt und am späten Nachmittag desselben Tages in einem Waldstück in der Nähe des Dorfes Gasi-Jurt in Inguschetien ermordet aufgefunden. Die Täter und das genaue Motiv für die Tat sind bislang unbekannt. Als Auftraggeber der Tat wird der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow verdächtigt, wofür es jedoch keine Beweise gibt.Natalia Estemirova
2009Silvio BerlusconiMinisterpräsident von ItalienMassimo TartagliaMailandAm 13. Dezember 2009 warf der 42-jährige, wahrscheinlich geistig verwirrte Massimo Tartaglia dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi nach einer Wahlkampfveranstaltung in Mailand aus zwei Meter Entfernung eine Alabaster-Statuette des Mailänder Doms ins Gesicht und verletzte ihn leicht.Silvio Berlusconi

2010er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
2011Salman TaseerGouverneur der Provinz PunjabMumtaz QadriIslamabadAm 4. Januar 2011 wurde der Gouverneur der pakistanischen Provinz Punjab Salman Taseer in der Nähe seines Hauses in Islamabad von seinem Leibwächter Mumtaz Hussain Qadri erschossen. Der Täter gab als Motiv für die Tat Äußerungen Taseers zum Blasphemiegesetz und dem Fall Asia Bibi an.Salman Taseer (2009)
2011Gabrielle GiffordsAbgeordnete im US-amerikanischen RepräsentantenhausJared Lee LoughnerCasas AdobesAm 8. Januar 2011 wurde die demokratische Abgeordnete im amerikanischen Repräsentantenhaus Gabrielle Giffords während einer Bürgerfragestunde in einem Einkaufszentrum in Casas Adobes, einem Vorort von Tucson, durch einen gezielten Kopfschuss aus nächster Nähe lebensgefährlich verletzt. Anschließend gab der wahrscheinlich geistig verwirrte Attentäter Jared Loughner zahlreiche weitere Schüsse auf die Zuschauer ab, wobei er sechs Personen tötete und 13 weitere teils schwer verletzte. Unter den Todesopfern war auch der für Arizona zuständige Bundesrichter John McCarthy Roll.Gabrielle Giffords (2010)
2011Shahbaz BhattiPakistanischer MinisterIslamabadAm 2. März 2011 erschossen Unbekannte den pakistanischen Minister für Minderheiten Shahbaz Bhatti in Islamabad bei einer Autofahrt zu seiner Arbeit. Bhatti war der einzige Christ in der pakistanischen Regierung. Er hatte sich wiederholt für eine Reform des Blasphemiegesetzes ausgesprochen und sich für die auf der Grundlage dieses Gesetzes zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi eingesetzt. Zu der Tat bekannten sich die Tehrik-i-Taliban Pakistan.

Shahbaz Bhatti (2008)

2011Rola El-HalabiDeutsch-libanesische ProfiboxerinHicham El-HalabiUlmAm 1. April 2011 schoss der Stiefvater der deutsch-libanesischen Profiboxerin Rola El-Halabi, Hicham El-Halabi, auf seine Stieftochter. Der Grund dafür war, dass sie eine Beziehung mit einem nicht-muslimischen, bereits verheirateten Griechen führte. Daraufhin wollte Hicham aus Rache seine Tochter in den Rollstuhl bringen. Rola El-Halabi überlebte und ist heute wieder als Boxerin aktiv.Rola El-Halabi (2008)
2012Daud RadschhaVerteidigungsminister von SyrienDamaskusAm 18. Juli 2012 fiel der syrische Verteidigungsminister Daud Radschha einem Bombenattentat auf die Teilnehmer einer Sitzung des Obersten Sicherheitsrates zum Opfer. Neben Radschha wurden auch mehrere weitere Mitglieder des Obersten Sicherheitsrates getötet oder verletzt. Unter anderem starben der stellvertretende Verteidigungsminister und ehemalige Chef des syrischen Militärgeheimdienstes Assef Schawkat, Schwager des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, sowie der Assistent des Vizepräsidenten und Minister ohne Geschäftsbereich Hasan Turkmani. Vermutlich kamen auch der Innenminister Mohammed Ibrahim al-Schaar und der Chef des Allgemeinen Geheimdienstes Hafes Makhlouf, ein Vetter des Präsidenten und enger Vertrauter von dessen Bruder Maher al-Assad, ums Leben.[30] Zu dem Attentat hat sich die Freie Syrische Armee bekannt.[31] Hintergrund des Attentats ist der Bürgerkrieg in Syrien.
2012Mohammed Nasser AhmedVerteidigungsminister von JemenSanaaAm 11. September 2012 verübten Unbekannte ein Bombenattentat auf den jemenitischen Verteidigungsminister Mohammed Nasser Ahmed. Der Verteidigungsminister wurde leicht verletzt, sieben seiner Leibwächter und sechs Passanten kamen ums Leben.[32]
2012Hassan Sheikh MohamudPräsident von SomaliaMogadischuAm 12. September 2012 sprengten sich drei Selbstmordattentäter in einem Hotel, in dem sich der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud aufhielt, in die Luft. Der Präsident überlebte unverletzt, drei Soldaten kamen ums Leben. Zu dem Attentat bekannte sich die islamistische Terrorgruppe al-Shabaab.[33]Hassan Sheikh Mohamud (2013)
2012Malala YousafzaiPakistanische BürgerrechtlerinAtta Ullah KhanMingoraAm 2. Oktober 2012 schoss der Taliban-Extremist Atta Ullah Khan auf die 14-jährige pakistanische Bürgerrechtlerin Malala Yousafzai, als diese in einen Bus steigen wollte. Sie überlebte schwer verletzt.Malala Yousafzai (2014)
2012Wissam al-HassanLibanesischer GeheimdienstchefBeirutAm 19. Oktober 2012 verübten Terroristen ein Bombenattentat auf eine christliche Parteizentrale in Beirut. Dabei wurde der libanesische Geheimdienstchef Wissam al-Hassan getötet.
2012Jyrki KatainenMinisterpräsident von FinnlandTurkuAm 23. Oktober 2012 versuchte ein Mann, der sich in der Fußgängerzone vor der Universität von Turku aufhielt, den finnischen Ministerpräsidenten Jyrki Katainen, der sich auf einer Wahlkampfveranstaltung dort aufhielt, zu erstechen. Das Attentat misslang jedoch, da Katainens Bodyguards den Mann überwältigten.Jyrki Katainen (2010)
2012Abdullah al-ChalidiSyrischer LuftwaffengeneralDamaskusAm 29. Oktober 2012 töteten syrische Rebellen den Luftwaffengeneral Abdullah al-Chalidi. Zur selben Zeit kam auch ein Oberfeldwebel des Geheimdienstes der Luftwaffe ums Leben. Hintergrund des Attentats ist der Bürgerkrieg in Syrien.
2012Ahmed al-DschabariPalästinensischer Hamas-ChefGazaAm 14. November 2012 schossen israelische Soldaten auf das Auto des Chefs der palästinensischen Terrorgruppe Hamas Ahmed al-Dschabari, der dabei getötet wurde. Dabei kam auch ein weiteres Hamas-Mitglied ums Leben.
2012Hector Camacho, Sr.US-amerikanischer ProfiboxerSan JuanAm 20. November 2012 schossen Unbekannte auf das Auto eines Freundes des ehemaligen Box-Weltmeisters Hector Camacho. Camacho befand sich zum Zeitpunkt als Beifahrer im Auto seines Freundes. Der Fahrer wurde bei der Schießerei getötet, Hector Camacho starb am 24. November an einem Herzstillstand, der die Folge des Attentats war.Hector Camacho, Sr. (2009)
2012Bargeeta AlmbySchwedische MissionarinLahoreAm 3. Dezember 2012 schossen Unbekannte auf die schwedische Missionarin Bargeeta Almby, als sie auf einem Motorrad auf dem Weg zum Arbeitsplatz war. Infolge der erlittenen Verletzungen starb sie am 12. Dezember.
2012Asadullah ChalidChef der Nationalen SicherheitsdirektionKabulAm 6. Dezember 2012 sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Gästehaus, in dem sich der afghanische Geheimdienstchef Asadullah Chalid aufhielt, in die Luft. Er überlebte mit Verletzungen im unteren Bereich des Körpers.Asadullah Chalid (2011)
2012Nadia SedikkiLeiterin der Frauenabteilung in der Verwaltung der Provinz LaghamJalalabadAm 10. Dezember 2012 wurde die Leiterin der Frauenabteilung der Verwaltung der Provinz Lagham, Nadia Sedikki, von Unbekannten auf dem Weg zur Arbeit erschossen.
2013Sakine Cansız, Fidan Dogan und Leyla SöylemezKurdische PKK-MitgliederParisAm 9. Januar 2013 wurden die Mitglieder der PKK Sakine Cansız, Fidan Dogan und Leyla Söylemez von Unbekannten in ihrem Büro im Informationszentrum Kurdistan in Paris erschossen.
2013Ahmed DoganParteichef der DPSSofiaAm 19. Januar 2013 versuchte ein 25-jähriger Angehöriger der türkischen Minderheit in Bulgarien den Parteichef der DPS, Ahmed Dogan, als dieser auf einem Parteitag eine Rede hielt, mit einer Gaspistole zu erschießen. Das Attentat schlug fehl, da die Waffe eine Ladehemmung hatte und die Polizei den Mann im Anschluss überwältigen konnte.Ahmed Dogan (2009)
2013Abdi Farah ShirdonPremierminister SomaliasMogadischuAm 29. Januar 2013 sprengte sich ein Selbstmordattentäter vor dem Büro des somalischen Ministerpräsidenten Abdi Farah Shirdon Saaid in die Luft. Der Ministerpräsident überlebte unverletzt, fünf Menschen wurden getötet, mehrere verletzt. Zum Attentat bekannte sich die islamistische Terrorgruppe al-Shabaab.[34]Abdi Farah Shirdon (2013)
2013Parujr AjrikjanArmenischer PräsidentschaftskandidatJerewanAm 1. Februar 2013 schoss ein Unbekannter auf den armenischen Präsidentschaftskandidaten Parujr Ajrikjan, als sich dieser vor seinem Haus aufhielt. Er überlebte mit einer schweren Schulterverletzung.
2013Lars HedegaardDänischer IslamkritikerKopenhagenAm 5. Februar 2013 schoss ein Unbekannter während eines Handgemenges in Kopenhagen auf den Islamkritiker Lars Hedegaard, der unverletzt blieb. Der Täter wurde in einer sofort ausgelösten Großfahndung gejagt.
2013Chokri BelaïdTunesischer OppositionspolitikerTunisAm 6. Februar 2013 wurde der tunesische Oppositionspolitiker Chokri Belaïd vermutlich von Mitgliedern der islamistischen Ennahda-Partei erschossen, als er sein Haus verlassen wollte. Daraufhin kam es zu Unruhen im ganzen Land. Rund 1000 Tunesier protestierten vor dem Innenministerium und riefen dabei „Schande, Schande!“ und „Wo ist die Regierung?“. In Mezzouna wurde das Büro der Ennahda-Partei in Brand gesetzt, in Gafsa verwüsteten Demonstranten Büroräume der Partei.Chokri Belaïd (2012)
2013Hasan ShatiriIranischer Repräsentant für Entwicklung und Bebauung im LibanonDamaskusAm 14. Februar 2013 wurde der iranische Repräsentant für Entwicklung und Bebauung im Libanon Hasan Shatiri auf dem Weg von Damaskus nach Beirut in seinem Auto von syrischen Rebellen angegriffen und getötet. Der Anschlag soll der Hisbollah gegolten haben.
2013Nikolai NesterenkoBürgermeisterkandidat von AnapaAnapaAm 22. Februar 2013 wurde der Bürgermeisterkandidat von Anapa Nikolai Nesterenko von einem Unbekannten angeschossen, als er sich in seinem Auto auf Wahlkampftour aufhielt. Sein Fahrer wurde getötet, er erlitt eine Wunde am Arm und eine am Körper. Das Attentat misslang, da der Täter fliehen konnte.
2013Mohamed Yusuf al MagariafPräsident von LibyenTripolisAm 5. März 2013 schossen Unbekannte auf das Auto des libyschen Präsidenten Mohamed Yusuf al Magariaf, als dieser gerade auf dem Heimweg war. Zuvor hatten Demonstranten während einer Parlamentssitzung das Gebäude gestürmt, in dem die Abgeordneten tagten. Magariaf überlebte unverletzt. Hintergrund des Attentats war, dass die Demonstranten die Parlamentarier zwingen wollten, ein Gesetz zu verabschieden, das ehemaligen Funktionären aus der Ära des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi verbietet, sich politisch zu betätigen.Mohamed Yusuf al Magariaf (2012)
2013Khalif Ahmed ErigSomalischer SicherheitschefMogadischuAm 18. März 2013 jagte ein Terrorist der al-Shabaab ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf einer belebten Straße vor dem Präsidentenpalast in die Luft. Dabei wurde der somalische Sicherheitschef Khalif Ahmed Erig getötet.[35]
2013Rüdiger ButteLandrat des Landkreises Hameln-PyrmontHans B.[36]HamelnAm 26. April 2013 wurde Rüdiger Butte gegen 10 Uhr in seinem Büro im Kreishaus des Landkreises Hameln-Pyrmont von einem 74-jährigen Mann mit einem einzelnen Schuss aus einem Revolver niedergeschossen; er starb noch am Tatort. Der Täter stammte aus Nienstedt; er tötete sich anschließend selbst.[37]
2013Wael al-HalkiMinisterpräsident SyriensDamaskusAm 29. April 2013 explodierte eine Bombe in der Nähe des Konvois des syrischen Ministerpräsidenten Wael al-Halki. Der Ministerpräsident überlebte unverletzt, es wurden sechs Menschen getötet.[38]Wael al-Halki (2014)
2013Zara Shahid HussainPakistanische PolitikerinKaratschiAm 18. Mai 2013 wurde die Politikerin Zara Shahid Hussain vor ihrem Haus von zwei Männern erschossen. Hintergrund war, dass die Partei MQM Parteimitglieder der Partei PTI, der Hussain angehörte, beleidigt hatten und die Gewalt nun eskalierte.[39]
2013Nand Kumar PatelVorsitzender des Indischen Nationalkongresses von ChhattisgarhChhattisgarhAm 25. Mai 2013 zündeten maoistische Rebellen eine Bombe vor einem Konvoi mit Politikern des Indischen Nationalkongresses und schossen anschließend auf den Konvoi. Dabei wurde der Kongressvorsitzende von Chhattisgarh Nand Kumar Patel getötet.[40]
2013Mohamed BrahmiTunesischer OppositionspolitikerArianaAm 25. Juli 2013 wurde der tunesische Oppositionspolitiker Mohamed Brahmi von Unbekannten vor seinem Haus in Ariana erschossen. Daraufhin protestierten tausende Tunesier im ganzen Land gegen politisch motivierte Gewalt. In Menzel Bouzaiane zündeten Demonstranten das lokale Hauptquartier der islamistischen Ennahda-Partei an.Mohamed Brahmi (2012)
2013Ali Mohammad JattackPakistanischer PolitikerQuettaAm 9. August 2013 schossen Unbekannte auf das Fahrzeug des ehemaligen pakistanischen Regionalministers Ali Mohammad Jattack, als dieses an einer Moschee in Quetta vorbeifuhr. Dabei wurden mehrere Menschen, die zu diesem Zeitpunkt aus der Moschee kamen, getötet und 27 verletzt. Jattack blieb unverletzt.
2014Anja NiedringhausDeutsche FotografinBanda KhelAm 4. April 2014 wurde die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus von einem Polizisten erschossen, als sie in einem Autokonvoi durch die Straßen fuhr, um über die Präsidentschaftswahlen in Afghanistan zu berichten. Vor der Tat soll der Täter „Allahu akbar“ gerufen haben.[41]
2014Roy Ravana JuniorFidschianischer LeichtathletFruitridgeAm 9. Juni 2014 wurde der Leichtathlet Roy Ravana Junior von 2 Jugendlichen im Auftrag der Noreno-Straßengang getötet.
2014Oleh BabajewUkrainischer PolitikerKrementschukAm 26. Juli 2014 wurde der ukrainische Politiker Oleh Babajew in der Nähe seines Hauses erschossen.Oleh Babajew (2011)
2015Boris Jefimowitsch NemzowRussischer PolitikerSaur DadajewMoskauAm 27. Februar 2015 wurde Nemzow durch vier Schüsse getötet.Boris Nemzow (2014)
2015Henriette RekerDeutsche PolitikerinFrank S.KölnAm 17. Oktober 2015 wurde Reker bei einem Wahlkampftermin zur Oberbürgermeisterwahl in Köln durch Messerstiche schwer verletzt.Henriette Reker (2015)
2016Jo CoxBritische PolitikerinThomas M.BirstallAm 16. Juni 2016 wurde Cox nach einer Bürgersprechstunde auf der Market Street in Birstall von dem 52-jährigen Thomas M. angeschossen und niedergestochen. Cox starb noch am gleichen Tag an den Folgen. Die Tat stand mutmaßlich im Zusammenhang mit dem britischen Referendum über einen Austritt aus der EU (Brexit). Cox setzte sich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ein.[42]
2016Pawel Grigorjewitsch ScheremetBelarussischer JournalistKiewAm 20. Juli 2016 wurde Scheremet auf dem Weg zur Arbeit durch eine Autobombe getötet.Pawel Grigorjewitsch Scheremet (2014)
2016Andrei Gennadjewitsch KarlowRussischer Botschafter in der TürkeiMevlüt A.AnkaraAm 19. Dezember 2016 wurde Karlow angeschossen und getötet.Andrei Gennadjewitsch Karlow (2016)
2017Kim Jong-namÄltester Sohn von Kim Jong-ilSepangAm 13. Februar 2017 wurde Kim Jong-nam am Flughafen Kuala Lumpur in Malaysia vergiftet, nachdem ihm eine Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt wurde. Wenige Tage später wurde das Nervengas VX nachgewiesen.
2017Denis Nikolajewitsch WoronenkowRussischer PolitikerKiewAm 23. März 2017 wurde Denis Nikolajewitsch Woronenkow im Zentrum von Kiew erschossen. Der Attentäter erlag später im Krankenhaus den Verletzungen, die der Leibwächter Woronenkows ihm zufügte.Denis Nikolajewitsch Woronenkow
2017Loukas PapadimosEhemaliger Vizepräsident der Europäischen Zentralbank und ehemaliger griechischer MinisterpräsidentAthenAm 25. Mai 2017 explodierte eine Briefbombe, die Loukas Papadimos und einen seiner Sicherheitsleute verletzte. Papadimos wurde sofort operiert.Loukas Papadimos (2007)
2017Daphne Caruana GaliziaMaltesische Journalistin und BloggerinBidnijaAm 16. Oktober 2017 starb Daphne Caruana Galizia durch eine Autobombe.
2017Andreas HollsteinDeutscher Politiker (CDU) und Bürgermeister von AltenaAltenaAndreas Hollstein wurde am 27. November 2017 von einem rassistischen Angreifer mit einem Messer am Hals verletzt und sofort operiert.Andreas Hollstein (2017)
2018Oliver IvanovićKosovo-serbischer PolitikerSeverna Kosovska MitrovicaAm 16. Januar 2018 wurde Oliver Ivanović in Mitrovica im Nordkosovo von einer unbekannten Person erschossen.Oliver Ivanović (2011)
2018Ján KuciakSlowakischer JournalistMiroslav MarčekTrnavaAm 21. Februar 2018 wurden Ján Kuciak und seine Freundin in seinem Haus von dem Auftragsmörder und ehemaligen Soldaten Miroslav Marček erschossen.
2018Sergei Wiktorowitsch SkripalRussischer Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU und Agent des MI6SalisburyAm 4. März 2018 wurden Sergei Wiktorowitsch Skripal und seine Tochter Opfer der giftigen Substanz Nowitschok.[43] Beide schwebten in Lebensgefahr. Tatverdächtig sind zwei russische Staatsangehörige und Mitglieder des GRU.
2019Paweł AdamowiczVon 1998 bis zu seinem Tod der Stadtpräsident der polnischen Stadt DanzigStefan W.DanzigAm 13. Januar 2019 wurde auf Paweł Adamowicz während einer Wohltätigkeitsveranstaltung ein Messerattentat verübt. Er verstarb am nächsten Tag im Krankenhaus.[44]Paweł Adamowicz (2018)
2019Nipsey HussleUS-amerikanischer RapperLos AngelesNipsey Hussle wurde am 31. März 2019 vor seinem Bekleidungsgeschäft Marathon Clothing in Los Angeles erschossen.Nipsey Hussle (2011)
2019Walter LübckeDeutscher Politiker (CDU) und Regierungspräsident im Regierungsbezirk KasselStephan E.Wolfhagen-IsthaWalter Lübcke wurde am 2. Juni 2019 vor seinem Wohnhaus mit einem Kopfschuss getötet.Walter Lübcke (2009)
2019Fritz von WeizsäckerDeutscher Mediziner, Sohn des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von WeizsäckerGregor S.BerlinAm 19. November 2019 wurde Fritz von Weizsäcker während eines Vortrags in der Schlosspark-Klinik von dem psychisch kranken Gregor S. erstochen.
2019Selimchan Sultanowitsch ChangoschwiliAsylsuchender georgischer Tschetschene und Teilnehmer am Zweiten TschetschenienkriegWadim Nikolajewitsch KrassikowBerlinAm 23. August 2019 wurde Selimchan Changoschwili in Berlin im Kleinen Tiergarten von Wadim Nikolajewitsch Krassikow erschossen. Das Attentat wurde auf Befehl russischer Stellen hin ausgeführt.

2020er Jahre

JahrOpferStellungTäterOrtKurzbeschreibungBild
2020Abdalla HamdokPremierminister des SudanKhartumAm 9. März 2020 überlebte Abdalla Hamdok eine Explosion nahe seinem Fahrzeugkonvoi. Ein Sicherheitsoffizier wurde leicht verletzt.[45]Abdalla Hamdok (2019)
2020Hisham al-HashimiIrakischer Historiker und TerrorismusexperteBagdadAm 6. Juli 2020 wurde Hisham al-Hashimi in seinem Auto von mindestens einem Attentäter angeschossen und starb später im Krankenhaus.Hisham al-Hashimi (2020)
2020Alexei Anatoljewitsch NawalnyRussischer AktivistRusslandAm 20. August 2020 wurde Nawalny Opfer eines Giftanschlags auf einem innerrussischen Flug von Tomsk nach Moskau.[46]Alexei Nawalny (2017)
2020Amrullah SalehVizepräsident AfghanistansKabulAm 9. September 2020 wurde ein Autobombenanschlag auf den Konvoi Salehs verübt, als dieser eine Straße in Kabul entlangfuhr. Es wurden zehn Personen, darunter Leibwächter, getötet und mindestens zwölf verletzt. Die Verantwortlichen sind unbekannt; die Taliban wiesen die Verantwortung für den Anschlag zurück.[47][48]Amrullah Saleh (2011)
2020Mohsen FachrisadehIranischer Kernphysiker, Hochschullehrer und RevolutionsgardistTeheran (Provinz)Am 27. November 2020 wurde Mohsen Fachrisadeh bei einem Attentat getötet, als er sich nahe Teheran in einem Fahrzeug befand. Zwölf Angreifer detonierten zunächst eine Autobombe und eröffneten dann das Feuer auf ihn und seine Leibwächter, mehrere Bodyguards wurden getötet. Fachrisadeh starb später im Krankenhaus.[49]
2020Freschta KohistaniAfghanische Politikerin und BürgerrechtlerinProvinz KapisaAm 24. Dezember 2020 wurde Freschta Kohistani zusammen mit ihrem Bruder von bewaffneten Angreifern getötet. Die Tat fällt in Zusammenhang mit Attentaten in den zurückliegenden Tagen und Wochen auf verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die in Gegnerschaft zu den Taliban standen.[50]
2021Lokman SlimLibanesischer Verleger, Filmemacher, Publizist und KulturvermittlerZahrani, Distrikt SidonNachdem Lokman Slim am 3. Februar 2021 im Dorf Niha verschwunden war, wurde er am Morgen des 4. Februar erschossen in seinem Auto nahe dem Dorf Zahrani aufgefunden. Slim war ein Kritiker der Hisbollah.[51]Lokman Slim (2018)
2021Fathi BashaghaLibyscher Innenminister der Regierung as-SarradschTripolisAm 21. Februar 2021 wurde der Konvoi, mit dem Fathi Bashagha unterwegs war, im Westen der libyschen Hauptstadt Tripolis von Bewaffneten angegriffen. Die Leibwächter des Ministers konnten den Angriff abwehren, einen Angreifer töten und zwei von ihnen gefangen nehmen. Ein Leibwächter wurde verletzt. Bashagha hatte im Vorfeld den kriminellen Kräften in der Hauptstadt den Kampf angesagt.[52]
2021Luca AttanasioDiplomat und Botschafter der Italienischen Republik in der Demokratischen Republik KongoNahe GomaAm 22. Februar 2021 verstarb Luca Attanasio in Goma, nachdem sein Konvoi zuvor nahe der Stadt von bewaffneten Angreifern attackiert worden war. Attanasio, der für das Welternährungsprogramm in der Region unterwegs war, hatte dabei Schusswunden erlitten. Bei dem Angriff starben ebenfalls der Fahrer seines Wagens und ein Leibwächter.[53]
2021Giorgos KaraivazGriechischer Journalist und BloggerAlimosAm 9. April 2021 wurde Giorgos Karaivaz vor seinem Haus in Alimos bei Athen mit zehn Schüssen getötet. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera waren zwei Personen auf einem Motorroller zu sehen, die als Täter in Frage kommen. Vermutet wird eine Ausführung durch professionelle Akteure.[54]
2021Peter R. de VriesNiederländischer investigativer Journalist und PublizistAmsterdam Am 6. Juli 2021 wurde Peter R. de Vries in Amsterdam auf offener Straße niedergeschossen und starb neun Tage später, am 15. Juli, an seinen Verletzungen.[55]Peter R. de Vries (2017)
2021Jovenel MoïseHaitianischer Landwirtschaftsunternehmer und PräsidentPort-au-PrinceAm 7. Juli 2021 wurde Jovenel Moïse erschossen.[56][57][58]Jovenel Moïse (2017)
2021David AmessBritischer Politiker der Conservative PartySouthend-on-SeaAm 15. Oktober 2021 wurde auf den britischen Politiker Sir David Amess während einer Bürgersprechstunde in einer Kirche in Leigh-on-Sea in seinem Wahlkreis eingestochen. Er erlag seinen Verletzungen noch am Ort des Geschehens.[59]David Amess (2021

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Waterson, James, The Ismaili Assassins. A history of medieval murder (Yorkshire, 2008) 79
  2. Wolfram Siemann: 1848/49 in Deutschland und Europa. Ereignis, Bewältigung, Erinnerung. Schöningh, Paderborn u. a. 2006, S. 212.
  3. Apuntes juridicos con todos los detalles referentes al delito y a la persona del regicida d. Martin Merino y Gomez. H. Beneses, Madrid 1852 (spanisch).
  4. a b Napoleon III. In: Brockhaus Konversations-Lexikon 1894–1896, 12. Band, S. 179.
  5. L’Affaire Pianori! In: patamargerand.chez.com. 12. Dezember 2007, abgerufen am 28. April 2019 (französisch).
  6. Annuaire historique universel ou histoire politique pour 1855. Lagny, 1856, S. 312 (französisch, Volltext in der Google-Buchsuche [abgerufen am 14. März 2020]).
  7. Causa sobre supuesto atentado contra S. M. la Reina en la calle del Arenal, el día 29 de mayo último. In: El Faro Nacional. Band 2. Madrid 1856, S. 149 ff. (spanisch, Volltext in der Google-Buchsuche [abgerufen am 26. August 2020]).
  8. Patrick Kingston: Royal Trains. London 1985. ISBN 0-7153-8594-1, S. 140.
  9. Politische Rundschau. In: Liechtensteiner Volksblatt. 23. November 1900, abgerufen am 1. März 2021.
  10. Peter Strotmann: Das Attentat, das keines war. In: Portal Geschichte auf der Website des Weser-Kuriers. Abgerufen am 1. März 2021.
  11. 3-10 Assassination of Prime Minister HARA. In: ndl.go.jp. Abgerufen am 3. April 2019 (englisch, japanisch).
  12. Kurzmeldung. In: Erich Alsringhaus (Hrsg.): Sozialistischer Pressedienst. Sozialistischer Pressedienst, Berlin 5. März 1932, S. 7 (Digitalisat [PDF; abgerufen am 26. April 2015] Zitat aus der Meldung: „Botschaftsrat von Twardowski wurde durch einen Streifschuss am Halse und durch einen Steckschuss in die Hand verletzt. … Sein Befinden ist den Umständen nach befriedigend.“).
  13. Ulrich Gutmair: Katja Petrowskaja über Erinnerung – Ich hatte zwei Großmütter. In: taz.de. 29. März 2014, abgerufen am 28. März 2019.
  14. Hinter geschlossenen Türen. In: Der Kompaß. 31. Jahrgang, Nr. 61. Curitiba (Brasilien) Juni 1932, S. 1 (amigbrasil.org [PDF; 1,4 MB; abgerufen am 25. Februar 2021] Der Kompaß war eine von 1902 bis 1938 dreimal pro Woche in Brasilien erscheinende deutschsprachige Zeitung): „Der Anschlag auf den deutschen Botschaftsrat in Moskau, von Twardowski hat den gerichtlichen Abschluß erfahren. Judas Miranowitsch Stern und Sergej Sergejewitsch Wassiljew sind bereits erschossen und die Karabiner der GPU-Exekutoren auch schon gereinigt. […] Am 5. März gab Judas Stern 5 Schüsse ab aus dem Naganrevolver auf den deutschen Horchwagen mit der Erkennungsnummer 279 […] die Gegenstand einer zweitägigen Gerichtsverhandlung waren. Den Ausgang dieses Prozesses kennen wir. Was wir aber nicht erfuhren, ist, ob der Prozeß Klarheit schuf über die Beweggründe dieser verwerflichen Tat. […] Stern erklärte wörtlich: ‚Ich bekenne mich der Tat schuldig, muß aber erklären, daß die Formulierung der Anklage nicht richtig ist. Ich erkenne sie nicht an. Diese Formulierung (der Anklage) ist das Resultat einer nichteuropöischen (unzivilisierten) Voruntersuchungsmethode.‘ Auch die Unterschrift, die auf den Voruntersuchungsakten angeblich die seine sein soll, erkennt Stern nicht an!
  15. Der Moskauer Prozess. In: Erich Alsringhaus (Hrsg.): Sozialistischer Pressedienst. Sozialistischer Pressedienst, Berlin 6. April 1932, S. 1 f. (Digitalisat [PDF; abgerufen am 26. April 2015] Zitat aus der Meldung: „Der zweitägige Prozess, der mit dem Todesurteil gegen die beiden Angeklagten Stern und Wassiljew geendet hat, hat keinerlei Aufklärung über die Motive der Tat gebracht, obwohl sich die Sowjetregierung die grösste Mühe gegeben hat, diese Tat progaganistisch für ihre Zwecke auszuwerten.“).
  16. George Andrew McMahon: attempt on the life of H.M. King Edward VIII at Constitution Hill on 16 July, 1936. (Nicht mehr online verfügbar.) In: nationalarchives.gov.uk. Archiviert vom Original am 10. März 2014; abgerufen am 27. Januar 2021 (englisch).
  17. Bart ab. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1961 (online).
  18. Лев Ребет – демократ в ОУН і перша жертва КГБ. Artikel zu Lew Rebet. In: istpravda.com.ua. 12. Oktober 2011, abgerufen am 13. Juni 2020 (ukrainisch).
  19. Bandera: Immer Angst. In: Der Spiegel. Nr. 44, 1959 (online).
  20. Rudolf Balmer: Le Pen – eine schrecklich politische Familie. In: nzz.ch. 24. März 2017, abgerufen am 7. Juli 2020.
  21. Miguel González: Un informe oficial italiano implica en el crimen de Atocha al ‘ultra’ Cicuttini, relacionado con Gladio. In: elpais.com. 1. Dezember 1990, abgerufen am 10. Dezember 2019 (spanisch).
  22. Leading reformer shot in Iran. In: BBC News, 12. März 2000, abgerufen am 13. März 2020 (englisch).
  23. Iran jails Hajjarian gunman. In: BBC News, 17. Mai 2000, abgerufen am 13. März 2020 (englisch).
  24. Video – tagesschau vor 20 Jahren, 26. April 2000. In: tagesschau.de. Abgerufen am 2. Mai 2020.
  25. Belgrad: Milosevic-Vertrauter erschossen. In: Spiegel Online, 26. April 2000, abgerufen am 2. Mai 2020.
  26. Wolfgang Libal: Neuerliche Verhandlung im Mordfall Arkan vor dem Bezirksgericht Belgrad: 49 Morde und noch kein Urteil. In: Wiener Zeitung Online, 3. Februar 2003, abgerufen am 2. Mai 2020.
  27. Stephan Israel: Präsident Milosevic nutzt Todesschuss auf Vertrauten zur Hetze gegen die Opposition. In: tagesspiegel.de. 14. Mai 2000, abgerufen am 1. Oktober 2020.
  28. Jan-Eric Lindner: Ärzte: Kusch-Attentäterin leidet an Schizophrenie. In: abendblatt.de. 16. Februar 2004, abgerufen am 7. Januar 2020.
  29. Afghanistan – Minister bei Anschlag getötet. In: Focus Online. 21. März 2004, abgerufen am 9. Mai 2020.
  30. Raniah Salloum: Krieg in Syrien – Angriff auf Assads engste Vertraute. In: Spiegel Online. 18. Juli 2012, abgerufen am 1. November 2020.
  31. Rebellen töten Assads Schwager und Syriens Innenminister – Assads engste Vertraute sterben bei Anschlag. In: Focus Online. 18. Juli 2012, abgerufen am 1. November 2020.
  32. Jemen – Tote bei Anschlag auf Verteidigungsminister. In: Spiegel Online. 11. September 2012, abgerufen am 17. Januar 2021.
  33. Somalias Präsident überlebt Anschlag zwei Tage nach Wahl. In: welt.de. 12. September 2012, abgerufen am 12. März 2020.
  34. Anschlag in Somalia – Tote und Verletzte in Mogadischu. In: stern.de. 29. Januar 2013, abgerufen am 3. Januar 2021.
  35. Somalia – Zehn Tote bei Anschlag in Mogadischu. In: faz.net. 18. März 2013, abgerufen am 10. Dezember 2020.
  36. Eberhard Wedler, Daniel Puskepeleitis, Angelika Pickardt: Täter war ein vorbestrafter Waffennarr. In: bild.de. 26. April 2013, abgerufen am 7. Oktober 2020.
  37. Niedersachsen – Mann erschießt Landrat von Hameln-Pyrmont. In: Spiegel Online. 26. April 2013, abgerufen am 15. Juli 2020.
  38. Damaskus: Syriens Regierungschef überlebt Bombenanschlag. In: zeit.de. 29. April 2013, abgerufen am 10. Dezember 2018.
  39. Reformpolitikerin bei Anschlag getötet. In: kurier.at. 19. Mai 2013, abgerufen am 18. April 2020.
  40. Rebellen töten Politiker in Indien. In: zeit.de. 26. Mai 2013, abgerufen am 3. Februar 2020.
  41. Afghanistan – Kriegsfotografin Anja Niedringhaus erschossen. In: tagesspiegel.de. 5. April 2014, abgerufen am 24. September 2019.
  42. Mutmaßlicher Mörder von Jo Cox: „Mein Name ist: Tod den Verrätern“. In: Spiegel Online. 18. Juni 2016, abgerufen am 20. Juni 2016.
  43. Russian spy: Highly likely Moscow behind attack, says Theresa May. In: bbc.com. 13. März 2018, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
  44. Polen – Danziger Bürgermeister Adamowicz nach Messerattentat gestorben. In: Spiegel Online. 14. Januar 2019, abgerufen am 14. November 2019.
  45. Sudan PM survives assassination attempt in Khartoum. In: africanews.com. 9. März 2020, abgerufen am 10. März 2020 (englisch).
  46. Nawalny laut Bundesregierung mit Nervenkampfstoff vergiftet. In: Spiegel Online. 2. September 2020, abgerufen am 2. September 2020.
  47. Amrullah Saleh – Afghanistans Vizepräsident überlebt Bombenattentat. In: Spiegel Online. 9. September 2020, abgerufen am 16. September 2020.
  48. Afghanistan – Anschlag auf Vizepräsident Saleh. In: dw.com. 9. September 2020, abgerufen am 29. November 2020.
  49. Mohsen Fakhrizadeh, Iran's top nuclear scientist, assassinated near Tehran. In: British Broadcasting Corporation. 28. November 2020, abgerufen am 29. November 2020 (englisch).
  50. Gewalt in Afghanistan: Frauenrechtlerin ermordet. In: taz.de. 25. Dezember 2020, abgerufen am 6. Januar 2021.
  51. Laudy Issa: Lokman Slim, activist and Hezbollah critic, found shot dead in South Lebanon. In: beirut-today.com. 4. Februar 2021, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  52. In Tripolis: Attentat auf Libyens Innenminister: Feuer aus gepanzertem Fahrzeug. In: T-online.de, 21. Februar 2021, abgerufen am 23. Februar 2021.
  53. Bewaffneter Überfall auf Konvoi: Italiens Botschafter im Kongo getötet. In: tagesschau.de. 22. Februar 2021, abgerufen am 23. Februar 2021.
  54. Verena Schälter: Journalistenmord in Griechenland – Warum musste Giorgos Karaivaz sterben? In: dw.com. 12. April 2021, abgerufen am 18. April 2021.
  55. Niederländischer Reporter de Vries nach Anschlag gestorben. In: tagesspiegel.de. 15. Juli 2021, abgerufen am 18. November 2021.
  56. Alexandra Ma, Bill Bostock, Kelly McLaughlin: The president of Haiti was assassinated at home. In: businessinsider.com. 7. Juli 2021, abgerufen am 16. August 2021 (englisch).
  57. Haiti – Präsident Moïse ermordet. In: tagesschau.de. 7. Juli 2021, abgerufen am 27. September 2021.
  58. Anne Demmer: Mord an Haitis Präsident – „Eine barbarische Tat“. In: tagesschau.de. 7. Juli 2021, abgerufen am 21. Oktober 2021.
  59. Tory-Abgeordneter stirbt nach Messerangriff. In: www.tagesschau.de. 15. Oktober 2021, abgerufen am 15. Mai 2022.

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photo de la plaque de la Place Dulcie September à Paris
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König Wilhelm I. v. Preußen in großer Generalsuniform; nach 1870

Wilhelm I. ist in Generalsuniform (sog. "gestickter Rock" [-> die Bezeichnung rührt von der Eichenlaubstickerei am Kragen und den Aufschlägen her]) mit großer Ordensdekoration dargestellt. Da das Bild schwarz-weiß: Zur Farbgebung: Der Rock dunkelblau, der Kragen und die -sog. "schwedischen"- Ärmelaufschläge rot, mit goldener Eichenlaubstickerei. Schultergeflecht, Achselband und Knöpfe ebenfalls golden.

Der im Hintergrund rechts auf dem Sessel oder Stuhl liegende Hermelinmantel verweist dezent auf die Stellung/Königswürde Wilhelms (sonst könnte es sich bei dem Dargestellten ja auch um einen anderen Kgl. preuß. Offizier im Generalsrang handeln...).

Orden: Er trägt (vermutlich) das orangefarbene Schulterband des Schwarzer-Adlerordens und den dazugehörigen Bruststern (etwas verdeckt) [- definitiv lässt sich das nicht sagen, da 1. die Abbildung nicht farbig, 2. das Kleinod des Ordens nicht zu sehen und 3. auch der Bruststern nicht genau genug zu erkennen. - Es ist aber so. -> vgl. auch andere Darstellungen. Andere/ausländische Orden zur inländischen d. h. preußischen Generalsuniform wäre nicht üblich.]

Halsorden:

1. Großkreuz (-> erkennbar an dem Mittelmedaillon) des Ordens Pour le Mérite. Dadurch auch die Datierung möglich: Das Großkreuz zu diesem vorher einklassigen Orden wurde erst von Wilhelm I. selbst gestiftet. Er trug es erst nach dem siegreichen Krieg 1870/71.

2. Kette der Komture des Königlichen Hausordens v. Hohenzollern.
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قبر ألكسندر ليتفينينكو في مقبرة هاي جيت بلندن ، المملكة المتحدة
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Portrait of Ito Hirobumi (伊藤博文, 1841 – 1909)
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François Darlan, sans date.
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Die Ermordung des Herzogs von Berry de:Charles Ferdinand de Bourbon durch den Sattler de:Pierre Louis Louvel im Jahr 1820 in Paris.
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French Prime Minister George Clemenceau, British Premier David Lloyd-George and Italian Prime Minister Vittorio Emanuele Orlando.
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Luigi Montabone (18..-1877) - Amadeo I of Savoy (1845-1890) Duke of Aosta, and King of Spain.
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Theo van Gogh (23. Juli 1957 – 2. November 2004), niederl. Regisseur, TV-Producer, Publizist, Schauspieler, ermordet von einem islam. Terroristen
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Assassination of general Kleber, workshop of Antoine Jean Gros, baron Gros (1771-1834). Oil oncanvas, on display at Strasbourg Historical museum, accession number MH 941
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Eine zeitgenössische Darstellung des Zulu-Häuptling Shaka. Stich aus dem Jahre 1824.

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Gedenkstein an das Attentat der RAF in Karlsruhe
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Official portrait of United States Representative Gabrielle Giffords.
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Cover of "Le Petit Journal" illustrating the assassination of Gaston Calmette, journalist and director of "Le Figaro", by Henriette Caillaux, wife of French Minister of Finance Joseph Caillaux. Caption: "Tragique épilogue d'une querelle politique. Mme Caillaux, femme du ministre des finances, tue à coups de revolver M. Gaston Calmette, directeur du Figaro."
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An engraving of James A. Garfield's assassination, published in Frank Leslie's Illustrated Newspaper. The caption reads "Washington, D.C.—The attack on the President's life—Scene in the ladies' room of the Baltimore and Ohio Railroad depot—The arrest of the assassin / from sketches by our special artist's [sic] A. Berghaus and C. Upham."
President Garfield is at center right, leaning after being shot. He is supported by Secretary of State James G. Blaine who wears a light colored top hat. To left, assassin Charles Guiteau is restrained by members of the crowd, one of whom is about to strike him with a cane.
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King Conrad I of Jerusalem
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Retrato de la reina Isabel II de España (1830-1904), que fue reina de España desde 1833 hasta 1868 y era hija del rey Fernando VII de España y de María Cristina de Borbón-Dos Sicilias.
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Secretary of Defense Donald H. Rumsfeld (left) escorts Lebanese Prime Minister Rafiq Hariri into the Pentagon on April 25, 2001. Rumsfeld and Hariri will meet to discuss a range of regional policy and security issues of interest to both nations.
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David Amess
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Description: Regierungsgebäude Zug von der Uferpromenade aus fotografiert. Erbaut 1868 - 1871 nach den Plänen des Zürcher Staatsbauinspektors Johann Caspar Wolff. Sitz des Kantons- und Regierungsrats.

  • Source: photo taken by me, April 2004
  • Photographer: Baikonur
Saeed Hajjarian 1394.jpg
(c) Tasnim News Agency, CC BY 4.0
Saeed Hajjarian in an interview with Tasnim News Agency.
Ruslan Yamadayev 2004.jpg
(c) Kremlin.ru, CC BY 4.0
Ruslan Yamadayev, a Russian military leader and politician.
Lee harvey oswald.jpg
Foto von Lee Harvey Oswald
Official Photographic Portrait of S.W.R.D.Bandaranayaka (1899-1959).jpg
Official Photographic Portrait of fourth Prime Minister of Ceylon (Sri Lanka),Hon S.W.R.D.Bandaranayaka-served from 1956 to until his assassination in 1959
Placa Carrero Blanco.jpg
Plaque in Madrid, Spain, commemorating the 1st anniversary of the death of Luis Carrero Blanco, prime minister of Spain during the dictatorship of the Caudillo Francisco Franco, who was killed by car bomb organized by the independentist paramilitars of the ETA. The plaque is in Calle Claudio Coello, on the facade of the church of St. Francis Borgia
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Niketerion (victory medallion) bearing the effigy of king Philip II of Macedon, 3nd century AD, probably minted during the reign of Emperor Alexander Severus.
José Ramos-Horta Portrait.jpg
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East Timor President José Ramos Horta and Brazilian President Luiz Inácio Lula da Silva
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Portrait of Russian Emperor Paul I
label QS:Lru,"Портрет Российского Императора Павла I"
label QS:Len,"Portrait of Russian Emperor Paul I"
Bundesarchiv Bild 146-1989-072-16, Matthias Erzberger.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 146-1989-072-16 / Kerbs, Diethart / CC BY-SA 3.0 DE
Es folgt die historische Originalbeschreibung, die das Bundesarchiv aus dokumentarischen Gründen übernommen hat. Diese kann allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein. Info non-talk.svg
Nationalversammlung in Weimar 1919.

Die neue Regierung im Weimarer Schloß. Erzberger - Minister in der Weimarer Regierung. (Zentrums-Abgeordneter und Schriftsteller. Wurde 1921 ermordet).
Bild: 9139. Weimar: 1919 Negativ: 239

Diethart Kerbs, Berlin
Pervez Musharraf 2004.jpg
Autor/Urheber: Antônio Cruz/ABr, Lizenz: CC BY 3.0 br
Pakistan president Pervez Musharraf.
Asadullah Khalid in June 2011-cropped.jpg
Minister of Border and Tribal Affairs, Asadullah Khalid, attends the inauguration of the Access English program at Rahman Baba High School in Kabul, Afghanistan on Saturday, June 4, 2011.
Mohsen Fakhrizadeh 5.jpg
(c) Tasnim News Agency, CC BY 4.0
تصویر محسن فخری زاده، فرمانده سپند وزارت دفاع
Bundesarchiv B 145 Bild-00048010, Fritz von Twardowski.jpg
(c) Bundesarchiv, B 145 Bild-00048010 / Bauer, Georg / CC-BY-SA
Staatssekretär Fritz von Twardowski, Sprecher der Bundesregierung und Chef des Presse- und Informationsamtes (1950-1952).
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Vyacheslav Konstantinovich von Plehve (1846 - 1904), Russian Minister of the Interior of Russia from 1902 till 1904; assasinated
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Haj Ali Razmara, prime minister of Iran
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Francisco "Pancho" Villa (1877–1923), Mexican revolutionary general, wearing bandoliers in front of an insurgent camp.
Charles de Gaulle-1963.jpg
(c) Bundesarchiv, B 145 Bild-F015892-0010 /
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Charles de Gaulle
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Theodore Roosevelt (1858–1919), Präsident der Vereinigten Staaten von 1901 bis 1909, Friedensnobelpreisträger des Jahres 1906.
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de:Eduard Kullmann (rechts) schießt am 13. Juli 1874 auf Reichskanzler de:Otto von Bismarck
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Detail of the Anton (Josef) Čermák monument in Kladno (ČSA street), Czech Republic
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© Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Andreas Hollstein in der WDR-Sendung "Maischberger" am 21.11.2017
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Gerald Ford, Offizielles Portrait des Präsidenten.
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Retrato del politico e historiador español Antonio Cánovas del Castillo (1828-1897), que llegó a ser presidente del Consejo de Ministros de España en varias ocasiones y murió asesinado por el anarquista Michele Angiolillo en 1897.
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Mohandas K. Gandhi
Lev Rebet in Auschwitz.png
Lev Rebet in Auschwitz
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Mohamad Reza Shah Pahlavi in hospital recovering from an assassination attempt by a Tudeh Communist Party member
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Meurtre du duc Louis d'Orléans, par le Maître de la Chronique d'Angleterre (enlumineur), (BnF)
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Bullet holes in back of stage where Malcolm X was shot. Photographic print.
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Autor/Urheber: --Northside 23:05, 29 August 2006 (UTC), Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Hamburgs Ex-Senator Roger Kusch (Bildausschnitt)in der Landesvertretung BW(Berlin)
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Picture of the murdered Rasputin.
Seidenbilder.png
Seidenbilder mit den Bildnissen Friedrich Wilhelm IV. und seiner Gemahlin Elisabeth. Der Kartonrahmen trägt die Aufschrift: "Die ersten in Seide gewebten Bilder / angefertigt im Jahre 1847 in der Seidenweberei von / Wilh. u. Carl Dieckmann in Elberfeld / von dem Fabrikanten dem König Friedrich Wilhelm IV. / in besonderer Audienz vorgelegt"; jeweils 19 x 13 cm; Wuppertal.
Bundesarchiv Bild 183-1990-1025-300, Dessau, SPD-Wahlkundgebung, Oskar Lafontaine.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-1990-1025-300 / Gahlbeck, Friedrich / CC-BY-SA 3.0
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ADN-ZB-Gahlbeck-25.10.90
Dessau: Oskar Lafontaine, Kanzlerkandidat der SPD sprach auf einer Wahlveranstaltung seiner Partei in der Halle des Zementanlagenbaus Dessau.
Caesar-Altes-Museum-Berlin.jpg
גאיוס יוליוס קיסר, המוזיאון הישן, ברלין Strukturierte Daten auf Commons bearbeiten
Oliver Ivanović.jpg
Autor/Urheber: Medija centar Beograd, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Oliver Ivanović
Bundesarchiv Bild 183-E12329, München, Bürgerbräukeller, Sprengstoffanschlag.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-E12329 / Wagner / CC-BY-SA 3.0
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ADN-ZB/Archiv

Faschistisches Deutschland 1933-45 Sprengstoffanschlag am 8.11.1939 im Bürgerbräukeller in München, in dem alljährlich die Teilnehmer an den sogenannten "Marsch auf die Feldherrnhalle" am 9.11.1923 ihre Erinnerungsfeier veranstalteten. An diesem Tage verließ Hitler unprogrammgemäß die Veranstaltung zeitiger und entging dadurch dem Anschlag. Die Trümmerstätte nach den ersten Aufräumarbeiten am 9.11.

Aufnahme : Wagner
Armand Calinescu.jpg
Armand Călinescu (1893 - 1939), Romanian politician, official photograph from the 1930s (during his terms as premier).
King Alexander I Obrenović of Serbia and Queen Draga, ca. 1900.jpg
Aleksandar Obrenovic (1876-1903), King of Serbia
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General Maximiliano Hernández Martínez, President of El Salvador (1931-1944)
Bundesarchiv Bild 146-1972-039-44, Heydrich-Attentat.jpg
Reinhard Heydrich's car (a Mercedes-Benz 320 Convertible B) after the 1942 assassination attempt in Prague. Heydrich later died of his injuries.
Baden-Baden Lichtenthaler Allee Attentat a d pr König 14-07-1861 (IZ 37).jpg
Illustration der Szene des Attentats von Oskar Becker auf den preußischen König in Baden-Baden am 14. Juli 1861.
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John F. Kennedy motorcade, Dallas, Texas, Nov. 22, 1963. Partially restored version of original file with some artifacts removed.
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Franz Kutschera (* 22. Februar 1904 in Oberwaltersdorf, Niederösterreich; † 1. Februar 1944 in Warschau, Polen) Reichstagsabgeordneter und SS-Brigadeführer
AURELIANUS RIC V 15 (Rome) and 182 (Siscia)-765588 (obverse).jpg
(c) Classical Numismatic Group, Inc. http://www.cngcoins.com, CC BY-SA 2.5
AURELIAN. 270-275 AD.
Aureus (21mm, 4.70 g, 6h). Mediolanum (Milan) mint, 3rd emission, 271-272 AD.
IMP C L DOM AVRELIANVS P F AVG, laureate and cuirassed bust right, wearing aegis
V-IRTVS AVG, Mars advancing right, holding spear forward and trophy over left shoulder holding spear; at feet, bound captive seated right.
RIC V 15 (Rome) and 182 (Siscia); MIR 47, 127p0 (8) = Calicó 4050 (this coin); cf. BN 424-435; cf. Cohen 269.
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Portrait of Hamaguchi Osachi (浜口雄幸, 1870 – 1931)
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Nawabzada Liaquat Ali Khan, Prime Minister of Pakistan
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Kloster Scheyern, Johanneskirche, Landkreis Pfaffenhofen, Oberbayern: Darstellung der Ermordung Ludwig des Kelheimers. Sie ist Teil, der in ihren Ursprüngen aus dem Jahre 1382 stammenden, in der Kirche ausgestellten 20ig-teiligen Serie von Fürstenbildern, welche im Kontext zum dortigen ältesten Wittelsbacher-Familiengab die Geschichte Scheyerns und des Hauses Wittelsbach darstellen.
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José María Reina Barrios (1853-1898), President of the Republic of Guatemala
Pellegrino Rossi.JPG
Pellegrino Rossi.
Orlando Letelier, Washingron DC, 1976 (de Marcelo Montecino).jpg
Autor/Urheber: Autor/-in unbekanntUnknown author, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Fotografía de Orlando Letelier en el Museo de la Memoria
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Place of murder of Yitzchak Rabin
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Autor/Urheber: World Economic Forum from Cologny, Switzerland, Lizenz: CC BY-SA 2.0

DAVOS,24JAN03 - Zoran Djindjic, Prime Minister, Republic of Serbia, speaks during the Press Conference at the 'Annual Meeting 2003' of the World Economic Forum in Davos/Switzerland, January 24, 2003.

copyright by World Economic Forum swiss-image.ch/photo by Marcel Bieri
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The body of Ahmad Shah Massoud remains inside tomb at his memorial site in the Panjshir Province, Afghanistan, Jan. 5, 2010. Massoud was a local Afghan hero and former leader of the Northern Alliance.
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Rudi Dutschke
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Autor/Urheber: M.Rais, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Chokri Belaïd, secrétaire général et porte-parole du Mouvement des patriotes démocrates
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Lithograph of the Assassination of Abraham Lincoln. From left to right: Henry Rathbone, Clara Harris, Mary Todd Lincoln, Abraham Lincoln, and John Wilkes Booth. Rathbone is depicted as spotting Booth before he shot Lincoln and trying to stop him as Booth fired his weapon. Rathbone actually was unaware of Booth’s approach, and reacted after the shot was fired. While Lincoln is depicted clutching the flag after being shot, it is also possible that he just simply pushed the flag aside to watch the performance.
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Autor/Urheber: DFID - UK Department for International Development, Lizenz: CC BY 2.0
Hassan Sheikh Mohamud (* 1955), ein somalischer Politiker, ehemaliger Universitäts-Dekan, Bürgeraktivist und seit 10. September 2012 gewählter Staatspräsident von Somalia
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Commodus, Roman Emperor, 180-192 AD.
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Denkmal zur Erinnerung an die Ermordung Alfred Herrhausens durch die RAF in Bad Homburg. Das Bild zeigt 2 der 3 Stelen. Die dritte Stele ist auf der anderen Straßenseite und daher nicht im Bild.
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Graphic document, seconds after the anarchist bombing (1906) of King Alfonso XIII on his wedding day, 28 people died and over 100 were injured, but the royals were unharmed.
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Rola El-Halabi als Referentin bei einem Kampfsportlehrgang der TSG Söflingen, Ulm
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Mohammed Nadir Khan, King of Afganistan (b.1880-d.1933)
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Autor/Urheber: Wilson Dias/ABr, Lizenz: CC BY 3.0 br
O presidente de França, Jacques Chirac.
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Autor/Urheber: https://www.flickr.com/photos/madmarlin_/, Lizenz: CC BY 2.0
Runner-up Monica Seles at the 1991 U.S. Women's Hard Court Championships in San Antonio
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Das Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. am 18. 2. 1853. Ölgemälde v. J. J. Reiner, 1853
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Wenzel III. (Böhmen)
Zhang Zuolin3.jpg
Zhang Zuolin
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The picture of Dmitriy Sipyagin, Russian Internal Minister in 1900-02
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Mariano Rivera Paz, Primer Presidente de Guatemala
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Ioannis Kapodistrias
Rajiv Gandhi Memorial bombsite.jpg
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A stone mosaic stands at the spot of assasination of the late Indian prime minister w:Rajiv Gandhi, w:Rajiv Gandhi Memorial
Martiresatocha 4.jpg
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monumento aos advogados "laboralistas"

homenaje a los abogados laboralistas muertos en la matanza de Atocha
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Emperor Caligula, Ny Carlsberg Glyptotek.
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Der Deutsche Kaiser, König Wilhelm II. v. Preußen (1859-1941, reg. ab 1888), in preußischer Offiziersuniform (Überrock). Der schlichte Überrock mit kleiner Ordensdekoration war die Alltagskleidung des Militärs. Orden: Halsorden: Protektorkreuz des Johanniterordens. Im Knopfloch: ein ausländischer (nichtpreußischer) Orden; könnte italienisch sein.
2015-06-09 Henriette Reker.jpg
Autor/Urheber: Superbass, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Henriette Reker bei einer Veranstaltung der Kölner Wohlfahrtsverbände am 09.06.2015
Zar Alexander II.jpg
Bild von Zar Alexander II (1818-1881)
Bundesarchiv B 145 Bild-F078072-0004, Konrad Adenauer.jpg
(c) Bundesarchiv, B 145 Bild-F078072-0004 / Katherine Young / CC BY-SA 3.0 DE
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Konrad Adenauer

27.4.1988 (Repro) Porträt von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer vom 23.6.1952

Nur mit Aufschrift: Foto Katherine Young, New York, herausgeben!

Abgebildete Personen:

Arimura Jisaemon.jpg
Arimura_Jisaemon
The Earl Mountbatten of Burma at home Allan Warren.jpg
Autor/Urheber: Allan Warren , Lizenz: CC BY-SA 3.0
portrait of Lord Mountbatten
Larry Flynt 2009.jpg
Autor/Urheber: Toglenn, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Larry Flynt at the "Free Speech Coalition Awards Annual Bash Event" - Los Angeles, CA on Nov. 14, 2009 - Photo by Glenn Francis of www.PacificProDigital.com
Soldevila y Romero.jpg
Portrait of Cardinal Soldevila y Romero of Saragossa (1843-1923)
Bundesarchiv Bild 183-R15068, Leo Dawidowitsch Trotzki.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-R15068 / CC-BY-SA 3.0
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Leo Dawidowitsch Trotzki

Leo Dawidowitsch Trotzki (eigtl. Leib Bronstein) geb: 7.11.1879 in Iwanowka bei Jelisawetgrad, ermordet: 21.8.1940 in Mexiko City russischer und sowjetischer Politiker und Staatsmann. Als Volkskommissar des Äusseren führte er die russische Abordnung bei den Friedensverhandlungen 1917/18 mit den Mittelmächten in Brest-Litowsk, seit März 1918 Volkskommissar für Krieg und Marine. Trotzki wurde 1927 ausgeschlossen und 1929 aus der Sowjetunion ausgewiesen 3201-29

[Leo Dawidowitsch Trotzki (Porträt)]

Abgebildete Personen:

  • Trotzki, Leo Dawidowitsch: Revolutionär, Volkskommissar des Äußeren, für Krieg und Marine, 1929 aus der Sowjetunion ausgewiesen,,
Jose Canalejas.jpg
Photograph of Jose Canalejas y Mendez, nineteenth century Spanish politician.
Pim Fortuyn - May 4.jpg
Autor/Urheber: Roy Beusker, Lizenz: CC BY 3.0
Pim Fortuyn on 4 May 2002, two days before his assassination
MunichIsraeliOlympicFront.jpg
(c) ProhibitOnions, CC-BY-SA-3.0
Front view of the Israeli apartment at the 1972 Olympic Games in Munich, where the athletes were held hostage during the Munich massacre.
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Autor/Urheber: Asia Oumarova, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Portrait posthume de Natalia Estemirova, militante des droits de l'homme russe, réalisé par le peintre tchétchène Asia Oumarova.
Cooper, Oliver Cromwell.jpg
Unfinished portrait miniature of Oliver Cromwell, Lord Protector of England (1599-1658), circa 1653, three-quarters sinister, wearing a white lawn collar, brown background (unfinished), the reverse set with a bloodstone plaque. On vellum oval, 3 1/8in. high. On view at Bowhill House, Buccleuch Living Heritage Trust.
Boris Nemtsov 2014.jpg
Autor/Urheber: Dhārmikatva, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Борис Немцов
Yildizmahaports.jpg
Picture dramatizing the Yildiz attempt.
Worowski Waclav.jpg
Wacław Worowski, Polish and Russian revolutioner
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Indian Prime Minister Indira Gandhi (1917-1984) at the National Press Club, Washington, D.C. 1n 1966
Bust Domitian Musei Capitolini MC1156.jpg
Bust of Domitian. Pentelic marble, second part of Domitian's reign (81-96 CE). From the area of the Via Principe Amedeo on the Esquiline, 1898.
Franz Schuhmeier 1900.jpg
Autor/Urheber:

unbekannt

, Lizenz: PD-alt-100

Franz Schuhmeier (1864–1913), österreichischer Politiker und sozialdemokratischer Arbeiterführer

Aldo Moro br.jpg
This is a picture of the italian politician Aldo Moro, taken during his detention by Red Brigades.
Gallienus monochrome.jpg
Autor/Urheber: ChrisO, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Bust of Gallienus, Musée du Cinquantenaire, Brussels
Perón y Somoza.JPG
El Presidente de Argentina, General Juan Domingo Perón (derecha) recibe en su visita al Presidente de Nicaragua, General Anastasio Somoza (centro), quien saluda al público en el Aeroparque de Buenos Aires.
Mohamed Brahmi.jpg
Autor/Urheber: M.Rais, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Mohamed Brahmi lors d'une manifestation pour les libertés
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Gedenktafel für die Opfer des Mykonos-Attentats, Prager Str. 2A, Berlin-Wilmersdorf.
Pawel Adamowicz prezydent miasta 2018.jpg
Autor/Urheber: Rudolf H. Boettcher, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Paweł Adamowicz, polnischer Politiker, Stadtpräsident von Danzig - 2018
Thomas Becket Murder.JPG
Earliest known portrayal of Thomas Becket's murder in Canterbury Cathedral.
Sheremet at Open Library debate 140928.jpg
Autor/Urheber: Okras, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Pavel Sheremet at the debate within the framework of the "Open Library" in the Central City Public Library named after C. C. Mayakovsky (St. Petersburg) September 27, 2014
Sandino.jpg
Fotografía del revolucionario nicaragüense Augusto César Sandino, con su característico sombrero.
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1843 Photograph of Joseph Smith, Jr. by Lucian Foster (November 12, 1806-December 12 1845).

This photograph is believed by many experts to be a daguerreotype of Joseph Smith taken in 1843 by Lucian Foster, and there is no dispute of the fact it is a faithful representation of the likeness of Smith, as it is similar in appearance to the painted portrait owned by the Joseph Smith family. Joseph Smith III, eleven years old at his father's death, said the portrait was the best likeness of his father.

The authenticity of the photograph has been affirmed by several scholarly studies, but some suggest the daguerreotype was made from a painted portrait. See http://comevisit.com/lds/faq-dld.htm .

The image was copyrighted in 1879 by Smith's son Joseph Smith III (Copyright No. 9810). The original daguerreotype has been lost, but this photo reproduction (slightly re-touched) is kept on file at the Library of Congress.
Adolphe Yvon - Portrait of Napoleon III - Walters 3795.jpg
Yvon served as the principal battle-painter of France's Second Empire (1852-70), executing a number of monumental canvases for the palace at Versailles. The French emperor is shown in his prime, two years before the defeat of his forces in the Franco-Prussian War (1870-1871).
Bundesarchiv Bild 183-R41483, Kaiser Wilhelm I..jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-R41483 / CC-BY-SA 3.0
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Kaiser Wilhelm I.

Kaiser Wilhelm I. im 90.zigsten Lebensjahr 26771-32

[Kaiser Wilhelm I. in Uniform mit Prinz-Heinrich-Mütze]

Abgebildete Personen:

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Autor/Urheber: Collection IISG, Lizenz: CC BY 2.5
Patrice E. Lumumba; Congo prime minister, premier ministre congolais, kongolesischer Ministerpräsident
King Faisal of Saudi Arabia on on arrival ceremony welcoming 05-27-1971 (cropped).jpg
King Faisal Ibn Abd Al-Aziz of Saudi Arabia, President Nixon, Mrs Nixon. Arrival ceremony welcoming King Faisal of Saudi Arabia.
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Stepan Bandera
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Das Attentat auf Zar Alexander II. am 13. März 1881 in St. Petersburg. Russisch, 19. Jh. Gouache auf Papier. Kaschiert. 57 x 90 cm.
Alexey Navalny 2017.jpg
Autor/Urheber: Evgeny Feldman, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Alexei Navalny, Russian opposition leader, at Central Election Commission's session which is about to deny his right to be in the ballot on the upcoming presidential elections
Soundtrack Beat Battle Judging Panel March2011 (cropped).jpg
Autor/Urheber: Soundtrack Beat Battle, Lizenz: CC BY 2.5
Nipsey Hussle on March 11, gesturing Rollin' 60s hand sign.
PH Peso 500.jpg

The front and back of a Philippine Peso bill of 500.

Picture taken by Magalhães on March 27th 2006
LokmanSlim-UMAM-15122018.jpg
Autor/Urheber: RomanDeckert, Lizenz: CC BY-SA 4.0
The Lebanese publisher and activist Lokman Mohsen Slim at the "Hangar" hall of his independent organisation UMAM in Southern Beirut during the exhibition "In Praise of Lebanese Fusion" about the multicultural and foreign origins of many Lebanese artists. He was found shot dead in his car at Nabatieh on February 4th, 2021.
Chen shui bian.jpg
Autor/Urheber: Jamali Jack, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Chen Shui Bian
Hisham al-Hashimi - Altaghier TV, Apr 27, 2020.jpg
Autor/Urheber: قناة التغيير - altaghier.tv, Lizenz: CC BY 3.0
Hisham al-Hashimi on Altaghier TV, Apr 27, 2020
Olof Palme statsminister, tidigt 70-tal.jpg
Autor/Urheber: User:Oiving, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Olof Palme in the early 1970s. Photo taken in Norra Bantorget during May Day
Bachir While Giving A Speech.jpg
Autor/Urheber: Georges Hayek, Lizenz: CC BY 3.0
Bachir While Giving A Speech
Bundesarchiv B 145 Bild-F041440-0014, Hamburg, CDU-Bundesparteitag, Schleyer.jpg
(c) Bundesarchiv, B 145 Bild-F041440-0014 / Reineke, Engelbert / CC-BY-SA 3.0
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22. Bundesparteitag der CDU in Hamburg

(Hanns-Martin Schleyer)

18.-20.11.1973
Michael Obrenovic - foto van Anastas Jovanovic (1817-1899).jpg
Mihailo Obrenovic III, Prince of Serbia, foto van Anastas Jovanovic (1817-1899)
Ermordung Philipps von Schwaben.jpg
Pfalzgraf Otto von Wittelsbach erschlägt Philipp von Schwaben. Miniatur aus der Sächsischen Weltchronik, Norddeutschland, Erstes Viertel 14. Jahrhundert, Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 129, fol. 117v
Abdi Farah Shirdon (cropped).jpg
Autor/Urheber: AMISOM Public Information, Lizenz: CC0
Somalia's Prime MInister, Abdi Farah Shirdon Saaid, addresses the audience at the New Deal conference in Mogadishu, Somalia, on May 14. Members of the International Dialogue on Peacebuilding and Statebuilding, consisting of the g7+ group of 19 fragile and conflict-affected countries, development partners, and international organisations, gathered today in Mogadishu, Somalia, for the New Deal conference. The New Deal for Engagement in Fragile States (the "New Deal") is a set of principles outlined by the group, which primarily focus on peacebuilding and statebuilding initiatives in post-conflict-ridden countries. AU UN IST PHOTO / TOBIN JONES.
1 West 72nd Street (The Dakota) entrance by David Shankbone.jpg
Autor/Urheber: David Shankbone , Lizenz: CC-BY-SA-3.0
1 West 72nd Street (The Dakota) entrance
Mark Green and Abdalla Hamdok at USAID HQ (2) (cropped).jpg
Great to meet with @SudanPMHamdok at @USAID yesterday. We discussed our partnership and I thanked him for his commitment to political reforms and economic restructuring that will pave the way to a durable and democratic #Sudan.
Walther Rathenau.jpg
German statesman, writer and industrialist Walther Rathenau (1867-1922)
Denis Voronenkov (1).jpg
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Russian State Duma member (6th convocation) Denis Nikolayevich Voronenkov
Assassinato luigi.jpg
Assassinat de l'impératrice d'Autriche Élisabeth dite Sissi, à Genève.
Andrey Karlov 2016.jpg
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Andrey Karlov, Russian Ambassador to Turkey (2013-2016) and North Korea (2001-2006)
Bild Dr. Walter Lübcke.jpg
Autor/Urheber: Regierungspräsidium Kassel, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Walter Lübcke
WilliamOfOrange1580.jpg
Bust, facing right. Several versions of this portrait exist, three of which are believed to be authentic. Of these the version at the Museo Thyssen-Bornemisza is dated 1579.
El cadáver de Emiliano Zapata, exhibido en Cuautla, Morelos.jpg
Die Leiche Emiliano Zapatas, ausgestellt in Cuautla, Morelos.
Peter R de Vries (2017).jpg
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Peter R. de Vries (2017)
Hazhir.jpg
Abdolhossein Hajir, prime minister of Iran
Alexander II of Russia photo.jpg
Alexander II of Russia (1878 or 1881).
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Malala Yousafzai at Girl Summit 2014.jpg
Autor/Urheber: Russell Watkins/Department for International Development., Lizenz: CC BY 2.0
Malala Yousafzai at Girl Summit 2014.
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President Anwar Sadat of Egypt upon his arrival in the United States for a visit. Photograph taken at Andrews Air Force Base.
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Hugo Bettauer (1872–1925), österreichischer Journalist und Schriftsteller, der Opfer einer national-antisemitisch orientierte Hetzkampagne wurde, als ein fanatisiertes NSDAP-Mitglied ihn erschoss.
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Der britische liberale Politiker Lord Frederick Cavendish (1836-1882)
Bundesarchiv Bild 183-1990-0821-025, Detlev Rohwedder, Präsident der Treuhandanstalt.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-1990-0821-025 / Lehmann, Thomas / CC-BY-SA 3.0
Es folgt die historische Originalbeschreibung, die das Bundesarchiv aus dokumentarischen Gründen übernommen hat. Diese kann allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein. Info non-talk.svg
ADN-Thomas Lehmann /21.8.90/Berlin: Ber neue Mann an der Spitze der Treuhandanstalt heißt Detlev Rohwedder. Vor Journalisten verwies er aber darauf, daß er erst noch auf der nächsten Sitzung des Verwaltungsrates in der kommenden Woche als Präsident der Treuhandanstalt bestätigt werden müsse. Rohwedder betonte, die Anstalt dürfe auch künftig nicht als eine Art "Heilsbringer" für die DDR-Wirtschaft angesehen werden. Weder er noch Ex-Präsident Gohlke seinen in der Lage , durch "Handauflegen" die Probleme zu lindern.
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Aung San as a member of the Burma Independence Army.
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Porträt des Schriftstellers Theodor Lessing.
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Das Porträt des späteren Heinrich III. von Frankreich wurde lange für ein Porträt seines jüngeren Bruders Franz von Alençon gehalten. Grund war eine falsche Inschrift am unteren Rand des Bildes (hier nicht gezeigt). Der Entwurf zu diesem Portät wird in der Bibliothèque nationale de France verwahrt. Er zeigt deutlich, dass die abgebildete Person Heinrich III ist.
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Portrait of John the Fearless (1371-1419), second Duke of Burgundy from the House of Valois. Half length, facing right. His hands are resting on a prayer desk, on which is draped a tapestry with the coats of arms of Valois, Burgundy (inherited by from his father, Philip the Bold) and the Flemish Lion (inherited from his mother, Margaret of Flanders).
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(c) Tasnim News Agency, CC BY 4.0
Syrian Prime Minister Wael Nader al-Halqi during a state visit of Iran
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Assassination of British Prime Minister Spencer Perceval in the Palace of Westminster (1812).
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Carlos I, King of Portugal, half-length portrait, facing slightly left.
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Drawn by unknown Austrian newspaper artist
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Portrait of Hara Takashi (原敬, 1856 – 1921)
Бабаєв на Дні міста біля реконструйованого фонтану (2011.09.25).jpg
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Олег Бабаєв на Дні міста біля реконструйованого фонтану 25 жовтня
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Talaat Pasha, (1874-1921)
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Michael Collins (Love of Ireland).
Bundesarchiv Bild 183-2007-0327-504, Graf Wilhelm von Mirbach-Harff.jpg
(c) Bundesarchiv, Bild 183-2007-0327-504 / CC-BY-SA 3.0
Es folgt die historische Originalbeschreibung, die das Bundesarchiv aus dokumentarischen Gründen übernommen hat. Diese kann allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein. Info non-talk.svg
Botschafter Graf v. Mirbach-Harff der in Moskau ermordet wurde.
29. Januar 1917 [Herausgabedatum ?]
Stanislav markelov ssf2008 detail.jpg
Autor/Urheber: , Lizenz: CC BY-SA 3.0
en:Stanislav Markelov (1974-2009), a Russian human rights lawyer in Talcy - architectural museum near Baikal. Siberian Social Forum, August 2008.
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Ein zeitgenössischer Kupferstich der Beteiligten des sogenannten Gunpowder Plot (der Pulververschwörung) von Crispijn van de Passe dem Älteren. Obschon der niederländische Künstler die an der Verschwörung Beteiligten wahrscheinlich weder jemals gesehen oder getroffen haben mag, ist dieses Bild zu einer populären Abbildung Guy Fawkes und seiner Mitverschwörer geworden.
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5-9th president of South Korea, Park Chung-hee.
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Amrullah Saleh (ehem. Leiter des National Directorate of Security, Afghanistan)
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Autor/Urheber: Azalia Negron (Flickr user), Lizenz: CC BY 2.0
Fan photo of Héctor Camacho taken November 1, 2009
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Porträtfoto von Dr. Wolfgang Schäuble, MdB und Bundesminister (CDU/CSU Bundestagsfraktion) (GND 118814311)
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Autor/Urheber: My2Cents, Lizenz: CC0
Denkmal auf dem Siemens Gelände in Neuperlach zum Gedenken an das Attentat auf Karl Heinz Beckurts und Eckhard Groppler, geschehen am 9. Juli 1986.
Bundesarchiv Bild 183-71043-0003, Wladimir Iljitsch Lenin.jpg
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Wladimir Iljitsch Lenin

Zentralbild 24.02.1960 Wladimir Iljitsch Lenin (Uljanow) geb: 22.04.1870 in Simbirsk ( heute Uljanowsk) gest: 21.01.1924 in Gorki bei Moskau U.B.z.: W.I. Lenin

[Wladimir Iljitsch Lenin (Porträt)]

Abgebildete Personen:

  • Lenin, Wladimir Iljitsch: Bolschewik, Gründer der russischen Sowjetrepublik,
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Portrait of Alexander III (1845-1894), the Russian Tsar, oil on canvas
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Autor/Urheber: Michael König (User:Magadan) → Message., Lizenz: CC BY-SA 3.0
Frère Roger beim Europäischen Jugendtreffen von Taizé, Silvester 1991/92 in Budapest.
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Bronisław Pieracki. Oryginalny podpis pod zdjęciem: Bohaterski wykonawca Idei Marszałka, zginął w r. 1934 na posterunku. Ś. p. Minister Spraw Wewnętrznych gen. Bronisław Pieracki.
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Matita su carta Autore: Luigi Oldani
Salmaan Taseer October 29, 2009 Lahore.jpg
Salmaan Taseer, cropped/denoised from: U.S. Secretary of State Hillary Rodham Clinton meets with prominent business leaders in Lahore, Pakistan October 29, 2009. Governor Punjab Salmaan Taseer, Foreign Minister Shah Mahmood Qureshi also attended the meeting. [State Department photo / Public Domain]
Joseph Karl Stieler - Duchess Marie Frederike Amalie of Oldenburg, Queen of Greece.jpg
Amalie, Herzogin von Oldenburg (1818-1875), Tochter des Großherzogs Paul Friedrich von Oldenburg und Gemahlin von König Otto von Griechenland (1815-1867)
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Shahbaz Bahtti
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1714 Joao-02.JPG
Autor/Urheber:

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Joseph I. (Portugal)

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Karl Reichsgraf von Stürgkh (1859 - 1916), Prime Minister of Austria from 1911 to 1916; killed by Friedrich Adler on 21.10.1916
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King Alphonso XII of Spain
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Papst Johannes Paul II.
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Picture of the former ecuadorian president Gabriel garcía Moreno.
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Моисей Соломонович Урицкий (1873 - 1918)
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Georgios I, King of Greece (b.1845-d.1913)
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Fyodor Trepov, 1869
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The last inpection of the general (27-28 March 1947}.
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(c) Bundesarchiv, Bild 102-15282A / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0
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Der Stabschef der SA. Ernst Röhm, wurde auf Vorschlag des Reichskanzlers zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt! Der Reichspräsident zum Reichsminister ernannte Stabschef der SA. Ernst Röhm, welcher somit Mitglied der Reichsregierung wurde. [Text der erneuten Herausgabe im November 1933]
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Bobrikov, Nikolay Ivanovich, Russian General of the infantry (b.1839-d.1904), Governor-General of Finland 1899-1904
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Haitian President-elect Jovenel Moise, right and former Communications Minister Rotchild Francois Jr. in Port-au-Prince, Haiti. (Photo: VOA Creole Service)
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James Stewart, 1st Earl of Moray
Bundesarchiv B 145 Bild-F052015-0020, Kiel, FDP-Bundesparteitag, Karry.jpg
(c) Bundesarchiv, B 145 Bild-F052015-0020 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0
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28. Ordentlicher Bundesparteitag der FDP in der Kieler Ostseehalle. (Heinz Herbert Karry)
6.-8.11.1977
Koningin Alexandra en Koning Edward.jpg
An old king and queen. Picture was taken in 1903 by James Stack Laude (aka: James L Lafayette) (1852 - 1933)
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Ernst Eduard vom Rath (3 June 1909–9 November 1938) was a German diplomat, remembered for his assassination in Paris in 1938 by a Jewish youth, Herschel Grynszpan. The assassination triggered Kristallnacht, the "Night of Broken Glass".
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Benazir Bhutto, photographed at Chandini Restaurant, Newark, CA by iFaqeer
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Assassinat de Tûrân Shâh. Guillaume de Saint-Pathus, Vie de Saint Louis
Enrique of Transtamare kills his half-brother Pedro I, king of Leon and Castile.jpg
Enrique of Transtamare kills his half-brother Pedro I, king of Leon and Castile
  • Contents: Jean Froissart, Chroniques (Vol. I)
  • Place of origin, date: Paris, Virgil Master (illuminator); c. 1410
  • Material: Vellum, ff. 382, 385x288 (243x187) mm, 42 lines, littera cursiva, Binding: 18th-century brown leather; gilt; with coat of arms of Stadholder William V
  • Decoration: 1 two-column miniature (170x180 mm); 29 column miniatures (115/65x95/80 mm); 1 historiated initial (45x50 mm); decorated initials with border decoration (ff. 1r, 24r, 36r, 62r, 74v, etc.)
  • Provenance: Louis de Luxemburg, conn‚table de France (d. 1475; signature, erased); by descent to his granddaughter Françoise de Luxembourg and her husband Philip of Cleves (d. 1528; coat of arms with label, over erasure; signature); purchased in 1531 from Philip's estate by HenriIII, Count of Nassau (d. 1538); by descent to the Princes of Orange-Nassau, the later Stadholders, at The Hague; carried off in 1795 to Paris by the French and restituted to the Koninklijke Bibliotheek in 1816.
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Bulgarian politician Ahmed Dogan during a 2009 post-election conference
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Jean Jaurès, gravure d'après une photographie prise par Pierre Petit (1831-1909) de la Section des lettres de l'École normale supérieure, entre 1878 et 1881.
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Result of the therrorist's bomb explosion of Stolypin's dacha at Aptekarsky Island at St. Petersburg in 1906.
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Staps interrogé par Napoléon en présence de Corvisart.
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Königin Elisabeth I. von England (1558-1603), Brustbild
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assassination of President William McKinley by Leon Czolgosz at Pan-American Exposition reception on September 6, 1901.
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Bildnis des Generalfeldmarschalls Hermann von Eichhorn (1848-1918), 1916, Bild, Frankfurt (Main), Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie, SG 346
Manuel lisandro barillas.gif
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unbekannt

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General Manuel Lisandro Barillas Bercián (* 17. Januar 1845 in Quetzaltenango, Guatemala; † 15. März 1907 in Mexiko-Stadt) war ein guatemaltekischer Präsident.

Rama 8 in stamp.jpg
A stamp used in Rama VIII's reign
Edmund I.jpg
Edmund I - der zehnte König von England
Jyrki Katainen A4.jpeg
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A4 paper aspect ratio (210:297) cropped portrait.
Gabriel narutowicz.jpg
Gabriel Narutowicz betrieb die Oberleitung des Andelsbucher Kraftwerkes.
The Duke of Windsor (1945).jpg
Eduard „David“, Herzog von Windsor (1945) Strukturierte Daten auf Commons bearbeiten
Mussolini-ggbain.jpg

Title: Mussolini
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Friedrich II. mit seinem Falken; Aus seinem Buch De arte venandi cum avibus (Über die Kunst, mit Vögeln zu jagen), sog. Manfred-Handschrift (Biblioteca Vaticana, Pal. lat 1071, fol. 1v), spätes 13. Jahrhundert.
Bundesarchiv Bild 102-00625A, Kaiser Wilhelm I. mit Sohn, Enkel und Urenkel.jpg
Kaiser Wilhelm I sitzend, Kaiser Friedrich links, Wilhelm II und der Kronprinz in Windeln.
Harvey Milk in 1978 at Mayor Moscone's Desk crop.jpg
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Harvey Milk vertritt Bürgermeister Moscone einen Tag lang im Jahr 1978