Liste Hausverstand
| Liste Hausverstand | |
| Parteivorsitzender | Géza Molnár |
| Gründung | 2024 |
| Hauptsitz | Eisenstadt |
| Sitze in Landtagen | 0/440 |
| Ausrichtung | Rechtspopulismus Direkte Demokratie |
| Farbe | Gelb |
| Website | liste-hausverstand.at |
Die Liste Hausverstand (HAUS) ist eine politische Partei im österreichischen Bundesland Burgenland. Sie wurde vom parteifreien Landtagsabgeordneten sowie Ex-FPÖ-Klubobmann Géza Molnár gegründet. Im Juni 2024 wurde zunächst die Initiative Molnár präsentiert mit der Ankündigung, bei der Landtagswahl im Burgenland 2025 anzutreten. Im Oktober 2024 wurden dann die ersten Mitstreiter, wie etwa der burgenländische Arbeiterkammerrat Alexander Reinprecht, sowie der Parteiname Liste Hausverstand vorgestellt.[1] Mit Molnár war die neue Gruppierung im burgenländischen Landtag vertreten, seine Unterschrift reichte daher für einen landesweiten Antritt.[2][3]
Bei der burgenländischen Landtagswahl 2025 erreicht die Liste schließlich 0,83 Prozent (1.622 Stimmen), womit die Vier-Prozent-Hürde klar verfehlt wurde.[4]
Hintergrund und Programm
Der Listengründung war ein interner Fraktionskampf in der zerstrittenen FPÖ Burgenland vorangegangen. Noch im November 2020 wollte Molnár eigentlich FPÖ-Landeschef werden, er unterlag aber Alexander Petschnig in einer Kampfabstimmung knapp, 2021 folgte dann der Ausschluss aus der Landespartei. Auch der Listenzweite Manfred Haidinger flog nach einer internen FPÖ-Kampfabstimmung im März 2020 um den Landesparteivorsitz, gegen den damals amtierenden FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer, bei den Blauen raus. Die Liste positionierte sich inhaltlich laut Eigenangaben für "leistbaren und versorgten Alltag, abgesicherte und gedeihliche Zukunft sowie freie und mündige Bürger". Massive Kritik gab es an den politischen Maßnahmen während der COVID-19-Pandemie in Österreich. Molnár fordert in Interviews unter anderem einen Stopp der Energiewende und sprach sich dabei gegen einen Ausbau von Windkraft und Solarstrom aus.[5][6][7][8]
Kandidatenliste
Abgesehen vom Spitzenkandidaten und früheren FPÖ-Klubobmann Molnár folgte auf auf den weiteren Listenplätzen der ehemalige FPÖ-Landtagsabgeordnete Manfred Haidinger und der LBL-Politiker Manfred Kölly, der Ex-Bürgermeister von Deutschkreutz war in seiner Vergangenheit ebenso bereits bei den Freiheitlichen. Auf den weiteren Plätzen folgen der Bernsteiner Ex-Freiheitliche Herbert Adelmann, der bisher führend bei der Landesgruppe vom Team HC Strache – Allianz für Österreich aktiv war und mit der Liste Klartext bei den Gemeinderatswahlen im Burgenland 2022 antrat sowie der ehemalige MFG-Landessprecher Gerald Aufmuth.[9] Weitere Kandidaten mit MFG-Vergangenheit waren Herbert Unger aus Eisenstadt und Gemeinderat Wilhelm Rotschopf aus Bad Sauerbrunn.[10] Auf der Liste waren zudem der Ex-FPÖ-Arbeitnehmerchef und Arbeiterkammerrat Alexander Reinprecht sowie Hans Ackerbauer, Ex-FPÖ-Ortsparteiobmann und Gemeinderat in Wimpassing an der Leitha.[11]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hausverstand ist ein österreichischer Ausdruck für gesunder Menschenverstand.
- ↑ Géza Molnár will’s nochmal wissen – und gründet eine eigene Liste. In: bvz.at. 28. Juni 2024, abgerufen am 21. Januar 2025.
- ↑ Molnar tritt mit „Liste Hausverstand“ an. In: burgenland.orf.at. 25. Oktober 2024, abgerufen am 21. Januar 2025.
- ↑ Doskozil erleichtert, Hofer feiert. 19. Januar 2025, abgerufen am 20. Januar 2025.
- ↑ Die seltsame „Liste Hausverstand“ ist eine weit rechte Tarn-Partei. In: standpunkt.press. 17. Januar 2025, abgerufen am 21. Januar 2025.
- ↑ Geza Molnar aus FPÖ Burgenland ausgeschlossen. In: kurier.at. 4. März 2021, abgerufen am 21. Januar 2025.
- ↑ GIm Porträt: Geza Molnar. In: burgenland.orf.at. 2. Januar 2025, abgerufen am 21. Januar 2025.
- ↑ Ex-FPÖ-Politiker Molnár geht mit "Liste Hausverstand" bei Burgenland-Wahl ins Rennen. In: vienna.at. 25. Oktober 2024, abgerufen am 21. Januar 2025.
- ↑ „Hausverstand“ präsentierte endgültige Liste. In: ORF. 20. Dezember 2024, abgerufen am 2. Januar 2025.
- ↑ Burgenland-Wahl: "Liste Hausverstand" mit ehemaligen MFG-Kandidaten. In: kurier.at. 15. Dezember 2024, abgerufen am 2. Januar 2025.
- ↑ Nächster Wechsel von FPÖ zu „Hausverstand“. In: burgenland.orf.at. 21. November 2024, abgerufen am 2. Januar 2025.
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Wappen der Republik Österreich: Nicht gesetzeskonforme Version des österreichischen Bundeswappens, umgangssprachlich „Bundesadler“, in Anlehnung an die heraldische Beschreibung des Art. 8a Abs. 3 Bundes-Verfassungsgesetz mit zwar nach Wappengesetz detailliertem, aber schwarzem statt grauem Gefieder, mit zu grellem Gelb sowie mit inkorrekter Darstellung des Bindenschilds, da die weiße Binde zu breit und der untere rote Balken zu schmal sowie der Spitz, statt halbrund zu sein, zu flach gerundet ist:
Das ursprüngliche Staatswappen wurde in der ersten Republik Österreich im Jahr 1919 eingeführt. Im austrofaschistischen Ständestaat wurde es im Jahr 1934 wieder abgeschafft und, im Rückgriff auf die österreichisch-ungarische Monarchie, durch einen Doppeladler ersetzt. In der wiedererstandenen (zweiten) Republik im Jahr 1945 wurde das Bundeswappen mit dem Wappengesetz in der Fassung StGBl. Nr. 7/1945 in modifizierter Form wieder eingeführt. Der Wappenadler versinnbildlicht, diesem Gesetzestext entsprechend (Art. 1 Abs. 1), „die Zusammenarbeit der wichtigsten werktätigen Schichten: der Arbeiterschaft durch das Symbol des Hammers, der Bauernschaft durch das Symbol der Sichel und des Bürgertums durch das Symbol der den Adlerkopf schmückenden Stadtmauerkrone […]. Dieses Wappen wird zur Erinnerung an die Wiedererringung der Unabhängigkeit Österreichs und den Wiederaufbau des Staatswesens im Jahre 1945 dadurch ergänzt, dass eine gesprengte Eisenkette die beiden Fänge des Adlers umschließt.“