Lengericher Osning

Koordinaten: 52° 10′ 15″ N, 7° 54′ 53″ O

Reliefkarte: Nordrhein-Westfalen
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Lengericher Osning
Naturschutzgebiet Lengericher Osning (Mai 2016)

Das Naturschutzgebiet Lengericher Osning liegt auf dem Gebiet der Stadt Lengerich im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.

Das aus fünf Teilflächen bestehende Gebiet erstreckt sich nordöstlich der Kernstadt Lengerich. Durch das Gebiet hindurch verläuft die Landesstraße L 555. Unweit nördlich verläuft die Landesgrenze zu Niedersachsen.

Bedeutung

Für Lengerich ist seit 1993 ein 170,1745 ha großes Gebiet unter der Kenn-Nummer ST-086 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Gebiet wurde unter Schutz gestellt zur Erhaltung, Förderung und Entwicklung sowie zur Wiederherstellung der Biotope landschaftsraumtypischer, seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten in einem großen, strukturreichen, durch natürliche Aufbau- und Zerfallsprozesse geprägten Waldkomplex mit naturnahem Quellbachsystem und Kalk-Halbtrockenrasen.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Lengericher Osning – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Positionskarte Nordrhein-Westfalen, Germany. Geographische Begrenzung der Karte:
Waldmeister-Buchenwald--Intruper-Berg1.jpg
Autor/Urheber: ArndTillmann, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Intruper Berg

Dieser tektonische außerordentlich bedeutsame Kalkstein-Höhenzug zwischen Lengerich und Lienen gehört zu einem über 100 km langen Ausläufer der in das nordwestliche Tiefland hineinziehenden Mittelgebirgsschwelle, die die münsterländische Bucht im Norden begrenzt. Waldmeister- Buchenwälder, bei denen es sich meist um durchgewachsene Niederwälder handelt und die in verschiedenen Bereichen große Orchideenbestände aufweisen, bedecken zusammen mit Fichtenparzellen die Hänge und Kammlagen. Mehrere naturnahe Quellbäche entspringen auf dem südexponierten Hang. Kalk-Halbtrockenrasen, die durch ihren Reichtum an Orchideen und anderen Blütenpflanzen besonders im Frühjahr ein buntes Bild bieten und eine Vielzahl von Insekten aufweisen, sowie Kalksümpfe und Kalktuffquellen mit seltenen Pflanzengesellschaften sind weitere zusätzliche schutzwürdige Lebensräume in stillgelegten und zum Teil schon sehr alten Steinbrüchen.

(Quelle: naturschutzinformationen.nrw.de)