Landtag von Sachsen-Anhalt

Landtag von Sachsen-Anhalt
LogoDas Gebäude des Landtages Sachsen-Anhalt
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Basisdaten
Sitz:Magdeburg
Legislaturperiode:fünf Jahre
Abgeordnete:97
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl:6. Juni 2021
Nächste Wahl:2026
Vorsitz:Landtagspräsident Gunnar Schellenberger (CDU)
Sitzverteilung:
  • CDU 40
  • AfD 23
  • Linke 12
  • SPD 9
  • FDP 7
  • Grüne 6
  • Website
    www.landtag.sachsen-anhalt.de
    Sitzung im Plenarsaal des Landtagsgebäudes (2012)

    Der Landtag von Sachsen-Anhalt ist das Landesparlament des deutschen Landes Sachsen-Anhalt. Er hat seinen Sitz in der Landeshauptstadt Magdeburg.

    Zusammensetzung

    Der Landtag hat in der aktuellen Legislaturperiode 97 Mitglieder (Liste der Mitglieder des Landtages). Die Zahl der Mindestmandate beträgt 83.[1]

    Geschichte

    Nach dem Ende der DDR wurde das Land Sachsen-Anhalt durch das Ländereinführungsgesetz aus den beiden Bezirken Magdeburg und Halle gegründet. Aus den zentralstaatlich aus Ost-Berlin verwalteten Gebieten wurde nun also ein föderales, eigenständiges Bundesland. Bis auf geringe territoriale Unterschiede wurde das Gebiet jener beiden Bezirke übernommen. Diese hatten sich wiederum am Land Sachsen-Anhalt, vorher die preußische Provinz Sachsen, orientiert, das von 1945 bis 1949 in der SBZ und bis 1952 in der DDR kurze Zeit existierte. Tatsächlich gab es in dieser Zeit bereits zwei sachsen-anhaltische Landtage, die 1946 und 1950 gewählt wurden. Die Landtagswahl 1946 war dabei als die einzige demokratische Wahl in ganz Ostdeutschland in der Zeit zwischen 1933 und 1990. Allerdings war die Chancengleichheit der Parteien bei dieser Wahl durch Einflussnahmen der Besatzungsbehörden zugunsten der SED beeinflusst.

    Der erste Landtag wurde am 14. Oktober 1990 gewählt. Aber erst 1992 verabschiedete der Landtag die sachsen-anhaltische Verfassung, sodass es eine "verfassungslose" Zeit von ungefähr zwei Jahren gab. In der Zeit regelte eine vorläufige Ordnung, die an der allerersten Sitzung am 28. Oktober 1990 verabschiedet wurde, das Zusammenspiel zwischen den Abgeordneten und der Regierung.[2]

    Stimmenanteile der Parteien in Prozent

    WahltagWahlbeteiligungCDUSPDFDPLinke1GrüneDVUAfDAndere
    15.10.199065,139,026,013,512,025,32
    26.06.199454,834,434,003,619,95,1
    26.04.199871,722,035,904,219,63,212,9
    21.04.200256,537,320,013,320,42,0Schill 4,5
    26.03.200644,436,221,406,724,13,603,0
    20.03.201151,232,521,503,823,77,1NPD 4,6, FW 2,8
    13.03.201661,129,810,604,916,35,224,3FW 2,2
    06.06.202160,337,108,406,411,05,920,8FW 3,1
    1 bis 2002: PDS, 2006: Linkspartei.PDS
    2 1990: Grüne Liste/Neues Forum


    Sitzverteilung

    JahrGesamtCDUSPDFDPLinke1GrüneAfDDVU
    1990106482714125
    19940993736215
    199811628472516
    200211548251725
    200609740240726
    20111054126299
    2016087301116525
    202109740090712623

    Präsidenten des Landtages von Sachsen-Anhalt

    Magdeburger Modell

    Zwischen 1994 und 2002 führte die SPD mit Ministerpräsident Reinhard Höppner eine bis dato in Deutschland nicht übliche Minderheitsregierung an.

    Landtagsgebäude

    Fassade des Landtages von Sachsen-Anhalt am Domplatz in Magdeburg
    © Foto: Ra Boe / Wikipedia, CC BY-SA 3.0 de
    Blick in den Plenarsaal des Landtages von Sachsen-Anhalt

    Der nach der Wiederherstellung des Landes Sachsen-Anhalt gewählte erste Landtag hielt seine ersten sechs Sitzungen vom 28. Oktober 1990 bis zum 20. Dezember 1990 provisorisch in Dessau in der Johann-Philipp-Becker-Kaserne ab. Dort wurde mit knapper Mehrheit Magdeburg und nicht Halle als Landtagssitz bestimmt. Seit dem 17. Januar 1991 tagt der Landtag im Gebäudekomplex „Domplatz 6–9“ in Magdeburg, der zuvor Sitz der Ingenieurschule für Wasserwirtschaft war. In knapp zwei Jahrzehnten und nach Umbauarbeiten für 44,89 Millionen Euro hat sich das Ensemble des Landtagsgebäudes in mehreren Bauphasen zum heutigen modernen und barrierefreien Parlamentssitz entwickelt, der hinter bürgerlich-barocker Fassade ein modernes, in der Tradition des Bauhauses stehendes funktionales Design aufweist.

    Siehe auch

    Literatur

    • Präsident des Landtages von Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Landtag Sachsen-Anhalt – Modernes Parlament mit Geschichte. Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 2013, ISBN 978-3-89812-747-9.

    Weblinks

    Commons: Landtag Sachsen-Anhalt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    1. Wahlsystem Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 17. März 2021.
    2. Siegfried Mielke, Petra Dobner: Länderparlamentarismus in Deutschland. 2004, ISBN 3-8100-3893-8, S. 426.

    Koordinaten: 52° 7′ 35,4″ N, 11° 38′ 9,6″ O

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    Das Reichswappen in seiner Form von 1928 bis 1935 und Bundeswappen Deutschlands seit 1950.
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    Fotos vom Landtagsprojekt Sachsen-Anhalt 2012
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    (c) nick smith, CC BY-SA 2.0
    Der Landtag Sachsen-Anhalt , Domplatz, Magdeburg (The Landtag or state parliament for Saxony-Anhalt)