Landesgartenschau Ingolstadt 1992

Die Landesgartenschau Ingolstadt 1992 war die 6. Landesgartenschau im Freistaat Bayern. Ingolstadt, eine kreisfreie Großstadt in Oberbayern an der Donau liegend, richtete die Gartenschau im Jahr 1992 aus. Die Gartenschau wurde nach Plänen vom Ingolstädter Architekten Florian Brand und Landschaftsarchitekten Peter Leitzmann zwischen 1989 und 1992 realisiert.[1] Sie fand vom 24. April 1992 bis zum 4. Oktober 1992 auf dem nach Leo von Klenze benannten 20 ha großen Klenzepark in Ingolstadt statt.[2][3][4] Mit über 2,2 Millionen Besucher gilt die Landesgartenschau in Ingolstadt 1992 zur bisher zweit besucherreichsten Bayerischen Landesgartenschau hinter der Landesgartenschau Würzburg 1990.[5]

Donausteg in Ingolstadt
Baustelle am Klenzepark 1990
Landesgartenschau und Turm Triva 1992
Klenzepark und Turm Triva 1992
Der Donausteg 2011

Geschichte

Vor 1990 lag das Areal des heutigen Klenzeparks brach und wurde als Industrie- und Lagerfläche genutzt. Der Freiraum und die erhaltenen historischen Festungsbauten am Südufer der Donau konnten für die Landesgartenschau 1992 freigestellt und zurückgewonnen werden.

Der Klenzepark, auf dem Gelände der Landesgartenschau 1992, dient Bewohnern und Besuchern der Stadt als gepflegter Bürgerpark an der Donau. Der Park ist ein elementarer Baustein für die Stadt Ingolstadt, der als Teil der Landesfestung im 19. Jahrhundert entstand und heute als Festungsring Glacis bezeichnet wird.

Der ehemalige Festungsbereich wurde unter dem Motto „IngolStadt-Land-Fluß“ zur Donau hin geöffnet. Ein neuer Fußgängersteg ermöglicht eine direkte Verbindung vom Süden in die Altstadt von Ingolstadt. Es galt als wesentlicher Punkt, die Donau ins Bewusstsein der Ingolstädter zu rücken. Die Gesamtkosten für die Gartenschau werden mit rund 43 Millionen D-Mark bezeichnet.

Der Park wird heute als einer der beliebtesten Grünflächen Ingolstadts häufig von den Bewohnern Ingolstadts als Freizeit und Aufenthaltsregion verwendet. Über 100.000 Nutzer finden sich im Sommer monatlich im etwa 20 Hektar großen Klenzepark ein.

Begleitende Attraktionen

Die Landesgartenschau bewarb Ausflugsziele der unmittelbaren Umgebung:

Projektbeteiligte

  • Architekt: Florian Brand, Ingolstadt[6][7]
  • Landschaftsarchitekt: Peter Leitzmann, München
  • Lichtgestaltung: Walter Bamberger, Pfünz[8]

Einzelnachweise

  1. Stadt Ingolstadt: Der Klenzepark. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  2. Ingolstadt: Das Ereignis in Ingolstadt. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  3. Home | Freizeit & Kultur | Zoo, Parks & Grünanlagen. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  4. Trfihi Parks | Parks | Klenzepark. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  5. 1992 Ingolstadt – Ein Park zum Feiern | Bayerische Landesgartenschauen. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  6. Ingolstadt: "Wir haben echt überlegt, ob wir nicht aufhören". Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  7. Ingolstadt: Der Vater der Donaubühne. Abgerufen am 12. Oktober 2020.
  8. Landesgartenschau 1992 in Ingolstadt – Ingenieure Bamberger. Abgerufen am 12. Oktober 2020.

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Ingolstadt, Donausteg von Osten / südliches Ufer
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Ingolstadt, Donausteg von Süden mit Neuem Schloss im Hintergrund
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Die Landesgartenschau in Ingolstadt 1992
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Die Landesgartenschau in Ingolstadt 1992
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Baustelle am Klenzepark