Kuma (Kaspisches Meer)

Kuma
Кума́
Daten
GewässerkennzahlRU07010000312108200001471
LageKaratschai-Tscherkessien, Region Stawropol, Dagestan, Kalmückien (Russland)
FlusssystemKuma
QuelleSkalisty-Kamm des Großen Kaukasus östlich Karatschajewsk
43° 48′ 36″ N, 42° 10′ 42″ O
Quellhöheca. 2050 m
MündungKaspisches Meer südlich von LaganKoordinaten: 44° 45′ 14″ N, 46° 59′ 38″ O
44° 45′ 14″ N, 46° 59′ 38″ O
Mündungshöhe28 m unter dem Meeresspiegel
Höhenunterschiedca. 2078 m
Sohlgefälleca. 2,6 ‰
Länge802 km[1][2]
Einzugsgebiet33.500 km²[1][2]
Abfluss[1]MQ
10,9 m³/s
Linke NebenflüsseTomuslowka, Suchoi Karamyk, Mokry Karamyk, Suchaja Buiwola
Rechte NebenflüssePodkumok, Solka, Darja
MittelstädteMineralnyje Wody, Georgijewsk, Selenokumsk, Budjonnowsk, Neftekumsk
GemeindenSuworowskaja
Schiffbarnicht schiffbar

Die Kuma (russisch Кума́) ist ein 802 km langer Zufluss des Kaspischen Meeres im Nordkaukasus und im Kaukasusvorland (Russland).

Verlauf

Die Kuma entspringt in den Bergen Karatschai-Tscherkessiens in etwa 2050 m unweit des Gumbaschi-Passes, knapp 25 km östlich der Stadt Karatschajewsk und nahe der Quelle ihres bedeutendsten Nebenflusses Podkumok. Von dort fließt die Kuma in nordöstlicher Richtung durch ein enges Tal, bis sie bereits auf dem Territorium der Region Stawropol die Ebene erreicht und das Gebiet der „Kaukasischen Mineralwasser-Kurorte“ Kislowodsk und Pjatigorsk nördlich umfließt. Weiter in östlicher bis nordnordöstlicher Richtung verlaufend, erreicht sie schließlich den Ostteil der Manytschniederung und wendet sich nach Osten, bevor sie etwa 100 km südlich der Kleinstadt Lagan in den Nordwestteil des Kaspischen Meeres mündet.

Auf dem 100 Kilometer langen Abschnitt bis zur Mündung stellt der Fluss auf weiten Strecken die Grenze zwischen den Republiken Kalmückien und Dagestan dar. Nach einer gängigen Definition bildet sie dort auch die Grenze zwischen Europa und Asien, die sich nach Westen durch die Manytschniederung fortsetzt.

Nutzung

Die Kuma ist nicht schiffbar. Ihr Wasser wird in großem Maßstab für die Bewässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen genutzt, sodass der Fluss während der trockenen Sommermonate regelmäßig auf knapp 200 km Länge etwa ab Neftekumsk bis zur Mündung versiegt. Für Bewässerungszwecke wurden der Terek-Kuma-Kanal, der die Kuma mit dem Terek verbindet, und der Kuma-Manytsch-Kanal zum Manytsch gebaut.

Einzelnachweise

  1. a b c Artikel Kuma in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D067359~2a%3DKuma~2b%3DKuma
  2. a b Kuma im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)