Konstantes Kapital

Als konstantes Kapital bezeichnet Karl Marx (1818–1883) in seinem Hauptwerk Das Kapital einen Teil des vom Unternehmer angelegten Kapitals. Dabei handelt es sich um den Teil des aus Produktionsmitteln bestehenden Kapitals, der im Laufe einer Produktionsperiode abgeschrieben und auf das Produkt übertragen wird. Der Wert dieses Teils bleibt im Produktionsprozess konstant und wird erhalten, wenn Lohnarbeiter den Wert der verbrauchten Produktionsmittel auf die zu schaffende Ware übertragen. Das Gegenstück ist das variable Kapital.

Theoretischer Ort und Prinzip

Theoretische Vorarbeit

In Das Kapital führt Marx den Begriff des konstanten Kapitals im ersten Band ein. Nachdem er in den ersten beiden Hauptabschnitten die ökonomischen Formen Ware, Geld und Kapital untersucht hat, behandelt er im dritten Hauptabschnitt die Produktion des absoluten Mehrwerts. Zunächst unterscheidet Marx im fünften Kapitel zwischen Arbeitsprozess und Verwertungsprozess. Danach arbeitet er im sechsten Kapitel den Unterschied zwischen konstantem und variablem Kapital heraus.

Prinzip

Der Kapitalist schießt zunächst Wert in Geldform vor. Er kauft damit Waren, nämlich Arbeitskraft und Produktionsmittel. Beide wendet er im Produktionsprozess an, um eine neue höherwertige Warenmenge zu schaffen. Schließlich verkauft der Kapitalist die neue Warenmenge, um mehr Geld zu erhalten, als er anfänglich vorgeschossen hat. Der anfänglich vorgeschossene Wert ist gewachsen und hat sich somit verwertet.

Indem Marx zwischen konstantem und variablem Kapital unterscheidet, versucht er zu klären, welche unterschiedlichen Rollen bestimmte Teile des Kapitals in der Wertbildung spielen.

Produktionsmittel können auf verschiedene Art und Weise verbraucht werden und ihren Wert übertragen. Einige werden in einer Produktionsperiode völlig verbraucht. Dabei verlieren sie ihren Gebrauchswert und übertragen ihren Wert ganz, wie zum Beispiel Rohmaterialien und Hilfsstoffe.[1] In anderen Fällen bleiben Gestalt und Nutzen des Produktionsmittels über mehrere Produktionsperioden hinweg erhalten. Das betrifft die Arbeitsmittel, wie etwa Gebäude, Werkzeuge und Maschinen.[2] Beispielsweise wird eine Maschine eines bestimmten Typs im Schnitt in zehn Jahren vollständig vernutzt. Sie verliert dann jedes Jahr ein Zehntel ihres Gebrauchswerts und überträgt ein Zehntel ihres Wertes.

Die Arbeiter verbrauchen in einer Produktionsperiode Produktionsmittel und schaffen dadurch neue Gebrauchswerte. Sie übertragen den Wert der verbrauchten Produktionsmittel auf das neue Produkt. Sie verändern dadurch nicht den Wert der verbrauchten Produktionsmittel; daher spricht Marx von konstantem Kapital.[3]

Im Gegensatz dazu steht derjenige Kapitalteil, mit dem der Kapitalist Arbeitskraft kauft. Dieses variable Kapital bewirkt eine Wertveränderung. Die Arbeiter schaffen ein Äquivalent für ihren Lohn und darüber hinaus auch einen Mehrwert für den Kapitalisten.[4]

Konstantes Kapital und der Doppelcharakter der Arbeit

Laut Marx hat die Arbeit, die sich in Waren darstellt, einen Doppelcharakter. Diesen klar herausgearbeitet zu haben, betrachtet Marx als seine eigenen fundamentalen Beitrag zur politischen Ökonomie.[5] Im Zusammenhang mit dem konstanten Kapital kommt er darauf zurück. Indem die Arbeiter ihre Arbeitskraft in einer bestimmten Form verausgaben, verrichten sie konkrete Arbeit, die Gebrauchswerte schafft. So übertragen sie den Wert der Produktionsmittel, die sie verbrauchen, auf ihr Produkt. Die abstrakte Arbeit hingegen bildet Wert bzw. Neuwert.[6]

Marx beansprucht daher eine klarere Vorstellung von der Kapitalverwertung zu haben als David Ricardo (1772–1823). Er reagiert auch auf Polemiken gegen Ricardo, die Schwachpunkte in dessen Arbeitswerttheorie offengelegt hätten.[7]

Weitere Differenzierungen: Zirkulation des Wertes

Im zweiten Band von Das Kapital behandelt Marx explizit den Zirkulationsprozess. Dort untersucht er unter anderem, welche Rolle bestimmte Kapitalteile in Zirkulation des Wertes übernehmen. Er unterscheidet zwischen fixem Kapital und zirkulierendem Kapital.[8]

Letzteres hatten bereits bürgerliche Ökonomen vor Marx getan, wie zum Beispiel Adam Smith (1723–1790), jedoch trennte Marx Wertbildung und Wertzirkulation deutlicher voneinander.[9] Wie sich Marx in dieser Hinsicht ausführlich mit Adam Smith und vor allem mit David Ricardo auseinandersetzte, zeigen etwa das Manuskript Theorien über den Mehrwert[10] wie auch der zweite Band von Das Kapital[11]. Rosa Luxemburg (1871–1919) fügte in ihrer Schrift Die Akkumulation des Kapitals Marx' Termini zu fixes konstantes Kapital und zirkulierendes konstantes Kapital zusammen.

Das fixe konstante Kapital besteht aus Landbesitz, Bauten, Maschinen, Werkzeugen und größeren Ersatzteilen. Es wird beim Beginn eines Unternehmens angelegt und überträgt dann seinen Tauschwert innerhalb der Abschreibungszeit auf die produzierte Ware. Das fixe konstante Kapital teilt sich also

  1. in „ursprünglich angelegtes“ fixes konstantes Kapital, das beim Start eines Unternehmens angelegt wird,
  2. in „angelegtes“ fixes konstantes Kapital, das noch nicht abgeschrieben ist aber auch nicht gerade angewandt wird,
  3. in „angewandtes“ fixes konstantes Kapital, das gerade in der Produktion angewandt wird und
  4. in „amortisiertes“ fixes konstantes Kapital, das bereits seinen Wert auf die Ware übertragen hat und „abgeschrieben“ ist.

Das zirkulierende konstante Kapital besteht aus Rohmaterial und Hilfsstoffen. Dazu gehören auch nicht-stoffliche Hilfsstoffe, wie etwa Elektrizität und Fernwärme. Es wird beim Beginn eines Unternehmens angelegt. Es überträgt seinen Tauschwert innerhalb eines Kapitalumschlages vollständig auf die produzierte Ware. Mit dieser geht es in den Umlauf. Sein Tauschwert trennt sich im Verkauf (zusammen mit dem fixen konstanten Kapitalteil, dem variablen Kapitalteil und dem Mehrwert, die auf die einzelne Ware entfallen) vom Gebrauchswert der Ware und wird in Geldform in der Wertzirkulation zum Unternehmer zurück zirkuliert. Der Unternehmer legt es erneut in Rohmaterial und Hilfsstoffen an. Daher bildet es zusammen mit dem variablen Kapital, aber ohne den Mehrwert einen Teil des „Zirkulationskapitals“, das diesen beschriebenen Kreislauf ständig wiederholt. Das zirkulierende konstante Kapital teilt sich

  1. in „angelegtes“ zirkulierendes konstantes Kapital, das aus dem Rohmaterial- und Hilfsstoffvorrat besteht und
  2. in „angewandtes“ zirkulierendes konstantes Kapital, das gerade in der Produktion verwendet wird.

Kritik

Joseph Alois Schumpeter (1883–1950) hielt den Umstand, dass Marx zwischen konstantem und variablem Kapital unterschieden hatte, für einen wertvollen Beitrag zur Kapitaltheorie.[12] Marx habe mit seinen neuen Begriffen David Ricardos mangelhafte Begriffe des fixen und des zirkulierenden Kapitals ersetzt. Zudem habe Marx mit seinem Begriff der organischen Zusammensetzung Ricardo übertroffen. Schumpeter räumte in Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung ein, dass Marx' These, wonach konstantes Kapital keinen Mehrwert schaffe, eine gewisse Entsprechung in Schumpeters eigener Theorie finde.[13]

Joan Robinson (1903–1983) und John Eatwell (* 1945) urteilten, wenn man Marx' begrifflichen Apparat modifiziere, sei er wertvoll, um die kapitalistische Produktion, Verteilung und Akkumulation zu analysieren und um neoklassische Theorien zu kritisieren; ansonsten verwirre er.[14]

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 217–218.
  2. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 218: „Anders mit den eigentlichen Arbeitsmitteln. Ein Instrument, eine Maschine, ein Fabrikgebäude, ein Gefäß usw. dienen im Arbeitsprozeß nur, solange sie ihre ursprüngliche Gestalt bewahren und morgen wieder in ebenderselben Form in den Arbeitsprozeß eingehn wie gestern. Wie sie während ihres Lebens, des Arbeitsprozesses, ihre selbständige Gestalt dem Produkt gegenüber bewahren, so auch nach ihrem Tode. Die Leichen von Maschinen, Werkzeugen, Arbeitsgebäuden usw. existieren immer noch getrennt von den Produkten, die sie bilden halfen. Betrachten wir nun die ganze Periode, während deren ein solches Arbeitsmittel dient, von dem Tag seines Eintritts in die Werkstätte bis zum Tage seiner Verbannung in die Rumpelkammer, so ist während dieser Periode sein Gebrauchswert von der Arbeit vollständig verzehrt worden und sein Tauschwert daher vollständig auf das Produkt übergegangen. Hat eine Spinnmaschine z. B. in 10 Jahren ausgelebt, so ist während des zehnjährigen Arbeitsprozesses ihr Gesamtwert auf das zehnjährige Produkt übergegangen. Die Lebensperiode eines Arbeitsmitteis umfängt also eine größere oder kleinere Anzahl stets von neuem mit ihm wiederholter Arbeitsprozesse. […] Man weiß aus der Erfahrung, wie lang ein Arbeitsmittel, z. B. eine Maschine von gewisser Art, durchschnittlich vorhält. Gesetzt, sein Gebrauchswert im Arbeitsprozeß daure nur 6 Tage. So verliert es im Durchschnitt jeden Arbeitstag 1/6 seines Gebrauchswerts und gibt daher 1/6 seines Werts an das tägliche Produkt ab. In dieser Art wird der Verschleiß aller Arbeitsmittel berechnet, also z. B. ihr täglicher Verlust an Gebrauchswert und ihre entsprechende tägliche Wertabgabe an das Produkt.“
  3. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 223: „Der Teil des Kapitals also, der sich in Produktionsmittel, d. h. in Rohmaterial, Hilfsstoffe und Arbeitsmittel umsetzt, verändert seine Wertgröße nicht im Produktionsprozeß. Ich nenne ihn daher konstanten Kapitalteil, oder kürzer: konstantes Kapital.“
  4. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 224: „Der in Arbeitskraft umgesetzte Teil des Kapitals verändert dagegen seinen Wert im Produktionsprozeß. Er reproduziert sein eignes Äquivalent und einen Überschuß darüber, Mehrwert, der selbst wechseln, größer oder kleiner sein kann. Aus einer konstanten Größe verwandelt sich dieser Teil des Kapitals fortwährend in eine variable. Ich nenne ihn daher variablen Kapitalteil, oder kürzer: variables Kapital. Dieselben Kapitalbestandteile, die sich vom Standpunkt des Arbeitsprozesses als objektive und subjektive Faktoren, als Produktionsmittel und Arbeitskraft unterscheiden, unterscheiden sich vom Standpunkt des Verwertungsprozesses als konstantes Kapital und variables Kapital.“
  5. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 56: „Ursprünglich erschien uns die Ware als ein Zwieschlächtiges, Gebrauchswert und Tauschwert. Später zeigte sich, daß auch die Arbeit, soweit sie im Wert ausgedrückt ist, nicht mehr dieselben Merkmale besitzt, die ihr als Erzeugerin von Gebrauchswerten zukommen. Diese zwieschlächtige Natur der in der Ware enthaltenen Arbeit ist zuerst von mir kritisch nachgewiesen worden. Da dieser Punkt der Springpunkt ist, um den sich das Verständnis der politischen Ökonomie dreht, soll er hier näher beleuchtet werden.“
  6. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 215: „Wäre die spezifische produktive Arbeit des Arbeiters nicht Spinnen, so würde er die Baumwolle nicht in Garn verwandeln, also auch die Werte von Baumwolle und Spindel nicht auf das Garn übertragen. Wechselt dagegen derselbe Arbeiter das Metier und wird Tischler, so wird er nach wie vor durch einen Arbeitstag seinem Material Wert zusetzen. Er setzt ihn also zu durch seine Arbeit, nicht soweit sie Spinnarbeit oder Tischlerarbeit, sondern soweit sie abstrakte, gesellschaftliche Arbeit überhaupt, und er setzt eine bestimmte Wertgröße zu, nicht weil seine Arbeit einen besondren nützlichen Inhalt hat, sondern weil sie eine bestimmte Zeit dauert. In ihrer abstrakten, allgemeinen Eigenschaft also, als Verausgabung menschlicher Arbeitskraft, setzt die Arbeit des Spinners den Werten von Baumwolle und Spindel Neuwert zu, und in ihrer konkreten, besondren, nützlichen Eigenschaft als Spinnprozeß, überträgt sie den Wert dieser Produktionsmittel auf das Produkt und erhält so ihren Wert im Produkt. Daher die Doppelseitigkeit ihres Resultats in demselben Zeitpunkt.“
  7. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 219 (Fußnote 21): „Der Verfasser, ein ungemein selbstgefälliger „wiseacre“, hat mit seiner Konfusion und daher mit seiner Polemik nur so weit recht, als weder Ricardo noch irgendein andrer Ökonom, vor oder nach ihm, die beiden Seiten der Arbeit genau geschieden, daher noch weniger ihre verschiedne Rolle in der Wertbildung analysiert hat.“
  8. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Zweiter Band. Buch II: Der Zirkulationsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 24. Dietz Verlag, Berlin 1963, S. 158 ff.
  9. Michael Heinrich: Das Programm der Kritik der politischen Ökonomie. In: Michael Quante/David P. Schweikard (Hrsg.): Marx-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. J. B. Metzler, Stuttgart 2016, S. 111.
  10. Karl Marx: Theorien über den Mehrwert. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 26, Nr. 2. Dietz Verlag, Berlin 1967, S. 170 ff.
  11. Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Zweiter Band. Buch II: Der Zirkulationsprozeß des Kapitals. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 24. Dietz Verlag, Berlin 1963, S. 217 ff.
  12. Joseph Alois Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. 10. Auflage. Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen 2020, S. 31: „3. Hierbei bewies er (= Karl Marx; d. V.) nicht nur eine viel schärfere Einsicht in die Natur des Problems, sondern er verbesserte auch den Begriffsapparat, den er übernommen hatte. Zum Beispiel ersetzte er mit gutem Grund Ricardos Unterscheidung zwischen fixm und umlaufendem Kapital durch die Unterscheidung zwischen konstantem und variablem (Lohn-)Kapital, und Ricardos rudimentäre Vorstellungen über die Dauer des Produktionsprozesses durch den viel genaueren Begriff der "organischen Struktur" des Kapitals, der sich um das Verhältnis zwischen konstantem und variablem Kapital dreht. Er lieferte auch manche andere Beiträge zur Theorie des Kapitals.“
  13. Joseph Alois Schumpeter: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. Eine Untersuchung über Unternehmergewinn, Kapital, Kredit, Zins und den Konjunkturzyklus. 7. Auflage. Duncker & Humblot, Berlin 1987, S. XXIV: „Ich sage dies nicht, um irgendetwas, das ich in diesem Buche schreibe, mit seinem [= Karl Marx, d. V.] großen Namen zu verbinden. Intention und Ergebnisse sind viel zu verschieden, um mir hierzu ein Recht zu geben. Gleichartigkeiten in den Resultaten, die zweifellos vorhanden sind (vergleiche zum Beispiel die These dieses Buches, das im vollkommenen Gleichgewicht der Zins gleich Null sein würde mit Marxens Satz, das konstantes Kapital keinen Mehrwert hervorbringt) werden nicht nur durch einen sehr großen Unterschied in der allgemeinen Grundhaltung ausgelöscht, sondern auch durch so unterschiedliche Methoden erreicht, das jede Betonung von Parallelen für Marxisten in hohem Grade unbefriedigend sein würde.“
  14. Joan Robinson, John Eatwell: An Introduction to Modern Economics. McGraw Hill, London u. a. 1973, S. 33.