Kola-Bucht
| Kola-Bucht Кольский залив | ||
|---|---|---|
Blick auf die Kola-Bucht und den Hafen von Murmansk | ||
| Gewässer | Barentssee | |
| Landmasse | Festland Europa | |
| Geographische Lage | 69° 6′ N, 33° 24′ O | |
| Breite | 7 km | |
| Länge | 57 km | |
| Größte Wassertiefe | 300 m | |
| Zuflüsse | Tuloma, Kola | |
Die Kola-Bucht (russisch Кольский залив, auch Murmansk-Fjord) ist ein 57 km langer Fjord der Barentssee an der nordöstlichen Grenze der Halbinsel Kola.
Der Fjord ist bis zu sieben Kilometer breit und hat eine Tiefe von 200 bis 300 m. Die Flüsse Tuloma und Kola münden in das südliche Ende der Kola-Bucht.[1]
Das Ostufer ist schroff und steil, während das westliche Ufer relativ flach ist. Die Häfen von Murmansk und Seweromorsk liegen am östlichen, der Hafen von Polyarny am westlichen Ufer der Bucht. Die Kolabucht-Brücke überspannt die Bucht. Der Tidenhub in der Kola-Bucht erreicht eine Höhe von vier Metern. In den Wintermonaten gefriert der südliche Teil der Kola-Bucht. Die Sajda-Bucht ist ein westlicher Seitenarm der Kola-Bucht.[1]
Am Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Kola-Bucht zum Zufluchtsort von Handelsschiffen, darunter die deutsche Bremen. Von 1941 bis 1945 war sie Ankunfts- und Sammelplatz für die Nordmeergeleitzüge, die von hier aus nach Großbritannien zurückfuhren.
In den 2010er und 2020er Jahren verlegten russische Schiffe in der Barentssee, von der Kola-Bucht bis zu den russischen Inseln Alexandraland und Nowaja Semlja Spezialsonare und Seekabel zur Detektierung und Ortung von U-Booten und Schiffen anderer Nationen.[2][3]
Einzelnachweise
- ↑ a b Artikel Kola-Bucht in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
- ↑ Katharina Bews, Antonius Kempmann, Sven Lohmann, Merlin Menze, Alice Pesavento, Lea Struckmeier, Benedikt Strunz, Petra Blum, Florian Flade Manuel Bewarder: Unterwasser-Spionage - Russland schützt Atomarsenal mit westlicher Technik. In: tagesschau.de. Abgerufen am 23. Oktober 2025.
- ↑ Katharina Bews, Antonius Kempmann, Sven Lohmann, Merlin Menze, Alice Pesavento, Lea Struckmeier, Benedikt Strunz, Petra Blum, Florian Flade Manuel Bewarder: Mit deutscher Technik: So schützt Putin seine Atomwaffen. In: ndr.de. Abgerufen am 23. Oktober 2025.
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Мурманская гавань

