Kleinsendelbach

WappenDeutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten:49° 36′ N, 11° 9′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Oberfranken
Landkreis:Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft:Dormitz
Höhe:312 m ü. NHN
Fläche:7,5 km²
Einwohner:1448 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte:193 Einwohner je km²
Postleitzahl:91077
Vorwahl:09126
Kfz-Kennzeichen:FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel:09 4 74 144
Gemeindegliederung:5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 2
91077 Kleinsendelbach
Website:kleinsendelbach.de
Erste Bürgermeisterin:Wolfgang Höger (Unabhängige Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Kleinsendelbach im Landkreis Forchheim
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Karte

Kleinsendelbach ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken).

Geographie

Geographische Lage

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Ein Panorama von Kleinsendelbach von Westen

Die Gemeinde liegt etwa 15 Kilometer östlich von Erlangen und etwa 15 Kilometer nördlich von Nürnberg im Tal der Schwabach. Kleinsendelbach ist das südlichste Dorf Oberfrankens.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Neunkirchen am Brand, Igensdorf, Eckental, Kalchreuth, Dormitz.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Kleinsendelbach hat 5 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt nur die Gemarkung Kleinsendelbach.[4] Sie hat eine Fläche von 7,501 km² und ist in 1922 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3902,84 m² haben.[5][6]

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Die Ortsteile wurden 1062 erstmals urkundlich erwähnt. Kleinsendelbach gehörte zum Hochstift Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

20. Jahrhundert

1982 wurde Kleinsendelbach als schönstes Dorf des Landkreises Forchheim ausgezeichnet.

Verkehrsgeschichte

Kleinsendelbach hatte früher einen Bahnhof der Bahnstrecke Erlangen–Eschenau, die allerdings stillgelegt ist.

Politik

Bürgermeisterin

Erster Bürgermeister ist seit 2026 Wolfgang Höger (Unabhängige Wählergruppe). Zum Stellvertreter wurde Peter Wartenfelser (Dorfgemeinschaft) gewählt. Vorgänger waren Gertrud Werner (Unabhängige Wählergruppe) von 2008 bis 2026, Albert Güßregen von 2002 bis 2008, Alfred Schramm von 1975 bis 2002 und Willi Kupfer von 1960 bis 1975. Die drei Letzteren gehörten der Wählergruppe Dorfgemeinschaft Kleinsendelbach an.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Kleinsendelbach hat 12 Mitglieder zuzüglich der Ersten Bürgermeisterin. Die Gemeinderatswahlen führten zu folgenden Ergebnissen:

Dorfgemeinschaft (DGem)Unabhängige Wählergruppe (UWK)Miteinander im Ort (MiO)SPDGesamt
2026354-12 Sitze
202066--12 Sitze
201466--12 Sitze
200866--12 Sitze
200265-112 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 8. März 2026)

Verwaltung

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dormitz.

Wappen

Wappen Gde. Kleinsendelbach
Wappen Gde. Kleinsendelbach
Blasonierung: „Über gekürzter, fünfmal von Rot und Silber schräg geteilter Spitze gespalten von Blau und Gold, vorne ein linksgewendeter silberner Wolfskopf, hinten ein rotgezungter schwarzer Löwenkopf, der mit einer silbernen Schrägleiste überdeckt ist.“[7]
Wappenbegründung: Der Wolf stammt aus dem Wappen der Herren von Eschenau. Sie waren Reichsministerialen, in Schellenberg, im heutigen Gemeindegebiet, ansässig und sind 1370 ausgestorben. Der Löwenkopf ist das verminderte Wappentier des Bistums Bamberg und weist darauf hin, dass die Burg Schellenberg schon 1251 im Besitz des Bistums war. Später richtete das Hochstift auf der Burg ein Amt ein. Die Rot-Silber-Teilung aus dem Wappen der Reichsstadt Nürnberg erinnert an die enge Beziehung der beiden Orte Kleinsendelbach und Steinbach zur ehemaligen Reichsstadt.

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1982.

Sehenswürdigkeiten und Infrastruktur

Bauwerke

Die Kapelle in Steinbach
  • Kirche St. Heinrich (erbaut 1952)
  • Kapelle Steinbach (im Jahre 1921 erbaut)
  • Heilig-Kreuz-Kapelle Schellenberg
  • Kapelle Kleinsendelbach

Gemeindliche Einrichtungen

  • Gemeindliches Kinderhaus
  • Freiwillige Feuerwehr Kleinsendelbach
  • Freiwillige Feuerwehr Steinbach
  • Freiwillige Feuerwehr Schellenberg

Freizeit- und Sportanlagen

  • Zwei Sportplätze
  • Skaterbahn
  • Basketballplatz
  • Zwei Spielplätze, einer in Schellenberg und einer in Steinbach

Literatur

Commons: Kleinsendelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Kleinsendelbach – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kleinsendelbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 4. Januar 2020.
  3. Gemeinde Kleinsendelbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 13. Dezember 2024.
  4. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.
  5. Gemarkung Kleinsendelbach (092711). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 6. Januar 2026.
  6. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Januar 2026.
  7. Wappen von Kleinsendelbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

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Kleinsendelbach in FO.svg
Deutsch (de): Lagekarte von Kleinsendelbach, Landkreis Forchheim, Bayern, Deutschland.
Kleinsendelbach Panorama 02.jpg
Autor/Urheber: Spike, Lizenz: CC BY-SA 4.0
A panorama of Kleinsendelbach, a village in northern Bavaria