Kim Leine

Kim Leine auf der Leipziger Buchmesse 2014

Kim Leine Rasmussen[1] (* 28. August 1961 in Bø (Telemark), Norwegen) ist ein dänisch-norwegischer Schriftsteller, der mehrere Auszeichnungen erhalten hat.

Leben

Kim Leine wurde 1961 als Kind dänischer Eltern in Norwegen geboren und wuchs dort in einer Gemeinde der Zeugen Jehovas auf.[2] Erst mit siebzehn Jahren kam er nach Kopenhagen, um bei seinem dänischen Vater und dessen Freund zu leben. Leine wurde von seinem Vater sexuell missbraucht, was er in seinem autobiografisch geprägten Debütroman Kalak verarbeitete. 1982 legte er das Abitur am Sortedam Gymnasium in Kopenhagen ab. Leine absolvierte anschließend ein Studium[3] zum Gesundheits- und Krankenpfleger, das er 1987 abschloss.[4]

1990 ging er mit seiner jungen Familie nach Grönland, um dort als Pfleger zu arbeiten. Diese Erfahrungen verwendete er in seinem Roman Tunu und auch in seinem Erstling Kalak. In beiden Büchern wird auch sein schwerer Medikamentenmissbrauch thematisiert. Basis seines Romans Valdemarsdag ist die wahre Geschichte seines Großvaters Erik Rasmussen. Dieser hatte 1938 aus Eifersucht und vorsätzlich seinen Chef, Freund und Liebhaber seiner von ihm getrennt lebenden Frau umgebracht.[5] Profeterne i Evighedsfjorden ist ein historischer Roman, der zwischen 1785 und 1815 in Kopenhagen, Grönland und Norwegen spielt und auf der wahren Begebenheit der Habakuk-Bewegung beruht.[6] Erzählt wird die Lebensgeschichte des fiktiven Pastors Morten Falck, der in Norwegen aufwächst, zum Studium nach Kopenhagen geht und dann als Missionar nach Grönland. Das Buch wurde bereits ins Norwegische, Niederländische, Deutsche und Italienische übersetzt[7] und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Leine schreibt auf Dänisch und übersetzt seine Bücher selbst ins Norwegische. Er lebt mit seiner zweiten Familie in Kopenhagen.

Werke

Romane

  • Kalak (2007)
  • Valdemarsdag (2008)
  • Tunu (2009) als Die Untreue der Grönländer (2012), deutsche Übersetzung: Ursel Allenstein, zuletzt Suhrkamp, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-46365-9[8]
  • Profeterne i Evighedsfjorden (2012), deutsch: Ewigkeitsfjord, deutsche Übersetzung: Ursel Allenstein, Hanser, München 2014, ISBN 978-3-446-24477-1
  • Afgrunden (2015)
  • Skovpigen Skærv (2015)
  • De søvnløse (2016)
  • Rød mand/sort mand (2018)

Novellen

  • Historien om et venskab, 2009 in der Literaturzeitschrift Kulturo, Nr. 28[9][10]
  • Leifurs rejse, 2010 in Apparatur, Nr. 22[11]

Artikel (Auswahl)

  • Greetings from a new country in: New Statesman vom 18. Dezember 2008[12]
  • Frisøren in der Serie Min Far in: Politiken vom 28. Dezember 2008[13]
  • Løbe til og ikke fra in: Politiken vom 3. August 2011[14]

Auszeichnungen und Stipendien

Einzelnachweise

  1. [tilskud_id& @1[tilskud_id& @2Vorlage:Toter Link/www.kunst.dk (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2022. [tilskud_id& Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)#93;=35&tx_lftilskudsbase_pi5[order]=name%20asc&tx_lftilskudsbase_pi5[page]=13#.T8Ied_l4890
  2. Litterær sygeplejer fra Grønland bør få sit store gennembrud. 16. März 2012, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  3. Allgemeines zum Studium. Abgerufen am 2. September 2020.
  4. Kim Leine. Abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  5. Drab gjorde Kim Leine til forfatter. 14. November 2008, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  6. Litterær sygeplejer fra Grønland bør få sit store gennembrud. 16. März 2012, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  7. Interview mit Leine (Memento desOriginals vom 9. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de, Focus, 27. Februar 2014
  8. Archivierte Kopie (Memento desOriginals vom 30. April 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.literaturpreise-hamburg.de
  9. Archivierte Kopie (Memento desOriginals vom 7. Februar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kulturo.dk
  10. Archivierte Kopie (Memento desOriginals vom 1. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bibliotek.dk
  11. Archivierte Kopie (Memento desOriginals vom 1. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bibliotek.dk
  12. Kim Leine: Greetings from a new country. In: New Statesman. 18. Dezember 2008, abgerufen am 12. April 2026 (amerikanisches Englisch).
  13. @1@2Vorlage:Toter Link/bibliotek.dk (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  14. @1@2Vorlage:Toter Link/politiken.dk (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  15. Niels Jensen: Forfattere, litteraturpriser mv. 10. Februar 2026, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  16. Niels Jensen: Forfattere, litteraturpriser mv. 29. Mai 2024, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  17. Niels Jensen: Forfattere, litteraturpriser mv. 29. Mai 2024, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  18. Statens Kunstfond 2009. Abgerufen am 12. April 2026.
  19. Kim Leine får De Gyldne Laurbær. 31. Januar 2013, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).
  20. Vinder af Politikens Litteraturpris: »Det skal helst være lidt farligt«. 23. Februar 2013, abgerufen am 12. April 2026 (dänisch).

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Autor/Urheber: Amrei-Marie, Lizenz: CC BY-SA 3.0
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