Kesariani

Gemeinde Kesariani
Δήμος Καισαριανής (Καισαριανή)
Kesariani (Griechenland)
Basisdaten
Staat:Griechenland Griechenland
Region:Attika
Regionalbezirk:Athen-Zentrum
Geographische Koordinaten:37° 58′ N, 23° 45′ O
Fläche:7,782 km²
Einwohner:26.050 (2011[1])
Bevölkerungsdichte:3.322,7 Ew./km²
Postleitzahl:16121, 16122
Vorwahl:(+30) 210
Sitz:Kesariani
LAU-1-Code-Nr.:4507
Gemeindebezirke:keinef7
Lokale Selbstverwaltung:f12f12keinef7
Website:www.kessariani.gr
Lage in der Region Attika
Datei:2011 Dimos Kesarianis.png
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Die Gemeinde Kesariani (griechisch Καισαριανή (f. sg.), auch Kessariani transkribiert) ist ein Vorort im Osten der griechischen Hauptstadt Athen.

Lage

Kesariani liegt etwa 7 km östlich der Akropolis, 4 km südwestlich des Katechaki-Boulevards, 4 km vom Hymettos-Ring, der Teil der Attiki Odos ist, und 6 km südlich des Kifissias-Boulevards. Die Gemeinde wird durch den Olof-Palme-Boulevard erschlossen. Kesariani grenzt im Norden an Zografos, im Westen an Athen, im Osten an Koropi, im Süden an Vyronas und im Südosten an Peania.

Ortsteile

Ano Kesariani

Kloster Kesariani

Das Gebiet wurde früher landwirtschaftlich, unter anderem zum Gemüseanbau und als Weideland genutzt und war bewaldet. Mitte des 20. Jahrhunderts verdrängte städtische Wohnbebauung die Landwirtschaft. Freiflächen verblieben im Südosten; im Osten schließt sich der bewaldete Berg Hymettos an; durch ein Tal führt eine Straße zu Athens Telekommunikationsturm. Die Universität Athen ist im Nordosten des Gemeindegebiets, überwiegend in Zografos gelegen. Im Zentrum der Gemeinde erhebt sich ein Hügel, im Osten ist das Gebiet am Hymettos felsig und bewaldet. Von dem 85 km großen Gemeindegebiet entfallen 75 km auf Berg und Wald.

Das Kloster Kesariani befindet sich im Osten am Hymettos.

Geschichte

Die Gemeinde wurde 1922 als Flüchtlingslager für Vertriebene aus Kleinasien gegründet. Die meisten von ihnen kamen 1922 aus Smyrna, nachdem türkische Truppen gegen Ende des Griechisch-Türkischen Krieges 40.000 Einwohner umgebracht und die armenischen und griechischen Viertel der Stadt Smyrna im Brand von Izmir zerstört hatten.

1934 wurde Kesariani, bis dahin ein Ortsteil Athens, zur selbständigen Gemeinde erhoben.

Massaker von Kesariani

Am 27. April 1944 hatten Partisanen bei Molai den Generalmajor Franz Krech und drei weitere Wehrmachtsangehörige erschossen. Als Vergeltung wurden am 1. Mai 1944 am Schießstand von Kesariani 200 Griechen, mehrheitlich inhaftierte Kommunisten, erschossen. Dazu wurden sie aus dem KZ Chaidari geholt. Viele von ihnen waren in den Dreißigerjahren unter Diktator Ioannis Metaxas inhaftiert und 1941 an die Deutschen übergeben worden. Fotos des Unteroffiziers Hermann Heuer belegen das Massacker. Der griechische Staat konnte 262 seiner Fotos und einige Dokumente für 100.000 Euro kaufen.[2][3] In der Zeit von 1942 bis 1944 erschossen Soldaten der Wehrmacht auf dem Schießstand insgesamt etwa 600 Menschen.

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit Anfang 2011 Andonis Kambakas.

Sport

Der Basketballklub Near East Kesariani (griechisch Νήαρ Ήστ), gegründet 1927, spielt in der zweiten griechischen Liga. Die Mannschaft spielt im Kaisariani Stadium. Der Fußballklub Ethnikos Asteras Kesariani spielt seit 2002 nach einigen Jahren in der ersten Liga wieder in der Zweiten Liga.

Persönlichkeiten

  • Evangelos Kouloumpis (1929–2009), Politiker
Commons: Kesariani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument; 2,6 MB).
  2. DER SPIEGEL:50 tote Griechen für einen Toten Deutschen, Interview mit dem Historiker Valentin Schneider, Ausgabe 20/2026, S. 40 f.
  3. Matthias Monroy: Wadephuls Griechenland-Besuch steht im Schatten von Kaisariani. In: nd. 4. Mai 2026, abgerufen am 4. Mai 2026.

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Lage der Gemeinde Kesariani in der griechischen Region Attika (2011)
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Positionskarte von Griechenland

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  • N: 42.0° N
  • S: 34.6° N
  • W: 19.1° O
  • O: 29.9° O
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Kaisariani Monastery