Karmette

„Christus ward gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Tod am Kreuze.“ (Phil 2,8 )
Antiphon in den Karmetten.

Karmette, auch Trauermette, älter auch Tenebrae, ist die Bezeichnung der Matutin des kirchlichen Stundengebets an den drei Kartagen Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.

Bezeichnung und Brauchtum

Tenebrae-Leuchter im Mainzer Dom
Zwei um die große Christuskerze symmetrisch angeordnete Tenebrae-Leuchter auf dem Altar einer Kirche mit 14 brennenden Kerzen zu Beginn einer Karmette
Klagelieder des Jeremia, Anfang der ersten Lesung der ersten Nokturn am Gründonnerstag
Vinea mea, drittes Responsorium der ersten Nokturn am Karfreitag

Mette wie auch Matutin sind Ableitungen von der lateinischen (hora) matutina, der Morgenstunde. Die Karmetten werden auch Tenebrae (von lateinisch für Dunkelheit, wörtlich Schatten), Finstermette oder düstere Mette genannt. Jener Name leitet sich womöglich vom Anfang des fünften Responsoriums am Karfreitag Tenebrae factae sunt oder den Evangelien des Tages ab (Mt 27,45  / Mk 15,33  / Lk 23,44 ).

Die Karmetten finden in der dunklen, schmucklosen Kirche statt; nach der Messfeier am Abend des Gründonnerstag werden alle Kerzen, Blumen und Decken von den Altären entfernt, um die Todesangst Jesu am Ölberg, seine Entblößung und das Geschehen der Passion zu reflektieren.

Traditionsgemäß befinden sich während der Karmette ein Lichtrechen (Tenebrae-Leuchter) oder zwei symmetrisch angeordnete Leuchter auf dem Altar oder im Chorraum, die jeweils sieben ansteigend angeordnete Kerzen tragen und somit ein Dreieck bilden. Die vierzehn Kerzen gelten als Symbole für elf Apostel und drei Marien: Maria Kleophae, Maria Salome und Maria von Magdala. Zusätzlich kann als Symbol für Christus eine meist größere Kerze in der Mitte brennen. Zu Beginn des Gottesdienstes brennen alle Kerzen. Nach jedem Psalm oder jeder Lesung wird eine Kerze gelöscht. Am Schluss des Gottesdienstes brennt gegebenenfalls die Christuskerze, diese kann am Karsamstag als Zeichen für den im Grab liegenden Christus gelöscht werden.

Frühere Riten wie das Stampfen bzw. das rituelle Schlagen oder Klopfen des Zeremonienmeisters auf Kirchenbänke am Ende der Feier sind nicht mehr üblich. Das Stampfen symbolisierte das Herannahen der Häscher des Hohen Rats. Der Lärm brachte den Tumult bei der Gefangennahme und das Erdbeben beim Tod Christi, später auch die Empörung über den Verrat des Judas Iskariot zum Ausdruck.

Regional wurde diese Feier auch als sogenannte Pumper- oder Rumpelmette am jeweiligen Vorabend begangen. Mit der Neuordnung der Feier der Karwoche durch Papst Pius XII. wurde die Gestalt der Karmetten geändert; sie werden nunmehr stets am frühen Morgen der entsprechenden Kartage gefeiert.

Liturgie

Vorkonziliare Form

Vor der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils war die Feier der Trauermetten durch die Dreizahl geprägt: In drei aufeinander folgenden Nächten versammelte man sich zum Gesang der Mette, die aus je drei Nokturnen bestand. Jede Nokturn hatte neben dem still gebeteten Vaterunser drei variable Elemente: Psalm, Lesung, Responsorium. Jedes dieser drei Elemente kam in jeder Nokturn dreimal vor: drei Psalmen, drei Lesungen und drei Responsorien.[1]

Im Liber Usualis wird folgender Ablauf angegeben:

Vorkonziliare Form nach dem Liber UsualisGründonnerstagKarfreitagKarsamstag
erste Nokturn
erster Psalm +1Ps 69 PsPs
zweiter Psalm +2Ps 70 Ps 22 Ps 15 
dritter Psalm +3Ps 71 Ps 27 Ps 26 
erste Lesung mit Responsorium 4Klgl 1,1–5 Klgl 2,8–11 Klgl 3,22–30 
zweite Lesung mit Responsorium 5Klgl 1,6–9 Klgl 2,12–15 Klgl 4,1–6 
dritte Lesung mit Responsorium 6Klgl 1,10–14 Klgl 3,1–9 Klgl 5,1–11 
Pater noster (still)
zweite Nokturn
erster Psalm +7Ps 72 Ps 38 Ps 23 
zweiter Psalm +8Ps 73 Ps 40 Ps 27 
dritter Psalm +9Ps 74 Ps 54 Ps 30 
erste Lesung mit Responsorium 10Augustinus (1)Augustinus (4)Augustinus (7)
zweite Lesung mit Responsorium 11Augustinus (2)Augustinus (5)Augustinus (8)
dritte Lesung mit Responsorium 12Augustinus (3)Augustinus (6)Augustinus (9)
Pater noster (still)
dritte Nokturn
erster Psalm +13Ps 75 Ps 59 Ps 54 
zweiter Psalm +14Ps 76 Ps 88 Ps 76 
dritter Psalm +15Ps 77 Ps 77 Ps 88 
erster Lesung mit Responsorium 161 Kor 11,17–22 Heb 9,11–14 Heb 4,11–15 
zweite Lesung mit Responsorium 171 Kor 11,23–26 Heb 9,15–18 Heb 4,11–15 
dritte Lesung mit Responsorium 181 Kor 11,27–34 Heb 9,19–22 Heb 4,11–15 
Pater noster (still)
Laudes
erster Psalm +19Ps 51 Ps 51 Ps 51 
zweiter Psalm +20Ps 90 Ps 143 Ps 92 
dritter Psalm +21Ps 36 Ps 85 Ps 64 
AT-Lesung mit Responsorium 22Ex 15,1–19 Hab 3,2–19 Jes 38,10-20 
Lob Psalm +23Ps 147 Ps 147 Ps 150 
Canticum aus dem NT mit Responsorium 24Lk 1,68–79 Lk 1,68–79 Lk 1,68–79 
Antiphon:Christus factus estChristus war für uns gehorsam bis zum TodPhil 2,8–9 .

Bezüglich der dazugehörigen Antiphone sei auf eine Auflistung der Diskussionsseite verwiesen.

Nachkonziliare Formen

Karmette für den Gründonnerstag
Karmette für den Karfreitag
Karmette für den Karsamstag

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil bildeten sich verschiedene Formen der Karmette heraus. Als Beispiel ist der Ablauf nach dem Stundenbuch angeführt.

Liturgischer TextGründonnerstagKarfreitagKarsamstag
InvitatoriumPs 95 Ps 24 Ps 67 
Hymnus
erster PsalmPs 69,2–13 Ps 2,6–9 Ps
zweiter PsalmPs 69,14–22 Ps 22,2–23 Ps 16 
dritter PsalmPs 69,30–37 Ps 38 Ps 24 
erste Lesung mit ResponsoriumJer 15,10–21 Jer 16,1–15 Jer 20,7–18 
zweite Lesung mit ResponsoriumEphräm der SyrerLeo der GroßeMeliton von Sardes
Canticum 1Jer 14,17b–21 
Canticum 2Ez 36,24–28 
Canticum 3Klgl 5,1–7.15–15-17.19–21 
EvangeliumJoh 13,1–15 Mt 27,1–2.11–56  / Mk 15,1–41  / Lk 23,1–49 Mt 27,57–61  / Mk 15,42–47  / Lk 23,50–56 
Laudes
erster PsalmPs 80 Ps 51 Ps 64 
CanticumJer 12,1–6 Hab 3,2–4.13a.15–19 Jes 38,10–war.14cd.17–20 
zweiter PsalmPs 81 Ps 147,12–20 Ps 150 
LesungHeb 2,9b–10 Jes 52,13–15 Hos 6,12 
Responsorium/AntiphonResponsorium vom Tage: Christus factus est (Phil 2,8–9 )
Benedictus – Preces – Vater unser – Oratio

Das Gotteslob von 2013 und das Münchener Kantorale schlagen diese einfache Form vor:

Liturgischer TextKarfreitagKarsamstag
InvitatoriumPs 95 Ps 95 
HymnusGotteslob Nr. 299 („Der König siegt“ = Vexilla regis)Gotteslob Nr. 427 („Herr, deine Güte“ nach Psalm 36 )
erster PsalmPs 2  VNPs
zweiter Psalm/CanticumPs 142 Jes 38,10–12.16.20 
dritter PsalmPs 22 Ps 24 
LesungKlgl 1,1–2;3,1–33 Klgl 5,1–22 
ResponsoriumChristus Du Sohn des leb Gottes
HymnusBenedictus
Oratio und ggf. Segen++

Musikalisches

Klagelieder Jeremias

Die Lesungen der ersten Nokturn an jedem der drei Kartage waren den Klageliedern des Propheten Jeremia (Lamentationes) entnommen:

Dritte Lesung am Karsamstag aus den Klageliedern Jeremias 5,1–11, Tonus peregrinus im Gregorianischen Gesang

Die Klagelieder des Propheten Jeremia werden meist gesungen: im Originaltext wurden die Abschnitte mit hebräischen Buchstaben bezeichnet: die ihnen unterlegte Melodie wird als „liturgischer Seufzer“ gedeutet. Der Text wird im Tonus peregrinus gesungen. Die Abschnitte münden stets in den Ruf: Jerusalem[2], Jerusalem, convertere ad Dominum Deum tuum („Jerusalem, Jerusalem, kehr um zum Herrn, deinem Gott“).

Miserere

Die abschließenden Laudes fahren fort mit Psalmen und einem Canticum mit den dazugehörenden Antiphonen. Der erste Psalm der Laudes war vorkonziliar an allen drei Tagen, heute nur am Karfreitag, der 50. Psalm. Die Vertonung des Miserere von Allegri wirkt besonders durch den Kontrast zur vorausgehenden Gregorianik und Psalmodie.

Antiphon

Der anschließenden Kurzlesung folgt statt des üblichen Responsoriums die feierliche Antiphon Christus factus est („Christus war für uns gehorsam bis zum Tod“, Phil 2,8–9 ).

Teilweise wurde der Text täglich um einen Halbsatz erweitert:(Gründonnerstag:) Christus ward für uns gehorsam bis zum Tod, (Karfreitag:)bis zum Tod am Kreuze.(Karsamstag:) Daher hat ihn Gott [über alle] erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen.

Liturgische Bücher

Vor allem an Kathedralkirchen werden am Morgen des Gründonnerstags, des Karfreitags und des Karsamstags die Karmetten mit der Gemeinde gefeiert; die Gesänge und Texte sind meist dem Münsterschwarzacher Antiphonale entnommen.[3] Im Gotteslob finden sich Vorschläge für einfache Formen von Karmetten, auf die sich z. B. das Münchener Kantorale beziehen. Darüber hinaus enthält auch der Gotteslob-Diözesanteil der Diözese Rottenburg-Stuttgart entsprechende Texte und Vorschläge für den liturgischen Ablauf.

Kompositionen

Die Tenebrae sind in der Geschichte der Kirchenmusik vielfach vertont worden. Es gibt Kompositionen entweder nur der Klagelieder-Lesungen oder auch der Responsorien; zu den letzteren gehören Werke von Carlo Gesualdo (Tenebrae-Responsorien), Marc-Antoine Charpentier und Jan Dismas Zelenka. Heute am bekanntesten sind die Fassungen von Tomás Luis de Victoria und François Couperin (von diesem sind nur die ersten drei Nokturn erhalten). Auch das Miserere von Gregorio Allegri entstand für die Feier der Tenebrae als Vertonung des ersten Psalms der Laudes.

Der Text der Klagelieder wird unterschiedlich auf die jeweiligen Tage bzw. Nokturnen verteilt:[4]

Gregorianischer Gesang (Mittelalter)
(zum Beispiel im Liber Usualis)
1. Tag1:1–51:6–91:10–15
2. Tag2:8–112:12–153:1–9
3. Tag3:22–304:1–65:1–11
Carpentras (1539)
1. Tag1:1–41:5,4:1–21:11–13
2. Tag2:8–102:11,1:14–154:10–12
3. Tag3:22–291:8–9,2:175:1–7
Orlando di Lasso (1584)
1. Tag1:1–31:7–91:12–14
2. Tag2:8–102:13–153:1–9
3. Tag3:22–304:1–35:1–6
Marc-Antoine Charpentier (Ende 17. Jahrhundert)
1. Tag1:1–51:6–91:10–14
2. Tag2:8–112:12–153:1–9
3. Tag3:22–304:1–65:1–11
Jan Dismas Zelenka (1722)
1. Tag1:1–51:6–9(fehlt)
2. Tag2:8–112:12–15(fehlt)
3. Tag3:22–304:1–6(fehlt)

Literatur

  • Rhabanus Erbacher, Roman Hofer, Godehard Joppich: Benediktinisches Antiphonale, Sonderband: Gründonnerstag bis Ostersonntag; Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach; ISBN 978-3-87868-233-2
  • Trauermetten in der Karwoche, Auszug aus dem Antiphonale zum Stundengebet, herausgegeben von den Liturgischen Instituten Trier – Salzburg – Zürich, in Zusammenarbeit mit den Mönchen der Abtei Münsterschwarzach; Verlag Herder, Freiburg, Basel, Wien; Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach, 1980; ISBN 3-451-18973-9
  • Pius Parsch: Der Frühgottesdienst in der Karwoche; Volksliturgisches Apostolat, Klosterneuburg, 1938

Weblinks

Einzelnachweise

  1. J. Grabinski: Über die Trauermetten der Kartage.
  2. mit Jerusalem ist hier (siehe Vierfacher Schriftsinn) nicht die Stadt Jerusalem, sondern die Kirche und die einzelne Seele gemeint
  3. Antiphonale zum Stundengebet. 7. Auflage. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 1996, S. 299 ff.
  4. The Genre of the Lamentations bei medieval.org (englisch)

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Triangel Leuchter (Tenebrae-Leuchter) im Mainzer Dom
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Karmette für den Karsamstag

Invitatorium

- Vorsänger: Herr, öffne meine Lippen.

- Antwort: Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Antiphon: „Christus, unser Herr, hat für uns den Tod erlitten und wurde ins Grab gelegt, kommt, wir beten ihn an.“ – II. Ton – Psalm 95

Lesehore

Hymnus

1. Heilig' Kreuz, du Baum der Treue, edler Baum, dem keiner gleich, keiner so an Laub und Blüte, keiner so an Früchten reich: Süßes Holz, o süße Nägel, welche süße Last an euch!

2. Beuge, hoher Baum die Zweige, werde weich an Stamm und Ast, denn dein hartes Holz muss tragen eine königliche Last; gib den Gliedern deines Schöpfers an dem Stamme linde Rast.

3. Du allein warst wert, zu tragen aller Sünden Lösegeld, du, die Planke, die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt, du gesalbt vom Blut des Lammes, Pfosten, der den Tod abhält.

4. Lob und Ruhm sei ohne Ende Gott, dem höchsten Herrn, geweiht. Preis dem Vater und dem Sohne und dem Geist der Heiligkeit. Einen Gott in drei Personen lobe alle Welt und Zeit.

Amen.

Erste Antiphon: „Ich lege mich nieder und ruhe in Frieden.“ – IV. Ton – Psalm 4

Zweite Antiphon: „Mein Leib ruht in sicherer Hoffnung: du gibst mich der Unterwelt nicht preis.“ – II. Ton – Psalm 16

Dritte Antiphon: „Hebt euch, ihr uralten Pforten, es kommt der König der Herrlichkeit.“ – VIII. Ton – Psalm 24

Erste Lesung: Klagelieder Jeremias 3,22 – 3,30

Responsorium „Wie ein Lamm, das man zur Schlachtbank führt, ist der Herr geworden. Er verstummte und tat seinen Mund nicht auf. Sein Leben gab er in den Tod, um sein Volk zu erlösen.

Er gab sein Leben dahin und wurde unter die Verbrecher gerechnet. Um sein Volk zu erlösen.“

Zweite Lesung: Klagelieder Jeremias 4,1 – 4,6

Responsorium „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Wir werden gerecht, dank seiner Gnade durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut.

Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut.“Dritte Lesung: Klagelieder Jeremias 1,10 - 1,14

Dritte Lesung: Klagelieder Jeremias 5,1 – 5,11

Laudes

Erste Antiphon der Laudes: „Sie klagen um ihn, wie man klagt um den eigenen Sohn; denn er wurde getötet - und war doch ohne Schuld.“ – II. Ton – Psalm 64

Zweite Antiphon der Laudes: „Vor den Pforten der Unterwelt rette mein Leben, o Herr.“ – I. Ton – Jesaja 38,10-20

Dritte Antiphon der Laudes: „Ich war tot, doch ich lebe in Ewigkeit. Ich habe die Schlüssel des Todes und der Unterwelt.“ – III. Ton – Psalm 150

Kurzlesung: Hosea 6,1-2

Antiphon: „Christus factus est pro nobis obediens usque ad mortem, mortem autem crucis. Propter quod et Deus exaltavit illum et dedit illi nomen, quod est super omne nomen.” – „Christus ward für uns gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Daher hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen.“ – V. Ton

Antiphon: Benedictus, „Retter der Welt, errette uns! Du hast uns erlöst durch dein Kreuz und dein Blut. Hilf uns, Herr, unser Gott.“ – II. Ton – Johannes 4,42, 1. Brief des Apostels Johannes 4,14, Kolosser 1,20 und Offenbarung 1,5

Bitten – „Herr, erbarme dich unser“

Vaterunser

Zum Abschluss folgen ein Tagesgebet, der Segen und der Friedensgruß.
Karmette.Gruendonnerstag.ogg
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Karmette für den Gründonnerstag

Invitatorium

- Vorsänger: Herr, öffne meine Lippen.

- Antwort: Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Antiphon: „Christus, der Herr, wurde für uns versucht und hat für uns gelitten, kommt, wir beten ihn an.“ – II. Ton – Psalm 95

Lesehore

Hymnus 1. Heilig' Kreuz, du Baum der Treue, edler Baum, dem keiner gleich, keiner so an Laub und Blüte, keiner so an Früchten reich: Süßes Holz, o süße Nägel, welche süße Last an euch!

2. Beuge, hoher Baum die Zweige, werde weich an Stamm und Ast, denn dein hartes Holz muss tragen eine königliche Last; gib den Gliedern deines Schöpfers an dem Stamme linde Rast.

3. Du allein warst wert, zu tragen aller Sünden Lösegeld, du, die Planke, die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt, du gesalbt vom Blut des Lammes, Pfosten, der den Tod abhält.

4. Lob und Ruhm sei ohne Ende Gott, dem höchsten Herrn, geweiht. Preis dem Vater und dem Sohne und dem Geist der Heiligkeit. Einen Gott in drei Personen lobe alle Welt und Zeit.

Amen.

Erste Antiphon: „Ich bin müde vom Rufen, mir versagen die Augen, während ich warte auf meinen Gott.“ – IV. Ton – Psalm 69,1-13

Zweite Antiphon: „Sie gaben mir Galle als Speise und reichten mir Essig in meinem Durst.“ – I. Ton – Psalm 69,14-22

Dritte Antiphon: „Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf.“ – II. Ton – Psalm 69,30-37

Erste Lesung: Klagelieder Jeremias 1,1 - 1,5

Responsorium „Wie ein Lamm, das man zur Schlachtbank führt, ist der Herr geworden. Er verstummte und tat seinen Mund nicht auf. Sein Leben gab er in den Tod, um sein Volk zu erlösen.

Er gab sein Leben dahin und wurde unter die Verbrecher gerechnet. Um sein Volk zu erlösen.“

Zweite Lesung: Klagelieder Jeremias 1,6 - 1,9

Responsorium „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Wir werden gerecht, dank seiner Gnade durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut.

Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut.“Dritte Lesung: Klagelieder Jeremias 1,10 - 1,14

Dritte Lesung: Klagelieder Jeremias 1,10 - 1,14

Laudes

Erste Antiphon: „Sieh her, mein Gott, verbirg nicht dein Gesicht, denn mir ist angst; erhöre mich bald.“ – VIII. Ton – Psalm 80

Zweite Antiphon: „Gott ist mein Retter, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.“ – VI. Ton – Jesaja 12,1-6

Dritte Antiphon: „Mit bestem Weizen nährt uns der Herr und sättigt und mit Honig aus dem Felsen.“ – VIII. Ton – Psalm 80

Kurzlesung: Brief an die Hebräer 2,9b-10

Antiphon: „Christus factus est pro nobis obediens usque ad mortem” – „Christus ward für uns gehorsam bis zum Tod“ – V. Ton

Antiphon: Benedictus, „Mit Sehnsucht habe ich danach verlangt, dieses Ostermahl mit euch zu halten, bevor ich leide.“ – II. Ton – Lukas 22,15

Bitten – „Herr, erbarme dich unser“

Vaterunser

Zum Abschluss folgen ein Tagesgebet, der Segen und der Friedensgruß.
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Lesung, Karsamstag, Buch Jeremia 5,1-11, Tonus peregrinus
Jeremia Lamentationes.jpg
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Lamentationes Jeremiae I - Matutin am Gründonnerstag, I. Nokturn, Lectio I. Quelle: Liber Usualis Missae et Defuncti, Parisiis, Tornaci, Romae 1954, p. 626
Walberberg.JPG
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Inscription on stone cross in Walberberg, Rhineland, Germany. "Christus ward gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Tod am Kreuze. Phil. 2,8." - "Christ was obedient till death, yes, till death at the cross. Psalm 2,8" Textura script with long s.
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Karmette für den Karfreitag

Invitatorium

- Vorsänger: Herr, öffne meine Lippen.

- Antwort: Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Antiphon: „Christus, der Sohn Gottes, hat uns mit seinem Blut erkauft, kommt, wir beten ihn an.“ – II. Ton – Psalm 95

Lesehore

Hymnus

1. Heilig' Kreuz, du Baum der Treue, edler Baum, dem keiner gleich, keiner so an Laub und Blüte, keiner so an Früchten reich: Süßes Holz, o süße Nägel, welche süße Last an euch!

2. Beuge, hoher Baum die Zweige, werde weich an Stamm und Ast, denn dein hartes Holz muss tragen eine königliche Last; gib den Gliedern deines Schöpfers an dem Stamme linde Rast.

3. Du allein warst wert, zu tragen aller Sünden Lösegeld, du, die Planke, die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt, du gesalbt vom Blut des Lammes, Pfosten, der den Tod abhält.

4. Lob und Ruhm sei ohne Ende Gott, dem höchsten Herrn, geweiht. Preis dem Vater und dem Sohne und dem Geist der Heiligkeit. Einen Gott in drei Personen lobe alle Welt und Zeit.

Amen.

Erste Antiphon: „Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.“ – I. Ton – Psalm 2

Zweite Antiphon: „Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.“ – IV. Ton – Psalm 22

Dritte Antiphon: „Die mir nach dem Leben trachten, legen mir Schlingen, die mein Unheil suchen, planen Verderben.“ – II. Ton – Psalm 38

Erste Lesung: Klagelieder Jeremias 2,8 – 2,11

Responsorium „Wie ein Lamm, das man zur Schlachtbank führt, ist der Herr geworden. Er verstummte und tat seinen Mund nicht auf. Sein Leben gab er in den Tod, um sein Volk zu erlösen.

Er gab sein Leben dahin und wurde unter die Verbrecher gerechnet. Um sein Volk zu erlösen.“

Zweite Lesung: Klagelieder Jeremias 2,12 – 2,15

Responsorium „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Wir werden gerecht, dank seiner Gnade durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut.

Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut.“Dritte Lesung: Klagelieder Jeremias 1,10 - 1,14

Dritte Lesung: Klagelieder Jeremias 3,1 – 3,9

Laudes

Erste Antiphon: „Seinen eigenen Sohn hat Gott nicht verschont: er hat ihn hingegeben für uns alle.“ – VI. Ton – Psalm 51

Zweite Antiphon: „Jesus Christus hat uns geliebt und durch sein Blut befreit von unsern Sünden.“ – II. Ton – Habakuk 3,2-4 und 3,13-19

Dritte Antiphon: „Dein Kreuz, o Herr, verehren wir und deine heilige Auferstehung preisen und rühmen wir; denn siehe durch das Kreuz des Holzes kam Freude in alle Welt.“ – IV. Ton – Psalm 147,12-20

Kurzlesung: Jesaja 52,13-15

Antiphon: „Christus factus est pro nobis obediens usque ad mortem, mortem autem crucis” – „Christus ward für uns gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ – V. Ton

Antiphon: Benedictus, „Über seinem Haupte befestigten sie eine Inschrift: Jesus von Nazareth, der König der Juden.“ – IV. Ton – Johannes 19,19

Bitten – „Herr, erbarme dich unser“

Vaterunser

Zum Abschluss folgen ein Tagesgebet, der Segen und der Friedensgruß.
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Responsorium 3 Vinea mea, Karfreitag, I. Nokturn (gregorianisch) nach Quelle: Liber Usualis Missae et Officii, Parisiis, Tornaci, Romae 1954, p. 675
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Zwei um die große Christus-Kerze symmetrisch angeordnete Tenebrae-Leuchter mit 14 brennenden Kerzen zu Beginn einer Karmette