Kanton Glarus

Kanton Glarus
Wappen
Wappen
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild:GL
Amtssprache:Deutsch
Hauptort:Glarus
Grösster Ort:Glarus Nord (Bevölkerung)
Glarus Süd (Fläche)
Beitritt zum Bund:1352
Fläche:685,31 km²
Höhenbereich:411–3610 m ü. M.
Website:www.gl.ch
Bevölkerung
Einwohner:40'590 (31. Dezember 2019)[1]
Einwohnerdichte:59 Einwohner pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
24,2 % (31. Dezember 2019)[2]
Arbeitslosenquote:1,8 % (30. Juni 2021)[3]
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons

Koordinaten: 47° 0′ N, 9° 3′ O; CH1903: 722547 / 206696

Glarus (Kürzel GL; schweizerdeutsch Glaris, französisch Glaris, italienisch Glarona, rätoromanisch ) ist ein Kanton in der Deutschschweiz und zählt zu den Regionen Nordost- und Südostschweiz. Der Hauptort ist die gleichnamige Stadt Glarus, der einwohnerstärkste Ort ist die Gemeinde Glarus Nord.

Geographie

Blick ins Glarnerland nördlich von Niederurnen in Richtung Süden
Klöntal mit Klöntalersee

Der Kanton umfasst das Einzugsgebiet der Linth bis zum Walensee und die Linthebene westlich der Linth bis Bilten sowie den Kerenzerberg. Grosse Höhenunterschiede prägen das Bild des Glarnerlandes: Vom flachen Talboden auf 414 Meter Höhe steigt das Gelände bis auf über 3600 Meter (Tödi, 3614 m ü. M.). Diese Gegensätze widerspiegeln sich im Klima: Es wechselt innerhalb weniger Kilometer von mild am Walensee mit seiner südländischen Pflanzenwelt zu hochalpin auf den vergletscherten Berggipfeln; und bläst der Föhn durchs Tal, können Temperaturrekorde gemessen werden. Das Tal ist nur nach Norden zur Linthebene hin geöffnet.

Der 685 Quadratkilometer grosse Kanton entspricht etwa dem Einzugsgebiet der Linth. Das Sernf- oder Kleintal bietet als einziges Seitental dörflichen Siedlungen Platz. Das Klöntal, das wichtigste westliche Seitental, ist, wie Carl Spitteler rühmt, mit seinem Bergsee «so schön, wie es kein Traum errät».

Als sichtbarster Eingriff des Menschen zur Zähmung der Natur zeigt sich das imposante Linthwerk, welches das Antlitz der ganzen Region prägt. Die Linthkorrektion wurde 1807 als erstes Nationalwerk der Schweiz in Angriff genommen. Die Linth wird in den Walensee geleitet und ihr Lauf in den Zürichsee kanalisiert. Zuvor floss sie, den Ausfluss des Walensees immer mehr zurück stauend und die Linthebene versumpfend, träge dem Zürichsee zu.

Bevölkerung

Einwohner

Per 31. Dezember 2019 betrug die Einwohnerzahl des Kantons Glarus 40'590.[4] Die Bevölkerungsdichte liegt mit 59 Einwohnern pro Quadratkilometer unter dem Schweizer Durchschnitt (208 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 31. Dezember 2019 auf 24,2 Prozent, während landesweit 25,3 Prozent Ausländer registriert waren.[5] Per 30. Juni 2021 betrug die Arbeitslosenquote 1,8 Prozent gegenüber 2,8 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[6]

Sprachen

Amtssprache im Kanton Glarus ist Deutsch. 83,6 Prozent der Einwohner sind deutsch- und 6,8 Prozent italienischsprachig.

Die Glarner Mundart ist nicht einheitlich, gemeinsam jedoch ist den glarnerischen Idiomen die melodiöse, singende Sprache. Das Glarnerdeutsche zählt zu den Dialekten des Höchstalemannischen.

Religionen – Konfessionen

Die eidgenössische Volkszählung aus dem Jahr 2000[7] ergab folgendes Konfessionsbild:

  • 44,0 % protestantisch (das Bundesamt für Statistik zählt dazu auch die Zeugen Jehovas und die neuapostolische Glaubensgemeinschaft)
  • 37,3 % römisch-katholisch
  • 02,3 % christlich-orthodox
  • 06,5 % muslimisch
  • 03,5 % andere Konfessionen bzw. keine Angaben
  • 06,5 % konfessionslos

Die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Glarus und die römisch-katholische Kirche sind staatlich anerkannte Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die beiden Kirchen ordnen ihre innern Angelegenheiten selbständig und erlassen eine Verfassung, die der Genehmigung des Landrates bedarf.

Verfassung und Politik

Glarner Landsgemeinde 2009 – Die Stimmberechtigten stehen «im Ring» und halten ihre Stimmrechtsausweise hoch, während Zuschauer auf Tribünen zuschauen.

Die gegenwärtige Verfassung des Kantons Glarus wurde am 1. Mai 1988 von der Landsgemeinde angenommen und seither mehrmals revidiert.[8]

Legislative

Schuldschein des Kantons Glarus vom 20. Dezember 1852, Blankette

Landsgemeinde

Die Landsgemeinde ist die Versammlung der stimmberechtigten Einwohner und damit das oberste Organ des Kantons. Die ordentliche Landsgemeinde findet alljährlich am ersten Sonntag im Mai statt und wird vom Landammann geleitet. Die Grundlage für die Verhandlungen bilden die im Memorial oder im Amtsblatt veröffentlichten Vorlagen des Landrates (des Parlaments); andere Gegenstände dürfen nicht beraten werden. Jeder stimmberechtigte Teilnehmer hat das Recht, zu den Sachvorlagen Anträge auf Unterstützung, Abänderung, Ablehnung, Verschiebung oder Rückweisung zu stellen.

Die Landsgemeinde wählt den Landammann (Präsidenten der Kantonsregierung) und den Landesstatthalter (Vizepräsidenten der Kantonsregierung), die Gerichtspräsidenten und die weiteren Richter.

Sie beschliesst über den Erlass und die Änderungen der Kantonsverfassung und über den Erlass, die Änderung und die Aufhebung der kantonalen Gesetze. Sie fasst die Beschlüsse über alle einmaligen Ausgaben von mehr als 1 Million Franken und über alle wiederkehrenden Ausgaben von mehr als 200 000 Franken im Jahr. Überdies legt sie den Steuerfuss fest.

Anders als im Kanton Appenzell Innerrhoden finden die Wahlen zum Regierungsrat und in den Ständerat nicht an der Landsgemeinde statt, sondern in geheimer Wahl an der Urne.

Landrat

Der Landrat ist das Parlament des Kantons. Er zählt sechzig Mitglieder, die vom Volk an der Urne in drei (den drei Gemeinden entsprechenden) Wahlkreisen im Proporzwahlsystem auf jeweils vier Jahre gewählt werden. Der Landrat wählt alljährlich aus seiner Mitte den Präsidenten, den Vizepräsidenten und die weiteren Mitglieder des Landratsbüros.

Er ist die oberste Aufsichtsbehörde über die Regierung, die Verwaltung und die Gerichte. Er berät die Verfassungs- und Gesetzgebung und die übrigen Beschlüsse zu Handen der Landsgemeinde vor und erlässt in eigener Kompetenz Verordnungen, Verwaltungs- und Finanzbeschlüsse. Überdies entscheidet er über grundlegende oder allgemeinverbindliche Planungen.

Die letzten Landratswahlen fanden am 10. Juni 2018 statt und ergaben folgende Sitzverteilung:

Parteien im Landrat (Sitze)20142018SitzverteilungWähleranteil in Prozent
Schweizerische Volkspartei (SVP)1716
Insgesamt 60 Sitze
Wahlen zum Glarner Landrat vom 10. Juni 2018[9]
Wahlbeteiligung: 29,49 %
 %
30
20
10
0
27
17,6
13,5
12,9
11,5
10,3
7,1
0,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
−1,9
−0,9
−1,6
+1,4
+0,7
−0,2
+2,5
+0,1
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Freisinnig-Demokratische Partei (FDP)1211
Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP)0908
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP)0708
Grüne Partei der Schweiz (GPS)0707
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)0606
Grünliberale Partei (glp)0204

Exekutive

Der Regierungsrat ist die Regierung des Kantons. Er besteht seit 2006 aus fünf (vorher sieben) Mitgliedern, die vom Volk an der Urne in einem einzigen Wahlkreis im Majorzwahlsystem auf jeweils vier Jahre gewählt werden. Sein Präsident (Landammann) und sein Vizepräsident (Landesstatthalter) werden für jeweils zwei Jahre von der Landsgemeinde gewählt.

Er ist die leitende und oberste vollziehende Behörde, plant das staatliche Handeln, vertritt den Kanton nach aussen und führt die kantonale Verwaltung. Er entwirft die Gesetze und rechtsetzenden Verordnungen zu Handen des Landrates und der Landsgemeinde und erlässt in eigener Kompetenz Vollzugs- und Verwaltungsverordnungen.

Seit den Wahlen vom 4. März 2018 setzt sich der Regierungsrat wie folgt zusammen:

Mitglieder des Glarner Regierungsrates (Amtsdauer 2018–2022)
RegierungsratParteiDepartement
Andrea Bettiga, LandammannFDPDepartement Sicherheit und Justiz
Rolf WidmerCVPDepartement Finanzen und Gesundheit
Benjamin MühlemannFDPDepartement Bildung und Kultur
Kaspar BeckerBDPDepartement Bau und Umwelt
Marianne Lienhard, LandesstatthalterSVPDepartement Volkswirtschaft und Inneres

Bei der Ersatzwahl für den Ende April 2021 zurücktretenden Rolf Widmer wurde am 28. März 2021 Markus Heer (SP) im zweiten Wahlgang gewählt. Ihm unterlegen war Jürg Feldmann (CVP/Die Mitte).[10]

Judikative

Erste gerichtliche Instanz ist das Kantonsgericht, das in zwei Zivilkammern, eine Strafkammer und eine Strafgerichtskommission gegliedert ist. Zweite gerichtliche Instanz ist das Obergericht.

Der Kanton Glarus kennt eine kantonale Schlichtungsbehörde, welche die Aufgabe hat, bei zivilrechtlichen Streitigkeiten vor einem Gerichtsverfahren eine gütliche Einigung zwischen den Parteien herbeizuführen. Eingeführt per Landsgemeindebeschluss von 2017, ersetzte sie je eine kantonale Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse und die Gleichstellung und drei kommunale Vermittlerämter.

Die Verwaltungsgerichtsbarkeit wird vom Verwaltungsgericht ausgeübt. Daneben gibt es für besondere Verwaltungsstreitigkeiten verwaltungsunabhängige Rekurskommissionen.

Die Richter werden von der Landsgemeinde auf jeweils vier Jahre gewählt. Die Strafverfolgung findet durch die Staats- und die Jugendanwaltschaft statt.

Politische Gemeinden

Mit dem Landsgemeindebeschluss vom 7. Mai 2006 wurden die Glarner Ortsgemeinden, Schulgemeinden, Fürsorgegemeinden und Tagwen (Bürgergemeinden) per 1. Januar 2011 zusammengelegt (siehe Glarner Gemeindereform), sodass seither nur noch drei Gemeinden existieren.[11] Dieser Beschluss wurde an einer ausserordentlichen Landsgemeinde vom 25. November 2007 deutlich bestätigt.

Neue Gemeinden
seit 2011
Politische GemeindeEinwohner
(31. Dezember 2019)
Glarus Nord18'626
Glarus12'511
Glarus Süd09453
Ehemalige Ortsgemeinden
bis 2010
GemeindeEinwohner
(31. Dezember 2010)
Glarus5877
Näfels4021
Niederurnen3928
Mollis3337
Netstal2875
Ennenda2684
Schwanden2392
Bilten2001
Oberurnen1963
Luchsingen1119
Linthal1088
Mitlödi1000
Haslen0999

Neben diesen drei Einheitsgemeinden gibt es die ebenfalls öffentlichrechtlich anerkannten Kirchgemeinden der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Glarus und der römisch-katholischen Kirche.

Der Kanton Glarus kennt keine Einteilung in Bezirke. Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt den gesamten Kanton jedoch als einen Bezirk unter der BFS-Nr.: 0800.

Stimmrechtsalter 16

Mit dem Landsgemeindebeschluss vom 6. Mai 2007 wurde das Stimmrechtsalter auf 16 festgesetzt. In einer hart umkämpften Debatte und mit einem knappen Resultat konnte sich der Antrag der JUSO Glarus durchsetzen. So können seither im Kanton Glarus – als erstem und bisher einzigem Schweizer Kanton – Staatsbürger ab dem 16. Lebensjahr das aktive Stimm- und Wahlrecht in kantonalen Angelegenheiten wahrnehmen. Das passive Wahlrecht bleibt weiterhin bei 18 Jahren.

Vertretung in der Bundesversammlung

Der Kanton Glarus entsendet einen Vertreter in den Nationalrat und zwei in den Ständerat. Derzeitiger Glarner Nationalrat ist Martin Landolt (BDP), die Glarner Ständeräte sind Thomas Hefti (FDP, seit 2014) und Mathias Zopfi (Grüne, seit 2019). Für die beiden Vertreter im Ständerat ist das passive Wahlrecht insofern eingeschränkt, als sie nicht wieder gewählt werden können, wenn sie das 65. Lebensjahr vollendet haben.[12]

Infrastruktur und Wirtschaft

Typisch Glarnerland; alte Fabrik und Berge (Tödi)

Verkehr

Das Glarnerland wird grösstenteils von der Eisenbahnlinien Rapperswil SG–Glarus–Schwanden und ZürichZiegelbrücke–Linthal[13] bedient. Die stündlich verkehrenden Regionalzüge bedienen auch Ziegelbrücke, den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt in der Umgebung. Seit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2014 verbindet die S25 der S-Bahn Zürich Glarus und Zürich stündlich ohne Umsteigen in 58 Minuten. Ein Fortschritt, für den der Pendlerverein mehrere Jahre lang gekämpft hat. Konzessionäre für den Busverkehr sind die Schweizerischen Bundesbahnen, der Schweizerische Postautodienst und im Hinterland der Autobetrieb Sernftal (AS) als Nachfolger der 1969 stillgelegten Sernftalbahn. Im Jahr 2019 lag der Motorisierungsgrad (Personenkraftwagen pro 1000 Einwohner) bei 588.[14]

Landwirtschaft und Industrie

In der Landwirtschaft überwiegt die Vieh- und besonders die Milchwirtschaft. Im Jahr 2020 wurde 32 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Kantons durch 97 Betriebe biologisch bewirtschaftet.[15] Hauptwirtschaftszweig ist aber die Industrie, vor allem Textilindustrie, Maschinen- und Apparatebau, Holzverarbeitung und Baustoffindustrie. Der Kanton Glarus war eine der ersten und die am stärksten industrialisierte Gegend der Schweiz. Daneben sind Elektrizitätsgewinnung durch Wasserkraftwerke und Fremdenverkehr wichtig.

Tourismus

Landschaft beim Chüebodensee

Dem Tourismus kommt – insbesondere in den Orten Braunwald, Elm und Filzbach – grosse Bedeutung zu, der Dienstleistungssektor wächst stetig und die Infrastruktur im Tal ist sehr gut ausgeprägt.

Der Glarner Industrieweg führt in mehreren Etappen an die wichtigsten Stationen der Glarner Industriegeschichte.

Schule und Kultur

Das Schulsystem des Kantons Glarus ist gut ausgebaut: Kindergarten, Volksschule (teilweise Einführungsklassen, Sonder- und Hilfsschule) mit den Oberstufenzügen Ober-, Real- und Sekundarschule; zudem gibt es das Werkjahr, das freiwillige zehnte Schuljahr, den hauswirtschaftlichen Jahreskurs und die Integrationsklasse.

An der Kantonsschule Glarus kann die schweizerische Maturität erlangt und die Fachmittelschule besucht werden. Es finden auch Volkshochschulkurse statt.

In Ziegelbrücke wird eine Gewerbliche Berufsschule, in Glarus diejenige der kaufmännischen Berufe und die Pflegeschule geführt. Im Kanton können in rund 400 Lehrbetrieben etwa 130 Berufe erlernt werden.

Die reichen Angebote von Landesarchiv und vor allem der modernen Glarner Landesbibliothek dienen nicht nur den Bildungshungrigen, sondern auch geschichtlich und kulturell Interessierten oder einfach dem Lese-, Hör- und Sehvergnügen. Die Landesbibliothek (Kantonsbibliothek) verfügt mit der Kartensammlung von Walter Blumer und der Kartografie-Bibliothek von Arthur Dürst über eine wenig bekanntes, aber kartenhistorisch interessantes Forschungsmaterial.

Glarus besitzt ein renommiertes, als solches errichtetes Kunsthaus. Auch die Galerie Tschudi in Glarus und verschiedene private Galerien zeigen immer wieder Sehenswertes aus dem Bereich der darstellenden Künste, die von zahlreichen Künstlern und Künstlerinnen im Kanton ausgeübt werden.

Die Musikwoche Braunwald ist die traditionsreichste derartige Veranstaltung in ganz Europa. Sie lädt die Teilnehmenden nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum aktiven Mittun ein. Die Glarner Musikschule Glarus trägt, zusammen mit zahlreichen Vereinen und Gruppen, zum Musikleben bei. Und die Modern Music School – Glarnerland ergänzt das traditionelle Ausbildungs-Angebot mit einem auf die modernen Stilrichtungen spezialisierten Programm.

Weiter sind die Glarner Konzert und Theatergesellschaft sowie das Kultur- und Vereinszentrum Holenstein Glarus (vor allem in alternativer Kultur) aktiv.

Im sportlichen Bereich besteht ein Angebot in verschiedene Sportzentren und locken natürlich die nahen Berge und Seen zu lokaler Aktivität. Die erste Schweizer-Alpen-Club-Hütte der Schweiz, die Grünhornhütte, wurde im Kanton Glarus, am Tödi, erstellt und die Wiege des schweizerischen Skisports stand im Glarnerland.

Geschichte

Wappen

Das Glarner Wappen zeigt als einziges Kantonswappen der Schweiz einen Menschen: den heiligen Fridolin mit Wanderstab und Bibel. Der Legende nach war Fridolin ein irischer Glaubensbote, der Anfang des 6. Jahrhunderts lebte und durch dessen Einfluss die Bewohner des Glarnerlandes zu Christen wurden. In kirchlichen Darstellungen wird er von einem Skelett begleitet.

Die Sage berichtet, Fridolin, der vom sterbenden, reichen Ursus grosse Teile des Glarnerlandes geschenkt bekam, habe diesen im Erbstreit mit dessen Bruder Landolf aus dem Grab um Hilfe geholt. Landolf sei, als er den bereits in Verwesung übergegangenen Bruder vor Gericht erscheinen sah, darob so erschrocken und beschämt worden, dass er Fridolin auch seinen Teil des Glarnerlandes schenkte. Auf diese Art wurde die Zugehörigkeit des Glarnerlandes zu dem von Fridolin gegründeten Kloster Säckingen in Deutschland erklärt, und Fridolin gilt als Schutzpatron vor Erbschleicherei.

Literatur

  • Fridolin Baumgartner, Fridolin Walcher (Fotos): Glarner Heimatbuch. Hrsg. vom Departement Bildung und Kultur des Kantons Glarus. Lehrmittelverlag des Kantons Glarus, Glarus 2008, ISBN 978-3-85546-188-2 (online-Version: Glarner Heimatbuch, abgerufen am 10. August 2010).
  • Hans Laupper: Glarus (Kanton). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Josef Schwitter, Urs Heer (Fotos): Das Glarnerland. Ein Kurzporträt. Baeschlin, Glarus 2000 (Erstauflage 1996), ISBN 3-85546-112-0.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, 1999–2019. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2020, abgerufen am 28. Februar 2021.
  2. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, 1999–2019. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2020, abgerufen am 28. Februar 2021.
  3. Arbeitslosenzahlen. In: seco.admin.ch. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Juli 2021, abgerufen am 12. Juli 2021 (siehe Publikation «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2021» vom 8. Juli 2021).
  4. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, 1999–2019. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2020, abgerufen am 28. Februar 2021.
  5. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, 1999–2019. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2020, abgerufen am 28. Februar 2021.
  6. Arbeitslosenzahlen. In: seco.admin.ch. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Juli 2021, abgerufen am 12. Juli 2021 (siehe Publikation «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2021» vom 8. Juli 2021).
  7. Bundesamt für Statistik – Wohnbevölkerung nach Religion, nach Kantonen und Städten (Memento vom 29. Dezember 2008 im Internet Archive). Abgerufen am 28. Juni 2019.
  8. Verfassung des Kantons Glarus vom 1. Mai 1988.
  9. Zusammenfassung der Landratswahlen 2018 (PDF; 775 kB). Staatskanzlei – Kanton Glarus. Abgerufen am 4. Märzv2019.
  10. Ersatzwahl Regierungsrat: Markus Heer in den Regierungsrat gewählt. In: gl.ch. 28. März 2021, abgerufen am 28. März 2021.
  11. Kurt Nuspliger: Bernisches Staatsrecht und Grundzüge des Verfassungsrechts der Kantone. Stämpfli AG, Bern 2008, ISBN 3-7272-1533-X, S. 29 f.
  12. Art. 78 Verfassung des Kantons Glarus
  13. SBB online Fahrplan
  14. bfs.admin.ch
  15. Biologische Landwirtschaft, 2020. In: atlas.bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 11. Mai 2021.

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Am Chüebodensee bei Elm.jpg
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Der von Wollgras gesäumte Ablauf des Chüebodensees oberhalb von Elm, Kanton Glarus. Blick auf den Piz Sardona (3056m) und rechts davon auf die Tschingelhoren (2849 m).
Roh-Glaruna.ogg
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Rätoromanische Aussprache von "Glaruna" (Glarus). Sprecherin ist eine 25-jährige weibliche Person aus Brigels. L1: Sursilvanisch & Schweizerdeutsch.
Reliefkarte Glarus.png
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Reliefkarte des Kantons Glarus
Karte Lage Kanton Glarus 2021.png
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Canton Glarus
Fabrik und Tödi.jpg
Fahrt gegen Linthal; alte Fabrik und Tödi
Karte Gemeinden des Kantons Glarus farbig 2011.png
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Municipalities in Canton Glarus
Klöntalersee1.jpg
Autor/Urheber: Der ursprünglich hochladende Benutzer war Vodimivado in der Wikipedia auf Deutsch, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Klöntalersee fotografiert von der Silberen, im Hintergrund (Bildmitte) der Mürtschenstock
Linthtal.jpg
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Das Linthtal Richtung Süden
Kanton Glarus 1852.jpg
Schuldschein des Kantons Glarus vom 20. Dezember 1852, Blankette