Kaiser-Karls-Gymnasium

Kaiser-Karls-Gymnasium
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SchulformGymnasium
Schulnummer167290
Gründung1601
Adresse

Augustinerbach 2–7

OrtAachen
LandNordrhein-Westfalen
StaatDeutschland
Koordinaten50° 46′ 37″ N, 6° 4′ 55″ O
TrägerStadt Aachen
Schüleretwa 820[1]
Lehrkräfteetwa 70
LeitungJürgen Bertram
Websitewww.kaiser-karls-gymnasium.de
Altes Schulgebäude, Gesamtansicht
Ausweichquartier von 1902 bis 1906
Haupteingang, Treppenhaus und Musiksaal
Das alte Schulgebäude mit seinen zwei Anbauten sowie Dom und Rathaus im Hintergrund

Das Kaiser-Karls-Gymnasium (kurz: KKG) wurde 1601 von der Jesuiten-Kommunität Aachen gegründet und ist das älteste Gymnasium der Stadt Aachen. Die ehemalige Jungenschule hat heute einen Anteil von etwa 39 Prozent Schülerinnen.

Geschichte

Im September 1601 eröffnete die Schule, damals noch unter dem Namen „Gymnasium Marianum des Jesuitenordens“, in der Scherpstraße (heutige Annastraße). Anfangs verfügte sie über zwei Grammatikklassen. Bis 1602 wurden zwei weitere Klassen eingerichtet. Im April 1615 erfolgte die Grundsteinlegung zum Bau des Gymnasiums und der Kolleggebäude. Im großen Stadtbrand von Aachen 1656 wurden die Kolleggebäude jedoch fast vollständig zerstört, allein das Schulgebäude blieb unbeschädigt.

Das Gymnasium nahm an Größe und Bedeutung zu. Im 17. und 18. Jahrhundert wuchs es zu einer siebenklassigen Vollanstalt, etwa 1000 Schüler besuchten die Jesuitenschule. 1773 wurde der Jesuitenorden durch Papst Clemens XIV. aufgelöst, das Gymnasium und Kolleggebäude wurden daraufhin geschlossen. Die Gebäude fielen an die Freie Reichsstadt Aachen und nannte sich demgemäß „Gymnasium Marianum der Freien Reichsstadt Aachen“.

1792 bis 1794 war Aachen von den französischen Revolutionstruppen besetzt, das Schulgebäude wurde beschlagnahmt. Die Schule musste daraufhin vorübergehend im Kloster der Regulierherren untergebracht werden, ein Jahr später fand der Unterricht gezwungenermaßen in den Privaträumen der fünf Klassenleiter statt. 1802 wurden die Lehrer nicht mehr von der Stadt Aachen bezahlt und waren vom Schulgeld der nur noch 63 Schüler abhängig.

1803 genehmigte der französische Präfekt Alexandre Méchin die Errichtung einer Sekundärschule nach französischem Vorbild. Vier Lehrer des ehemaligen Gymnasiums Marianum leiteten den Unterricht. Zum Direktor wurde der napoleonische Prokurator Franz Gall berufen. Am 3. August 1804 erfolgte ein Erlass Napoleons, aufgrund dessen die Schule im Augustinerkloster in der Pontstraße untergebracht wurde, das durch die Säkularisation dem französischen Staat zugefallen war. Die zum Kloster gehörende ehemalige St. Katharina-Kirche verblieb beim Gymnasium und wurde fortan als Aula Carolina bezeichnet. Am 1. Dezember 1805 eröffnete das Collège in Anwesenheit des neuen Präfekten Jean Charles Joseph de Laumond. 1811 löste der Theologe Josef Erckens Gall als Direktor ab.

Am 18. Januar 1814 wurde Aachen durch die Truppen der Alliierten besetzt. Acht Monate später folgte ein Erlass, nach dem die Schule als „Preußisches Gymnasium“ bzw. „Gymnasium zu den Augustinern“ weitergeführt werde und vier Klassen umfasste. Die Fächer Deutsch, Geschichte, Griechisch und Mathematik wurden verstärkt. 1820 hatte das Gymnasium 116 Schüler und umfasste sechs Klassen. 1827 wurde Johann Joseph Schoen als Nachfolger des Altphilologen Friedrich Anton Rigler zum Direktor der Schule ernannt und bekleidete dieses Amt 44 Jahre lang. Bereits 1830 war die Schülerzahl auf 292 gewachsen. Während der Julirevolution im selben Jahr, die auch in Aachen zu massiven Unruhen führte, bewaffneten sich Lehrer und Schüler und versahen Wachdienste. 1842 erhielt die Schule den offiziellen Namen „Königliches Gymnasium zu Aachen“ und 1886 schließlich ihren heutigen Namen Kaiser-Karls-Gymnasium. Die Schülerzahl betrug zu diesem Zeitpunkt 557. Ab 1888 wurde ein Neubau am Augustinerbach geplant. 1903 begann der Bau des neuen Schulgebäudes nach Entwürfen des Aachener Stadtbaumeisters Joseph Laurent. Am 4. April 1906 konnte es bezogen werden, nachdem die Schule ab 1902 vorübergehend Platz in dem ehemaligen und umgewidmeten Franziskanerkloster Aachen gefunden hatte. Das heutige Gebäude am Augustinerbach ist somit bereits mehr als hundert Jahre alt. Im Ersten Weltkrieg wurden mehrere Schüler und Lehrer eingezogen, es kam zu Notreifeprüfungen und einem Absinken der Schülerzahl auf 507.[2]

Im Laufe der 1920er-Jahre sank die Schülerzahl weiterhin und betrug 1929 nur noch 466. Nachdem Adolf Hitler 1933 Reichskanzler wurde, begann der Zugriff der nationalsozialistischen Machthaber auf die Schule. Politisch profilierte Lehrer wurden durch Versetzung gemaßregelt, andere Lehrkräfte wurden zugewiesen. 1934 wurde der Unterricht durch die „Rust-Erlasse“ reglementiert, Schüler und Lehrer wurden zur Napola einberufen. Nach der Schulreform von 1937 blieb das Kaiser-Karls-Gymnasium als eine der wenigen Schulen der Rheinprovinz humanistisches Gymnasium mit Latein und Griechisch als Pflichtfächern; der gymnasiale Bildungsweg wurde von neun auf acht Schuljahre verkürzt, deshalb fanden 1937 zwei Reifeprüfungen statt.

Von 1961 bis 1983 wirkte Johannes Helmrath als Direktor und Pädagoge am zu seiner Zeit noch humanistisch geprägten Kaiser-Karls-Gymnasium zu Aachen. Die präzise Arbeit des Spracherwerbs war für ihn jedoch kein Selbstzweck, sondern der Schlüssel zur Geisteswelt der Antike und zum Verständnis der Sprache als Instrument des Geistes. In diesem Sinne bot Helmraths Griechischunterricht zugleich eine Einführung in die die griechische Philosophie anhand der Quelltexte. Seine Schülerinnen und Schüler nannten ihn 'Zeus'. Der Historiker Johannes Helmrath ist sein Sohn und Schüler. Glanzpunkte im kulturellen Leben Aachens seiner Zeit waren die von Helmrath geprägten Karlsfeste zum 28. Januar eines jeden Jahres. Geistiger Höhepunkt der Schulveranstaltung war Helmraths Rede, die im Reichtum antiker Rhetorik pädagogische und kulturelle Probleme der jeweiligen Gegenwart in den Blick nahm. Meist konnte nur das Audimax der RWTH Aachen den Andrang seiner Hörerinnen und Hörer fassen, der weit über den Kreis der Elternschaft hinausging. Geistlicher Höhepunkt der Aachener Karlsfeste war das feierliche lateinische Hochamt im Aachener Dom mit eindrucksvoller Sakralmusik, für die der ehemalige Karlsschüler und Domkapellmeister Prälat Rudolf Pohl verantwortlich war.

Heute hat das Kaiser-Karls-Gymnasium etwa 866 Schüler. Die früher für den Unterricht der „alten Sprachen“ bekannte Schule hat ihren Schwerpunkt durch die Zertifizierung zur MINT-EC-Schule und enge Kontakte zur RWTH Aachen auf den naturwissenschaftlichen Bereich gelegt. Da es zugleich den „Integrationsaspekt anlässlich der aktuellen politischen Situation in Europa“ betont,[3] erscheint es umso drängender, in Helmraths Sinne die Humanitas Christiana neu zu entdecken, zu verinnerlichen und der kommenden Generation weiterzugeben: „Und doch darf Glaube an die Tragfähigkeit und Schönheit der christlich gewendeten Paideia zuversichtlich sein: Sie ist die einzige Bildungsidee, die, immer wieder verjüngt, die Jahrtausende durchstrebt hat; sie hat den Bildersturm der ersten Reformation überdauert, sie wird in dem der zweiten nicht untergehen“.[4] Die Schule ist auch für ihre Kunst-Etage bekannt. An der Schule unterrichtete von 1939 bis 1979 als Kunsterzieher der Maler Hubert Werden.

Die im Zweiten Weltkrieg massiv beschädigte Aula Carolina wurde erst 1980 wieder vollständig nach altem Vorbild, aber an die heutige Nutzung angepasst neu aufgebaut, restauriert, saniert und unter Denkmalschutz gestellt. Sie dient an Schultagen bis 17 Uhr dem KKG dem internen Betrieb und steht außerhalb dieser Schulzeiten für externe Veranstaltungen, besonders für klassische Konzerte, Empfänge, Vorträge, Theatervorstellungen, Lesungen und Ausstellungen zur Verfügung.

Bibliothek

Das Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen beherbergt eine Gymnasialbibliothek, geführt als Lehrerbibliothek, von insgesamt ca. 22.500 Bänden mit einem historischen Bestand von ca. 12.000 Exemplaren. Die Anfänge der Bibliothek werden um 1601 datiert. Die Bibliothek hält darüber hinaus auch einen Bestand von insgesamt ca. 50.000 Exemplaren an Schulprogrammen aus den Jahren von 1811 bis 1915.[5]

Bekannte Lehrer (Auswahl)

  • Eduard Arens (1866–1935), Deutsch und Geschichte
  • Johann Baptist Joseph Bastiné (1783–1844), Zeichenlehrer (1814–1844)
  • Alfons Fritz (1861–1933), Geschichtslehrer (ab ca. 1890 bis vor 1933)
  • Wendelin Haverkamp (* 1947), Deutschlehrer, später Kabarettist und Autor
  • Johannes Helmrath (1920–1999), klassischer Philologe und Direktor von 1961 bis 1983
  • Joseph Klinkenberg (1857–1917), Lehrer für Griechisch, Latein, Hebräisch und Französisch (1881–1886)
  • Heinrich Milz (1830–1909), Gymnasialprofessor, Philologe und anschließender Rektor des Marzellengymnasiums (1859–1884)
  • Joseph Müller (1802–1872), Oberlehrer für Sprachen und Naturwissenschaften; Mundartdichter
  • Otto Paschen (1873–1947), Religionslehrer (1899–1903)
  • Christian Quix (1773–1844), Oberlehrer für Alte Sprachen, Geschichte und Naturgeschichte (1806–1823)
  • Caspar von Reth (1850–1913), Porträt- und Tiermaler, Zeichenlehrer (1874–1898)
  • Friedrich Anton Rigler (1797–1874), Altphilologe und Direktor von 1825 bis 1827
  • Johann Theodor Rottels (1799–1882), Pädagoge und Philosoph sowie Mitglied im Görreskreis, Lehrer vor 1832
  • Martin Joseph Savelsberg (1814–1879), Gymnasialprofessor für Theologie und Bibliothekar (1852–1879)
  • Wilhelm Schmetz (1890–1938), Kunstlehrer (ab 1918)
  • Matthias Schwickerath (1892–1974), Botaniker (1932–1957)
  • Hubert Werden (1908–2005), Kunstlehrer (1939–1971)
  • Fritz ter Wey (* 1943), Musiklehrer

Ehemalige Schüler (Auswahl)

NameLebensdatenSchulepocheBemerkung
Karl Allgaier1953–2022KKGGermanist, Sprachwissenschaftler und Dialektologe
Walter Ameling1958–KKGAlthistoriker
Matthias Baltes1940–2003KKGAltphilologe
Eduard Beaucamp1937–KKGKunstkritiker und Publizist
Theodor Beaucamp1892–1944KKGVerwaltungsbeamter, Landrat in Kirchhain und Düren
Nicolaus Wilhelm Beckersum 1630–1703MarianumMediziner und Leibarzt
Stephan Beissel1841–1915Königliches GymnasiumJesuit und Kunsthistoriker
Caspar Anton von Belderbusch1722–1784MarianumDeutschordensritter und Premierminister in Kurköln
Dirk Bieresborn1965–KKGJurist und Richter am Bundessozialgericht
Franz Bock1823–1899AugustinumKanonikus und Kunsthistoriker
Detlef Müller-Böling1948–KKGWirtschafts- und Sozialwissenschaftler
Elena Bongartz1988–KKGSchwester von David Garrett, Songwriterin und Pianistin
Frank Bräutigam1975–KKGJournalist und Jurist, Moderator des ARD-Ratgebers Recht
August Brandt1866–1917Königliches GymnasiumTheologe
Joseph Ludwig Buchkremer1899–1986KKGWeihbischof von Aachen
Stephan Buchkremer1901–2000KKGElektroingenieur und Gründer der Aachener Domwache
Egbert Bülles1946–KKGOberstaatsanwalt in Köln
Erwin Classen1889–1944KKGVerwaltungsbeamter und Landrat
Severin Corsten1920–2008KKGDirektor der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Johann Joseph Couven1701–1763MarianumArchitekt und Baumeister des Barocks
Peter Josef Franz Dautzenberg1769–1828MarianumJournalist und Zeitungsverleger sowie Begründer der Stadtbibliothek Aachen
Alfred Dickersbach1931–2023KKGVorsitzender Richter am Bundesverwaltungsgericht
Julius Dorpmüller1869–1945Königliches GymnasiumReichsbahn-Generaldirektor und Reichsverkehrsminister
Arthur Eichengrün1867–1949Königliches GymnasiumChemiker und Erfinder der Acetylsalicylsäure
Otto Eschweiler1931–2022KKGHauptgeschäftsführer der IHK Aachen und Honorarkonsul der Niederlande
Ludwig Falkenstein1933–2015KKGHistoriker, Diplomatiker und Hochschullehrer
Marino Freistedt1954–KKGPolitiker (CDU)
Jörg Fündling1970–KKGAlthistoriker
Christian Geyer-Hindemith1960–KKGJournalist und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Albert Gier1953–KKGBegründer der Librettologie in Deutschland, Professor an der Universität Bamberg
Martin Gies1951–KKGRegisseur und Drehbuchautor
Hans Globke1898–1973KKGKommentator der Nürnberger Rassegesetze, Staatssekretär in der Regierung Adenauer
Franz Josef Görtz1947–2017KKGJournalist, Redakteur und Schriftsteller
Herbert Görtz1955–KKGDirigent und Direktor der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen
Joseph Greving1868–1919Königliches GymnasiumKirchenhistoriker
Rolf Große1958–KKGHistoriker für mittelalterliche Geschichte
Achim Großmann1947–2023KKGMitglied des Bundestages, Staatssekretär im Verkehrsministerium
Cornelius von Guaita1766–1821MarianumNadelfabrikant sowie Maire und Bürgermeister
Werner Hacke1948–KKGNeurologe und Schlaganfallforscher
Heinrich Hahn1800–1882MarianumArzt, Abgeordneter des preußischen Landtags und Gründer des deutschen Franziskus-Xaverius-Vereins
Joseph Hammels1868–1944Königliches GymnasiumWeihbischof von Köln
Michael Hammers1965–KKGdeutscher Künstler und Designer
Karl Hasse1835–1890Königliches Gymnasiumpreußischer Oberregierungsrat und Landrat des Kreises Monschau
Wilhelm Havers1879–1961KKGSprachwissenschaftler und Indogermanist
Wilhelm Heerde1898–1991KKGdeutscher Bildhauer und Politiker (NSDAP)
Hanns Heidemanns1927–2012KKGApotheker
Gerd Heinz1940–KKGSchauspieler, Regisseur, Professor und Leiter der Opernschule an der Staatlichen Musikhochschule Freiburg im Breisgau
Johannes Helmrath1953–KKGHistoriker für mittelalterliche Geschichte
Will Hermanns1885–1958KKGMundartdichter sowie Leiter des Internationalen Zeitungsmuseums und des Presseamts der Stadt Aachen
Nikolaus Heyendal1658–1733Marianumaus Walhorn im damaligen Herzogtum Limburg stammender Theologe und Abt der Abtei Rolduc
Klaus Honnef1939–KKGKunsthistoriker und Kunstkritiker
Leo Hugot1925–1982KKGDombaumeister und Stadtkonservator von Aachen, Architekt, Erbauer der Rathaustürme von Aachen
Andrej Hunko1963–KKGPolitiker und Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke
Hermann Jansen1869–1945Königliches GymnasiumArchitekt und Stadtplaner
Johann Ferdinand Jansen1758–1834MarianumHistorien- und Landschaftsmaler sowie Heimatdichter
Wilhelm Leopold Janssen1830–1900Königliches GymnasiumVerwaltungsbeamter, Landrat und Politiker
Franz Jörissen1868–1932Königliches GymnasiumPolitiker der Wirtschaftspartei
Matthias Joseph Johnen1817–1906AugustinumEhrendomherr am Kölner Dom
Egidius Jünger1833–1895Königliches GymnasiumRömisch-katholischer Geistlicher und Bischof von Nesqually
Otto Kesselkaul1863–1933Königliches GymnasiumPreußischer Landrat
Joseph Klinkenberg1857–1917Königliches GymnasiumGymnasiallehrer und Historiker
Wolfgang Koch1962–KKGPhysiker und Informatiker
Lothar Koenigs1965–KKGDirigent
Jens Jürgen Korff1960–KKGHistoriker und Politologe
Max Krabbel1887–1961KKGChirurg und Verfechter der Eugenik
Karl Robert Kranemann1967–KKGdeutscher Rechtsanwalt, Diplom-Kaufmann und Weltumsegler
Heinrich Kranz1901–1979KKGdeutscher Erbpsychiater und Neurologe
Adam Kuckhoff1887–1943KKGdeutscher Schriftsteller, von den Nazis ermordeter Widerstandskämpfer
Ildikó von Kürthy1968–KKGdeutsche Autorin und Journalistin
Heinrich Lausberg1912–1992KKGVerfasser grundlegender Werke zu Fragen der Rhetorik
Albert Lauscher1872–1944Königliches GymnasiumTheologe und Politiker der Zentrumspartei
Verena Lepper1973–KKGÄgyptologin
Bernhard Maximilian Lersch1817–1902AugustinumArzt und Naturwissenschaftler
Theo Lieven1952–KKGUnternehmer
Joseph Lingens1818–1902AugustinumPolitiker (Zentrumspartei) und Reichstagsabgeordneter
Jürgen von der Lippe1948–KKGdeutscher Comedian, bürgerlich: Hans-Jürgen Hubert Dohrenkamp
Hugo Loersch1840–1907Königliches GymnasiumRechtshistoriker und Denkmalpfleger
Franz Loogen1919–2010KKGdeutscher Kardiologe
German Hubert Christian Maaßen1825–1910Augustinumkatholischer Pfarrer und Althistoriker
Heinz Malangré1930–2017KKGManager und Verleger
Kurt Malangré1934–2018KKGehemaliger Oberbürgermeister von Aachen
Josef Martinelli1936–KKGstädtischer Beamter und als Fußballspieler 1969 Bundesliga-Vizemeister
Ludwig Mathar1882–1958KKGdeutscher Schriftsteller
Andreas Meitzner1956–KKGDiplomat, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Königreich Dänemark
Karl Franz Meyer1728–1795MarianumHistoriker und Notar sowie Leiter des Archivs der Stadt Aachen
Karl Franz Leonhard Meyer1763–1821MarianumHistoriker, Privatgelehrter und Leiter des Archivs der Stadt Aachen
Johann Peter Joseph Monheim1786–1855MarianumApotheker, Chemiker und Politiker
Karl von Monschau1944–KKGgeboren als Karl Winter, Objektkünstler
Joseph Müller1802–1872MarianumPhilologe und Naturforscher sowie Mundartdichter
Josef Nacken1860–1922Königliches GymnasiumPolitiker der Zentrumspartei
Hermann Josef Nellessen1923–2004KKGPianist, Dirigent und Komponist
Franz-Josef Neumann1955–KKGMediziner, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor des Herzzentrums Bad Krozingen
Johann Peter Anselm Nickes1825–1866AugustinumBenediktiner
Franz Oppenhoff1902–1945KKGvon den Nazis ermordeter Bürgermeister der Stadt Aachen
Joseph Oppenhoff1868–1958Königliches GymnasiumLandgerichtspräsident in Aachen
Friedrich Pauwels1885–1980KKGOrthopäde und Biomechaniker
Matthias Goswin Pelzer1754–1814MarianumSyndikus von Aachen sowie Präsident des Kantons Aix-la-Chapelle
Rudolf Pohl1924–2021KKGPrälat und Kirchenmusiker sowie Domkapellmeister a. D.
Josef Ponten1883–1940KKGSchriftsteller und Kunsthistoriker
Johann Pütz1851–1945Königliches Gymnasiumkatholischer Geistlicher
Wilhelm Rombach1884–1973KKGLandrat von Düren, Oberbürgermeister von Aachen und Regierungspräsident
Karl Eduard Rothschuh1908–1984KKGHerzphysiologe und Medizinhistoriker
Georg Rudinger1942–KKGGerontologe
Wilhelm Salber1928–2016KKGPsychologe und Philosoph
Klaus Sallmann1934–2023KKGAltphilologe
Leonhard Schmitz1807–1890AugustinumAltphilologe und Althistoriker
Hermann Schnitzler1905–1976KKGKunsthistoriker
Felix Seulen1900–1958KKGLandrat in Eupen und Malmedy sowie Oberkreisdirektor in Aachen
Hans Siemons1930–2006KKGJournalist
Thaddäus Soiron1881–1957KKGFranziskaner (OFM), Theologe und Hochschullehrer
Karl Walter Sprungala1957–2022KKGTheater- und Filmschauspieler
Hans Stercken1923–1999KKGJournalist und Politiker (CDU)
Hermann Sträter1891–1956KKGVerwaltungsbeamter und Landrat des Landkreises Aachen
Hermann Joseph Sträter1866–1943Königliches GymnasiumAachener Münsterprobst und Weihbischof in Köln und Aachen
Bernhard van Treeck1964–KKGFachbuchautor und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Wolfgang Trees1942–2009KKGehemaliger Redakteur der Aachener Nachrichten und Autor mehrerer Bücher über die Region Aachen und ihre Geschichte
Kaspar Vallot1925–KKGehemaliger Chefredakteur der Aachener Nachrichten
Viktor Vanberg1943–KKGHochschullehrer für Wirtschaftspolitik
Joseph Heinrich Peter Vogt1865–1937Königliches GymnasiumKirchenrechtler und erster Bischof von Aachen
Dirk Edmund Zerwas1968–KKGElementarteilchenphysiker
Carl Eugen Zimmermann1828–1902AugustinumBaumeister und Beigeordneter Bürgermeister der Stadt Aachen

Literatur

  • Alfons Fritz: Die Auflösung des Aachener Jesuitenkollegs und ihre Folgen, im besondern der Streit um das Jesuitenvermögen bis zum Jahre 1823, in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins (ZAGV) 29, 1907, S. 211–276
  • Jahresberichte über das Kaiser-Karls-Gymnasium von 1886/87 bis 1914/15 ULB Düsseldorf
  • Alfons Fritz: Geschichte des Kaiser-Karls-Gymnasiums in Aachen, in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsverein (ZAGV), 42, 1921, S. 90–232

Weblinks

Commons: Kaiser-Karls-Gymnasium, Aachen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. KKG auf den Seiten des Schulministeriums NRW
  2. Jörg Fündling: KKG-Notabitur als Teil der Mobilmachung. In: Aachener Nachrichten vom 28. Juni 2014.
  3. Das KKG - ein Überblick. Abgerufen am 9. August 2021.
  4. Johannes Helmrath: Ende der Paideia? In: Johannes Helmrath (Hrsg.): Festschrift des Kaiser-Karls-Gymnasiums zu Aachen. Zum 375-jährigen Jubiläum. Aachen 1976, S. 20.
  5. Fabian Handbuch der historischen Buchbestände; siehe auch Homepage der Schule: Bibliotheks-AG

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Ehemaliges Kloster von St. Nikolaus Aachen.jpg
Ehemaliges Klostergebäude der Franziskaner-Minoriten von St. Nikolaus zu Aachen, umgewidmet als Gefängnis und Landgericht (bis 1874), anschließend Verwaltungs- und ab 1902 Schulgebäude
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Schullogo des Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen

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Gebäude des Kaiser-Karls-Gymnasiums in de:Aachen, Denkmal
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Hauptportal des Kaiser Karls-Gymnasiums in Aachen (1888-1903 errichtet)
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Winterliches Panorama von der Innenstadt von Aachen, mit Dom und Rathaus. Aufgenommen aus dem 8.Stock des Sammelbau Maschinenwesen (RWTH), Eilfschornsteinstraße 18, zurechtgeschnitten für Kaiser Karls Gymnasium