Juliette Binoche

(c) Georges Biard, CC BY-SA 3.0
Juliette Binoche auf dem Festival du film de Cabourg, Juni 2015
Juliette Binoche auf der Berlinale 2015
Autogramm von Juliette Binoche

Juliette Binoche (* 9. März 1964 in Paris) ist eine französische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin.

Leben

Der Vater Jean-Marie Binoche war Regisseur, Schauspieler und Bildhauer. Die Mutter polnischer Herkunft, Monique Stalens, war Schauspielerin und Lehrerin. Ihre Eltern gaben das künstlerische Interesse an ihre Tochter weiter. Ihre Großeltern mütterlicherseits waren als polnische Intellektuelle nach Auschwitz deportiert worden.

Schon als Kind spielte Juliette Binoche Theater. 1985 bekam sie eine kleine Rolle in Jean-Luc Godards Film Maria und Joseph. Bald folgten weitere Filme in den unterschiedlichsten Genres. Ihre erste Auszeichnung erhielt sie 1986 mit dem Romy-Schneider-Preis. 1997 hatte sie ihr englisches Theater-Debüt im Londoner Almeida Theatre in der Rolle der Ersilia Dei in Pirandellos Stück Naked (Vestire gli ignudi). Neben weiteren europäischen Filmpreisen wurde sie 1997 für ihre Rolle der Hana in Der englische Patient (1996) in der Kategorie Beste Nebendarstellerin mit dem Oscar ausgezeichnet. Für die Leistung in dem Film Chocolat – Ein kleiner Biss genügt war sie im Jahr 2000 für einen weiteren Oscar (beste weibliche Hauptrolle) nominiert.

Im Dezember 2018 wurde Binoche als Jury-Präsidentin der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2019 bestimmt.

Juliette Binoche ist Hobbymalerin und lebt in Paris. Im August 2020 wurde bekannt, dass sie am 3. September 2020 mit anderen französischen Umwelt-Aktivisten von Papst Franziskus empfangen wird, um mit ihm über ökologische Fragen zu reden.[1]

Sie war von 1999 bis 2003 mit dem zehn Jahre jüngeren Schauspielkollegen Benoît Magimel liiert, den sie bei den Dreharbeiten zu Das Liebesdrama von Venedig kennengelernt hatte. Mit ihm hat sie eine Tochter. Aus einer früheren Beziehung stammt ein Sohn.

Filmografie

Juliette Binoche und Jean Reno beim Filmfestival in Cannes, 2002

Auszeichnungen

Oscar

British Academy Film Award

César

Europäischer Filmpreis

  • 1992 ausgezeichnet als „Beste Darstellerin“ in Die Liebenden von Pont-Neuf
  • 1997 ausgezeichnet als „Beste Darstellerin“ in Der englische Patient
  • 2001 ausgezeichnet mit dem Jameson-Publikumspreis als „Beste Darstellerin“ in Chocolat – Ein kleiner Biss genügt
  • 2005 nominiert als „Beste Darstellerin“ in Caché
  • 2017 nominiert als „Beste Darstellerin“ in Meine schöne innere Sonne
  • 2019 ausgezeichnet mit dem Preis für die Beste europäische Leistung im Weltkino[3]

Golden Globe Award

Internationale Filmfestspiele Berlin

Internationale Filmfestspiele von Cannes

Eponyme

  • 2010: Der Asteroid (19998) Binoche wurde nach ihr benannt.

Sonstige

Literatur

  • Katharina Blum: Juliette Binoche: Die unnahbare Schöne. Heyne, München 1995, Heyne Filmbibliothek Nr. 215, ISBN 3-453-08129-3.

Weblinks

Commons: Juliette Binoche – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Stefan von Kempis: Französische Umwelt-Aktivisten wollen den Papst treffen
  2. Eine leidenschaftliche Affäre. Abgerufen am 4. Februar 2019.
  3. EFA Honours Juliette Binoche. In: europeanfilmawards.eu. 24. September 2019, abgerufen am 24. September 2019.
  4. Juliette Binoche erhält Golden Icon Award. In: zff.com. 27. August 2020, abgerufen am 27. August 2020.

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Juliette Binoche Berlin 2015.jpg
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French actress Juliette Binoche arriving for the press conference of NOBODY WANTS THE NIGHT (NADIE QUIERE LA NOCHE) at the Berlinale 2015
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Juliette Binoche's signature
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Juliette Binoche au festival du film de Cabourg