Jost Werke

JOST Werke SE

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RechtsformEuropäische Aktiengesellschaft
ISINDE000JST4000
Gründung1952
SitzNeu-Isenburg, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Oliver Gantzert (CFO)[1]
  • Dirk Hanenberg (COO)
Mitarbeiterzahl7.500 (2025)[2]
Umsatz1.069,4 Mio. Euro (2024)[3]
BrancheNutzfahrzeuge
Websitewww.jost-world.com
Stand: 15. April 2025
Firmensitz in Neu-Isenburg

Die Jost Werke SE (Eigenschreibweise JOST Werke SE) ist ein Hersteller von Systemen für Nutzfahrzeuge mit Sitz im hessischen Neu-Isenburg.[4] Das Unternehmen ist seit 20. Juli 2017 an der Frankfurter Börse notiert.[5]

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen 1952 als Fabrik für Kugellenkkränze von Hans Breuer und Joseph Steingass.[6] Vier Jahre später wurde mit der Produktion von Sattelkupplungen begonnen.[7] Bereits 1960 expandierte Jost nach Großbritannien und Südafrika (Werk in Chloorkop). In den 1970ern und 80ern folgten weitere Standorte – unter anderem in Italien, Frankreich, den USA, Spanien oder Australien. Zur Kapazitätserweiterung wurde 1980 in Wolframs-Eschenbach auch ein zweites Werk in Deutschland errichtet. 2000 eröffnete Jost in Greeneville, Tennessee das erste Werk in den Vereinigten Staaten.[7] Ein Jahr später wurde der Anhängekupplungenhersteller Rockinger übernommen. Weitere Übernahmen folgen 2008 mit dem Trailer-Achslenksystemehersteller Tridec sowie 2015 von Mercedes-Benz TrailerAxleSystems.[7][8] 2008 wurde Jost, das als Hidden Champion gilt,[9] selbst von dem Private-Equity-Unternehmen Cinven übernommen.[10] Der Börsengang der Gesellschaft folgte am 20. Juli 2017.[11] Bis Januar 2018 verkaufte der bisherige Eigentümer Cinven alle Anteile an Jost weiter.[12] Seit dem 19. März 2018 ist das Unternehmen im SDAX vertreten.[13] Die Übernahme des schwedischen Unternehmens Ålö Holding AB, das auf landwirtschaftliche Frontlader spezialisiert ist, erfolgte 2020.[14] Im Februar 2025 erfolgte eine weitere Übernahme: Jost kaufte Hyva, einen niederländischen Hersteller von Hydraulik-Anwendungen für Nutzfahrzeuge.[15]

Standorte

Jost hat Vertriebsstandorte und Produktionsstätten in über 35 Ländern[16] auf fünf Kontinenten. Der Hauptsitz befindet sich in Neu-Isenburg. Weitere Produktionsstätten in Deutschland sind Wolframs-Eschenbach und Waltershausen (Produktion und Vertrieb).

Einzelnachweise

  1. ↑ Falk Sinß: CFO Christian Terlinde verlässt Jost Werke. Finance Magazin, 28. März 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
  2. ↑ New owner for Hyva. Vertikal, 4. Februar 2025, abgerufen am 15. April 2025.
  3. ↑ JOST forecasts boost in sales for 2025. Global trailer, 27. März 2025, abgerufen am 15. April 2025.
  4. ↑ Jost übernimmt Ålö. 13. Dezember 2019, abgerufen am 26. Februar 2020.
  5. ↑ Jost-Werke: Börsengang von Lkw-Zulieferer bringt 231 Millionen Euro ein. Abgerufen am 26. Februar 2020.
  6. ↑ Jost Truck & Trailer: Jost Truck & Trailer. Abgerufen am 13. Oktober 2022.
  7. ↑ a b c Geschichte. Abgerufen am 13. Oktober 2022.
  8. ↑ Jost Group signs agreement with Daimler AG on the acquisition of Mercedes-Benz TrailerAxleSystems. Abgerufen am 13. Oktober 2022 (englisch).
  9. ↑ Michael Freitag: Wiesmann: Wie der Luxusauto-Hersteller in die Pleite fuhr. In: manager-magazin.de. 26. Mai 2014, abgerufen am 19. Februar 2023.
  10. ↑ Cinven reaches agreement to acquire JOST Group. Abgerufen am 13. Oktober 2022 (englisch).
  11. ↑ Jost-Werke: Börsengang von Lkw-Zulieferer bringt 231 Millionen Euro ein. Abgerufen am 13. Oktober 2022.
  12. ↑ Jost, auf www.cinven.com, abgerufen am 22. September 2018.
  13. ↑ Thorsten Winter, Neu-Isenburg: SDax-Kandidat Jost-Werke AG: Aufwärts mit Stützwinden. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 13. Oktober 2022]).
  14. ↑ Julian Hoffmann: Landwirtschaft im Fokus: JOST übernimmt Ålö Holding. 13. Januar 2020, archiviert vom Original am 21. Februar 2020; abgerufen am 26. Februar 2020.
  15. ↑ Alexander Roller: Jost setzt Wachstumskurs weiter fort. 3. Februar 2025, abgerufen am 15. April 2025.
  16. ↑ Alex Dahm: Hyva cranes group acquired by Jost. In: cranebriefing.com. 3. Februar 2025, abgerufen am 15. April 2025 (englisch).

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Autor/Urheber: Frank Murmann, Lizenz: CC BY 3.0
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