Josef Alexander Dahmen
Josef Alexander Dahmen (* 1. November 1783 in Gengenbach; † 30. September 1863 in Heidelberg) war ein leitender Verwaltungsbeamter im Großherzogtum Baden, der von 1832 bis 1844 als Regierungsdirektor in Mannheim wirkte.
Familie
Dahmen war mit Amalie Dahmen, geb. Kopp, einer Tochter des Professors Ulrich Friedrich Kopp verheiratet.[1] Der Politiker Otto Dahmen war ein Sohn von Dahmen.
Leben
Dahmen begann nach dem Studium seine berufliche Laufbahn 1807 als Sekretär beim Kuratorium der Universität Heidelberg. Im gleichen Jahr wurde er Sekretär des Geheimen Rats der Großherzogtums Baden und der Sanitätskommission. 1810 erfolgte die Beförderung zum Geheimen Sekretär beim Ministerium des Inneren und später beim Ministerium für auswärtige Angelegenheiten. Weiter wurde er Legationssekretär bei den badischen Gesandtschaften in Wien und Paris eingesetzt. 1811 wurde er beim Ministerium des Inneren zum Generalsekretär befördert, 1813 Oberpostsekretär und 1814 Kreisrat in Mannheim. 1831 wurde Dahmen kurzzeitig Direktor des Dreisamkreises mit Sitz in Freiburg. Nachdem 1832 die Stelle des Regierungsdirektors des Unterrheinkreises vakant wurde, übertrug man ihm diese Funktion und er kehrte nach Mannheim zurück. Zwölf Jahre stand er an der Spitze des drittgrößten badischen Kreises. Aus Gesundheitsgründen ließ sich Dahmen 1844 pensionieren. 1845 bis 1849 wirkte er noch als Kurator der Universität Heidelberg.
Während des 11. badischen Landtags übernahm Dahmen 1844 von dem ausscheidenden Friedrich Jakob Züllig das Mandat für den Wahlbezirk der Stadt Heidelberg. Im 12. badischen Landtag vertrat Dahmen 1846 den Wahlbezirk der Ämter Tauberbischofsheim und Gerlachsheim in der Zweiten Kammer der badischen Ständeversammlung.
Ehrungen
Dahmen erhielt 1831 das Ritterkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen und 1834 das Kommandeurskreuz. 1840 verlieh man ihm das Kommandeurskreuz II. Klasse des Großherzoglich Hessischen Ludwigsordens und das Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone.[2]
Literatur
- Friedrich von Weech: Josef Alexander Dahmen. In: Badische Biographien, Erster Theil, Heidelberg 1875, S. 156–157 Digitalisat der BLB Karlsruhe
- Karl August Ferdinand von Wechmar: Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichniß aller badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840, nebst Nachtrag bis 1845, Heidelberg 1846, S. 120 Digitalisat der BLB Karlsruhe
Weblinks
- auf Carl-Maria von Weber Gesamtausgabe; abgerufen am 10. Dezember 2020
- Dahmen Josef Alexander – Biografische Kurzinformation. In: LEO-BW, Landesarchiv Baden-Württemberg.
- Dahmen, Josef Alexander, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116014768.html [07.11.2025]. [1]
- Personenregister der Mitglieder des badischen Landtags; BLB Karlsruhe
Einzelnachweise
- ↑ Kopp, Ulrich Friedrich. Eintrag auf Hessische Biografien
- ↑ Karl August Ferdinand von Wechmar: Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichniß aller badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840, nebst Nachtrag bis 1845, Heidelberg 1846, S. 120 Digitalisat der BLB Karlsruhe
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dahmen, Josef Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | badischer Geheimrat; Direktor des Unterrheinkreises; Kurator der Universität Heidelberg; Geheimer Rat; Regierungsdirektor |
| GEBURTSDATUM | 1. November 1783 |
| GEBURTSORT | Gengenbach |
| STERBEDATUM | 30. September 1863 |
| STERBEORT | Heidelberg |