Johann Georg Keifflin

Johann Georg Keifflin (* 4. September 1672 in Diemeringen; † 2. Mai 1728 in Kreuznach) war ein elsässischer Pfarrer und Komponist, der in Straßburg, Kleinbockenheim und Kreuznach wirkte.

Leben

Johann Georg Keifflin war eines von neun Kindern des rheingräflichen Hofpredigers Mag. Johann Andreas Keifflin (Jean-André Keiflin) (1638–1709)[1] und dessen Ehefrau (⚭ 1663) Ursula Heusch (Heisch) (1634–1720), Tochter von Sattler und Zunftmeister (Scabinus primarius) Georg Heisch († nach 1657) und Maria Heim aus Straßburg. Sein Vater – ein Sohn von Johann Keifflin († nach 1657),[2] Regimentsgewaltiger der Stadt Straßburg, aus Durlach und (⚭ 1636) Anna Maria Spengler – war 1662 bis 1665 Pfarrer in Aßweiler, 1665 bis 1674 Pfarrer in Diemeringen, dann Pfarrer in Finstingen, 1679 Kaplan am Bürgerhospital in Straßburg, 1683 Diakonus und 1697 Pfarrer an der Wilhelmskirche (Église Saint-Guillaume), Canonicus Senior und Capitularius des freiweltlichen Stiftes zu St. Stephan in Straßburg.

Einer seiner Brüder war Johann Andreas Keifflin Dümmeringensis († nach 1739),[3] der sich 1690 in Straßburg immatrikulierte, 1702 Licencié en droit (Licentiatus juris) und 1731 Conseiller und Advocat am Königlichen Hof war. Ein weiterer Bruder war der Pfarrer Mag. Johann Philipp Keifflin (1669–1731).[4] Seine Schwester Juliana Margaretha Keifflinin (1663–1726) war seit 1686 mit Pfarrer Johann Zinßner (1661–1727)[5] im Hanauerland verheiratet.

Johann Georg Keifflin Dümringensis schrieb sich am 20. Oktober 1691 an der Universität Straßburg ein und legte am 10. Mai 1698 sein Examen ab. Während seiner Studienzeit wirkte er vom 4. März 1693 bis 1697 als Organist an Saint-Guillaume in Straßburg.[6] Am 20. Mai 1698 wurde Keifflin ordiniert. Im selben Jahr heiratete er Anna Margareta Kolb, eine Tochter des Seidenhändlers Johann Paul Kolb (1622–1680) und der Margarete Schaumann aus Straßburg.

1698 bis 1699 war Keifflin Hauslehrer und Hofprediger der Grafen Friedrich Emich (1621–1698) bzw. Johann Friedrich von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (1661–1722) in der Emichsburg und Pfarrer von Kleinbockenheim.

Nach der Berufung von Pfarrer Georg Debus (1649–1722) nach Heidelberg wählte die lutherische Gemeinde in Kreuznach Keifflin zu ihrem Pfarrer. Keifflin übernahm die Gemeinde am 26. August 1699. Das lutherische Konsistorium in Heidelberg wollte ihn zunächst nicht bestätigen, weil er ohne dessen Wissen und Zustimmung gewählt worden war. Keifflin reiste an den kurpfälzischen Hof nach Düsseldorf und setzte seine Bestätigung durch.

Am 5. Oktober 1700 hielt Keifflin eine Predigt über Gen 28,16f zur Einweihung der neuen lutherischen Wilhelmskirche in Kreuznach, die er nach der Straßburger Wilhelmskirche benennen ließ. Der Name war zugleich eine Anspielung auf die beiden katholischen Landesherren Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (1658–1716)[7] und Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden (1655–1707).

Gräfin Marie Elisabeth von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (1648–1724), die Schwester des Grafen Johann Friedrich von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg und Witwe des dänischen Großkanzlers Friedrich von Ahlefeldt (1623–1686), spendete eine Kanzel für 100 Reichstaler und Antependien für die neue Kirche. Zur Einweihung der neuen Orgel am 3. November 1706, die von Orgelbaumeister Jacob Irrlacher (1672–1762) aus St. Pölten gebaut worden war, schrieb Keifflin eine Kantate („Orgel Carmen“), deren Druck in 400 Exemplaren für 6 Gulden und 4 Albus bei der Mainzer Hof- und Universitätsdruckerei von Johannes Mayer († 1746) in Auftrag gegeben und die mit Vokalisten und Instrumentalisten aufgeführt wurde.[8]

1701 beklagte sich der lutherische Präzeptor (Lehrer) Johann Christoph Voigt[9] beim Konsistorium in Heidelberg über die Form der Sakramentsverwaltung Keifflins, in Sonderheit dass er „bey Haltung des Heyl. Abendmahls nicht alle Hostien noch Wein seegne, welcher außgespendet würde, auch dießen heyligen Symbolis den Rücken zukehre und was dergleichen adiaphoristische Dinge mehr waren“;[10] die Beschwerde wurde jedoch niedergeschlagen. Voigt suchte 1707 in Frankfurt um Aufnahme nach.[11]

Keifflin betreute von Kreuznach aus auch die Evangelischen in den Orten Ebernburg, Feil und Bingert in der Herrschaft Sickingen, die während des Dreißigjährigen Krieges wieder katholisch gewordenen war, und veröffentlichte 1710 eine Protestschrift an das Corpus Protestantium beim Immerwährenden Reichstag in Regensburg gegen deren Bedrückung durch den Freiherrn Friedrich Franz von Sickingen († 1713). Keifflin kritisierte auch das sickingische Verhalten in den Dörfern Norheim und Traisen. Auch die Lutheraner in Rüdesheim wurden seit seinem Kreuznacher Dienstbeginn von Keifflin betreut.[12]

1711 beriet Keifflin Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg (1664–1719) – verheiratet mit Maria Polyxena (1662–1725), einer weiteren Schwester des Grafen Johann Friedrich von Leiningen-Dagsburg-Hartenburg – wegen eines Orgelneubaus in der Schlosskirche zu Weilburg, der später durch Johann Jakob Dahm (1659–1727) ausgeführt wurde. Mit Verweis auf Straßburger Werke, die Irrlacher-Orgeln in Kreuznach und in der Karlskirche zu Zweibrücken (Bauzeit 1711–1715) empfahl er französische Stimmung und Disposition:[8]

„Alß habe nicht umbhin gekonnt, bey Auffürung und Anlegung sothanen Werks sich die Stimmung des heuthig sehr übliche sogenannten französisch Chor Thons undt ja nicht des in Teutsch-Lande bishero gemein gewesten Cornetts zu bedienen, gestalten die Teutsche Instrumenten alß Dulcianen, Zincken, Posaunen und dergleichen andere mehr an allen Höfen und wohl regulirten Capellen mehrenteilß ausgemustert undt nur auf die Thürme verwießen, statt deren aber die französischen Bassons, Hautbois, Flûtes douces et Traversiers, ich geschweige andere, introducirt worden.“[13]

1714 heiratete Johann Georg Keifflin in zweiter Ehe die Kaufmannstochter Susanna Bernhard († nach 1721).[14] Sein Bruder Johann Philipp war seit 1708 in zweiter Ehe mit Anna Salomé Bernhardt[15] verheiratet.[16]

1715 wurde Keifflin von der Kurpfalz für die Veröffentlichung der Protestschrift an das Corpus Protestantium eine Strafe von 100 Reichstalern an Maria Anna Anastasia von Enschringen († 1733), die Witwe Sickingens, und die Übernahme der Prozesskosten in Höhe von 100 Reichstalern auferlegt, wovon die lutherische Gemeinde in Kreuznach die Hälfte übernahm. 200 Reichstaler entsprechen 300 Gulden, Keifflins Jahressalär betrug 100 Gulden, ein Fuder Wein und 20 Malter Korn.[17] Der weitere Umgang mit den sickingischen Untertanen wurde Keifflin verboten, die Protestschrift in seiner Gegenwart vom Amtsbüttel zerrissen und seine Versetzung auf eine schlechter bezahlte Stelle angedroht.[18]

1726 baten Pfarrer Keifflin und Vorsteher der Gemeinde den Rat der Stadt Frankfurt am Main um Gewährung einer Unterstützung für die durch Gewitter und Hagelschlag in Not geratene lutherische Gemeinde.[19]

Nach einigen Schlaganfällen wurde ihm 1727 der Diakonus Johann Nikolaus Brach († 1740) zur Seite gestellt.

Keifflin starb 1728 und wurde in der St.-Wilhelm-Kirche begraben. Seine Tochter Margaretha Ursula Keiflin (1699–1781) „von Xnac (= Kreuznach)“ heiratete 1720 in Ilbesheim bei Kirchheimbolanden den Pfarrer Gustav Friedrich Siebecker (1695–1759).

Wappen

In Silber aus einem blauen Dreiberg wachsend ein gestieltes, dreiblättriges grünes Kleeblatt[20].

Quellen

  • Brief des kurpfälzischen Rates zu Kreuznach und manderscheidisch-kailschen sowie lewenhauptischen Ober-Amtmanns der Grafschaft Falkenstein Georg Ulrich Pleickner (Bleichner) an Johann Georg Keifflin, um 1708. In: Johann Georg Keifflin: Gemitus Pressorum In Baronia Sickingensi Evangelico-Lutheranorum. Oder: Seuffzen derer bedrängten und verfolgten Evangelisch-Lutherischen Unterthanen der Herrschafft Sickingen-Ebernburg, Einem Hoch-preißlichen Corpori Protestantium zu Regenspurg unterthänigst vorgetragen von Johann Georg Keifflin, Evangelisch-Lutherischen Pfarrer der Gemeinde zu St. Wilhelm in der Chur-Pfältzischen Ober-Amts-Stadt Creutzenach, als dieser Sachen Gevollmächtigtem, o. O. [Kreuznach] 1710, S. 16 (Volltext in der Google-Buchsuche)
    • (wiederabgedruckt in:) Der sämtlichen Evangelisch-Lutherisch- Und Reformirten Im Heil. Römis. Reich Neue Religions-Gravamina, Welche jüngsthin Auf dem Reichs-Tag zu Regenspurg überreichet … Worden, Bd. I. Anton Heinscheid, Frankfurt am Main 1720, S. 101 (Volltext in der Google-Buchsuche)
  • Brief von Johann Georg Keifflin und 11 anderen Pfarrern an den Mainzer Dompropst Heinrich Ferdinand von der Leyen vom 14. Dezember 1708. In: Johann Georg Keifflin: Gemitus Pressorum In Baronia Sickingensi Evangelico-Lutheranorum, o. O. [Kreuznach] 1710, S. 16–18 (Volltext in der Google-Buchsuche)
    • (wiederabgedruckt in:) Der sämtlichen Evangelisch-Lutherisch- Und Reformirten Im Heil. Römis. Reich Neue Religions-Gravamina, Bd. I. Anton Heinscheid, Frankfurt am Main 1720, S. 101f (Volltext in der Google-Buchsuche)
  • Brief von Johann Georg Keifflin an Kirchenrat Christian Ludwig Mieg von 1709. In: Carl August Heinrich Höffelein: Neueste Geschichte der Reformirten Kirche in der Untern Pfalz, aus ächten Quellen erläutert, Anhang: Urkundenbuch zur neuesten Geschichte der reformirten Kirche in der untern Pfalz. Heinrich Heybruch, Dessau 1791, S. 17–20 (Volltext in der Google-Buchsuche)
  • Auszüge aus Briefen von Johann Georg Keifflin und der „Vorsteher und Sechßere der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde zu St. Wilhelm in Kreuznach“ an den kurpfälzischen Kirchenratssekretär Johann Ludwig Creutz (1708 bis 1711). In: (anonym) Johann Friedrich Ribstein: Ueber protestantische Kirchengüter überhaupt und die Ansprüche der evangelisch-lutherischen Kirche in der Unterpfalz auf die im Land vorhandenen insbesondere, o. O. 1801, Beylagen S. 21–23 und 26–28, Kreuznach 1710 (Volltext in der Google-Buchsuche)
  • Von denen Religions-Gravaminibus der Evangel. Lutherischen Gemeinde zu Ebernburg. In: Christian Leonhard Leucht [Pseudonym: Antonius Faber] (Hrsg.): Europäische Staats-Cantzley, Band XVII. Frankfurt am Main / Leipzig 1711, S. 1–28 und S. 59–73 (Volltext in der Google-Buchsuche)
  • Brief von Johann Georg Keifflin an Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg vom 27. Mai 1711[8]

Werke

  • Motette Elevation. Aspiratio ad Christum, authore Joh. Georg Keifflin. Th[eologiae] Aud[itor], 1696, canto Solo cum V. V. F. et organo Dulce Pelicani pectus (für Sologesang, 2 Violinen, Fagott und Basso continuo)[21]. In: Sébastien de Brossard: [Anthologie] Recueil de motets de différents autheurs [SdB recueil 27], Handschrift 2. Hälfte des 17. Jh. (Bibliothèque nationale de France; Vm 1 1266)
  • (Beiträger zu:) Johann Daniel Arcularius (Hrsg.): Wahre Kennzeichen Eines Treuen Predigers. Wie solche … Aus Psalm, LXXI. v. 16. [et]c. Bey … Leich-Begängnüs Des … Johann Conrad Sondershausen,[22] Wohl-meritirten Aeltesten Evangelischen Predigers allhier … den 3. Tag Junii 1704. … in der Kirchen zu St. Catharinen Jn Franckfurt am Mäyn fürgetragen. Bauerische Schrifften, Frankfurt am Main 1705
  • Kantate Orgel-Carmen, Johannes Mayer, Mainz 1706[8]
  • Johann Georg Keifflin: Gemitus Pressorum In Baronia Sickingensi Evangelico-Lutheranorum. Oder: Seuffzen derer bedrängten und verfolgten Evangelisch-Lutherischen Unterthanen der Herrschafft Sickingen-Ebernburg, Einem Hoch-preißlichen Corpori Protestantium zu Regenspurg unterthänigst vorgetragen von Johann Georg Keifflin, Evangelisch-Lutherischen Pfarrer der Gemeinde zu St. Wilhelm in der Chur-Pfältzischen Ober-Amts-Stadt Creutzenach, als dieser Sachen Gevollmächtigtem, o. O. [Kreuznach] 1710 (Volltext in der Google-Buchsuche)
    • wiederabgedruckt in: Der sämtlichen Evangelisch-Lutherisch- Und Reformirten Im Heil. Römis. Reich Neue Religions-Gravamina, Welche jüngsthin Auf dem Reichs-Tag zu Regenspurg überreichet … Worden, Bd. I, Anton Heinscheid, Frankfurt am Main 1720, S. 87–105 (Volltext in der Google-Buchsuche)
    • Nachdruck des Wiederabdrucks in: Burkhard Gotthelf Struve (Hrsg.): Corpus Actorum Et Gravaminum Religionis Des Heiligen Röm. Reichs, Bd. I, Matthäus Birckner, Frankfurt am Main / Leipzig 1724, S. 87–105 (Volltext in der Google-Buchsuche)

Literatur

  • Johann Heinrich Andreae: Crucenacum Palatinum cum ipsius archisatrapia. Johannes Baptist Wiesen, Heidelberg 1784, S. 436f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  • Geschichte der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Kreuznach 1556–1730 verfasst entweder durch den Pfarrer Johann Nikolaus Brach († 1740) und ergänzt bis 1746 oder eher durch den Kirchenschaffner Johann Conrad Morsaeus (* um 1678; † nach 1746) (Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bestand 4 KG 065 B, Amtsbücher 12,1); gedruckt hrsg. von Johannes Polke: Die Chronik der lutherischen Gemeinde 1556–1730. In: Hans-Christian Brandenburg, Johannes Polke (Hrsg.): 425 Jahre Reformation An Nahe und Glan (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 74), Köln: Rheinland Verlag 1983, S. 26–63, bes. S. 46, 48 und 60.
  • Eduard Schneegans: Historisch-topographische Beschreibung Kreuznachs und seiner Umgebungen, Johann Friedrich Kehr, Koblenz 1839, S. 176f
  • Christoph Flegel: Die lutherische Kirche in der Kurpfalz von 1648 bis 1716 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte 175), Mainz: Philipp von Zabern 1999
  • Albert Rosenkranz: Geschichte der evangelischen Gemeinde Kreuznach, Selbstverlag der Gemeinde, Bad Kreuznach 1951
  • Marie-Joseph Bopp: Die evangelischen Geistlichen und Theologen in Elsass und Lothringen von der Reformation bis zur Gegenwart, Degener, Neustadt an der Aisch 1959, S. 283f

Einzelnachweise

  1. Aus Straßburg; 1655 und 1657 immatrikuliert in Straßburg; vgl. Jacob Schaller, Johannes Andreas Keufflin: Dissertatio Ethica de Dolo, Qvam Deo beningè Iuvante. Sebastian Nikolaus Hetstedt, Straßburg 1657 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); Johann Andreas Keifflin: Geistliches Hand-Buch, Für die Christliche Wäysen-Jugend in dem Wäysen-Hauß, Welper und Gieß, Straßburg 1695; August Stöber: Die Hexenprozesse im Elsaß. II. Aus dem ältesten Kirchenbuch der Pfarrei Diemeringen. In: Alsatia 2 (1856–57), S. 265–338, bes. S. 335–338 (Volltext in der Google-Buchsuche); Porträt von 1704 von Johann Adam Seupel (1662–1717) (Staatliche Kunstsammlungen Dresden Kupferstichkabinett, A 120375; verschollen); Sehnliche Klag, und Thränen, welche, Alss … Joh. Andreas Keifflin, wohl-meritirter Pfarrer der Gemeinde zu St. Wilhelm in Strassburg,… den 20. Octob. 1709 … seelig verschieden,… vergossen haben des seelig verstorbenen Hn. Pfarrers hinderbliebene Kinder und Tochtermänner, J. Pastorius, Straßburg o. J. [1709].
  2. Der baden-durlachische Hauptmann Johann Keifflin legte 1622 ein Verzeichnis der Vorräte und „KriegsGeräthschaften“ der Burg Höhingen bei Achkarren an; vgl. Franz Ruf: Die Bauarbeiten an der Yburg in den Jahren 1620 bis 1622. In: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden 69 (1989), S. 146–154, bes. S. 146 (Digitalisat der Universität Freiburg i. Br.).
  3. Sein Sohn Johann Andreas Keifflin d. J. heiratete 1733 Marie Margaretha Emmerich, Tochter des Weinhändlers † Johann Kaspar Emmerich d. J.
  4. Aus Diemeringen; 1689 und 1691 immatrikuliert in Straßburg (Dimmringensis); vgl. Johann Joachim Zentgraf, Johann Philipp Keifflin: De Fine Hominis, vulgo Summo Bono, secundum Disciplinam Philosophiae Barbaricae et Italicae. Johann Friedrich Spoor, Straßburg 1691 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); Pfarrer in Lembach, Kauffenheim und Blaesheim.
  5. 1687 bis 1692 in Roppenheim, 1692 bis 1700 in Kauffenheim, 1700 bis 1720 in Hatten und ab 1721 in Bodersweier.
  6. Johann Friedrich (Jean Martin François Théodore) Lobstein: Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsaß und besonders in Straßburg. Dannbach, Straßburg 1840, S. 88.
  7. Vgl. Christoph Flegel: Die lutherische Kirche in der Kurpfalz von 1648 bis 1716 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte 175), Mainz: Philipp von Zabern 1999, S. 457.
  8. a b c d Vgl. Franz Bösken: Die Orgeln von Kirchberg. Ein Beitrag zur mittelrheinischen Orgelgeschichte. In: Mainzer Zeitschrift. Mittelrheinisches Jahrbuch für Archäologie, Kunst und Geschichte. 67–68, 1972/73, S. 234–239, bes. S. 238f.
  9. Vgl. Johann Christoph Voigt: Die allergründlichste Theologis. Auflösung, und bewertheste Vorstellung des höchsten Geheimnüsses des allerheiligsten Leibs und Bluts unsers liebsten Herrn Jesu Christi, Matthias Andreä, Frankfurt am Main 1707.
  10. Vgl. Geschichte der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Kreuznach 1556–1730 (Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bestand 4 KG 065 B, Amtsbücher 12,1); gedruckt hrsg. von Johannes Polke: Die Chronik der lutherischen Gemeinde 1556–1730. In: Hans-Christian Brandenburg, Johannes Polke (Hrsg.): 425 Jahre Reformation An Nahe und Glan (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 74), Köln: Rheinland Verlag 1983, S. 50; Generallandesarchiv Karlsruhe (Abt. 61, Nr. 9504, Blätter 64–66).
  11. Vgl. Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (Bestand Ratssupplikationen, 1.707).
  12. Vgl. Eingabe Keifflins vom 24. November 1714; Jakob Reysing (Hrsg.): Apologia Seu Vindiciae Justissimae Pro Augustissima Domo Austriaca Oder: Abgenöthigt-Rechtmäßigste Defension Des Allerdurchleuchtigsten Ertz-Haußes Oesterreich. Eysenbarth, Augsburg 1730, S. 213 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche); Edition: „J. G. Reifflin“.
  13. Brief von Johann Georg Keifflin aus Kreuznach an Johann Ernst von Nassau in Weilburg vom 27. Mai 1711; Franz Bösken, Hermann Fischer: Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins, Bd. II L–Z. (Beiträge zur Mittelrheinischen Musikgeschichte 7,2). Schott, Mainz 1975, S. 805.
  14. 1721 in Ilbesheim Patin von Johann Georg Siebecker (* 1721).
  15. Tochter von Johann Philipp Bernhard. Anna Salomé Bernhard heiratete II. 1732 Johann Dietrich (Theodor) Wehrbeck aus Straßburg, Pfarrer in Heiligenstein; vgl. seine Dissertation über altschweizer Fabeln von Ulrich Boner (um 1280–nach 1349): Johann Georg Scherz / Johann Theodor Wehrbeck: Philosophiae moralis Germanorum medii aevi, Bd. V, ex MSC. nunc primum in lucem publicam productum, Johann Friedrich Spoor, Straßburg 1704 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), und Bernhard Wagner / Johann Theodor Wehrbeck: Disputatio theologiga septima de illuminatione spirituali, ad dictum 2. Petr. I. v. 19, Josias Städel Erben, Straßburg 1708 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  16. Johann Philipp Keifflin war in erster Ehe seit 1698 mit Maria Margareta Schatz (1671–1707) verheiratet. Sein Sohn Johann Philipp Keifflin (* 1709) wurde 1734 in Straßburg mit der Dissertation: De venditore duplum pretii emtori offerente, Johann Heinrich Heitz, Straßburg 1734 (Volltext in der Google-Buchsuche), zum Dr. jur. utr. promoviert.
  17. 1 Fuder Wein kostete Anfang des 18. Jahrhunderts je nach Maß und Ernteertrag grob etwa 30–80 Gulden und 20 Malter Korn etwa 60–100 Gulden.
  18. Vgl. Eberhard Christian Wilhelm von Schauroth (Hrsg.): Vollständige Sammlung aller Conclusorum, Schreiben und anderer übrigen Verhandlungen des Hochpreißlichen Corporis Evangelicorum. Vom Jahr 1663. bis 1752., Bd. III, Regensburg: Heinrich Georg Neubauer 1752, bes. S. 29, 99 und 587–591 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  19. Vgl. Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (Bestand Ratssupplikationen, 1726).
  20. Vgl. Anatole de Barthélemy: Armorial de la généralité d'Alsace. Recueil officiel dressé par les ordres de Louis XIV, Auguste Aubry, Eugène Barth, Ed. Piton, Paris-Colmar-Strasbourg 1861, S. 103.
  21. Vgl. Jean-Luc Gester: La musique religieuse en Alsace au XVIIe siècle. Réception de la musique italienne en pays rhénan, Presses Universitaires de Strasbourg, Straßburg 2001, S. 196 und 251.
  22. Johann Conrad Sondershausen (1632–1704), 1659 Studium in Straßburg, seit 1665 Mitglied des Predigerministerium in Frankfurt am Main, Unterstützer von Philipp Jacob Spener.