Jane Fonda

(c) Georges Biard, CC BY-SA 3.0
Jane Fonda (2015)

Jane Seymour Fonda (* 21. Dezember 1937 in New York) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Bürgerrechtlerin und Klimaschutzaktivistin.

Die Tochter des Hollywood-Stars Henry Fonda wurde zu Beginn ihrer Filmkarriere in den 1960ern durch Filme wie Cat Ballou und Barbarella vor allem als Sexsymbol wahrgenommen. Im Kino des New Hollywood gelang jedoch die Entwicklung zu einer ernsthaften Charakterdarstellerin, und sie wurde für ihre Rollen in Klute (1971) und Coming Home – Sie kehren heim (1978) jeweils mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Von 1990 bis 2005 legte sie als Filmschauspielerin eine Pause ein.

Politisch engagierte sich ab 1969 im Kampf gegen den Vietnamkrieg und avancierte später mit zahlreichen Aerobic-Videos zur Fitness-Queen.

Familie und Kindheit

Jane Fonda ist die Tochter von Hollywood-Star Henry Fonda (1905–1982) und dessen Ehefrau Frances Seymour Brokaw Fonda (1908–1950). Ihre Mutter konnte ihren Stammbaum zu Edward Seymour zurückverfolgen, dem Bruder von Jane Seymour, der im Jahr 1537 im Kindbett verstorbenen dritten Ehefrau des englischen Königs Heinrich VIII.[1] Jane Fonda ist ältere Schwester von Peter Fonda (1940–2019) und Tante von Bridget Fonda (* 1964), die beide ebenfalls Erfolge in Hollywood feiern konnten.

Ihre Mutter Frances Fonda schnitt sich 1950 an ihrem 42. Geburtstag in der Psychiatrie die Kehle auf, nachdem ihr Mann drei Monate zuvor die Scheidung wegen der 21-jährigen Susan Blanchard angekündigt hatte. Die folgende dritte Ehe ihres Vaters hielt bis 1956. Die 12-jährige Jane, der man erzählt hatte, ihre Mutter sei einem Herzinfarkt erlegen, erfuhr erst ein Jahr später durch einen Zeitungsartikel von den Hintergründen.

Karriere

Erfolge als Hollywood-Star

Jane Fonda in Nijmegen bei einer Veranstaltung über den Vietnamkrieg, 1975

Bereits im Jahr 1954 trat sie zusammen mit ihrem Vater am Theater auf. Ab 1958 besuchte sie das Actors Studio von Lee Strasberg, der sie zu einer Schauspielkarriere ermutigte, während sie sich selbst anfangs unsicher war.[2] 1960 wurde sie für ihre Darstellung in dem Bühnenstück There Was a Little Girl für den Tony Award nominiert. Im selben Jahr drehte sie auch ihren ersten Kinofilm, Edward Dmytryks Drama Je länger – je lieber, in dem sie Filmpartnerin von Anthony Perkins war. Diese Darstellung brachte ihr im Jahr 1962 einen Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ein. Es folgten eine Reihe eher unauffälliger weiblicher Hauptrollen, darunter in den Komödien Zeit der Anpassung (1962) und Sonntag in New York (1963).

Mit René Cléments doppelbödigen Psychothriller Wie Raubkatzen an der Seite von Alain Delon gelang ihr im Jahr 1964 der internationale Durchbruch. Die folgenden Jahre waren von zunehmendem Erfolg und, neben weiteren Hollywood-Filmen, auch einigen Arbeiten in der französischen Filmindustrie geprägt. Beginnend mit Der Reigen aus dem Jahr 1964 drehte sie mehrere Projekte mit ihrem damaligen Ehemann, dem französischen Regisseur Roger Vadim. Insbesondere durch ihre Titelrolle einer liebestollen Astronautin und Diplomatin in der Science-Fiction-Komödie Barbarella (1968) unter Vadims Regie wurde sie zu einem bekannten Sexsymbol der 1960er-Jahre.[3] Auch in Hollywood hatte sie in dieser Zeit einige Erfolge, so in dem Western Cat Ballou – Hängen sollst du in Wyoming (1965) als junge Frau, welche den Mord an ihrem Vater rächen möchte. Gemeinsam mit Robert Redford stand sie für Arthur Penns Drama Ein Mann wird gejagt (1966) und für die Komödie Barfuß im Park (1967) nach dem gleichnamigen Stück von Neil Simon vor der Kamera.

Mit ihrer Darstellung einer gescheiterten Schauspielerin in Sydney Pollacks Drama Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß gelang es Fonda 1969, auch in den USA auf ihr Talent als dramatische Schauspielerin aufmerksam machen. Die Darstellung brachte ihr ihre erste Oscar-Nominierung ein. Im folgenden Jahrzehnt war Fonda vor allem in ersten Rollen erfolgreich. Für ihre Hauptrolle als Callgirl Bree Daniels in dem Kriminaldrama Klute an der Seite von Donald Sutherland wurde sie 1972 mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, außerdem mit dem Golden Globe sowie diversen weiteren Filmpreisen. Ein Jahr später stand sie für Regisseur Joseph Losey in der Titelrolle der Ibsen-Verfilmung Nora vor der Kamera. In dem Jahr spielte sie auch nochmals zusammen mit Donald Sutherland, in der weniger erfolgreichen Komödie Ganoven auf Abwegen.

Nach mehreren Jahren ohne größeren Filmerfolg verkörperte Fonda 1977 die sozialistische Schriftstellerin Lillian Hellman in dem Nationalsozialismus-Drama Julia, was ihr eine erneute Oscar-Nominierung einbrachte. Im selben Jahr spielte sie außerdem neben George Segal in Ted Kotcheffs Krimikomödie Das Geld liegt auf der Straße. Großen Erfolg hatte sie 1978 als Ehefrau eines traumatisierten Vietnam-Veterans in dem Antikriegsfilm Coming Home – Sie kehren heim unter Regie von Hal Ashby. Sie wurde hierfür auf der Oscarverleihung 1979 mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, während ihr Filmpartner Jon Voight dort den Preis als Bester Hauptdarsteller bekam. Auch ihre anderen beiden Filme im selben Jahr, das moderne Westerndrama Eine Farm in Montana und die Komödie Das verrückte California-Hotel, wurden für diverse Filmpreise wie den Oscar berücksichtigt. 1979 arbeitete sie erneut mit Sydney Pollack und Robert Redford zusammen, bei dem Drama Der elektrische Reiter, und spielte überdies im Katastrophenfilm Das China-Syndrom neben Jack Lemmon und Michael Douglas. Es war einer der ersten amerikanischen Filme, der sich kritisch mit der Nutzung der Kernenergie auseinandersetzte.

Dolly Parton, Lily Tomlin und Jane Fonda (2000)

An den Kinokassen war 1980 die Komödie Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um? sehr erfolgreich, in der Fonda, Lily Tomlin und Dolly Parton ein Frauentrio darstellen, dass sich an ihrem boshaften Chef rächt. Mit einem Einspielergebnis von knapp über 100 Millionen US-Dollar war es nach Das Imperium schlägt zurück der kommerziell zweiterfolgreichste Film des Kinojahres 1980 in den USA.[4] Im Jahr 1981 erschien der Film Am goldenen See, in dem sie das erste und einzige Mal zusammen mit ihrem Vater Henry Fonda – und außerdem Katharine Hepburn – vor die Kamera trat. In diesem Film verkörpert sie die sich wenig wertgeschätzt fühlende Tochter eines von Henry Fonda gespielten Professors; Henry Fonda erhielt für seine Rolle in diesem Film den lange ersehnten Oscar. Im selben Jahr war Jane Fonda überdies in Alan J. Pakulas Das Rollover-Komplott als Filmpartnerin von Kris Kristofferson zu sehen.

Während Fonda in den 1980er-Jahren mit ihren Aerobic-Videos sehr populär wurde, drehte sie deutlich weniger Filme, die zudem meist wenig populär an den Kinokassen waren. 1984 wurde sie für ihre Darstellung im Fernsehfilm The Dollmaker mit einem Emmy ausgezeichnet. 1985 spielte sie die Hauptrolle einer Psychologin in Norman Jewisons Drama Agnes – Engel im Feuer, das sich mit Fragen nach dem Verhältnis von Glauben und Wissenschaft auseinandersetzt. Es folgten Sidney Lumets Thriller Der Morgen danach (1986) an der Seite von Jeff Bridges – welcher Fonda ihre siebte und bislang letzte Oscar-Nominierung einbrachte – sowie ein Auftritt mit Gregory Peck im Drama Old Gringo (1989). Im Jahr 1990 spielte sie die Rolle der Witwe Iris King in Martin Ritts Filmdrama Stanley & Iris mit Robert De Niro als ihrem Filmpartner. Danach zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück, wofür ihre Ehe mit dem Milliardär Ted Turner als ein Grund gilt,[5] wobei sie auch ein generell nachlassendes Interesse bei sich an der Schauspielerei anführte.[6]

Fonda als Fitnessikone

Fonda gehört seit Ende der 1970er Jahre zu den Protagonistinnen einer Fitness-Welle. Mit Aerobic-Videos und später auch Stretch- und Yoga-Videos schuf Fonda ein Fitness-Imperium, dessen Wert auf über 600 Millionen Dollar geschätzt wurde.[7] Nach einigen Todesfällen von Freizeitsportlern vertrat die ursprünglich höchst radikale Anforderungen an den Körper propagierende Fonda („Hintern bewegen!“) schließlich eine gemäßigtere Linie. Im Alter gestand sie sogar ein, mehr als dreißig Jahre an Bulimie gelitten zu haben.

Ab 2005: Comeback als Schauspielerin

Jane Fonda, 2005

2001 hatte sie einen kurzen Cameo-Auftritt in Barry Levinsons Gangsterkomödie Banditen!, in der auch ihr Sohn Troy Garity mitwirkte. Ihre erste richtige Filmrolle nach 15 Jahren Pause übernahm sie aber erst im Jahr 2005 in der Komödie Das Schwiegermonster, in der Titelrolle als böse Schwiegermutter von Jennifer Lopez. Der Streifen, der bei der Kritik weitgehend durchfiel, erwies sich als Fondas erster Kassenschlager seit fast einem Vierteljahrhundert. Kurz vor der Premiere des Films brachte sie ihre Autobiografie unter dem Titel My Life So Far auf den Markt, mit der sie die Bestsellerlisten anführte. Dazu vermarktete sie eine DVD-Ausgabe ihrer Aerobic-Videos. Es folgten Rollen in der Komödie Georgias Gesetz (2007) sowie der deutsch-französischen Produktion Und wenn wir alle zusammenziehen? (2011).

2009 war Fonda, nach 46 Jahren Pause, wieder am Broadway engagiert und erhielt für ihre Rolle in Moisés Kaufmans Stück 33 Variations eine Nominierung für den Tony Award.[8] Von 2012 bis 2014 war sie wiederkehrend in der Serie The Newsroom zu sehen. 2014 spielte sie eine Matriarchin in der Tragikomödie Sieben verdammt lange Tage, im darauffolgenden Jahr war sie in Paolo Sorrentinos mehrfach ausgezeichnetem Drama Ewige Jugend an der Seite von Michael Caine zu sehen. 2017 drehte sie bei dem Drama Unsere Seelen bei Nacht letztmals mit Robert Redford, danach war sie in den Komödien Book Club – Das Beste kommt noch (2018), 80 für Brady und Book Club – Ein neues Kapitel (2023) zu sehen.

Von 2015 bis 2022 spielte Jane Fonda in der von Marta Kauffman und Howard J. Morris produzierten Netflix-Sitcom Grace and Frankie die Rolle der Grace, an der Seite von Lily Tomlin als Frankie. Nachdem die beiden sehr unterschiedlichen Frauen Gracie und Frankie herausfinden mussten, dass ihre jeweiligen Männer in einer Beziehung miteinander sind, ziehen sie zusammen. Die Serie erwies sich als populär und erreichte insgesamt sieben Staffeln, was sie zur Netflix-Originalserie mit den meisten Staffeln und Episoden macht.[9][10]

Deutsche Synchronstimme

In frühen Synchronisationen der 1960er-Jahre wurde Fonda jeweils mehrfach von Ingeborg Wellmann, Karin Remsing und Heidi Treutler gesprochen, ohne eine feste Standardsprecherin zu haben. Beginnend mit der Synchronisation ihrer oscarprämierten Rolle in Klute lieh Renate Küster Fonda von Mitte der 1970er-Jahre bis zu ihrem zeitweiligen Rückzug von der Schauspielerei 1990 am häufigsten die Stimme. Nach Fondas Comeback im Jahr 2005 ist vor allem Judy Winter ihre deutsche Standardstimme bei Kinofilmen geworden. Winter hatte Fonda bereits 1977 bei der Synchronisation von Julia erstmals gesprochen. In der Serie Gracie und Frankie ist Anne Moll Fondas Sprecherin.[11]

Soziales und politisches Engagement

Jane Fonda spricht über Vietnam bei einer Pressekonferenz in Nijmegen (1975)

Engagement für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung

Ab den frühen 1970er engagierte Jane Fonda sich für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung sowie die Black Panther Party. Im Zuge der Free Huey-Kampagne für Huey Newton sagte sie: „Revolution ist ein Akt der Liebe. Wir sind Kinder der Revolution, geborene Rebellen. Es liegt uns im Blut … [Die Panthers sind] unsere revolutionäre Avantgarde, wir müssen sie mit Liebe, Geld, Propaganda und Risikobereitschaft unterstützen.“[12] Anfang der 1980er Jahre adoptierte sie mit ihrem damaligen Ehemann Tom Hayden (Aktivist und späterer Politiker) die Tochter zweier Black-Panther-Aktivisten, weil diese sie nicht mehr unterstützen konnten: Mary Luana Williams, die später ebenfalls Aktivistin wurde.

2020 trug Jane Fonda bei einem Interview anlässlich der Black-Lives-Matter-Proteste nach der Tötung von George Floyd eine schwarze Barett-Mütze sowie einen schwarzen Pullover als Reminiszenz an die Uniform der Black Panthers. Dabei sprach sie über Weiße Privilegien: „Weil wir weiß sind, haben wir Privilegien genossen. Selbst die Ärmsten unter uns hatten Privilegien. Wir müssen das erkennen und verstehen, was den Rassismus aufrechterhält: Die Politik, das Redlining, die Bankenpolitik, die Hypothekenpolitik.“[13]

Engagement gegen den Vietnamkrieg

Jane Fonda engagierte sich ab 1969 bis weit in die 1970er Jahre hinein vehement gegen den Vietnamkrieg. Sie besuchte Nord-Vietnam und ließ sich lächelnd auf einer Flugabwehrkanone der amerikanischen Kriegsgegner sitzend abbilden. Die Reise brachte ihr in der Heimat den Beinamen „Hanoi Jane“ ein.[14] Jahre später bezeichnete sie ihr Posieren neben den Waffen der Vietcongs als Fehler, sie hielt jedoch an ihrer Kritik am US-amerikanischen Vorgehen in Südostasien fest.[15] Zeugnis ihres Engagements gegen den Krieg ist der Film F.T.A. – das Kürzel steht für Free the Army (gemeint ist aber Fuck the Army) – der ihre Agitationstournee zu Standorten der US Army in der ganzen Welt (zusammen mit Donald Sutherland) dokumentiert. Auch ihre Mitwirkung am Spielfilm Coming Home – Sie kehren heim weist deutlich in diese Richtung.

Engagement gegen die Nutzung von Kernenergie

Einer ihrer größten Filmerfolge war der im Jahr 1979 erschienene Kernkraft-kritische Thriller Das China-Syndrom. Die durch den Film ausgelösten Diskussionen über die Nutzung der Kernenergie, an denen sich auch Jane Fonda öffentlich beteiligte, sollen beim sogenannten „Vater der Wasserstoffbombe“, Edward Teller, nach dessen Bekunden einen Herzinfarkt verursacht haben; er sagte: „Ich war das einzige Opfer von Three Mile Island!“.

Engagement für den Klimaschutz

Jane Fonda und Sophia Kianni (2019)

Fonda nahm aktiv an der öffentlichen Debatte um die Klimakrise teil. Im Jahr 2019 machte sie durch ihre Demonstrationen, die als Fire Drill Friday Bekanntheit erlangten und bei denen sie von Hunderten von Demonstranten unterstützt wurde, vor dem US-Kapitol auf die Notwendigkeit für radikale Maßnahmen des Klimaschutzes aufmerksam.[16] Sie sprach dabei von der „Dringlichkeit der Klimakrise und dem Bedürfnis nach Aktivismus in einem beispiellosen Maßstab“.[16] Ihr Ziel ist es dabei, bewusst ein Zeichen zu setzen: „Wir können es nicht jungen Menschen überlassen, diesen Kampf für ihre Zukunft selbst zu führen.“[16] Fonda wurde während dieser Proteste wiederholt von der Polizei abgeführt, setzte ihren Protest jedoch auch danach wieder fort.[16] Als sie 2023 zum Wiener Opernball geladen wurde, kritisierte sie das Sponsoring des Balls durch OMV: „Ölkonzerne sind kriminell und sie töten Menschen. Wir dürfen das nicht geschehen lassen, bitte bringt die Oper dazu, solche Sponsoren nicht mehr zuzulassen.“[17]

Weitere Ansichten

Anlässlich einer Demonstration am 27. Januar 2007 äußerte sich Fonda in Washington öffentlich gegen die US-Invasion im Irak.[18]

Fonda sieht sich als Feministin, erklärte aber, erst mit über 60 Jahren eine überzeugte Haltung gefunden und Feminismus wirklich verstanden zu haben.[19] In einem Interview von 2007 erklärte sie:

„Feminismus hat einfach nichts damit zu tun, ob man Make-up trägt oder nicht. Es geht dabei um die eigene Selbstwahrnehmung! Darum, dass sich Frauen darüber im Klaren sind, dass sie ein Grundrecht darauf haben, sich selbst zu verwirklichen. Egal, ob sie zu Hause bleiben, Kinder aufziehen oder im Beruf Karriere machen. Sie haben das Recht auf gleichen Zugang, gleiche Möglichkeiten wie ein Mann. Das ist Feminismus. Ob du dabei Make-up trägst oder nicht, ist irrelevant.“

Jane Fonda im Gespräch mit Mariam Schaghaghi: Berliner Zeitung[20]

Privates

(c) photo by Alan Light, CC BY 2.0
Jane Fonda und Ted Turner, 1992

Am 14. August 1965 heiratete sie Roger Vadim, unter dessen Regie sie 1968 in Barbarella spielte. Die Ehe, aus der die Tochter Vanessa Vadim hervorging, wurde im Jahr 1973 geschieden. Von 1973 bis 1990 war sie mit dem Politiker und Aktivisten Tom Hayden verheiratet. Aus dieser Ehe hatte sie einen Sohn, Troy Garity, sowie eine Adoptivtochter.

Im Jahr 1991 heiratete Fonda den Milliardär und Medienunternehmer Ted Turner, der u. a. als Gründer des Nachrichtensenders CNN bekannt ist. Diese Ehe hielt bis 2001. Von 2009 bis 2017 war Fonda mit dem Musikproduzenten Richard Perry (1942–2024) liiert.[21]

Fonda spricht fließend Französisch, was ihr die Mitwirkung an einigen französischen Filmen ermöglichte.[22]

Am 2. September 2022 gab die 84-jährige Fonda bekannt, dass sie an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sei und deswegen eine Chemotherapie erhalte. Sie beschrieb ihre Erkrankung als „einen sehr gut behandelbaren Krebs“.[23]

2023 wurde Fonda von Richard Lugner zum Wiener Opernball eingeladen.[24]

Filmografie

Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[25][26]
Jane Fonda’s Workout Record
 DE3718.04.1983(3 Wo.)
 UK7 
Gold
Gold
29.01.1983(47 Wo.)
 US15 
Doppelplatin
×2
Doppelplatin
29.05.1982(127 Wo.)
Workout Record – New And Improved
 UK6022.09.1984(4 Wo.)
 US135 
Gold
Gold
18.08.1984(10 Wo.)

Auszeichnungen

(c) Ms. magazine, CC BY-SA 4.0
Jane Fonda, 2006

Ehrungen

Filmpreise und Nominierungen

Oscar

  • Auszeichnungen
1972: Beste Hauptdarstellerin (Klute)
1979: Beste Hauptdarstellerin (Coming Home – Sie kehren heim)
  • Nominierungen
1970: Beste Hauptdarstellerin (Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss)
1978: Beste Hauptdarstellerin (Julia)
1980: Beste Hauptdarstellerin (Das China-Syndrom)
1982: Beste Nebendarstellerin (Am goldenen See)
1987: Beste Hauptdarstellerin (Der Morgen danach)

British Academy Film Award

  • Auszeichnungen
1979: Beste Hauptdarstellerin (Julia)
1980: Beste Hauptdarstellerin (Das China-Syndrom)
  • Nominierungen
1968: Beste ausländische Darstellerin (Barfuß im Park)
1971: Beste Hauptdarstellerin (Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss)
1972: Beste Hauptdarstellerin (Klute)
1983: Beste Nebendarstellerin (Am goldenen See)

Golden Globe Award

  • Auszeichnungen
1962: Beste Nachwuchsdarstellerin (Auf glühendem Pflaster)
1972: Beste Hauptdarstellerin – Drama (Klute)
1973: Henrietta Award als Beliebteste Filmschauspielerin der Welt
1978: Beste Hauptdarstellerin – Drama (Julia)
1979: Beste Hauptdarstellerin – Drama (Coming Home – Sie kehren heim)
1980: Henrietta Award als beliebteste Filmschauspielerin der Welt
2021: Cecil B. DeMille Award für das Lebenswerk[28]
  • Nominierungen
1963: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Zeit der Anpassung)
1966: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Cat Ballou – Hängen sollst du in Wyoming)
1967: Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Any Wednesday)
1970: Beste Hauptdarstellerin – Drama (Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss)
1980: Beste Hauptdarstellerin – Drama (Das China-Syndrom)
1982: Beste Nebendarstellerin (Am goldenen See)
1985: Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film (The Dollmaker)
2016: Beste Nebendarstellerin (Ewige Jugend)

Goldene Himbeere

  • Nominierungen
1990: Schlechteste Schauspielerin (Old Gringo)

Weitere Auszeichnungen

1960: Laurel Award als beste neue weibliche Persönlichkeit
1961: Hasty Pudding Frau des Jahres
1966: Laurel Award für die weibliche komödiantische Darbietung (Cat Ballou – Hängen sollst du in Wyoming)
1969: New York Film Critics Circle Award als beste Hauptdarstellerin (Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss)
1970 und 1977: Golden Apple Award
1971: Kansas City Film Critics Circle Award als beste Hauptdarstellerin (Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss)
1971: New York Film Critics Circle Award als beste Hauptdarstellerin (Klute)
1972: Kansas City Film Critics Circle Award als beste Hauptdarstellerin (Klute)
1972: National Society of Film Critics Award als beste Hauptdarstellerin (Klute)
1973: Fotogramas de Plata als beste ausländische Schauspielerin (Klute)
1978: David di Donatello als beste ausländische Schauspielerin (Julia)
1978: Los Angeles Film Critics Association Award als beste Hauptdarstellerin (Coming Home – Sie kehren heim)
1979: ShoWest Convention Award als weiblicher Star des Jahres
1980: American Movie Award als beliebtester weiblicher Filmstar
1980: Jupiter-Filmpreis als beste Darstellerin (Das China-Syndrom)
1980, 1981, 1982 und 1983: People’s Choice Award als beliebteste Filmschauspielerin
1981: Women in Film Crystal Award
1982: American Movie Award als beste Nebendarstellerin in Am goldenen See
1984: Emmy als herausragende Hauptdarstellerin in einer limitierten Serie oder einem Special (The Dollmaker)
1993: Golden Boot Award
2001: Film Society of Lincoln Center Gala Tribute
2001: Savannah Film and Video Festival Lifetime Achievement Award
2005: National Board of Review – Career Achievement Award
2009: Deutscher Nachhaltigkeitspreis – Sonderpreis für humanitäres Engagement
2013: Hand- und Fußabdrücke vor dem TCL Chinese Theatre
2014: AFI Life Achievement Award vom American Film Institute
2017: Goldene Kamera
2017: Goldener Löwe der 74. Filmfestspiele von Venedig (Ehrenpreis für ihr Lebenswerk)
2019: Stanley Kramer Award der Producers Guild of America[29]
2025: Screen Actors Guild Life Achievement Award[30]

Dokumentarfilme

  • Jane. 53 Min. Ein Film von D. A. Pennebaker. USA 1962
  • Lettre à Jane / Letters to Jane: An Investigation About a Still. 52 Min. Ein Film von Jean-Luc Godard & Jean-Pierre Gorin. Frankreich 1972
  • Introduction to the Enemy. 60 Min. Ein Film von Haskell Wexler. USA 1974
  • Jane Fonda – Die Freiheit im Engagement. 30 Min. Ein Film von Klaus Harpprecht. Deutschland 1976.[31]
  • Jane Fonda – Eine Rebellin in Hollywood. 53 Min. Ein Film von Florence Platarets. Frankreich 2018.[32]
  • Masterclass mit Jane Fonda. 85 Min. Ein Film von Denis Leroy. Frankreich 2018.[33]

Literatur

  • Jane Fonda: My Life So Far. Random House, New York 2005, ISBN 0-375-50710-8
  • Bill Davidson: Jane Fonda. Eine intime Biographie. Volk und Welt, Berlin 1995, ISBN 3-353-01023-8 (Originaltitel: Jane Fonda. An Intimate Biography)
  • Thomas Jeier: Jane Fonda – ihre Filme – ihr Leben. München 1981, ISBN 978-345-386026-1.
  • Rita Kohlmaier: Jane Fonda. In: Frauen 70+ Cool. Rebellisch. Weise. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2020, ISBN 978-3-945543-76-4, S. 40–45.
  • Fred Lawrence Guiles: Jane Fonda. The Actress in her Time. Michael Joseph, London 1981. ISBN 978-1684424726.
Commons: Jane Fonda – Album mit Bildern

Einzelnachweise

  1. Jane Fonda. In: Welt.de. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  2. Ein Sommer mit Jane und der Fonda Family - Kino Rex Bern. Abgerufen am 5. Februar 2026.
  3. Jane Fonda zum 80. Geburtstag: Sex-Symbol und Aktivistin. In: Der Spiegel. 21. Dezember 2017, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Februar 2026]).
  4. Domestic Box Office For 1980. Abgerufen am 30. Oktober 2020.
  5. Thomas Coll: The movie that Jane Fonda called a "smart" decision. 23. April 2024, abgerufen am 5. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  6. Corey Chichizola published: Why Jane Fonda Actually Disappeared From Hollywood. 2. Dezember 2015, abgerufen am 5. Februar 2026 (englisch).
  7. Jane Fonda: Vom Sexsymbol zur Friedensaktivistin. (Memento vom 25. Dezember 2007 im Internet Archive) stern.de
  8. Fonda returns to Broadway stage. In: ABC News. 11. März 2009 (net.au [abgerufen am 5. Februar 2026]).
  9. Grace and Frankie: 7. und letzte Staffel bestellt, abgerufen am 5. September 2019
  10. Mandy Treagus: Grace and Frankie is the longest running series on Netflix – and a show for women who don’t see themselves on television. 9. Mai 2022, abgerufen am 5. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  11. Deutsche Synchronkartei | Darsteller | Jane Fonda. Abgerufen am 5. Februar 2026.
  12. https://web.archive.org/web/20130807074004/https://www.socialistworker.co.uk/art.php?id=10386
  13. https://www.rollingstone.com/culture/culture-news/jane-fonda-white-privilege-george-floyd-protests-black-panthers-1008299/
  14. How Jane Fonda’s 1972 trip to North Vietnam earned her the nickname ‘Hanoi Jane’. In: The Washington Post. 18. September 2017, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 25. September 2025]).
  15. The Associated Press: Fonda Calls 'Hanoi Jane' Incident Betrayal. In: The New York Times. 1. April 2005, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 5. Februar 2026]).
  16. a b c d Emily Holden: „Nobody works like Jane“: Hundreds join Fonda at latest climate protest. Guardian, 8. November 2019, abgerufen am 9. November 2019 (englisch).
  17. „Kriminell“: Jane Fonda kritisiert vor Opernball Ölkonzern OMV, br.de, 15. Februar 2023, abgerufen am 17. Februar 2023.
  18. Irak-Krieg: Bagdad-Jane: Jane Fonda demonstriert wieder. 30. Januar 2007, abgerufen am 25. September 2025.
  19. Frances Perraudin: Jane Fonda: 'It took me 30 years to get feminism'. In: The Guardian. 10. April 2016, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 25. September 2025]).
  20. Bis zum fantastischen Gefühl ist es harte Arbeit. In: Berliner Zeitung, 21. Dezember 2007
  21. Plötzlicher Herzstillstand: US-Musikproduzent Richard Perry tot, rnd.de vom 25. Dezember 2024.
  22. Jane Fonda: «Je suis arrivée vierge en France» gala.fr, 27. Oktober 2018.
  23. Alex Binley: Jane Fonda: Hollywood star having chemotherapy for cancer. In: BBC News. 3. September 2022, abgerufen am 3. September 2022 (englisch).
  24. Lugner bringt Jane Fonda auf den Opernball orf.at, 26. Januar 2023, abgerufen am 26. Januar 2023.
  25. Chartquellen: DE UK US
  26. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US UK
  27. Archives nationales: Archives du Bureau du Cabinet du ministre de la Culture. Ordre des arts et lettres (1962–2000). (PDF) S. 83, abgerufen am 15. November 2021 (französisch).
  28. Golden Globe für Lebenswerk an Jane Fonda. In: ORF.at. 26. Januar 2021, abgerufen am 27. Januar 2021.
  29. Activist Jane Fonda Earns Producers Guild Stanley Kramer Award. Artikel vom 20. Dezember 2018, abgerufen am 20. Januar 2019.
  30. Jane Fonda to Be Honored with the 2024 SAG Life Achievement Award. In: sagawards.org, 17. Oktober 2024 (abgerufen am 18. Oktober 2024).
  31. Jane Fonda – Die Freiheit im Engagement. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  32. Jane Fonda – Eine Rebellin in Hollywood. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  33. Masterclass mit Jane Fonda. In: Arte.tv. Archiviert vom Original am 3. Juli 2019; abgerufen am 8. Januar 2023.

Auf dieser Seite verwendete Medien

Gold record icon.svg
Gold record icon. use it with |class=noviewer to avoid fullscreen display in Media Viewer.
Platinum record icon.svg
Autor/Urheber: NikNaks, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Platinum record icon. use it with |class=noviewer to avoid fullscreen display in Media Viewer.
Dolly Parton Lily Tomlin Jane Fonda (48591893841).jpg
Autor/Urheber: John Mathew Smith & www.celebrity-photos.com from Laurel Maryland, USA, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Wash D.C. Kennedy center 2000
Ms. magazine Cover - Winter 2006.jpg
(c) Ms. magazine, CC BY-SA 4.0
Ms. magazine, Winter 2006 with Jane Fonda
Vietnambijeenkomst in cultureel Centrum De Lindenberg te Nijmegen Jane Fonda (…, Bestanddeelnr 254-9554.jpg
Autor/Urheber: Rob Mieremet / Anefo, Lizenz: CC0
Collectie / Archief : Fotocollectie Anefo

Reportage / Serie : [ onbekend ]
Beschrijving : Vietnambijeenkomst in cultureel Centrum De Lindenberg te Nijmegen; Jane Fonda (actrice en Vietnamactiviste).
Datum : 18 januari 1975
Locatie : Nijmegen, Vietnam
Trefwoorden : actievoerders, actrices, filmsterren
Persoonsnaam : De Lindenberg, Fonda Jane
Fotograaf : Mieremet, Rob / Anefo
Auteursrechthebbende : Nationaal Archief
Materiaalsoort : Dia (kleur)
Nummer archiefinventaris : bekijk toegang 2.24.01.07

Bestanddeelnummer : 254-9554
Jane Fonda 2005.jpg
Autor/Urheber: Paul Schultz, Lizenz: CC BY 2.0
Jane Fonda at a book signing, 2005
IMG_2425_JaneSigning
Jane Fonda discusses Vietnam at a press conference in Nijmegen.jpg
Autor/Urheber: Verhoeff, Bert / Anefo, Lizenz: CC0
Jane Fonda discusses Vietnam at a press conference in Nijmegen in 1975.
Ted Turner Jane Fonda 1992.jpg
(c) photo by Alan Light, CC BY 2.0
Ted Turner and Jane Fonda on the red carpet at the 1992 Emmy Awards
4327
Sophia Kianni with Jane Fonda at 2019 Black Friday climate strike.jpg
Autor/Urheber: Sophia Kianni, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Activist Sophia Kianni (right) with actress Jane Fonda at 2019 Black Friday climate strike before the United States Capitol building.
Jane Fonda Cannes 2015.jpg
(c) Georges Biard, CC BY-SA 3.0
Jane Fonda at the Cannes film festival