James Petras
James Frank Petras (* 17. Januar 1937 in Boston, Massachusetts; † 17. Januar 2026 in Seattle, Washington) war ein US-amerikanischer Soziologe und Politikwissenschaftler, der von 1972 bis zu seiner Emeritierung um 2000 Politikwissenschaft an der Binghamton University in New York lehrte.
Er ist vor allem bekannt für seine marxistisch geprägte Analyse des US-amerikanischen Imperialismus in Lateinamerika und seine Kritik der neoliberalen Globalisierung. Als Autor oder Herausgeber von über 60 Büchern, die in 29 Sprachen übersetzt wurden, und mehr als 600 wissenschaftlichen Artikeln gehört er zu den produktivsten Vertretern einer klassenkritischen Politökonomie im englischsprachigen Raum. In der marxistischen Soziologie gilt sein gemeinsam mit Henry Veltmeyer verfasstes Werk Globalization Unmasked (2001) als wegweisender Beitrag zur Debatte über Imperialismus und Globalisierung. In späteren Jahren wandte er sich außerdem zunehmend der Kritik Israels im Nahostkonflikt und der Israel-Lobby in den USA zu.
Leben
James Petras wurde 1937 als Sohn griechischer Einwanderer in Boston geboren. Sein Vater war Fischer. Während seiner Kindheit arbeitete Petras im Geschäft der Familie.[1] In den 1960er-Jahren studierte er Soziologie an der Boston University und der University of California in Berkeley und engagierte sich während seiner Studienzeit in der Bürgerrechtsbewegung.[2]
Für seine Promotion an der University of California zog Petras 1965 nach Chile.[3] Nach Abschluss seiner Promotion lehrte er zunächst für drei Jahre[4] als Assistant Professor Politikwissenschaft an der Pennsylvania State University.[5] 1972 trat er als Professor für Politikwissenschaft in das Soziologie-Department der Binghamton University ein.[6] An dieser Universität blieb Petras bis zu seiner Emeritierung. Daneben lehrte er im Laufe seines akademischen Lebens an diversen anderen Hochschulen,[4] unter anderem noch nach seiner Emeritierung als Adjunct Professor für Entwicklungsforschung an der Saint Mary’s University im kanadischen Halifax (Nova Scotia).[7]
Nach dem Putsch in Chile 1973 wurde er eine wichtige Stimme, die die Rolle des US-Interventionismus in Lateinamerika verurteilte. 1973 bis 1976 war er Mitglied des Russell-Tribunal on Repression in Latin America,[8] 1980 bis 1981 Mitglied des Permanenten Völkertribunals bei der Verhandlung über Verbrechen in El Salvador.[9]
Nach dem Wahlsieg der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung in Griechenland leitete er von 1981 bis 1984[10] die Athener Außenstelle des Center for Mediterranean Studies und beriet den Ministerpräsidenten Andreas Papandreou[11] (währenddessen lehrte er weiterhin in Binghamton).[12] Petras hatte darauf gehofft, dass sich unter Papandreou Gewerkschaften und Bauernbewegungen umsetzen lassen würden. Nachdem dieser nach Petras Urteil keine linke Politik betrieb, sondern stattdessen Kompromisse mit NATO, EU und USA einging und gegen Gewerkschaftsführer vorging, kündigte er diesen Job.[13]
Petras war verheiratet mit der Ärztin[14] Robin Eastman-Abaya,[15] mit der zusammen er auch einige Texte verfasste.[16] Er starb am 17. Januar 2026 in Seattle.[17]
Werk
Petras ist Autor oder Herausgeber von über 60 Büchern, die in 29 Sprachen übersetzt wurden, und verfasste mehr als 600 Fachartikel und 2000 Presseartikel.[18] Murray Noonan rechnet ihn gemeinsam mit Autoren wie Leo Panitch und Sam Gindin oder Michael Hardt und Antonio Negri zu einer Denkschule der „Marxisten der Globalisierungs-Ära“.[19.1] Seine Texte befassen sich mit US-amerikanischem Imperialismus in Lateinamerika, Entwicklungspolitik und -ökonomie und dem Klassenkampf in verschiedenen Kontexten. Laut seinem häufigen Ko-Autor Henry Veltmeyer blieb er dabei ungewöhnlich konsequent ein Vertreter der marxistischen Theorie mit einer klassenanalytischen Forschungsperspektive.[18]
Neben seiner Autoren- und Herausgebertätigkeit saß er in den Editorial Boards von
- Indian Journal of Politics and International Relations[20]
- Journal of Contemporary Asia[21]
- Social Justice[22]
- South Asian Journal of Diplomacy[23]
- The Journal of Peasant Studies[24]
Zudem war er Honorary Editor der Latin American Perspectives.[25]
Schriften über Lateinamerika
Bereits Petras Promotion war eine marxistische Klassenanalyse über ein lateinamerikanisches Land, wie er sie in den folgenden Jahren noch häufiger verfassen würde. Bei seinen Vorstudien befasste er sich zunächst mit dem Klassenbewusstsein der chilenischen Arbeiterklasse, erweiterte seinen Forschungsgegenstand aber vor Ort auf das gesamte politische System Chiles. Nach der Analyse der Karrieren von 87 sozialistischen Parlamentariern entwickelte er die These, das Paradoxon der ungewöhnlichen politischen Stabilität des Landes trotz derselben ökonomischen Probleme wie in anderen lateinamerikanischen Staaten und trotz einer starken, klassenbewussten Arbeiterbewegung und mächtiger marxistischer Parteien sei damit zu erklären, dass der Staat als „Broker“ zwischen alten und neuen Eliten sozialen Druck durch scheinreformistische Zugeständnisse absorbierte und die Linke so innerhalb des Systems domestizierte: Parlamentarische Mandate wurden zu Karriereinstrumenten innerhalb des Systems statt zu Werkzeugen ihrer Überwindung.[26] Die Western Political Science Association zeichnete seine 1967 vollendete und 1969 unter dem Titel Politics and Social Forces in Chilean Development veröffentlichte Arbeit als beste Dissertation des Jahres aus.[27]
In den folgenden Jahren befasste sich Petras wissenschaftlich mit politischen Entwicklungen auch in anderen Ländern Lateinamerikas, wo zu dieser Zeit neue soziale Bewegungen entstanden,[28] bei denen Petras zwischen einer „zweiten“ und einer „dritten Welle“ unterschied. Mit ersterer meinte er Bewegungen von Bauern und Landarbeitern, die sich Petras zufolge gegen Imperialismus und Neoliberalismus stemmten – namentlich die brasilianische Bewegung der Landarbeiter ohne Boden, die er als die wichtigste erachtete und auch über Jahre hinweg beriet,[29] außerdem die mexikanischen Zapatistas, die bolivarischen Cocaleros, die paraguayanische Federación Nacional Campesina, die kolumbianischen Revolutionären Streitkräfte und das Bündnis der indigenen Nationalitäten Ecuadors. Unter letztere fasste er Arbeitslosen-Bewegungen im Umfeld von Städten zusammen: Die argentinischen Piqueteros und ähnliche Bewegungen in den Barrios Venezuelas und der Dominikanischen Republik.[30]
Petras verstand diese Bewegungen als Akteure des Klassenkampfs im klassisch-marxistischen Sinn und erforschte sie und ihre systemischen Bedingungen mit dieser marxistischen Perspektive.[31] Früchte dieser Arbeit waren bereits früh zwei von ihm herausgegebene Sammelbände,[32] die einen Überblick über diese lateinamerikanischen Entwicklungen gaben. Zum ersten hob der Rezensent Peter Roman hervor, dass er mehrere lateinamerikanische Autoren einer US-amerikanischen Leserschaft erstmals zugänglich machte.[33] Beide Bände wurden in der Academia stark rezipiert.[34]
Es folgten jeweils mehrere Bücher über einzelne lateinamerikanische Länder,[35] besagte neue soziale Bewegungen[36] und ihren „Klassenkampf“.[37]
Padres – Hijos (1995) / El informe Petras (1996)
In Spanien ist Petras vor allem für seinen Text Padres – Hijos („Väter – Söhne“) bekannt.[38] Petras war ursprünglich vom spanischen Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC), der größten öffentlichen Forschungseinrichtung Spaniens, beauftragt worden, 1995 als Gastwissenschaftler die Auswirkungen der liberalisierenden Reformen der González-Regierung auf die spanische Jugend zu untersuchen.[39] Petras selbst berichtete, dass sich ihm bei Interviews in Kneipen und Arbeitervierteln ein gänzlich anderes Bild dargeboten habe als bei seinen ersten Interviews in Ministerien und Forschungseinrichtungen. Diese habe er daher aufgegeben und sich vollständig auf Langinterviews von 20 Arbeitern und eine Analyse dessen verlegt, wie sich für arbeitende Jugendliche selbst ihre Arbeits- und Lebenssituation darstellte und wie sie sich im Gegensatz dazu für die vorangehende Generation dargestellt habe.[40]
Die Ergebnisse des Berichts, den er auf dieser Basis schlussendlich anfertigte, entsprachen weitgehend den Analysen des Soziologen Andrés Bilbao (1993: Obreros y ciudadanos, „Arbeiter und Bürger“):[41] Nach Petras Analyse war die Generation der „Väter“ zur Zeit des Franquismus unter Bedingungen unbefristeter Arbeitsverträge, relativer Sicherheit und damit biographischer Planbarkeit in den Arbeitsmarkt eingetreten. Nach 1982 sei die neue Regierung jedoch nicht etwa die hohe Jugendarbeitslosigkeit angegangen,[42.1] sondern stattdessen eine Modernisierungspolitik gefahren, die auf Lohnsenkungen und ausländische Industrieübernahmen ausgerichtet war.[42.2] Die „Söhne“ der Väter arbeiteten danach in den 80er- und 90er-Jahren nach diesem politisch durchgesetzten Wandel oft unter Bedingungen der Flexibilisierung und Prekarisierung: feste Anstellungen waren zunehmend durch Zeitverträge ersetzt worden (in Katalonien beispielsweise waren 1990 bereits 75 Prozent aller neuen Arbeitsverträge von 16- bis 25-Jährigen befristet),[42.3] in deren Rahmen Jugendliche unter dem Lohnniveau ihrer Väter angestellt wurden. Die Befristung dieser Arbeitsverträge habe außerdem zur Folge, dass Bindungsfähigkeit und speziell auch das Klassenbewusstsein als Faktor für gesellschaftlichen Zusammenhalt bei Jugendlichen abnehme.[42.4] Diese suchten sich daher nun Ersatzgemeinschaften mit Freunden in konsumistischen Ersatzwelten,[42.5] was gleichzeitig die Basis des klassenkämpferischen Aktivismus unterhöhle.[42.6] Systemisch gesehen habe also die per Dekretgesetz durchgesetzte Modernisierungsstrategie nicht nur die Arbeitsbedingungen verschlechtert, sondern letztlich auch die Handlungsfähigkeit der organisierten Zivilgesellschaft – von Gewerkschaften, Nachbarschaftsvereinen, kommunitären Strukturen – erodiert.[42.7]
Das CSIC entschied sich gegen eine Publikation, woraufhin 1996 die Zeitschift Ajoblanco ihn in einer Sondernummer unter dem Titel El informe Petras completo[43] veröffentlichte.[39] 2018 kritisierten der Soziologe Pablo Gastaldi und der Politologe Enrique Maestu-Fonseca, dass Petras für seine Analyse überwiegend männliche Industriearbeiter und nur wenige Frauen und Beschäftigte im Dienstleistungssektor interviewt habe. Dennoch habe sich Petras Text als prophetisch erwiesen: 20 Jahre später ließen sich dieselben Entwicklungen, die er beschrieben habe, auch in der Generation der „Enkel“ nachweisen.[44]
Schriften über Imperialismus und Globalisierung
Eine zweite Gruppe von Petras Texten befasst sich grundsätzlicher mit US-amerikanischem Imperialismus, der Globalisierung und dem Kapitalismus – besonders die Bücher Globalization Unmasked (2001), System in Crisis (2003), Empire with Imperialism (2005) und Multinationals on Trial (2006), die alle nach Petras Emeritierung um 2000 verfasst wurden[18] und von Harsh Thakor zu den einflussreicheren seiner Bücher gezählt werden.[28] Einige seiner dort entwickelten Thesen nahm er bereits vorweg in seinem Frühwerk über den Sturz des chilenischen Präsidenten Salvador Allende.
How Allende Fell (1974) und The United States and Chile (1975)
Petras entwickelte gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Morris Morley in zwei Büchern das, was später als die „linke“ oder die „unabhängig marxistische Interpretation“ des Putsches gegen Allende gelten würde.[45] 1974, während Petras Tätigkeit für das Russell Tribunal, veröffentlichten sie zunächst das von der Bertrand Russell Peace Foundation herausgegebenen Buch How Allende Fell. Sie führten die Vorbedingungen des Putsches nicht auf das Handeln der Allende-Regierung wie insbesondere ihrer Landreform zurück[46.1] und schenkten auch anderen Faktoren wie dem Verfall des Kupferpreises wenig Aufmerksamkeit (was der Rezensent Christóbal Kay in seinem sonst positiven Review bemängelte),[47] sondern interpretierten die beiden wesentlichen Vorbedingungen des Putsches – den ökonomischen Niedergang und die Ermächtigung des Militärs nach der Wahl Allendes – als Folgen von imperialem Handeln der USA, die eine gezielte Politik zur Schwächung und schließlich zum Sturz Allendes betrieben hätten.[48] Später freigegebene Regierungs- und CIA-Dokumente[49] bestätigten wesentliche Teile ihrer Darstellung.[50]
Bereits in diesem früheren Werk hatten Petras und Morley betont, wie sehr die US-Regierung dabei mit mehreren in den USA ansässigen und in Chile operierenden multinationalen Konzernen und mit US-amerikanischen Kreditgebern an Chile kooperiert hatten.[46.2] In ihrem im folgenden Jahr erschienenen Buch The United States and Chile: Imperialism and the Overthrow of the Allende Governmenment gaben sie diesen Entwicklungen in einem neuen Vorwort eine theoretische Rahmung: Die USA hätten hier als „imperialer Staat“ gehandelt. Der Putsch gegen Allende mache sichtbar, dass die USA zwar im Interesse multinationaler Konzerne gehandelt habe, dass aber gleichzeitig diese wesentlich abhängig waren von der militärischen, finanziellen, ideologischen und administrativen Macht eines unterstützenden Staates.[51.1] Neu an diesem späteren Werk war außerdem eine neue Passage, die genauer das Handeln der der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und weiterer US-Banken wie der Interamerikanischen Entwicklungsbank analysierte, die auf Initiative der US-Regierung zur Zeit der Allende-Regierung Kredite verweigert, nach dem Sturz Allendes bei identischen ökonomischen Bedingungen dagegen massiv Kredite bewilligt hatten.[51.2] Ausgebaut hatten die Autoren außerdem ein Kapitel über einen vergleichbaren Fall im Brasilien der 1960er-Jahre, wo nach ihrer Analyse die USA den Sturz des Präsidenten João Goulart ebenfalls durch das Herbeiführen einer Kreditblockade befördert hatten.[51.3] Entsprechend hielten Petras und Morley in ihrer einleitenden Analyse fest, dass ein weiterer Aspekt der Macht imperialer Staaten wie den USA in ihrer Kontrolle über internationale Finanzinstitutionen liege.[51.4]
Globalization Unmasked (2001) und Empire with Imperialism (2005)
Globalization Unmasked greift auf mehrere ältere Texte zurück, die Petras mit wechselnden Ko-Autoren geschrieben hat, und verbindet ihre Thesen neu zu einer Einführung in eine marxistische Globalisierungstheorie in drei Kapiteln, an die weitere Kapitel zu spezielleren Themen angeschlossen sind.[52] Paul Bowles fasst die dort entwickelte Theorie gemeinsam mit der von Humphrey McQueen (2001: The Essence of Capitalism) zusammen zum globalisierungstheoretischen New Imperialism-Ansatz.[53]
Petras entwickelt seine Thesen in Auseinandersetzung mit einer anderen Globalisierungstheorie, die ihm zufolge die Mehrheitsmeinung darstellt und annimmt, Globalisierung sei ein Phänomen des Marktes und komme zustande, indem multinationale und damit dezentrale Konzerne global Kapital investieren. Demgegenüber betont er, dass Globalisierung ein eminent politisches Phänomen sei und richtiger begriffen werden müsse als „Imperialismus“: Sie werde geplant herbeigeführt, indem Staaten mit politischer Macht in anderen Staaten die Bedingungen dafür schaffen, dass in ihnen ansässige multinationale Konzerne dort Kapital investieren können.[54][19.2] Staaten, die solcherart multinationalen Konzernen Wege zu internationalem Investment ebnen, definiert Petras als „Imperiale Staaten“; ihr Agieren ist dem von Konzernen notwendig vorgelagert.[55] Dieses System diene nicht den Interessen imperialer Staaten insgesamt, sondern den Interessen der gesellschaftlichen Klasse „internationaler Kapitalisten“.[56]
Speziell mit dem imperialen Staat befasst sich auch das 2005 erschienene Buch Empire with Imperialism, in dem sich Petras mit einer kurz zuvor veröffentlichten und populären Theorie anderer „Marxisten der Globalisierungs-Ära“ auseinandersetzt, nämlich Hardts und Negris These eines „Imperiums ohne Imperialismus“. Petras bestreitet ihre Grundthese, dass die klassischen Imperien wie das britische Empire oder ein vermeintlicher US-Imperialismus tot und abgelöst worden seien von einem internationalen, dezentralen, netzwerkartigen globalen Souveränitätsgebilde. Bei dieser These handle es sich um eine Theorie ohne Basis in der Realität.[57] Imperiale Staaten dienten weiterhin den Interessen der Klasse der Kapitalisten, und zentral bei diesem Arrangement seien weiterhin die Staaten: als Sicherheitsnetze zur Rettung gescheiterter kapitalistischer Unternehmungen, als Rahmengeber für den internationalen Handel und internationales Investment, außerdem als militärischer und propagandistischer Wegbereiter für dieselben.[58] Außerdem gelte weiterhin die Dominanz der USA und US-amerikanischer multinationaler Konzerne, die empirisch klar nachweisbar seien.[57] Dennis Canterbury urteilte, Petras und Veltmeyer hätten Hardt und Negri mit ihrem Buch widerlegt, wie dies auch andere Marxisten der Globalisierungs-Ära[59] getan hätten.[60]
In Globalization Unmasked wird weiter ausgeführt: Im Dienst internationaler Kapitalisten stünden nicht nur imperiale Staaten, sondern außerdem internationale Finanzinstitutionen wie die Weltbank und der Internationale Währungsfonds und transnationale Gebilde wie der Zusammenschluss der G7 oder das Weltwirtschaftsforum.[61][19.3] Dasselbe gelte letztlich auch für Nichtregierungsorganisationen. Petras wertet diese großenteils als „Trojanische Pferde des Neoliberalismus“:[62] Sie zähmten linke Bewegungen durch Anstellung ihrer gebildeten Mitglieder (deren Beteiligung am Klassenkampf den Autoren zufolge ein wichtiger Erfolgsfaktor dieses Klassenkampfs ist),[63] lähmten den Klassenkampf durch Symptombekämpfung und kooperierten dabei mit imperialen Staaten und Konzernen.[64] Die verbreitete Rede von „Globalisierung“ und verwandten Konzepten ist Petras zufolge vor allem politische Rhetorik, mit der de facto Imperialismus auf sozial akzeptable Weise propagiert werden soll.[65][19.4][66]
Das Buch wurde mit dem Robert S. Kenny Prize ausgezeichnet.[67] In der marxistischen Soziologie setzte sich diese Deutung von „Globalisierung“ als „Imperialismus“ durch.[60] Das (nicht marxistisch geprägte) International Review of Modern Sociology veröffentlichte 2007 einen Sonderband, da – so der Herausgeber Berch Berberoglu – Petras und Veltmeyer mit ihrem „Pionierwerk“ den entscheidenden Beitrag zur Kritik der neoliberalen Globalisierungstheorie gebracht und eine neue Diskussionswelle über Imperialismus und Globalisierung ausgelöst hätten.[68]
System in Crisis (2003)
System in Crisis (2003) ist wie Globalization Unmasked eine Synthese mehrerer von Petras Ideen. Petras und Veltmeyer eröffnen das Buch in Kapitel 1 mit einer Kapitalismuskritik, laut der der Kapitalismus die Welt in mehrere parallele Krisen gestürzt habe:
- Eine „ökonomisch-finanzielle Krise“, bei der die Welt von Spekulationsblase zu Spekulationsblase und Finanzkrise zu Finanzkrise taumle,
- eine „soziale Krise“, die sowohl auf globaler Ebene als auch bezogen auf die Bevölkerung einzelner Staaten die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklaffen lasse (was in Kapitel 4 am Beispiel Argentiniens veranschaulicht wird),
- eine „ökologische Krise“, bei der das Wirtschaften mit der Erde deren ökologische Tragfähigkeit überfordere (und die in Kapitel 6 am Beispiel der Überfischung des Kabeljau-Bestands bei Neufundland veranschaulicht wird), und
- eine (in Kapitel 5 weiter entfaltete) „intellektuelle Krise“, bei der die politische Linke konfrontative Direktaktionen aufgegeben und sich stattdessen insbesondere in Form einer NGOisierung in die Rolle einer Dienstleisterin für die Armen drängen lassen habe, anstatt die Machtstrukturen direkt anzugreifen.[69.1][70]
Kapitel 2 und 3 ergänzen eine „internationale Krise“. Petras und Veltmeyer stellen die These auf, das Jahr 2001 sei der Start einer neuen Ära – nicht wegen 9/11, sondern wegen „10/7“: die USA hätten die Terroranschläge auf das World Trade Center genutzt, um in einer mit dem Angriff auf Afghanistan startenden Gegenoffensive ihre kriselnde politische und ökonomische Hegemonie in mehreren strategischen Regionen der Dritten Welt wiederherzustellen.[69.2] Gegen diese Gegenoffensive seien wiederum linke Gegen-Gegenoffensiven gestartet worden, von denen die Autoren in Teil II des Buches vier exemplarisch vorstellen: lateinamerikanische Bauern, argentinische Arbeitslose und die Indigenen Ecuadors, außerdem eine auch im globalen Norden vor allem in Form von Nichtregierungsorganisationen vertretene Antiglobalisierungsbewegung, die sich den Autoren zufolge jedoch noch nach dem Vorbild der lateinamerikanischen Bewegungen zu Anti-Imperialisten radikalisieren und mit diesen zusammenschließen müsse.[69.3]
Multinationals on Trial (2007)
Im politökonomischen Buch Multinationals on Trial (2007) thematisieren Petras und Veltmeyer Direktinvestitionen multinationaler Konzerne in Entwicklungsländern und argumentieren, dass diese kein Instrument der Entwicklungsfinanzierung, sondern ein Mechanismus imperialistischer Ausbeutung sind. Die These von Hardt und Negri, dass multinationale Konzerne allein aus Interesse an Kapitalakkumulation und nicht aus dem imperialen Interesse ihrer Heimatstaaten handeln, kritisieren sie als unterkomplex:[71] Über die genaue Intentionalität solcher Konzerne machen sie selbst keine Annahmen, präziser beschrieben sei es aber so, dass imperiale Staaten – in diesem Buch nicht mehr nur die USA, sondern wie später noch häufiger ein „euro-amerikanisches Imperium“[72] – die Gewinnmaximierung ihrer Konzerne mit dem „nationalen Interesse“ gleichsetzten und diese Konzerne daraufhin auch an strategischen Entscheidungen dieser Staaten beratend partizipierten.[73.1] Ein Rezensent im Socialist Standard interpretierte auch dies als die kritikwürdige Vorannahme, dass multinationale Konzerne „bewusste Agenten der ‚imperialistischen‘ Ambitionen eines Staates“ seien.[74]
Den typischen Prozess von Ausbeutung durch Direktinvestition rekonstruieren die Autoren dann wie folgt: Imperiale Staaten treiben vermittelt über IWF und Weltbank Entwicklungsländer durch Kreditvergabe in die Schuldenfalle; die daraus resultierende Schuldenkrise zwingt die Schuldnerstaaten zu „Strukturanpassungsprogrammen“, die Privatisierung und Marktöffnung als Bedingung für weitere Kredite vorschreiben.[73.2] Damit wird staatliche Steuerungskapazität gezielt demontiert, bevor multinationale Konzerne eintreten und entweder neue Unternehmen aufbauen oder großenteils durch solcherart erzwungene Privatisierung Staatsunternehmen übernehmen. Was in beiden Fällen folgt, ist ein dauerhafter Netto-Kapitalabfluss (in Form von Gewinnrückführungen, Zinszahlungen, Lizenzgebühren, ungleicher Handelsbedingungen und Arbeitsmigration) aus der Peripherie in den imperialen Staat, dessen Größenordnung nach Einschätzung der Autoren hinreichend ist, um das chronisch schwache Wachstum der Region Lateinamerika zu erklären.[73.3][75] Petras und Veltmeyer weisen hin auf die Gegenbeispiele China und Indien, die sich einem neoliberalen Modell entzogen und staatliche Steuerung beibehalten hätten und in der Folge deutlich stärker wuchsen.[73.4] In Kapitel 7 präsentieren sie außerdem eine Liste von zehn konkreten politischen Alternativen zur Bemühung um ausländische Direktinvestitonen, darunter zum Beispiel Reinvestition von Exportgewinnen, Schuldenmoratorien oder Renationalisierung illizit privatisierter Betriebe. Kapitel 8 empfiehlt darüber hinaus mit historischen Beispielen aus Jugoslawien und Allende-Chile das Modell der „Worker-Engineer Public Control“ als Best Practice für Entwicklungsländer.
The Power of Israel in the United States (2006)
Überblick
2006 veröffentlichte Petras mit The Power of Israel in the United States sein erstes Israel-Buch – im selben Jahr, in dem auch der vieldiskutierte Aufsatz The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy von John Mearsheimer und Stephen Walt erschien. Bereits Walt/Mearsheimers Text war verschiedentlich bezeichnet worden zum Beispiel als „anklägerisches Plädoyer gegen Israel“[76] oder als „kurze Polemik, voll von Übertreibung und wütenden Behauptungen“.[77] Petras’ Buch wurde im Vergleich dazu als die schärfere und weniger zurückhaltende Position wahrgenommen.[78] Anders als sein im Folgejahr veröffentlichtes, teilweise ebenfalls mit der Israel-Lobby befasstes Buch (Rulers and Ruled in the US Empire. Bankers, Zionists, Militants), in dem Petras wieder zur marxistischen Klassen- und Imperialismusanalyse zurückkehrt, präsentiert er es nicht als analytisches Werk, sondern als seinen Beitrag, geschlossene Diskursräume aufzusprengen und eine verderbliche „Tyrannei der Israel-Lobby“ zu konfrontieren.[79.1] Der „politisch-polemische Charakter des Buches, das kein wissenschaftliches Werk ist“, ist denn auch einer der wesentlichen Kritikpunkte des Rezensenten Armin Pfahl-Traughber.[80]
Petras stellt einleitend am Beispiel des Irakkriegs dar, dass sich in diesem Fall pro-israelische Neokonservative in US-amerikanischen Regierungskreisen wie Abram Shulsky und Douglas Feith – bei Petras kurz „Zioncons“ – gegen die Interessen multinationaler Ölkonzerne durchgesetzt hatten. Petras leitet daraus ab, dass hier „die Macht der pro-israelischen Lobbys, die US-amerikanische Nahostpolitik zu beeinflussen, die Macht der Ölkonzerne überstieg“.[79.2] Die folgenden Kapitel des disparaten Buches, in dem wie bei früheren Büchern mehrere ältere Kurztexte wiederverwertet worden waren, kreisen um diesen Themenkomplex: In Kapitel 2 und 13 bestimmt Petras das Wesen der Israel-Lobby näher. Im Wesentlichen sind es diese beiden Kapitel, die in der Rezeption wahrgenommen wurden. Eine zweite Gruppe Kapitel analysiert, wie pro-israelische Lobbyorganisationen anti-islamische und anti-arabische Stimmung befördert hätten im 2005er Streit um die Mohammed-Karikaturen und durch das Beeinflussen des westlichen Terrorismus-Diskurses (Kapitel 10, 11–12). Die übrigen Kapitel analysieren überwiegend jeweils den Einfluss der Israel-Lobby auf konkrete außenpolitische Ereignisse – den Irakkrieg, den Gazaangriff 2006, den Libanonkrieg 2006 sowie Israels Kriegspläne gegen Iran. Das Buch schließt mit Strategieempfehlungen zur Konfrontation der Israel-Lobby (kurze Zeit später erweitert zu einem 18-teiligen Handlungsplan).[81]
Die Israel-Lobby nach Petras
Den Grundbestand der beiden Kapitel 2 und 13 über die Israel-Lobby hatte Petras ab 2002 in Form mehrerer Kurztexte veröffentlicht.[82] In Kapitel 2 analysierte er empirisch und in Kapitel 13 in Auseinandersetzung mit Noam Chomsky systematisch das Wesen derselben. Petras zufolge existieren weitere vergleichbare Lobbys – beispielsweise die pro-kubanische Lobby –, anders als die pro-israelische Lobby seien diese aber relativ erfolglos.[79.3][83] Speziell die Israel-Lobby lasse sich grob untergliedern in einflussreiche US-amerikanische Juden, christliche Fundamentalisten, den militärisch-industriellen Komplex, Akteure im Pentagon und korrupte Gewerkschaftsführer.[79.4] In seinem Nachfolgewerk ergänzt er außerdem mehrere Organisationen: Sieben große und mehrere Dutzend regionale Denkfabriken, die pro-israelische Positionspapiere und Op-Eds produzierten, die 51 Mitgliedsorganisationen der Dachorganisation Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations (darunter AIPAC, die Anti-Defamation League und das American Jewish Committee) sowie pro-israelische Political Action Committees.[84] Sie lasse sich nicht reduzieren auf eine „jüdische Lobby“ oder gar nur auf AIPAC allein; richtiger analysiert handle es sich bei ihr um ein komplexes und untereinander verbundenes Netzwerk formeller und informeller, auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen operierender Gruppen, die Petras als „Zionist Power Configuration“ („Zionistische Macht-Konfiguration“, ZPC) bezeichnet.[79.4]
Daneben spricht Petras von der ZPC im Buch wiederholt auch schlicht als der „jüdischen Lobby“, was dem gängigen israelischen Sprachgebrauch entspreche.[79.5] Die beiden antizionistisch-jüdischen Rezensenten Allen Ruff und David Marqusee kritisieren diesen Sprachgebrauch: Es handle sich hierbei um einen terminologischen Trick israelischer Medien, um dem ausländischen Agenten, der die Lobby letztlich sei, mehr Legitimität zuzusprechen, als ihm eigentlich eigne. Linke Autoren dürften dieser Sprachpolitik nicht auf den Leim gehen, sondern müssten sauberer differenzieren.[85]
Petras zufolge übt die ZPC erstens direkten Einfluss auf die US-Regierung aus, zweitens indirekten Einfluss auf die Politik in Form der Zuweisung von Wahlkampfgeldern, und drittens Einfluss auf Massenmedien, in denen sie pro-israelische Darstellungen fördert und anti-israelische Darstellungen verhindert. Zur ZPC gehörten außerdem auf lokaler Ebene Jewish Federations und weitere regionale Akteure, die auf eine vierte Weise Einfluss ausübten – durch die Einschüchterung und Diskreditierung von Kritikern mittels der Brandmarkung als „Antisemiten“ oder „Neo-Nazis“.[79.6]
Die Israel-Lobby und das US-amerikanische Nationalinteresse
Im Rest der beiden Kapitel analysiert Petras das Verhältnis Israels und der ZPC zum US-amerikanischen Nationalinteresse, wie er es bereits in seinem einleitenden Kapitel vorbereitet hatte. Petras positioniert sich dabei in einer Debatte, die 2006 durch den Essay von Walt und Mearsheimer (deren Grundthese mit der von Petras übereinstimmte)[86] befeuert worden war:[87] Führt die Israel-Lobby die USA dazu, entgegen dem eigenen Nationalinteresse zu handeln, oder folgt die US-Politik gegenüber Israel primär aus einer Übereinstimmung strategischer Interessen?
Die Behauptung übereinstimmender Nationalinteressen identifiziert Petras als das Produkt gezielter Arbeit rechtsgerichteter Denkfabriken, die das israelische Interesse an Machtausweitung systematisch als deckungsgleich mit US-amerikanischen und europäischen Interessen darstellten,[79.7] in seinem Nachfolgewerk außerdem als die Interpretation „‚linker‘ Zionisten“,[88] die auf eine historische Analyse von Lobbyaktivitäten verzichteten.[89] Er selbst dagegen verstreut in Kapitel 2 diverse Beispiele dafür, dass die USA und Israel nicht gemeinsame Interessen verfolgten, sondern Israel die USA wiederholt dazu gebracht habe, gegen ihr eigenes nationales Interesse und stattdessen im israelischen Interesse zu handeln – darunter die jährliche US-Auslandshilfe von 2,8 Mrd. USD oder historische Fälle wie der israelische Angriff auf das US-Schiff USS Liberty (1967) oder die Spionageaffäre um Jonathan Pollard. Besonders hebt Petras einen 2001 gesendeten Fox-News-Bericht hervor, in dem US-amerikanische Nachrichtendienstler vermuteten, ein festgesetztes israelisches Spionageteam habe im Voraus von den Terroranschlägen am 11. September 2001 gewusst.[90] Selbst diese Ermittlungsergebnisse seien in US-Politik und in den Medien ohne Reaktion geblieben. Petras führte auch dies zurück auf den starken Einfluss von pro-israelischen Akteuren in den USA.[79.8] Effektiv müsse man das Verhältnis der beiden Staaten so bestimmen, dass die Regionalmacht Israel die Großmacht USA „kolonisiert“ habe.[79.3]
Rezeption von The Power of Israel und Präzisierung in Rulers and Ruled
Über Walt und Mearsheimer hinaus geht Petras nicht nur in dieser Formulierung einer „Kolonisierung“ der USA durch Israel, sondern auch darin, welcher Kriegsverbrechen er Israel bezichtigt. Petras Urteil etwa, Israel handle an den Palästinensern genozidal, wird von Pfahl-Traughber als Polemik abgetan,[80] wohingegen Carl Boggs sich gerade in diesem Punkt der Analyse Petras anschließt.[91] Drittens geht Petras darin über die Walt/Mearsheimer hinaus, dass letztere die Israel-Lobby als legitime inländische Interessengruppe behandelten,[92] wohingegen Petras sie als Agenten einer ausländischen Macht betrachtet. Joel Kovel bezeichnete Petras’ Bewertung in diesem Punkt, die die „Behauptung der Legitimität“ der Lobby, wie sie Mearsheimer und Walt vertraten, direkt untergrabe, als überzeugender.[93]
Stephen Lendman pries das Buch als „episches Werk“,[94] Herb Thompson lobte es.[95] Die Mehrheit der Rezensenten kommentierten es jedoch kritisch. Georges Corm kommentierte anlässlich der beiden Texte von Walt/Mearsheimer und Petras, dem Grundgedanken der Forschung zur Israel-Lobby eigne das Risiko, dass er den Mythos von der jüdischen Allmacht zur Beherrschung der Welt nähren könne.[96] Ähnlich vorsichtig formuliert Pfahl-Traughber, mit dem Buch lasse es sich nicht belegen, dass Petras Antisemit sei und seine Argumentationsmuster und Vorwürfe könnten auch andere inhaltliche Motive haben – sie liefen aber in dieselbe Richtung.[80]
Anders als bei Walt/Mearsheimer kam bei Petras die schärfste Kritik aber nicht aus dem pro-israelischen Lager, sondern aus dem antiimperialistischen und sozialistischen. Petras Kernbefund einer immensen Lobbymacht pro-israelischer Kräfte hielten Rezensenten wie Allen Ruff, Max Ajl und auch Michael Neumann in seinem Verriss des Buches zwar für zutreffend.[97] Mit seiner Rede vom „nationalen Interesse“ der USA habe Petras aber linkes Denken, das stattdessen Klassen-Interessen analysiere, verlassen und rechte Argumentationsmuster bemüht.[98] Mehrere Rezensenten folgten Chomsky in seiner Gegenthese: richtiger verhalte es sich so, dass die USA Israel als strategischen „Proxy“ nutzten, um ihre eigenen ökonomisch-imperialistischen Interessen durchzusetzen.[99]
In seinem im folgenden Jahr erschienenen Buch passte Petras seine Darstellung konzeptuell an und ordnete die Israel-Lobby selbst insgesamt in die Klasse der Eliten ein, deren Analyse der größte Teil des Buches sich widmet. Den Konflikt zwischen dem Interesse Israels respektive der Israel-Lobby auf der einen Seite und dem nationalen Interesse der USA respektive der Finanzelite andererseits beschrieb er danach als einen Konflikt innerhalb dieser Klasse.[100] Dieser sei bisher noch nicht offen ausgebrochen, da bis dato auch die US-Finanzeliten Gewinne gemacht hätten. Petras prophezeit jedoch, dass sich dies im Falle einer Katastrophe ändern werde, da letztlich die militaristisch-zionistische und die finanzelitäre Gruppe in unterschiedliche Richtungen strebten.[101]
Auszeichnungen
- Western Political Science Association: Beste Dissertation des Jahres 1968, für Politics and Social Forces in Chilean Development.[102]
- American Sociological Association: Career of Distinguished Service Award 2002 in der Sektion Marxist Sociology[103]
- Robert S. Kenny Prize 2002 für Globalization Unmasked. Imperialism in the 21st Century (gemeinsam mit Henry Veltmeyer)[67]
- Club de Periodistas de México: Certamen Nacional de Periodismo 2010[104]
Auswahl Bibliographie
Wissenschaftliche Werke (Auswahl)
- US Imperialism. The Changing Dynamics of Global Power. Routledge, New York / Abingdon 2020.
- Mit Henry Veltmeyer: Imperialism and Capitalism in the 21st Century. Routledge, London / New York 2018.
- Mit Henry Veltmeyer: Class Struggle in Latin America: Making History Today. Routledge, London / New York 2017.
- Mit Henry Veltmeyer: Power and Resistance. US Imperialism in Latin America. Brill, Leiden / Boston 2016.
- The Politics of Empire. The US, Israel, and the Middle East. Clarity Press, Atlanta 2014.
- Mit Henry Veltmeyer: The New Extractivism. A Post-Neoliberal Development Model or Imperialism of the Twenty-First Century?. Zed Books, London / New York 2014.
- Mit Henry Veltmeyer: Extractive Imperialism in the Americas. Capitalism’s New Frontier. Brill, Leiden / Boston 2014.
- Social Movements in Latin America. Neoliberalism and Popular Resistance. Palgrave Macmillan, New York 2011.
- War Crimes in Gaza and the Zionist Fifth Column in America. Clear Day Books, Atlanta 2010.
- Zionism, Militarism, and the Decline of U.S. Power. Clarity Press, Atlanta 2008.
- Rulers and Ruled in the US Empire: Bankers, Zionists and Militants. Clarity Press, Inc. 2007, ISBN 978-0-932863-54-6
- The Power of Israel in the United States. Clarity Press, Inc. 2006, ISBN 0-932863-51-5
- Herr oder Knecht? Über das beispiellose Verhältnis zwischen Israel und den USA. Zambon, 2008
- Mit Henry Veltmeyer u. a. (Hrsg.): Empire with Imperialism: The Globalizing Dynamics of Neoliberal Capitalism. Fernwood Publishing / Zed Books, 2006.
- Mit Henry Veltmeyer u. a. (Hrsg.): Weltherrschaft durch Imperialismus. Die trügerische Macht der USA. Zambon, 2005, ISBN 3-88975-079-6.
- Mit Henry Veltmeyer: Globalization Unmasked: Imperialism in the 21st Century. Zed Books, 2001.
- The Greek Industrial Worker. Center for Mediterranean Studies, Athen 1983.
- Mit Morris Morley: The United States and Chile. Imperialism and the Overthrow of the Allende Government. Monthly Review Press, 1975.
- Latin America: Dependence or Revolution. John Wiley, 1973.
- Politics and Social Forces in Chilean Development. University of California Press, 1969.
- Mit Maurice Zeitlin (Hrsg.): Latin America. Reform or Revolution? A Reader. Fawcett World Library, 1968.
Literarische Werke
- La lengua del pueblo (Un viaje global en 16 cuentos de combate). 2004 veröffentlicht unter einer Copyleft-Lizenz vonRebelión. ( vom 4. Januar 2007 im Internet Archive; PDF; 547 kB) (Kurzgeschichten)
- Andando por el mundo. Grupo Editor Altamira, 2001. (Kurzgeschichten)
- Geister und Renegaten. 2007. (Drama, PDF)
Weblinks
- James Petras’ Webseite
- Osmani Costa: Entrevista – James Petras. In: Folha de Londrina. 27. Juni 1999 (portugiesisch).
- Entrevista a James Petras sobre ONG, un mundo diverso. ( vom 5. August 2009 im Internet Archive) In: revistateina. Nr. 11, März–Mai 2006 (spanisch)
- Literatur von und über James Petras im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Literatur
- Fernando I. Leiva: James Petras And That „Long Petal of Wine, Sea And Snow“. In: Henry Veltmeyer (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5.
- Stephen Lendman: James Petras on the Israeli Lobby, Occupied Palestine and US-Israeli Militarism. In: Henry Veltmeyer (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5.
- Henry Veltmeyer: James Petras, Scholar and Revolutionary: An Appreciation. In: Idem (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5.
- Henry Veltmeyer: Petras, James. In: Clyde W. Barrow (Hrsg.): Encyclopedia of Critical Political Science. Edward Elgar Publishing, Cheltenham, Northampton 2024, doi:10.4337/9781800375918.ch216.
Einzelnachweise
- ↑ Fernando I. Leiva: James Petras And That „Long Petal of Wine, Sea And Snow“. In: Henry Veltmeyer (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5, S. 36.
Murió el marxista estadounidense James Petras. In: La diaria libros. 18. Februar 2026, abgerufen am 15. Mai 2026. - ↑ Murió el marxista estadounidense James Petras. In: La diaria libros. 18. Februar 2026, abgerufen am 15. Mai 2026.
About James Petras. In: The James Petras Website. Abgerufen am 15. Mai 2026. - ↑ Fernando I. Leiva: James Petras And That „Long Petal of Wine, Sea And Snow“. In: Henry Veltmeyer (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5, S. 21.
- ↑ a b JAMES PETRAS (Interview #32) Influence of Zionism in American culture (ab 0:02:04) auf YouTube, 8. April 2026, abgerufen am 25. Mai 2026.
- ↑ Marucie Zeitlin, James Petras: The Working-Class Vote in Chile: Christian Democracy versus Marxism. In: The British Journal of Sociology. Band 21, Nr. 1, 1970, S. 16–29, hier 16, JSTOR:588268.
- ↑ Sociology. In: Binghamton.edu. Archiviert vom am 8. Januar 2004; abgerufen am 15. Mai 2026.
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Multinationals on Trial. Foreign Investment Matters. Ashgate, Aldershot, Burlington 2007, ISBN 978-0-7546-4949-6, Author Notes.
- ↑ Fernando I. Leiva: James Petras And That „Long Petal of Wine, Sea And Snow“. In: Henry Veltmeyer (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5, S. 27 f.
- ↑ Tribunal permanente de los pueblos (Hrsg.): El Salvador. Ciudad de México de 9–12 de febrero de 1981. S. 1 (permanentpeoplestribunal.org [PDF; 691 kB]).
Vergleiche Vincente Navarro: Genocide in El Salvador. In: Monthly Review. Band 32, Nr. 11, 1981, S. 1–16, hier S. 5, doi:10.14452/MR-032-11-1981-04_1. - ↑ James Petras: The Assassination of Greece. In: Pan-African News Wire. 22. Februar 2015, abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ James Petras: Greece: The Curse of Three Generations of Papandreous. In: Canadian Dimension. 5. April 2010, abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Siehe zum Beispiel James Petras: Problems in the Transition to Socialism. In: Monthly Review. Band 35, Nr. 1, 1983, S. 14–24, hier S. 14, doi:10.14452/MR-035-01-1983-05_2 (Abstract; Download kostenpflichtig).
James Petras: Workers’ Democracy: The Key to Defending the Revolution and Developing the Productive Forces. Response to Richard Harris. In: Latin American Perspectives. Band 10, Nr. 1, 1983, S. 117–119, hier S. 117, JSTOR:2633369. - ↑ James Petras: The Assassination of Greece. In: Pan-African News Wire. 22. Februar 2015, abgerufen am 16. Mai 2026.
Michael Nevradakis: James Petras: Syriza’s Deception Must Stop. In: Truthout. 22. April 2015, abgerufen am 16. Mai 2026. - ↑ Cynthia McKinney (Hrsg.): How the US Creates „Sh*ithole“ Countries. Clarity Press, Atlanta 2018, ISBN 978-0-9998747-2-1, S. 391.
- ↑ James Petras: The Power of Israel in the United States. Clarity Press, Fernwood Books, Atlanta, Halifax 2006, ISBN 978-0-932863-51-5, Acknowledgements.
- ↑ Zum Beispiel James Petras, Robin Eastman-Abaya: Killing Fields of Asia. In: Economic and Political Weekly. Band 41, Nr. 17, 2006, S. 1627–1629, JSTOR:4418136.
- ↑ James Petras, In Memoriam. In: The James Petras Website. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ a b c Henry Veltmeyer: Petras, James. In: Clyde W. Barrow (Hrsg.): Encyclopedia of Critical Political Science. Edward Elgar Publishing, Cheltenham, Northampton 2024, doi:10.4337/9781800375918.ch216.
- ↑ Murray Noonan: Marxist Theories of Imperialism. A History. I.B. Tauris, London, New York 2017, ISBN 978-1-78673-094-7.
- ↑ Indian Journal of Politics and International Relations. In: Mahatma Gandhi University. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ James Petras (1937–2026). In: Journal of Contemporary Asia. 22. Februar 2026, abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Editorial Board. In: Social Justice. Archiviert vom am 29. März 2016; abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ South Asian Journal of Diplomacy. In: Mahatma Gandhi University. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Editorial Advisory Board. In: Journal of Peasant Studies. Band 28, Nr. 2, 2001, doi:10.1080/03066150108438764.
- ↑ Editorial Board. In: Latin American Perspectives. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Fernando I. Leiva: James Petras And That „Long Petal of Wine, Sea And Snow“. In: Henry Veltmeyer (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5, S. 21–24.
- ↑ James Petras. In: Clarity Press. Abgerufen am 14. Mai 2026.
- ↑ a b Harsh Thakor: An intellectual giant who chronicled Latin America’s social movements. In: Counterview. 21. Februar 2026, abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ James Petras: The Unemployed Workers Movement in Argentina. In: Monthly Review. Band 53, Nr. 8, 2002 (monthlyreview.org).
James Petras: La lengua del pueblo (Un viaje global en 16 cuentos de combate). Rebelión, 2004, S. 3 (rebelion.org [ vom 4. Januar 2007 im Internet Archive; PDF; 547 kB]). - ↑ Vergleiche James Petras: The Unemployed Workers Movement in Argentina. In: Monthly Review. Band 53, Nr. 8, 2002 (monthlyreview.org).
- ↑ Harsh Takor: James Petras (1936–2026): A Relentless Marxist Voice Against Empire. In: Countercurrents. 3. März 2026, abgerufen am 16. Mai 2026.
Vergleiche zum Beispiel James Petras: A Marxist critique of post-Marxists. In: Rebelión. November 1997 (Archiv: rebelion.org).
James Petras, Henry Veltmeyer: Are Latin American peasant movements still a force for change? Some new paradigms revisited. In: The Journal of Peasant Studies. Band 28, Nr. 2, 2001, S. 83–118, hier z. B. S. 84, doi:10.1080/03066150108438767. - ↑ James Petras, Maurice Zeitlin (Hrsg.): Reform or Revolution? A Reader. Fawcett Publications, Greenwich 1968 (archive.org).
James Petras (Hrsg.): Latin America: From Dependence to Revolution. John Wiley & Sons, New York u. a. 1973, ISBN 0-471-68446-5 (archive.org). - ↑ Peter A. Roman: Latin America: Reform or Revolution? In: Science & Society. Band 33, Nr. 1, 1969, S. 90–96, hier S. 90 f., doi:10.1177/003682376903300111.
- ↑ Henry Veltmeyer: James Petras, Scholar and Revolutionary: An Appreciation. In: Idem (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5, S. 4: „Both books for decades remained academic ‚bestsellers‘, selling well over a hundred thousand copies and used for decades as essential reference points for graduate studies in sociology and political science both in Latin and North America.“
- ↑ Zum Beispiel Adalberto López, James Petras (Hrsg.): Puerto Rico and Puerto Ricans: Studies in History and Society. John Wiley & Sons, New York u. a. 1974, ISBN 0-470-54494-5.
James Petras, Fernando Ignacio Leiva, Henry Veltmeyer: Democracy and Poverty in Chile. The Limits to Electoral Politics. Westview Press, Boulder, San Francisco, Oxford 1994, ISBN 0-8133-8217-3.
James Petras, Henry Veltmeyer: Cardoso’s Brazil. A Land for Sale. Rowman & Littlefield Publishers, Lanham u. a. 2003, ISBN 0-7425-2630-5 (archive.org). - ↑ Zum Beispiel James Petras, Hugo Zemelman Merino: Peasants in Revolt. A Chilean Case Study, 1965–1971. University of Texas Press, Austin 1972, ISBN 0-292-76404-9.
James Petras: The New Development Politics. The Age of Empire Building and New Social Movements. Ashgate, Aldershot, Burlington 2003, ISBN 0-7546-3539-2 (eingeschränkte Vorschau – Internet Archive).
James Petras, Henry Veltmeyer: Social Movements and State Power. Argentina, Brazil, Bolivia, Ecuador. Pluto Press, London, Ann Arbor 2005, ISBN 0-7453-2423-1 (archive.org).
James Petras, Henry Veltmeyer: Social Movements in Latin America. Neoliberalism and Popular Resistance. Palgrave Macmillan, New York 2011, ISBN 978-0-230-10411-2. - ↑ Zum Beispiel James Petras u. a.: Class, State, and Power in the Third World. With Case Studies on Class Conflict in Latin America. Allanheld, Zed Press, Montclair, London 1981, ISBN 0-86598-018-7.
James Petras u. a.: The Left Strikes Back. Class Conflict in Latin America in the Age of Neoliberalism. Westview Press, Boulder, Oxford 1999, ISBN 0-8133-3554-X.
James Petras, Henry Veltmeyer: The Class Struggle in Latin America. Making History Today. Routledge, Abington, New York 2018, ISBN 978-1-138-72021-3. - ↑ Murió el marxista estadounidense James Petras. In: La diaria. 18. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026.
Rosa Cañadell: En memoria de un gran intelectual de izquierdas coherente y comprometido: James Petras. In: El trangle. 23. Februar 2026, abgerufen am 25. Mai 2026. - ↑ a b Enrique Maestu, Pablo Gastaldi: El informe Petras veinte años después: padres, hijos y nietos en una sociedad dual. In: Encrucijadas. Band 15, 2018, S. 1–6, hier 1 (unirioja.es).
- ↑ James Petras: Prólogo a esta edición. In: Ajoblanco. Band 3 / 1996, S. 7, 13. (ajoblanco.org).
- ↑ Víctor Lenore: „Informe Petras“: el estudio ocultado que persigue al PSOE. In: Voz populi. 22. April 2020, abgerufen am 25. Mai 2026.
- ↑ James Petras: Padres – Hijos. Dos generaciones de trabajadores españoles. In: Ajoblanco. Band 3 / 1996 (ajoblanco.org).
- ↑ El informe Petras completo. In: Ajoblanco. Band 3/1996 (ajoblanco.org).
- ↑ Enrique Maestu, Pablo Gastaldi: El informe Petras veinte años después: padres, hijos y nietos en una sociedad dual. In: Encrucijadas. Band 15, 2018, S. 1–6, hier 5 (unirioja.es).
- ↑ Vergleiche Paul E. Sigmund: The Overthrow of Allende and the Politics of Chile, 1964–1976. 2. Auflage. University of Pittsburgh Press, PIttsburgh 1980, ISBN 0-8229-3355-1, S. 295 FN 2.
Poul Jensen: The Garotte. The United States and Chile, 1970–1973. Band 2. Aarhus University Press, Aarhus 1988, ISBN 87-7288-197-6, S. 442 (archive.org). - ↑ James F. Petras, Morris H. Morley: How Allende Fell. A Study in U.S.–Chilean Relations. Spokesman Books, Nottingham, Bristol 1974 (archive.org).
- ↑ Christóbal Kay: The Chilean Road to Socialism: Post Mortem. In: Science & Society. Band 40, Nr. 2, 1976, S. 220–231, hier S. 231, doi:10.1177/003682377604000204.
- ↑ Vergleiche Louis Kushnick: Review: How Allende Fell … In: Race & Class. Band 16, Nr. 4, 1975, S. 430–433, hier S. 430 f., doi:10.1177/030639687501600410.
Aus diesem Grund kritisch zum Nachfolgewerk: Frederick M. Nunn: The United States and Chile [Review]. In: The Hispanic American Historical Review. Band 56, Nr. 1, 1976, S. 149–151, JSTOR:2513751. - ↑ Vergleiche besonders Peter Kornbluh: Chile and the United States: Declassified Documents Relating to the Military Coup, September 11, 1973. In: The National Security Archive. Abgerufen am 15. Mai 2026.
- ↑ Vergleiche besonders Peter Kornbluh: The Pinochet File. A Declassified Dossier on Atrocity and Accountability. The New Press, New York, London 2004, ISBN 1-56584-586-2, S. 82–97, 105–115 (archive.org).
Knapp zusammenfassend auch Marc Cooper: Kissinger and the CIA in Chile: An Interview With Peter Kornbluh, Part I. A comprehensive review of the U.S. role in the 1973 coup of Salvador Allende and its aftermath. In: Truthdig. 6. Juli 2023, abgerufen am 15. Mai 2026. - ↑ James Petras, Morris Morley: The United States and Chile. Imperialism and the Overthrow of the Allende Government. Monthly Review Press, New York, London 1975, ISBN 0-85345-361-6 (archive.org).
- ↑ Mark Laffey: Book Review: James Petras and Henry Veltmeyer: Globalization Unmasked … In: Millennium. Band 31, Nr. 3, 2002, S. 703–707, hier S. 704 f., doi:10.1177/03058298020310030405.
Vergleiche auch Abdullah al-Muslim: Realities behind the jargon and propaganda of globalization. In: Newsmagazine of the Islamic Movement Crescent International. 1. Mai 2003, abgerufen am 17. Mai 2026. - ↑ Paul Bowles: Globalization: A Taxonomy of Theoretical Approaches. In: Henry Veltmeyer (Hrsg.): New Perspectives on Globalization and Antiglobalization. Prospects for a New World Order? Ashgate, Aldershot, Burlington 2008, ISBN 978-0-7546-7411-5, S. 24–27 (archive.org).
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Globalization Unmasked. Imperialism in the 21st Century. Fernwood Publishing, Zed Books, Halifax, New York 2001, ISBN 1-85649-939-1, S. 12 f., 30 (archive.org).
- ↑ Zum Beispiel in James Petras, Morris Morley: The U.S. Imperial State. In: James Petras u. a. (Hrsg.): Class, State, and Power in the Third World. With Case Studies on Class Conflict in Latin America. Allanheld, Zed Press, Montclair, London 1981, ISBN 0-86598-018-7, S. 2, 5.
James Petras, Morris Morley: US Hegemony Under Siege. Class, Politics and Development in Latin America. Verso, London, New York 1990, ISBN 0-86091-280-9, S. 65 f. - ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Globalization Unmasked. Imperialism in the 21st Century. Fernwood Publishing, Zed Books, Halifax, New York 2001, ISBN 1-85649-939-1, S. 20 (archive.org).
So bereits in James Petras, Morris Morley: US Hegemony Under Siege. Class, Politics and Development in Latin America. Verso, London, New York 1990, ISBN 0-86091-280-9, S. 65. - ↑ a b James Petras u. a.: Empire with Imperialism. The Globalizing Dynamics of Neo-liberal Capitalism. Fernwood Publishing, Zed Books, Winnipeg, New York 2005, ISBN 1-84277-668-1, Z.B. S. 205 f. (archive.org).
- ↑ James Petras u. a.: Empire with Imperialism. The Globalizing Dynamics of Neo-liberal Capitalism. Fernwood Publishing, Zed Books, Winnipeg, New York 2005, ISBN 1-84277-668-1, S. 40–45 (archive.org).
- ↑ Zum Beispiel Leo Panitch, Sam Gindin: Gems and Baubles in Empire. In: Historical Materialism. Band 10, Nr. 2, 2002, S. 17–43, hier z. B. 28 f., doi:10.1163/156920602320318075.
- ↑ a b Dennis C. Canterbury: European Bloc Imperialism. Brill, Leiden, Boston 2010, ISBN 978-90-04-18495-4, S. 6 f. (archive.org).
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Globalization Unmasked. Imperialism in the 21st Century. Fernwood Publishing, Zed Books, Halifax, New York 2001, ISBN 1-85649-939-1, S. 12 (archive.org).
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Social Movements and State Power. Argentina, Brazil, Bolivia, Ecuador. Pluto Press, London, Ann Arbor 2005, ISBN 0-7453-2423-1, S. 4 (archive.org).
- ↑ Henry Veltmeyer, James Petras: The Social Dynamics of Brazil’s Rural Landless Wrokers’ Movement: The Hypotheses on Successful Leadership. In: Canadian Review of Sociology. Band 39, Nr. 1, 2022, S. 79–96, hier 91 f., doi:10.1111/j.1755-618X.2002.tb00612.x.
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Globalization Unmasked. Imperialism in the 21st Century. Fernwood Publishing, Zed Books, Halifax, New York 2001, ISBN 1-85649-939-1, S. 129 f., 132 f. (archive.org).
So zum Beispiel auch James Petras: Imperialism and NGOs in Latin America. In: Monthly Review. Band 49, Nr. 7, 1997 (monthlyreview.org).
James Petras: Non-Governmental Organizations in a conjuncture of conflict and war psychosis. In: The James Petras Website. 12. April 2001, abgerufen am 17. Mai 2026.
Vergleiche Azizt Chodry, Dip Kapoor: NGOization: Complicity, Contradictions and Prospects. In: Idem (Hrsg.): NGOization. Complicity, Contradictions and Prospects. Zed Books, London, New York 2013, ISBN 978-1-78032-258-2, S. 4 f. (archive.org). - ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Globalization Unmasked. Imperialism in the 21st Century. Fernwood Publishing, Zed Books, Halifax, New York 2001, ISBN 1-85649-939-1, S. 8, 13, 75 f. (archive.org).
- ↑ Ähnlich Henry Veltmeyer: James Petras, Scholar and Revolutionary: An Appreciation. In: Idem (Hrsg.): Imperialism, Crisis and Class Struggle. The Enduring Verities and Contemporary Face of Capitalism. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-18414-5, S. 5.
- ↑ a b Back Matter. In: Labour / Le Travail. Band 49, 2002, S. 375, JSTOR:25149263.
Vergleiche auch die Buchvorstellung von Petras und Veltmeyer anlässlich der Preisverleihung: Unmasking Globalization: the Dynamics and Antinomies of Imperial Power. In: Topia. 30. Mai 2002, abgerufen am 17. Mai 2026. - ↑ Berch Berberoglu: Introduction. In: International Review of Modern Sociology. 33, Special Issue, 2007, S. 1–6, hier S. 1, JSTOR:41421285.
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: System in Crisis. The Dynamics of Free Market Capitalism. Fernwood Publishing, Zed Books, Nova Scotia u. a. 2003, ISBN 1-84277-364-X.
- ↑ Vergleiche Mark Thomas: Globalization under Fire. In: Labour / Le Travail. Band 55, 2005, S. 213–231, hier 220–222., JSTOR:25149567.
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Multinationals on Trial. Foreign Investment Matters. Ashgate, Aldershot, Burlington 2007, ISBN 978-0-7546-4949-6, S. 30: „The critical issue here is that imperialism implies a strategic project or plan for world domination – to establish hegemony over the world system. To the degree that the CEOs of the multinational corporations typically do not pursue such a strategy; rather, they operate under the logic of capital accumulation, in terms of which their only concern is to operate with a profit and perhaps to maximize the return on the capital invested in the corporation.“
- ↑ Vergleiche Against multinationals. In: Socialist Standard. Februar 2008, S. 20 (archive.org).
- ↑ James Petras, Henry Veltmeyer: Multinationals on Trial. Foreign Investment Matters. Ashgate, Aldershot, Burlington 2007, ISBN 978-0-7546-4949-6.
- ↑ Against multinationals. In: Socialist Standard. Februar 2008, S. 20 (archive.org): „[… I]t is not so obvious that MNCs are conscious agents of a state’s ‚imperialist‘ ambitions […].“
- ↑ Zum Prozess vergleiche Yung Hua Nancy Ng Tam: A Transpacific Caribbean: Chinese Migration, US Imperialism, and the Making of Modern Colombia. 2021, S. 213 f. (proquest.com – Dissertation, Columbia University).
Knapp auch Johannes Jäger, Elisabeth Springler: Eigentumsstrukturen, grenzüberschreitende Investitionen und Entwicklungsdynamiken. Fachhochschule des bfi Wien, Wien 2015, S. 10 (fh-vie.ac.at [PDF]). - ↑ William Grimes: A Prosecutorial Brief Against Irael and Its Supporters. In: The New York Times. 6. September 2007, abgerufen am 27. Mai 2026.
- ↑ Dov Waxman: Beyond Realpolitik: The Israel Lobby and US Support for Israel. In: Israel Studies Forum. Band 22, Nr. 2, 2007, S. 97–114, hier 106, JSTOR:41804983.
- ↑ The Power of Israel in the United States. In: Reference and Research Book News. Band 22, Nr. 1 (proquest.com).
Joel Kovel: Mearsheimer and Walt Revisited. In: Socialism and Democracy. Band 23, Nr. 2, 2003, S. 129–137, hier 133 FN 8, doi:10.1080/08854300902905185. - ↑ James Petras: The Power of Israel in the United States. Clarity Press, Fernwood Books, Atlanta, Halifax 2006, ISBN 0-932863-51-5.
- ↑ a b c Armin Pfahl-Traughber: „Herr oder Knecht?“ Israel und USA. In: Humanistischer Pressedienst. 27. Oktober 2011, abgerufen am 27. Mai 2026.
- ↑ James Petras: Challenging the Power of the Jewish Lobby: What Should Be Done? In: Dissident Voice. 28. September 2006, archiviert vom am 18. Januar 2012; abgerufen am 27. Mai 2026.
- ↑ James Petras: Israel and the U.S.: A Unique Relationship. In: Rebelión. 23. Januar 2002, archiviert vom am 27. Dezember 2005; abgerufen am 26. Mai 2026 (Spanisches Original auf jornada.com.mx).
James Petras: Who Finances the State of Israel? In: Rebelión. 30. April 2002, archiviert vom am 8. September 2006; abgerufen am 26. Mai 2026.
James Petras: Noam Chomsky and the Pro-Israel Lobby: Fourteen Erroneous Theses. In: Rebelión. 6. April 2006, abgerufen am 27. Mai 2026 (ursprünglich drei Tage zuvor erschienen bei Axis of Logic). - ↑ James Petras: Zionism, Militarism, and the Decline of US Power. Clarity Press, Atlanta 2008, ISBN 0-932863-60-4, S. 181 (Textgrundlage online auf Dissident Voice): „No other organized political action group or public relations firm acting on behalf of the Cuban and Venezuelan exiles or Arab, African, Chinese or European Union states comes remotely near the influence of the Zionist lobby in shaping US policy to serve the interest of Israel. […] Never in the history of the US republic or empire has a powerful but tiny minority been able to wield so much influence by using our nation’s military and economic power and diplomatic arm-twisting in the service of a foreign government. Neither the Fracophiles during the American Revolution, the Anglophiles in the Civil War, nor the German Bund in the run-up to World War Two, nor the (anti-China) Nationalist Taiwan Lobby possessed the organizational power and sustained political influence that the ZPC exerts on US foreign and domestic policy at the service of the State of Israel.“
- ↑ James Petras: Rulers and Ruled in the US Empire. Bankers, Zionists, Militants. Clarity Press, Atlanta 2007, ISBN 0-932863-54-X, S. 121 f.
- ↑ Mike Marqusee: If I Am Not For Myself. Journey of an Anti-Zionist Jew. Verso Book, London, New York 2008, ISBN 978-1-84467-854-9, S. 269–273 (Online unter archive.org).
Allen Ruff: Review: Do Zionists Run America. In: Against the Current. Band 128, 2007 (marxists.org). - ↑ Vergleiche Deborah Amos: Paper on Israel Lobby Sparks Heated Debate. In: NPR. 21. April 2006, abgerufen am 27. Mai 2026.
- ↑ Vergleiche John J. Mearsheimer, Stephen M. Walt: The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy. Farrar, Straus and Giroux, New York 2007, ISBN 978-0-374-17772-0, S. ix: „Equally important, thoughtful individuals were beginning to recognize that [Israel Lobby groups] were not representative of mainstream opinion in the American Jewish community or the United States more broadly. There was a growing debate about whether the policies advocated by these groups were in America’s or in Israel’s interest.“
- ↑ James Petras: Rulers and Ruled in the US Empire. Bankers, Zionists, Militants. Clarity Press, Atlanta 2007, ISBN 0-932863-54-X, S. 138.
- ↑ James Petras: Las bases locales y estatales del poder sionista en EE.UU. In: Rebelión. 6. September 2010, abgerufen am 28. Mai 2026.
- ↑ Special Report with Brit Hume. In: Fox News. 11. Dezember 2001, abgerufen am 26. Mai 2026.
- ↑ Carl Boggs: The Crimes of Empire. Rogue Superpower and World Domination. Pluto Press, London, New York 2010, ISBN 978-0-7453-2946-8, S. 165 (archive.org).
- ↑ John J. Mearsheimer, Stephen M. Walt: The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy. Farrar, Straus and Giroux, New York 2007, ISBN 978-0-374-17772-0, S. 147 u.ö.
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- ↑ Stephen Lendman: James Petras’ New Book: The Power Of Israel In The United States. In: CounterCurrents. 27. Oktober 2006, abgerufen am 27. Mai 2026.
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- ↑ Allen Ruff: Review: Do Zionists Run America. In: Against the Current. Band 128, 2007 (marxists.org).
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Michael Neumann: The Power of Israel in the United States by Petras: The Israel Lobby and U.S. foreign Policy by John J. Mearsheimer and Stephen M. Walt. In: Journal of Palestine Studies. Band 37, Nr. 3, 2008, S. 96–98, hier 96, doi:10.1525/jps.2008.37.3.96. - ↑ Max Ajl: James Petras M.I.A. In: Jacobin. 2011, archiviert vom am 9. Oktober 2011; abgerufen am 27. Mai 2026.
Mike Marqusee: If I Am Not For Myself. Journey of an Anti-Zionist Jew. Verso Book, London, New York 2008, ISBN 978-1-84467-854-9, S. 269–273 (Online unter archive.org).
Adrienne Weller: Israel and the U.S. – does the tail wag the dog? In: Freedom Socialist Party. April 2009, abgerufen am 27. Mai 2026. - ↑ Max Ajl: James Petras M.I.A. In: Jacobin. 2011, archiviert vom am 9. Oktober 2011; abgerufen am 27. Mai 2026.
Adrienne Weller: Israel and the U.S. – does the tail wag the dog? In: Freedom Socialist Party. April 2009, abgerufen am 27. Mai 2026.
Zu einem thematisch verwandten Kurztext von Petras so auch Bonnie Weinstein: Putting the Cart before the Horse: An Answer to James Petras. In: Socialist Viewpoint. Band 7, Nr. 5, 2007 (marxists.org).
Besagter verwandter Text: James Petras: The Liquid Bomb Hoax: The Larger Implications. In: Indymedia UK. 26. August 2006, abgerufen am 27. Mai 2026. - ↑ James Petras: Rulers and Ruled in the US Empire. Bankers, Zionists, Militants. Clarity Press, Atlanta 2007, ISBN 0-932863-54-X, S. 122: „These [Israeli] objectives, however, have not served the best interests of US imperialism either in the Middle East or globally. As a result, a growing fissure is opening between the interests of the pro-Zionist sector of the American ruling elite and those of the traditional American elites whose larger imperial interests are threatened by the ongoing Middle East debacle.“
- ↑ James Petras: Rulers and Ruled in the US Empire. Bankers, Zionists, Militants. Clarity Press, Atlanta 2007, ISBN 0-932863-54-X, S. 17 f., 28.
- ↑ James Petras. In: Clarity Press. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Marxist Sociology Award Recipient History. In: American Sociological Association. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Certamen 2010. In: Club de periodistas. Archiviert vom am 14. November 2014; abgerufen am 24. Mai 2026.
The Politics of Empire. In: Clarity Press. Abgerufen am 24. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Petras, James |
| ALTERNATIVNAMEN | Petras James Frank; Petras, James F. |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 17. Januar 1937 |
| GEBURTSORT | Boston, Massachusetts |
| STERBEDATUM | 17. Januar 2026 |
| STERBEORT | Seattle, Washington |